{"id":22322,"date":"2001-09-21T15:50:24","date_gmt":"2001-09-21T13:50:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=22322"},"modified":"2025-03-21T15:52:40","modified_gmt":"2025-03-21T14:52:40","slug":"matthaeus-61-4-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-61-4-4\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 6,1-4"},"content":{"rendered":"<h3>13. Sonntag nach Trinitatis | 9. September 2001 | Matth\u00e4us 6,1-4 | Dorothea Zager |<\/h3>\n<p>Habt acht auf eure Fr\u00f6mmigkeit, dass ihr die nicht \u00fcbt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden; ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.<\/p>\n<p>Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir ausposaunen lassen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.<\/p>\n<p>Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, damit dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir&#8217;s vergelten.<\/p>\n<p>I.<\/p>\n<p>&#8222;Mein Honig und mein Bl\u00fctenstaub geh\u00f6ren mir und keinem anderen!&#8220;, sagte die bl\u00fchende Blume, verschloss ihren Bl\u00fctenkelch und lie\u00df weder Biene noch Schmetterling von ihrem Nektar naschen. Daf\u00fcr welkte sie dahin, ziel- und zwecklos und starb ohne Frucht und Samen &#8230;<\/p>\n<p>Eine winzig kleine Geschichte, liebe Gemeinde, die ausdr\u00fcckt, was wir alle f\u00fchlen und ahnen: Ein Leben, das nicht gibt und schenkt, ein Leben, das nicht hilft und anderen Freunde macht, bleibt ein armes, ein leeres und ein fruchtloses Leben.<\/p>\n<p>Jesus hat also ganz Recht, wenn er in seinen Gespr\u00e4chen mit den Menschen seiner Zeit auch diesen Teil unseres christlichen Lebens immer wieder anspricht: das Schenken, das Spenden, das Almosengeben. Passt auf, sagt er, wenn Ihr anderen helft. Dann macht es nicht so offensichtlich und demonstrativ, damit es alle Menschen sehen und Euch toll finden. Gebt nicht an mit Eurem Edelmut und Eurer Barmherzigkeit. Lasst es auch nicht herumerz\u00e4hlen, wie gut Ihr zu anderen gewesen seid, damit man \u00fcber Eure guten Werke spricht.<\/p>\n<p>Gott m\u00f6chte es anders: Er m\u00f6chte, dass wir im Stillen helfen. So dass nur er es sehen kann. Er m\u00f6chte, dass wir so helfen, dass die Menschen, denen wir geholfen haben, wirklich Hilfe erfahren, ohne besch\u00e4mt zu werden. Tue Gutes und schweige dar\u00fcber. So will es Gott.<\/p>\n<p>II.<\/p>\n<p>Aber: Ganz ehrlich gefragt, liebe Freunde, ist das, von dem Jesus hier spricht, f\u00fcr uns heute wirklich noch ein Problem? Ich traue Ihnen zu, liebe Gemeinde, die Sie als treue Christen heute hier sind, Sie gehen nicht nur zum Gottesdienst, Sie beten nicht nur mit Worten, sondern leben Ihren Glauben auch in der Tag.<\/p>\n<p>Manche von Ihnen, dessen bin ich mir ganz sicher, tun Liebesdienste &#8211; je nachdem wie viel Zeit Sie daf\u00fcr finden und wie viel Kraft Sie daf\u00fcr haben. Und dass ich es nicht so genau wei\u00df, sondern nur vermuten kann ist ein Zeichen daf\u00fcr, dass es auch keiner von Ihnen vor sich her posaunt.<\/p>\n<p>Wir geh\u00f6ren nicht zu den gro\u00dfe Stiftern mittelalterlicher Kirche, deren Namen auf Glasfenstern leuchten oder in Sandstein gemei\u00dfelt sind.<\/p>\n<p>Wohl kaum eine Parkbank hier in Wachenheim oder M\u00f6lsheim tr\u00e4gt ein Messingschild mit unserem Namen als g\u00fctige Spender.<\/p>\n<p>Vielleicht geht es Ihnen sogar \u00e4hnlich wie mir: ich mag noch nicht einmal in einer Spenderliste in der Zeitung oder im Gemeindebrief stehen. Es taugt nichts, Namen und Summen derer aufzulisten, die f\u00fcr die neue Orgel oder f\u00fcr die Sanierung des Kirchenvorplatzes gespendet haben &#8211; dann w\u00e4ren 10 DM f\u00fcr einen arbeitslosen Familienvater nicht ein viel gr\u00f6\u00dferes Opfer als f\u00fcr einen erfolgreichen Gesch\u00e4ftsmann ein Hundertmarkschein? Was sagen da schon Namen und Zahlen?<\/p>\n<p>Nein, liebe Freunde, ich glaube nicht, dass das Aush\u00e4ngeschild &#8222;Ich bin ein gro\u00dfz\u00fcgiger Spender&#8220;, das Jesus hier anprangert, heut ein ernsthaftes Problem ist. Wenn es um Almosen &#8211; also um Soenden &#8211; geht, dann dr\u00fcckt uns der Schuh, so denke ich, wo ganz anders. N\u00e4mlich bei der Frage: &#8222;Was bringt&#8217;s?&#8220;<\/p>\n<p>Wir sind es gew\u00f6hnt, liebe Freunde, stets und st\u00e4ndig diese kleine Frage zu stellen: Was bringt&#8217;s? Was kommt dabei heraus? Lohnt sich das?<\/p>\n<p>In einer Welt, deren grundlegende Organisation gepr\u00e4gt ist von Marktwirtschaft, Wettbewerb und Konkurrenz, in einer Medienwelt, die vor allen politischen und humanit\u00e4ren Nachrichten des Tages zuallererst &#8222;b\u00f6rseimersten&#8220; &#8211; also Berichte aus der Welt des Geldes und des Profits &#8211; in den \u00c4ther sendet, sind sie die treibenden Kr\u00e4fte des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens: die Fragen nach dem Eigentum, die Frage nach dem Nutzen und dem Ertrag. Es geht in erster Linie um die Steigerung und Besserung des Lebensstandards &#8211; wohlgemerkt des eigenen! &#8211; und darum, dass alles, was wir tun, sich auch lohnt.<\/p>\n<p>Uns pr\u00e4gt diese kleine Frage &#8222;Was bringt&#8217;s?&#8220; so stark, dass sie sogar hineindringt in ganz allt\u00e4gliche und pers\u00f6nliche Entscheidungen des Lebens und des Glaubens.<\/p>\n<p>Bitten Sie Ihr Kind, mal schnell zum B\u00e4cker zu laufen und Brot zu holen, wird es fragen: Darf ich mir bei der Gelegenheit ein Eis holen?<\/p>\n<p>Schicken Sie einen Jugendlichen mit einem eiligen Schreiben zum Briefkasten, wird er fragen: Und was krieg ich daf\u00fcr?<\/p>\n<p>Suchen Sie mal einen Ehrenamtlichen, das unentgeltlich bei der Kerwe mithilft oder beim Baumschnitt oder der Pflege von Gartenanlagen mithilft. Er wird erst mal darauf schauen, wie es die anderen handhaben. Und wenn er merkt, dass auch sonst keiner ohne Lohn mitmacht, wird er sagen: Es sind doch auch noch andere da! Warum ausgerechnet ich?<\/p>\n<p>Viele junge Menschen fragen sich: Was bringt&#8217;s mir, Kinder zu haben? lebe ich nicht freier, ungebundener, wohlhabender ohne solche Qu\u00e4lgeister und ohne die Kosten, die sie verursachen?<\/p>\n<p>Was bringt&#8217;s, wenn ich mich um meine alten Eltern k\u00fcmmere? K\u00f6nnen das nicht andere tun? Bin ich nicht zu angebunden mit einem Pflegefall im Haus?<\/p>\n<p>Was bringt mir die Freundschaft zu diesem Menschen noch? &#8211; Oder: lohnt es sich \u00fcberhaupt noch, um meine Ehe zu k\u00e4mpfen? W\u00e4re es nicht einfacher, auseinander zu gehen?<\/p>\n<p>Was nichts &#8222;bringt&#8220;, das l\u00e4sst man besser bleiben. Weil sich&#8217;s nicht lohnt.<\/p>\n<p>Das ist einfach. Auch in Glaubensdingen.<\/p>\n<p>Was bringt&#8217;s, wenn ich in die Kirche gehe?<\/p>\n<p>Was n\u00fctzt es, wenn ich bete?<\/p>\n<p>Lohnt es sich \u00fcberhaupt noch, in der Bibel zu lesen?<\/p>\n<p>Nach Gott zu fragen? Ist das nicht Zeitverschwendung?<\/p>\n<p>So wird alles bei uns auf diese Weise hinterfragt, nach seinem Effekt und Nutzen. Wichtig ist, dass etwas dabei herausspringt. Wenn nicht, l\u00e4sst man&#8217;s lieber bleiben.<\/p>\n<p>Dieser Lohn-Gedanke ist nicht mehr wegzudenken aus unserem Leben. Aber wir sp\u00fcren es selbst ganz deutlich: Eigentlich ist es nicht gut, so zu denken. Denn viel an Liebe, an Spontaneit\u00e4t und an Gemeinschaftssinn geht uns dadurch verloren. Eine Welt, die nur rechnet, wird arm. Arm an Liebe.<\/p>\n<p>Das gilt genauso f\u00fcr unser Geben und Schenken.<\/p>\n<p>Wir bemerken wohl den wohnungslosen Bettler vor dem Kaufhof sitzen. Er r\u00fchrt uns an mit seiner Demut und in seiner Verwahrlosung. Aber ehe wir uns entschlie\u00dfen, eine M\u00fcnze in seine Kappe zu legen, kriecht die kleine Frage in uns hoch: Was bringt&#8217;s? Und wir antworten uns selbst: Nichts. Er wird es sinnlos vertrinken. &#8211; Und schon sind wir vor\u00fcber.<\/p>\n<p>Wir lesen den dringenden Hilferuf von Brot f\u00fcr die Welt, zu helfen, dass die Lage der Menschen in der dritten Welt nicht immer katastrophaler wird &#8230; da kriecht wieder die Frage in uns hoch: Was bringt&#8217;s? War da nicht ein Ger\u00fccht, dass Spendengelder in dunkle Kan\u00e4le flie\u00dfen &#8230; Also, was bringt&#8217;s dann noch zu spenden? Au\u00dferdem ist eh jede Spende nur ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein. Schon wandert der Bittbrief ins Altpapier.<\/p>\n<p>Vielleicht, liebe Freunde, w\u00fcrde Jesu Predigt \u00fcber das Almosengeben heute anders klingen. Und das, was er uns zu sagen h\u00e4tte, anders lauten: Wie oft hast Du Deine helfende Hand zur\u00fcckgezogen, weil Du die Frage &#8222;Was bringt&#8217;s?&#8220; zugelassen und nur allzu gern mit &#8222;Es bringt ja doch nichts!&#8220; beantwortet hast?<\/p>\n<p>Etwas hingeben f\u00fcr einen andern, das mich wirklich etwas kostet, ein echtes Opfer bringen und das auch noch ganz im Stillen, ohne eine Gegenleistung daf\u00fcr zu erwarten &#8230; das ist unglaublich schwer. Und wir wissen genau, wie sich in unserem eigenen Leben das christliche Ideal und unser wirkliches Handeln widersprechen. Ich wei\u00df, ich sollte mehr geben. Mehr helfen. Aber bringt es im Endeffekt wirklich was f\u00fcr die, die Hilfe brauchen? Bringt es mit nicht wenigstens ein bisschen Anerkennung?<\/p>\n<p>&#8222;Mein Honig und mein Bl\u00fctenstaub geh\u00f6ren mir und keinem anderen!&#8220;, sagte die bl\u00fchende Blume, verschloss ihren Bl\u00fctenkelch und lie\u00df weder Biene noch Schmetterling von ihrem Nektar naschen. Daf\u00fcr welkte sie dahin, ziel- und zwecklos und starb ohne Frucht und Samen &#8230;<\/p>\n<p>Nein, eigentlich wollen wir das nicht, ziel- und zwecklos dahin zu leben, und ohne Frucht und Samen sterben &#8230; Was aber k\u00f6nnen wir tun, um diesen bohrenden Lohngedanken, diese \u00c4ngstlichkeit und diese Frage nach dem Effekt in uns zu bek\u00e4mpfen?<\/p>\n<p>III.<\/p>\n<p>Richten wir unseren Blick auf Gott, unseren Vater.<\/p>\n<p>Fragte Er nach dem Ertrag, als er den Menschen schuf? Der Urgrund seines Handelns war Liebe.<\/p>\n<p>Fragte Er danach, was es ihm bringt, wenn er Abraham ins Gelobte Land f\u00fchrte, Jakob auf seinem Weg nach \u00c4gypten besch\u00fctzte und Mose geleitete auf seinem Zug nach Kanaan? Der Urgrund seines Handelns war Liebe.<\/p>\n<p>Fragte Er danach, wie viel f\u00fcr Ihn dabei herausspringt, wenn er seine Propheten zu den Menschen schickt, und sie zur Umkehr ruft? Der Urgrund seines Handelns war Liebe.<\/p>\n<p>Fragte Gott nach dem Profit, als er in der Stunde, als unser eigenes Leben begann, ja sagte dazu, dass wir leben, ein jeder von uns, einzigartig und einmalig auf dieser Welt? Der Urgrund seines Handelns war Liebe.<\/p>\n<p>Und fragt Gott danach, was f\u00fcr ihn dabei herausspringt, wenn er uns t\u00e4glich besch\u00fctzt, t\u00e4glich ern\u00e4hrt, t\u00e4glich vergibt? Der Urgrund seines Handelns ist Liebe.<\/p>\n<p>Richten wir unseren Blick auf Jesus. Fragte er nach dem Ertrag?<\/p>\n<p>Fragte er nach dem Gewinn, als er den Z\u00f6llner Zach\u00e4us vom Baum rief er und in seinem Haus als Gast am Tisch sa\u00df? Der Urgrund seines Handelns war Liebe.<\/p>\n<p>Fragte er nach dem Erl\u00f6s, als er Tausende speiste, die Kinder segnete, die schuldiggewordene Frau vor der Todesstrafe bewahrte? Der Urgrund seines Handelns war Liebe.<\/p>\n<p>Fragte er nach dem Nutzen als er litt, als er im Garten Gethsemane weinte, als er am Kreuz den Verbrechertod starb? Der Urgrund seines Handelns war Liebe.<\/p>\n<p>IV.<\/p>\n<p>Und nicht anders soll es auch bei uns sein, liebe Freunde.<\/p>\n<p>Wenn wir einander helfen, wirklich tatkr\u00e4ftig und uneigenn\u00fctzig einander zur Seite stehen, dann finden wir uns an der Site Jesu wieder. Auf einmal stehen wir an seiner Seite, an der Seite dessen, der selbst an keinem Kranken, Bettelndem und Traurigen vor\u00fcbergehen konnte, ohne ihm Zuwendung zu geben; an der Seite dessen, der seine Liebe verschenkte an Gute und Gerechte genauso wie an Gestrauchelte und S\u00fcnder. Und Er sagt: Du aber folge mir nach!<\/p>\n<p>Und es ist sch\u00f6ner &#8211; so sagt es der Theologe und Tropenarzt Albert Schweitzer treffend &#8211; es ist sch\u00f6ner als der herrlichst Gl\u00fccksfall, der uns je begegnet, so ein Opfer zu bringen. Wir sp\u00fcre, dass Jesus uns braucht. Wir sp\u00fcren, dass wir unsere kleine Kraft, unsere kleine Fantasie, unsere kleine Leibe einsetzen d\u00fcrfen, um an dem gro\u00dfen Werk mitwirken zu k\u00f6nnen, Jesu gro\u00dfe Liebe in unsere kalte und arme Welt zu bringen.<\/p>\n<p>Wir finden uns an Jesu Seite wieder. Und damit kommen wir Gott n\u00e4her &#8211; auch unserem eigenen Ideals, ein liebevollerer und glaubw\u00fcrdigerer Christ zu sein, so zu leben, wie Gott es sich von uns w\u00fcnscht, als Schenkende, ohne Vorbedingung und ohne Hintergedanken.<\/p>\n<p>Keine Angst, liebe Mitchristen, wir werden dadurch nicht gleich hochm\u00fctige und eitle Pharis\u00e4er. Viel zu oft werden wir erkennen, dass wir Fehler machen, dass die Frage &#8222;Was bringt&#8217;s?&#8220; uns doch nicht ganz in Ruhe l\u00e4st und dass wir versagen. Keine Angst also, sich auch zu freuen, dankbar zu freuen, wenn Jesus uns als seine Werkzeuge brauchen kann, und wir dazu taugen, in seinem Namen Gutes zu tun.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens jetzt, liebe Freunde, wird uns auch klar, dass solches Handeln aus Liebe sich nicht in klingender M\u00fcnze ersch\u00f6pfen kann &#8211; also in einer Spende oder Kollekte. Wenn es ums Schenken und Geben geht, sind manchmal noch viel kostbarere Dinge gefragt, als das, was in unserem Geldbeutel steckt. Kostbareres, Unersetzliches. Zum Beispiel: Zeit.<\/p>\n<p>Eine Stunde Zeit, um einen kranken Menschen zu besuchen.<\/p>\n<p>Ein Abend, um einem einsamen Menschen zu zuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Ein Nachmittag, um mit unseren Kindern oder Enkeln gl\u00fccklich zu sein. Sich einspinnen zulassen in ihre bunten Tr\u00e4ume, in ihre taumelnd-sch\u00f6pferische Welt, oder in die Geheimnisse von Computerspielen, von Pokemon und Harry Potter.<\/p>\n<p>Ein Gespr\u00e4ch mit dem neuen Nachbarn.<\/p>\n<p>Ein Sprung \u00fcber den eigenen Schatten.<\/p>\n<p>Gott sieht in das Verborgene. Und den Lohn, an den wir vielleicht in diesem Moment gar nicht mehr gedacht haben, den schenkt er uns manchmal sogar gleich: Nach einem Nachmittag mit den Kindern, nach einem Krankenbesuch, nach einem Gespr\u00e4ch mit einem Traurigen, f\u00fchlen wir uns frei und gl\u00fccklich: Ich durfte an Jesu Seite stehen. Ich bin dankbar f\u00fcr die Kraft, zu helfen. Dankbar f\u00fcr die Mittel, Almosen zu geben, dankbar f\u00fcr die Zeit, f\u00fcr andere da zusein.<\/p>\n<p>Aus Liebe ein Opfer zu bringen kann uns fr\u00f6hlicher machen als Geld und gut.<\/p>\n<p>Und die Frage &#8222;Was bringt&#8217;s?&#8220; wird immer leiser werden, bis sie eines Tages ganz verstummt. Denn im Reich Gottes, liebe Freunde, wird nicht mehr gerechnet. Dort ist alles Liebe und alles Geschenk.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Dorothea Zager, Wachenheim<\/p>\n<p><a href=\"mailto:DWZager@t-online.de\">E-Mail: DWZager@t-online.de<\/a><\/p>\n<p>Vorschl\u00e4ge zur Liturgie:<\/p>\n<p>EINGANGSLIED<\/p>\n<p>EG 409,1-8: Gott liebt diese Welt<\/p>\n<p>EG 288,1-5: Nun jauchzt dem Herren, alle Welt<\/p>\n<p>EINGANGSSPRUCH<\/p>\n<p>Christus spricht:<\/p>\n<p>Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.<\/p>\n<p>Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine J\u00fcnger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.<\/p>\n<p>(Joh 13,34.35)<\/p>\n<p>SCHRIFTLESUNG<\/p>\n<p>Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk 10,25-37)<\/p>\n<p>WOCHENLIED<\/p>\n<p>EG 343,1-3: Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ<\/p>\n<p>LIED NACH DER PREDIGT<\/p>\n<p>EG 413,1-8: Ein wahrer Glaube Gotts Zorn stillt<\/p>\n<p>EG 629,1-3: Liebe ist nicht nur ein Wort<\/p>\n<p>EG 620,1-4: Gottes Liebe ist wie die Sonne<\/p>\n<p>EG 627,1-3: Schalom, Schalom<\/p>\n<p>F\u00dcRBITTENGEBET<\/p>\n<p>EG 825 im Wechsel mit der Gemeinde gesprochen<\/p>\n<p>SCHLUSSLIED<\/p>\n<p>EG 259,3: Er mache uns im Glauben k\u00fchn<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>13. 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