{"id":22160,"date":"2001-02-20T11:30:48","date_gmt":"2001-02-20T10:30:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=22160"},"modified":"2025-03-20T11:32:56","modified_gmt":"2025-03-20T10:32:56","slug":"lukas-1831-43-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-1831-43-13\/","title":{"rendered":"Lukas 18,31-43"},"content":{"rendered":"<h3>Estomihi | 25. Februar 2001 | Lukas 18,31-43 | Detlef Reichert |<\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>was wir nicht verstehen, ist uns fremd. Jeder Mensch ist f\u00fcr uns solange ein Fremder, solange wir nichts von ihm wissen. Wenn er eine Sprache spricht, die wir nicht kennen, ist er uns fremd, wenn sein \u00c4u\u00dferes nicht in unsere Kategorienbilder passt, ist er uns fremd, wenn er uns vor R\u00e4tsel stellt, genauso.<\/p>\n<p>Vor Fremden hat man sich immer gef\u00fcrchtet, und je fremder sie schienen, um so mehr. Daran hat sich nichts ge\u00e4ndert. Und daran auch nichts, dass Angst und Aggression Zwillingsschwestern sind, mit der Folge, dass von alters her Fremde verfolgt und verjagt worden sind.<\/p>\n<p>Ge\u00e4ndert hat sich daran nichts. Oder doch? Haben wir vielleicht ein wenig von dem gelernt, dass man fremden Menschen n\u00e4her kommen kann, dass sich Kenntnisse erwerben lassen, dass Verst\u00e4ndnis entstehen und wachsen kann, dass das geht: einen Anfang zu machen, Fremde zu verstehen, die dann nicht fremd bleiben m\u00fcssen, ein wenig zu uns geh\u00f6ren k\u00f6nnen, und immer mehr ein wenig mehr? Vielleicht haben wir davon ja doch an der einen oder anderen Stelle etwas dazugelernt. Aber erledigt ist Fremdheit damit nicht.<\/p>\n<p>Fremder als alles andere ist das, was wir Schicksal nennen, &#8211; dunkel und r\u00e4tselhaft . Gerade dort sprechen wir besonders nachdr\u00fccklich von Schicksal, wo es \u00fcber einen Menschen hereinbricht. Wir suchen nach Gr\u00fcnden. Da, wo wir welche finden, erscheint uns das Schicksal nicht so r\u00e4tselhaft. Wenn wir Ursachen erkennen, wissen wir, da mu\u00df man mit Wirkungen rechnen, da kann sich niemand ganz \u00fcberrascht und unvorbereitet zeigen. Sind nicht viele Menschen selbst schuldig oder zumindest mitschuldig an ihrem Schicksal? Und sind nicht so viele andere einfach die Opfer fremder Schuld oder b\u00f6ser Verh\u00e4ltnisse? So legen wir es uns oft zurecht.<\/p>\n<p>Aber das eigentliche Schicksal, das Schicksal im vollen Sinn des Wortes, das beginnt erst dort, wo man niemanden mehr verantwortlich machen kann. &#8222;H\u00f6here Gewalt&#8220; nennen wir das in amtlicher Sprache und in der der Versicherungen, wo am Ende niemand haftbar gemacht werden kann. Dieses Schicksal schl\u00e4gt zu und trifft.<\/p>\n<p>Dieses Schicksal ist der Fremde schlechthin. Man kann sich mit ihm nicht verst\u00e4ndigen, nicht mit ihm sprechen. Dieser Fremde ist stumm und er macht stumm. Man kann ihn nicht kennenlernen. Er folgt keiner Logik und keinem Gesetz. Kein Sinn ist darin zu finden, wie das fremde Schicksal den Menschen \u00fcberf\u00e4llt und ihn zurichtet. Angst vor solchem Fremden zu haben ist menschlich; ihn zu f\u00fcrchten ist vern\u00fcnftig; ihn zu bek\u00e4mpfen w\u00e4re heroisch; aber ihn zu verjagen, das ist noch niemandem gelungen.<\/p>\n<p>Es ist offenbar diese Art von Schicksal gewesen, dem die J\u00fcnger im Predigttext auf ihrem Weg nach Jerusalem mit Jesus begegnet sind:<\/p>\n<p>Er nahm aber zu sich die Zw\u00f6lf und sprach zu ihnen: Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.<\/p>\n<p>Denn er wird \u00fcberantwortet werden den Heiden, und er wird verspottet und mi\u00dfhandelt und angespien werden, und sie werden ihn gei\u00dfeln und t\u00f6ten; und am dritten Tage wird er auferstehen.<\/p>\n<p>Sie aber begriffen nichts davon, und der Sinn der Rede war ihnen verborgen, und sie verstanden nicht, was damit gesagt war.<\/p>\n<p>Es begab sich aber, als er in die N\u00e4he von Jericho kam, da\u00df ein Blinder am Wege sa\u00df und bettelte.<\/p>\n<p>Als er aber die Menge h\u00f6rte, die vorbeiging, forschte er, was das w\u00e4re.<\/p>\n<p>Da berichteten sie ihm, Jesus von Nazareth gehe vorbei.<\/p>\n<p>Und er rief: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!<\/p>\n<p>Die aber vornean gingen, fuhren ihn an, er solle schweigen. Er aber schrie noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner!<\/p>\n<p>Jesus aber blieb stehen und lie\u00df ihn zu sich f\u00fchren. Als er aber n\u00e4her kam, fragte er ihn:<\/p>\n<p>Was willst du, da\u00df ich f\u00fcr dich tun soll? Er sprach: Herr, da\u00df ich sehen kann.<\/p>\n<p>Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen.<\/p>\n<p>Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach und pries Gott. Und alles Volk, das es sah, lobte Gott.<\/p>\n<p>Die J\u00fcnger sind in dieser Szene verstummt. Sie antworten nicht. Von ihnen ist nichts zu berichten au\u00dfer ihrem v\u00f6lligen und kopfsch\u00fcttelnden Unverst\u00e4ndnis. Sie verstehen nicht, hei\u00dft es dreimal von ihnen: Sie begreifen es nicht, &#8211; sie verstehen es nicht, &#8211; es bleibt ihnen dunkel. Das Schicksal, mit dem sie hier konfrontiert werden, ist das Schicksal Jesu, und es ist damit auch ihr eigenes. Jesus hat seinen k\u00fcnftigen Weg eben noch einmal ebenso n\u00fcchtern wie feierlich beschrieben: Jerusalem, Karfreitag, Ostern. Das werden die letzten Stationen seines Lebens sein. Das ist sein Schicksal. Und damit w\u00e4re ganz unvermeidlich auch das ihre besiegelt. Endet die gemeinsame Sache als Katastrophe?<\/p>\n<p>&#8222;Wir aber hofften, er solle Israel erl\u00f6sen.&#8220; So haben andere J\u00fcnger, nur kurze Zeit sp\u00e4ter, ihre Begegnung mit dem Schicksal zusammengefasst. Aber es macht wenig Unterschied, ob die Katastrophe tats\u00e4chlich schon eingetreten ist, oder ob man ihr sehenden Auges entgegengeht. Muss man es nicht so ansehen, als h\u00e4tten gerade in Fall Jesu der Zufall und das blinde Schicksal der guten und gerechten Sache ein b\u00f6ses und vorzeitiges Ende bereitet? Wie sieht es denn aus um die Erl\u00f6sung Israels? Wartet man nicht noch bis heute darauf?<\/p>\n<p>Nicht alle J\u00fcnger haben fassungslos, traurig und resigniert reagiert. Es gibt andere Stellen in den Evangelien. Nicht alle J\u00fcnger haben den Einbruch des fremden Schicksals in die eigene existentielle und universale Hoffnung einfach mit ohnm\u00e4chtiger Geste hingenommen.<\/p>\n<p>Petrus etwa, der seinem Herren widerspricht, und auf ihn einredet und ihm den Weg nach Jerusalem ausreden m\u00f6chte, bis hin zu der Sache mit dem Malchus, dem er das Ohr abschl\u00e4gt, &#8211; wir kennen die Geschichte und auch wie sie ausgeht: Jesus l\u00e4sst sich auf nichts ein. Volle Zur\u00fcckweisung, so schickt er Petrus weg und \u00fcberl\u00e4\u00dft die anderen J\u00fcnger ihrer Ratlosigkeit und Resignation. Sieht er nicht, wie das Schicksal dabei ist, ihn und sein Werk zu zerst\u00f6ren? Oder sieht er mehr? Sieht er tats\u00e4chlich etwas, das den J\u00fcngern verborgen bleibt?<\/p>\n<p>Hier, in der Erz\u00e4hlung des Lukas ist der wirkliche J\u00fcnger, der in Wahrheit seinen Namen verdient, ein ganz anderer. Es sind nicht die um Jesus herum, nicht die, die noch voller Hoffnung und Erwartung vor den Jerusalemer Tagen mit ihm nach Jerusalem ziehen. Hier ist der wirkliche J\u00fcnger der Blinde an der Stra\u00dfe, ein blinder Bettler. Von ihm hei\u00dft es am Ende: Er folgte Jesus nach und pries Gott. Eben, ein J\u00fcnger, &#8211; der Inbegriff eines J\u00fcngers. Dieser Bettler richtet seine Absicht und seine Sehnsucht in einem ganz anderen und eigenen Verh\u00e4ltnis auf Jesus: Es hat mit Verstehen und Begreifen nicht viel zu tun. Er wendet einfach seine ganze Existenz , sein ganzes Dasein wie eine offene Hand Jesus zu. Er ruft und schreit und bittet, und Jesus selbst charakterisiert dieses Verh\u00e4ltnis: Dein Glaube, sagt er, hat dir geholfen.<\/p>\n<p>Das ist das Schl\u00fcsselwort dieser Geschichte: der Glaube, das Vertrauen. Der Glaube hat diesen Mann zum J\u00fcnger gemacht. Der Glaube hat ihm seine Gesundheit zur\u00fcckgegeben. Der Glaube wird uns darin vor Augen gef\u00fchrt als das sachgem\u00e4\u00dfe Verh\u00e4ltnis zu Jesus &#8211; auch wenn dieser Jesus auf dem Wege nach Jerusalem ist und ihn den Tod. Dieser Glaube, das Vertrauen in den &#8222;Sohn Davids&#8220;, wie der Bettler sagt, ist das allein sachgem\u00e4\u00dfe und einzig angemessene Verh\u00e4ltnis zu ihm. In diesem Vertrauen gibt es die Trennung zwischen Schicksal und Existenz, zwischen dem, was mir zust\u00f6\u00dft und meinem Leben nicht mehr.<\/p>\n<p>Das geh\u00f6rt zu den tiefen und angstvollen Momenten in unserem Leben, dass wir meinen, unser eigenes Schicksal als etwas Fremdes zu erleben, &#8211; dass wir unterscheiden zwischen uns selbst und den Geschichten, in die wir verstrickt sind und in denen wir leben.<\/p>\n<p>Das geh\u00f6rt dazu, dass wir in den Ereignissen, die uns zugemutet und denen wir ausgesetzt werden, etwas Dunkles und R\u00e4tselvolles, eine fremde, eine andere Macht am Werk sehen, &#8211; dass wir meinen, wir und unser Leben sind nicht dasselbe. Wir leiden daran, dass wir mit zwei G\u00f6ttern &#8211; oder g\u00f6ttergleichen M\u00e4chten &#8211; leben m\u00fcssen: einem Gott, der das Leben hervorbringt und der offenbar auch f\u00fcr unsere Existenz verantwortlich ist, und einem anderen Gott, der dann unser Schicksal spielt. Es ist ein bitteres Gef\u00fchl, Spielball dieser dunklen M\u00e4chte zu sein, die im besten Fall nichts voneinander wissen und im schlimmsten aufeinander losgehen.<\/p>\n<p>Wer den Gott der Bibel nicht kennt oder nicht kennen will, der wird sich sein eigenes Leben kaum anders vorstellen und zurechtlegen k\u00f6nnen. Der blinde Bettler, der zum J\u00fcnger mit gesunden Augen wird, das ist mehr als eine legend\u00e4re Randfigur an der Stra\u00dfe nach Jerusalem. Dieser Bettler ist das Symbol unserer menschlichen Existenz. Er ist krank. Aber seine Krankheit ist, wie unsere Krankheiten auch, Bild und Symbol unserer Bed\u00fcrftigkeit.<\/p>\n<p>Der kranke Mensch ist hier der beispielhafte Mensch. An ihm wird sichtbar, was f\u00fcr uns alle gilt: Wir brauchen Hilfe und Heilung, &#8211; eine tiefe Kluft besteht zwischen dem, was wir sein sollen, und dem, was wir sind. Dazu kommt: Der Blinde war nicht nur krank, er war ein Bettler. Und auch darin ist der Mensch \u00fcberhaupt, ist jeder Mensch abgebildet. Wir sind Bettler, sagt Luther, das ist wahr. Bettler sind angewiesen auf andere Menschen und auf deren Mitleid. Im Bettler zeigt sich, dass jeder Mensch Hilfe braucht, die von au\u00dfen kommen muss, Hilfe, die er sich nicht selbst geben kann.<\/p>\n<p>Jenes &#8222;Arzt, hilf dir selber&#8220;, das uns in der Passionsgeschichte wieder begegnen wird, ist nichts weiter als ein zynischer Spottvers auf den Menschen. Menschsein hei\u00dft im tiefsten Grund, sich selber nicht helfen zu k\u00f6nnen. Wer als Mensch leben will, der ist angewiesen auf die Liebe anderer Menschen, auf ihre Zustimmung und auf ihre Bereitschaft, Raum zum Leben zu lassen. Der Mensch lebt, weil ihm geholfen wird zu seinem Leben, weil er gerade nicht mit dem auskommen muss -und auch nicht daran zu Grunde gehen, was er selbst und allein beizutragen und aus sich zu machen vermag. Wir leben von dem, was uns ausgeteilt und gegeben wird &#8211; ob wir davon Kenntnis nehmen oder nicht.<\/p>\n<p>Der blinde Bettler wird zum J\u00fcnger durch das Vertrauen. Er vertraut auf die Barmherzigkeit &#8211; auf die Barmherzigkeit Gottes, die den Menschen eben nicht sich selbst und seinem zuf\u00e4lligen und dunklen Schicksal \u00fcberl\u00e4sst. Wer auf die Barmherzigkeit Gottes schaut, der vollzieht einen Wechsel der &#8222;inneren Blickrichtung&#8220;.<\/p>\n<p>Das Schicksal mit seiner \u00fcberw\u00e4ltigenden Macht hat seine eigene eigent\u00fcmliche Faszination. Es &#8222;bannt&#8220; den Blick. Wer vom Ungl\u00fcck betroffen und verfolgt wird, f\u00fcr den zentriert sich sein ganzes Leben auf dieses Ungl\u00fcck, es wird sein Thema. Das Schicksal zieht alle Gedanken auf sich, es beherrscht jedes Gespr\u00e4ch, und es l\u00e4\u00dft nicht zu, dass ihm Konkurrenz erw\u00e4chst. Es gibt eine Art von Kumpanei, von Kamaraderie zwischen dem Ungl\u00fccklichen und seinem Ungl\u00fcck, durch die sein Leid an Glaubw\u00fcrdigkeit verliert.<\/p>\n<p>Wer auf die Barmherzigkeit vertraut, der l\u00f6st seinen Blick aus diesem Bann. Der sieht von sich ab und blickt auf, der lenkt seine Augen aus dem zwanghaften Bann des Unmittelbaren weg in einen weiteren und gr\u00f6\u00dferen Horizont. Der blinde Bettler ist ein Urbild einer solchen Verwandlung. Er sitzt in sich selbst versunken und unter der Last seines Ungl\u00fccks gebeugt am Weg. Nichts k\u00f6nnte ihm sein eigenes Schicksal deutlicher demonstrieren als der unaufh\u00f6rliche Zwang, jeden Tag neu f\u00fcr den Erhalt seines Lebens betteln zu m\u00fcssen. Es geh\u00f6rt viel dazu, aus diesem Kreis von Ungl\u00fcck und Notwendigkeit auszubrechen. Aber er erkennt die Stunde. Er l\u00e4sst sich nicht abschrecken und nicht zur\u00fcckhalten, bis er schreien kann: &#8222;Herr, erbarme dich!&#8220;.<\/p>\n<p>Wer den Blick von sich abwendet und ihn auf die Barmherzigkeit Gottes richtet, dem zeigt sich die Einheit von Dasein und Geschichte, von Schicksal und Existenz. Der entdeckt, dass sein &#8222;Schicksal&#8220; nicht etwas \u00c4u\u00dferliches oder Fremdes ist, sondern er entdeckt, dass gerade in dem, was ihm widerf\u00e4hrt, sein Leben besteht und seine Wirklichkeit hat. Im Licht der Barmherzigkeit Gottes wird sichtbar, dass unser menschliches Ich und die Geschichte unseres Lebens miteinander identisch sind, dass sie von Grund auf zusammengeh\u00f6ren und an keiner Stelle getrennt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wir versuchen uns zu helfen und trennen zwischen Person und Schicksal, wo wir meinen nur noch Sinnlosigkeit zu sehen. Am Sinn meiner Existenz will ich nicht zweifeln, also bleibt nur, an dem zu zweifeln, was nicht in meine Pl\u00e4ne passt und mich aus der Bahn wirft.<\/p>\n<p>Erst im Horizont der Barmherzigkeit wird deutlich, dass der Sinn unseres Lebens nicht aus einzelnen und zuf\u00e4lligen Ereignissen zusammengesetzt wird. Dieser Sinn gilt vielmehr einem ganzen Menschen im umgreifenden Zusammenhang seiner Lebensgeschichte. Der Sinn ist nicht selbst gemacht und kann nicht selbst gemacht werden. Er entsteht nicht durch die Bedeutungen, die wir diesem oder jenem Ereignis zuschreiben Er wird empfangen aus Gottes Hand.<\/p>\n<p>Im Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit als den Sinn unseres Lebens k\u00f6nnen wir die Einheit von Dasein und Schicksal in unserem Leben begreifen und verwirklichen.<\/p>\n<p>Wie jenen blinden Bettler, so wird auch uns der Blick auf Jesus Christus dabei leiten. Wir kennen Jesus Christus allein durch die Geschichte seines Lebens, durch sein Schicksal. Er hat die Identit\u00e4t von Person und Geschick an sich selbst verwirklicht und durchlitten. Darin ist Gottes Barmherzigkeit Mensch geworden.<\/p>\n<p>Wir werden nicht aufh\u00f6ren, ratlos und ohnm\u00e4chtig vor zugemutetem Schicksal zu stehen. Aber auch dort stehen wir im Vertrauen darauf, dass die Barmherzigkeit Gottes noch gr\u00f6\u00dfer ist.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Sup. Dr. Detlef ReichertGneisenaustr. 76<\/strong><\/p>\n<p><strong>33330 G\u00fctersloh<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"mailto:SuperintendentGT@aol.com\"><strong>E-Mail: SuperintendentGT@aol.com<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Estomihi | 25. Februar 2001 | Lukas 18,31-43 | Detlef Reichert | Liebe Gemeinde, was wir nicht verstehen, ist uns fremd. Jeder Mensch ist f\u00fcr uns solange ein Fremder, solange wir nichts von ihm wissen. 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