{"id":24216,"date":"2002-11-14T12:02:55","date_gmt":"2002-11-14T11:02:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=24216"},"modified":"2025-05-14T12:17:46","modified_gmt":"2025-05-14T10:17:46","slug":"freundesbrief-rio-negro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/freundesbrief-rio-negro\/","title":{"rendered":"Freundesbrief R\u00edo Negro"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"p1\">Freundesbrief R\u00edo Negro | November 2002 | Reiner Kalmbach |<\/h3>\n<p class=\"p1\"><b>Liebe Freunde, liebe Schwestern und Br\u00fcder im Glauben!<\/b><\/p>\n<p class=\"p1\">Manchmal muss man sich zwingen Dinge zu erledigen die wichtig sind, f\u00fcr die man aber keine Zeit zu haben scheint\u2026 So geht es mir diesmal mit dem Freundesbrief. Am 31. Oktober ist nun das \u201cUltimatum\u201d abgelaufen\u2026, jetzt gibts kein zur\u00fcck mehr, das lange \u201chin und her\u201d ist vorbei. Das waren noch einmal schwere Monate und wir mussten mit uns selbst ringen: auf der einen Seite die katastrophale wirtschaftliche und soziale Lage, eine Unsicherheit die mit jedem Tag zunimmt, Angst und Hoffnungslosigkeit die mit den H\u00e4nden zu greifen ist\u2026; aber da ist auch unsere Kirche die mittendrin steht in den Herausforderungen, w\u00e4hrend unser S\u00fcdbezirk mit seinem <b>\u201cGemeindeaufbauprojekt in <\/b><b>der Diaspora\u201d<\/b> ein neues Kapitel aufschl\u00e4gt. Man steht auf der Kanzel und predigt vom \u201chierbleiben und durchhalten\u201d, den Jugendlichen will man Hoffnung geben: \u201c\u2026die Zukunft liegt in Euren H\u00e4nden, Ihr d\u00fcrft nicht das Handtuch werfen!\u201d; und dann unsere Gemeinde die gespannt auf <b><i>\u201cdie\u201d<\/i><\/b> Entscheidung wartete: \u201c\u2026meinen die es ernst mit der Solidarit\u00e4t und dem Auftrag der \u00fcber jeder politischen und sozialen Situation steht\u2026, oder packen sie bereits die Koffer\u2026?\u201d<\/p>\n<p class=\"p1\">Wir konnten (und durften) die Menschen hier nicht alleine lassen. Wie h\u00e4tte ich auch jemals wieder glaubw\u00fcrdig von einer Kanzel predigen k\u00f6nnen! Offiziell sind die Br\u00fccken abgebrochen, jetzt heisst es sich dem <b><i>hie<\/i><\/b><i>r<\/i> ganz und ungesch\u00fctzt aussetzen\u2026Wir wollen es wenigstens versuchen. Jetzt sind wir hier und hoffen, dass unsere Kinder diese Entscheidung verstehen (die ja mit der Vernunft nicht zu begr\u00fcnden ist). Und wir hoffen und beten, dass wir es lernen mit der neuen Situation zu leben und darin auch ein St\u00fcck weit Gottes Weg f\u00fcr uns erkennen d\u00fcrfen. Wenn dies so ist, dann wird ER auch daf\u00fcr sorgen, dass wir auf dieser Wanderung nicht straucheln. Deshalb ganz am Anfang des Briefes die Bitte: begleitet uns auch weiterhin mit Eurem Gebet und mit Euren Gaben! Der Kontakt mit dem Freundeskreis ist von jetzt ab f\u00fcr uns <b><i>noch wichtiger<\/i><\/b>!<\/p>\n<p class=\"p1\">Und wenn es schon einmal um den Freundeskreis geht, dann m\u00f6chte ich auch gleich auf das Foto hinweissen: das ist unser neues Gemeindeauto, drei Monate alt und hat bereits 21.000 km. Herzlichen Dank an alle Spender!, herzlichen Dank an die Gustav-Adolf-Gruppe in Westfalen!, herzlichen Dank an die Blaubeurer! Die Hilfe kam schnell und spontan. Es ist ein \u201cPeugeot Partner\u201d (Diesel) und durch seinen geringen Verbrauch (5 ltr.) konnten wir die in den letzten Monaten enorm gestiegenen Treibstoffpreise (280%) etwas auffangen. Der Wechselkurs hat uns ebenfalls beg\u00fcnstigt, so dass uns der Wagen auf 12.000 <span class=\"s1\">\u20ac<\/span> kam (vor der Abwertung im Januar kostete er \u00fcber 20.000.-). Was hat sich ereignet in all diesen Monaten? Im letzten Freundesbrief hatte ich \u00fcber unser Projekt berichtet, das ich w\u00e4hrend meiner Reise im M\u00e4rz dieses Jahres, beim Oberkirchenrat in Stuttgart vorlegte. Es geht um den Aufbau der Gemeinden in unserer Diasporasituation. Unsere eigene Kirche w\u00e4re im Moment nicht in der Lage die Arbeit in den S\u00fcdgemeinden zu finanzieren. Aber auf die W\u00fcrttemberger kann man sich verlassen! Wir sind sehr dankbar \u00fcber die Zusage der Hilfe die aus Stuttgart kommen wird und die einen Gutteil der ben\u00f6tigten Mittel umfasst. Unser Projekt wurde, nach eingehender Pr\u00fcfung, angenommen und am 1. Oktober haben wir das Programm \u201cgestartet\u201d. Die Kirchenleitung hat mich f\u00fcr drei Jahre zum Projektleiter ernannt (nachdem unsere Entscheidung bekannt war). Das heisst f\u00fcr mich nat\u00fcrlich sehr viel mehr Arbeit und sehr viel mehr reisen. Deshalb werde ich mich etwas aus der Altenheimarbeit zur\u00fcckziehen. Wir hoffen, dass die Dorothea in die Heimleitung einsteigen kann.<\/p>\n<p class=\"p1\">Anfang Oktober hatten wir Besuch vom stellvertretenden Generalsekret\u00e4r des GAW-Leipzig, Hans Schmidt. In drei Tagen bereisten wir s\u00e4mtliche Gemeinden unseres Bezirks. Die Begegnungen und Gespr\u00e4che waren sehr eindr\u00fccklich und wir hoffen, dass das GAW ebenfalls in unser Projekt einsteigt. Anschliessend fuhren wir gemeinsam zur Gesamtkirchensynode die vom 11. bis 13. Oktober in Buenos Aires abgehalten wurde.<\/p>\n<p class=\"p1\">Hier m\u00f6chte ich einen kleinen Einschub machen: w\u00e4hrend meiner Deutschlandreise erhielt ich einen guten Einblick in die Arbeit des GAW (Gustav-Adolf-Werk) der verschiedenen Regionalgruppen. Mir fiel auf, dass dieses so wichtige Werk einen schweren Stand hat. Vor allem in den n\u00f6rdlichen Landeskirchen k\u00e4mpfen die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen buchst\u00e4blich gegen den Wind. Viele Kirchenmitglieder in Deutschland wissen schon gar nicht mehr, welche Aufgaben das GAW in den verschiedensten Diasporakirchen \u00fcbernimmt; und offenbar wissen sie auch nicht, was es heisst als protestantische Minderheit in einem Land zu leben, in dem nahezu s\u00e4mtliche Lebensbereiche, wie Kultur, Politik, Erziehung, Gesundheit, usw. auch heute noch von einer r\u00f6m. katholischen Staatskirche dominiert sind. Das hat nichts mit einer \u201cAnti-\u00d6kumene\u201d zu tun. Unsere Kirche hat eine lange \u00f6kumenische Tradition. Es geht ganz einfach ums \u201c\u00fcberleben\u201d und um die St\u00e4rkung der protestantischen Werte. In unserer Kirche am R\u00edo de La Plata d\u00fcrften ungef\u00e4hr 90% aller Pfarrh\u00e4user, 95% aller Gemeindefahrzeuge und viele der diakonischen Einrichtungen mit GAW- Geldern errichtet und angeschafft worden sein. Und dies gilt sicher auch f\u00fcr viele andere Kirchen in allen Teilen der Welt.<\/p>\n<p class=\"p1\">Jedes Jahr in der \u201cReformationswoche\u201d f\u00fchren wir Veranstaltungen ausserhalb der Gemeinde durch. Das ist nicht selbstverst\u00e4ndlich! Zum ersten Mal erhielten wir sogar 30 Minuten Sendezeit in einem wichtigen Radiosender, um \u00fcber die Reformation und ihre Konsequenzen f\u00fcr Politik, Wirtschaft und Kultur in Europa zu reden. Dabei wird immer wieder deutlich, wie wichtig es ist unsere eigentlichen protestantischen Werte miteinzubringen. Luthers \u201cFreiheit des Gewissens\u201d ist den Menschen hier absolut fremd. Mehrere Lehrer und Dozenten baten mich, Seminare oder Vortr\u00e4ge an Schulen durchzuf\u00fchren. Man muss nur einmal die folgende Frage in den Raum stellen: woran liegt es, dass es in protestantischen L\u00e4ndern weniger soziale Ungerechtigkeit gibt, weniger Armut, weniger Korruption, weniger juristische Unsicherheit\u2026?<\/p>\n<p class=\"p1\">Auch Hans Schmidt hat uns \u00fcber die Schwierigkeiten berichtet, mit denen das GAW in vielen Gemeinden der Landeskirchen in Deutschland zu k\u00e4mpfen hat. Dazu folgendes: kaum eine andere Hilfe, die institutionell organisiert wird, kommt so direkt an ihren Bestimmungsort und kaum eine Diasporakirche k\u00f6nnte ohne die GAW-Unterst\u00fctzung existieren und damit ihrer Mission gerecht werden . Wir hier sind von ganzem Herzen dankbar f\u00fcr die Hilfe und den Einsatz des GAW. Bitte gebt das in den Gemeinden weiter!<\/p>\n<p class=\"p1\">Nun zur Generalsynode: sie findet alle zwei Jahre statt und diesmal war sie besonders wichtig, weil die Wahl eines neuen Kirchenpr\u00e4sidenten auf der Tagesordnung stand. Juan Pedro Schaad, der bisherige Pr\u00e4sident, wird wieder in die \u201cnormale\u201d Gemeindearbeit zur\u00fcckkehren, um Federico Sch\u00e4fer das Hirtenamt zu \u00fcbergeben. Federico Sch\u00e4fer war viele Jahre lang Generalsekret\u00e4r unserer Kirche, verf\u00fcgt also \u00fcber viel Erfahrung und ist ein \u201cDetailarbeiter\u201d. Pers\u00f6nlich freue ich mich \u00fcber seine Wahl. Gott ruft die richtigen Leute im rechten Moment in die Arbeit in seinem Reich.<\/p>\n<p class=\"p1\">Auch im Rat der Kirche gab es Ver\u00e4nderungen und einige Arbeitskommissionen wurden neu besetzt. So hat man mich zum Leiter f\u00fcr das neugegr\u00fcndete Referat f\u00fcr \u201cEvangelisation und Gemeindeaufbau\u201d berufen. Dieses Thema spielte auf der Synode eine bedeutende Rolle und wurde f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre zum Schwerpunkt der Arbeit auf Kirchenebene bestimmt. Vor ein paar Jahren dachte ich: \u201c\u2026da sitzt du hier im wilden S\u00fcden, weit weg vom ganzen Haufen, machst deine Arbeit in aller Ruhe und hast sogar noch Zeit f\u00fcr andere Dinge\u2026\u201d; aber das war wohl nur ein Traum. Vergangenes Wochenende hatte ich Dienst in San Martin de Los Andes. Dazu fuhr ich mit dem Auto am Freitag um die Mittagszeit von hier weg (540 km.). Am Sonntag kam ich zur\u00fcck, um gerade noch den Bus nach Buenos Aires zu erwischen (14 Stunden). Nach neun Stunden Arbeitssitzung im neuen Referat stieg ich am Montagabend wieder in den Bus und kam dann am Dienstag endlich zu Hause an.<\/p>\n<p class=\"p1\">Am 15. Oktober kam unser erster \u201coffizieller\u201d Zivi. Martin Kreis wird ein Jahr bei uns sein, um im Altenheim und im PANACED mitzuhelfen. F\u00fcr einen jungen Menschen d\u00fcrfte es eine einmalige und wichtige Erfahrung sein. Auch hier war es das GAW (W\u00fcrttemberg) das tatkr\u00e4ftig mitgeholfen hat, damit unsere Einrichtung von den deutschen Beh\u00f6rden f\u00fcr diesen Dienst anerkannt wurde. Der Einsatz junger Menschen die aus Deutschland kommen, ist f\u00fcr uns besonders wichtig. Sie informieren in der \u201cHeimat\u201d \u00fcber unsere wirkliche Situation und helfen mit Vorurteile abzubauen. Bei meinen Reisen durch Deutschland staune ich immer wieder wie wenig die Menschen \u00fcber unsere Situation und die Hintergr\u00fcnde informiert sind.<\/p>\n<p class=\"p1\">Erfreuliches kann ich aus der Jugendarbeit berichten: wir arbeiten fast ausschliesslich mit Jugendlichen aus dem nichtkirchlichen Bereich. Viele von ihnen kommen aus sehr armen Familien. Es hat uns viel M\u00fche und Geduld gekostet, aber die Gruppe ist jetzt in vielen Dingen Vorbild f\u00fcr die Gemeindeglieder. Sie nehmen an den Gottesdiensten teil, verbringen die Wochenenden auf dem Gemeindegel\u00e4nde und haben sogar einen Vertreter auf die Synode entsandt. Im Januar wollen sie an einer gesamtkirchlichen Jugendfreizeit teilnehmen. Das ist das erste Mal in der Geschichte unseres Bezirks, dass eine Jugendgruppe zu dieser Freizeit f\u00e4hrt, die alle drei Jahre stattfindet. An dem Treffen nehmen Jugendliche aus allen Kirchenbezirken teil, d.h. aus ganz Argentinien, Paraguay und Uruguay. Seit Wochen sammeln sie Altpapier und Flaschen, um mit dem Erl\u00f6s die Fahrt finanzieren zu k\u00f6nnen. Aber wir werden einen Zuschuss aus der Freundeskreiskasse geben. F\u00fcr diese Jugendlichen ist die Kirche eine wirkliche Alternative, fast ein Zuhause\u2026 Das <b><i>PANACED<\/i><\/b> funktioniert mit halber Kraft. Geld f\u00fcr Geh\u00e4lter gibt es nicht, die einzige Unterst\u00fctzung kommt von der Stadt in Form von Lebensmitteln. Die Mitarbeiter sind alles Freiwillige (Hausfrauen, Studenten, Gemeindeglieder\u2026), aber wir sind froh, dass die Kinder wenigstens ein warmes Essen am Tag bekommen. Das ist nat\u00fcrlich keine Dauerl\u00f6sung, wir k\u00f6nnen im Moment die Kinder nicht p\u00e4gagogisch und schon gar nicht seelsorgerisch begleiten.<\/p>\n<p class=\"p1\">Im <b><i>Altenheim<\/i><\/b> ist der Umbau endlich abgeschlossen und das Geb\u00e4ude strahlt in neuen Farben. Leider hat sich die allgemeine finanzielle Situation wieder verschlechtert. Die Inflation betr\u00e4gt (seit Januar) 76%, im Lebensmittelbereich jedoch bis zu 220%. W\u00e4hrend wir im vergangenen Jahr monatlich 600 pesos f\u00fcr Heizung bezahlen mussten, waren es in diesem Winter 2000 pesos (monatlich!). Die Einnahmen blieben aber gleich. Im Moment verhandle ich mit verschiedenen Familienangeh\u00f6rigen \u00fcber eine Anhebung des Pflegesatzes. Im g\u00fcnstigen Falle sind das 35%. Ganz schlimm sieht es bei den Medikamenten aus: viele sind importiert und m\u00fcssen in Dollar bezahlt werden, hier liegt die Inflation bei bis zu 350%. Ausserdem m\u00fcssen wir dringend eine Tiefenbohrung durchf\u00fchren. Unser Wasser sollte man nicht einmal mehr zum duschen verwenden\u2026In 90 Meter Tiefe gibt es sehr gutes Wasser und eine Bohrung k\u00e4me auf 9000 Dollar (einschliesslich Stabpumpe).<\/p>\n<p class=\"p1\">Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an das Foto im letzten Freundesbrief: ein kleines, halbverhungertes M\u00e4dchen in der Provinz Tucum\u00e1n. Seit ein paar Tagen geht ein Aufschrei durch das ganze Land: in den \u00e4rmsten Provinzen sterben die Kinder wie die Fliegen. Theas Bruder, der zur Zeit auf Besuch ist (er versteht kein Spanisch) sah die Bilder im Fernsehen und fragte spontan, ob dies ein Bericht aus einem afrikanischen Land sei\u2026Eine Schuldirektorin (Gemeindeglied) berichtet von h\u00e4ufigen Knochenbr\u00fcchen bei Kindern aus geringem Anlass\u2026, es fehlt in der Nahrung an Calcium, s\u00e4mtliche Milchprodukte sind f\u00fcr die meisten Familien unbezahlbar geworden\u2026Ganz schlimm ist es in den Provinzen Misiones, Tucum\u00e1n, Formosa, Chaco, aber auch in C\u00f3rdoba und im Grossraum Buenos Aires.<\/p>\n<p class=\"p1\">Am 14. November h\u00e4tte Argentinien 850 Millionen Dollar an die Weltbank zur\u00fcckbezahlen m\u00fcssen. Angesichts der Not beschloss die Regierung \u201cnur\u201d die Zinsen zu bezahlen, damit das (endlich) angelaufene Nothilfeprogramm nicht gef\u00e4hrdet wird. Prompt kam die Antwort aus Washington: \u201cWenn Ihr nicht innerhalb der n\u00e4chsten 30 Tage zahlt, wird Argentinien finanziell in den Abgrund gest\u00fcrzt\u2026\u201d Argentiniens Pr\u00e4sident Duhalde sagte resigniert: \u201c\u2026am besten wir lassen alle unsere Armen verhungern, dann brauchen wir kein Notprogramm mehr und der W\u00e4hrungsfonds ist zufrieden\u2026\u201d Dabei haben k\u00fcrzlich internationale und unabh\u00e4ngige Finanzspezialisten ausgerechnet, dass Argentinien seine Auslandsschulden bereits zwei Mal bezahlt hat\u2026Das Problem sind die Wucherzinsen und nicht die eigentlichen Schulden.<\/p>\n<p class=\"p1\">Am 20. Dezember j\u00e4hrt sich zum ersten Mal der Sturz der De La Rua Regierung, der \u00fcber 50 Menschenleben gekostet hat. Viele bef\u00fcrchten neue und schwere Ausschreitungen. Und wie schon im vergangenen Jahr, so auch diesmal: wir werden die Ankunft des Gottessohnes nicht mit Glitzer und Kaufrausch feiern, auch nicht mit sch\u00f6nen Gottesdiensten, sondern in aller Stille, auf den Strassen und Pl\u00e4tzen, zusammen mit denen f\u00fcr die es \u201ckeine Herberge\u201d gibt, keine Medikamente, keine Schule, keine Arbeit\u2026keine Liebe\u2026und keine Hoffnung.<\/p>\n<p class=\"p1\">Als Christ weiss ich, dass Gebete erh\u00f6rt werden\u2026; <b><i>ER<\/i><\/b> h\u00f6rt Euer und unser Gebet. Betet, damit wir Hoffung, wirkliche Hoffnung \u201cin die Welt\u201d hinaustragen d\u00fcrfen!<\/p>\n<p class=\"p1\">Ein gesegnetes Weihnachtsfest w\u00fcnschen wir Euch und Gottes Beh\u00fctung und Geleit im Neuen Jahr. Von ganzem Herzen danke f\u00fcr Euer Gebet und Eure Gaben!<\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"p1\">Reiner Kalmbach<\/p>\n<p class=\"p1\">reikal@neunet.com.ar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freundesbrief R\u00edo Negro | November 2002 | Reiner Kalmbach | Liebe Freunde, liebe Schwestern und Br\u00fcder im Glauben! Manchmal muss man sich zwingen Dinge zu erledigen die wichtig sind, f\u00fcr die man aber keine Zeit zu haben scheint\u2026 So geht es mir diesmal mit dem Freundesbrief. Am 31. 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