{"id":22234,"date":"2001-04-21T11:03:39","date_gmt":"2001-04-21T09:03:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=22234"},"modified":"2025-03-21T11:06:20","modified_gmt":"2025-03-21T10:06:20","slug":"matthaeus-2733-54-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-2733-54-2\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 27,33-54"},"content":{"rendered":"<h3>Karfreitag | 13. April 2001 | Matth\u00e4us 27, 33-54 | Matthias Petersen |<\/h3>\n<p><strong>begr\u00fc\u00dfung<\/strong><\/p>\n<p>so sehr hat gott die welt geliebt<\/p>\n<p>da\u00df er seinen eingeborenen sohn gab<\/p>\n<p>damit alle die an ihn glauben<\/p>\n<p>nicht verloren werden<\/p>\n<p>sondern das ewige leben haben<\/p>\n<p>jh 3,16<\/p>\n<p>leitwort karfreitag<\/p>\n<p>das l\u00e4\u00dft sich nicht begreifen<\/p>\n<p>das l\u00e4\u00dft sich nur beschweigen<\/p>\n<p>in stille und gebet<\/p>\n<p>besingen vielleicht<\/p>\n<p>was das bedeutet<\/p>\n<p>das l\u00e4\u00dft sich nur<\/p>\n<p>vertrauensvoll<\/p>\n<p>aus gottes h\u00e4nden nehmen<\/p>\n<p>herzlich willkommen<\/p>\n<p>zum abendmahlsgottesdienst<\/p>\n<p>am karfreitag<\/p>\n<p>um<\/p>\n<p>miteinander<\/p>\n<p>das wunder der liebe gottes zu bedenken<\/p>\n<p>dazu begr\u00fc\u00dfe ich sie und euch<\/p>\n<p>ganz herzlich<\/p>\n<p>in geschwisterlicher verbundenheit<\/p>\n<p><strong>kyrie eleison<\/strong><\/p>\n<p>mein gott<\/p>\n<p>warum<\/p>\n<p>warum blo\u00df<\/p>\n<p>gott<\/p>\n<p>so viel gewalt<\/p>\n<p>so viel angst<\/p>\n<p>so viele zerst\u00f6rte tr\u00e4ume<\/p>\n<p>so viel ungelebtes leben<\/p>\n<p>so viele kleine tode<\/p>\n<p>mein gott<\/p>\n<p>warum<\/p>\n<p>gott<\/p>\n<p>erbarme dich \u00fcber uns<\/p>\n<p><strong>eingangsgebet<\/strong><\/p>\n<p>aus der tiefe<\/p>\n<p>gott<\/p>\n<p>von ganz unten<\/p>\n<p>aus der tiefe<\/p>\n<p>gott<\/p>\n<p>rufen wir zu dir<\/p>\n<p>unbescheiden<\/p>\n<p>dr\u00e4ngend<\/p>\n<p>anma\u00dfend<\/p>\n<p>rufen wir<\/p>\n<p>und bitten<\/p>\n<p>komm zu uns<\/p>\n<p>gott<\/p>\n<p>in unsere dunkelheiten<\/p>\n<p>in unsere fragen<\/p>\n<p>in unsere zweifel<\/p>\n<p>in unser golgota<\/p>\n<p>und \u00fcberla\u00df uns nicht<\/p>\n<p>den m\u00e4chten des todes<\/p>\n<p>maranatha<\/p>\n<p>unser herr<\/p>\n<p>komm<\/p>\n<p>amen<\/p>\n<p><strong>matth\u00e4us 27, 31-54<\/strong><\/p>\n<p>als<\/p>\n<p>an jenem morgen<\/p>\n<p>die sonne aufgeht \u00fcber jerusalem<\/p>\n<p>als<\/p>\n<p>gleichzeitig<\/p>\n<p>eine atemlose aufgeregte menge<\/p>\n<p>juden und j\u00fcdinnen aus der ganzen bekannten welt<\/p>\n<p>sich bereit machen<\/p>\n<p>f\u00fcr peschach<\/p>\n<p>das heilige fest der freiheit<\/p>\n<p>erinnerung an die befreiung<\/p>\n<p>aus sklaverei und entw\u00fcrdigung<\/p>\n<p>da also<\/p>\n<p>da taumelt schleppt sich<\/p>\n<p>ein erb\u00e4rmlicher geschundener<\/p>\n<p>ein gepr\u00fcgelter blutender mensch<\/p>\n<p>umringt von johlenden horden<\/p>\n<p>getrieben von einer rohen soldateska<\/p>\n<p>beschwiegen von verzagten freunden<\/p>\n<p>nicht bemitleidet von selbstgerechten frommen<\/p>\n<p>schleppt sich so ein armer<\/p>\n<p>geschundener mensch<\/p>\n<p>durch die gassen jerusalems<\/p>\n<p>auf den blutenden schultern<\/p>\n<p>den querbalken eines kreuzes<\/p>\n<p>dr\u00fcckend rissig unmenschlich schwer<\/p>\n<p>vor allem aber absolut t\u00f6dlich<\/p>\n<p>und<\/p>\n<p>nicht im entferntesten \u00e4hnlich<\/p>\n<p>den silberkreuzen<\/p>\n<p>und k\u00fcnstlerischen kruzifixen<\/p>\n<p>einer frommen schmuck und devotionsindustrie<\/p>\n<p>zu diesem zeitpunkt<\/p>\n<p>die wenigsten wu\u00dften das damals ja<\/p>\n<p>lag hinter diesem menschen bereits<\/p>\n<p>ein langer weg der h\u00f6hen und tiefen<\/p>\n<p>freunde die ihn nicht verstanden<\/p>\n<p>gegner die ihm fallen stellten<\/p>\n<p>sensationshungrige die nur das mirakel suchten<\/p>\n<p>\u00e4ngstliche die sich jeder ver\u00e4nderung entgegenstemmten<\/p>\n<p>aber dann doch<\/p>\n<p>immer wieder auch<\/p>\n<p>die atemlose erfahrung der liebe gottes<\/p>\n<p>die ahnung einer neue freiheit<\/p>\n<p>die anbrach wie ein strahlender fr\u00fchlingsmorgen<\/p>\n<p>wunden die heilten<\/p>\n<p>brot das hunger stillte<\/p>\n<p>menschen die neuen lebensmut erfuhren<\/p>\n<p>augen und ohren die sich \u00f6ffneten<\/p>\n<p>tote und totgeglaubte<\/p>\n<p>die aufstanden<\/p>\n<p>auferstanden gar<\/p>\n<p>aufbruchstimmung<\/p>\n<p>der morgen einer neuen sch\u00f6pfung<\/p>\n<p>angebrochen mitten unter uns<\/p>\n<p>und das ganze<\/p>\n<p>einzig und allein<\/p>\n<p>aus dem ganz ganz tiefen<\/p>\n<p>abgrundtiefen vertrauen heraus<\/p>\n<p>da\u00df gott diese welt liebt<\/p>\n<p>gro\u00df und klein<\/p>\n<p>keiner ist zu schwach<\/p>\n<p>keiner zu unfromm<\/p>\n<p>keiner zu verzweifelt<\/p>\n<p>als da\u00df gott ihn nicht wahrnahm<\/p>\n<p>tief und innig liebte<\/p>\n<p>wie ein guter vater<\/p>\n<p>wie eine z\u00e4rtliche mutter<\/p>\n<p>ihre kinder<\/p>\n<p>der frische wind der freiheit<\/p>\n<p>durchwehte das land<\/p>\n<p>einer freiheit<\/p>\n<p>die aus dem vertrauen wuchs<\/p>\n<p>und gerade das<\/p>\n<p>war vielen suspekt<\/p>\n<p>die furcht vor der freiheit ist gro\u00df<\/p>\n<p>in den seelen der m\u00e4chtigen<\/p>\n<p>denn auch sie sind ja gefangene<\/p>\n<p>gefangene ihrer gier<\/p>\n<p>ihrer beharrung<\/p>\n<p>ihrer angst vor ver\u00e4nderung<\/p>\n<p>und so folgt<\/p>\n<p>folgerichtig<\/p>\n<p>der leidensweg des befreiers<\/p>\n<p>die einsamkeit im garten gethsemane<\/p>\n<p>die gefangennahme<\/p>\n<p>die flucht der angstgeplagten getreuen<\/p>\n<p>die rechtsbeugung durch einen r\u00fcckgratlosen richter<\/p>\n<p>verh\u00f6hnung folter durch verrohte subalterne<\/p>\n<p>und<\/p>\n<p>dann<\/p>\n<p>die letzten schleppenden schritte zum tod<\/p>\n<p>der befreier gefangen<\/p>\n<p>aber die angeblich freien<\/p>\n<p>allesamt<\/p>\n<p>miteinander<\/p>\n<p>handelnde und gaffende<\/p>\n<p>sind<\/p>\n<p>nicht weniger<\/p>\n<p>gefangen in ihren rollen<\/p>\n<p>unf\u00e4hig<\/p>\n<p>die einge\u00fcbten muster zu durchbrechen<\/p>\n<p>da<\/p>\n<p>kommt einer vom feld<\/p>\n<p>simon von kyrene<\/p>\n<p>ist m\u00fcde von der arbeit<\/p>\n<p>kommt gerade rechtzeitig<\/p>\n<p>wird dienstverpflichtet<\/p>\n<p>von rohen proleten zum kreuz geschubst<\/p>\n<p>nimm das<\/p>\n<p>los mach schon<\/p>\n<p>wird\u2019s bald<\/p>\n<p>und nimmt das kreuz auf<\/p>\n<p>simon wird gezwungen<\/p>\n<p>ein sehr symbolisches bild<\/p>\n<p>keiner kann abseits stehen<\/p>\n<p>angesichts des leidens<\/p>\n<p>es gibt da keine neutralit\u00e4t<\/p>\n<p>wir bel\u00fcgen uns<\/p>\n<p>wenn wir meinen<\/p>\n<p>wir h\u00e4tten ja nur<\/p>\n<p>dabeigestanden<\/p>\n<p>und auch<\/p>\n<p>wer befehlsnotstand geltend macht<\/p>\n<p>reicht doch die hand zur folter<\/p>\n<p>alle beteiligten beziehen<\/p>\n<p>auf diese weise<\/p>\n<p>position<\/p>\n<p>eine position der angst<\/p>\n<p>eine position<\/p>\n<p>die nicht mit gott rechnet<\/p>\n<p>eine position<\/p>\n<p>in der vertrauen nicht mehr vorkommt<\/p>\n<p>und in der nun<\/p>\n<p>folgerichtig<\/p>\n<p>die welt so sein mu\u00df<\/p>\n<p>als g\u00e4be es gott nicht<\/p>\n<p>mit wein und galle<\/p>\n<p>will man sich entlasten<\/p>\n<p>man ist ja kein unmensch<\/p>\n<p>ich hab mein m\u00f6glichstes getan<\/p>\n<p>um das schlimmste zu verhindern<\/p>\n<p>wein und galle<\/p>\n<p>man sagt<\/p>\n<p>da\u00df das die schmerzen lindert<\/p>\n<p>aber<\/p>\n<p>was soll man tun<\/p>\n<p>wenn der nicht mitspielt<\/p>\n<p>ist doch wahr<\/p>\n<p>wir haben unser bestes versucht<\/p>\n<p>ist er doch selber schuld<\/p>\n<p>hier ist sie wieder<\/p>\n<p>die stimme der unfreiheit<\/p>\n<p>die angst vor dem eigenen handeln<\/p>\n<p>ich habs ja gar nicht gewollt<\/p>\n<p>hab mein bestes getan<\/p>\n<p>und wenn ich nicht<\/p>\n<p>dann h\u00e4tte ein anderer<\/p>\n<p>die stimme der sklaverei<\/p>\n<p>ein vielstimmiger chor der angst<\/p>\n<p>wir laut<\/p>\n<p>die melodie der offiziellen<\/p>\n<p>inri<\/p>\n<p>k\u00f6nig der juden<\/p>\n<p>so eine vermessenheit<\/p>\n<p>hat selbst schuld der hochstapler<\/p>\n<p>der schrille diskant der sp\u00f6tter<\/p>\n<p>wenn du gottes sohn bist<\/p>\n<p>dann herunter mit dir<\/p>\n<p>siehst du<\/p>\n<p>das kannst du nicht<\/p>\n<p>du l\u00fcgner<\/p>\n<p>der schweigende ba\u00df der soldaten<\/p>\n<p>und der trommelwirbel der w\u00fcrfel<\/p>\n<p>feierabend<\/p>\n<p>das geht uns nichts mehr an<\/p>\n<p>wohlgemerkt<\/p>\n<p>das ganze findet statt<\/p>\n<p>am tage des beginnenden passah<\/p>\n<p>des festes der befreiung<\/p>\n<p>und auf der b\u00fchne<\/p>\n<p>bewegen sich nur gefangene<\/p>\n<p>doch da sind<\/p>\n<p>auch zwei r\u00e4uber<\/p>\n<p>so hei\u00dft es<\/p>\n<p>untergrundk\u00e4mpfer<\/p>\n<p>partisanen<\/p>\n<p>zwei die pech hatten<\/p>\n<p>und sich erwischen lie\u00dfen<\/p>\n<p>zwischen denen h\u00e4ngt jesus<\/p>\n<p>der heruntergekommene gott<\/p>\n<p>tiefer kann ein mensch nicht mehr sinken<\/p>\n<p>selbst die verspotten ihn<\/p>\n<p>nein<\/p>\n<p>tiefer kann ein mensch nicht mehr sinken<\/p>\n<p>lukas<\/p>\n<p>der evangelist<\/p>\n<p>erz\u00e4hlt<\/p>\n<p>einer der beiden<\/p>\n<p>habe nicht gespottet<\/p>\n<p>sondern<\/p>\n<p>stattdessen<\/p>\n<p>gebeten<\/p>\n<p>um eine gnade<\/p>\n<p>herr<\/p>\n<p>wenn du in dein reich kommst<\/p>\n<p>gedenke meiner<\/p>\n<p>gott ist so tief unten<\/p>\n<p>da\u00df der mensch in der gosse<\/p>\n<p>nicht mehr hochschauen mu\u00df zu ihm<\/p>\n<p>sondern ihn bitten kann<\/p>\n<p>um eine gnade<\/p>\n<p>und<\/p>\n<p>vielleicht gar<\/p>\n<p>sollte das sein<\/p>\n<p>ein gehenkter als vertrauender<\/p>\n<p>ein freier mensch unter lauter gebundenen<\/p>\n<p>sollte das wirklich so sein<\/p>\n<p>der anbruch der freiheit<\/p>\n<p>ausgerechnet auf golgotha<\/p>\n<p>dann der schrei<\/p>\n<p>elohi elohi<\/p>\n<p>l\u2019ma sabachtani<\/p>\n<p>mein gott<\/p>\n<p>mein gott<\/p>\n<p>warum hast du mich verlassen<\/p>\n<p>ja doch<\/p>\n<p>das vertrauen des gehenkten ist gro\u00df<\/p>\n<p>warum hast du mich verlassen<\/p>\n<p>das ist der 22 psalm<\/p>\n<p>so betet jeder fromme jude<\/p>\n<p>im augenblick des sterbens<\/p>\n<p>bis heute<\/p>\n<p>das ist<\/p>\n<p>im augenblick der scheinbaren gottesferne<\/p>\n<p>das wahnwitzige vertrauen<\/p>\n<p>da\u00df gott dennoch h\u00f6rt<\/p>\n<p>auf der intensivstation<\/p>\n<p>am offenen grab<\/p>\n<p>in der not der verzweiflung<\/p>\n<p>im scheitern der lebensplanung<\/p>\n<p>doch ja<\/p>\n<p>das wahnwitzige vertrauen<\/p>\n<p>da\u00df gott h\u00f6rt<\/p>\n<p>zumindest h\u00f6ren k\u00f6nnte<\/p>\n<p>das vertrauen<\/p>\n<p>das den unterschied macht<\/p>\n<p>zwischen freiheit und gefangenschaft<\/p>\n<p>der jude jossel rackower<\/p>\n<p>am 28 april 1943 schreibt er<\/p>\n<p>angesichts des todes im warschauer ghetto<\/p>\n<p>ich glaube an den gott israels<\/p>\n<p>auch wenn er alles dazu getan hat<\/p>\n<p>mich an ihn unglauben zu machen<\/p>\n<p>was f\u00fcr ein vertrauen in tiefster not<\/p>\n<p>was f\u00fcr eine freiheit<\/p>\n<p>verstehen wir<\/p>\n<p>endlich<\/p>\n<p>warum jesus leiden mu\u00dfte<\/p>\n<p>warum die ganze inszenierung<\/p>\n<p>notwendig war<\/p>\n<p>vergessen sie<\/p>\n<p>alles fromme geschw\u00e4tz<\/p>\n<p>alle formeln<\/p>\n<p>gott hat seinen sohn f\u00fcr uns sterben lassen<\/p>\n<p>vergessen sie das<\/p>\n<p>es versteht doch niemand<\/p>\n<p>denken sie stattdessen an den gefolterten<\/p>\n<p>denken sie an jossel rackower<\/p>\n<p>an das wahnwitzige vertrauen dieser menschen<\/p>\n<p>vertrauen aller erfahrung zum trotz<\/p>\n<p>nur als leidender<\/p>\n<p>und dennoch vertrauender<\/p>\n<p>konnte jesus zum zeichen werden<\/p>\n<p>f\u00fcr alle leidenden<\/p>\n<p>um vertrauen ringenden<\/p>\n<p>nicht mehr weiter wissenden<\/p>\n<p>so schreibt es<\/p>\n<p>in unseren tagen<\/p>\n<p>der dichter rudolf otto wiemer<\/p>\n<p>keines seiner worte glaubte ich ihm<\/p>\n<p>h\u00e4tte er nicht geschrien<\/p>\n<p>mein gott warum hast du mich verlassen<\/p>\n<p>das ist mein wort<\/p>\n<p>das wort des untersten menschen<\/p>\n<p>und<\/p>\n<p>weil er selber so weit unten war<\/p>\n<p>ein mensch<\/p>\n<p>der warum schreit<\/p>\n<p>und schreit verlassen<\/p>\n<p>darum will ich auch die anderen worte<\/p>\n<p>die von weiter oben<\/p>\n<p>vielleicht ihm glauben<\/p>\n<p>an dieser stelle<\/p>\n<p>so schreibt matth\u00e4us<\/p>\n<p>schreit jesus laut auf<\/p>\n<p>wirft sich seinem gott in die arme<\/p>\n<p>und stirbt<\/p>\n<p>es zerbersten die gr\u00e4ber<\/p>\n<p>es zerrei\u00dft der vorhang des tempels<\/p>\n<p>es weht alles dahin<\/p>\n<p>was gott und mensch je trennte<\/p>\n<p>so wird neues leben m\u00f6glich<\/p>\n<p>so brechen die ketten<\/p>\n<p>so ist der zugang zu gott wieder offen<\/p>\n<p>ein f\u00fcr alle mal<\/p>\n<p>niemals wird der mensch mehr zur\u00fcck gehen m\u00fcssen<\/p>\n<p>hinter das beispiel des vertrauens<\/p>\n<p>das jesus gab<\/p>\n<p>ein beispiel<\/p>\n<p>das wegweiser bleiben wird f\u00fcr ewig<\/p>\n<p>mutmacher<\/p>\n<p>freiheitsfanal<\/p>\n<p>so da\u00df selbst<\/p>\n<p>der hauptmann<\/p>\n<p>heide<\/p>\n<p>henker<\/p>\n<p>betroffen<\/p>\n<p>die botschaft der befreiung begreift<\/p>\n<p>wahrlich<\/p>\n<p>dieser<\/p>\n<p>ist gottes sohn gewesen<\/p>\n<p>was f\u00fcr eine szene<\/p>\n<p>was f\u00fcr eine botschaft<\/p>\n<p>ein mensch lebt und stirbt<\/p>\n<p>einzig mit dem ziel<\/p>\n<p>seine mitmenschen zu befreien<\/p>\n<p>aus der knechtschaft der angst<\/p>\n<p>durch das grenzenlose vertrauen<\/p>\n<p>in die umfassende liebe<\/p>\n<p>eines g\u00fctigen gottes<\/p>\n<p>er lebt und stirbt<\/p>\n<p>damit wir<\/p>\n<p>endlich<\/p>\n<p>begreifen<\/p>\n<p>wovon unser aller leben<\/p>\n<p>getragen wird:<\/p>\n<p>in der welt habt ihr angst<\/p>\n<p>aber seid getrost<\/p>\n<p>ich habe die welt \u00fcberwunden<\/p>\n<p>amen<\/p>\n<p><strong>schuldbekenntnis und absolution<\/strong><\/p>\n<p>o gott<\/p>\n<p>so viel trennt uns<\/p>\n<p>gedanken die wir gedacht<\/p>\n<p>worte die wir gesagt<\/p>\n<p>taten die wir getan<\/p>\n<p>oder<\/p>\n<p>vielleicht gerade<\/p>\n<p>nicht gedacht<\/p>\n<p>nicht gesagt<\/p>\n<p>nicht getan haben<\/p>\n<p>so viel trennt uns<\/p>\n<p>o gott<\/p>\n<p>von dir<\/p>\n<p>und unseren mitmenschen<\/p>\n<p>wir haben gelebt<\/p>\n<p>als g\u00e4be es dich nicht<\/p>\n<p>aus der tiefe unseres herzens<\/p>\n<p>gott<\/p>\n<p>aus der finsternis unserer seele<\/p>\n<p>bitten wir<\/p>\n<p>im namen jesu<\/p>\n<p>vater<\/p>\n<p>vergib<\/p>\n<p>amen<\/p>\n<p><strong>absolution<\/strong><\/p>\n<p>jesus sagt<\/p>\n<p>alles<\/p>\n<p>worum ihr nun<\/p>\n<p>den vater bitten werdet<\/p>\n<p>in meinem namen<\/p>\n<p>das wird er euch geben<\/p>\n<p>darum<\/p>\n<p>im namen und auftrag jesu christi<\/p>\n<p>sage ich<\/p>\n<p>einem jeden von euch<\/p>\n<p>der gott<\/p>\n<p>um vergebung bittet seiner schuld<\/p>\n<p>sei in frieden<\/p>\n<p>dir ist deine schuld vergeben<\/p>\n<ul>\n<li>amen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>friedensgru\u00df<\/strong><\/p>\n<p>jesus sagt<\/p>\n<p>frieden lasse ich euch<\/p>\n<p>meinen frieden gebe ich euch<\/p>\n<p>nicht gebe ich wie die welt gibt<\/p>\n<p>euer herz erschrecke nicht und f\u00fcrchte sich nicht<\/p>\n<p>gott hat uns seinen frieden geschenkt<\/p>\n<p>la\u00dft auch uns nun einander<\/p>\n<p>bevor wir miteinander zum tisch des herrn gehen<\/p>\n<p>ein zeichen des friedens und der vers\u00f6hnung geben<\/p>\n<p><strong>dank und f\u00fcrbitte<\/strong><\/p>\n<p>guter gott<\/p>\n<p>vater im himmel<\/p>\n<p>wir bringen dir<\/p>\n<p>unseren dank<\/p>\n<p>f\u00fcr die gemeinschaft an deinem tisch<\/p>\n<p>gemeinschaft<\/p>\n<p>\u00fcber alles trennende hinweg<\/p>\n<p>gemeinschaft<\/p>\n<p>in vers\u00f6hnter verschiedenheit<\/p>\n<p>und tiefer freundschaft<\/p>\n<p>als deine kinder<\/p>\n<p>als schwestern und br\u00fcder<\/p>\n<p>wir danken dir<\/p>\n<p>gott<\/p>\n<p>f\u00fcr die br\u00fccke<\/p>\n<p>die du uns baust<\/p>\n<p>die br\u00fccke zu dir<\/p>\n<p>die br\u00fccke zu uns selbst<\/p>\n<p>die br\u00fccke zueinander<\/p>\n<p>die br\u00fccke zu deiner ganzen sch\u00f6pfung<\/p>\n<p>hilf uns<\/p>\n<p>sie mutig zu gehen<\/p>\n<p>voller vertrauen<\/p>\n<p>in deine z\u00e4rtliche gegenwart<\/p>\n<p>hilf uns<\/p>\n<p>mutig einzutreten<\/p>\n<p>\u00fcberall da<\/p>\n<p>wo auch nur eines deiner kinder<\/p>\n<p>auch heute noch<\/p>\n<p>zum opfer gemacht wird<\/p>\n<p>damit genug sei<\/p>\n<p>ein f\u00fcr alle mal<\/p>\n<p>was geopfert wurde<\/p>\n<p>durch unseren bruder<\/p>\n<p>deinen sohn<\/p>\n<p>jesus christus<\/p>\n<p>in seinem namen wagen wir es<\/p>\n<p>und beten zu dir<\/p>\n<p>vater unser im himmel<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Matthias Petersen, Propst<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kirchenstra\u00dfe 37<\/strong><\/p>\n<p><strong>24211 Preetz<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"mailto:petersen.m@t-online.de\"><strong>petersen.m@t-online.de<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karfreitag | 13. April 2001 | Matth\u00e4us 27, 33-54 | Matthias Petersen | begr\u00fc\u00dfung so sehr hat gott die welt geliebt da\u00df er seinen eingeborenen sohn gab damit alle die an ihn glauben nicht verloren werden sondern das ewige leben haben jh 3,16 leitwort karfreitag das l\u00e4\u00dft sich nicht begreifen das l\u00e4\u00dft sich nur beschweigen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":7506,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[36,727,157,853,114,301,702,349,1600,3,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-22234","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-matthaeus","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-kapitel-27-chapter-27","category-karfreitag","category-kasus","category-matthias-petersen","category-nt","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22234","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22234"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22234\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22235,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22234\/revisions\/22235"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7506"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22234"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22234"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22234"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=22234"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=22234"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=22234"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=22234"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}