{"id":21998,"date":"2000-11-18T11:28:33","date_gmt":"2000-11-18T10:28:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21998"},"modified":"2025-03-18T11:32:26","modified_gmt":"2025-03-18T10:32:26","slug":"ex-202-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/ex-202-17\/","title":{"rendered":"Exodus 20,2\u201317"},"content":{"rendered":"<h3>Bu\u00df- und Bettag | 22. November 2000 | Ex 20,2\u201317 | Dorothea Zager |<\/h3>\n<p>Meditationsgottesdienst am Abend \u00fcber die zehn Gebote in Gebetsform<\/p>\n<p>ABENDGOTTESDIENST AM BUSS- UND BETTAG<\/p>\n<p>Meditationsgottesdienst mit Abendmahl<\/p>\n<p>Liturgische Farbe: violett<\/p>\n<p>Wochenspruch: Gerechtigkeit erh\u00f6ht ein Volk, aber die S\u00fcnde ist der Leute Verderben. (Spr 14,34)<\/p>\n<p>ORGELVORSPIEL<\/p>\n<p>EINGANGSLIED<\/p>\n<p>EG 144,1+6: Aus tiefer Not lasst uns zu Gott<\/p>\n<p>EINGANGSVOTUM<\/p>\n<p>Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.<\/p>\n<p>GEM.: Amen.<\/p>\n<p>EINGANGSSPRUCH<\/p>\n<p>Wenn wir sagen, wir haben keine S\u00fcnde, so betr\u00fcgen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.<\/p>\n<p>Wenn wir aber unsre S\u00fcnden bekennen, so ist er treu und gerecht, da\u00df er uns die S\u00fcnden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.<\/p>\n<p>(1. Joh 1,8.9)<\/p>\n<p>Kommt, lasst uns loben und anbeten!<\/p>\n<p>GEM.: Ehr sei dem Vater und dem Sohn &#8230;<\/p>\n<p>KOLLEKTENGEBET<\/p>\n<p>Wir wollen beten.<\/p>\n<p>Herr, unser Gott, du willst in unseren Herzen wohnen, behutsam und in aller Stille. Aber wir machen soviel L\u00e4rm und Hektik, da\u00df wir dich gar nicht bemerken. Du willst kommen und in unserer Mitte sein, aber wir geben dir nur einen kleinen Platz am Rand.<\/p>\n<p>Wir danken Dir, dass Du uns heute Abend eingeladen hast in Dein Haus. Du willst uns Stille schenken und Einkehr.<\/p>\n<p>Hilf uns, dass wir diese Zeit und diese Stille nutzen und uns neu auf den Weg begeben zu Dir.<\/p>\n<p>GEM.: Amen.<\/p>\n<p>SCHRIFTLESUNG<\/p>\n<p>Von der engen Pforte und der verschlossenen T\u00fcr (Lk 13,22-27)<\/p>\n<p>Selig sind, die Gottes Wort h\u00f6ren und bewahren. Halleluja!<\/p>\n<p>GEM.: Halleluja!<\/p>\n<p>GLAUBENSBEKENNTNIS<\/p>\n<p>WOCHENLIED<\/p>\n<p>EG 146,1+2: Nimm von uns, Herr, du treuer Gott<\/p>\n<p>MEDITATION: DIE ZEHN GRO\u00dfEN FREIHEITEN<\/p>\n<p>nach Ernst Lange \u2013 Gedanken \u00fcber die zehn Geboten<\/p>\n<p>Auf die Frage, was das Christentum sei, antwortete ein Junge:<\/p>\n<p>\u201eChristentum ist das, was man nicht darf.\u201c So denken viele.<\/p>\n<p>Und wenn man sie nach dem Grund f\u00fcr diese merkw\u00fcrdige Ansicht fragt, reden sie von den Zehn Geboten:<\/p>\n<p>Da hei\u00dft es doch immer Du sollst nicht !<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein ungeheuerliches Missverst\u00e4ndnis!<\/p>\n<p>Gott ist kein Zwingherr, sondern der Befreier.<\/p>\n<p>Er befreite sein Volk Israel aus der Knechtschaft in \u00c4gypten.<\/p>\n<p>Dann f\u00fchrte er es zum Berg Sinai.<\/p>\n<p>Und vom Berg Sinai aus machte er ihm klar, wie gro\u00df die Freiheit ist, die man mit Gott hat.<\/p>\n<p>Er machte ihnen das klar in zehn S\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Acht von diesen zehn S\u00e4tzen beginnen mit: Du wirst nicht&#8230;<\/p>\n<p>Zwei beginnen mit: Du wirst&#8230;<\/p>\n<p>Keiner beginnt mit: Es ist verboten&#8230;<\/p>\n<p>Sondern alle fangen an : Ich, Gott, und du, Mensch, wir geh\u00f6ren jetzt zusammen. Und wenn wir zusammenbleiben, dann wird dein Leben folgenderma\u00dfen aussehen: Du wirst keine anderen G\u00f6tter haben.<\/p>\n<p>Du wirst meinen Namen Ehre machen.<\/p>\n<p>Dur wirst dich nicht zu Tode hetzen.<\/p>\n<p>Dur wirst in deiner Familie ein menschliches Leben finden.<\/p>\n<p>Die Zehn Gebote sind die zehn Artikel der gro\u00dfen Freiheit, die Gott schenkt.<\/p>\n<p>Lassen Sie uns gemeinsam \u00fcber die 10 Gebote der Freiheit nachdenken, mit einander beten, unsere Schuld vor Gott bekennen. Zwischen den einzelnen Geboten wollen wir jeweils einen Vers des Kyriegesangs 178.9 miteinander singen.<\/p>\n<p>Kyriegesang EG 178.9<\/p>\n<ol>\n<li>Gebot<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich bin der Herr, dein Gott:<\/p>\n<p>du sollst keine anderen G\u00f6tter haben!<\/p>\n<p>Du wolltest, da\u00df ich frei bin, Herr.<\/p>\n<p>Aber ich habe die Freiheit vertan,<\/p>\n<p>die du mir gegeben hast.<\/p>\n<p>Es gab immer etwas, dem ich mehr zutraute als dir:<\/p>\n<p>meiner eigenen Kraft<\/p>\n<p>oder dem Einfluss anderer Menschen,<\/p>\n<p>dem Geld, den Sternen oder der \u00f6ffentlichen Meinung.<\/p>\n<p>Nun bin ich ein Sklave meiner eigenen Angst<\/p>\n<p>und Begierde geworden<\/p>\n<p>und lebe unter Menschen, denen es genauso geht.<\/p>\n<p>und die Sklaverei wird immer schlimmer!<\/p>\n<p>Wir haben es verdient, Herr,<\/p>\n<p>da\u00df du uns in unserer Unfreiheit verkommen l\u00e4sst<\/p>\n<p>und da\u00df wir dich f\u00fcr immer verlieren.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns nicht selbst helfen, Herr,<\/p>\n<p>sei doch barmherzig,<\/p>\n<p>und lass uns wieder frei sein!<\/p>\n<p>Kyriegesang EG 178.9<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Gebot<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich bin der Herr, dein Gott:<\/p>\n<p>du sollst meinen Namen nicht mi\u00dfbrauchen!<\/p>\n<p>Du wolltest, da\u00df ich Vertrauen habe, Herr.<\/p>\n<p>Aber ich habe die Freundschaft mi\u00dfbraucht,<\/p>\n<p>die du mir geschenkt hast.<\/p>\n<p>Da war immer die Versuchung, dich in meine Gewalt<\/p>\n<p>zu bekommen:<\/p>\n<p>dich zu bestechen mit frommen Leistungen,<\/p>\n<p>deinen Namen im Mund zu f\u00fchren,<\/p>\n<p>auch wenn das Herz leer war,<\/p>\n<p>dich zu benutzen, um den Menschen Eindruck zu machen.<\/p>\n<p>Nun ist mir, als m\u00fcsste ich entweder bewusst weiterheucheln<\/p>\n<p>oder dich ganz aus meinem Herzen rei\u00dfen;<\/p>\n<p>und ich lebe unter Menschen, denen es genauso geht.<\/p>\n<p>Und der Riss zwischen Reden und Tun wird immer gr\u00f6\u00dfer!<\/p>\n<p>Wir haben es verdient, Herr,<\/p>\n<p>da\u00df du uns in unserer Gottesl\u00e4sterung verkommen l\u00e4sst<\/p>\n<p>und da\u00df wir dich f\u00fcr immer verlieren.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns nicht selbst helfen, Herr,<\/p>\n<p>sei doch barmherzig,<\/p>\n<p>und lass uns wieder wie deine Freunde leben.<\/p>\n<p>Kyriegesang EG 178.9<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Gebot<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich bin der Herr, dein Gott:<\/p>\n<p>du sollst den Feiertag heiligen!<\/p>\n<p>Du wolltest, da\u00df ich sorglos lebe, Herr.<\/p>\n<p>Aber ich habe den Zusagen nicht getraut,<\/p>\n<p>die du mir gemacht hast.<\/p>\n<p>Da war immer die Angst, ich k\u00f6nnte etwas vers\u00e4umen:<\/p>\n<p>versagen bei der Arbeit,<\/p>\n<p>zu kurz kommen beim Vergn\u00fcgen,<\/p>\n<p>von meinem Leben nichts habe.<\/p>\n<p>Nun kann ich einfach nicht mehr zur Ruhe kommen<\/p>\n<p>und lebe unter Menschen, denen es genauso geht.<\/p>\n<p>Die Hetze wird immer m\u00f6rderischer!<\/p>\n<p>Wir haben es verdient, Herr,<\/p>\n<p>da\u00df du uns in unserer Ruhelosigkeit verkommen l\u00e4\u00dft<\/p>\n<p>und da\u00df wir dich f\u00fcr immer verlieren.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns nicht selbst helfen, Herr,<\/p>\n<p>sei doch barmherzig,<\/p>\n<p>und lass uns wieder Stille finden vor dir.<\/p>\n<p>Kyriegesang EG 178.9<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Gebot<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich bin der Herr, dein Gott:<\/p>\n<p>du sollst Vater und Mutter ehren!<\/p>\n<p>Du wolltest, da\u00df ich ein wirklicher Mensch werde, Herr.<\/p>\n<p>Aber ich habe die gute Ordnung zerst\u00f6rt,<\/p>\n<p>die du geschaffen hast.<\/p>\n<p>Da war immer die Sorge, ich k\u00f6nnte mich selbst verlieren:<\/p>\n<p>vergewaltigt werden von meiner Familie,<\/p>\n<p>ersticken im Sumpf dessen, was fr\u00fcher galt,<\/p>\n<p>und nie ein selbst\u00e4ndiger Mensch sein.<\/p>\n<p>Nun bin ich wie Treibsand in der W\u00fcste,<\/p>\n<p>ohne Wurzel und Halt,<\/p>\n<p>leichte Beute der Mode, Reklame, der Propaganda.<\/p>\n<p>Und meinen Mitmenschen geht es genauso.<\/p>\n<p>Die Unordnung wird immer verheerender!<\/p>\n<p>Wir haben es verdient, Herr,<\/p>\n<p>da\u00df du uns in unserer Wurzellosigkeit verkommen l\u00e4sst<\/p>\n<p>und da\u00df wir dich f\u00fcr immer verlieren.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns nicht selbst helfen, Herr,<\/p>\n<p>sei doch barmherzig,<\/p>\n<p>und lass uns wieder in Liebe zusammen leben.<\/p>\n<p>Kyriegesang EG 178.9<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li>Gebot<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich bin der Herr, dein Gott:<\/p>\n<p>du sollst nicht t\u00f6ten!<\/p>\n<p>Du wolltest, da\u00df ich f\u00fcr meinen N\u00e4chsten da bin, Herr.<\/p>\n<p>Aber ich bin ein einen heillosen Konkurrenzkampf<\/p>\n<p>mit meinen Mitmenschen geraten.<\/p>\n<p>Da war immer das Misstrauen,<\/p>\n<p>andere k\u00f6nnten mir zuvorkommen:<\/p>\n<p>mich \u00fcbervorteilen,<\/p>\n<p>mir meine Chancen verderben,<\/p>\n<p>meinen Lebenserfolg zunichte machen.<\/p>\n<p>Nun kann ich einfach keinen Frieden mehr halten,<\/p>\n<p>und ich lebe unter Menschen, denen es genauso geht.<\/p>\n<p>Der Kampf aller gegen alle wird immer m\u00f6rderischer!<\/p>\n<p>Wir haben es verdient, Herr,<\/p>\n<p>da\u00df du uns in Hass und Misstrauen umkommen l\u00e4sst<\/p>\n<p>und da\u00df wir dich f\u00fcr immer verlieren.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns nicht selbst helfen, Herr,<\/p>\n<p>sei doch barmherzig,<\/p>\n<p>und lass uns wieder in Frieden zusammen leben.<\/p>\n<p>Kyriegesang EG 178.9<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li>Gebot<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich bin der Herr, dein Gott:<\/p>\n<p>du sollst nicht ehebrechen!<\/p>\n<p>Du wolltest, da\u00df Mann und Frau einander leben helfen, Herr.<\/p>\n<p>Aber ich bin nicht gut umgegangen mit den Kr\u00e4ften der Liebe,<\/p>\n<p>die du in mich gelegt hast.<\/p>\n<p>Da war immer der Drang,<\/p>\n<p>auf eigene Faust Befriedigung zu suchen:<\/p>\n<p>die Freude vorwegzunehmen,<\/p>\n<p>die Liebe zum \u201eGeschlechtsverkehr\u201c<\/p>\n<p>und den Partner zur Sache herabzuw\u00fcrdigen.<\/p>\n<p>Nun habe ich die Herrschaft \u00fcber meine Gedanken<\/p>\n<p>Und W\u00fcnsche verloren,<\/p>\n<p>und ich lebe unter Menschen, denen es genauso geht.<\/p>\n<p>Die Freudlosigkeit wird immer \u00e4rger!<\/p>\n<p>Wir haben es verdient, Herr,<\/p>\n<p>da\u00df du uns in unserer verdorbenen Liebe verkommen l\u00e4sst<\/p>\n<p>und da\u00df wir dich f\u00fcr immer verlieren.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns nicht selbst helfen, Herr<\/p>\n<p>Sei doch barmherzig,<\/p>\n<p>und lass uns wieder in Treue zusammen leben!<\/p>\n<p>Kyriegesang EG 178.9<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li>Gebot<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich bin der Herr, dein Gott:<\/p>\n<p>du sollst nicht stehlen!<\/p>\n<p>Du wolltest, da\u00df ich zufrieden leben kann, Herr.<\/p>\n<p>Aber mir waren die Gaben nicht genug,<\/p>\n<p>die du mir anvertraut hast.<\/p>\n<p>Da war immer etwas, das ich noch dazu haben wollte:<\/p>\n<p>Vom Besitz der anderen,<\/p>\n<p>vom Erfolg der anderen,<\/p>\n<p>von der Freude der anderen.<\/p>\n<p>Nun ist mein Gewissen allzu weit geworden,<\/p>\n<p>und ich lebe unter Menschen, denen es genauso geht.<\/p>\n<p>Die Ungerechtigkeit unter uns wird immer h\u00e4sslicher.<\/p>\n<p>Wir haben es verdient, Herr,<\/p>\n<p>da\u00df wir in unserer Ungen\u00fcgsamkeit verkommen<\/p>\n<p>und dich f\u00fcr immer verlieren.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns nicht selbst helfen, Herr,<\/p>\n<p>sei doch barmherzig,<\/p>\n<p>und lass uns das Hergeben wieder lernen.<\/p>\n<p>Kyriegesang EG 178.9<\/p>\n<ol start=\"8\">\n<li>Gebot<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich bin der Herr, dein Gott:<\/p>\n<p>du sollst nicht l\u00fcgen!<\/p>\n<p>Du wolltest, da\u00df ich in Wahrhaftigkeit lebe, Herr.<\/p>\n<p>Aber ich habe mutwillig die Br\u00fccken zerst\u00f6rt<\/p>\n<p>zwischen mir und Meinen Mitmenschen.<\/p>\n<p>Da war immer ein Grund f\u00fcr eine ganze oder halbe L\u00fcge:<\/p>\n<p>meine Bequemlichkeit,<\/p>\n<p>der Blick auf die anderen, die es grade so machen,<\/p>\n<p>der Mangel an Mut, meine Fehler zuzugeben.<\/p>\n<p>Nun ist mir die Unwahrhaftigkeit<\/p>\n<p>schon zur Gewohnheit geworden,<\/p>\n<p>und ich lebe unter Menschen, denen es genauso geht.<\/p>\n<p>Das Misstrauen zwischen uns wird immer un\u00fcberwindlicher.<\/p>\n<p>Wir haben es verdient, Herr,<\/p>\n<p>da\u00df du uns in unserer Verlogenheit verkommen l\u00e4sst<\/p>\n<p>und da\u00df wir dich f\u00fcr immer verlieren.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns nicht selbst helfen, Herr,<\/p>\n<p>sei doch barmherzig,<\/p>\n<p>und lass uns wieder Vertrauen zueinander gewinnen.<\/p>\n<p>Kyriegesang EG 178.9<\/p>\n<ol start=\"9\">\n<li>und 10. Gebot<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich bin der Herr, dein Gott:<\/p>\n<p>du sollst nicht neidisch sein!<\/p>\n<p>Du wolltest, da\u00df ich froh bin, Herr.<\/p>\n<p>Aber ich habe mir die Lebensfreude selbst zerst\u00f6rt<\/p>\n<p>durch das Schielen nach den anderen.<\/p>\n<p>Da war immer ein Anlass, mich ungerecht behandelt zu f\u00fchlen:<\/p>\n<p>dieser war reicher als ich,<\/p>\n<p>jener war beliebter als ich,<\/p>\n<p>der dritte war besser als ich.<\/p>\n<p>Nun ist mir der neidische Blick auf die anderen<\/p>\n<p>zur zweiten Natur geworden,<\/p>\n<p>und ich lebe unter Menschen, denen es ebenso geht.<\/p>\n<p>Die Unzufriedenheit wird immer gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p>Wir haben es verdient, Herr,<\/p>\n<p>da\u00df du uns in unserer Kleinlichkeit verkommen l\u00e4sst<\/p>\n<p>und da\u00df wir dich f\u00fcr immer verlieren.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns nicht selbst helfen, Herr,<\/p>\n<p>sei doch barmherzig,<\/p>\n<p>und zeig uns das Geheimnis der Gen\u00fcgsamkeit!<\/p>\n<p>Kyriegesang EG 178.9<\/p>\n<p>S\u00dcNDENBEKENNTNIS<\/p>\n<p>Lassen Sie uns gemeinsam beten:<\/p>\n<p>EG 794<\/p>\n<p>Herr, erbarme Dich!<\/p>\n<p>Christe, erbarme Dich!<\/p>\n<p>Herr, erbarm Dich \u00fcber uns!<\/p>\n<p>BEICHTFRAGE<\/p>\n<p>BEICHTANTWORT<\/p>\n<p>ABSOLUTION<\/p>\n<p>Im Namen Jesu spreche ich euch frei.<\/p>\n<p>Die Schuld ist vergeben,<\/p>\n<p>das Dunkel durchbrochen,<\/p>\n<p>Gott hat begonnen, alles zum Guten zu werden.<\/p>\n<p>Von neuem d\u00fcrfen wir wagen,<\/p>\n<p>als Kinder Gottes zu leben,<\/p>\n<p>einander zu vertrauen,<\/p>\n<p>Lasten zu tragen<\/p>\n<p>und Hoffnung und Freude in der Welt zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Christus spricht:<\/p>\n<p>Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und f\u00fcrchte sich nicht. (Joh 14,27)<\/p>\n<p>LIED VOR DEM ABENDMAHL<\/p>\n<p>EG 146,3+4: Gedenk an deines Sohnes Tod<\/p>\n<p>ABENDMAHLSLITURGIE<\/p>\n<p>PFARRERIN: Der Herr sei mit Euch!<\/p>\n<p>GEM.: Und mit Deinem Geiste.<\/p>\n<p>PFARRERIN: Erhebet eure Herzen!<\/p>\n<p>GEM.: Wir erheben sie zum Herren.<\/p>\n<p>PFARRERIN: Lasset uns danksagen dem Herren, unserm Gotte!<\/p>\n<p>GEM.: Das ist w\u00fcrdig und recht.<\/p>\n<p>PR\u00c4FATION<\/p>\n<p>Es ist wahrhaft w\u00fcrdig und recht, da\u00df wir Dir lobsingen und Dich preisen, Vater im Himmel. Seit Menschengedenken begleitest Du uns Menschen durch die Zeit. Erlebst immer wieder, wie wir uns von dir abwenden und eigene Wege gehen. Aber Du l\u00e4sst uns nicht fallen. Immer wieder rufst Du uns zur Umkehr. Immer wieder schenkst Du uns Barmherzigkeit. Wir danken Dir f\u00fcr Deine Geduld. Darum preisen und loben wir dich und stimmen ein mit der ganzen Kreatur in den Lobgesang deiner Herrlichkeit:<\/p>\n<p>GEM.: Sanctus<\/p>\n<p>EINSETZUNGSWORTE<\/p>\n<p>VATERUNSER<\/p>\n<p>GEM.: Agnus Dei<\/p>\n<p>EINLADUNG<\/p>\n<p>AUSTEILUNG<\/p>\n<p>DANKGEBET<\/p>\n<p>Lieber himmlischer Vater, es macht uns froh, da\u00df du uns einen neuen Anfang geschenkt hast. Wir sind voller Dank f\u00fcr Deine Liebe, die uns unsere Schuld nicht nachtr\u00e4gt, sondern vergibt. Bitte hilf uns, da\u00df diese Erfahrung in unser Leben hineinwirkt. Lass sie ausstrahlen in unser Verh\u00e4ltnis zu den Mitmenschen, damit wir anderen so begegnen, wie Du uns begegnet bist in Jesus Christus deinem Sohn, unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.<\/p>\n<p>F\u00dcRBITTENGEBET<\/p>\n<p>(\u201eLiturgieentw\u00fcrfe f\u00fcr den Gottesdienst\u201c, S. II 65\/3)<\/p>\n<p>SCHLUSSLIED<\/p>\n<p>EG 482,1+4+7 Der Mond ist aufgegangen<\/p>\n<p>SEGEN<\/p>\n<p>Geht hin unter dem Segen des Herrn:<\/p>\n<p>Der Herr segne Euch und beh\u00fcte Euch.<\/p>\n<p>Der Herr lasse leuchten sein Angesicht \u00fcber Euch und sei Euch gn\u00e4dig.<\/p>\n<p>Der Herr erhebe sein Angesicht \u00fcber Euch und gebe Euch Frieden +.<\/p>\n<p>(Amen.)<\/p>\n<p>GEM.: Amen.<\/p>\n<p>ORGELNACHSPIEL<\/p>\n<p>Die zehn gro\u00dfen Freiheiten<\/p>\n<p>(Ernst Lange)<\/p>\n<p>Du brauchst keine Angst zu haben!<\/p>\n<p>Ich, der allm\u00e4chtige Gott, will dein Helfer sein.<\/p>\n<p>Du brauchst dir nichts einreden zu lassen!<\/p>\n<p>Ich, der allm\u00e4chtige Gott, will dein Lehrer sein.<\/p>\n<p>Du brauchst mich nicht zu zwingen, dir zu helfen!<\/p>\n<p>Ich, der allm\u00e4chtige Gott, bin ganz freiwillig dein Freund.<\/p>\n<p>Du brauchst dich nicht zu Tode hetzen!<\/p>\n<p>Ich, der allm\u00e4chtige Gott, will dein Meister sein.<\/p>\n<p>Du brauchst nicht in st\u00e4ndiger Auflehnung zu leben!<\/p>\n<p>Ich, der allm\u00e4chtige Gott, will dein Vater im Himmel sein.<\/p>\n<p>Du brauchst die anderen nicht als Konkurrenten zu behandeln!<\/p>\n<p>Ich, der allm\u00e4chtige Gott, will dein Besch\u00fctzer sein.<\/p>\n<p>Du brauchst dich nicht \u201eauszutoben\u201c!<\/p>\n<p>Ich, der allm\u00e4chtige Gott, will der Stifter deines Gl\u00fccks sein.<\/p>\n<p>Du brauchst dich nicht unehrlich zu bereichern!<\/p>\n<p>Ich, der allm\u00e4chtige Gott, will dein Versorger sein.<\/p>\n<p>Du brauchst nicht von der Wahrheit abzuweichen!<\/p>\n<p>Ich, der allm\u00e4chtige Gott, habe Vertrauen zu dir.<\/p>\n<p>Du brauchst nicht neidisch zu sein!<\/p>\n<p>Ich, der allm\u00e4chtige Gott bin der Geber guter Gaben f\u00fcr dich.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Dorothea Zager<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"mailto:DWZager@t-online.de\"><strong>E-Mail: DWZager@t-online.de<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bu\u00df- und Bettag | 22. November 2000 | Ex 20,2\u201317 | Dorothea Zager | Meditationsgottesdienst am Abend \u00fcber die zehn Gebote in Gebetsform ABENDGOTTESDIENST AM BUSS- UND BETTAG Meditationsgottesdienst mit Abendmahl Liturgische Farbe: violett Wochenspruch: Gerechtigkeit erh\u00f6ht ein Volk, aber die S\u00fcnde ist der Leute Verderben. (Spr 14,34) ORGELVORSPIEL EINGANGSLIED EG 144,1+6: Aus tiefer Not [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":16986,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,2,727,157,853,596,114,1428,686,349,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-21998","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-exodus","category-at","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-buss-und-bettag","category-deut","category-dorothea-zager","category-kapitel-20-chapter-20-exodus","category-kasus","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21998","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21998"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21998\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22000,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21998\/revisions\/22000"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16986"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21998"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21998"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21998"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=21998"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=21998"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=21998"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=21998"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}