{"id":22084,"date":"2001-12-19T09:59:16","date_gmt":"2001-12-19T08:59:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=22084"},"modified":"2025-03-19T10:02:01","modified_gmt":"2025-03-19T09:02:01","slug":"johannes-831-36-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-831-36-4\/","title":{"rendered":"Johannes 8,31-36"},"content":{"rendered":"<h3>Altjahresabend \/ Silvester | 31.12.2000 | Johannes 8,31-36 | Angelika und Detlef Reichert |<\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>`alle Jahre wieder\u00b4,-<\/p>\n<p>nein, nicht: `kommt das Christus-Kind\u00b4 &#8211; das auch, das haben wir vor einer Woche gesungen &#8211; sondern: Alle Jahre wieder machen wir Revision, lassen wir Revue passieren, bilanzieren wir, und vor allem: Wir bewerten. Wie war\u00b4s eigentlich f\u00fcr uns pers\u00f6nlich, das erste Jahr des neuen Jahrtausends (wenn es das gewesen sein sollte)?<\/p>\n<p>Zum Bewerten braucht man Ma\u00dfst\u00e4be, und vermutlich benutzt jeder und jede von uns unterschiedliche. Es k\u00f6nnte sein, dass im einen oder anderen Fall auch der Gedanke von Freiheit eine Rolle spielt. In unserem Predigttext spielt das Stichwort &#8222;Freiheit&#8220; &#8211; oder doch lieber gleich genauer gesagt: das Befreien, Freisein &#8211; eine wichtige Rolle. Ich lese die Verse aus dem Johannesevangelium im 8. Kapitel nachher vor.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich Sie mit Katharina bekanntmachen.<\/p>\n<p>Katharina ist Mitte 40, Lehrerin an der Orientierungsstufe, also die Klassen f\u00fcnf und sechs, mit Deutsch und Erdkunde. Jahresbilanz, das geh\u00f6rt zu ihren Gewohnheiten, irgendwann zwischen Weihnachten und Neujahr. 2000 war kein besonders gutes Jahr. Besonders dramatisch war es auch nicht. Keine Todesf\u00e4lle im Verwandten- und Bekanntenkreis, keine ernsthaften Gesundheitsprobleme, auch keine wirklichen finanziellen Engp\u00e4sse, obwohl Jan, ihr Mann, immer noch keinen neuen Job gefunden hat. Da waren mehr die Kleinigkeiten. Die Fachleiterstelle in Deutsch. Die hat Annette bekommen, die stets aufger\u00e4umte, quicke Kollegin, und nicht sie. Gut, das war kein Wunder. Katharina kommt mit dem Chef nicht besonders gut klar. Dessen st\u00e4ndige Sorge ist immer nur der gute Ruf der Schule. An p\u00e4dagogischen Zielen scheint er so wenig Interesse zu haben wie am Schulklima. Und dann ist da die Atmosph\u00e4re im Kollegium, sie ist eindeutig gespannter und giftiger geworden. Politisch wackelt die Orientierungsstufe, und da sind eben nicht mehr viele auf langfristige Zusammenarbeit aus. Wer kann wo unterkommen, das ist viel wichtiger. Ansteckender Schwung, der einen mitrei\u00dfen k\u00f6nnte, ist auch bei den J\u00fcngeren nicht zu sp\u00fcren. Ihren Vorschlag f\u00fcr ein Projekt &#8222;Gewaltfreiheit auf dem Schulhof&#8220; hat niemand im Kollegium unterst\u00fctzt. Weitere Ideen hat sie dann gleich f\u00fcr sich behalten. Der letzte Elternsprechtag war auch ziemlich nervig: In den Augen der Eltern war die Parallelklasse, die von Annette nat\u00fcrlich, im Stoff weiter; ob das denn \u00fcberhaupt n\u00f6tig sei, soviel Zeit f\u00fcr Kl\u00e4rung von Konflikten in der Klasse zu verwenden. (`Verschwenden\u00b4 hatte keiner gesagt, aber&#8230;) Insgesamt lauter Kleinigkeiten, aber eben viel Sand im Getriebe von 2000, &#8211; Nadelstiche, verkorkste Atmosph\u00e4re, Desinteresse. Wie sieht das da unter dem Strich aus? Auf alle F\u00e4lle nicht ohne Auswirkung auf sie selbst. Das sp\u00fcrt sie: schlaffer geworden, abgestumpfter, lustloser. Seit dem Elternsprechtag ist ihr immer h\u00e4ufiger die Parole &#8222;nicht mein Problem&#8220; im Kopf. Und hier und da hat sie auch Konsequenzen gezogen. Sie achtet auf konsequente Einhaltung des Stoffplanes und vor allem darauf, mit Kollegin Annette gleichzuziehen. Jedenfalls in dieser Hinsicht bietet sie keine Angriffsfl\u00e4che mehr. Dennoch tut sich kein sonderlich entspannter Ausblick auf 2001 auf.<\/p>\n<p>W\u00fcnsche, Hoffnungen, Ziele?<\/p>\n<p>Katharina erspart sich das diesmal. &#8222;Eigentlich&#8220; &#8211; so geht es ihr durch den Kopf &#8211; &#8222;h\u00e4tte ich auch meine Notizen lassen k\u00f6nnen. Ein Foto h\u00e4tte es auch getan. Ein Foto von einem Hamster, der sinnlos im K\u00e4fig sein Laufrad tritt. Das w\u00e4re eine treffende Bilanz meines Jahres 2000 gewesen.&#8220;<\/p>\n<p>Ich lese jetzt den Predigttext:<\/p>\n<p>&#8222;Jesus sagte nun zu den Juden, die zum Glauben an ihn gekommen waren: <code>Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaftig meine J\u00fcnger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen\u00b4. Sie antworteten ihm: <\/code>Wir sind Nachkommen Abrahams und haben niemals jemandem als Knechte gedient. Wie kannst du sagen: Ihr werdet frei werden?\u00b4 Jesus antwortete ihnen: `Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die S\u00fcnde tut, ist ein Knecht der S\u00fcnde. Der Knecht bleibt nicht f\u00fcr immer im Haus; der Sohn bleibt f\u00fcr immer. Wenn nun der Sohn euch frei macht, werdet ihr wirklich frei sein.\u00b4&#8220;<\/p>\n<p>Wenn Katharina diese Verse h\u00f6ren w\u00fcrde, &#8211; unwahrscheinlich ist das nicht, denn sie geh\u00f6rt zu den Menschen, die \u00fcber das Jahr hin selten, an Silvester aber regelm\u00e4\u00dfig zum Gottesdienst kommen, &#8211; dann w\u00fcrde sie sich zumindest erst einmal positiv angesprochen f\u00fchlen. Der Satz: &#8222;Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen&#8220; klingt nach, und sie findet ihn irgendwie tr\u00f6stlich. Jesus ist dagegen, dass Menschen eine Hamster-Laufrad-Existenz f\u00fchren. Soviel steht fest. Aber daraus ergibt sich noch nicht viel, und sie w\u00fcrde sich um das Beste bringen, wenn sie es bei diesem vagen Eindruck belie\u00dfe, &#8211; und wir auch.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich tun sich f\u00fcr Katharina doch auch eine ganze Reihe von Fragen auf. Zun\u00e4chst: Von welcher Wahrheit kann das eigentlich ernsthaft und so absolut behauptet werden, dass sie die befreit, die sie erkennen?<\/p>\n<p>Das wird kaum jemand bestreiten, dass es tats\u00e4chlich solche Wahrheiten und solche rationalen Einsichten gibt, die schon lange bestehende traditionelle Meinungen durchbrechen und neue Handlungsspielr\u00e4ume er\u00f6ffnen. Gerade in Zusammenh\u00e4ngen naturwissenschaftlicher Forschung ist uns das bewu\u00dft.<\/p>\n<p>Aber geht solch ein <code>Mehr\u00b4 an Handlungsspielraum, das sich da pl\u00f6tzlich auftun kann, tats\u00e4chlich immer notwendig mit einem <\/code>Mehr\u00b4 an Freiheit einher? Wenn das so w\u00e4re, dann h\u00e4tten wir im Jahr 2000 allen vorangehenden Jahrhunderten gegen\u00fcber einen ungeheuerlichen Freiheitszuwachs zu verzeichnen gehabt. Das w\u00e4re eine Behauptung, die zu Recht diejenigen bestreiten w\u00fcrden, die unter der zunehmenden Entfremdung von allen nat\u00fcrlichen Gegebenheiten leiden. L\u00e4ngst nicht alle neu erschlossenen Handlungsr\u00e4ume haben in den Folgen ihrer Anwendung Freiheit ergeben, vom Leben mit Farbstoffen bis zum Umgang mit den Lebensmitteln. Solche Freiheitsverluste m\u00f6gen noch vergleichsweise harmlos erscheinen, auch deshalb weil wir gelernt haben, uns auf sie einzustellen, auszuweichen, mit ihnen zu leben. Aber das wissen wir alle: In dem Ma\u00df wie die menschlichen, meist naturwissenschaftlichen Einsichten und Erkenntnisse die Handlungsspielr\u00e4ume enorm vergr\u00f6\u00dfert haben, sind die Folgen f\u00fcr unser Handeln in zunehmendem Ma\u00df un\u00fcberschaubarer geworden. Und das wissen wir auch: Solche Un\u00fcberschaubarkeit bewirkt das Gegenteil von Freiheit, n\u00e4mlich Angst. Der Beschluss des englischen Unterhauses vor vierzehn Tagen, Klonen menschlicher Gene zu therapeutischen Zwecken gesetzlich zu erlauben, und die sich daran anschlie\u00dfende beginnende Debatte auch bei uns ist eine leider nur allzudeutliche Illustration daf\u00fcr. Wahrheit und Erkenntnis sind nicht einfach gleichbedeutend mit Zunahme an Freiheit.<\/p>\n<p>Aber nun geht es bei Johannes offenkundig auch gar nicht um eine bestimmte, sogenannte &#8222;Satz-Wahrheit&#8220;. Es geht nicht um eine Einsicht, dass eine bestimmte Sache so und nicht anders ist. Sondern die befreiende Wahrheit, von der am Beginn der Verse geredet wird , &#8211; &#8222;ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen&#8220; &#8211; , sie ist im letzten Satz dem von Gott in die Welt gesandten Sohn zugeschrieben. Sie wird mit Jesus verbunden. Er ist es, der frei machen wird. Das hei\u00dft nichts anderes, als dass die befreiende Wahrheit, die Wahrheit in Person, Jesus selbst ist. So wie es mit einem anderen Bild das Johannesevangelium gleich am Anfang sagt: Das fleischgewordene Wort, in ihm greift Gott selbst nach den von ihm abgesondert lebenden Menschen.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens an dieser Stelle m\u00fc\u00dfte Katharina eigentlich protestieren: Die Skepsis in die freiheitsbef\u00f6rdernde Wirkung menschlicher Einsichten und Wahrheiten konnte sie nachvollziehen. Nicht alles, was ich wei\u00df, muss mich freimachen. Ganz verschwommen ahnt sie sogar Zusammenh\u00e4nge mit ihrem Projekt &#8222;Gewaltfreiheit auf dem Schulhof&#8220;. Aber wenn die Wahrheit der Griff Gottes nach dem Menschen ist, dann h\u00f6rt sich das auch beim allerbesten Willen nicht nach Freiheit an. Soll zu den vielen Abh\u00e4ngigkeiten, die sie im letzten Jahr erfahren hat, nun noch eine weitere dazukommen? Direkt von oben? Das h\u00f6rt sich so an, als drohe der Hamster-Laufrad-K\u00e4fig noch enger und noch kleiner zu werden.<\/p>\n<p>Katharina hat Recht. Jedenfalls so lange, wie wir unter menschlicher Freiheit die M\u00f6glichkeit verstehen, so zu sein, uns so zu zeigen und so zu entfalten, wie wir nun gerade einmal sind.<\/p>\n<p>Das meint der johanneische Jesus in unserem Text aber nicht. Das ist nicht seine Voraussetzung, dass Freiheit f\u00fcr uns Menschen darin besteht, so zu sein, wie wir nun einmal gerade sind. Ein ganz kleiner \u00e4u\u00dferer Hinweis macht das schon deutlich. Auff\u00e4llig ist ja eigentlich schon, dass im Text der abstrakte Begriff Freiheit gar nicht vorkommt. Vielmehr ist von einem Geschehen die Rede. Es geht um befreien, um frei werden, frei sein.<\/p>\n<p>Jesus als die Wahrheit Gottes will uns nicht einfach ein St\u00fcck Freiheit zur beliebigen Verf\u00fcgung stellen, uns so, wie wir sind. Es geht nicht einfach um noch ein St\u00fcck mehr (und auch nicht um endlich ein St\u00fcck mehr) an Entfaltungsm\u00f6glichkeit oder Lebensspielraum.<\/p>\n<p>Jesus als die Wahrheit Gottes geht gr\u00fcndlicher mit uns vor, erschreckend gr\u00fcndlich. Er zielt nicht auf ein St\u00fcck mehr an Freiheit, er zielt auf uns selbst, auf unsere Befreiung, darauf, dass wir frei werden.<\/p>\n<p>Nicht nur Katharina wird dazu Konkreteres wissen wollen: Wenn es nicht nur um Ausweitung unserer Lebensm\u00f6glichkeiten gehen soll, von uns in eigener Regie benutzbar, sondern um Befreiung, um Ver\u00e4nderung unserer selbst, dann bleibt\u00a0**doch immer noch die Frage: Befreiung wozu und Befreiung wovon? In unserem Text ist den vollt\u00f6nenden S\u00e4tzen \u00fcber Wahrheit und Befreiung eine leicht \u00fcbersehbare Aussage vorangestellt: &#8222;Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaftig meine J\u00fcnger.&#8220;\u00a0**Die Befreiung, die Jesus mit seinen J\u00fcngern, mit uns, vorhat, entl\u00e4\u00dft nicht in die Beziehungslosigkeit. Die Befreiten sind vielmehr bleibend mit ihrem Befreier, mit seinem Wort, verbunden. Von diesem Standort aus tut sich eine \u00fcberw\u00e4ltigende Perspektive auf, die gleich zu Beginn des Johannesevangeliums in einem Wort Jesu an seine J\u00fcnger ins Bild gefa\u00dft wird: &#8222;Ihr werdet den Himmel ge\u00f6ffnet und die Engel auf und nieder steigen sehen auf den Menschensohn&#8220; (Joh 1,51). \u00dcberw\u00e4ltigend ist diese Perspektive im Vergleich zu unseren Erfahrungen mit tiefen und hohen Himmeln. Irgendwo, so zwischen Hamburg und Kiel, da beginnt der Himmel h\u00f6her zu werden. Mindestens im Sommer ist das so. Da packt einen dann die Lust, je nach Temperament, einfach loszurennen ins Freie oder auch ganz tief durchzuatmen\u00a0**und die F\u00fclle des Lichts in sich aufzusaugen.\u00a0**Aber: Der ge\u00f6ffnete Himmel, das ist noch mehr, da versagen unsere Erfahrungen. Vermutlich ist dieses Bild des ge\u00f6ffneten Himmels auch nicht einmal ansprechend, sondern im wahrsten Sinne des Wortes unheimlich. Es sei denn, uns steht der zur Seite, der im Himmel daheim ist, und der den Himmel ge\u00f6ffnet hat, um sein Gesch\u00f6pf nicht in in einer verriegelten Welt fremder Herrschaft zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Die Fremdherrschaft tr\u00e4gt im Predigttext den Namen &#8222;S\u00fcnde&#8220;<em>.<\/em>\u00a0Dieses Wort ist weitgehend aus unserem aktiven Sprachgebrauch verschwunden. Wie immer man das auch bewerten mag, in jedem Fall ist dieses Verschwinden verst\u00e4ndlich. Es liegt nun einmal im Wesen der S\u00fcnde, ihre Herrschaft undurchschaubar zu halten. &#8222;Jeder, der die S\u00fcnde tut, ist der S\u00fcnde Knecht&#8220;. Wer S\u00fcnde tut, ist ihr ganz und gar ausgeliefert, wird restlos von ihr beherrscht, ja versklavt. S\u00fcnde instrumentalisiert den Menschen ganz, einschlie\u00dflich seines Willens und seines Verstandes, und verhindert so, dass diese Herrschaft den von ihr Beherrschten auch nur im Ansatz durchschaubar w\u00e4re. Diese Herrschaft l\u00e4\u00dft sich nicht von innen aufsprengen; die Befreiung muss von au\u00dfen kommen. Erst in der Perspektive des \u00fcber Jesus ge\u00f6ffneten Himmels k\u00f6nnen die Befreiten ihr fr\u00fcheres Knechtsein unter der S\u00fcnde erkennen. Erst dann, wenn sie so leben k\u00f6nnen, wie sie eigentlich von Gott her gemeint sind, n\u00e4mlich als seine Gesch\u00f6pfe.<\/p>\n<p>Ob Katharina mit diesen Antworten etwas anfangen kann, wissen wir nicht. M\u00f6glicherweise erinnert sie sich an ihre Notizen und stellt fest, dass die Befreiung, von der der Text redet, nicht die Freiheit ist, die ihr bei ihrer Jahresbilanz vorschwebte. Jesus als die befreiende Wahrheit Gottes wird vermutlich nichts \u00e4ndern an der p\u00e4dagogischen Lustlosigkeit von Chef und Kollegium, nichts \u00e4ndern an der Arbeitslosigkeit ihres Mannes, nichts \u00e4ndern am Scheitern ihrer Projekte und Bem\u00fchungen, nichts \u00e4ndern am Desinteresse, auf das sie mit ihren Ideen st\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte aber auch sein, dass Katharina sich von ihren Jahresendgedanken ablenken l\u00e4\u00dft und zu lieb\u00e4ugeln beginnt mit der Perspektive des \u00fcber Jesus ge\u00f6ffneten Himmels. Und es k\u00f6nnte sein, dass sie dabei nicht dieselbe bleibt. Wer erst einmal Geschmack gefunden hat an der Perspektive des \u00fcber Jesus ge\u00f6ffneten Himmels, den l\u00e4\u00dft sie meistens nicht mehr ganz los, auch dann nicht, wenn der Blick in ganz andere Richtungen geht.<\/p>\n<p>So k\u00f6nnte Katharina zuerst und vor allem das Hamster-Laufrad-Bild fremder werden; aus dieser neuen Perspektive stimmt es einfach nicht. Es k\u00f6nnte ihr auch auffallen, dass weder ihre Umwelt noch auch sie selbst das sind, wozu sie heimlich sich und andere machte: Die Jury, die \u00fcber Sinn oder Nicht-Sinn ihrer Existenz entscheidet. Ja, und wer wei\u00df, ob eine ver\u00e4nderte Katharina von der Umwelt so ganz unbemerkt bleiben wird? Das m\u00fc\u00dfte schon merkw\u00fcrdig zugehen.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, haben Sie sich einmal \u00fcberlegt, welches Bild Sie am liebsten \u00fcber das kommende Jahr stellen w\u00fcrden?<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>PD Dr. Angelika Reichert<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sup. Dr. Detlef Reichert<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gneisenaustr. 76<\/strong><\/p>\n<p><strong>33330 G\u00fctersloh<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"mailto:SuperintendentGT@aol.com\"><strong>E-Mail: SuperintendentGT@aol.com<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Altjahresabend \/ Silvester | 31.12.2000 | Johannes 8,31-36 | Angelika und Detlef Reichert | Liebe Gemeinde, `alle Jahre wieder\u00b4,- nein, nicht: `kommt das Christus-Kind\u00b4 &#8211; das auch, das haben wir vor einer Woche gesungen &#8211; sondern: Alle Jahre wieder machen wir Revision, lassen wir Revue passieren, bilanzieren wir, und vor allem: Wir bewerten. 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