{"id":23259,"date":"2002-03-24T09:10:58","date_gmt":"2002-03-24T08:10:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=23259"},"modified":"2025-04-24T09:34:11","modified_gmt":"2025-04-24T07:34:11","slug":"einfuehrung-in-die-reihe-das-glaubensbekenntnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/einfuehrung-in-die-reihe-das-glaubensbekenntnis\/","title":{"rendered":"Einf\u00fchrung in die Reihe: Das Glaubensbekenntnis"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"p1\">Einf\u00fchrung in die Reihe: Das Glaubensbekenntnis | Ulrich Nembach |<\/h3>\n<p class=\"p1\">Das Glaubensbekenntnis ist die intensivste und darum eine hoch konzentrierte Rede von Gott und an Gott. Es ist Theologie im vollen Wortsinn, soweit menschliches Reden, Theologie, in dieser Hinsicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p class=\"p1\">Das Glaubensbekenntnis wird in jedem christlichen Gottesdienst von allen Anwesenden gesprochen. Um seiner Bedeutung willen wird zugleich st\u00e4ndig um das richtige Verstehen des Glaubens und des Glaubensbekenntnisses gerungen. Wer es spricht, will begreifen, was gesagt wird.<\/p>\n<p class=\"p1\">Wie kann das Glaubensbekenntnis richtig verstanden werden?<\/p>\n<p class=\"p1\"><b>1. Predigt und Glaubensbekenntnis<\/b><\/p>\n<p class=\"p1\"><i>1.1. Luther predigt das Glaubensbekenntnis<\/i><\/p>\n<p class=\"p1\">Die Frage nach dem rechten Verst\u00e4ndnis des Glaubensbekenntnisses kann nur im Kontext allen christlichen Redens von und zu Gott beantwortet werden. Im Gottesdienst steht das Glaubensbekenntnis u.a. im Kontext der Predigt. Oft wird es kurz vor oder nach der Predigt gesprochen. Die Predigt ihrerseits ist ein wesentliches Element eines Gottesdienstes. Sie wird im katholischen Gottesdienst seit dem II. Vatikanischen Konzil in ihrer Bedeutung betont. Im evangelischen Gottesdienst steht die Predigt im Zentrum. Das Predigtamt ist f\u00fcr Luther das h\u00f6chste Amt in der christlichen Kirche.(<span class=\"s1\">1)<\/span> Die Predigt lehrt und ermahnt nach Luther.(<span class=\"s1\">2)<\/span> Somit kommt ihr eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr das Verstehen von Gesetz und Evangelium und damit auch f\u00fcr das Verstehen des Glaubensbekenntnisses zu.<\/p>\n<p class=\"p1\">So ist es nur konsequent, dass Luther in einer Reihe von Predigten das Glaubensbekenntnis wie auch den Dekalog, das Vaterunser und andere wichtige christliche Aussagen auslegt. Die Predigten sind Luther so bedeutsam, dass er die Predigtreihe noch zweimal wiederholt. Er h\u00e4lt also insgesamt drei Predigtreihen. W\u00e4hrend der dritten beginnt er eine weitere Arbeit. Er schreibt den Kleinen Katechismus f\u00fcr Kinder, junge Leute oder Unkundige und den Gro\u00dfen Katechismus f\u00fcr Theologen.(<span class=\"s1\">3)<\/span> Die so entstandenen Katechismen, besonders der Kleine Katechismus, haben unter allen Schriften Luthers die wohl gr\u00f6\u00dfte Verbreitung gefunden. Sie sind Fibeln des Glaubens, stellen den Glauben kurz und pr\u00e4gnant formuliert dar. Sie sind Glaubenslehren, kurz gefasste Dogmatiken.<\/p>\n<p class=\"p1\"><i>1.2. Schleiermacher legt das Glaubensbekenntnis systematisch aus<\/i><\/p>\n<p class=\"p1\">Anders geht Schleiermacher vor.(<span class=\"s1\">4)<\/span> Er ver\u00f6ffentlicht eine zweib\u00e4ndige Glaubenslehre, deren erste und zweite Auflage er 1821 bzw. 1830 selbst besorgt.(<span class=\"s1\">5)<\/span> Sein Gesamtverst\u00e4ndnis von Theologie legt er in seiner \u201eKurzen Darstellung des theologischen Studiums\u201c dar, dem Begleitbuch zu seiner Einf\u00fchrungsvorlesung in das Theologiestudium. Es erschien ebenfalls in zwei von ihm selbst besorgten Auflagen, 1811 und 1830.(<span class=\"s1\">6)<\/span> Die zweite Auflage bietet eine \u00dcberarbeitung der ersten, deren Grundz\u00fcge beibehalten werden. Die Darstellung ist von ihrer Anlage her eine Art Kompendium der Theologie. Beide Auflagen umrahmen die Glaubenslehre. Sie k\u00f6nnen einer Interpretation des Gesamtwerkes dienen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Schleiermacher vergleicht in der \u201eKurzen Darstellung\u201c die \u201ehistorische Theologie\u201c \u2013 im wesentlichen die theologischen Teildisziplinen Exegese, Kirchengeschichte und Dogmatik \u2013 mit einem das Ganze der Theologie tragenden Stamm. Die \u201eKrone\u201c, die dieser Stamm tr\u00e4gt, ist die \u201epraktische Theologie\u201c. Schleiermacher kann sie auch \u201eTechnik\u201c nennen. Sie ist die Technik, die gebraucht wird, um das in der Dogmatik Gedachte und Formulierte der Gemeinde mitzuteilen.(<span class=\"s1\">7)<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><i>1.3. Grundlage und Konsequenzen der unterschiedlichen Zuordnung von Predigt und <\/i><i>Dogmatik<\/i><\/p>\n<p class=\"p1\">Die unterschiedliche Zuordnung von Predigt und Dogmatik durch Luther und Schleiermacher hat ihren Grund in einem jeweils anderen Verst\u00e4ndnis von Theologie. Deshalb ist auch das Verst\u00e4ndnis des Glaubensbekenntnisses betroffen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Der Unterschied ist gr\u00f6\u00dfer, als es vielleicht auf den ersten Blick erscheint. Die unterschiedlichen Zuordnungen von Predigt und Dogmatik beruhen auf grundlegend verschiedenen theologischen Konzeptionen und, ihnen folgend, verschiedenen Arbeitsweisen, Fragestellungen. Fragen ihrerseits bestimmen die Antwort. Der Fragehorizont normiert, was in den Blick kommt.<\/p>\n<p class=\"p1\"><i>1.3.1. Die Grundlagen der unterschiedlichen Zuordnungskonzeptionen<\/i><\/p>\n<p class=\"p1\">Die unterschiedlichen Konzeptionen einschlie\u00dflich ihrer jeweiligen Methoden haben ihren Ursprung in der griechischen Antike. Platon er\u00f6rterte Themen und Probleme in der Form des Dialogs.(<span class=\"s1\">8)<\/span> Fragen werden in Gespr\u00e4chen diskutiert. Die Gespr\u00e4che ihrerseits werden erz\u00e4hlt. Diese Methode gab Aristoteles zugunsten eines strengen Argumentationsganges auf. Dieser folgt ausdr\u00fccklich logischen, d.h. streng festgelegten Regeln f\u00fcr das Denken. Das so erdachte Ergebnis ist die Antwort auf die gestellte Frage. Es wird nicht berichtet, nicht erz\u00e4hlt, sondern die Frage, der Gang des Denkens und sein Ergebnis werden mitgeteilt.(<span class=\"s1\">9)<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">Die biblischen Aussagen sind weitgehend narrativ. Nathan belehrt David \u00fcber die Folgen seines ehebrecherischen Tuns in Form einer Erz\u00e4hlung. Das ganze Geschehen ist seinerseits ebenfalls als Erz\u00e4hlung formuliert.(<span class=\"s1\">10)<\/span> Die in einer Erz\u00e4hlung abstrakt gestellte Frage, wer mein N\u00e4chster sei, wird von Jesus mit einer Erz\u00e4hlung beantwortet.(<span class=\"s1\">11)<\/span> Dort, wo die Bibel nur abstrakt darstellt wie im ersten Sch\u00f6pfungsbericht, l\u00e4sst sie den zweiten Bericht in Erz\u00e4hlform folgen.(<span class=\"s1\">12)<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><i>1.3.2. Konsequenzen der unterschiedlichen Zuordnung<\/i><\/p>\n<p class=\"p1\">Zur Zeit Luthers war in der Theologie weitgehend die Methode des Aristoteles in Gebrauch. Platon war ebenfalls bekannt und wurde gesch\u00e4tzt, nicht zuletzt weil beispielsweise Augustin der platonischen Tradition gefolgt war.<\/p>\n<p class=\"p1\">Luther kannte beide Methoden.(<span class=\"s1\">13)<\/span> Er wandte sich bewusst von Aristoteles ab.(<span class=\"s1\">14)<\/span> Luther dachte und argumentierte von der Bibel her.<\/p>\n<p class=\"p1\"><b>2. \u00dcberlegungen zu den unterschiedlichen Zuordnungskonzeptionen<\/b><\/p>\n<p class=\"p1\"><i>2.1. Die heutige Praxis<\/i><\/p>\n<p class=\"p1\">Heute folgt die wissenschaftliche Arbeit an theologischen Fragen weitgehend Schleiermacher. Das geht so weit, dass Theologie oft mit der wissenschaftlichen Besch\u00e4ftigung mit Gott gleichgesetzt und nicht vom Ursprung des Wortes her verstanden wird als Reden von und mit Gott. Das daraus resultierende Problem, das Luther veranlasste, den methodologisch anderen Weg zu gehen, wird ausgeblendet. Dieses Problem reicht \u00fcber die konkrete Ablehnung von Aristoteles und von dessen Methodik hinaus. Das Problem ist in Gott und seinem Verh\u00e4ltnis zum Menschen begr\u00fcndet.<\/p>\n<p class=\"p1\"><i>2.2. Die theologische Basis einer Zuordnung von Predigt und Dogmatik<\/i><\/p>\n<p class=\"p1\">Gott offenbart sich dem Menschen. Er wird selbst ein Mensch. Die Initiative liegt bei Gott. Der Handlungsrahmen des Vollzugs der Initiative liegt ebenfalls bei Gott. Der Mensch ist darum nicht selbst f\u00e4hig, Gott zu erreichen. Der Mensch bem\u00fcht sich, aber letztlich ist es Gott, der handelt. Paulus beschreibt dieses Geschehen an sich selbst. Er will Gott erkennen; er <span class=\"s2\">jagt der Erkenntnis nach: \u03bf\u1f50\u03c7 \u1f45\u03c4\u03b9 \u1f24\u03b4\u03b7 \u1f14\u03bb\u03b1\u03b2\u03bf\u03bd \u1f22 \u1f24\u03b4\u03b7 \u03c4\u03b5\u03c4\u03b5\u03bb\u03b5\u03af\u03c9\u03bc\u03b1\u03b9, \u03b4\u03b9\u03ce\u03ba\u03c9 \u03b4\u1f72 \u03b5\u1f30 \u03ba\u03b1\u1f76 \u03ba\u03b1\u03c4\u03b1\u03bb\u03ac\u03b2\u03c9, \u1f10\u03c6\u2019 \u1fa7 \u03ba\u03b1\u1f76 \u03ba\u03b1\u03c4\u03b5\u03bb\u03ae\u03bc\u03c6\u03b8\u03b7\u03bd \u1f51\u03c0\u1f78 \u03a7\u03c1\u03b9\u03c3\u03c4\u03bf\u1fe6 [\u1f38\u03b7\u03c3\u03bf\u1fe6].<\/span><span class=\"s2\">(<\/span><span class=\"s1\">15)<\/span> Die Tatsache, dass der Mensch Gott nicht erkennen kann und darum Gott sich selbst bekannt machen muss, hat zur Folge, dass der Mensch von Gott nur so viel erkennt, wie Gott ihm zu erkennen gibt. Alles andere von Gott ist dem Menschen verborgen. Luther spricht von Gott als dem verborgenen, dem Deus absconditus. (<span class=\"s1\">16)<\/span> Diese f\u00fcr alles menschliche Reden von und zu Gott un\u00fcbersteigbare Grenze verlangt nach entsprechend angemessenen Methoden.<\/p>\n<p class=\"p1\">Der biblische Befund widerspricht insofern einer jeden Methode, die vom menschlichen Denken ausgeht. Schleiermacher, der dies mit seiner Methode im Sinne von Aristoteles tut, widerspricht methodisch dem biblischen Befund. Wie soll der Mensch, der Gott nur zum Teil kennt, und dies nur, soweit Gott sich ihm vorstellt, einen Weg, eine Methode, ein System finden, das Gott zeigt, erkennen und verstehen l\u00e4sst?(<span class=\"s1\">17)<\/span> Auch Gottes Selbstvorstellung mit Hilfe einer Methode zu ordnen, sie in ein System zu bringen, ist Gott und dem Menschen nicht angemessen. Schleiermacher sieht diese Unm\u00f6glichkeit selbst. Das Christentum l\u00e4sst sich nicht \u201ewissenschaftlich konstruieren\u201c, wie er sagt. Er stellt sich also dem Problem, w\u00e4hlt aber dennoch die Methode der Logik.(<span class=\"s1\">18)<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><i>2.3. Die anthropologische Basis der Entscheidung<\/i><\/p>\n<p class=\"p1\">Der Mensch hat nach dem Verst\u00e4ndnis der Postmoderne nur sehr begrenzte M\u00f6glichkeiten. Er ist, theologisch gesprochen, in seinen innerweltlichen M\u00f6glichkeiten \u00fcberaus eingeschr\u00e4nkt. Der \u201emoderne Mensch\u201c versteht sich als \u201eSubjekt\u201c des Handelns und allen Handelns. Die Postmoderne wendet sich von diesem Selbstverst\u00e4ndnis des Menschen ab. Sie spricht vom \u201eTod des Subjekts\u201c(<span class=\"s1\">19).<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">Mit diesem Verst\u00e4ndnis zieht sie die Konsequenz aus den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts. Nachdem Europa die Aufkl\u00e4rung, Individualisierung, Freiheit und Demokratie hervorgebracht hatte, fanden sich eben hier die grausamen Diktaturen des Faschismus wie des Stalinismus auf der Basis von Nationalismus, Rassenwahn und kommunistisch -sowjetischer Ideologie mit Millionen von Toten. Zuvor, gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts, praktizierten die europ\u00e4ischen Staaten ihre Grausamkeiten au\u00dferhalb Europas, so Belgien im Kongo, Deutschland in Namibia, England in S\u00fcdafrika.(<span class=\"s1\">20)<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">Die Konsequenz aus dem \u201eTod des Subjekts\u201c ist, dass der postmoderne Mensch wie der vormoderne der F\u00fchrung bedarf. Gumbrecht gebraucht ein Bild. Wie Dante in seiner \u201eG\u00f6ttlichen Kom\u00f6die\u201c, entstanden vermutlich zwischen 1307 und 1321, der F\u00fchrung bedarf (<span class=\"s1\">21)<\/span>, bedarf ihrer auch der heutige Mensch.(<span class=\"s1\">22)<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><b>3. Konsequenzen f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis des Glaubensbekenntnisses<\/b><\/p>\n<p class=\"p1\">Die Ausf\u00fchrungen zeigten zweierlei. Der Mensch ist nicht f\u00e4hig, von sich aus Gott zu erkennen. Der Mensch ist auch nicht f\u00e4hig, sich selbst zu bestimmen. Er begeht, auf sich selbst gestellt, Verfehlungen, Irrwege, Abwege, stiftet Unheil bis hin zu millionenfachem Tod. Menschliche Errungenschaften wie Aufkl\u00e4rung, Freiheit haben keine Grenzen, um Not und Tod zu verhindern. Systeme, so sch\u00f6n sie gedacht und anzusehen sind, bieten keinen Schutz.<\/p>\n<p class=\"p1\">Die Konsequenz aus dieser doppelten Erkenntnis ist der R\u00fcckgriff auf Luthers Vorgehen. Der Glaube wird in Predigten ausgesagt. Dazu kommen Reflexionen, die sich einem Satz aus Luthers Predigten zu der jeweiligen Stelle des Glaubensbekenntnisses anschlie\u00dfen. Der Satz ist keine \u00dcberschrift, sondern ein Hinweis zum Reflektieren. Er ist notwendigerweise aus dem Zusammenhang, in dem er gesagt wurde, herausgenommen. Auch liegt naturgem\u00e4\u00df eine gewisse Zuf\u00e4lligkeit in der Auswahl. Unser Reden und Denken bleibt auch insoweit St\u00fcckwerk.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Prof. Dr. Dr. Ulrich Nembach<\/p>\n<p><strong>Literaturhinweise:<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">1<\/span> Martin Luther, Werke, WA 11, 415, 30f. Vgl. dazu Ulrich Nembach, Predigt des Evangeliums. Luther als Prediger, P\u00e4dagoge und Rhetor, Neukirchen-Vluyn 1972, S. 56.<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">2<\/span> Vgl. Ulrich Nembach, a.a.O., S. 25-59.<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">3<\/span> WA 30 I, 2-122; zu den Katechismen vgl. auch: <span class=\"s2\">http:\/\/www.luther.glaubensstimme.de<\/span>.<\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s3\">4<\/span> http:\/\/anu.theologie.uni-halle.de\/ST\/SF\/halle<span class=\"s4\">.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">5<\/span> Friedrich Schleiermacher, Der christliche Glaube nach den Grunds\u00e4tzen der evangelischen Kirche im Zusammenhange dargestellt, Kritische Ge samtausgabe, Abt. 1, Bd. 7, Berlin 1980. 1984.<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">6<\/span> Friedrich Schleiermacher, Kurze Darstellung des theologischen Studiums zum Behuf einleitender Vorlesungen, erste Auflage 1811; zweite Auflage 1830. Kritische Ausgabe mit Einleitung und Register von Heinrich Scholz, Leipzig 1910 (Nachdruck: Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1993).<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">7<\/span> \u201e\u00a7 26. Die philosophische Theologie ist die Wurzel der gesamten Theologie.\u201c Dies f\u00fchrt \u00a7 27 weiter aus. \u00a7 28 spricht \u00fcber die Kirche unter dem Aspekt des \u201eZweck(es) des christlichen Kirchenregimentes\u201c und dann \u00a7 29 von der \u201eTechnik\u201c in ihrem Dienst. Diese wird konkretisiert. Schleiermacher sagt in \u201e\u00a7 30. Die Darstellung dieser Technik ist der praktische Teil der Theologie. \u00a7 31. Die Praktische Theologie ist die Krone des theologischen Studiums.\u201c (Friedrich Schleiermacher, Kurze Darstellung des theologischen Studiums, a.a.O., S. 10, Anm. 1f). Wenig sp\u00e4ter hei\u00dft es in \u201e\u00a7 36. Die historische Theologie ist der eigentliche K\u00f6rper des gesamten theologischen Studiums und fa\u00dft auf ihre Art auch die andern beiden Teile in sich\u201c (a.a.O., S. 12 Anm.1). An dieser Auffassung h\u00e4lt Schleiermacher in seiner 2. Auflage fest, wenn er schreibt: \u201e\u00a7 28. Die historische Theologie ist sonach der eigentliche K\u00f6rper des theologischen Studiums. Welcher durch die philosophische Theologie mit der eigentlichen Wissenschaft, und durch die praktische mit dem t\u00e4tigen christlichen Leben zusammenh\u00e4ngt\u201c (a.a.O., S. 11f).<\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s2\">8 <\/span>http:\/\/www.philosophenlex ikon.de\/platon.htm <span class=\"s3\">; <\/span>http:\/\/www.utm.edu\/research\/iep\/p\/plato.htm <span class=\"s3\">; <\/span>http:\/\/www.phillex.de\/platon-l.htm<span class=\"s3\">.<\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s2\">9<\/span> http:\/\/www.philosophenlexikon.de\/arist-l.htm <span class=\"s3\">; <\/span>http:\/\/www.utm.edu\/research\/iep\/a\/aristotl.htm <span class=\"s3\">.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">10<\/span> 2. Sam. 12, 1-15.<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">11<\/span> Luk. 10, 29-37.<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">12<\/span> Gen.1f.<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">13<\/span> Zu seinen Kenntnissen des Aristoteles vgl. http:\/\/www.uni-erfurt.de\/theol\/fachbereich_kg2\/luther.htm<span class=\"s2\">.<\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s3\">14<\/span> http:\/\/homepage.ruhr-uni-bochum.de\/Volker.Biallass\/ge\/ge_glauben.htm <span class=\"s2\">; <\/span>http:\/\/people.zeelandnet.nl\/kielmp\/luther.htm<span class=\"s2\">.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">15<\/span> Phil. 3,12: Nicht, dass ich&#8217;s schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich&#8217;s wohl ergreifen k\u00f6nnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin.<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">16<\/span> Martin Luther, Werke, WA 18, 683,11- 691,39; vgl. auch http:\/\/www.utm.edu\/research\/iep\/l\/luther.htm#&lt;i&gt;Deus%20Absconditus&lt;\/i&gt;%20\u2013%20The%20Hidden%20God<span class=\"s2\">. <\/span>Die nicht nur das Verh\u00e4ltnis Gott\u2013Mensch betreffenden Grenzen menschlicher Erkenntnisf\u00e4higkeit sind seit der Antike bis heute Gegenstand lebhafter Diskussionen. Sie werden auch im Alltag erlebt. Ein kleines Beispiel belegt dies. Warum h\u00f6ren Liebende gern vom andern die Worte: \u201eIch liebe dich\u201c? Offenbar ist die Selbstvorstellung von einer h\u00f6heren Qualit\u00e4t als die sonst \u00fcblichen Liebesbeweise, selbst als die, die allgemein zug\u00e4nglich sind, indem sie offen erbracht werden.<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">17<\/span> Jes. 55, 8: Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr, 9 sondern so viel der Himmel h\u00f6her ist als die Erde, so sind auch meine Wege h\u00f6her als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">18<\/span> \u201e\u00a7 32. Da das eigent\u00fcmliche Wesen des Christentums sich ebenso wenig rein wissenschaftlich konstruieren l\u00e4\u00dft, als es blo\u00df empirisch aufgefa\u00dft werden kann: so l\u00e4\u00dft es sich nur kritisch bestimmen &#8230;\u201c (Kurze Darstellung des theologischen Studiums, 2. Aufl., a.a.O., S. 13).<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">19<\/span> Vgl. Hans Ulrich Gumbrecht, Tod des Subjekts als Ekstase der Subjektivit\u00e4t, in: Robert Weimann und Hans Ulrich Gumbrecht, Hgg., Postmoderne \u2013 globale Differenz, 2. Aufl., Frankfurt am Main 1992 (Suhrkamp &#8211; Taschenbuch Wissenschaft, 916), S. 307-312. Vgl. auch Albrecht Wellmer, Zur Dialetik von Moderne und Postmoderne. Vernunftkritik nach Adorno, Frankfurt am Main 1985; 5. Aufl. 1993 (Suhrkamp -Taschenbuch Wissenschaft, 532).<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">20<\/span> Zur Frage des Entstehens der Postmoderne vgl. Joachim Pfeiffer, Von der Postmoderne zur Zweiten Moderne. Zur Standortbestimmung von Literatur, Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik, <span class=\"s2\">http:\/\/www.vib- <\/span>bw.de\/tp8\/home_pfeiffer\/antrittsvl.htm<span class=\"s3\">.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">21<\/span> Dante Alighieri, Die G\u00f6ttliche Kom\u00f6die, aus dem Italienischen \u00fcbertragen von Wilhelm G. Hertz, 12. Aufl., <span class=\"s3\">M\u00fcnchen 2001 (dtv, 12457) ; s. auch: <\/span>http:\/\/www.operone.de\/dante\/dantelinks.htm<span class=\"s3\"> ; <\/span>http:\/\/www.informatik.hu- berlin.de\/~pischel\/Dante\/dante.html<span class=\"s3\"> ; <\/span>http:\/\/www.uni-essen.de\/literaturwissenschaft-aktiv\/Vorlesungen\/lektuere\/goettliche.htm <span class=\"s3\">.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s4\">22<\/span> Hans Ulrich Gumbrecht, Tod des Subjekts als Ekstase der Subjektivit\u00e4t, S. 307.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einf\u00fchrung in die Reihe: Das Glaubensbekenntnis | Ulrich Nembach | Das Glaubensbekenntnis ist die intensivste und darum eine hoch konzentrierte Rede von Gott und an Gott. Es ist Theologie im vollen Wortsinn, soweit menschliches Reden, Theologie, in dieser Hinsicht m\u00f6glich ist. Das Glaubensbekenntnis wird in jedem christlichen Gottesdienst von allen Anwesenden gesprochen. Um seiner Bedeutung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":16508,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[727,157,853,114,296,1030,109,126,685],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-23259","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-predigt-ohne-spez-bibelstelle","category-predigt-zum-glaubensbekenntnis","category-predigten","category-predigtreihen","category-ulrich-nembach"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23259","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23259"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23259\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23260,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23259\/revisions\/23260"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23259"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23259"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23259"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=23259"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=23259"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=23259"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=23259"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}