{"id":22077,"date":"2001-06-18T16:51:50","date_gmt":"2001-06-18T14:51:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=22077"},"modified":"2025-03-18T16:54:30","modified_gmt":"2025-03-18T15:54:30","slug":"4-mose-622-27","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/4-mose-622-27\/","title":{"rendered":"4. Mose 6,22-27"},"content":{"rendered":"<h3>Trinitatis | 10. Juni 2001 | 4. Mose 6,22-27 | Klaus Schwarzw\u00e4ller |<\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde<\/p>\n<p>Je \u00e4lter ich werde, desto mehr lerne ich die Liedstrophe wertsch\u00e4tzen:<\/p>\n<p>Sing&#8216;, bet&#8216; und geh auf Gottes Wegen,<\/p>\n<p>verricht&#8216; das Deine nur getreu,<\/p>\n<p>und trau&#8216; des Himmels reichem Segen,<\/p>\n<p>so wird er bei dir werden neu.<\/p>\n<p>Denn welcher seine Zuversicht<\/p>\n<p>auf Gott setzt, den verl\u00e4\u00dft er nicht.<\/p>\n<p>Als ich junger Mann war, ging mir diese Strophe nicht \u00fcber die Lippen &#8211; ich sah in ihr den Ausdruck eines christlichen Duckm\u00e4usertums, das alles gottergeben hinnimmt und auf einen eigenen Willen fromm verzichtet. Ich glaube, da bin ich einer T\u00e4uschung erlegen. Denn liest man genau, so zeigt sich: Nach diesen Versen zu leben und zu verfahren, ist weder leicht noch bequem. Ja, diese Strophe zeichnet ein aus dem Rahmen fallendes Leben, das standhaft und z\u00e4h auf Gott ausgerichtet ist in Gehorsam und Vertrauen, im Tun und im Lassen, in Beharrlichkeit und Ergebung, ein Leben, das Kraft und Richtung erwartet und empf\u00e4ngt aus Gottes Segen.<\/p>\n<p>Gottes Segen &#8211; was ist Gottes Segen?<\/p>\n<p>Wir w\u00fcnschen ihn uns, wir sprechen ihn zu bei Gratulationen, wir ersehnen ihn. Wir sp\u00fcren und ahnen, da\u00df Gottes Segen alles zum Guten wendet und allem Guten Entfaltung gew\u00e4hrt. Und irgendwie steckt tief in vielen von uns die \u00dcberzeugung: Wo Gottes Segen waltet, da wird unsere Welt heil, da werden wir selber heil; da verk\u00fcmmern krumme Sachen; da stellt sich Friede ein. Wo Gottes Segen wirkt, gedeiht das Leben.<\/p>\n<p>Gottes Segen &#8211; was ist Gottes Segen?<\/p>\n<p>Ist es die Kraft, die uns singen l\u00e4\u00dft auch auf Gottes Wegen &#8211; und auf denen kommt man bekanntlich nicht sehr weit, erntet man wenig Anerkennung und ist st\u00e4ndig in der Minderheit, nicht selten auch unter Frommen. Ist diese Kraft Gottes Segen?<\/p>\n<p>Oder ist er das Verm\u00f6gen, beten zu k\u00f6nnen aus einer kaputten Welt in einen leeren Himmel hinein, in dessen abgr\u00fcndigen Weiten auch der lauteste Schmerzensschrei und der tiefste Ruf der Verzweiflung, wie es scheint: ungeh\u00f6rt verhallen. Ist dieses Verm\u00f6gen Gottes Segen?<\/p>\n<p>Erweist Gottes Segen sich in den Kraftreserven, auf Gottes Weg zu verharren, auch wenn die Mehrheit und zumal die Klugschei\u00dfer in Wissenschaft und Medien mit Fingern zeigen und den Vorwurf erheben, man w\u00e4re von gestern, altbacken, ja fortschrittsfeindlich. Erkennen wir hier Gottes Segen?<\/p>\n<p>Oder wirkt er sich darin aus, da\u00df wir das Unsere getreulich tun &#8211; man achte einmal darauf, wie es denen in \u00c4mtern und auch in den Kirchen ergeht, die sich so verhalten und die sich entziehen bei Kungeleien und Durchstechereien; wahrlich, die nicht mitmachen, die haben Gottes reichen Segen bitter n\u00f6tig, um durchzuhalten und nicht zu resignieren oder zynisch zu werden!<\/p>\n<p>Nochmals also: Gottes Segen &#8211; was ist Gottes Segen?<\/p>\n<p>Indem wir nun in unseren Text hineinfragen, scheint unsere Frage ins Leere zu gehen: Hier wird ganz selbstverst\u00e4ndlich vorausgesetzt, da\u00df jeder wei\u00df, was Gottes Segen sei. Das soll uns jetzt nicht st\u00f6ren. Wir verfahren vielmehr so: Da unser Text die direkte Antwort auf unsere Frage verweigert, versuchen wir, die Antwort gleichsam hinten herum zu gewinnen. Und da sto\u00dfen wir als erstes auf etwas, was nicht in unser Denken pa\u00dft:<\/p>\n<p>Man spricht Gottes Segen nicht einfach so zu. Gottes Segen kann und soll zugesprochen werden daraufhin, da\u00df Gott den Priestern durch den Mund seines Dieners Mose die Segensformel anvertraut. Also Segen aufgrund von Gottes Befehl durch hierf\u00fcr besonders ausgew\u00e4hlte Menschen in genau befohlenen Worten.<\/p>\n<p>Wie gesagt, das pa\u00dft nicht in unser Denken, und in unseren Kirchen geht es denn auch vielfach erheblich lockerer zu, zumal bei &#8222;fortschrittlichen&#8220; Kirchenleuten, die wegen ihrer h\u00e4ufig legeren Art das Lob ernten, so &#8222;menschlich&#8220; zu sein. Ob man bei so lockerem Umgang wohl je gefragt hat:<\/p>\n<p>Gottes Segen &#8211; was ist Gottes Segen?<\/p>\n<p>Wer aber diese Lockerheit so wundervoll findet, wie mag sich ein solcher Mensch wohl vorkommen, wenn &#8211; sagen wir: im Falle einer Steuererleichterung der Finanzminister den Hausmeister vor die Bundespressekonferenz schickte, da\u00df er dort in ungelenken Worten &#8211; denn er hat weder Sachkompetenz noch \u00dcbung in freier Rede &#8211; diesen staatlichen &#8222;Segen&#8220; kundg\u00e4be? Man w\u00fcrde sich veralbert f\u00fchlen und erbost sein. Es ist bei einem derartigen Anla\u00df selbstverst\u00e4ndlich, da\u00df zumindest der Staatssekret\u00e4r oder der Pressesprecher erscheint, wenn der Minister sich&#8217;s denn schon nehmen l\u00e4\u00dft, es selber zu verk\u00fcnden.<\/p>\n<p>Verstehen wir? Was Gottes Segen ist &#8211; wir fangen an, es ein wenig zu begreifen, wenn uns aufgeht: Er ist zu gro\u00df, zu gewichtig, zu heilig, als da\u00df man ihn so irgendwie handhaben, da\u00df man locker-flockig mit ihm umgehen k\u00f6nnte. Wo das nicht deutlich ist, bleibt Gottes Segen leeres Wort. Gottes Segen als fromme oder rasche Floskel ist &#8211; eben: Floskel, mehr nicht.<\/p>\n<p>Gottes Segen &#8211; was ist Gottes Segen?<\/p>\n<p>Er ist so gro\u00df, so gewichtig, so heilig, da\u00df nur eigens Bevollm\u00e4chtigte ihn in besonderen Worten und auf Gottes Gehei\u00df zusprechen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Indem wir uns noch einmal in den Text vertiefen, sto\u00dfen wir als zweites auf einen kunstvoll aufgebauten dreizeiligen Spruch: Im hebr\u00e4ischen Original hat die erste Zeile drei W\u00f6rter, die zweite f\u00fcnf und die dritte sieben. Mit den W\u00f6rtern wird also gleichsam gemalt, wie Gottes Segen sich immer weiter und ausladend entfaltet, wie er uns zunehmend umschlie\u00dft, so da\u00df wir schier in ihn eintauchen k\u00f6nnen. Was ist&#8217;s, das dieser Segen zueignet?<\/p>\n<p>Der Herr segne dich und beh\u00fcte dich: Gott m\u00f6ge den Gesegneten Lebenskraft und Schutz vor allem \u00dcbel gew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Der Herr lasse sein Angesicht leuchten \u00fcber dir und sei dir gn\u00e4dig: Gott m\u00f6ge sein Gesicht \u00fcber den Gesegneten strahlen lassen &#8211; wie Vater oder Mutter \u00fcber ihr Kind strahlen und ihm alles zuwenden oder wie ein Lehrer \u00fcber den Sch\u00fcler strahlt, der seinen Weg so gut macht, und ihn nach Kr\u00e4ften f\u00f6rdert. Und Gott m\u00f6ge gn\u00e4dig sein &#8211; verengen wir das nicht im Sinne dessen, da\u00df Gott den S\u00fcnder begnadige; es ist viel mehr gemeint. Gott ist gn\u00e4dig, indem er seine Gunst zuwendet. Gut, wir gebrauchen das Wort nicht mehr. Aber jeder von uns wei\u00df, was ein G\u00fcnstling ist. In der Tat, so etwas ist hier gemeint: Gott m\u00f6ge die Gesegneten als seine G\u00fcnstlinge nehmen.<\/p>\n<p>Der Herr erhebe sein Angesicht \u00fcber dich und gebe dir Frieden: Gesagt ist damit in feierlicher Sprachform, da\u00df Gott die Gesegneten wahrnehme und nicht an ihnen vorbei- oder \u00fcber sie hinwegsehe; nein, da\u00df er sie im Blick habe. Wissen Sie, wie das ist, nicht gesehen zu werden? Sich immer melden zu m\u00fcssen: Hier, mich gibt&#8217;s auch noch? Wieder und wieder die Dem\u00fctigung zu erfahren, da\u00df man mich \u00fcbergeht, mich nicht auf der Rechnung hat, denn ich z\u00e4hle nicht? Der Herr habe dich fest in seinem g\u00f6ttlichen Blick, wird hier zugesprochen; was das bringt und bedeutet, sagt die Fortsetzung: Er habe dich so im Blick, da\u00df du Frieden hast. Indem ich dem nachsinne, erinnere ich mich daran, wie wir uns in den 40er Jahren in den Bombenn\u00e4chten und dann gegen Kriegsende, als wir hungern mu\u00dften; wie wir uns in dieser schlimmen Zeit ausmalten, wie es sein w\u00fcrde, wenn wieder Friede w\u00e4re. Friede! Keine Bomben! Satt zu essen! Richtige Kleidung! Gen\u00fcgend Wohnraum! Abends keine Verdunklung! In den Gesch\u00e4ften wieder alles zu kaufen! Zu Verwandten und Freunden fahren k\u00f6nnen, wenn einem danach ist, einfach nur so! Was das ist: Friede, und: Frieden zu haben, in Frieden zu leben &#8211; denken wir nur einmal an die Fernsehbilder aus Krisengebieten oder auch an die schrecklichen Bilder von einzelnen, denen man nachstellt, und uns ahnt, was das hei\u00dft, was das bedeutet: Friede. Wo wirklich Friede ist, brauche ich keinen Schutz und keinen Schl\u00fcssel: Denn mir passiert nichts. Ich kann mich loslassen rundherum entfalten.<\/p>\n<p>Das also ist es, was der Segen durch die Befugten und Beauftragten den Gesegneten zuspricht. Wenn wir also noch einmal fragen:<\/p>\n<p>Gottes Segen &#8211; was ist Gottes Segen?<\/p>\n<p>dann k\u00f6nnen wir jetzt feststellen: die umfassende Lebensm\u00f6glichkeit und Lebensentfaltung unter Gottes Liebe, Schutz und Wohlgefallen.<\/p>\n<p>Wir &#8211; wir w\u00e4ren damit am Ziel, h\u00e4tten uns dann freilich damit noch zu plagen, da\u00df das so oft und durchaus ernsthaft zugesprochen und dennoch nach unser aller Erfahrung so bedr\u00fcckend selten erfahren wird. Unser Text freilich ist hier noch nicht fertig, sondern gibt uns ein drittes zu erkennen. Das steckt in dem eigenartigen Schlu\u00dfsatz, der das Ganze b\u00fcndelt:<\/p>\n<p>Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, da\u00df ich sie segne.<\/p>\n<p>Dieser Satz fa\u00dft die Segensformel zusammen und ist uns darin befremdlich: Ein Name, auch der Gottes, ist doch kein Gegenstand, den man auf jemand legen k\u00f6nnte; und manche kluge Leute haben hier ihre Phantasie wuchern lassen und mit ernster Miene manches vorgeschlagen, was hier gemeint w\u00e4re, nur weil der Satz \u00fcber ihren Horizont hinausgeht. Seien wir unsererseits lieber nicht dummschlau, sondern reiben wir uns einmal an dem Gedanken und kauen wir auf ihm: da\u00df Gottes Name auf Menschen gelegt werden soll und wir darin seinen Segen empfangen.<\/p>\n<p>Verdeutlichen wir&#8217;s uns am Gegenbild! Auf Menschen werden gelegt: Lasten, Verpflichtungen, Dienstbarkeiten, Zugeh\u00f6rigkeiten &#8211; oft bleibend in die Haut geschrieben durch T\u00e4towierung oder Brandmal &#8211; , auch Schuld und S\u00fchne, Leid und Kampf. Und lassen Sie uns einen kleinen Augenblick einmal daran denken, was alles auf uns selbst gelegt ist &#8211;<\/p>\n<p>Und nun soll durch diese Segensformel Gottes Name auf die Gesegneten gelegt werden. Ich glaube, uns ahnt, was das bedeutet: Es hei\u00dft, da\u00df Gott und sein Name uns und unser ganzes Leben kennzeichnen, pr\u00e4gen, bestimmen, regieren, durchdringen soll. Es hei\u00dft also, da\u00df, wo man uns begegnet, sieht, h\u00f6rt, etwas erkennbar sein soll von Gott, von seinem Schutz und Schenken, von seinem Strahlen und seiner Liebe, von seinem Aufmerken und seinem umfassenden Frieden. Das freilich klingt eher erschreckend: Wer k\u00f6nnte, wer sollte das leisten?<\/p>\n<p>Wer? Wir nicht! Wir, wir sollen es nur tragen &#8211; mit dem Namen das tragen, was dieser Name enth\u00e4lt, verb\u00fcrgt, wof\u00fcr er steht, was von ihm ausgeht. Wir sollen den Namen tragen, nachdem er mit dem Segen, nachdem er als Segen auf uns gelegt wurde. Tragen wir ihn, dann macht er sich geltend, auch an uns und in uns. Wir haben es ja vor Augen; denn einst trug einer den Namen Gottes auf sich und war von diesem Namen so bestimmt und durchdrungen, da\u00df er von sich sagen konnte: &#8222;Ich und der Vater&#8220; &#8211; also: ich und Gott; &#8222;ich und der Vater sind eins.&#8220; Und auf ihm und seinem Wirken lag und liegt Gottes Segen und geht von ihm aus &#8211; bis zum heutigen Tag.<\/p>\n<p>Sein Segen und also sein Name wird auf uns gelegt in der Taufe. Die ist darum ein feierliches, f\u00f6rmliches, der Willk\u00fcr entzogenes Geschehen. Seither tragen wir seinen Namen auf uns und k\u00f6nnen es wagen, uns Christen zu nennen. Und wer Christ ist und hei\u00dft und sich dem nicht entzieht, von dem geht in der Tat Unerwartetes und zuweilen Unerh\u00f6rtes und Unglaubliches aus &#8211; immer wieder auch zur eigenen \u00dcberraschung.<\/p>\n<p>Gottes Segen &#8211; was ist Gottes Segen?<\/p>\n<p>Darin ist Gottes Segen an und \u00fcber uns real, lebendig und erfahrbar: Da\u00df wir seinen Namen tragen und deswegen und hieraufhin etwas von den Kr\u00e4ften seines Segens in unsere Umgebung und Welt hineintragen. Man wird es uns nicht nur danken; im Gegenteil: Man wird es uns immer wieder zum Vorwurf machen, uns daf\u00fcr verd\u00e4chtigen, verleumden, gegen uns intrigieren, uns mit Spitzen und Schikanen vielf\u00e4ltiger Arten piesacken, versuchen, uns mundtot zu machen. Ebendarum brauchen wir&#8217;s umso mehr, uns darin bergen zu k\u00f6nnen:<\/p>\n<p>Da\u00df der Herr uns segne und beh\u00fcte, sein Angesicht \u00fcber uns leuchten lasse und uns gn\u00e4dig sei, sein Angesicht \u00fcber uns erhebe und uns Frieden schenke. Brauchen wir&#8217;s, da\u00df er uns selber etwas von dem schmecken lasse, was er durch uns will wirksam sein lassen. Und er l\u00e4\u00dft es uns kosten, so wahr sein Name auf uns liegt.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Nachwort:<\/p>\n<p>Mir ist bewu\u00dft, da\u00df die Predigt f\u00fcr den Sonntag Trinitatis ist. Der Text allerdings pa\u00dft f\u00fcr diesen Sonntag ebenso wie f\u00fcr den Reformationstag, Heiligabend oder Neujahr, will sagen: Er ist im Blick auf das Kirchenjahr unspezifisch. Ihn nunmehr auf Trinitatis zu &#8222;trimmen&#8220;, w\u00e4re zwar in einem (neu-) platonischen Gesamtrahmen naheliegend; innerhalb eines solchen Zusammenhangs hat auch der Bezug des Trishagion (Jesaja 6) auf die Trinit\u00e4t Plausibilit\u00e4t. Tempi passati &#8211; auch wenn es, wie es scheint, noch nicht begriffen ist von jener Weisheit, die den aaronitischen Segen ob seiner drei Zeilen dem Fest der Dreieinigkeit zuordnet. Es liegt mir fern, diese Weisheit ergr\u00fcnden, gar kritisieren zu wollen. Folgte man ihr jedoch, es w\u00fcrde zweierlei geschehen, was theologisch a limine ausgeschlossen ist: Zum einen w\u00fcrde dabei der Text um sein Eigenes gebracht. Und zum anderen machte man dabei das hohe Mysterium von Gottes heiliger Dreifaltigkeit zu etwas, was man beil\u00e4ufig mit behandeln d\u00fcrfte. Solcherart oberfl\u00e4chliche Willk\u00fcr im Umgang mit Gottesdienst und Predigt scheidet Kirchliches vom Geistlichen. (Um allf\u00e4lligen Schlaubergereien im voraus zu antworten: Auf EG 369,7 stie\u00df ich aufgrund der Exegese bei meiner Suche nach einem eingef\u00fchrten deutschen St\u00fcck, das m\u00f6glicherweise das aus dem Text Erhobene enthielte oder ausdr\u00fcckte.) Demut geziemt gegen\u00fcber dem Text und Gottes herrlichem Geheimnis, nicht jedoch &#8211; bleibendes Verm\u00e4chtnis der Reformation &#8211; gegen\u00fcber Menschensatzungen.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Klaus Schwarzw\u00e4ller<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"mailto:kschwarzwaeller@foni.net\"><strong>E-Mail: kschwarzwaeller@foni.net<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trinitatis | 10. Juni 2001 | 4. Mose 6,22-27 | Klaus Schwarzw\u00e4ller | Liebe Gemeinde Je \u00e4lter ich werde, desto mehr lerne ich die Liedstrophe wertsch\u00e4tzen: Sing&#8216;, bet&#8216; und geh auf Gottes Wegen, verricht&#8216; das Deine nur getreu, und trau&#8216; des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. 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