{"id":22683,"date":"2025-04-15T18:02:19","date_gmt":"2025-04-15T16:02:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=22683"},"modified":"2025-04-15T12:05:10","modified_gmt":"2025-04-15T10:05:10","slug":"johannes-2011-18a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-2011-18a\/","title":{"rendered":"Johannes 20,11-18a"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Begegnung Jesu mit Maria Magdalena | Ostersonntag | 20. April 2025 | Joh 20,11-18a | Johannes L\u00e4hnemann |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir feiern Ostern. Wir feiern die Botschaft: Der Tod hat verloren! Das Leben siegt!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00dcberlegen wir einmal: Wo und wie ist uns diese Botschaft einmal besonders eindr\u00fccklich begegnet? Vielleicht denken wir an einen Osternachtgottesdienst, wo in der dunklen Kirche ein Licht angez\u00fcndet wird, weitergereicht wird und dann den Raum mit zunehmendem Strahlen erf\u00fcllt. Hat vielleicht jemand unter uns sogar einem orthodoxen Ostergottesdienst, wo um Mitternacht das Osterlicht entz\u00fcndet wird und dann durch den ganzen Kirchenraum der Ruf erschallt: Christos aneste \u2013 Alethos aneste: \u201eChristus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich habe dazu eine besondere Kindheitserinnerung. Mein Bruder Martin und ich \u2013 er 10, ich 12 Jahre alt, verbrachten die Osterferien im Pfarrhaus unserer Gro\u00dfeltern im Dorf Schellerten bei Hildesheim. Am Ostersonntag fr\u00fch ergriffen wir beide unsere Fl\u00fcgelh\u00f6rner, lie\u00dfen uns den gro\u00dfen Kirchenschl\u00fcssel in die Hand dr\u00fccken und gingen \u00fcber den Kirchplatz hin\u00fcber zur Kirche. Wir durchquerten den alten Friedhof \u2013 mit Gr\u00e4bern f\u00fcr die alten Dorfbewohner, aber auch kleinen Kindergr\u00e4bern mit Engelfiguren auf dem Grabstein, und mit der Tafel f\u00fcr die im Krieg Gefallenen, darunter auch mein Onkel Hans-Georg, jedes Grab ein Todesschicksal, und doch verbunden mit Zeichen der Auferstehungshoffnung. Wir drehten den gro\u00dfen Schl\u00fcssel im Tor des 600 Jahre alten Kirchturms und stiegen mit unseren Instrumenten die Treppen hinauf bis zu den gro\u00dfen Glocken, dann dar\u00fcber \u00fcber Leitern in die enger werdende Turmspitze. Zwei Luken nahmen wir heraus, hielten die Trichter hinaus und bliesen \u201eChrist ist erstanden\u201c \u00fcber das Dorf, diesen einzigartigen Osterruf, der uns seit dem Mittelalter \u00fcberliefert ist. Unten die Erinnerung an Sterben und Tod, hier oben die Botschaft vom neuen Leben!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist die immer wieder \u00fcberraschende, neue Botschaft. Aber: Wer kann sie glauben?! Angesichts all des Sterbens in der Welt: Ist das nicht eine unglaubliche \u00dcberzeugung, fern der Wirklichkeit? Wer von uns h\u00e4tte nicht die Todesbilder vor Augen, die uns bedr\u00e4ngen k\u00f6nnen: die Bilder von Leiden und Sterben &#8211; bei Menschen, die uns nahe sind, und bei Menschen in der Ferne, von deren Not und Tod wir t\u00e4glich h\u00f6ren: in den Kriegsgebieten in der Ukraine, im Gaza-Streifen, im S\u00fcdsudan und in Ostkongo, in Katastrophengebieten, in den Fl\u00fcchtlingslagern?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber in der Osterbotschaft wird genau das behauptet: dass der Tod verloren hat und dass das Leben siegt. Und das geh\u00f6rt zur Mitte unseres christlichen Glaubens!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Alle vier Evangelien \u2013 Matth\u00e4us, Markus, Lukas und Johannes \u2013 m\u00fcnden in Erz\u00e4hlungen, die schildern, dass der gekreuzigte, der schmerzvoll gestorbene Jesus lebt. Es sind erstaunliche, \u201eunglaubliche\u201c Geschichten. Wir k\u00f6nnen sie nicht wie in einem Geschichtsprotokoll auflisten. Einen genauen Ablauf kann man nicht rekonstruieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber: In allen 4 Evangelien bilden die Ostererz\u00e4hlungen den Abschluss, den H\u00f6hepunkt der Jesusgeschichte. Und in allen Evangelien wie auch in den Briefen des Paulus wird deutlich, dass die J\u00fcngerinnen und J\u00fcnger die Botschaft, dass der gekreuzigte Jesus lebt, zuerst selbst nicht glauben konnten. Sie mussten zu der Erkenntnis erst gegen die Erfahrung von Karfreitag, gegen die Ausweglosigkeit und Verlassenheit, in der sie sich vorfanden, gewonnen werden. Wichtig f\u00fcr uns ist auch: Jede der Ostererz\u00e4hlungen hat eine besondere Botschaft, eine besondere Ermutigung, einen besonderen Trost: Denken wir nur an die beiden J\u00fcnger, die auf dem Weg nach Emmaus von Jesus begleitet werden. Jesus holt sie aus ihrer Trauer heraus, indem er ihnen seinen Weg als den Weg Gottes deutet; und am Ende erkennen sie ihn dann pl\u00f6tzlich. \u201eBrannte nicht unser Herz in uns auf dem Wege, als er mit uns redete\u201c, m\u00fcssen sie da sagen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine besonders sch\u00f6ne Geschichte ist die Erz\u00e4hlung von Maria Magdalena im Johannesevangelium im Kapitel 20. Diese Erz\u00e4hlung ist unser heutiger Predigttext. Ihm wenden wir uns jetzt zu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir begeben uns einmal mit Maria Magdalena hinein in den Garten mit dem Grab Jesu und fragen, was ihre Erfahrung ausmacht und was sie auch f\u00fcr uns, unser Leben und unseren Glauben bedeuten kann.<a href=\"applewebdata:\/\/0E99824A-9F76-4691-A061-75E03CF6E085#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zun\u00e4chst der Text dieser Erz\u00e4hlung:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>(11) Maria aber stand drau\u00dfen beim Grab und weinte. W\u00e4hrend sie nun weinte, beugte sie sich vor zum Grab (12) und sah da zwei Engel in wei\u00dfen Gew\u00e4ndern sitzen, einen beim Kopf und einen bei den F\u00fc\u00dfen, wo der Leib Jesu gelegen hatte. (13) Und die sagten ihr: \u201eFrau, warum weinst du?\u201c Sie sagte ihnen: \u201eMan hat meinen Herrn weggenommen, und ich wei\u00df nicht, wo man ihn beigesetzt hat.\u201c (14) Nachdem sie das gesagt hatte, wandte sie sich um, zur\u00fcck, und sah da Jesus stehen, und wusste nicht, dass es Jesus war. (15) Jesus sagte ihr: \u201eFrau, warum weinst du? Wen suchst du?\u201c Weil sie meinte, es sei der G\u00e4rtner, sagte sie ihm: \u201eHerr, wenn du ihn weggebracht hast, sage mir, wo du ihn beigesetzt hast, sodass ich ihn holen kann.\u201c (16) Jesus sagte ihr. \u201eMaria!\u201c Sie wandte sich um und sagte ihm auf Hebr\u00e4isch: \u201eRabbuni\u201c \u2013 Das hei\u00dft: Lehrer. (17) Jesus sagte ihr: \u201eHalt mich nicht fest, denn ich bin noch nicht zum Vater aufgestiegen. Geh aber zu meinen Br\u00fcdern und sage ihnen: \u201eIch steige hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, meinem Gott und eurem Gott.\u201c (18) Maria aus Magdala ging und meldete es den J\u00fcngern: \u201eIch habe den Herrn gesehen\u201c, und dass er ihr das gesagt hatte. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn wir Maria Magdalena begleiten bei dem, was sie hier erlebt, k\u00f6nnen wir mit ihr vier Schritte gehen, die ihre Erfahrung ausmachen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am Anfang steht die tiefe Trauer \u00fcber den Verlust Jesu, des geliebten Lehrers, der Gottes Liebe zu allen gebracht hat. Sie weint, sie sucht ihn, sie ist ratlos. Dann wird sie in ihrer Trauer angesprochen, mit ihrem Namen. Jesus selbst holt sie daraus. Es folgt das Staunen \u00fcber das neue, ganz andersartige Leben und Dasein Jesu. Und am Ende geht es darum, dass sie die Lebensbotschaft weitersagt.<\/p>\n<p>1. Das Erste ist die Trauer: \u201eMaria stand drau\u00dfen am Grab und weinte\u201c. Sie ist wie selbstverst\u00e4ndlich am Grab Jesu. Sie leidet am Verlust des Menschen, der die Lebensbotschaft Gottes gebracht hat. Im Weinen Marias kann sich die Gemeinde wiedererkennen, an die der Evangelist Johannes sein Evangelium richtet. Es war eine bedr\u00e4ngte Gemeinde. Jesus hat im Johannesevangelium die Bedr\u00e4ngnis seinen J\u00fcngern schon in seinen Abschiedsreden angek\u00fcndigt: \u201eWeinen und Klagen werdet ihr; aber die Welt wird sich freuen\u201c. In der Nachfolge Jesu gibt es immer wieder auch Bedr\u00e4ngnis, Verzagtheit, Anlass zur Trauer. Das wird nicht \u00fcbersprungen. Und so wird Maria am Ort ihrer Trauer abgeholt und weitergef\u00fchrt. Aber wird sie auch das erfahren, was Jesus versprochen hat: \u201eIhr werdet traurig sein, aber eure Trauer soll in Freude verwandelt werden\u201c? (Joh 16.20)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zun\u00e4chst bleibt bei Maria noch die Ratlosigkeit. Sie hat das Verlangen, wenigstens dem Leib des Herrn W\u00fcrde und Ehre zu geben. Wer einen lieben Menschen verloren hat, wei\u00df, wie wichtig es ist, dass der Abschied w\u00fcrdig gestaltet wird, dass der Verstorbene nicht einfach verschwunden ist, dass es einen Erinnerungsort gibt, zu dem man gehen kann, oder dass Erinnerungszeichen da sind, die etwas von der fr\u00fcheren Verbundenheit sichtbar machen. Darum ist ja auch die Kriegsgr\u00e4berf\u00fcrsorge bei uns so eine wichtige Arbeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Engel im Grab fragen Maria: \u201eFrau, warum weinst du?\u201c Sie antwortet: \u201eMan hat hat meinen Herrn weggenommen, und ich wei\u00df nicht, wo man ihn beigesetzt hat.\u201c Doch Marias Ratlosigkeit bleibt. Die Engel geben ihr keine Antwort.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Anders als in den anderen Evangelien soll es im Johannesevangelium Jesus selbst sein, der sich Maria als der Lebendige zeigt.<\/p>\n<p>2. Damit kommen wir zur Mitte unseres Bibeltextes. Es ist eine Szene, die die fundamentale \u00f6sterliche Wandlung schildert, die der Ratlosigkeit ein Ende setzt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Maria wird angesprochen, von niemand anderem als Jesus selbst, der auf einmal im Garten ist. Maria wendet sich um und sieht ihn, erkennt ihn aber nicht, sondern meint, es sei der G\u00e4rtner. Jesus spricht sie an, wie die Engel sie angesprochen haben: \u201eFrau, warum weinst du?\u201c Und er setzt hinzu: \u201eWen suchst du?\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Angesprochen werden: Das ist ein erster Schritt, in der Trauer abgeholt zu werden, mit ihr nicht allein zu bleiben. Maria wiederholt ihre Frage, gepr\u00e4gt von ihrer Ratlosigkeit, aber auch mit einer kleinen Hoffnung: \u201eHerr, wenn du ihn weggebracht hast, sage mir, wo du ihn beigesetzt hast, sodass ich ihn holen kann.\u201c Sie m\u00f6chte f\u00fcr den Verstorbenen noch einen letzten Liebesdienst leisten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber dann kommt die Wende, mit einem Wort nur, aber es ist das entscheidende Wort, das Wort, das die Fragen beantwortet und der Ratlosigkeit ein Ende setzt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus spricht sie mit ihrem Namen an: \u201eMaria\u201c. Sie h\u00f6rt die Stimme, und es f\u00e4llt wie Schuppen von ihren Augen. Angesprochen mit dem eigenen Namen: Im Rahmen des Johannesevangeliums erinnert das an das 10. Kapitel des Evangeliums, das vom guten Hirten handelt: Der gute Hirte ruft seine Schafe bei ihrem Namen und sie folgen ihm, da sie seine Stimme kennen. Wer mich liebevoll mit meinem Namen anredet, der achtet mich, f\u00fcr den bin ich wichtig. Wie jetzt Maria so von Jesus angesprochen ist, erkennt sie ihn und wendet sich ihm zu. Und wieder ist es nur ein Wort, das alles ausdr\u00fcckt, was Maria in diesem Moment erkannt hat: \u201eRabbuni\u201c sagt sie auf Hebr\u00e4isch: \u201eLehrer!\u201c Der, der sie gelehrt hat, der ihr das Lebenswort Gottes gebracht hat, ist lebendig. Sie braucht keinen Leichnam mehr zu suchen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber da ist noch mehr geschehen als die Wiederbelebung eines Leichnams \u2013 wie es etwa bei der Auferweckung des Lazarus war, von der auch im Johannesevangelium erz\u00e4hlt wird. F\u00fcr Lazarus ist es ja nur eine R\u00fcckkehr in das irdische Leben.<\/p>\n<p>3. Damit sind wir bei dem Dritten, was uns diese Geschichte zeigt: dem Staunen \u00fcber das neue Leben, das nicht mehr durch den Tod begrenzt ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus kehrt nicht in das irdische Leben zur\u00fcck. Sondern er steht nun daf\u00fcr, dass der Tod grunds\u00e4tzlich verloren hat, dass das Leben siegt. Jesus ist kein am Kreuz Gescheiterter und Erledigter, sondern als der Herr lebendig gegenw\u00e4rtig. Deshalb kann und soll Maria ihn nicht wie ihren irdischen Lehrer festhalten, sondern als den verk\u00fcndigen, der nun f\u00fcr alle bei Gott lebt, der gegenw\u00e4rtig ist im Heiligen Geist. Dabei ist Jesus kein anderer als der, der hier auf der Erde gelebt hat: In ihm ist Gott selbst in das irdische Leben hineingekommen. In seinem irdischen Leben hat er Gottes Liebe gezeigt, besonders den Verlorenen, Verlassenen, Kranken. An der Seite der Schwachen und Bedr\u00e4ngten ist er selbst den Weg ins Leiden hineingegangen bis zum Kreuzestod. Ostern bedeutet: Dieser irdische Liebesweg ist nicht vergangen, sondern er ist Gottes Liebesweg f\u00fcr die ganze Welt.<\/p>\n<p>4. Diese Erfahrung kann man nicht f\u00fcr sich behalten. Und damit sind wir beim Vierten: Die Botschaft vom lebendigen Christus muss weitergegeben, weitererz\u00e4hlt werden. Dass die Frauen die ersten Osterzeugen sind und dass Maria die Botschaft den J\u00fcngern sagen soll, zeigt, welch wichtige Rolle die Frauen, die J\u00fcngerinnen Jesu, in der fr\u00fchen Gemeinde gehabt haben. Maria Magdalena ist in der Ostererz\u00e4hlung bei Johannes mehrfach die Erste: die Erste am Grab, die sieht, dass der Stein weggenommen ist, die Erste, die Jesus nach seinem Tod begegnet. Und sie ist die Erste, die die Botschaft vom neuen Leben Jesu weitersagt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie kann die Osterbotschaft in unser Leben hineinleuchten? Ich habe dazu ein Kunstwerk vor Augen, das in Goslar \u00fcber meinem Schreibtisch h\u00e4ngt. Es ist klein auf dem Liedzettel abgebildet, den ich Ihnen mitgebracht habe. Die K\u00fcnstlerin Rika Unger, die es aus gerissenem Papier gestaltet hat, nennt es \u201eGro\u00dfes Licht und kleine Sonnen\u201c. Wir sehen, wie das Licht von Ostern den Stein zerrei\u00dft, der vor dem Grab gelegen hat, und wie es das Kreuz \u00fcberstrahlt, das im Hintergrund noch zu sehen ist. Und es zeigt, wie von dem gro\u00dfen Osterlicht \u2013 rechts im Bild zu sehen \u2013 kleine Sonnen hinein gehen in das Geflecht menschlichen Lebens, in dem es auch immer wieder Kreuze gibt, wie also die Botschaft weitergegeben wird und weitergeht und es an vielen Stellen hell machen kann, auch wo es dunkel ist. Maria hat damit angefangen, die J\u00fcnger haben es aufgenommen und weitergetragen, es ist gewachsen in die ganze Welt hinein und hat ungez\u00e4hlten Menschen Trost und Kraft geschenkt im Einsatz f\u00fcr das Leben, aber ebenso in Not und Todesangst. Auch Dietrich Bonhoeffer im Gef\u00e4ngnis ist sein Bote gewesen, wenn er im Advent 1944 dichtet: \u201eLass still und warm die Kerzen heute flammen, die du in unsre Dunkelheit gesetzt\u201c. Mutter Teresa hat das Licht in den Slums von Kalkutta angez\u00fcndet, Martin Luther King mit seinem Traum von einer Welt, in der Feindschaft und Hass \u00fcberwunden werden. Die Botschaft ist lebendig bei den ehrenamtlichen Helfern in unseren Hospizen, bei den Freiwilligen, die Fl\u00fcchtlinge im Mittelmeer retten, bei den Missions\u00e4rzten, die Menschen in Seuchen- und Infektionsgebieten helfen. Sie richtet sich gegen die, die Tod und Umweltzerst\u00f6rung f\u00fcr ihren Profit und f\u00fcr ihren Machtmissbrauch in Kauf nehmen. Sie st\u00e4rkt alle, die sich einsetzen f\u00fcr die Bewahrung des Lebens auf unserer Erde. Sie will bei uns sein, wenn uns selbst Dunkel und Lebensangst bedr\u00e4ngen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir brauchen diese Botschaft, jeder und jede von uns an unseren Orten und auf unseren Wegen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eChrist ist erstanden\u201c \u2013 \u201eEr ist wahrhaftig auferstanden\u201c.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-22686\" src=\"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2009_8_9_10-992-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2009_8_9_10-992-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2009_8_9_10-992-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2009_8_9_10-992-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2009_8_9_10-992-624x468.jpg 624w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2009_8_9_10-992.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Prof. em. Dr. Johannes L\u00e4hnemann, Goslar, <a href=\"mailto:johannes.laehnemann@\">johannes.laehnemann@<\/a>gmail.com<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Johannes L\u00e4hnemann (geb. 1941) hatte von 1981-2007 den Lehrstuhl f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik und Didaktik des Ev. Religionsunterrichts an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg inne. Er lebt im Ruhestand in Goslar. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Interreligi\u00f6ser Dialog, Interreligi\u00f6ses Lernen, Religionen und Friedenserziehung. Er ist Mitglied der internationalen Kommission <em>Interreligious Education <\/em>der Bewegung <em>Religions for Peace <\/em>(RfP) und Leiter der Arbeitsgruppe Interreligi\u00f6se Bildung-Friedensp\u00e4dagogik bei <em>Religionen f\u00fcr den Frieden Deutschland.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Seine Autobiografie ist erschienen unter dem Titel \u201eLernen in der Begegnung. Ein Leben auf dem Weg zur Interreligiosit\u00e4t.\u201c G\u00f6ttingen (Vandenhoeck &amp; Ruprecht) 2017.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Predigt wird im zweisprachigen Gottesdienst (Deutsch \u2013 Italienisch) in der methodistisch-waldensischen Gemeinde in Luino \/ Lago Maggiore gehalten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liedempfehlungen: EG 99: Christ ist erstanden; EG 112: Auf, auf, mein Herz, mit Freuden; EG 116: Er ist erstanden, Halleluja!<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/0E99824A-9F76-4691-A061-75E03CF6E085#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> In der Auslegung folge ich vor allem Klaus Wengst:\u00a0 Das Johannesevangelium. Neuausgabe, Stuttgart 2019.= Theologischer Kommentar zum Neuen Testament Bd. 4, bes. S. 550ff.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Begegnung Jesu mit Maria Magdalena | Ostersonntag | 20. April 2025 | Joh 20,11-18a | Johannes L\u00e4hnemann | Liebe Gemeinde! Wir feiern Ostern. Wir feiern die Botschaft: Der Tod hat verloren! Das Leben siegt! \u00dcberlegen wir einmal: Wo und wie ist uns diese Botschaft einmal besonders eindr\u00fccklich begegnet? Vielleicht denken wir an einen Osternachtgottesdienst, wo [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":22681,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[39,1,727,157,853,114,225,299,349,3,704,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-22683","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-johannes","category-aktuelle","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-johannes-laehnemann","category-kapitel-20-chapter-20-johannes","category-kasus","category-nt","category-ostersonntag","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22683","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22683"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22683\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22687,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22683\/revisions\/22687"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22681"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22683"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22683"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22683"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=22683"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=22683"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=22683"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=22683"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}