{"id":22240,"date":"2001-04-21T11:11:19","date_gmt":"2001-04-21T09:11:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=22240"},"modified":"2025-03-21T11:14:14","modified_gmt":"2025-03-21T10:14:14","slug":"johannes-201-11-18-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-201-11-18-3\/","title":{"rendered":"Johannes 20,1.11-18"},"content":{"rendered":"<h3>Ostersonntag | 15. April 2001 | Johannes 20,1.11-18 | Rolf Wischnath |<\/h3>\n<p>Biblischer Text:<\/p>\n<p>Am ersten Tag der Woche kommt Maria aus Magdala fr\u00fchmorgens, w\u00e4hrend es noch dunkel ist, zum Grab und sieht, dass der Stein vom Grab weggenommen ist. &#8230;&#8230;.. Maria aber stand draussen am Grab und weinte. W\u00e4hrend sie nun weinte, beugte sie sich vor in das Grab. Und sie sieht zwei Engel in weissen Gew\u00e4ndern dort sitzen, wo der Leib Jesu gelegen hatte, den einen beim Haupt, den anderen bei den F\u00fcssen. Und die sagen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie sagt zu ihnen: Sie haben meinen Herren weggenommen, und ich weiss nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Das sagte sie und wandte sich nach hinten, und sie sieht Jesus dastehen, sie wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus spricht zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Weil sie meint, es sei der G\u00e4rtner, sagt sie zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen hast, sag mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich will ihn holen. Jesus spricht zu ihr: Maria! Da wendet sie sich um und sagt auf hebr\u00e4isch zu ihm: Rabbuni!, das heisst Meister. Jesus spricht zu ihr: R\u00fchre mich nicht an! Denn noch bin ich nicht hinaufgegangen zum Vater. Geh aber zu meinen Br\u00fcdern und sage ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria aus Magdala geht und berichtet den J\u00fcngern: Ich habe den Herrn gesehen, und dass er dies zu ihr gesagt habe.<\/p>\n<p>(\u00dcbersetzung: Z\u00fcrcher Bibel \u2013 Fassung 1996)<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>I<\/p>\n<p>Auch diese Ostererz\u00e4hlung beginnt mit einem Friedhofsbesuch. Auch Maria aus Magdala geht zum Grab, in das man den gekreuzigten Jesus gelegt hatte. Ich vermute, sie tut etwas Naheliegendes: Sie will allein sein mit ihrer Trauer um einen Menschen, der ihr alles bedeutete und dessen Tod sie nicht annehmen kann. Jesus hatte aus ihr einen neuen Menschen gemacht. Er hatte ihr, so berichtet der Evangelist Lukas, sieben b\u00f6se Geister ausgetrieben. Das hei\u00dft: Jesus hatte sie von einer schweren seelischen Krankheit geheilt. Und sie war dann bei ihm geblieben, war ihm nachgefolgt. Durch ihn hatte sie neuen Lebensmut gewonnen und in ihm ein neues, das wahre Lebensziel gefunden.<\/p>\n<p>Nun jedoch war alles vorbei. Maria Magdalena hatte es selbst gesehen: Sie geh\u00f6rt zu den wenigen Augenzeugen des Kreuzestodes Jesu. Und nun geht sie zum Grab, wie wir zum Grab eines Menschen gehen, dessen Tod wir begleiten mussten und dessen Sarg wir in die Erde gesenkt haben. Wer einmal jemanden hergeben musste, mit dem er das Leben geteilt hat, kann Maria Magdalena nachf\u00fchlen, was sie empfindet. Leer steht sie am Grab: \u201eMaria stand draussen am Grab und weinte\u201c, hei\u00dft es. Die Erinnerung an Jesus hilft ihr nichts, so wie Erinnerungen nie wirklich helfen. Wir versprechen den Toten zwar, dass wir sie nicht vergessen wollen. Manche behaupten gar, die Toten lebten in der Erinnerung weiter. Aber das stimmt nicht. Erinnerungen sind vor allem schmerzhaft. Sie holen Menschen ins Ged\u00e4chtnis zur\u00fcck, aber eben nur ins Ged\u00e4chtnis; und das weckt den Schmerz dar\u00fcber, dass der Tote nicht mehr bei mir ist: ich nicht bei ihm und er nicht mehr bei mir, nie mehr.<\/p>\n<p>\u201eW\u00e4hrend sie nun weinte, beugte sie sich vor in das Grab.\u201c Sie \u201ebeugte sich\u201c: ins leere Felsengrab und schaut mit ihren verweinten Augen dorthin, wo der tote Jesus hingelegt worden war. Merkw\u00fcrdig: Dass das Grab leer ist, \u00e4ndert nichts an ihrer leeren Verfassung. Viele meinen, das leere Grab sei doch gerade der schlagende Beweis daf\u00fcr, dass Jesus auferstanden sei. Maria sieht das nicht so. Ihre Tr\u00e4nen werden vom leeren Grab nicht gestillt. Ihre Seele beginnt nicht aufzuleben.<\/p>\n<p>Also mit der Anerkenntnis einer Tatsache kommt es noch keineswegs zum Durchbruch oder auch nur zum Anfang des Glaubens. Das sehen wir am leeren Blick der Maria Magdalena in die Tat-Sache: ins leere Grab. Tat-Sachen erleichtern das Glauben nicht, nehmen es uns nicht ab. Bestenfalls k\u00f6nnen sie &#8211; wie die Tatsache des leeren Grabes &#8211; helfen, nicht am Nebens\u00e4chlichen zu h\u00e4ngen. Aber im Entscheidenden helfen sie nicht. Und hier hei\u00dft es sogar, Maria habe im Grab \u201ezwei Engel in weissen Gew\u00e4ndern sitzen\u201c gesehen: \u201edort, wo der Leib Jesu gelegen hatte, den einen beim Haupt, den anderen bei den F\u00fcssen\u201c. Hier haben wir eine Unterstreichung, dass das Grab wirklich leer war. Eine Engelerscheinung unterstreicht und beglaubigt die \u201eTatsache\u201c. Aber selbst wenn Engel Tatsachen beglaubigen, hilft es im Entscheidenden nicht. Maria bleibt so leer und traurig wie zuvor. Sie weint weiter. Und eher aus Verzweiflung wendet sie sich um, wendet sie sich ab vom leeren Grab \u2013 und von den Engeln.<\/p>\n<p>II<\/p>\n<p>Aber da sieht sie pl\u00f6tzlich \u201eJesus dastehen\u201c -, \u201esie wusste aber nicht, dass es Jesus war\u201c. Der Auferstandene steht vor ihr in seiner von Gott ganz und gar erneuerten leiblichen Gestalt, und Maria in ihrem Schmerz erkennt ihn nicht. Sie kann ihn aber auch nicht erkennen, weil er sich ihr nicht zu erkennen gibt. \u201eJesus spricht zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Weil sie meint, es sei der G\u00e4rtner, sagt sie zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen hast, sag mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich will ihn holen\u201c.<\/p>\n<p>So ist es, wenn wir auf uns selbst gestellt sind und bei uns selber bleiben, in unseren Gedanken, in unserer Trauer, im Schmerz, den wir uns nicht selten selber zuf\u00fcgen, mit dem Blick aufs Tats\u00e4chliche und ins Leere. Das ist unser Problem, das Lebensproblem, dass wir alles nur von uns erwarten, nur in den Grenzen unserer Tatsachen, unserer Vorstellungen und Leistungsm\u00f6glichkeiten \u00c4nderungen glauben erfahren zu k\u00f6nnen.\u00a0<em>Wir<\/em>\u00a0wollen diejenigen sein, die mit ihren Entw\u00fcrfen und Perspektiven recht behalten wollen, die den richtigen Weg finden und die vor allem Herren und Frauen ihrer Vorstellungen und ihrer Entscheidungen bleiben. So bleiben wir immer nur bei uns selbst.<\/p>\n<p>Lasst uns nun nicht zu schnell sagen, dass das bei Christen anders ist. Es ist vielmehr nur bezeichnend, dass bei vielen Christen &#8211; gerade bei denen, die sich selbst nicht selten \u201e<em>entschiedene<\/em>\u00a0Christen\u201c nennen &#8211; zwei Worte hoch im Kurs stehen: die Worte \u201e<em>Entscheidung<\/em>\u201c und \u201e<em>annehmen<\/em>\u201c. Subjekt dieser Worte ist immer der mehr oder weniger fromme Einzelne:\u00a0<em>Er<\/em>\u00a0muss sich \u201eentscheiden\u201c &#8211; f\u00fcr Jesus;\u00a0<em>er<\/em>\u00a0muss \u201ees\u201c \u201eannehmen\u201c: das Heil, die Seligkeit. \u201eEntscheide dich f\u00fcr Jesus!\u201c wird in Evangelisationen oft gerufen. \u201eNimm an, was Jesus dir anbietet!\u201c In einem evangelischen Gemeindehaus im Siegerland, wo ich mal Vikar war, hing ein Wandspruch, der dort mit seinen schwarzen Lettern den Versammlungsraum bestimmte:\u00a0<em>\u201eDie Entscheidung muss bei dir fallen: Entscheidung f\u00fcr Jesus. Sonst gehst du verloren.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wo so gerufen und gepredigt wird, gefordert und gedroht wird, da kommt in aller Regel eine problematische Vorstellungsweise zur Geltung:<\/p>\n<p>Unter der Hand wird in diesem Denken das, was Jesus Christus am Kreuz und in der Auferstehung f\u00fcr uns Menschen getan hat, zu einer Ware, zu einer \u201eHeilsware\u201c Sie wurde damals und dort \u201eproduziert\u201c auf dem H\u00fcgel Golgatha und im Grab des Joseph von Arimathia. Sie wurde und wird daraufhin durch die Jahrhunderte hindurch von der Kirche \u201eangeboten\u201c, so wie ja auch diese Predigt als eine Angebots-Predigt verstanden werden k\u00f6nnte. Ob der geneigte H\u00f6rer sie sich aneignet und mir bis zum Ende zuh\u00f6rt, bleibt seine Sache. Und schlie\u00dflich soll und muss ja auch das Heil vom Einzelnen in freier Entscheidung angenommen, \u201ekonsumiert\u201c werden. Es ist wie auf dem Markt: Entscheidend ist der Moment, wo die Ware aus der Hand des Verk\u00e4ufers in die Hand des K\u00e4ufers kommt. Auch wenn Kreuz und Auferstehung in einer solchen Angebots- und Entscheidungsverk\u00fcndigung gro\u00df gemacht werden, auch wenn das Heil Jesu Christi \u201eganz umsonst\u201c angeboten wird, so liegt doch der entscheidende Akt auf dem Tun des Menschen, auf dem Akt seines \u201eEntscheidens\u201c, seines \u201eAnnehmens\u201c und \u201eKonsumierens\u201c, \u2013 und alles bleibt zweifelhaft:<\/p>\n<p>Denn habe ich mich auch genug entschieden \u2013 f\u00fcr Jesus? Habe ich es wirklich angenommen, was er mir anbietet? Habe ich ausreichend davon bekommen? Und was ist, wenn meine Entscheidungskraft nachl\u00e4sst, ich meiner einmal getroffenen Entscheidung nicht mehr so gewiss bin wie einst? Ist dann das Heil noch bei mir oder habe ich es nicht l\u00e4ngst wieder verloren?<\/p>\n<p>So aber bleiben wir letztlich bei uns selbst. So irren wir umher \u2013, es gibt ja auch ein \u00fcberfrommes Umherirren. Und dann kommt es laufend zu Verwechselungen: etwa zu der, dass wir den Auferstandenen mit dem G\u00e4rtner verwechseln, also mit dem, der die Gr\u00e4ber pflegt und sie f\u00fcr das Auge sch\u00f6n macht. Der tr\u00e4nenverhangene Blick, der Blick ins Leere und auf mich selber vermag das Wunder und die Wahrheit nicht zu sehen. Er verwechselt es mit dem Banalen. Luther hat den so bei sich selbst bleibenden Menschen den in sich selbst verkr\u00fcmmten Menschen genannt [den \u201ehomo incurvatus in se ipsum\u201c].<\/p>\n<p>Dieser in sich selbst verkr\u00fcmmte Mensch kann von sich aus nicht gerade stehen. Er kann sich aus seinen Verbiegungen nicht selber befreien, so wie ein Toter sich nicht selber erwecken kann.<\/p>\n<p>III<\/p>\n<p>Aber wie kann es dann geschehen? In der Ostererz\u00e4hlung geschieht es f\u00fcr Maria Magdalena\u00a0<em>so<\/em>: \u201eJesus spricht zu ihr: Maria! Da wendet sie sich um&#8230;&#8230;\u201c (V. 16). Das ist das Entscheidende! Das ist die Wendung: Ein Wort \u2013\u00a0<em>sein<\/em>\u00a0Wort wendet die Situation,\u00a0<em>sein<\/em>\u00a0Wort wendet die Weinende um. Zweimal wird in dieser Ostergeschichte gesagt, dass Maria sich umwendet: Zuerst wendet sie sich tr\u00e4nenden Blickes von sich aus um \u201eund sie sieht Jesus dastehen, sie wusste aber nicht, dass es Jesus war.\u201c Und dann das zweite Mal: \u201eJesus spricht zu ihr: Maria! Da wendet sie sich um &#8230;..\u201c.<\/p>\n<p>Wieso wendet sie sich noch einmal um, wo sie doch schon \u00e4u\u00dferlich zu ihm hingewendet war? Wendet sie sich nun wieder ab von ihm? Nein, das erste Umwenden ist ihre eigene Tat. In dieser Tat bleibt sie noch bei sich selbst. Sie kann auch gar nicht anders, als in dieser Umwendung bei sich selbst zu bleiben. Denn erst die Umwendung, die Jesus durch das Aussprechen des Namens verursacht, bringt sie zur Erkenntnis, zum Glauben an ihn als den Auferstandenen.<\/p>\n<p>Denn kein Geringerer als er selber, der vom Tod erstandene, der lebendige Jesus muss das entscheidende Wort aussprechen:\u00a0<em>den Namen<\/em>, unseren Namen. Und das ist die Osterbotschaft: er spricht ihn aus! \u201eUnd da spricht Jesus zu ihr: Maria!\u201c<\/p>\n<p>\u201eMaria\u201c \u2013 das ist ein Name, der zun\u00e4chst f\u00fcr diese weinende Frau steht, f\u00fcr Maria aus Magdala; dann und daraufhin aber, so glaube ich, steht ihr Name f\u00fcr einen jeden weinenden Menschen. \u201eMaria\u201c \u2013 das ist in dieser Ostergeschichte der Name einer jeden und eines jeden von uns, der Name jedes in sich selbst verkr\u00fcmmten Menschen: auch dein Name, auch meiner. Ausgesprochen von dem, der den Tod hinter sich gelassen hat, der lebt und der hinfort nicht stirbt. Hier geschieht, was der Prophet Jesaja als Gottes Wort an Israel bezeugt: \u201eF\u00fcrchte dich nicht. Ich habe dich erl\u00f6st. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein!\u201c(1)<\/p>\n<p>Vielleicht ist das f\u00fcr uns das Schwerste: zu begreifen, dass wir von uns aus nichts dazutun, wenn Jesus unseren Namen nennt. Hier leisten wir gar nichts. Hier entscheiden wir nichts. Hier nehmen wir auch nichts an. Wie schwer f\u00e4llt uns das. Wie schwer f\u00e4llt es uns schon im t\u00e4glichen Leben, uns etwas umsonst, wirklich\u00a0<em>gratis<\/em>\u00a0zukommen zu lassen. Und sei es nur ein Wort. Wie schnell verschlie\u00dfen wir uns, wenn jemand etwas Gutes mit uns will und keine weitere Absicht damit verbindet. Wie verlegen kann ich reagieren, wenn mich einer bewusst mit meinem Namen anspricht und mir sagt: \u201eIch kann dich leiden, ich ertrage dich, ich mag dich, so wie du bist; gar: ich liebe dich!\u201c. Sich ja nichts schenken lassen. Das gilt als Lebensweisheit. Was einem geschenkt wird, kann nichts taugen. \u201eWas nix kost\u2018, is\u2018 nix\u201c, sagt der Volksmund.<\/p>\n<p>Und diese altkluge Weisheit haben wir verinnerlicht auch im Blick auf den Glauben. Selbst wenn es hei\u00dft: \u201e &#8230;.. umsonst! Du bekommst es geschenkt!\u201c, folgt die Einschr\u00e4nkung. \u201eJa, du bekommst es geschenkt\u201c, hei\u00dft es dann: \u201e<em>aber\u201c<\/em>\u00a0\u2013 und wie immer in solchen S\u00e4tzen tr\u00e4gt das \u201eAber\u201c den ganzen Ton \u2013 \u201e<em>aber<\/em>\u00a0du musst es richtig annehmen;\u00a0<em>aber<\/em>\u00a0es muss ausgepackt werden. Wenn du es nicht annimmst und auspackst, dann ist alles vergeblich.\u201c Wieder ist aus dem Heil eine Ware und aus dem Gl\u00e4ubigen der \u201ereligi\u00f6se Konsument\u201c geworden. In der Ostergeschichte ist es anders \u2013 wirklich anders:<\/p>\n<p>\u201eJesus spricht zu ihr: Maria! Da wendet sie sich um &#8230;.\u201c. Und in dieser Umwendung kommt Maria zum Glauben: als sie das h\u00f6rt \u2013, einfach so kommt es bei ihr zum Glauben. Zum Glauben kommt es, wenn\u00a0<em>ich<\/em>\u00a0das h\u00f6re, einfach so: indem ich das, was ich gar nicht verhindern kann, an mir geschehen lasse. Der Glaube ist das Selbstverst\u00e4ndliche:<\/p>\n<p>Da ruft einer meinen Namen und ich wende mich ihm zu. Wieso ist das selbstverst\u00e4ndlich? Haben Sie das schon einmal probiert: Da ruft einer meinen Namen, auf einem Spaziergang zum Beispiel &#8211; in einem Park oder auf einer Landstra\u00dfe \u2013, und ich wende mich ihm\u00a0<em>nicht<\/em>\u00a0zu, ich drehe den Kopf\u00a0<em>nicht<\/em>\u00a0nach dem, der mich ruft? Haben Sie schon einmal probiert, ob das geht? Das geht gar nicht! Wenn mich einer \u00fcberraschend bei meinem Namen ruft, dann wende ich mich um -, selbstverst\u00e4ndlich wende ich mich um. Ich kann doch gar nicht anders. So einfach und so selbstverst\u00e4ndlich ist das:<\/p>\n<p><em>Er<\/em>\u00a0ruft, der auferstandene Jesus Christus ruft, und ich wende mich um. Und diese Wendung ist der Glaube. Denn in ihr nehme ich das Ereignis des Heils wahr, indem ich\u00a0<em>ihn<\/em>\u00a0wahrnehme \u2013 den Auferstandenen. Und das ist das Entscheidende: Er ist auferstanden, bevor ich mich zum ihm hinwende. Nicht meine Umwendung ist Ostern, sondern Ostern ruft meine Umwendung hervor: Der Namensruf des zuvor auferstandenen Jesus hat bei Maria Magdalena solche Wahrnehmung hervorgerufen. So schafft der Auferstandene selbst unseren Glauben an ihn \u2013 an ihn\u00a0<em>h\u00f6chst selbst<\/em>. Und nun ver\u00e4ndert\u00a0<em>sein<\/em>\u00a0Ruf meine Wahrnehmung. Das hei\u00dft: wer von Jesus, dem Auferstandenen, angerufen wird, wird von einem in sich selbst verkr\u00fcmmten zu einem aufrechten, auf den Auferstandenen ausgerichteten Menschen; und das hei\u00dft allemal: aus einem trauernden wird ein fr\u00f6hlicher Mensch. \u201eMaria!\u201c \u2013 ihr Name, ein einziges Wort, das sie im Tiefsten anr\u00fchrt und trifft, verbindet sie neu mit dem Verlorenen. Und sie erkennt ihn als den Auferstandenen. So entsteht der Glaube. So ist das mit dem Osterglauben. So werde ich meines Heils gewiss. Es ist keine Ware, f\u00fcr die ich mich entscheiden und die ich annehmen k\u00f6nnte: Es ist der Auferstandene selber. Er\u00a0<em>h\u00f6chst selbst<\/em>. Und der Glaube ist die Beziehung zu ihm, die erm\u00f6glicht und er\u00f6ffnet wird durch seine Beziehung zu mir. Und so wie es sich schon unsere menschlichen Beziehungen verbitten, versachlicht, verdinglicht, mit einer Ware verwechselt zu werden, so auch und erst recht diese Beziehung. Sie lebt, weil der Auferstandene lebt.<\/p>\n<p>IV<\/p>\n<p>Und er hat nicht aufgeh\u00f6rt zu rufen. In der n\u00e4chsten Geschichte, die Johannes von Ostern erz\u00e4hlt, begegnet der lebendige Jesus seinen ver\u00e4ngstigten J\u00fcngern. Sie werden von ihm beauftragt: \u201eWie der Vater mich gesandt hat, so sende ich euch\u201c. Und \u201eWer euch h\u00f6rt, der h\u00f6rt mich\u201c, hei\u00dft es aus seinem Mund(2). Und so sind es nach seinem ausdr\u00fccklichen Willen Menschen, die uns seinen Ruf h\u00f6ren lassen. Es sind Menschen, die bezogen auf das Auferstehungszeugnis der Apostel die Osterbotschaft ausrichten. Da ist die h\u00f6chste Ehre der Osterverk\u00fcndigung der Kirche: dass sie gew\u00fcrdigt ist, in ihrem Wort das Wort des Auferstandenen selber zu Wort zu bringen. Er, der Auferstandene, ist in diesem Wort; er kann rufen und sich finden lassen im Wort des Freundes, des Fremden, des Nahen, des Fernen: irgendeines Gliedes in der gro\u00dfen Familie der Gerufenen: Jesus selbst.<\/p>\n<p>Wo er ruft, uns anredet, da merken wir: Mit uns passiert etwas, die \u201eWendung\u201c \u2013 es ist die Kraft der Auferstehung an uns selber, wir entdecken uns als selber Auferstandene \u2013 ungekr\u00fcmmt, gerade, mit neuen Vorstellungen, aufrecht gehend, mit neuem Lebensmut, mit neuer Hoffnung. Wir merken, dass uns die Augen ge\u00f6ffnet sind f\u00fcr die neue Welt, die mit der Auferweckung des Gekreuzigten angebrochen ist: \u201edas Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!\u201c (2. Kor. 5, 17). \u201eDa wendet sie sich um &#8230;..\u201c So kommt es zu Wende \u2013 eine andere \u201eWende\u201c \u2013 eine sehr andere \u201eWende\u201c als die, die uns ansonsten zu blenden versucht. Ihr zu folgen, hie\u00dfe \u201eRealismus\u201c, ein anderer Realismus als der, der uns ansonsten mit seinen angeblichen Sachzw\u00e4ngen in den F\u00e4ngen des Todes zu halten versucht.<\/p>\n<p>Machen wir die alten Fehler nur nicht von neuem: es nicht wahr sein zu lassen und uns so zur\u00fcckzuwenden. Machen wir aber auch nicht den anderen Fehler, der wom\u00f6glich n\u00e4her liegt: die neue Wirklichkeit des Auferstandenen in unsere Verf\u00fcgung bringen zu wollen, seiner habhaft werden, ihn dingfest machen, indem wir uns seiner bem\u00e4chtigen. Seine Gegenwart ist ein Geschenk. Die Kirche hat es nicht in ihrer selbstherrlichen Verf\u00fcgung. Und der Glaube an ihn ist auch Geschenk. Als \u00e4u\u00dferes Zeichen mag das leere Grab gen\u00fcgen. Aber dieses Zeichen macht uns den Auferstandenen nicht zum verf\u00fcgbaren Besitz. Maria wollte den Auferstandenen ber\u00fchren, sich seiner vergewissern, ihn festhalten. \u201eSpricht Jesus zu ihr: R\u00fchre mich nicht an!\u201c. Anders als in der Wendung des Glaubens haben wir ihn nicht: \u201eSelig sind, die nicht sehen und doch glauben\u201c, hei\u00dft es bald darauf gegen\u00fcber Thomas, dem ungl\u00e4ubigen. Im Glauben allerdings, der wei\u00df, dass er sich allein der Gegenwart und dem Namensruf des Auferstandenen verdankt und von dieser Gegenwart lebt, d\u00fcrfen wir uns daran freuen: Er selbst, der Lebendige, zieht sein Geschenk nicht zur\u00fcck, er erneuert es vielmehr immer wieder. Und in dieser Erneuerung k\u00f6nnen wir leben: aufgerichtet und zuversichtlich \u2013 fr\u00f6hlich und einander zugewandt.<\/p>\n<p>V<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, die Wahrheit des Ostermorgens, Gottes Wirklichkeit und Sieg \u00fcber den Tod, die sich in der Auferweckung des Gekreuzigten durchgesetzt haben, sind in unserer Welt des Todes immer noch eine geheimnisvolle Wirklichkeit und ein angefochtener Sieg. Und auch das Wort der Kirche, die Osterbotschaft, erklingt oft matt und angefochten. Aber einmal wird sich dieser Sieg als die wahre, alles bestimmende Wirklichkeit ganz und gar durchsetzen \u2013 in der Auferweckung aller Toten, in der R\u00e4umung aller Gr\u00e4ber, in der Befreiung aller vom Tod Bezwungenen. Dann wenn der Auferstandene selbst wiederkommt und sein letztes Wort spricht.<\/p>\n<p>Bis dahin aber lasst uns dem vertrauen und glauben, der uns dieses Geheimnis erschlie\u00dft und uns teilhaben l\u00e4sst schon jetzt am Trost und an der Wahrheit seiner Auferstehung:<\/p>\n<p>H\u00f6rst Du es? Jetzt in dieser Ostererz\u00e4hlung, die f\u00fcr dich erz\u00e4hlt und verk\u00fcndigt wird? H\u00f6rst Du es? Er ruft den Namen. \u201eMaria!\u201c Der auferstandene Herr ruft ihren Namen \u2013 und darin auch deinen Namen. Er ruft und verspricht: \u201eIch bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben. Und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nie mehr sterben\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDa wendet sich Maria um und sagt auf hebr\u00e4isch zu ihm: Rabbuni!, das heisst Meister\u201c &#8211; mein Meister!\u201c<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Nachwort:<\/strong><\/p>\n<p>Aus zeitlichen Gr\u00fcnden thematisiere ich in dieser Predigt nicht \u201edas leere Grab\u201c. So kann m\u00f6glicherweise der Eindruck entstehen, ich stimmte den Theologen zu, die \u201edas leere Grab\u201c im Blick auf den Osterglauben f\u00fcr irrelevant erkl\u00e4ren \u2013 etwa dem Betheler Neutestamentler Andreas Lindemann, der im Gespr\u00e4ch mit dem Nachrichtenmagazin \u201eDer Spiegel\u201c (13. 12. 1999) \u201edie \u00dcberlieferung vom leeren Grab und seinem Auffinden durch Frauen und J\u00fcnger\u201c wie selbstverst\u00e4ndlich als\u00a0<em>\u201eLegende\u201c<\/em>\u00a0kennzeichnet und auf die Frage\u00a0<em>\u201eWar das Grab denn leer?\u201c<\/em>\u00a0antwortet:\u00a0<em>\u201eDas wei\u00df ich nicht. Aber selbst wenn das Grab und Reste des Leichnams Jesu gefunden w\u00fcrden, w\u00fcrde dies meinen Glauben an die Auferweckung Jesu durch Gott nicht ber\u00fchren.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ich sehe das dezidiert anders und w\u00fcrde, wenn die zeitliche M\u00f6glichkeit besteht, in der hier vorgelegten Predigt nach dem Abschnitt I den folgenden zus\u00e4tzlichen Abschnitt predigen:<\/p>\n<p><strong>Ia<\/strong><\/p>\n<p>Aus diesem Befund ziehen manche den Schluss, dann sei es ja egal, ob das Ostergrab leer oder voll gewesen sei. Was mit dem Leichnam Jesu geschehen sei, sei v\u00f6llig unerheblich im Blick auf den Osterglauben. Das sagen derzeit nicht wenige Theologen. Ich m\u00f6chte dem nachdr\u00fccklich widersprechen:<\/p>\n<p>Man muss im Blick auf das leere Grab einen besonderen Zusammenhang verstehen, wenn wir das neutestamentliche Osterzeugnis ernst nehmen wollen: Alle Osterzeugen bezeugen mehr oder weniger stark, dass das Felsengrab, in das man Jesus gelegt hatte, am Ostermorgen leer war. Auch der skeptische Historiker kommt bei objektiver Betrachtung der alten Texte und \u00dcberlieferungen zu dem Schluss: Mit gr\u00f6\u00dfter Wahrscheinlichkeit war das Grab leer. Aber diese historische Vermutung \u2013 Historiker k\u00f6nnen angesichts eines so gro\u00dfen zeitlichen Abstandes im Blick auf die Quellen \u2013 immer nur Vermutungen aufstellen &#8211; beweist nicht die Auferstehung Jesu. Denn sie sagt ja nichts aus \u00fcber den Grund des leerger\u00e4umten Grabes. Und \u2013 wie Johannes sagt \u2013 hat schon Maria Magdalena das n\u00fcchtern gesehen: ihr Schmerz ist durch das leere Grab nicht gewendet worden. F\u00fcr sie war das kein Signal f\u00fcr die Erkenntnis: \u201eDann muss er ja auferstanden sein\u201c. Vielmehr vermutet sie, was auch ein Historiker vermuten muss: Der Leichnam Jesu ist aus dem Grab fortgebracht worden. Und wie Maria zu den Engeln im Grab muss der Historiker zu uns sagen: \u201eIch wei\u00df nicht, wo sie ihn hingelegt haben.\u201c<\/p>\n<p>Aber warum ist es dann f\u00fcr den Osterglauben nicht egal, ob das Grab damals voll oder leer gewesen ist. Warum ist es schlechterdings notwendig und wichtig, dass das Grab leer war, auch wenn dies noch nichts beweist?<\/p>\n<p>Um diese Frage zu beantworten, muss man sich eine \u00dcberzeugung vor Augen f\u00fchren, die damals f\u00fcr Menschen, die an den Gott Israels glaubten, geradezu selbstverst\u00e4ndlich war:<\/p>\n<p>Die Zuversicht auf die Auferweckung der Toten durch den ewigen Gott am Ende der Zeit geh\u00f6rte zur Zeit Jesu zum Grundbestand des j\u00fcdischen Glaubens. Dabei ging es immer darum, dass der Gott Israels sich einmal als der Sieger \u00fcber den Tod erweise und seine Gerechtigkeit und Kraft am Ende sich auch sichtbar und h\u00f6rbar, greifbar und leiblich durchsetze. \u201eAuferstehung der Toten\u201c &#8211; das ist \u2013 durchaus im politischen Sinne &#8211; der im Namen und der Kraft Gottes erfolgende Aufstand der Get\u00f6teten gegen die Sieger der Geschichte, die \u00fcber Leichen gegangen sind. Die damalige Auferstehungshoffnung bestritt, dass den M\u00f6rdern und Gewaltt\u00e4tern die Zukunft geh\u00f6rt; es ging darum, dass vielmehr Gott der Sch\u00f6pfer zum Recht kommt und sich vor aller Augen durchsetzt. Die Gl\u00e4ubigen von damals h\u00e4tten sich nie damit abgefunden, wenn einer zu Tode gemartert und zerschlagen, gesch\u00e4ndet und verblutet ins Grab gelegt worden w\u00e4re und man nur von einem seelischen Weiterleben, einer geistigen Fortexistenz dieses Menschen jenseits aller Leiblichkeit und jenseits dieser schrecklichen Grabes- und Todeswirklichkeit gesprochen h\u00e4tte, wie das etwa in der griechischen Philosophie gang und g\u00e4be war. Nein, die gl\u00fchende Hoffnung auf eine Erneuerung der Leiblichkeit und das Vertrauen in den Gott, der den Menschen mit Leib und Seele geschaffen hatte und mit Leib und Seele in einer v\u00f6llig erneuerten Leiblichkeit retten und auferwecken w\u00fcrde &#8211; das machte den Auferstehungsglauben aus, der in Israel, im Volk Jesu gel\u00e4ufig war &#8211; damals, als er wie ein Verbrecher verurteilt und ans Kreuz geschlagen wurde.<\/p>\n<p>Auf dem Hintergrund dieses Auferstehungsglaubens w\u00e4re es drei Tage nach der Kreuzigung und in den Wochen danach in Jerusalem unm\u00f6glich gewesen, die Behauptung aufzustellen: \u201eDer gekreuzigte Jesus ist auferstanden!\u201c, wenn nicht zugleich auch das Grab des Gekreuzigten leer gewesen w\u00e4re. Die Behauptung einer Auferstehung von den Toten im Angesicht eines \u201evollen Grabes\u201c w\u00e4re f\u00fcr jeden aus dem Volk Israel der reine Unsinn, ja eine Tollheit gewesen. Das ist jenseits aller historischen Wahrscheinlichkeit der st\u00e4rksten Grund f\u00fcr die Annahme und die Beglaubigung des neutestamentlichen Osterzeugnisses, das eben notwendig einschlie\u00dft als Voraussetzung seines Verstehens und seiner G\u00fcltigkeit, dass das Grab des Gekreuzigten leer war.<\/p>\n<p>Aber mit dieser Anerkenntnis haben wir noch keineswegs den Durchbruch zum Glauben an den Auferstandenen. Die Tatsachen, die wir mit unseren Augen sehen und mit unserem Verstand wahrnehmen k\u00f6nnen, helfen nicht. Das sehen wir am leeren Blick der Maria Magdalena in die Tat-Sache: ins leere Grab. Tat-Sachen erleichtern das Glauben nicht, nehmen es uns nicht ab. Bestenfalls k\u00f6nnen sie helfen, nicht am Nebens\u00e4chlichen zu h\u00e4ngen. Aber im Entscheidenden helfen sie nicht: Maria bleibt so leer und traurig wie zuvor. Sie weint. (Fortsetzung: Abschnitt II)<\/p>\n<p>(1) Jesaja 43, 1<\/p>\n<p>(2) Lukas 10, 16<\/p>\n<p><strong>Autor:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Generalsuperintendent Dr. Rolf Wischnath<\/strong><\/p>\n<p><strong>Seminarstra\u00dfe 38<\/strong><\/p>\n<p><strong>03044 Cottbus<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"mailto:generalsuperintendent.cottbus@t-online.de\"><strong>generalsuperintendent.cottbus@t-online.de<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ostersonntag | 15. April 2001 | Johannes 20,1.11-18 | Rolf Wischnath | Biblischer Text: Am ersten Tag der Woche kommt Maria aus Magdala fr\u00fchmorgens, w\u00e4hrend es noch dunkel ist, zum Grab und sieht, dass der Stein vom Grab weggenommen ist. &#8230;&#8230;.. Maria aber stand draussen am Grab und weinte. 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