{"id":22162,"date":"2001-02-20T11:33:00","date_gmt":"2001-02-20T10:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=22162"},"modified":"2025-03-20T11:35:32","modified_gmt":"2025-03-20T10:35:32","slug":"lukas-1831-43-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-1831-43-14\/","title":{"rendered":"Lukas 18,31-43"},"content":{"rendered":"<h3>Estomihi | 25. Februar 2001 | Lukas 18,31-43 | Hansj\u00f6rg Biener |<\/h3>\n<p>An diesem Sonntag steht der Sinn \/ bei vielen auf den Fasching [das Feiern] hin.<\/p>\n<p>Doch in den Kirchen wird bedacht, \/ was Jesus Christus wichtig macht.<\/p>\n<p>Das Kreuz, so sagt die Tradition, \/ und Ostern nach der Passion.<\/p>\n<p>In dem findet die Christenheit \/ die Mitte und Besonderheit<\/p>\n<p>des Glaubens, den sie weitergibt, \/ an einen Gott, der auch Dich liebt.<\/p>\n<p>Es soll nach Deinem Erdenleben \/ noch mehr als dieses Leben geben,<\/p>\n<p>und schon in Deinen Erdentagen, \/ wenn gro\u00dfe Sorgen Dich mal plagen,<\/p>\n<p>will Gott f\u00fcr Ostertage sorgen, \/ fast so wie an dem Ostermorgen,<\/p>\n<p>als Jesus aus dem Grab erstand \/ und Gott und Menschheit neu verband.<\/p>\n<p>Dies zu bedenken sind wir hier \/ und haben diesen Text daf\u00fcr:<\/p>\n<p>Jesus &#8222;nahm zu sich die Zw\u00f6lf und sprach zu ihnen: Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. Denn er wird \u00fcberantwortet werden den Heiden, und er wird verspottet und mi\u00dfhandelt und angespien werden, und sie werden ihn gei\u00dfeln und t\u00f6ten; und am dritten Tage wird er auferstehen. Sie aber begriffen nichts davon, und der Sinn der Rede war ihnen verborgen, und sie verstanden nicht, was damit gesagt war.<\/p>\n<p>Es begab sich aber, als er in die N\u00e4he von Jericho kam, da\u00df ein Blinder am Wege sa\u00df und bettelte. Als er aber die Menge h\u00f6rte, die vorbeiging, forschte er, was das w\u00e4re. Da berichteten sie ihm, Jesus von Nazareth gehe vorbei. Und er rief: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Die aber vornean gingen, fuhren ihn an, er solle schweigen. Er aber schrie noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Jesus aber blieb stehen und lie\u00df ihn zu sich f\u00fchren. Als er aber n\u00e4her kam, fragte er ihn: Was willst du, da\u00df ich f\u00fcr dich tun soll? Er sprach: Herr, da\u00df ich sehen kann. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen. Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach und pries Gott. Und alles Volk, das es sah, lobte Gott.&#8220; (Lukas-Evangelium 18,31 &#8211; 43)<\/p>\n<p>Das ist, was Lukas uns erz\u00e4hlt, \/ den man als Predigttext gew\u00e4hlt<\/p>\n<p>f\u00fcr diesen Sonntag &#8222;Estomihi&#8220;, \/ dass ich ihn heute ausleg f\u00fcr Sie.<\/p>\n<p>Zwei Teile sind uns vorgegeben, \/ ein St\u00fcck der Lehre, ein St\u00fcck vom Leben.<\/p>\n<p>Im dritten Teil wird dann bedacht, \/ was die Essenz f\u00fcr uns ausmacht.<\/p>\n<ol>\n<li>Die dritte Leidensank\u00fcndigung: Vom Weg der Propheten<\/li>\n<\/ol>\n<p>Er nimmt die Zw\u00f6lf f\u00fcr sich zur Seite, \/ damit er sie gut vorbereite<\/p>\n<p>auf das, was schon bald kommen wird, \/ doch seine J\u00fcnger sind verwirrt.<\/p>\n<p>Er spricht vom Schicksal der Propheten, \/ die aus der Einsicht von Gebeten,<\/p>\n<p>von innrer Schau und \u00e4u\u00dfrem Wort \/ f\u00fcr Gott auftraten hier und dort.<\/p>\n<p>An Gott gebunden kann man wagen, \/ sein Wort als Gottes Wort zu sagen.<\/p>\n<p>Oft wird ein lautes, festes &#8222;Nein&#8220; \/ wie Gottes eigne Stimme sein.<\/p>\n<p>So wird seit jeher kritisiert, \/ wenn Macht- und Geldgier dazu f\u00fchrt,<\/p>\n<p>dass Menschen Gott und Welt missachten \/ und sich als Herrn der Welt betrachten.<\/p>\n<p>Doch war es damals wie auch heute: \/ Man h\u00f6rt kaum auf die Gottesleute,<\/p>\n<p>wenn sie ermahnen, tr\u00f6sten, richten. \/ In allen Zeiten, allen Schichten<\/p>\n<p>wird selten wirklich hingeh\u00f6rt. \/ Sei es vom Rausch der Welt bet\u00f6rt,<\/p>\n<p>sei es im Eigensinn gefangen, \/ ist\u00b4s weiter wie bisher gegangen.<\/p>\n<p>Kommt man zur falschen Zeit mit Gott, \/ gibt\u00b4s oft ein L\u00e4cheln und auch Spott.<\/p>\n<p>In fr\u00fchren Zeiten gab\u00b4s auch Pr\u00fcgel \/ vom Stadttor bis zum n\u00e4chsten H\u00fcgel,<\/p>\n<p>und manchmal folgte Gottes Wort \/ als Wort der Menschen auch ein Mord.<\/p>\n<p>Von Gott zu reden &#8211; &#8222;das ist so&#8220; &#8211; \/ ist \u00f6fter auch ein Risiko.<\/p>\n<p>Es ist jedoch zu aller Zeit \/ vom Hochmut bis zum Fall nicht weit.<\/p>\n<p>Wir werden noch mal sehr ern\u00fcchtert, \/ vom Lauf der Dinge eingesch\u00fcchtert,<\/p>\n<p>erkennen, wohin Gr\u00f6\u00dfenwahn \/ die Menschen auch hinf\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Was man gelernt hat an den Pflanzen, \/ versucht man nun am gr\u00f6\u00dfren Ganzen.<\/p>\n<p>Zuerst betrieb man es an Tieren. \/ Jetzt will man Menschen therapieren<\/p>\n<p>und bastelt an der Menschen Erbgut \/ und meint, dass das den Menschen gut tut.<\/p>\n<p>Die Kirchen haben &#8222;nein&#8220; gesagt. \/ Doch waren [w\u00e4ren] wirklich sie gefragt?<\/p>\n<p>Es machen andre ja das Geld \/ mit dieser &#8222;sch\u00f6nen, neuen Welt&#8220;.<\/p>\n<p>Ein Frankenstein\u00b4scher Eigensinn \/ wirft schnell mal eine Skizze hin<\/p>\n<p>und denkt sich: &#8222;Ach, es w\u00e4r doch sch\u00f6n, \/ h\u00e4tt unser Klon auch dieses Gen.&#8220;<\/p>\n<p>[Aus Kanzler Schr\u00f6der und Frau Merkel \/ wird kurzerhand &#8222;Gergela Schrerkel&#8220;.<\/p>\n<p>Noch schlimmer w\u00e4re es mit Merz \/ Klont man die beiden, gibt es &#8222;Scherz&#8220;.]<\/p>\n<p>Die Zellen werden durchgeschaut, \/ ob alles wie geplant hinhaut.<\/p>\n<p>Ein Klon darf leben, die andern sterben. \/ Das will als &#8222;ethisch&#8220; man bewerben.<\/p>\n<p>Gibt\u00b4s da noch christlich, noch sozial, \/ wenn Klone stehen im Regal,<\/p>\n<p>gez\u00fcchtet als Ersatzteillager. \/ &#8212;<\/p>\n<p>Wer keine Grenzen f\u00fcr sich findet, \/ hat schnell ein Sonderrecht begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Das Dritte Reich hat\u00b4s schon probiert, \/ vor 60 Jahren durchgef\u00fchrt<\/p>\n<p>und da auch nicht zur\u00fcckgeschreckt \/ vor dem erwachsenen Objekt.<\/p>\n<p>Schon damals wollte man vorschreiben: \/ &#8222;Der da darf nicht am Leben bleiben.&#8220;<\/p>\n<p>Bis heut die rechte Pestilenz \/ nimmt Menschen weg die Existenz.<\/p>\n<p>Sie f\u00fchlt sich stark mit Baseball-Kn\u00fcppeln \/ und schl\u00e4gt die anderen zu Kr\u00fcppeln.<\/p>\n<p>Kann man mit Seelenfrieden wohnen \/ in &#8222;national befreiten Zonen&#8220;?<\/p>\n<p>Doch kaum noch einer will es wagen, \/ auch dazu deutlich &#8222;nein&#8220; zu sagen.<\/p>\n<p>Wo heute zuschl\u00e4gt rechter Wahn, \/ das Opfer nicht mehr laufen kann.<\/p>\n<p>Der Christus hat voraus gesehen, \/ auf welchem Wege er wird gehen.<\/p>\n<p>Er spricht von seiner Kreuzesqual, \/ als h\u00e4tte er da keine Wahl.<\/p>\n<p>Der Menschensohn als Gottesmann \/ sich all dem nicht entziehen kann.<\/p>\n<p>Die J\u00fcnger haben\u00b4s nicht verstanden. \/ Die Einsicht war noch nicht vorhanden,<\/p>\n<p>dass Jesu Leid und Kreuzestod \/ Bedeutung hat f\u00fcr Mensch und Gott.<\/p>\n<p>Die Worte haben sie vernommen, \/ und doch den Sinn nicht aufgenommen.<\/p>\n<p>Der wird erst klar auf lange Frist, \/ &#8211; nachdem er auferstanden ist.<\/p>\n<p>Der Glaube macht den J\u00fcngern klar, \/ was vorher noch verborgen war.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Der Blinde vor Jericho: Vom Weg eines Menschen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Noch war die Einsicht nicht gekommen \/ und w\u00e4r hier auch vorweggenommen.<\/p>\n<p>Sie sind noch auf der Wanderschaft, \/ wo Jesus zeigte Gottes Kraft<\/p>\n<p>nicht durch den Sieg \u00fcber den Tod, \/ sondern im Kampf gegen die Not.<\/p>\n<p>Er hat mit Worten sie gelehrt \/ und es mit seiner Tat bew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Er hat sich Menschen zugewendet, \/ damit nicht vor dem Tod schon endet<\/p>\n<p>ihr Leben, das vom Tod umfangen, \/ weil alle andern sind gegangen,<\/p>\n<p>weil sie\u00b4s bei traurigen Gestalten \/ im Elend nicht mehr ausgehalten.<\/p>\n<p>Im zweiten Teil zeigt diese Predigt: \/ Wer Jesus traut, wird auch best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Es sa\u00df ein Mann bei Jericho \/ und war des Lebens nicht mehr froh.<\/p>\n<p>Mit einer Schale ausger\u00fcstet \/ durch Betteln er sein Leben fristet.<\/p>\n<p>&#8222;Gebt einem Blinden etwas Geld&#8220;, \/ ruft er hinaus in ihre Welt<\/p>\n<p>und w\u00fcrd doch lieber etwas sehn \/ und selber an ein Tagwerk gehn.<\/p>\n<p>Doch geht\u00b4s nicht nur ums Geld einwerfen. \/ Den Menschen geht auch auf die Nerven,<\/p>\n<p>dass durch sein Dasein zeigt der Mann, \/ dass Blindheit jeden treffen kann.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn es Dich tr\u00e4fe heute morgen, \/ wie k\u00f6nntest Du dann f\u00fcr Dich sorgen?&#8220;<\/p>\n<p>Sie gehn vor\u00fcber, kein Blick zur\u00fcck, \/ und ahnen unverdientes Gl\u00fcck.<\/p>\n<p>&#8222;Der Mann ist blind. Warum nicht du?&#8220; \/ So kommt die Seele nicht zur Ruh.<\/p>\n<p>Es meldet sich dann das Gewissen, \/ so dass sie etwas spenden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Sie werfen ihm ein Geldst\u00fcck zu. \/ &#8222;Dann hat die liebe Seele Ruh.&#8220;<\/p>\n<p>Es zeigen sich gesunde Leute \/ als schwerbehindert bis auf heute.<\/p>\n<p>Man will den Blick darauf vermeiden, \/ was Menschen l\u00e4sst am Leben leiden,<\/p>\n<p>will ihre Not zum Schweigen bringen \/ und eigne \u00c4ngste niederringen.<\/p>\n<p>Das ist auch insgesamt verst\u00e4ndlich: \/ Wir Menschen sind zwar alle endlich,<\/p>\n<p>doch sich darin auch einzu\u00fcben, \/ ist schwerer, als es wegzuschieben.<\/p>\n<p>Der Blinde unserer Geschichte \/ st\u00fctzt seine Hoffnung auf Berichte,<\/p>\n<p>dass Jesus als ein Gottesmann \/ auch ihm vielleicht noch helfen kann.<\/p>\n<p>Er schreit aus Leibeskr\u00e4ften los. \/ Der Zorn der anderen wird gro\u00df.<\/p>\n<p>Man soll nicht sehn, dass ihre Stadt \/ auch ihre wunden Stellen hat.<\/p>\n<p>Obwohl man es ihm schroff verbietet, \/ sucht er die Chance, die sich bietet.<\/p>\n<p>&#8222;Oh, Davids Sohn, erbarm dich meiner. \/ Es k\u00fcmmert sich ja sonst gar keiner.&#8220;<\/p>\n<p>Er nutzt die Chance seines Lebens. \/ Sein Schreien bleibt auch nicht vergebens.<\/p>\n<p>Der Heiler bleibt f\u00fcr ihn jetzt stehen. \/ Er will den Blinden bei sich sehen.<\/p>\n<p>Er l\u00e4sst ihn kommen und fragt dann, \/ was er denn f\u00fcr ihn tuen kann.<\/p>\n<p>Sieht er denn nicht des Mannes Wunden? \/ &#8222;Oh, Davids Sohn, lass mich gesunden.<\/p>\n<p>Oh, Davids Sohn, lass mich doch sehen, \/ aus eigner Kraft den Weg bestehen.&#8220;<\/p>\n<p>Es ist wohl wichtig, dass der Mann \/ die W\u00fcnsche selbst benennen kann.<\/p>\n<p>Es ist ein Schritt zur\u00fcck ins Leben, \/ dass er hier selbst soll Auskunft geben,<\/p>\n<p>ein Zeichen, dass er selbstbestimmt \/ die Zukunft in die H\u00e4nde nimmt,<\/p>\n<p>So schaut ihm Jesus ins Gesicht \/ und gibt dem Mann sein Augenlicht.<\/p>\n<p>Sein Schreien hat er nicht bereut. \/ Die Menge sich auch mit ihm freut.<\/p>\n<p>Er freut sich seines neuen Lebens. \/ Sein Glaube war hier nicht vergebens,<\/p>\n<p>dass Jesus als ein Gottesmann \/ ihm Heil und Heilung bringen kann.<\/p>\n<p>Es kam der Glaube aus Geschichten, \/ der Davidssohn k\u00f6nnt alles richten.<\/p>\n<p>Es kam zum H\u00f6ren dann Vertrauen, \/ dass man auf Jesus k\u00f6nnte bauen.<\/p>\n<p>Zuletzt noch stimmt der Mann dem zu, \/ dass Jesus schon das Richtge tu.<\/p>\n<p>Er hat durch Jesus Heil gefunden, \/ als J\u00fcnger sich an ihn gebunden.<\/p>\n<p>Wir wissen nicht, was noch geschah, \/ als dieser Blinde wieder sah.<\/p>\n<p>Doch eines ist ganz offensichtlich: \/ Der Glaube war hier lebenswichtig.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Vom Weg der Heutigen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Soweit, was Lukas uns berichtet, \/ f\u00fcr Sie in Reimform nachgedichtet.<\/p>\n<p>Selbst wo die Zukunft scheint beendet, \/ mit Gott zum Guten es sich wendet.<\/p>\n<p>So hat es Jesus stets gepredigt, \/ und setzt drauf, dass es sich best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Es scheint so, als ob Jesus nahm \/ den Weg ans Kreuz als richtig an.<\/p>\n<p>Was Jesus scheint vorherbestimmt, \/ als g\u00f6ttlich Muss er f\u00fcr sich nimmt,<\/p>\n<p>und seine J\u00fcnger l\u00e4sst er wissen, \/ dass sie nicht dran verzweifeln m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Auch wenn er selbst im Grabe ruht, \/ wird nach drei Tagen alles gut.<\/p>\n<p>Dass daran nichts vorbeigef\u00fchrt, \/ ist schwer f\u00fcr mich interpretiert.<\/p>\n<p>Ist wirklich da ein g\u00f6ttlich Muss, \/ das macht mit Jesu Leben Schluss?<\/p>\n<p>Und was ist mit der Blinden Leid, \/ zu Jesu Zeiten und auch heut?<\/p>\n<p>Dem einen ging es wieder gut. \/ Macht das den Blinden heute Mut?<\/p>\n<p>Es regt sich in mir Widerstand, \/ wenn man sollt sehen &#8222;Gottes Hand&#8220;,<\/p>\n<p>in allem, was da widerf\u00e4hrt. \/ Sind unsre W\u00fcnsche denn nichts wert.<\/p>\n<p>Kann jemand denn von ganzem Herzen \/ als Gotteswilln erleben Schmerzen,<\/p>\n<p>und was da sonst das Leben mindert! \/ Wer ist denn freiwillig behindert.<\/p>\n<p>Schon viele haben nachgedacht \/ und sich drauf keinen Reim gemacht.<\/p>\n<p>Selbst wenn was w\u00e4r vorherbestimmt, \/ scheint es mir besser, jeder nimmt<\/p>\n<p>das Leben fest in seine H\u00e4nde \/ und sehe zu, dass man so wende,<\/p>\n<p>was man zum Bessren wenden kann, \/ und nehm das andre tapfer an.<\/p>\n<p>Vielleicht hat\u00b4s Jesus so gehalten: \/ In allem, was er tat, sollt walten<\/p>\n<p>Gestaltungs- und Gemeinschaftssinn, \/ der wend die Welt zum Bessren hin.<\/p>\n<p>Es f\u00fchlten viele sich gesegnet, \/ wenn sie ihm waren mal begegnet,<\/p>\n<p>denn Jesus hatte seinem Leben \/ von Gott her einen Sinn gegeben<\/p>\n<p>und hat es auch noch dann getan \/ als er das Kreuz f\u00fcr sich sah nahn.<\/p>\n<p>Zum einen wollt er Gott verk\u00fcnden, \/ zum andern Mensch und Mensch verbinden.<\/p>\n<p>Die Menschen, die gern zu ihm kamen, \/ die nahm er an in Gottes Namen,<\/p>\n<p>und jene Menschen, die verirrt, \/ hat er gesucht und dann gef\u00fchrt<\/p>\n<p>zur\u00fcck in die Gemeinschaft hin, \/ gab so dem Leben neuen Sinn.<\/p>\n<p>Mit diesem Ziel hat er geheilt \/ und ist zur Hilf herbeigeeilt,<\/p>\n<p>und wo es Jesus schien am Orte, \/ da gab es auch mal klare Worte<\/p>\n<p>Der Ostertag half zu verstehen \/ und lie\u00df mit neuen Augen sehen:<\/p>\n<p>&#8222;In, mit und unter&#8220; alledem \/ war Gottes Gegenwart zu sehn.<\/p>\n<p>Wer da gesund und lebenst\u00fcchtig, \/ sollt fragen, was f\u00fcr alle wichtig,<\/p>\n<p>mit Lebensmut und Gottvertrauen \/ an einer bessren Zukunft bauen.<\/p>\n<p>Man wird den Sinn dann darauf lenken, \/ sein Tun im Glauben zu bedenken,<\/p>\n<p>wof\u00fcr man einsetzt seine Kraft \/ und welche Welt man damit schafft.<\/p>\n<p>Ein Beispiel ist, was Tiere fressen \/ und dann danach die Menschen essen.<\/p>\n<p>Die Folgen tun uns allen weh, \/ mit Rinderwahn und BSE.<\/p>\n<p>Ein andres Beispiel ist das Klonen, f\u00fcr das man ausgibt jetzt Millionen.<\/p>\n<p>Zwei weitre sind die Toleranz \/ und andrer Menschen Akzeptanz.<\/p>\n<p>Und wenn\u00b4s so kommt, dass man muss leiden \/ und sich mit diesem Weg bescheiden,<\/p>\n<p>w\u00e4r\u00b4s besser, diese bittre Pille \/ k\u00f6nnte nehmen man als Gottes Wille.<\/p>\n<p>Es gibt auch Leute, die ihr Leben \/ von vornherein verloren geben.<\/p>\n<p>Die Leute, die sich selbst abschreiben \/ und bei sich selbst gefangen bleiben,<\/p>\n<p>die sitzen ganz tief in dem Knast, \/ wo Gott und Welt man schlie\u00dflich hasst.<\/p>\n<p>Gewiss nicht ohne innres Ringen \/ kommt man zurecht mit diesen Dingen.<\/p>\n<p>Zwar ist nicht alles zu durchschauen, \/ doch hilft\u00b4s vielleicht zu mehr Vertrauen<\/p>\n<p>auf Gott bei allem in der Welt, \/ wenn man an Jesu Weg sich h\u00e4lt.<\/p>\n<p>So geht es um die Qualit\u00e4t \/ des Lebensweges, den man geht.<\/p>\n<p>Wo man das Leben kann gestalten, \/ soll man an Gottes Wort sich halten.<\/p>\n<p>und daran glauben unbeirrt, \/ dass Gottes Wille sichtbar wird.<\/p>\n<p>Und wo das Leben nicht so ist, \/ wie man es will, und alles ist<\/p>\n<p>nicht mehr als sinnvoll zu verstehen, \/ l\u00e4sst dann vielleicht der Glaube sehen:<\/p>\n<p>Durch Jesus wird es neues Leben \/ f\u00fcr heute und f\u00fcr ewig geben.<\/p>\n<p>Wenn alles ganz am Ende ist \/ und uns die Macht des Todes frisst,<\/p>\n<p>ist da ein Gott, der auch noch morgen \/ f\u00fcr seine Gl\u00e4ubigen wird sorgen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Dr. Hansj\u00f6rg Biener<\/strong><\/p>\n<p><strong>Neulichtenhofstr. 7<\/strong><\/p>\n<p><strong>DE-90461 N\u00fcrnberg<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"mailto:Hansjoerg.Biener@asamnet.de\"><strong>Hansjoerg.Biener@asamnet.de<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Estomihi | 25. 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