{"id":21975,"date":"2001-01-17T15:49:06","date_gmt":"2001-01-17T14:49:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21975"},"modified":"2025-03-17T15:52:16","modified_gmt":"2025-03-17T14:52:16","slug":"lukas-167-79-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-167-79-2\/","title":{"rendered":"Lukas 1,67-79"},"content":{"rendered":"<h3>&#8222;In sich gehen&#8220; | Lukas 1,67-79 | Michael Schibilsky |<\/h3>\n<p>Predigtreihe &#8222;Facetten gelebter Fr\u00f6mmigkeit&#8220;<\/p>\n<p>Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der kommen wird, unser Herr Jesus Christus. Amen.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Adventszeit ist Krisenzeit, Vorbereitung, Erwartung \u2013 eine seelisch anstrengende Zeit. Jeder Advent ist anders. Aber jedesmal ist der Advent anstrengend, \u00fcberraschend, unerwartet. Das unerwartete Warten.<\/p>\n<p>Von Zacharias, dem frommen Priester aus Jud\u00e4a und seiner Frau Elisabeth erz\u00e4hlt der Beginn des Lukas-Evangeliums. Sie hatten kein Kind und waren beide hochbetagt. Und es begab sich im ganz normalen Tempeldienst, als Zacharias das R\u00e4ucheropfer darzubringen hatte, erscheint ihm der Engel des Herrn, verhei\u00dft seiner Frau und ihm einen Sohn. Unerwartete Ankunft \u2013 Krisenzeit. Zacharias fragt nach einem Beweis, einem Zeichen. Und der Engel antwortet: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht und bin gesandt mit dir zu reden und dir dies zu verk\u00fcndigen. Und siehe, du wirst stumm werden und nicht reden k\u00f6nnen bis zu dem Tag, an dem dies geschehen wird.<\/p>\n<p>So beginnt die Adventszeit im Lukasevangelium \u2013 mit Sprachlosigkeit eines Theologen. Advent ist Krisenzeit, nicht Idylle und Beschaulichkeit.<\/p>\n<p>Diese Jahreszeit l\u00e4dt uns ein, den Blick nach innen zu richten, weil au\u00dfen eigentlich nicht mehr viel sehenswertesgeschieht. Nach Zur\u00fcckgezogenheit ist uns zumute, Fortsetzung des Jahresausklangs am Ende des Kirchenjahres mit den Mitteln des Advents: Fasten ist angesagt, wie das bei Jesaja zu h\u00f6ren war. Sich befreien lassen von dem auferlegten Joch. Sich beschr\u00e4nken, sich der Eile wiedersetzen.<\/p>\n<p>Seit uns der Bu\u00df- und Bettag nicht mehr als gesetzlicher Feiertag zur Verf\u00fcgung steht, m\u00fcssen wir uns ohne den Schutz und die Grenzen eines solchen Tages dieser Herausforderung stellen, Umkehr in unserer eigenen Lebensgeschichte riskieren. Und auf dem Weg der Einkehr begegnen wir nicht immer nur uns selber \u2013 es k\u00f6nnte sein, da\u00df wir wie Zacharias dem Boten Gottes, Gabriel begegnen, mitten in unserem theologischen Nachdenken, mitten in unserer Lebensgeschichte, mitten im Leben dieser Kirche.<\/p>\n<p>In sich gehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Gott Raum geben in meiner Lebensgeschichte,<\/li>\n<li>Gott Raum geben in meiner Theologie,<\/li>\n<li>Gott Raum geben im Dienst der Kirche.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In sich gehen, das geschieht in unserer Lebensgeschichte notwendig immer dann, wenn eine Lebensphase sich ihrem Ende zuneigt. Bei Zacharias, dem Vater des Johannes, geht nun also die Zeit zu Ende, in der er mit seiner Frau Elisabeth kinderlos geblieben war. Er ahnte es nur noch nicht. Er konnte es im wahrsten Sinne des Wortes nicht glauben.<\/p>\n<p>Adventszeit ist Krisenzeit.<\/p>\n<p>In der Lebensgeschichte jedes Menschen ereignen sich solche Krisenzeiten dann, wenn ein Lebensabschnitt unweigerlich an sein Ende kommt: Wenn die Kindheit zu ihrem Ende kommt wie im Alter des zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Jesus, wie im Alter der zw\u00f6lf bis 14-j\u00e4hrigen Jugendlichen, die ja ahnen, da\u00df sie ihrer Kindheit nichts mehr hinzuf\u00fcgen k\u00f6nnen, an der Kindheit nichts mehr \u00e4ndern k\u00f6nnen, die ahnen, da\u00df sie ihre Kindheit jetzt verlassen werden. Das ist Krisenzeit, das ist seelische Schwerstarbeit. Zeit von Orientierungsverlust, Melancholie \u2013 oder Euphorie, je nach Gem\u00fctsverfassung. Wie bin ich aufgewachsen, worauf bin ich vorbereitet? Was traue ich mir zu?<\/p>\n<p>Oder wenn die Jugendzeit (je nach Ausbildungsgang) zwischen dem 18. und 28. Lebensjahr irgendwann zu ihrem Ende kommt. Studentinnen und Studenten in der Examenszeit ahnen etwas davon, da\u00df die Zeit an der Universit\u00e4t an ihr Ende gekommen ist, da\u00df sie die Freiheit, den Aufbruch dieser Jahre nicht beliebig verl\u00e4ngern k\u00f6nnen, sondern Abschied nehmen m\u00fcssen von Freiheit und von der Offenheit dieser Ausbildungszeit, von den wunderbaren Experimenten im eigenen Lebensentwurf \u2013 ohne verbindliche Letztverpflichtung auf Lebensl\u00e4nglichkeit.<\/p>\n<p>Das ist Krisenzeit. Das ist seelische Schwerstarbeit, Zeit von Orientierungsverlust, Zeit von Melancholie oder Euphorie, je nach Gem\u00fctsverfassung. Was kann ich mitnehmen in die n\u00e4chste Lebensphase, was bleibt von dem, was mir bedeutsam geworden ist? Was beherrsche ich und kann es umsetzen im Beruf, in der Partnerschaft, im k\u00fcnftigen Lebensalltag?<\/p>\n<p>In jeder Lebenszeit hat der Advent ein anderes Gesicht. Wenn bei uns \u00c4lteren die erwachsen gewordenen Kinder das Haus verlassen haben, sich eigene R\u00e4ume und Lebensgewohnheiten angeeignet haben, wenn sie kein Argument mehr liefern f\u00fcr famili\u00e4re Gestaltung des Advents. Was haben wir den Kindern mitgegeben, was haben wir ihnen zuliebe getan im Advent all der hinter uns liegenden Jahre und was f\u00fcr uns selber? Wie Adventszeit gestalten, wenn wir nicht mehr R\u00fccksicht nehmen m\u00fcssen auf leuchtende Kinderaugen? Advent auslassen? Einfach weiterarbeiten, sich nicht unterbrechen, sich nicht irritieren lassen?<\/p>\n<p>Jede Adventszeit ist Krisenzeit, Zeit von Orientierungsverlust und Neuorientierung, Zeit der Resignation oder Beschaulichkeit, je nach Gem\u00fctsverfassung. Und sie wird umso anstrengender, je mehr gesellschaftlich-religi\u00f6se Rollen- und Ritualerwartungen uns Harmonie, Freundlichkeit und Liebensw\u00fcrdigkeiten abverlangen, egal wie uns zumute ist.<\/p>\n<p>Adventszeit ist Krisenzeit, gerade dann, wenn um uns herum ein fast ma\u00dfloser \u00e4u\u00dferer Glanz verbreitet wird, der von jeder Einkehr abzulenken h\u00f6chst geeignet ist.<\/p>\n<p>In sich gehen \u2013 auch in theologischer Reflexionsarbeit. Das geschieht im theologischen Nachdenken da, wo wir uns auseinandersetzen mit dem un\u00fcbersehbaren Relevanzverlust theologischer Bildung in der Berufsausbildung junger Menschen, die uns mit jeder neuen Hochschulstatistik bitter attestiert wird. Es ist zu einfach, die Schuld bei der Mentalit\u00e4t einer Wettbewerbs- und Spa\u00dfgesellschaft zu suchen und unsere H\u00e4nde in Unschuld zu waschen.<\/p>\n<p>In unserer Theologie bewegen wir uns in Sprachspielen, die vielleicht im Horizont der jeweiligen theologischen Nachbardisziplin gerade noch plausibel klingt, aber bereits in anderen Kultur- und Geisteswissenschaften eher belanglos geworden sind. Um wie viel mehr sind wir sprachlos etwa gegen\u00fcber einer Biologie, die ganz anders und viel radikaler in sich geht. Die das Leben erkennt in seinen kleinsten Bausteinen und mit einem genetischen Konstruktionsplan Leben entwirft, modelliert, patentiert \u2013 und davon profitiert. Wir sind sprachlos geworden, wenn sich Gestalten des Lebens so offenkundig nicht mehr der Ankunft Gottes verdanken, sondern der Konstruktion von Menschen. Diese Sprachlosigkeit verbirgt sich manchmal hinter fulminanten Begriffskaskaden, \u00e4u\u00dfert sich in unbeirrbarer Binnendifferenzierung, oder in schlichter Kommunikationsverweigerung. Kann es sein, da\u00df es uns ergeht wie dem Zacharias mitten in seinem Tempeldienst? Er begegnet dem Boten Gottes, er erf\u00e4hrt Unglaubliches \u2013 und es verschl\u00e4gt auch ihm die Sprache.<\/p>\n<p>In sich gehen in unserer theologischen Reflexion, das ist gedanklich Schwerstarbeit, eine Zeit von drohendem Orientierungsverlust, verbunden mit Resignation oder Selbstgen\u00fcgsamkeit, je nach Disziplin und pers\u00f6nlicher Neigung. Es l\u00e4\u00dft uns doch nicht kalt, wenn junge Menschen der Theologie keine signifikante Erkenntnisf\u00e4higkeit, keine Gestaltungskraft f\u00fcr ein ganzes Berufsleben mehr zutrauen. Was bedeutet es f\u00fcr unsere Theologie, wenn wir selber nicht recht glauben, es mit einer fundamentalen Wahrheit f\u00fcr das Leben jedes Menschen zu tun zu haben. Sprachlosigkeit kann sich manchmal auch durchaus beredt \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Gott Raum geben in unserer Theologie, nicht unserer jeweiligen Theologie mehr Raum verschaffen wollen, uns unterbrechen lassen in unseren Lieblingsgedanken, umkehren, nicht zur flei\u00dfigeren Betrachtung aller denkbaren Theorieepochen und prominenter theologischer Systeme, sondern zur Genauigkeit des Gedankens, der etwas wei\u00df von seiner Endlichkeit, von seinem begrenzten Horizont.<\/p>\n<p>In sich gehen in dieser Kirche vor den Toren des alten Innenstadtkerns M\u00fcnchens, einer Kirche, die im zur\u00fcckliegenden Jahr bittere Zeiten hinter sich gebracht hat. In sich gehen in einer Landeskirche, die nicht mit einem L\u00e4cheln \u00fcber den Wolken schwebt \u2013 \u201ewie sind so frei\u201c \u2013, sondern da pr\u00e4sent sein will, wo Menschen auf uns warten, oder schon nicht mehr mit uns rechnen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann uns eine turbulente und veranstaltungsreiche Advents- und Weihnachtszeit solche Entt\u00e4uschungen vers\u00fc\u00dfen, nat\u00fcrlich ist Weihnachten ein Fest mitten aus unserer Kernkompetenz. Aber werden wir dazu als Kirche wirklich noch gebraucht?<\/p>\n<p>Bei Lukas k\u00f6nnen wir nachlesen, wie sich Gott ereignet: In unerwarteter Gestalt, als Beunruhiger, als Herausforderer, als Widerspruch zu allem, was uns bisher wichtig und heilig gewesen ist.<\/p>\n<p>Wie ereignet sich Einkehr in biblischer Erfahrung, in der Erfahrung des Priesters Zacharias: Es ereignet sich mitten im regul\u00e4ren Tempeldienst. Hier \u00fcberrascht ihn der Engel, hier verschl\u00e4gt es ihm die Sprache. Was f\u00fcr eine Geschichte! Erwartungszeit, Vorbereitungszeit ist Krisenzeit. Auch bei Zacharias.<\/p>\n<p>Gott selber bereitet sein Kommen vor, durch einen Boten mit Namen Johannes, der ebenso wenig erwartbar war. Und als Zacharias nach der Geburt seines Sohnes Johannes wieder anf\u00e4ngt zu sprechen, da ist seine Sprache anders geworden.<\/p>\n<p>So hei\u00dft es im Predigttext zum 1. Advent des Jahres 2000:<\/p>\n<p>\u201eZacharias wurde vom heiligen Geist erf\u00fcllt, weissagte und sprach: Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erl\u00f6st sein Volk und hat uns aufgerichtet eine Macht des Heils im Hause seines Dieners David \u2013 wie er vorzeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten \u2013 , da\u00df er uns errettete von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen, und Barmherzigkeit erzeigte unsern V\u00e4tern und ged\u00e4chte an seinen heiligen Bund und an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu geben, da\u00df wir, erl\u00f6st aus der Hand unsrer Feinde, ihm dienten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinen Augen.\u201c<\/p>\n<p>Und dann der Geburtstagswunsch des ergrauten Vaters Zacharias an seinen neugeborenen Sohn Johannes, der Blick auf dessen Zukunft, seine Lebensbestimmung, die Verkn\u00fcpfung mit der Ankunft Jesu: Johannes steht f\u00fcr die gesamte Tradition seines Volkes, erinnert Jesus als den messianischen Davidssohn, der Israel errettet und erneuert (vgl. J.Roloff, GPM 89. Jg., S.9):<\/p>\n<p>\u201eUnd du, Kindlein, wirst ein Prophet des H\u00f6chsten hei\u00dfen.<\/p>\n<p>Denn du wirst dem Herrn vorangehen,<\/p>\n<p>da\u00df du seinen Weg bereitest,<\/p>\n<p>und Erkenntnis des Heils gebest<\/p>\n<p>seinem Volk in der Vergebung ihrer S\u00fcnden,<\/p>\n<p>durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes,<\/p>\n<p>durch die uns besuchen wird<\/p>\n<p>das aufgehende Licht aus der H\u00f6he,<\/p>\n<p>damit es erscheine denen,<\/p>\n<p>die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes,<\/p>\n<p>und richte unsere F\u00fc\u00dfe auf den Weg des Friedens.\u201c Lukas 1, 67-79<\/p>\n<p>Randvoll ist dieser Lobgesang mit den Bildern des Advents, randvoll mit Erinnerungen, die zuerst dem Volk Israel gelten. \u201eGelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erl\u00f6st sein Volk.\u201c<\/p>\n<p>Befreiungsgeschichte wird hier besungen. Jesu Ankunft ist Errettung aus der Hand aller Feinde, aus der Hand aller, die uns hassen.<\/p>\n<p>Dieses Benediktus, dieses fr\u00fchchristliche Lied, einer der \u00e4ltesten Texte aus dem Neuen Testament, das seit alters her zum Morgengebet der Kirche geh\u00f6rt, stellt den Advent Jesu in einen weltweiten Horizont.<\/p>\n<p>Gott bleibt sich in seinem Handeln treu, er f\u00fchrt das Neue herauf. Weil Gott sich des ersten Kommens Jesu in diese Welt erinnert, k\u00f6nnen wir uns auf seine Wiederkehr verlassen. Was Gott begonnen hat, das wird er auch vollenden.<\/p>\n<p>Darum geht es in dieser Adventszeit: Erinnerung an die Zukunft Jesu, an seine Wiederkunft. Sehnsucht \u2013 das ist der eigentliche Geschmack des Advents.<\/p>\n<ul>\n<li>Advent ist bereits vorbereitet. Advent hat sich schon ereignet.<\/li>\n<li>Wir kommen nicht zu sp\u00e4t, auch wenn die Adventszeit dieses Jahres um eine Woche k\u00fcrzer ist als in anderen Jahren.<\/li>\n<li>Wir kommen nicht zu sp\u00e4t, wenn wir erst jetzt beginnen mit unseren Vorbereitungen auf das aufstrahlende Licht aus der H\u00f6he.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn das stimmt, wenn das die Mitte unseres Glaubens ist, dann k\u00f6nnen wir auf andere Weise in diese adventliche Krisenzeit gehen: Unser Leben ist erwartungsvoll, voller Sehnsucht. Diese Glaubenshaltung erm\u00f6glicht uns Unterbrechung dieser \u00fcberladenen und belasteten Vorweihnachtszeit.<\/p>\n<ul>\n<li>In sich gehen, umkehren, wenn wir uns selber aus dem Blick verloren haben.<\/li>\n<li>In sich gehen, umkehren, wenn die Anforderungen von au\u00dfen uns so fest im Griff haben, da\u00df wir uns nicht mehr wiederfinden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Advent ist nicht Vorwegnahme von Weihnachten. Es ist die Fortsetzung der Bu\u00dfzeit mit adventlichen Mitteln, Unterbrechung der Weihnachtsstimmung rund um uns herum.<\/p>\n<p>In sich gehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Gott Raum geben im Dienst der Kirche.<\/li>\n<li>Gott Raum geben in meiner Theologie,<\/li>\n<li>Gott Raum geben in meiner Lebensgeschichte,<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir bekennen den gekreuzigten Jesus von Nazareth,<\/p>\n<p>wir bekennen den auferweckten Christus,<\/p>\n<p>wir bekennen den wiederkommenden Messias.<\/p>\n<p>wir erwarten seine Herrlichkeit.<\/p>\n<p>Das ist der Dienst der Kirche.<\/p>\n<ul>\n<li>Nicht wir beenden die theologische Sprachlosigkeit, sondern Gott hat geredet.<\/li>\n<li>Nicht wir vermitteln Erkenntnis Gottes. Gott hat uns erkannt. Mit allem, was uns heilig ist.<\/li>\n<li>Nicht wir verhelfen der Theologie zur akademischen Relevanz, geben ihr \u00dcberzeugungskraft und Glanz, Gottes Wahrheit hat uns \u00fcberzeugt,<\/li>\n<\/ul>\n<p>sie hat uns \u00fcberw\u00e4ltigt,<\/p>\n<p>sie gibt der Welt einen neuen Schein.<\/p>\n<p>In sich gehen \u2013 Gott Raum geben auch in der Krisenzeit unserer eigenen Lebensgeschichten: Nicht wir erzwingen das Gelingen unserer Lebensgeschichten, nicht wir verleihen unserem Leben Sinn, wenn wir erz\u00e4hlend sie begreifen.<\/p>\n<p>Er macht mit unserem Leben Geschichte, Gottes Geschichte mit uns.<\/p>\n<p>Nicht wir l\u00f6sen die Krisen, die als Un\u00fcbersichtlichkeit und Orientierungsangst an den Schwellen unserer Lebens\u00fcberg\u00e4nge lauern, sondern er verhei\u00dft, bei uns zu sein auch am unbekanntesten Ort. Er hat unserem Leben Sinn versprochen, als er uns ins Leben rief. Er l\u00e4\u00dft uns unser Leben verstehen, wenn er wiederkommt in Herrlichkeit. \u201eDenn er hat besucht und erl\u00f6st sein Volk.\u201c<\/p>\n<p>Und der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als alle Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Prof. Dr. Michael Schibilsky<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;In sich gehen&#8220; | Lukas 1,67-79 | Michael Schibilsky | Predigtreihe &#8222;Facetten gelebter Fr\u00f6mmigkeit&#8220; Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der kommen wird, unser Herr Jesus Christus. Amen. Liebe Gemeinde! Adventszeit ist Krisenzeit, Vorbereitung, Erwartung \u2013 eine seelisch anstrengende Zeit. Jeder Advent ist anders. Aber [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":7900,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[38,727,157,853,114,981,262,1658,3,109,126],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-21975","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lukas","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-facetten-gelebter-froemmigkeit","category-kapitel-01-chapter-01","category-michael-schibilsky","category-nt","category-predigten","category-predigtreihen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21975","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21975"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21975\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21976,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21975\/revisions\/21976"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7900"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21975"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21975"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21975"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=21975"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=21975"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=21975"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=21975"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}