{"id":22031,"date":"2000-12-18T13:27:54","date_gmt":"2000-12-18T12:27:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=22031"},"modified":"2025-03-18T13:30:27","modified_gmt":"2025-03-18T12:30:27","slug":"jesaja-35-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jesaja-35-4\/","title":{"rendered":"Jesaja 35"},"content":{"rendered":"<h3>2. Advent | 10. Dezember 2000 | Jesaja 35 | Eckhard Gorka |<\/h3>\n<p>Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da war, der da ist und der da kommt &#8211; Jesus Christus. amen<\/p>\n<p>Der Sprecher steht in einer B\u00f6rsenkulisse. Die Graphik hinter ihm erinnert an das aufstrebende Profil eines Alpenmassivs. In kurzen, pr\u00e4zisen S\u00e4tzen zeichnet er den Kursverlauf des Tages. US-Zinssenkungen werden erwartet. Das baldige Ende des Pr\u00e4sidentschaftsgerangels heizt die Erwartungen zus\u00e4tzlich an. Die Anleger geraten in einen Kaufrausch. Stabile Verh\u00e4ltnisse lassen die k\u00fcnftigen wirtschaftlichen Aussichten gl\u00e4nzend erscheinen. Am Mittwoch konnte der Technologie-Index Nasdaq den h\u00f6chsten Tagesgewinn aller Zeiten verzeichnen. Millionen Menschen nahmen die Bewegung der Kurse wahr, ohne selbst davon zu profitieren. Mit diesem Ph\u00e4nomen lebt die Welt viel l\u00e4nger, als es die B\u00f6rse gibt.<\/p>\n<p>Am Sonnabend vor dem ersten Advent haben fast 3,5 Millionen Fernsehzuschauer die Ziehung der Lottozahlen verfolgt. Knapp drei Stunden sp\u00e4ter sehen 1,7 Millionen Menschen das \u201eWort zum Sonntag\u201d, immerhin. Obwohl nur wenige im Lotto gewinnen k\u00f6nnen, ist die Zahl der Zuschauer rund doppelt so hoch wie beim \u201eWort zum Sonntag\u201d, bei dem viel mehr Menschen viel mehr gewinnen k\u00f6nnen, als nach der Ziehung der Lottozahlen. Die Gewinnerwartungen sind eben recht unterschiedlich. Millionen Menschen nehmen die Bewegung der Zahlen wahr, ohne selbst davon zu profitieren. Mit diesen Ph\u00e4nomen leben Gl\u00e4ubige viel l\u00e4nger, als es Fernsehen gibt.<\/p>\n<p>Jede und jeder von Ihnen ist heute morgen aus ganz eigenen Motiven zum Gottesdienst gekommen. Jede und jeder kommt mit unterschiedlichen Gewinnerwartungen. Eine Liedzeile, die eigene Stimme im Chor der anderen, eine Lesung, die Zusage der Vergebung, ein Banknachbar, der freundlich-vertraut gr\u00fc\u00dft, der Herrnhuter Stern, ein sch\u00f6nes Gebet, die Atmosph\u00e4re, die es nur Sonntagmorgens und nur hier gibt &#8211; jedes einzelne Element kann vorhandene Gewinnerwartungen ein- oder neue ausl\u00f6sen. Der heutige Predigttext ist besonders dazu geeignet, Erwartungen zu steigern. Mit diesem Ph\u00e4nomen lebt Kirche, wenn sie die Bibel liest.<\/p>\n<p>Im Jesajabuch hei\u00dft es:<\/p>\n<p>St\u00e4rket die m\u00fcden H\u00e4nde und macht fest die wankenden Knie! Saget den verzagten Herzen: \u201eSeid getrost, f\u00fcrchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Er kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.\u201d Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben ge\u00f6ffnet werden. Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken. Denn es werden Wasser in der W\u00fcste hervorbrechen und Str\u00f6me im d\u00fcrren Lande. Und wo es zuvor trocken gewesen ist, sollen Teiche stehen, und wo es d\u00fcrre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Wo zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen.<\/p>\n<p>Und es wird dort eine Bahn sein, die der heilige Weg hei\u00dfen wird. Kein Unreiner darf ihn betreten; nur sie werden auf ihm gehen; auch die Toren d\u00fcrfen nicht darauf umherirren.<\/p>\n<p>Es wird da kein L\u00f6we sein und kein rei\u00dfendes Tier darauf gehen; sie sind dort nicht zu finden, sondern die Erl\u00f6sten werden dort gehen.<\/p>\n<p>Die Erl\u00f6sten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird \u00fcber ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jes 35, 3-10 Luther\u00fcbersetzung)<\/p>\n<p>Gute Aussichten! Menschen wird neue Kraft verhei\u00dfen. Blinde sehen, Taube h\u00f6ren, Lahme springen wie Hirsche. Stumme loben Gott. In der W\u00fcste bricht Wasser hervor und verwandelt sie in fruchtbares Land. Brunnquellen sprudeln und verdr\u00e4ngen den hei\u00dfen Sand. Ein heiliger Weg ist dort, wo vorher wilde Tiere nach Beute suchten. Die Erl\u00f6sten Gottes kommen nach Zion. Ewige Freude und Jauchzen sind dort zu h\u00f6ren. An dem heilsamen Ort haben Schmerz und Seufzen keinen Raum mehr.<\/p>\n<p>Das ist eine Verhei\u00dfung, die zu Gott lockt und den Glauben attraktiv macht. Attraktiv f\u00fcr Menschen, die nicht nur ihren eigenen Vorteil im Sinn haben. Nichts gegen B\u00f6rsenhaie und Lottokarpfen, wer wei\u00df denn, ob sie nicht Arme an ihrem Gl\u00fcck teilhaben lassen?<\/p>\n<p>Jesaja zeichnet eine politische Vision. Von Gott kommt das Heil, das ein ganzes Volk ergreift. Wohlbemerkt das Volk Israel. Das muss uns bewusst sein. Diese Heilsank\u00fcndigung galt nicht zuerst uns Christen in n.n. Sie galt und gilt denen, die am Fu\u00df des Zion leben und auf die Einl\u00f6sung, den sichtbaren Erfolg der Heilsprophetie warten. Der Respekt vor Gottes befreiendem und erw\u00e4hlenden Handeln zeigt auch die Grenze der \u00dcbertragbarkeit dieser Vision.<\/p>\n<p>Es gibt freilich auch einen Grenzdurchgang. Jesus hat mit einem Zitat aus dieser Jesaja-Passage Johannes dem T\u00e4ufer auf die Frage geantwortet: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten? Das Matth\u00e4us-Evangelium h\u00e4lt weder ein Ja noch ein Nein fest, sondern die Worte Jesu: Geht hin und sagt Johannes wieder, was ihr h\u00f6rt und seht: Blinde sehen und Lahme gehen, Auss\u00e4tzige werden rein und Taube h\u00f6ren, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt.<\/p>\n<p>Die Umwandlung von den Hoffnungsbildern der Bibel zur Wirklichkeit der Welt liegt ganz in Gottes H\u00e4nden, Jesaja wei\u00df das. Was uns als Traum erscheint, ist Gott leicht m\u00f6glich. Die Zukunft ist sein Land. Die Adventszeit ist reich an Bildern und Symbolen f\u00fcr das Licht in der Dunkelheit. Jesaja kennt und nennt das feine &#8211; leicht zu st\u00f6rende &#8211; Gleichgewicht. Die politische und die religi\u00f6se Dimension der Verhei\u00dfung d\u00fcrfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Sie wird in ihrer Wirkung gest\u00f6rt, wenn man einseitig die Verherrlichung eines weltverhafteten Menschen daraus ableiten wollte. So ginge sie zu Lasten Gottes. Und sie wird in ihrer Wirkung ebenso gest\u00f6rt, wenn man einseitig die Verkl\u00e4rung eines weltvergessenen Gottes daraus ableiten wollte. Sie ginge so zu Lasten der Menschen. Wer die Verhei\u00dfung rein diesseitig liest, hat ebenso nur die halbe Wahrheit begriffen wie jener, der sie rein jenseitig versteht. Das zuk\u00fcnftige Heil folgt einer zweifachen Perspektive: Es kommt alles auf Gott an, und Gott kommt alles auf sein Volk an. Ich h\u00f6re einen doppelten Impuls: Erwartet alles von Gott und tut w\u00e4hrenddessen das Menschenm\u00f6gliche.<\/p>\n<p>Konkretion 1:<\/p>\n<p>Die Ver\u00e4nderung der Welt gelingt nicht ohne ver\u00e4nderungsbereite Menschen. Und dennoch: Kein noch so erneuerter Mensch hebt die alte Welt aus den Angeln. Diese Erfahrung begegnet uns jeden Tag, manchmal schon morgens im Spiegel. Gegen alle Versuche, durch menschliche Eingriffe \u201eFreude und Wonne\u201d an die Stelle von \u201eSchmerz und Seufzen\u201d treten zu lassen, schrieb ein Soziologe schon vor 100 Jahren: \u201eMan stelle sich eine Gesellschaft von Heiligen, ein vollkommenes und musterhaftes Kloster vor. Verbrechen im heutigen Sinn des Wortes werden dort unbekannt sein; dagegen werden Vergehen, die dem Durchschnittsmenschen heute verzeihlich erscheinen, dort dasselbe \u00c4rgernis erregen wie gemeine Verbrechen.\u201d (Emile Durkheim)<\/p>\n<p>Wenn der ideale Mensch zur Normalit\u00e4t geworden ist, dann wird das, was heute als normal gilt, k\u00fcnftig als \u00dcbel definiert und ge\u00e4chtet. Die Chancen, durch genetische, chirurgische oder soziologische Eingriffe dem ungl\u00fccklichen Patienten Menschheit zu helfen, stehen nicht besonders gut. Sp\u00e4testens, wenn wieder einmal die Soziologie st\u00e4rker war als die Biologie, stellen wir n\u00fcchtern fest, dass wir Schwierigkeiten haben, eine menschenfreundliche Welt per Verabredung zu schaffen, und dass wir das Reich Gottes schon gar nicht herstellen k\u00f6nnen. Jesaja wusste das l\u00e4ngst. Gegen die resignative Perspektive, dass das Bleibende vergeht und die Verg\u00e4nglichkeit kommt, darf er eine Hoffnung in der Welt aussetzen: Das Verg\u00e4ngliche vergeht und das Bleibende kommt. Jesus erweitert die Verhei\u00dfung des Jesaja um die Auferstehung der Toten. Wir k\u00f6nnen auch dort auf Gott z\u00e4hlen, wo unser Augenschein ihn am wenigsten erwartet. Gott ist mit dem verg\u00e4nglichen Menschen unterwegs. Erwartet alles von Gott und tut w\u00e4hrenddessen das Menschenm\u00f6gliche.<\/p>\n<p>Konkretion 2:<\/p>\n<p>Die Ank\u00fcndigung der Heilung menschlicher Gebrechen setzt nicht nur Gottes Erbarmen voraus, sondern zun\u00e4chst, dass der Gott Israels, der Vater Jesu Christi, Blindheit, Taubheit, L\u00e4hmungen und D\u00fcrre als heilungsbed\u00fcrftig ansieht. Krankenheilungen und Sch\u00f6pfungserneuerung sind Vorzeichen der N\u00e4he Gottes. Die Erf\u00fcllung wird noch eine andere Dimension annehmen: Auch die nicht Genannten, die Gesunden, werden eine Ver\u00e4nderung sp\u00fcren. Seit Jesus die Verhei\u00dfung des Jesaja zu einer zentralen Deutung seines Auftrages und seiner Verk\u00fcndigung gemacht hat, ist die Bahn, die \u201eheiliger Weg\u201d hei\u00dfen wird, als Stra\u00dfe der Weltverwandlung und Menschheitserneuerung zu erkennen. Da geraten jene Menschen in den Blick, die jetzt abseits unserer Boulevards in den Elendsvierteln der Welt leben m\u00fcssen. Da geraten jene Menschen in den Blick und auf die Einladungsliste Gottes, die die denkbar geringsten Gewinnerwartungen hegen. Das alles haben wir von Gott zu erwarten und k\u00f6nnen das Menschenm\u00f6gliche dazu tun: Die unertr\u00e4gliche Spaltung der Menschheit in arm und reich wahrnehmen, die himmelschreiende Ungerechtigkeit bek\u00e4mpfen, die Verw\u00fcstung menschlichen Lebensraumes verhindern. Nach Lage der Dinge werden unsere Erfolge nicht so \u00fcberw\u00e4ltigend sein, dass wir als Wegbereiter der Menschen Gottes Wort und Verhei\u00dfung nicht mehr bed\u00fcrftig w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Konkretion 3:<\/p>\n<p>Es gibt sie doch: Die guten Vorzeichen. Es gibt doch nicht immer nur Hauen und Stechen, sondern auch deren Ende. Es gibt nicht nur Kriege, sondern auch Friedensschl\u00fcsse und die Heimkehr der Gefangenen. Es gibt nicht nur Konflikte, sondern auch Vers\u00f6hnung fr\u00fcherer Feinde. Es gibt nicht nur Apartheid, sondern auch das Ende der Apartheid. Es gibt nicht nur die Trennung Deutschlands, sondern auch den Fall der Mauer und neue Freiheit. Wie oft deuten wir den guten Ausgang eines Streits als Eingreifen Gottes. Und wie leicht sind wir bereit, diese Deutung zu verlassen, wenn der eben geschlossene Frieden br\u00fcchig wird, die Vers\u00f6hnung der Feinde ins Stocken ger\u00e4t, das Ende der Apartheid neue Gewalt freisetzt oder die Wiedervereinigung Mentalit\u00e4tsunterschiede deutlich werden l\u00e4sst und obendrein Geld kostet. Wenn ich die Verhei\u00dfung des Jesaja richtig verstehe, dann macht sie uns ausdr\u00fccklich Mut, Gott in diesen Heilungsprozessen am Werk zu sehen. Warum kommt uns so schnell der Respekt vor diesem Werk Gottes abhanden? Warum lassen wir Blindheit, Taubheit, L\u00e4hmung und W\u00fcste zu, wo wir eben jubelnd einen neuen Weg einschlugen? Die Verhei\u00dfung des Jesaja enth\u00e4lt die kritische Anfrage, ob und wo wir Gottes Weg mit der Welt im Wege stehen. Ob wir, um das eingangs gebrauchte Bild aufzunehmen, \u00fcberhaupt eine tragende Gewinnerwartung haben und unseren Einsatz wagen. Erwartet alles von Gott und tut w\u00e4hrenddessen das Menschenm\u00f6gliche. Gott ertr\u00e4gt es, dass sein Werk missachtet wird, wie lange werden Menschen diese Missachtung ertragen?<\/p>\n<p>Konkretion 4:<\/p>\n<p>Der 10. Dezember 2000 ist zum Tag der Menschenrechte erkl\u00e4rt worden. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat an die Religionsfreiheit erinnert, ihre Notwendigkeit, ihre Verletzlichkeit, ihren Beitrag zur W\u00fcrde der Menschen. Bei aller Skepsis gegen\u00fcber der Reichweite solcher Thementage ist doch auch klar, dass Erinnerungstage dann am wenigsten Gewinn bringen, wenn man sie \u00fcberhaupt nicht erst wahrnimmt. Dass wir heute gemeinsam diesen Gottesdienst feiern, unseren Glauben \u00f6ffentlich bekennen, unserem Glauben vielf\u00e4ltigen Ausdruck geben k\u00f6nnen in Geb\u00e4uden, Symbolen, Signalen bis hin zum \u201eWort zum Sonntag\u201d im \u00f6ffentlichen Fernsehprogramm ist Folge einer Freiheit, f\u00fcr die Menschen lange gestritten haben, viele immer noch streiten m\u00fcssen und von der viele Glaubensgeschwister tr\u00e4umen. Zur Liste der L\u00e4nder, in denen das Recht auf freie Religionsaus\u00fcbung nicht gegeben ist, geh\u00f6ren Saudi-Arabien, Griechenland, Kolumbien, China, Pakistan, Indonesien. Die Liste ist l\u00e4ngst nicht vollst\u00e4ndig. Und sie f\u00fchrt zun\u00e4chst nur jene L\u00e4nder auf, die die Religionsfreiheit und damit die Menschen und ihren Glauben in elementarer Weise verletzen. Vielfach werden religi\u00f6se Gruppen unterdr\u00fcckt, weil sie den herrschenden Ideologien gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnen. Menschen werden ausgegrenzt, weil sie die Vorl\u00e4ufigkeit menschlicher Ordnungen durchschaut haben und ihr Glaube den M\u00e4chtigen gef\u00e4hrlich werden kann. Ich sage \u201eihr\u201d Glaube, weil es nicht immer unser Glaube ist. Wir wollen heute f\u00fcr bedrohte Gemeinden F\u00fcrbitte halten, wollen um Religionsfreiheit auch f\u00fcr Andersgl\u00e4ubige und die Menschenrechte f\u00fcr Andersdenkende beten. Das hei\u00dft nicht, dass wir den Wahrheitsanspruch des Evangeliums aufgeben, sondern dass wir der Mission Jesu auch dort treu bleiben, wo der Herr der Kirche die Barmherzigkeit des Samaritaners lobt. Es steht uns gut an, vor Gott zur Sprache zu bringen, dass Christen unter Opfern und T\u00e4tern zu finden sind: verfolgt wurden und werden und selbst zu Verfolgern geworden sind. Wenn wir heute an L\u00e4nder denken, in denen Christen in der Verfassung schon schlechter gestellt sind oder der Bau von Kirchen unter Strafe steht, dann sagen wir es nicht fingerzeigend. Religionsfreiheit ist auch in unserem Land ein kostbares und sch\u00fctzenswertes Gut, das gesetzlich bewahrt und im Alltag der Menschen bew\u00e4hrt sein will. Gott alles zuzutrauen und das Menschenm\u00f6gliche zu tun, weist immer \u00fcber uns hinaus.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Advent. Wir bereiten uns auf den zweiten und letzten Advent Jesu Christi vor. Wir haben keinen Anla\u00df zur Unt\u00e4tigkeit. Auch wer keine Gewinnerwartung hat, wird Ohrenzeuge der Verhei\u00dfung dessen, den wir mit Christus Vater nennen. Dass Gott barmherzig ist, hei\u00dft nicht, dass er nichts von uns erwartet. Die Wartezeit will gef\u00fcllt sein. Der Weg, auf dem wir sicher sind, wird von Gott her angelegt. Zu viele Menschen nehmen die Bewegung wahr, ohne von ihr zu profitieren: Menschen ohne Hoffnung auf Ver\u00e4nderung, ohne Wagemut, ohne Gewinnerwartung. Schon immer hatten mehr Menschen Interesse an der Ziehung der Lottozahlen als am Wort zum Sonntag. Obwohl beim Wort zum Sonntag des Jesaja mehr Menschen mehr gewinnen k\u00f6nnen als nach der Ziehung der Lottozahlen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Um das Warten auf bessere Zeiten und ein besseres Leben zu f\u00fcllen gilt: Erwartet alles von Gott und tut w\u00e4hrenddessen das Menschenm\u00f6gliche.<\/p>\n<p>amen<\/p>\n<p>Und der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. amen<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Landessuperintendent Eckhard Gorka<\/strong><\/p>\n<p><strong>Michaelisplatz 3 a<\/strong><\/p>\n<p><strong>31134 Hildesheim<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"mailto:Eckhard.Gorka@evlka.de\"><strong>Eckhard.Gorka@evlka.de<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Advent | 10. Dezember 2000 | Jesaja 35 | Eckhard Gorka | Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da war, der da ist und der da kommt &#8211; Jesus Christus. amen Der Sprecher steht in einer B\u00f6rsenkulisse. 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