{"id":24559,"date":"2025-05-20T14:50:30","date_gmt":"2025-05-20T12:50:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=24559"},"modified":"2025-05-20T14:50:30","modified_gmt":"2025-05-20T12:50:30","slug":"johannes-1623b-33-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-1623b-33-2\/","title":{"rendered":"Johannes 16,23b-33"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Eine Lebensstrategie: Betet! | Rogate | 25.05.2025 | Joh 16,23b-33 | Berthold W. Haerter |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde<\/p>\n<p>\u00a0 \u00a0 \u00a00. Der Predigttext<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ganz ehrlich: Der geh\u00f6rte Predigttext ist nicht meine erste Wahl. Aber umso mehr ich mich mit dem Bibeltext besch\u00e4ftigte, umso spannender wurde es. Es ist, als wenn man den Gordischen Knoten vor sich hat. Man m\u00f6chte ihn l\u00f6sen. Er l\u00e4sst sich aber nicht mit einem Schwertschlag durchschlagen. Man muss ihn langsam entwirren.<\/p>\n<ol>\n<li>\u00dcberlebensstrategien<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00dcberlebensstrategien kennen wir alle. Wir brauchen sie nicht erst, wenn wir irgendwo in der Wildnis ausgesetzt werden. \u00dcberlebensstrategien sind Methoden, oder Pl\u00e4ne, ja F\u00e4higkeiten in bestimmten, einen bedr\u00e4ngenden Situationen, klug und \u00fcberlegt sich selbst zu helfen. Das f\u00e4ngt bei der Tasse Kaffee an, die wir trinken, wenn wir m\u00fcde werden. Wenn wir bestimmte Schmerzen bekommen, wissen wir aus Erfahrung, welches Medikament wir jetzt nehmen m\u00fcssen. Und wenn es ganz schlimm wird, kennen wir alle die Notfallnummer 144. Das sind \u00dcberlebensstrategien und jede\/ jeder hat da noch weitere.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Evangelist Johannes bietet in diesem Bibelabschnitt eine \u00dcberlebensstrategie an. Johannes beschreibt eigentlich eine Abschiedsgespr\u00e4ch zwischen Jesus und seinen J\u00fcngern. Aber er schreibt philosophisch, theologisch, immer wieder voller Geistesblitze, Gedankensplitter aufzeichnend, zusammenf\u00fcgend, anpassend, und wieder \u00fcberw\u00e4ltig von einem neuen Gedanken, so schreibt Johannes. Man darf schon sagen, er schreibt verwirrend.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Beim Schreiben hat er n\u00e4mlich vor seinem geistigen Auge nicht nur Jesus im Gespr\u00e4ch mit seinen J\u00fcngern. Er denkt auch an seine christliche Gemeinde um das Jahr 90, die das lesen soll. Ja, und dann schreibt Johannes bewusst auch f\u00fcr k\u00fcnftige christliche Gemeinden. Er will ihnen eigentlich eine Methode mitgeben, wie sie bis zu Jesu Wiederkunft \u00fcberleben k\u00f6nnen. Diese Wiederkunft erwartete man damals bald. Sie kam nicht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Indem man das Johannesevangelium in den Gemeinden aber weiterlas, es in den biblischen Kanon aufnahm, ja, indem wir bis heute Johannes lesen und \u00fcber ihn nachdenken, wird aus seiner \u00dcberlebensstrategie einen Lebensstrategie f\u00fcr Christinnen und Christen. Lebt <strong>bewusst<\/strong> <strong>und selbstbewusst<\/strong><strong>,<\/strong> Christinnen und Christen. Ihr habt allen Grund. Ihr seid verbunden mit einer nie versiegenden Energiequelle. Das sagt der Text zu uns.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Jesus Abschiedsworte<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Entwirren wir diesen gordischen Knoten also vorsichtig. Der Evangelist erz\u00e4hlt von einem Gespr\u00e4ch beim letzten Mahl. Jesu erkl\u00e4rt seltsam verklausuliert, dass er sterben und wiederauferstehen wird, um dann endg\u00fcltig zu Gott, seinem Vater, zur\u00fcckzukehren. Er erz\u00e4hlt von keiner legendenhaften Geburt. Jesus sagt einfach: \u2018Mein Vater hat mich zu Euch geschickt. Jetzt muss ich zur\u00fcck zu unserem Vater.\u2019 Denn erst wenn er wegginge, k\u00f6nne Gott als guter Geist unter uns wirken. Mit dem Heiligen Geist k\u00f6nne er und Gott die Menschen immer erreichen, zeitlich und \u00f6rtlich uneingeschr\u00e4nkt. Das versucht Jesus in \u00abverh\u00fcllter Sprache\u00bb zu sagen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn ihnen jetzt etwas der Kopf raucht, wenn Sie eventuell aufst\u00f6hnen und finden, das ist jetzt etwas viel, kann ich Sie beruhigen. So ging es den Leser*innen des Johannesevangeliums schon immer.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus erz\u00e4hlt seinen J\u00fcngern und J\u00fcngerinnen, die hoffentlich auch dabei waren, er h\u00e4tte von seinem Vater einen Auftrag bekommen. Er sollte die Wahrheit \u00fcber Gott den Menschen bringen. Er sollte ihnen zeigen, wie Gott wirklich ist. Und wenn die Menschen an ihn, Jesus, glauben, wenn sie verstehen, dass Jesus im Auftrag von Gott handelt, 1:1, wenn sie also Jesus vertrauen, dann nennt man das Glauben. \u00abDenn der Vater selbst liebt euch, weil ihr mich lieb gewonnen habt und zum Glauben gekommen seid, das ich von Gott ausgegangen bin.\u00bb (27)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und wie Gott Jesus liebt, so liebt Gott auch alle die durch Jesus erahnen, wie und wer Gott f\u00fcr sie ist. Gott ist wie ein guter Vater oder eben ein gutes, uns Geborgenheit und Liebe und Trost und Lebensmut schenkendes unabh\u00e4ngiges Gegen\u00fcber.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u2018Aber wie erfahren wir, wenn Du, Jesus, nicht mehr da bist, dieses Gegen\u00fcber? Wie treten wir mit ihm und er\/sie\/es mit uns in Kontakt?\u2019 Das fragen die Freunde von Jesus. Und Jesus antwortet: \u2018Ganz einfach, macht das, was ich Euch gelehrt habe. Betet! Betet in meinem Namen oder betet direkt zu Gott, wie ihr wollt. So seid ihr mit Gott und mir zusammengeschlossen. \u00abBitte, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist.\u00bb (24)<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>\u00abLebensstrategie\u00bb Beten<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das sei die Methode zum Leben. Das ist die christliche Lebensstrategie. Johannes bzw. Jesus gibt uns den wichtigsten Hinweis, wie wir gut, mitten in der Welt stehend, Christinnen und Christen sein k\u00f6nnen. Beten ist eine Quelle die Dir und mir Energie, Freude, Zuversicht schenkt und die uns das ausstrahlen l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Da ist kein Aufruf Gutes zu tun oder uns Menschen in Not anzunehmen. Jesus ruft nicht einmal auf, aktiv den Glauben weiterzugeben. Er meint nur: \u2018Betet! Betet, so wie ich Jesus, es Euch erkl\u00e4rt habe und wie ich es gemacht habe.\u2019 Alles andere ergibt sich daraus. Und Jesu f\u00fcgt hinzu: \u2018Es lohnt sich, zu beten. Macht es, wagt es: \u00abWenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bittet, wird er es auch geben.\u00bb (23c)<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>\u00ab20 Meter f\u00fcr die Ewigkeit\u00bb<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich lese gerade ein Buch von J\u00f6rg Bollmann, evangelischer Publizist, Moderator, Redakteur und Sportreporter. (20 Meter f\u00fcr die Ewigkeit, Leipzig 2025) Es beginnt so:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00abWelch ein (g\u00f6ttlicher) Moment! Es ist Freitag, der 9. August 2024. In mit rund 70000 Zuschauerinnen und Zuschauern mal wieder vollbesetzten Stade de France l\u00e4uft die Abendsession in der Leichtathletik dieser Olympischen Spiele in Paris \u2013 Entscheidungen \u00fcber Gold, Silber und Bronze stehen auf dem Programm. Unter anderem im Kugelsto\u00dfen der Frauen. Der spannende Wettbewerb neigt sich dem Ende zu, fast alle Sportlerinnen haben ihren letzten, den sechsten Versuch bereits absolviert. \u2026Knisternde Spannung, denn jetzt ist Ogunleye an der Reihe, ihr letzter Versuch. Wenn sie an die 20 Meter schaffen w\u00fcrde\u2026 Wird es vielleicht auch Gold? &#8230;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun steht die junge deutsche Athletin am Rand des Kugelsto\u00dfrings. Kann sie diese Anspannung in einem voll besetzten Stadion im olympischen Finale aushalten? Unglaublich, sie sieht gar nicht angespannt aus, im Gegenteil. Ihr Gesicht macht einen v\u00f6llig entspannten Eindruck, sie scheint diesen Augenblick sogar zu genie\u00dfen. Ihre Augen richten sich f\u00fcr einen kurzen Augenblick nach oben, ein Zwiegespr\u00e4ch mit Gott? Ein L\u00e4cheln spielt um ihre geschlossenen Lippen. Ein L\u00e4cheln! In diesem Augenblick!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dann bewegt sie sich nach vorne, weit ausgebreitete Arme, wippende Beinbewegung, im tausendfach einge\u00fcbten Rhythmus schnellt ihr K\u00f6rper in diesem kleinen Ring in eine dynamische Drehbewegung, anderthalb mal um die eigene K\u00f6rperachse, der Sto\u00df kommt, die vier Kilogramm schwere Kugel fliegt weit durch die Luft, schl\u00e4gt nach gut anderthalb Sekunden auf den Boden und, ja, gibts das denn? Genau auf die 20 Meter Marke.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gold f\u00fcr Ogunleye\u2026 \u2013 welch ein Moment in Paris!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(Nachdem Wettbewerb beginnt f\u00fcr Yemisi Ogunleye der Interviewmarathon.) \u201eF\u00fcr die junge Frau, die im Oktober 1998 als Tochter eines aus Nigeria stammenden Vaters und einer deutschen Mutter geboren wurde, kein Problem. Sie gibt strahlend und bereitwillig Auskunft. \u2026\u00dcbergl\u00fccklich, noch etwas atemlos sprudelt es vor dem ARD-Mikrofon aus ihr heraus: \u201eIch war so in dem Moment, hab gesagt jetzt ist dein Moment, hab einfach glaube und na, sto\u00df, soweit du kannst.\u201c Und dann singt sie, laut sch\u00f6n und melodisch. \u201eLet it shine.\u201c\u201c (In der Pressekonferenz sagt sie dann\ud83d\ude0a \u201eIn dem Moment habe ich einfach gesagt: Danke, Jesus! H\u00f6rt sich vielleicht verr\u00fcckt an f\u00fcr Menschen da drau\u00dfen. Eine junge Frau, die an Jesus glaubt. Ich glaub an Jesus, und dieser Moment hat gezeigt, dass Glaube wirklich Berge versetzen kann.\u201c\u201c ( Bollmann, Ebenda 7-9)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was sagt uns Jesus in unserem Bibeltext nach Johannes. \u201eBittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen sei.\u201c (24)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese junge Frau hat genau das gewagt, vor einem weltweiten Million-Publikum an den Fernsehapparaten, fast 2000 Jahre nach Johannes und Jesus. Und erlebt vollkommene Freude. Sie gibt es zu, \u00f6ffentlich und lebt es, was Jesus uns empfiehlt: Betet, betet echt. Fragt nicht, tut es einfach. Handelt, indem ihr betet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Yemisi Ogunleye erz\u00e4hlt im Interview am n\u00e4chsten Tag, dass sie vorher einfach kurz gebetet habe und gesagt. \u201eDanke Gott.\u201c (Ebenda, 17) Sie wusste, ihr Gospelchor ihrer Heimatgemeinde schaut zu und w\u00fcrde f\u00fcr sie beten. Und meinte dann: \u201eVor dem letzten Stoss bin ich zu Iris (ihrer Trainerin) gegangen und habe gesagt: Kannst Du bitte f\u00fcr mich beten?\u201c (Ebenda, 22)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Beten heisst also nicht nur beten f\u00fcr mich, sondern auch f\u00fcr andere. Gemeinsam f\u00fcr jemanden bitten, F\u00fcrbitte halten,auch wenn wir nicht wissen, ob etwas gelingt oder nicht.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li>Einwand: Beten n\u00fctzt nichts<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und jetzt, sp\u00e4testens jetzt, liebe Gemeinde, kommt uns unser Verstand in die Quere. Ja, hier hat das einmal geklappt, vielleicht Zufall, aber und dann z\u00e4hlen wir auf, wo Gott nicht eingegriffen hat. Mir f\u00e4llt der Tod meiner Schwester letztes Jahr ein. Mir f\u00e4llt der immer noch stattfindende Krieg des Aggressors Putin gegen die Menschen in der Ukraine ein. Letzte Woche hat jemand zu mir gesagt: \u2018Ich habe die KZ\u2019s auf einer Reise angeschaut, da kann man ja gar nicht mehr so glauben.\u2019<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ja, Gebete zu Gott sie werden nicht immer erf\u00fcllt, wie wir es gern w\u00fcnschten. Und ja, wir m\u00fcssen uns einlassen, es wagen. Auch KZ\u2019s, und gegenw\u00e4rtige willk\u00fcrliche Gefangennahmen weltweit werfen Fragen auf. Aber es gibt viele Beweise, dass Menschen in Konzentrationslagern, in Gef\u00e4ngnissen, im Krieg, im Sterben gerade durch das Beten Kraft und Zuversicht bekommen. Sie erfahren so einen \u00abFrieden in mir\u00bb wie Jesus sagte. Ja, sie stehen geistig, nicht k\u00f6rperlich \u00fcber dem Leiden, weil sie wissen: Gott ist jetzt auch um mich oder wie die J\u00fcnger im Text sagen: \u00abJetzt wissen wir, dass Du alles weisst und es nicht n\u00f6tig hast, dass jemand seine Fragen \u00fcberhaupt ausspricht.\u00bb (30)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zweifel am Beten aussprechen ist einfacher, als es selbst zu wagen und zu beten. Meine Schwester schrieb: \u00abDanke, dass ihr f\u00fcr mich betet.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Beten heisst sich l\u00f6sen aus dem ich und Erwartungen an Gott haben, sich auf Gott einlassen, vertrauen, loslassen, befreit sein, und auf Gott, Jesus konzentriert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Reporter meint ungef\u00e4hr zur Olympiasiegerin: \u00abBeten allein als Mittel zur Erf\u00fcllung eigener Zwecke wird wohl nicht funktionieren.\u00bb \u2026Yemisi Ogunleye antwortet:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00abGott ist nicht einfach so\u2019n Kaugummi-Automat, wo ich nen Euro reinwerfe und krieg gleich sofort mein Resultat.\u00bb Aber \u00abGott steht immer mit offenen Armen da und er h\u00f6rt.\u00bb (Bollmann, Ebenda 19) Die damals 25-J\u00e4hrige hat genau das gemacht, was Jesus hier in unserem Bibeltext als Lebensstrategie empfiehlt. Und sie ist sich bewusst, Gott ist eine Nummer gr\u00f6sser als wir, das unabh\u00e4ngig von uns Seiende.<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li>Beten will ge\u00fcbt sein<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eines sagt uns der Text, wie diese inspirierende Geschichte auch. Beten will gelernt sein. Man muss es \u00fcben. Immer wieder, tagt\u00e4glich. Dann geht es mir vielleicht so, dass ich Gott zeitweise nicht erlebe, aber ich bleibe offen f\u00fcr ihn. Es kann das passieren, was ich nach dem letzten Gottesdienst mit dem Schulchor von jemanden als WhatsApp zugeschickt bekommen habe: \u00abEs f\u00fchlte sich an, als ob Gott zu mir sprechen w\u00fcrde. Denn im Moment f\u00fchle ich mich genauso: verloren. Ich muss Gott einfach mehr vertrauen und meine Sorgen in seine H\u00e4nde legen.\u00bb<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li>Lebensstrategie: Beten<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus empfiehlt die Lebensstrategie: Beten. Wagt es! Lasst Euch darauf ein. Gebt nicht auf. \u00abIn der Welt habt Ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt \u00fcberwunden.\u00bb (33)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Beten verbinden wir uns mit Gott, mit Jesus Christus. Im Gebet geben wir Gottes guten Geist die Chance f\u00fcr uns, mit uns, in uns zu wirken. Im Beten \u00fcberwinden wir ein St\u00fcck unsere eigene Not, weil wir uns mit dem bewusst verbinden, der den Schmerz und den Tod, das wohl gr\u00f6sste menschliche Leid, \u00fcberwunden hat. Wir stehen im Beten in einer Wechselbeziehung zu Gott, unserem und Jesu Vater. Wir werden mit der Liebe beschenkt, wovon es im Text hiess: \u00abDenn der Vater selbst liebt euch, weil ihr mich lieb gewonnen habt.\u00bb (27).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Erfahrung zu machen, darauf muss man sich einlassen. Man muss beten \u00fcben, am Abend, am Mittag, bei Tisch, in der Natur, immer wenn man Zeit hat. Oder man macht es so, wie es Johann Caspar Lavater machte. Er, der vor 250 Jahren immer wieder in unserem Dorf war. Er, der wohl bekannteste Z\u00fcrcher Pfarrer, gleich nach Huldrych Zwingli, meint in seinem Geheimen Tagebuch: \u00abIch will des Morgens nie ohne Dank und Gebeth zu Gott, und ohne den Gedanken aufstehen, dass es vielleicht zum letzten Mal geschehe.\u00bb (nach Ueli Greminger: Johann Caspar Lavater, Z\u00fcrich 2012, 7)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">AMEN<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lied: Ich m\u00f6cht das einer mit mir geht<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Berthold W. Haerter,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Oberrieden\/Schweiz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"mailto:Berthold.haerter@bluewin.ch\">Berthold.haerter@bluewin.ch<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pfarrer der Ev.-ref. Kirche des Kantons Z\u00fcrich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Lebensstrategie: Betet! | Rogate | 25.05.2025 | Joh 16,23b-33 | Berthold W. 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