{"id":23070,"date":"2025-04-22T17:02:25","date_gmt":"2025-04-22T15:02:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=23070"},"modified":"2025-04-22T09:52:49","modified_gmt":"2025-04-22T07:52:49","slug":"1-petrus-13-9-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-petrus-13-9-2\/","title":{"rendered":"1. Petrus 1,3-9"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Quasimodogeniti | 27. April 2025 | 1. Petr 1,3-9 | Stephan Lorenz |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Quasimodogeniti hei\u00dft der heutige Sonntag. Der Name leitet sich vom fr\u00fcheren Wechselgesang (Antiphon) des Sonntages aus dem 1. Petrusbrief ab (2,2). <em>Wie die neugeborenen Kinder seid begierig nach der vern\u00fcnftigen, lauteren Milch (des Evangeliums).<\/em>*<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vielleicht ist damit eine Frage gestellt, die die Texte des heutigen Sonntages zu beantworten suchen. Die Auferstehung Jesu von den Toten ist verk\u00fcndet: <em>Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.<\/em> Aber, hat sich etwas in unserem Alltag ver\u00e4ndert? Ist es nicht eher so, wie der 116. Psalm beklagt: <em>&#8222;Mich binden H\u00f6llenangst und Tod, ich komm&#8216; in Jammer und in Not&#8230;&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Worte beschreiben einen gro\u00dfen Teil unseres Erlebens: Krieg in der Ukraine, in Gaza, Israel, Sudan; Wirtschaftskrise versch\u00e4rft durch Z\u00f6lle, Faschismus und Antisemitismus bedrohen unsere Demokratien. Aber wir brauchen gar nicht in die Ferne schauen, auch bei uns machen sich viele Sorgen um ihre Existenz, ihre Arbeit, ihre Ausbildung, die Umwelt. Angst, Tod, Jammer und Not besch\u00e4ftigen uns trotz Ostern weiterhin. Wie mit dieser Diskrepanz umgehen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Solch Erleben haben wir nicht allein, schon die ersten Christen im n\u00f6rdlichen Kleinasien des ausgehenden 1. Jahrhundert scheinen \u00e4hnlich gef\u00fchlt zu haben. Sie hatten die Botschaft von der Auferstehung geh\u00f6rt und dem Evangelium Glauben geschenkt. Hatten eine \u00e4hnliche Erfahrung gemacht, wie sie Olga Tokarczuk beschreibt**:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eJa, wir wussten, seit er \u2013 Sabbatai Zwi \u2013 gekommen war, besa\u00df die Welt ein anderes lebloses Antlitz, und schien sie auch ein und dieselbe zu sein, war sie doch eine g\u00e4nzlich andere geworden. Die alten Gesetze besa\u00dfen keine G\u00fcltigkeit mehr, allen Sinn verloren hatten die Gebote, nach denen wir als Kinder so vertrauensvoll gelebt hatten. Auch die Tora \u2013 dem Anschein nach unver\u00e4ndert, war doch im buchst\u00e4blichen Sinn nichts an ihr verwandelt worden, niemand hatte ihre Buchstaben vertauscht \u2013, lie\u00df sich nicht mehr lesen wie fr\u00fcher. In den alten Worten offenbarte sich eine durch und durch neue Bedeutsamkeit und wir sahen und verstanden sie.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das beschreibt vielleicht die messianische Erfahrung der ersten Christen, ihren Glauben. Die Reaktion ihrer Umwelt war arg kontr\u00e4r. Statt Himmelreich Leiden, statt Wiederkunft des Messias in Herrlichkeit Angriffe von staatlichen Stellen und aus der eigenen Synagoge***. Ja Schm\u00e4hungen, sie wurden als \u201aChristianoi\u2018 (Christen) ver\u00e4ppelt und verlacht. Als armselige Spinner verh\u00f6hnt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Derart gebeutelten, verunsichert fragenden Menschen schreibt Petrus: <em>Gelobt sei Gott der Vater unseres Herrn Jesus Christus. Aus seinem gro\u00dfen Erbarmen heraus hat er uns wiedergeboren, damit wir eine lebendige Hoffnung haben durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, auf dass wir eine unverg\u00e4ngliche und unbefleckte und unverwelkliche Erbschaft empfangen, die in den Himmeln f\u00fcr euch aufbewahrt ist. In der Kraft Gottes seid ihr beh\u00fctet durch den Glauben zur Rettung. Sie liegt bereit, in der letzten Zeit offenbart zu werden. Dar\u00fcber jubelt ihr, obwohl ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, unter mancherlei Versuchungen leidet. Dadurch wird die Echtheit eures Glaubens als viel wertvoller erwiesen als Gold, dasdoch verg\u00e4nglich ist und das durch Feuer gepr\u00fcft wird. Und es geschieht zum Lob und zum Ruhm und zur Ehre bei der Offenbarung Jesu Christi. Ihn liebt ihr, obwohl ihr ihn nicht gesehen habt. An ihn glaubt ihr, obwohl ihr ihn auch jetzt nicht schaut. Jubelt mit unaussprechlicher und herrlicher Freude,<\/em> <em>weil ihr das Ziel eures Glaubens erlangt: die Rettung eurer Seelen!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Welche \u201evern\u00fcnftige und reine Milch\u201c bietet Petrus den Fragenden an?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zun\u00e4chst f\u00e4llt auf, dass er nicht in durchaus berechtigte Klageges\u00e4nge einstimmt, sondern ein Loblied beginnt auf die lebendig machende Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, die zur Rettung unsere Seelen f\u00fchrt. Wie geht das?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine lebendig machende Hoffnung, im Gegensatz zur \u201aWelt\u2018 un-verg\u00e4nglich, un-befleckt und un-verwelklich. Wenn der Brief, wie manche vermuten, nicht nur an Judenchristen (wegen der vielen Anspielungen aus der Tora), sondern auch an Heidenchristen geschrieben wurde, kann man annehmen, dass die Leser die griechische Mythologie der Hoffnung (Elpis) kennen. Das war Allgemeinbildung. Hesiod erz\u00e4hlt von der B\u00fcchse der Pandora, die sie als himmlisches Hochzeitsgeschenk mitbringt. Als sie ge\u00f6ffnet wird, entfleuchen viele menschliche Leiden. Nur die Hoffnung bleibt stecken. Die Griechen sind sich nie einig, ob Elpis ein tr\u00fcgerischer Glaube an k\u00fcnftige gute Dinge oder nur eine wahnhafte Erwartung ist. Dient Hoffnung dem Menschen in seinem Elend oder ist sie leere, gef\u00e4hrliche Phantasie? Euripides nennt sie den \u201eFluch des Menschen\u201c (Die Bittsteller). ****<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Petrus antwortet dieser ambivalenten speziell griechischen Lesart der Hoffnung (Elpis) mit seiner j\u00fcdischen Tradition. Jesaja f\u00e4llt einem ein:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Die auf den Ewigen hoffen, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler; sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und erm\u00fcden nicht. <\/em><em>(40,31) <\/em>Oder Psalm 130,5ff:<em> Ich warte auf den Ewigen, meine Seele wartet; und auf sein Wort harre ich. Meine Seele harrt auf den Ewigen, mehr als die W\u00e4chter auf den Morgen. Hoffe, Israel, auf den Ewigen!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">J\u00fcdische, prophetische Hoffnung erinnert sich an die Heilstaten des Ewigen und erwartete ebensolche f\u00fcr die Zukunft. Die Hoffnung (Elpis) von der Petrus schreibt ist, \u00e4hnlich der Propheten, in der Person Jesu Christi gegr\u00fcndet, der den Tod \u00fcberwindet. Christliche Hoffnung ist f\u00fcr ihn eine zwar auf den Auferstandenen zur\u00fcckblickende, aber umso hoffnungsvoller nach vorne in die Zukunft schauende, das Ziel des Glaubens vor Augen: die Rettung unserer Seelen. So beschreibt er die Dynamik, die Lebendigkeit der Hoffnung, die die \u201aChristianoi\u2018 haben d\u00fcrfen. Mit Stolz k\u00f6nnen sie deshalb auf die Schm\u00e4hungen ihrer Mitb\u00fcrger reagieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Petrus leugnet die Leiden seine Mitchristen nicht. Er vergleicht sie mit dem Leiden Christi. Wie der Messias gelitten hat, so leiden auch sie und werden, wie er in Herrlichkeit auferstehen. Ihre Leidenszeit beschreibt er mit dem Wort \u03c0\u03b5\u03b9\u03c1\u03b1\u03c3\u03bc\u03bf\u1fd6\u03c2 \u2013 Versuchungen. Das Wort hat im Griechischen wie im Deutschen eine doppelte Bedeutung, sowohl \u00c4rgern (das beschreibt den Affekt, den das Verhalten ausl\u00f6st), ja \u00c4rgernis erregen und erproben. Beides schwingt hier mit. Denn in der Tat erregen die Christianoi \u00c4rgernis, bei ihren Mitb\u00fcrgerInnen. Sie verweigern sich den heidnischen Opferzeremonien, die die antike Gesellschaft zusammenhalten. Wer den G\u00f6ttern nicht opfert, erregt den Zorn der G\u00f6tter und bringt Ungl\u00fcck \u00fcber die Polis. Wer nicht die schuldigen Opfer darbringt, sch\u00fcrt die Angst vor der Rache der G\u00f6tter.Griechische Sagen erz\u00e4hlen oft von g\u00f6ttlicher Rache. Das angstfreie Verhalten der Christianoi macht den anderen Angst und provoziert ihre aggressiven Reaktionen.*****<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Den griechischen Lebensentwurf k\u00f6nnen wir tragisch nennen. Sophokles hat ihn klassisch formuliert: &#8222;Nie geboren worden zu sein \u2013 das ist mit Abstand das Beste, was dem Menschen passieren kann. Das Zweitbeste aber ist, nach der Geburt mit gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Geschwindigkeit dorthin wieder zur\u00fcckzukehren, woher er gekommen ist.&#8220;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Lebensentwurf der Christianoi in \u00c4rgernis und Leiden ist ein anderer. Von lebendiger Hoffnung gepr\u00e4gt. Zwar sind sie durch die Taufe, ihr Bekenntnis zum Messias Jesus, zu Fremden in dieser Welt geworden, den in der Welt zerstreuten Juden gleich, \u2013 und dieses Fremdsein, sich befremdend zu verhalten, verursacht auch Leiden, \u2013 jedoch haben sie schon jetzt Anteil an der Herrlichkeit, die kommt. Ihrer Erbschaft ist in den Himmeln aufbewahrt. Der Lebensentwurf der Christianoi muss Leiden nicht verleugnen, oder sie fliehen, er sagt: Leiden geh\u00f6rt zum Leben dazu. Der Gott Jesu Christi ist \u2013 kontr\u00e4r zu ihren fr\u00fcheren griechischen G\u00f6ttern \u2013 ein mitleidender, sympathischer Gott. Interessiert am Leben, am ewigen Leben seiner Menschen. Sie d\u00fcrfen darauf vertrauen: In der Kraft Gottes seid ihr beh\u00fctet durch den Glauben zur Rettung. Freude durchzieht ihr Leben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Modern formuliert kann man diesen Lebensentwurf bei Viktor Frankl finden. <em>\u201eWenn Leben \u00fcberhaupt einen Sinn hat, muss auch Leiden einen Sinn haben. Es kommt nicht darauf an, was man leidet, sondern wie man es auf sich nimmt.\u201c<\/em>Ist die Aussage seines Buches von 1946 \u201e\u2026trotzdem ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt dasKonzentrationslager vorgestellt\u201c. Er meint, auch unter den inhumansten Bedingungen sei es m\u00f6glich, einen Sinn im Leben zu sehen. F\u00fcr Frankl selbst war es die Vorstellung, dass er in der Zukunft Vorlesungen \u00fcber die Auswirkungen des Lagers auf die Psyche halten wird. Das gibt ihm die entscheidende Kraft zum \u00dcberleben. Was er dann ja auch getan hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Sinn des Lebens f\u00fcr die Christianoi im Hier und Jetzt, in der Fremde der Zerstreuung, vollendet sich im Liebensgebot. Wie Gott in Christus mitleidend, sympathisch, liebend sich zeigt, k\u00f6nnen auch wir uns eben gleich verhalten. Petrus gibt deshalb am Ende seines Briefes den Rat sich in die bestehenden Ordnungen einzuf\u00fcgen. Nicht gegen die Realit\u00e4t anzugehen. Kein Kampf gegen Windm\u00fchlenfl\u00fcgel. Das Wichtiges in allem Verhalten aber sei die Liebe zu seinen Mitmenschen: \u201e<em>Vor allem aber liebt einander in t\u00e4tiger Liebe, denn <\/em><em>Liebe deckt viele S\u00fcnden zu\u201c <\/em><em>(1.Petr. 4,8, Zitat Spr\u00fcche 10,12)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was k\u00f6nnten wir f\u00fcr uns mitnehmen? Wie k\u00f6nnten wir das verstehen? Die j\u00fcdische Philosophin Hannah Arendt beschreibt ihrem Lebensentwurf, der dem des Petrus und der Christianoi nicht un\u00e4hnlich ist, jedenfalls passend zu Quasi modo geniti \u2013 mit folgenden Worten: \u201eDein Leben hat immer einen neuen, einen geburtlichen Anfang. Dein Leben beginnt nicht nur einmal bei der Geburt, damals bei mir vor gut 67 Jahren. Geburtlichkeit ist die Tatsache, die es Dir und mir m\u00f6glich macht, Neues zu beginnen, jeden Tag, ja jede Stunde. Ich kann, darf, soll mein Leben weniger als ein Altern, Vergehen bis zum Tod wahrnehmen, sondern als Geschenk f\u00fcr ein stetiges Aufwachen, Aufstehen, Aufbrechen \u2013 wie eben neugeboren \u2013 bis zum gro\u00dfen Auferstehen am Ende meiner Zeit.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich kann es nicht besser formulieren, was ich vom Schreiber des Briefes Petrus verstanden habe. Und deshalb ist es berechtigt, getr\u00f6stet Loblieder anzustimmen, auch wenn unsere Welt im Argen liegt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In Dir ist Freude, in allem Leide,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">o Du teurer Jesus Christ.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Durch Dich wir haben himmlische Gaben,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">der Du wahrer Heiland bist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hilfest von Schanden, rettest von Banden,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">wer Dir vertrauet hat wohlgebauet,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">wird ewig bleiben. Halleluja!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zu Deiner G\u00fcte steht das Gem\u00fcte,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">an Dir wir kleben im Tod und Leben,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">nichts kann uns scheiden. Halleluja! (EG 398)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Und der Heilige Geist befestige diese Worte in euren Herzen, damit ihr das nicht nur h\u00f6rt, sondern auch im Alltag erfahrt, auf dass euer Glaube zunehme und ihr selig werdet, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>* Quasi modo geniti infantes, Halleluja, rationabile, sine dolo lac concupiscite.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>** Olga Tokarczuk, Die Jakobsb\u00fccher<\/em>, S. 963. Schabbatei Zwi lebte von 1626-1667 im Osmanischen Reich. Er war Religionsgelehrter und bezeichnete sich selbst ab 1646 als Messias. Er war allerdings mit einem rabbinischen Bann belegt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">***Wie es Paulus schildert: 2 Kor 11,24: <em>&#8222;Von den Juden habe ich f\u00fcnfmal erhalten vierzig Gei\u00dfelhiebe weniger einen\u201c<\/em>(vgl. auch 1 Thess 2,14f.).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">****<em>Goethe hat der Elpis in seinem Gedicht \u201aUrworte\u2018 orphisch das Thema (positiv) aufgenommen:<\/em> \u0395\u039b\u03a0\u0399\u03a3, Hoffnung<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch solcher Grenze, solcher ehrnen Mauer<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">H\u00f6chst widerw\u00e4rt\u2019ge Pforte wird entriegelt,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sie stehe nur mit alter Felsendauer!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein Wesen regt sich leicht und ungez\u00fcgelt:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aus Wolkendecke, Nebel, Regenschauer<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Erhebt sie uns, mit ihr, durch sie befl\u00fcgelt,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ihr kennt sie wohl, sie schw\u00e4rmt durch alle Zonen;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein Fl\u00fcgelschlag \u2013 und hinter uns \u00c4onen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">*****Anschaulich erz\u00e4hlt dies eine Sufigeschichte:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">A stranger walked into a foreign land and saw many people running and screaming in terror away from an open field. As the people ran past, the stranger continued on approaching the source of this terror. The people were shouting, \u201cThere\u2019s a monster in the field! Don\u2019t go any further!\u201d But the stranger continued on and ultimately realized that what people were running from was nothing more than a single watermelon. Perplexed and desiring to ease the fear of these people, the stranger picked up the watermelon, broke it apart, took a chunk and ate it. \u201cLook, I have defeated the monster!\u201d said the stranger. Instead of relief, this caused further fear. The people turned on the stranger as an even more terrifying monster and chased him out of town shouting, \u201cHe will kill us next!\u201d<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Another stranger entered the same town, witnessed the same terror, and made the same realization that the townspeople were running from what appeared to be a harmless watermelon. However, instead of trying to convince them that it was \u201cjust a watermelon\u201d or offering to vanquish the monster for them, the stranger listened to them, agreed that it must be dangerous, and went along with them, all the while maintaining his own internal sense of safety in the face of the watermelon. He entered into their homes, sat with them, ate meals with them, and earned their trust. Eventually, through listening and simply spending time together, the stranger more deeply understood the fear of the townspeople and, simultaneously, they began to learn from the stranger not only that these watermelons were not dangerous, but that they could be eaten and cultivated as delicious food.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Confiteor: (zum Eingang)<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Psalm des heutigen Sonntages Quasimodogeniti \u2013 wie die neugeborenen Kinder lesen wir: <em>Gott ist gn\u00e4dig und gerecht, \u2026 wenn ich schwach bin, so hilft er mir. <\/em>Wie sollen wir das glauben? Wir sehen: Vernichtungskrieg in der Ukraine, immer mehr Fl\u00fcchtlinge, f\u00fchlen uns hilflos. Aber, wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Was w\u00e4re, wenn wir uns so sehen, wie der Psalm erz\u00e4hlt:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Gott ist uns gn\u00e4dig \u2026 wenn ich schwach bin, hilft er mir.<\/em> Um diese Blickrichtung einzu\u00fcben kommen wir hierher. Denn, wenn wir nur das zu glauben, was wir sehen, wird unser Leben noch schwieriger, als es ohnehin schon ist. Wir bitten: <em>Gott, erbarme dich, vergib uns unser eingeschr\u00e4nktes Blickfeld und f\u00fchre uns zum ewigen Leben. Lass uns diesen Gottesdienst mit einem unbeschwerten Herzen und fr\u00f6hlichen Lippen feiern durch Christum, den Messias. <\/em>Und wirerhalten gleich zu Beginn die Antwort, die sich durch diesen ganzen Gottesdienst best\u00e4tigen m\u00f6ge: <em>Gott erbarmt sich, Christus ist auferstanden, damit ist uns vergeben und alle, die vertrauen, sind Gottes Kinder und sein Heiliger Geist wird mit ihnen sein. So werden wir selig. Das verleihe Gott uns allen. Amen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Kollektengebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, der Du uns tr\u00f6stest in unseren \u00c4ngsten, sei uns gn\u00e4dig und erh\u00f6re unser Gebet. Wir haben den auferstandenen Christus nicht gesehen und doch glauben wir an ihn. Manchmal mehr, manchmal weniger, manchmal gar nicht. Wir bitten: Erf\u00fclle uns mit deiner \u00f6sterlichen Freude. Hilf, dass sie lebendig bleibe in uns und ausstrahle, dass viele Menschen von ihr angesteckt werden. Wir bitten dich, r\u00fcste uns aus mit deiner Kraft, die Leben schafft, sende uns deinen Geist, damit wir in deiner Wahrheit leben bis wir einziehen in dein himmlisches Reich. Wir bitten das im Namen des auferstanden Christus, der mit DIR und dem HEILIGEN GEIST Kraft hat unsere Leben zu ver\u00e4ndern heute und f\u00fcr immer. Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>F\u00fcrbittengebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">P: Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Kein Grab h\u00e4lt ihn, keine Zeit begrenzt ihn, kein Gedanke fasst ihn. In ihm steht das Unbegreifliche vor uns, das Unm\u00f6gliche wird wahr.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">A: Wir vertrauen, auch wenn wir nicht sehen, und bitten f\u00fcr die, die in ihren eigenen Problemen gefangen sind, sich im Kreis ihrer eigenen Konflikte drehen. Bitten f\u00fcr alle, die in der Welt nach dir fragen, dich suchen wie die Luft zum Atmen, sich sehnen nach der Freiheit der Kinder Gottes. Auferstandener, erbarme dich: Kyrie eleison<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">B: Wir vertrauen, auch wenn wir nicht sehen und bitten f\u00fcr die, die wenig Hoffnung haben, in Bedr\u00e4ngnis verstummen, ohne Aussicht Hilfe sind. Bitten f\u00fcr alle, die schwachsinnigen Ideologien aufsitzen, Andersdenkende verachten und blind geworden sind f\u00fcr die Weite,W\u00fcrde und Widerspr\u00fcchlichkeit allen Lebens. Auferstandener, erbarme dich: Kyrie eleison<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">C: Wir vertrauen, auch wenn wir nicht sehen und bitten um Frieden f\u00fcr die Menschen in der Ukraine Israel und Gaza, f\u00fcr alle, die eingesperrt und bedr\u00e4ngt werden, Schutz suchen f\u00fcr ihre H\u00e4user und Familien. Steh ihnen bei in ihrer Angst. Auferstandener, erbarme dich: Kyrie eleison<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">P: In Dir Gott wird das Undenkbare wahr: Du hast den Tod \u00fcberwunden, damit wir leben. Lass uns dein Leben ergreifen, uns gegenseitig vergeben und in der Liebe bleiben, mit der Du uns zuerst geliebt hast. Dir vertrauen wir uns an in Zeit und Ewigkeit. Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Laudate omnes gentes<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Vater Unser<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lieder<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">EG 99 Christ ist erstanden; EG 107 Wir danken dir Herr Jesu Christ;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">EG100 Wir wollen alle fr\u00f6hlich sein; EG 103 Gelobt sei Gott; EG 398 In<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">dir ist Freude; EG 112 Auf, auf mit Freuden<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Stephan Lorenz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quasimodogeniti | 27. April 2025 | 1. Petr 1,3-9 | Stephan Lorenz | Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen Quasimodogeniti hei\u00dft der heutige Sonntag. Der Name leitet sich vom fr\u00fcheren Wechselgesang (Antiphon) des Sonntages aus dem 1. Petrusbrief ab (2,2). 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