{"id":22285,"date":"2001-04-21T12:31:56","date_gmt":"2001-04-21T10:31:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=22285"},"modified":"2025-03-21T12:34:16","modified_gmt":"2025-03-21T11:34:16","slug":"psalm-3189-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/psalm-3189-2\/","title":{"rendered":"Psalm 31,8+9"},"content":{"rendered":"<h3>Konfirmationspredigt | April 2001 | Psalm 31,8+9 | Wolfdietrich Rasp |<\/h3>\n<p>Liebe Geschwister in Christus!<\/p>\n<p><em><strong>Du stellst meine F\u00fc\u00dfe auf weiten Raum<\/strong><\/em>\u00a0\u2013 dieses Wort, dieser Satz hat euch Konfis in den letzten Wochen unseres gemeinsamen Weges begleitet. Wir haben uns in Stuttgart dar\u00fcber Gedanken gemacht, in den zwei Jahren unserer gemeinsamen Zeit sind F\u00fc\u00dfe immer wieder aufgetaucht \u2013 nicht immer ist es dabei so fr\u00f6hlich zugegangen wie bei der Abschlussfahrt.<\/p>\n<p><em><strong>Du stellst meine F\u00fc\u00dfe auf weiten Raum<\/strong><\/em>\u00a0\u2013 unser Wort hat ein Vorwort, es steht nicht allein in der Bibel. Es ist dem Psalm 31 entnommen und dort hat es ein Umfeld, die Verse 8 &amp; 9 werde ich lesen:<\/p>\n<p><strong>Psalm 31, 8 &amp; 9<\/strong><\/p>\n<p>Hinter dem Menschen, der diesen Psalm im Psalm betet liegen schwere Zeiten. Er spricht von Elend und Not, von seelischen Krisen und Verunsicherung, er spricht von Feinden, die ihn bedroht haben. Wir, liebe Gemeinde, wissen nicht um die konkrete Lebenslage damals. Dennoch k\u00f6nnen wir auch heute diese alten Worte nachbeten. Ich kann sie im Nachbeten zu meinen eigenen Worten machen. Damit stelle ich mich auf weiten Raum. Ich gewinne die M\u00f6glichkeit, in der R\u00fcckschau den Krisen in meinem Leben, der Trauer und den Schmerzen einen Namen zu geben. Meine eigene Geschichte, meine Verletzungen, meine Bedrohungen und Narben bekommen bei Gott Worte, einen Namen. All die belastenden Dinge werden so mit hinein genommen in die lange Liebesgeschichte Gottes mit seinen Menschen, mit mir.<\/p>\n<p><em><strong>Du stellst meine F\u00fc\u00dfe auf weiten Raum<\/strong><\/em>\u00a0\u2013 der betende Mensch bleibt nicht in der R\u00fcckschau stehen, er sieht nicht nur zur\u00fcck auf die Wege durch die Dunkelheit, die nun hinter ihm, hinter ihr liegen. Jetzt kann er jubeln, jetzt kann sie sich freuen, kann Gottes Liebe und G\u00fcte, seine Huld preisen und sie daf\u00fcr loben, dass ihre F\u00fc\u00dfe jetzt auf weiten Raum gestellt sind. Sie kann die leichte Luft genie\u00dfen, das Blau des Himmels und die Farben, die in der Sonne leuchten, die W\u00e4rme der Sonnenstrahlen. Vor ihr: Weite und offenes Land, fester Grund, um gut zu gehen, weiter zu gehen in die Zukunft, hinein in das Leben. Die Schatten der Vergangenheit bleiben, sie pr\u00e4gen aber nicht mehr die Wege in der Gegenwart und in der Zukunft.<\/p>\n<p><em><strong>Du stellst meine F\u00fc\u00dfe auf weiten Raum<\/strong>\u00a0\u2013<\/em>\u00a0das k\u00f6nnt Ihr Jugendlichen f\u00fcr Euch nachsprechen. Eure F\u00fc\u00dfe stehen auf weitem Raum, als Jugendliche in unserer Gesellschaft, als Erwachsene in unserer Kirche k\u00f6nnt Ihr Schritte tun, R\u00e4ume und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Euch entdecken und dann annehmen und gestalten. Dabei werdet ihr sicher an Grenzen sto\u00dfen, merken, dass manche R\u00e4ume anders aussehen als sie sind. Gottes Segen, den ich Euch gleich zusprechen darf, wird Euch begleiten. Er ist das Versprechen Gottes, das sie Dich immer nie im Stich lassen wird, im Elend, in der Not und im Angesicht von Feinden nicht \u2013 selbst wenn es mit unseren Augen betrachtet so scheinen mag.<\/p>\n<p><em><strong>Du stellst meine F\u00fc\u00dfe auf weiten Raum<\/strong>\u00a0\u2013<\/em>\u00a0wir sind gestellt, nicht hingelegt oder hingeworfen. Wir stehen auf unseren F\u00fc\u00dfen in der Welt \u2013 und auch vor Gott im Gebet. F\u00fc\u00dfe sind unser Kontakt zur Erde, zum Boden und in den F\u00fc\u00dfen hat unser ganzer K\u00f6rper, unsere Seele, unser Geist Kontakt zum Boden, zur Erde von der wir genommen sind, zu der wir werden. Ich w\u00fcnsche euch Jugendlichen, dass Ihr Eure F\u00fc\u00dfe entdeckt und nicht blo\u00df versteckt. Und ich w\u00fcnsche Euch, dass Ihr Eure F\u00fc\u00dfe nicht zum treten, marschieren oder verletzen benutzt, sondern mit ihnen geht, tanzt, jubelt, streichelt, z\u00e4rtlich seit zu Euren N\u00e4chsten und zur Sch\u00f6pfung Gottes.<\/p>\n<p><em><strong>Du stellst meine F\u00fc\u00dfe auf weiten Raum<\/strong>\u00a0\u2013<\/em>\u00a0dieses Wort, diese Gewissheit gilt auch uns Eltern, Euch und Ihnen, den Gro\u00dfeltern, Patinnen und Paten, den Verwandten, Freundinnen und Freunden unserer Jugendlichen, gilt Euch, liebe Gemeinde. Auch Eure F\u00fc\u00dfe sind in diesen weiten Raum des Lebens hineingestellt, selbst wenn Ihr mehr Schritte und Wege hinter euch habt als unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden, selbst wenn die dunklen Schatten der Not und Trauer bis in diesen Tag heute hineinreichen. Eure F\u00fc\u00dfe sind auf den weiten Raum des Lebens gestellt, sie k\u00f6nnen Schritte gehen, die Euch weiter bringen, gehalten und getragen von Gottes Liebe und G\u00fcte, umgeben von seiner Huld. Daf\u00fcr k\u00f6nnen wir Gott loben und preisen, Halleluja.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Wolfdietrich Rasp<\/p>\n<p><a href=\"mailto:ProtPfarramtBreitenbach@t-online.de\"><strong>E-Mail: ProtPfarramtBreitenbach@t-online.de<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konfirmationspredigt | April 2001 | Psalm 31,8+9 | Wolfdietrich Rasp | Liebe Geschwister in Christus! Du stellst meine F\u00fc\u00dfe auf weiten Raum\u00a0\u2013 dieses Wort, dieser Satz hat euch Konfis in den letzten Wochen unseres gemeinsamen Weges begleitet. 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