{"id":22316,"date":"2001-07-21T15:42:36","date_gmt":"2001-07-21T13:42:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=22316"},"modified":"2025-03-21T15:44:59","modified_gmt":"2025-03-21T14:44:59","slug":"lukas-910-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-910-17\/","title":{"rendered":"Lukas 9,10-17"},"content":{"rendered":"<h3>7. Sonntag nach Trinitatis | 29. Juli 2001 | Lukas 9,10-17 | Wilfried Theilemann |<\/h3>\n<p>Lukas 9, 10 &#8211; 17:<\/p>\n<p>Und die Apostel kamen zur\u00fcck und erz\u00e4hlten Jesus, wie gro\u00dfe Dinge sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich, und er zog sich mit ihnen allein in die Stadt zur\u00fcck, die hei\u00dft Betsaida. Als die Menge das merkte, zog sie ihm nach. Und er lie\u00df sie zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften. Aber der Tag fing an, sich zu neigen. Da traten die Zw\u00f6lf zu ihm und sprachen: La\u00df das Volk gehen, damit sie hingehen in die D\u00f6rfer und H\u00f6fe ringsum und Herberge und Essen finden; denn wir sind hier in der W\u00fcste. Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen. Sie sprachen: Wir haben nicht mehr als f\u00fcnf Brote und zwei Fische, es sei denn, da\u00df wir hingehen sollen und f\u00fcr alle diese Leute Essen kaufen. Denn es waren etwa f\u00fcnftausend Mann. Er sprach aber zu seinen J\u00fcngern: La\u00dft sie sich setzen in Gruppen zu je f\u00fcnfzig. Und sie taten das und lie\u00dfen alle sich setzen. Da nahm er die f\u00fcnf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel und dankte, brach sie und gab sie den J\u00fcngern, damit sie dem Volk austeilten. Und sie a\u00dfen und wurden alle satt; und es wurde aufgesammelt, was sie an Brocken \u00fcbriglie\u00dfen, zw\u00f6lf K\u00f6rbe voll.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt zu einer fest verwurzelten Lebensanschauung, da\u00df man sich stets an das Wirkliche halten soll, wenn man \u00fcberlegt, welche M\u00f6glichkeiten bestehen. Und das Wirkliche ist aufs engste verbunden mit dem, was wir im wirklichen Leben erfahren. An diese Klugheitsregel soll man sich halten. Das hat seinen guten Grund. Denn wie oft tr\u00e4umt man von einer anderen Wirklichkeit, anderen Lebensverh\u00e4ltnissen, doch dann stellt sich heraus, da\u00df der Traum eine blo\u00dfe Tr\u00e4umerei ist angesichts der ganz anderen Wirklichkeit, die sich doch immer wieder durchsetzt. Das wird uns deutlich schon an einem ganz einfachen Beispiel: Wir schauen uns einen sch\u00f6nen Film an im Fernsehen oder im Kino, der Film nimmt uns in Beschlag, versetzt uns in eine andere Wirklichkeit, f\u00fcr 1\u00bd Stunden vergessen wir unsere unmittelbare Wirklichkeit und gehen ganz auf in einer gespielten Wirklichkeit, die eine Scheinwelt ist. Und dann kommt der Moment, der Film ist zu Ende, das Gef\u00fchl schl\u00e4gt um, weil sich die traumhafte Welt aufl\u00f6st in die Wirklichkeit, die wir dann oft als die rauhe Wirklichkeit empfinden. Das vorherige traumhafte Gl\u00fccksgef\u00fchl hat sich in Luft aufgel\u00f6st. Doch diese rauhe Wirklichkeit &#8211; wir m\u00fcssen sie als die wahre Wirklichkeit bezeichnen. Diese Erfahrung von Wirklichkeit hindert uns allerdings keineswegs daran, uns nicht immer wieder\u00a0 Zeit zu nehmen f\u00fcr das Erleben einer sch\u00f6nen Traum-Wirklichkeit, nach der wir uns sehnen, weil sie gleichsam eine Erholung ist gegen\u00fcber der rauhen Wirklichkeit, die wir zu ertragen haben. Aber das ist nur eine Seite. Sch\u00f6nes zu erleben ist ja keinesfalls immer blo\u00df Tr\u00e4umerei. Wir nehmen uns doch so oft es geht Zeit f\u00fcr die sch\u00f6ne Wirklichkeit, f\u00fcr das, was wir gl\u00fcckliches, gelingendes Leben nennen: Freizeit, Urlaub, Besch\u00e4ftigung mit dem, was uns Spa\u00df und Freude macht, erf\u00fcllte Gemeinschaft, begeisternde Erlebnisse. Das ist die andere Seite, auch Wirklichkeit. Aber was ist denn nun die wahre Wirklichkeit? Wenn wir den Doppelsinn von Wirklichkeit vor Augen haben stellt sich uns die Frage: ist denn die sch\u00f6ne Wirklichkeit nicht die eigentliche, die wahre Wirklichkeit? Wir merken jetzt auf einmal, da\u00df es gar nicht so selbstverst\u00e4ndlich ist, was die wahre Wirklichkeit ist. Denn auf der einen Seite gibt es ja Gl\u00fcck, gelingendes Leben, Erlebnisse, die uns mit Freude erf\u00fcllen. Wenn wir das die wahre Wirklichkeit nennen, dann ist die rauhe Seite des Lebens rein negativ bestimmt. Doch das Andere gilt genauso: Nennen wir die rauhe Seite die wahre Wirklichkeit, dann sind Gl\u00fcck und Freude ja auch da, aber immer schon durch ihr Vergehen gezeichnet, haben durch ihr Vergehen immer schon den negativen Beigeschmack. Und: die gl\u00fccklichen Stunden m\u00fcssen wir zumeist immer erst der rauhen Wirklichkeit abgewinnen, dem rauhen Alltag, wie wir sagen, und dann: wie gewonnen, so zerronnen, wir k\u00f6nnen das Gl\u00fcck nicht festhalten. Wir merken, die Wirklichkeit unserer Erfahrung ist nicht einheitlich, sie ist beides, Freude und Erleiden, ein Doppelgesicht, zusammengesetzt aus Lachen und Weinen. Haben wir diese Doppelseitigkeit wahrgenommen, dann zeigt sich jetzt als wahre Wirklichkeit: Was unser Leben in Wahrheit bestimmt, ist das uns und alles Leben beherrschende Wesen der Zeit, die alle Dinge kommen und gehen l\u00e4\u00dft, die Zeit, die Werden und Vergehen bestimmt als ein Gesetz, dem nichts und niemand entkommen kann. Jetzt haben wir noch ein anderes Gesicht von Erfahrung der Wirklichkeit vor uns, das Gesetz der Zeit des Werdens und Vergehens von allem, das sich schlie\u00dflich in dem Satz ausspricht: Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Alles wiederholt sich: Tag und Nacht, Wachen und Schlafen, Einatmen und Ausatmen, Arbeit und Freizeit, die immer kreisenden Jahreszeiten Fr\u00fchling, Sommer, Herbst und Winter, Entstehen und Vergehen, Leben und Tod. Wir brauchen keine weiteren Aufz\u00e4hlungen, um zu sehen, wie die Herrschaft der Zeit eben alles durchherrscht. Wie ein eisernes Gesetz durchwaltet die Zeit offensichtlich alles Geschehen. Darum: Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Wenn wir uns jetzt unseren Text aus dem Lukasevangelium vor Augen halten, dann erz\u00e4hlt er von einer Wirklichkeit, die ganz und gar nicht in das eben ausgef\u00fchrte Verst\u00e4ndnis von Wirklichkeit zu passen scheint. F\u00fcnf Brote und zwei Fische &#8211; und 5000 Menschen, die alle satt werden. Etwas Neues. Ein Wunder. Doch Wunder passen nicht in unser Wirklichkeitsverst\u00e4ndnis. Man soll sich an das Wirkliche halten, und das ist, wie wir sahen, das st\u00e4ndig wechselnde Gesicht der Wirklichkeit, das Doppelgesicht des Werdens und Vergehens, von Freude und Leid. Wir sind geneigt, die Wundergeschichte als blo\u00dfe Geschichte zu nehmen, die mit Wirklichem nicht vereinbar ist. Doch genau dagegen geht unsere Geschichte an, sie will die unmittelbare Wirklichkeit vom Grund der Wahrheit her zur Sprache bringen, will die Wahrheit zeigen, die nicht dasselbe ist wie das, was wir unmittelbar als Wirklichkeit nehmen. F\u00fcnf Brote und zwei Fische, das ist angesichts einer Volksmenge von 5000 Menschen so gut wie nichts. Der Gegensatz zwischen dem Vorhandenen und dem f\u00fcr 5000 Menschen zur S\u00e4ttigung Notwendigen ist bewu\u00dft so gro\u00df gehalten, da\u00df jedes nat\u00fcrliche Erkl\u00e4ren unm\u00f6glich ist. Das Wenige f\u00fcr alle aufzuteilen w\u00e4re unsinnig, das g\u00e4be f\u00fcr jeden &#8211;\u00a0 eben nichts! Darum geht es offensichtlich in der Wundergeschichte: den Horizont unseres gew\u00f6hnlichen Verstehens aufbrechen. Wie selbstverst\u00e4ndlich nehmen wir unser nat\u00fcrliches Erkl\u00e4ren als Ma\u00dfstab zur Beurteilung f\u00fcr das, was Wirklichkeit beanspruchen kann. Nat\u00fcrlich gilt: von Nichts kann man nicht satt werden, das gilt in der Wirklichkeit. Aber gilt diese Selbstverst\u00e4ndlichkeit von der Wirklichkeit im Ganzen des Lebens? Ist die Wahrheit unserer Lebenswirklichkeit auch nur das, was f\u00fcr uns selbstverst\u00e4ndlich ist? Indem die Geschichte von der Speisung der 5000 etwas f\u00fcr unser Denken und Vorstellen Unm\u00f6gliches ausspricht, fordert sie uns heraus, entweder kopfsch\u00fcttelnd abzuwinken, oder aber das, was wir als selbstverst\u00e4ndlich einfach annehmen und voraussetzen, aufbrechen zu lassen f\u00fcr ein anderes Verstehen. Das, was wir f\u00fcr wirklich halten, da\u00df die Welt und das Leben letztlich von dem ewigen Gesetz des Werdens und Vergehens bestimmt ist, nach dem denn auch im Grunde gilt, da\u00df nichts Neues unter der Sonne geschieht, soll aufgebrochen werden, weil es nicht die Wahrheit der Wirklichkeit ist. Dann aber gilt: vor der M\u00f6glichkeit der T\u00e4uschung, da\u00df nur das wirklich ist, was nach unseren Ma\u00dfst\u00e4ben daf\u00fcr gilt, will uns die Wundergeschichte bewahren. Jesus zieht sich mit seinen J\u00fcngern zur\u00fcck an einen einsamen Ort, aber die Volksmenge hat das mitbekommen und zog ihm nach. Jesus l\u00e4\u00dft sich auf die Situation ein und spricht zur Menge vom Reich Gottes und heilt die Kranken. Mittlerweile ist es Abend, die J\u00fcnger werden unruhig, schlie\u00dflich wenden sie sich an Jesus, um ihn, der offensichtlich ganz in seinem Reden und Handeln aufgegangen ist, in die Wirklichkeit zur\u00fcckzuholen: &#8222;La\u00df das Volk gehen, damit sie hingehen in die D\u00f6rfer und H\u00f6fe ringsum und Herberge und Essen finden; denn wir sind hier in der W\u00fcste.&#8220; Jesus antwortet mit einer ungeheuren Herausforderung: &#8222;Gebt ihr ihnen zu essen.&#8220; Das ist f\u00fcr die J\u00fcnger ein v\u00f6llig unm\u00f6gliches Ansinnen bei f\u00fcnf Broten und zwei Fischen. Entsprechend unserem menschlichen Realismus sagen die J\u00fcnger: &#8222;es sei denn, da\u00df wir hingehen sollen und f\u00fcr alle diese Leute Essen kaufen&#8220;. Das w\u00e4re ja vielleicht gerade noch eben vern\u00fcnftig &#8211; realistisch m\u00f6glich, aber doch unm\u00f6glich in einer W\u00fcstengegend. Da ist offensichtlich nichts mehr machbar. Und doch werden alle satt. Was in den Augen der J\u00fcnger und auch in unseren Augen unm\u00f6glich ist, ist wider unser Erwarten m\u00f6glich! Das sagt die Speisung der 5000 mit f\u00fcnf Broten und zwei Fischen. Wider alles Erwarten unsererseits &#8211; das hei\u00dft doch, da\u00df\u00a0 wir von Gott nichts erwarten. Wir rechnen in unserem unmittelbaren menschlichen Bewu\u00dftsein gar nicht mit der Wirklichkeit Gottes. Wenn aber Gott ist, dann ist er die alles bestimmende Wirklichkeit, sonst ist das Wort &#8222;Gott&#8220; eine sinnlose Vokabel. Jesus vertraut auf Gott, da\u00df bei Gott kein Ding unm\u00f6glich ist. Er ist allerdings kein magischer Wundert\u00e4ter, der unsere menschlichen W\u00fcnsche nach Gl\u00fcck erf\u00fcllt. Jesus vertraut Gott, vertraut darauf, da\u00df Gott gr\u00f6\u00dfer ist als das Gesetz der Zeit eines ewigen Werdens und Vergehens, nach dem es unter der Sonne letztlich nichts Neues gibt. Er vertraut darauf, da\u00df Gott das Heil der Menschen will und dieses Heil durch alles Werden und Vergehen hindurch unumst\u00f6\u00dflich durchsetzt. Und das tut und dabei bleibt Gott nicht nur entgegen unseren Erwartungen von dem, was m\u00f6glich ist, sondern dabei bleibt er auch trotz des Widerstandes des Menschen gegen Gott. Jesus hat nichts anderes getan als die Heilswirklichkeit Gottes bezeugt in Wort und Tat. In unserer Geschichte: &#8222;und (er) sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften&#8220;. Er, der die Heilswirklichkeit Gottes bezeugte und darum der Heiland hei\u00dft, wurde gekreuzigt, weil er das Heil Gottes nicht in der Weise verwirklichte, wie es menschlichem Wirklichkeitsverst\u00e4ndnis entspricht. Gott hat auf diese T\u00f6tung Jesu nicht mit dem Geist der Rache geantwortet, sondern seine Antwort auf Karfreitag ist und bleibt Ostern. Ostern bedeutet: nicht der Tod ist das letzte Ende, sonder Leben, heiles Leben, nicht t\u00f6dliches Leben, wie es unser jetziges Leben ist. Unser Glaube ist ein Vertrauen auf Gottes Heil als die Wirklichkeit durch das Doppelgesicht unserer Lebenswirklichkeit, durch Lachen und Weinen hindurch. Indem wir auf Gottes Heilswirklichkeit vertrauen, ist dieses Heil im Vertrauen schon da, schon wirklich, obwohl es zugleich als vollendete Wirklichkeit noch aussteht, also erwartet werden mu\u00df. Es gibt in unserer Sprache ein Wort, da\u00df diesen eigenartigen Wirklichkeitscharakter gut darstellt, es ist das Wort &#8222;Zuversicht&#8220;. Wir sagen ja oft: In dieser Angelegenheit bin ich ganz zuversichtlich, d.h. wir verlassen uns darauf, da\u00df eine Sache gut ausgeht. Wenn jemand erkrankt ist und sich einer schweren Operation unterziehen mu\u00df, dann ist er in Angst und Bedr\u00fcckung, weil er nicht wei\u00df, ob er durchkommt. Sagt der Arzt ihm dann, da\u00df er solche Operationen schon sehr oft mit gutem Erfolg durchgef\u00fchrt hat, dann ist der Patient doch ganz zuversichtlich, hoffnungsvoll, wenn auch im Hintergrund noch die Angst lauert, es k\u00f6nnte vielleicht doch schief gehen. Aber die Zuversicht, die der Patient hat, versetzt ihn doch in Hoffnung, macht ihn lebendig in seinem Leiden an der Krankheit. Wenn nun aber Gott sagt, und so steht es im 2. Buch Mose: &#8222;Ich bin der Herr, dein Arzt&#8220;, wenn Gott der Arzt unseres Lebens ist, dann ist eine Zuversicht m\u00f6glich, die nicht mehr in Verzweiflung am Leben erstickt werden kann. Diese Zuversicht ist die Gewi\u00dfheit des Glaubens, die in Gl\u00fcck und Leid, durch Leid und Tod hindurch in Geduld darauf vertraut, da\u00df Gott das Heil erf\u00fcllen wird, wann und wie er will. Das ist das Neue unter der Sonne. In dem Wort Zuversicht steckt das Wort &#8222;Sicht&#8220;, es ist die Sicht der Ewigkeit als das allezeit m\u00f6gliche Neue in der Zeit, das uns erneuert. Es ist die Sicht, in der wir jetzt schon sehen, was sein wird, wenn wir nicht mehr sind &#8211; die neue Zeit eines Lebens ohne Tod. Indem der Glaube an Gott festh\u00e4lt, auch dann festh\u00e4lt, wenn es in unserem Leben nicht nach unserem Wollen und W\u00fcnschen geht, befreit er uns von einer so oft verderblichen Grundangst um unser Leben, befreit uns damit zum Tun der Liebe als Antwort auf Gottes Liebe zu uns. Zuversicht &#8211; das ist ein Leben, das seine Wirklichkeit nicht als Zulaufen auf das Vergehen sieht, sondern als die Freiheit zum Wirken in der Welt aus der Kraft der inneren Gewi\u00dfheit heraus, da\u00df bei Gott alle Dinge m\u00f6glich sind.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Anmerkung zur Predigt:<\/strong><\/p>\n<p>Die Predigt ist eine Themenpredigt. Sie behandelt die Frage nach dem Wirklichkeitsverst\u00e4ndnis. Ausgangspunkt ist die im Lebensvollzug erfahrene Doppelseitigkeit von Freude und Leid, deren Wechsel unter dem Diktat der Zeit, was zu der Einsicht f\u00fchrt, da\u00df es eigentlich nichts prinzipiell Neues unter der Sonne gibt. Den Kontrast dazu bildet der Test, die Speisung der 5000. Mit dem &#8222;Wunder&#8220; sollen die vom Menschen f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich gehaltenen Verstehensbedingungen aufgebrochen werden f\u00fcr die Einsicht, da\u00df bei Gott alle Dinge m\u00f6glich sind &#8211; durch Leid und Freude hindurch. Dabei kommt ansatzweise zugleich die pr\u00e4sentische wie futurische Eschatologie in den Blick durch die &#8222;Zuversicht&#8220;. Wegen der Thematik der Predigt sind der Bezug auf das Abendmahl oder auch auf die Dimension Feiern und Teilen nicht aufgegriffen.<\/p>\n<p><strong>Wilfried Theilemann<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>7. Sonntag nach Trinitatis | 29. Juli 2001 | Lukas 9,10-17 | Wilfried Theilemann | Lukas 9, 10 &#8211; 17: Und die Apostel kamen zur\u00fcck und erz\u00e4hlten Jesus, wie gro\u00dfe Dinge sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich, und er zog sich mit ihnen allein in die Stadt zur\u00fcck, die hei\u00dft Betsaida. 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