{"id":24563,"date":"2025-05-23T11:26:01","date_gmt":"2025-05-23T09:26:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=24563"},"modified":"2025-05-23T11:26:01","modified_gmt":"2025-05-23T09:26:01","slug":"1-koenige-822-24-26-28-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-koenige-822-24-26-28-2\/","title":{"rendered":"1. K\u00f6nige 8,22-24.26-28"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">\u201eDie Himmel und die Himmel der Himmel k\u00f6nnen dich nicht fassen!\u201c | Christi Himmelfahrt | 29.5.2025 | 1. K\u00f6nige 8,22-24.26-28 | verfasst von Dr. Rainer Stahl, Erlangen |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDie Gnade unseres Herrn Jesus Christus,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">die Liebe Gottes<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">sei mit Euch allen!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Leserin, lieber Leser!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Schwestern und Br\u00fcder!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An den Anfang stelle ich eine eigene \u00dcbersetzung unseres heutigen Predigttextes:<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">22a \u201eUnd es trat Salomo vor den Altar Jahwes im Angesicht der ganzen Gemeinde Israels<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">22b und breitete seine H\u00e4nde zum Himmel aus<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">23a\u03b1 und sprach: \u00bbJahwe, Gott Israels, nicht wie dich gibt es einen Gott<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">23a\u03b2 im Himmel oben<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">23a\u03b3 und auf Erden unten,<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">23b\u03b1 der bewahrt den Bund und die Gnade<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">23b\u03b2 deinen Knechten, die vor dir mit ganzem Herzen gehen,<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">24a\u03b1 der du bewahrt hast deinem Knecht David, meinem Vater,<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">24a\u03b2 wie du ihm gesagt hast.<a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">24b Was du gesagt hast mit deinem Mund und mit deiner Hand erf\u00fcllt hast \u2013 wie es<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 an diesem Tag [offensichtlich] ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">[\u2026]<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">26a Jetzt aber, Jahwe<a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a>, Gott Israels,<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">26b\u03b1 lass doch wahr werden dein Wort \/ deine Worte<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">26b\u03b2 das \/ die du geredet hast<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">26b\u03b3 zu deinem Knecht David, meinem Vater.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">27a\u03b1 Denn sollte wirklich<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">27a\u03b2 Gott [mit Menschen<a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a>] auf der Erde wohnen?<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">27b\u03b1 Siehe, die Himmel und die Himmel der Himmel k\u00f6nnen dich nicht fassen.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">27b\u03b2 Umso mehr dieses Haus, das ich gebaut habe.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">28a So wende dich dem Gebet deines Knechtes uns seinem Flehen zu,<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jahwe, mein Gott,<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">28b\u03b1 indem du h\u00f6rst auf das Rufen und Beten<a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_edn4\" name=\"_ednref4\">[iv]<\/a>,<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">28b\u03b2 das dein Knecht heute vor dir betet.\u00ab\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_edn5\" name=\"_ednref5\">[v]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">2018 hatte ich mir die \u00dcbersicht \u00fcber die biblischen Predigttexte der Predigtjahrg\u00e4nge I \u2013 VI ausgedruckt. Ab dem 1. Advent wurde damals mit dem Jahrgang I begonnen. Im Kirchenjahr 2024\/2025 sind wir ja wieder in Jahrgang I. Der Predigttext f\u00fcr das Fest der Himmelfahrt Christi ist in diesem ersten Jahrgang 1. K\u00f6nige 8,22-24.26-28. Zum Beispiel zeigt mein Pfarrer- und Pfarrerinnenkalender von 1999, dass damals zu Himmelfahrt Christi (13. Mai) auch schon 1. K\u00f6nige 8,22-24.26-28 zu den Predigttexten, n\u00e4mlich dem des Jahrgangs I, geh\u00f6rte. Jetzt habe ich von einem Amtsbruder gelernt, dass es 1978 eine Revision der Predigttexte gab und wohl damals 1. K\u00f6nige 8,22ff als Predigttext f\u00fcr Himmelfahrt Christi festgelegt worden war. Diese Zusammenh\u00e4nge wei\u00df ich nicht. Hinzu kommt: Je l\u00e4nger ich zu einer Predigt zu Himmelfahrt Christi \u00fcber diesen Text meditiere, desto mehr dr\u00e4ngt sich mir folgende Frage auf: Was hat dieser biblische Text mit der Himmelfahrt Christi zu tun? Was haben sich die Verantwortlichen f\u00fcr die Predigtjahrg\u00e4nge gedacht, diesen Text f\u00fcr den Jahrgang I zu Himmelfahrt Christi vorzusehen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Erstmals wirklich gearbeitet hatte ich zu diesem Bibeltext im Rahmen meiner Habilitationsschrift, in der DDR hie\u00df das damals: \u201eDissertation zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Wissenschaften\u201c, dessen Verfahren im April 1982 abgeschlossen werden konnte. Meine damals selbstgew\u00e4hlte Aufgabe war die Erhebung von \u201eAspekten der Geschichte der deuteronomistischen Theologie\u201c. Bei meiner Arbeit war mir bewusst geworden, dass der heute vorliegende Text von 1. K\u00f6nige 8 in einer jahrzehntelangen theologischen Arbeit im Exil in Babylonien komponiert worden war: unsere Verse als Ergebnis einer ersten gesetzlichen Redaktion \u2013 zu ihr geh\u00f6ren die Verse 22-24.26.28 \u2013 und einer vierten theologischen Redaktion \u2013 zu ihr geh\u00f6rt der Vers 27 \u2013.<a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_edn6\" name=\"_ednref6\">[vi]<\/a> Jeweils einen zentralen Satz beider Stimmen lasse ich jetzt aufklingen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201e[\u2026] \u00bbJahwe, Gott Israels, nicht wie dich gibt es einen Gott<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">im Himmel oben<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und auf Erden unten [\u2026]\u00ab\u201c (Vers 23a).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201e\u00bbDenn sollte wirklich<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott auf der Erde wohnen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Siehe, die Himmel und die Himmel der Himmel k\u00f6nnen dich nicht fassen\u00ab\u201c (Vers 27a-b\u03b1).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine Erkl\u00e4rung sei mir noch erlaubt: Mit dem Begriff \u201edeuteronomistische Theologie\u201c wird eine \u00fcber viele Jahre t\u00e4tig gewesene theologische Schule bezeichnet, die haupts\u00e4chlich in der Gemeinschaft der im Exil in Babylonien lebenden jud\u00e4ischen Theologen verwirklicht wurde und ihre Ma\u00dfst\u00e4be von den Bestimmungen des 5. Buches Mose, des Deuteronomiums \u2013 wie es in griechischer und lateinischer Sprache hei\u00dft \u2013 abgeleitet hatte.<a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_edn7\" name=\"_ednref7\">[vii]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Da erst wird mir bewusst, welchen Sinn der R\u00fcckgriff auf diese Worte in 1. K\u00f6nige 8 hat: Die Himmelfahrt Christi hat n\u00e4mlich gar nichts mit einem Kosmos-Flug zu tun. Sondern diese Himmelfahrt Christi ist das Bild f\u00fcr seinen Wechsel von einer irdischen Existenz, wie sie f\u00fcr uns alle gilt, hin in die alle irdische Seins-Formen, alle irdische Wirklichkeiten umfassende und durchwaltende Seins-Form \u2013 hin in die sie durchwaltende Wirklichkeit Gottes. Der Begriff \u201eHimmelfahrt Christi\u201c ist eine menschliche Ausdrucksweise, um auszudr\u00fccken, was wir eigentlich nicht ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, wof\u00fcr uns jede Erfahrung fehlt. Er ist ein Begriff, der uns stotternd bef\u00e4higt anzudeuten, was wir sagen wollen, was wir zu sagen versuchen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als Gegenpol muss ich ein besonderes Erlebnis erinnern: Im Oktober 1963 machte der erste Kosmonaut der Welt, Jurij Gagarin, einen Besuch in der DDR und kam am 18. Oktober auch nach S\u00fcdth\u00fcringen, fuhr durch meine Heimatstadt Meiningen hindurch. Meine Schulklasse musste sich oben an der Rohrer Stra\u00dfe aufstellen. An uns war dann die Autokolonne vorbeigefahren. Ich sehe immer noch den offenen Wagen vor mir, in dem Jurij Gagarin schon stand und uns als Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler beim Vorbeifahren gr\u00fc\u00dfte! Jurij Gagarin war am 12. April 1961 mit einer Rakete und einem Raumflieger, mit \u201eWostok 1\u201c, zu Deutsch: \u201eOsten 1\u201c, zu einer kosmischen Erdumlaufbahn aufgestiegen und einmal um die Erde herumgeflogen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diesen erfolgreichen Kosmosflug nutzten damals sowjetische Propagandisten und solche in der DDR, um ironisch darzustellen, dass Jurij Gagarin Gott gar nicht entdeckt habe \u2013 so als w\u00fcrden wir Christen glauben, dass Gott \u2013 dass Christus \u2013 irgendwo in dem Himmel \u00fcber uns zu entdecken w\u00e4re. Das habe ich nie geglaubt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber noch einen weiteren Kosmosflug, den ich bei einer Andacht am 29. Mai 2019 in der Gemeinde in Bra\u0161ov \/ Brass\u00f3 \/ Kronstadt in Rum\u00e4nien in Erinnerung gerufen hatte, muss ich auch hier benennen: Es gab ein Plakat in der Sowjetunion, das einen Popen zeigte, der auf der Erde sa\u00df und ein Telefon mit einer langen Leitung bis hinauf zu einer Wolke hatte, auf der Gott sa\u00df. Aber der Sputnik von 1957 hatte diese Telefonleitung gekappt. Der Pope hatte keine Verbindung mehr zu Gott. Solch einen Gott habe ich nie geglaubt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die jud\u00e4ischen Theologen des 6. bis 4. Jahrhunderts vor Christus hatten eine Sprachform zur Verf\u00fcgung, die sie hier bewusst einsetzten: \u201eDie Himmel und die Himmel der Himmel\u201c. Um sich die originale Lautmalung einmal bewusst zu machen, gebe ich die Begriffe in Umschrift: \u00abHaschschamajim usch<sup>e<\/sup>m\u0113 Haschschamajim\u00bb. Damit wurde versucht, entsprechend dem damaligen Wissensstand zum Kosmos sich als Menschen zu verorten: auf einer Erde, die als Mittelpunkt der Welt, als Scheibe in den Fluten des Meeres gedeutet wurde, \u00fcber der mehrere \u201ek\u00e4seglockengleiche\u201c Himmelsfirmamente vorgestellt wurden, auf denen die Sonne, der Mond und alle Sterne ihre Bahnen ziehen w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Zusammenhang unseres modernen Wissens \u00fcber den Kosmos ist ein solches Bild unm\u00f6glich: Einen \u00abSch<sup>e<\/sup>m\u0113 Haschschamajim\u00bb, einen \u201eHimmel der Himmel\u201c gibt es gar nicht: Die Planeten und ihre Monde, die zu unserer Sonne \u2013 also: zu unserem Stern \u2013 geh\u00f6ren, werden durch die Anziehungskraft der immensen Masse unserer Sonne auf ihren Bahnen zusammengehalten. Dabei werden die Monde durch die Masse des je eigenen Planeten auf ihren Bahnen um diesen Planeten gehalten: Also: Unser Mond ist festgehalten durch die Masse unserer Erde zu seinem Flug um sie herum. Diese Einheit von Erde und ihrem Mond ist dann gehalten durch die Masse der Sonne \u2013 unseres Sterns \u2013 zum Flug um sie herum. Dabei beeindruckt mich immer wieder von Neuem, wenn ich die Sonne sehe, wie sie jetzt, da ich an dieser Predigt arbeite, durch das Fenster auf mich scheint (!), dass ich mir bewusst machen muss, dass sie \u2013 also: unser Stern \u2013 in Wahrheit ein Drittel gr\u00f6\u00dfer ist als die Umlaufbahn des Mondes um unsere Erde! Zus\u00e4tzlich gilt: Das gesamte Sonnensystem unserer Sonne \u2013 also: unseres Sterns \u2013 fliegt auf einer durch Anziehungskr\u00e4fte gepr\u00e4gten Tour innerhalb unserer Galaxis \u2013 innerhalb unserer Milchstra\u00dfe \u2013 von Tausenden von Sonnen \u2013 von Tausenden von Sternen \u2013 um den Mittelpunkt unserer Galaxis \u2013 unserer Milchstra\u00dfe \u2013 herum. Und diese Galaxis \u2013 unser Milchstra\u00dfensystem \u2013 bewegt sich im \u201eTanz\u201c mit vielen anderen Galaxien \u2013 mit vielen anderen Milchstra\u00dfensystemen \u2013 durch den Kosmos, durch die Sch\u00f6pfung\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wohin sollte da Christus \u201ein den Himmel\u201c, \u201ein den Himmel der Himmel\u201c gefahren sein? Nat\u00fcrlich gar nicht durch die von uns feststellbaren Distanzen! Sondern: Christus ist gewechselt in die Wirklichkeit Gottes, eine Wirklichkeit, die durch unsere erfahrbare Wirklichkeit hindurch und sie weit \u00fcbersteigend auch jenseits von ihr \u00bbist\u00ab! So, wie die jud\u00e4ischen Theologen des 6. bis 4. Jahrhunderts vor Christus erkannt hatten:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201e[\u2026] \u00bbDenn sollte wirklich Gott auf der Erde wohnen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Siehe, die Himmel und die Himmel der Himmel k\u00f6nnen dich nicht fassen\u00ab\u201c (Vers 27a.b\u03b1).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eHimmel\u201c hei\u00dft also: eine andere Dimension, die quer zu unseren Dimensionen besteht. Eine Dimension, die uns ganz nah ist. Manche Theologen sagen: Die uns n\u00e4her ist als wir selbst es uns sind. Da ist Christus. Da ist Gott. Ihn erreichen unsere Gebete mit Gewissheit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In diese Wirklichkeit ist Christus bei seiner Himmelfahrt gewechselt.<a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_edn8\" name=\"_ednref8\">[viii]<\/a> Deshalb k\u00f6nnen wir glauben, dass er wirklich ganz nah bei uns ist. Dass er dort sein wird, wohin ich kommen kann \u2013 egal wohin.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An dieser Stelle wage ich, die schwierigste \u201eReise\u201c anzusprechen, die jede und jeder vor sich haben wird, eine \u201eReise\u201c, die ich nur pers\u00f6nlich ansprechen kann: Wenn es an mein Sterben gehen wird, wird mich auch Christus halten und empfangen. Das ist mein Glaube!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eUnd der Friede Gottes,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">der h\u00f6her ist als unsere Vernunft,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liedvorschl\u00e4ge:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">EG 123: \u201eJesus Christus herrscht als K\u00f6nig\u2026\u201c Strophen 1, 8 und 9.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">EG 331: \u201eGro\u00dfer Gott, wir loben dich\u2026\u201c Strophen 1, 6 und 7.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Anmerkungen:<\/p>\n<p>[i]\u00a0\u00a0 Diese Passage fehlt in der Septuaginta.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a>\u00a0\u00a0 Mit hebr\u00e4ischen Handschriften und mit \u00dcbersetzungen kann \u201eJahwe\u201c eingef\u00fcgt werden.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a>\u00a0 So zus\u00e4tzlich in der Septuaginta.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_ednref4\" name=\"_edn4\">[iv]<\/a>\u00a0 \u201eund Beten\u201c fehlt in der Septuaginta. Die Septuaginta Deutsch. Das griechische Alte Testament in deutscher \u00dcbersetzung, hrg. von Wolfgang Kraus und Martin Karrer, Stuttgart <sup>2<\/sup>2010, S. 398, bietet: \u201eUnd du m\u00f6gest auf meine Bitte achten, Herr, Gott Israels [\u2026].\u201c<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_ednref5\" name=\"_edn5\">[v]<\/a>\u00a0 Die Verse sind entsprechend von Atnach und Klein-Zakef, aufgteilt. Zurate gezogen wurden die Lutherbibel, revidiert 2017, und die Septuaginta Deutsch. Ich verweise auch auf Hans Werner Hoffmann: Alttestamentliche Texte der Predigtreihe I philologisch erschlossen, M\u00fcnchen 2024, S. 42-43.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_ednref6\" name=\"_edn6\">[vi]<\/a>\u00a0 Meine damalige Arbeit hatte den Titel: Aspekte der Geschichte deuteronomistischer Theologie. Zur Traditionsgeschichte der Terminologie und zur Redaktionsgeschichte der Redekompositionen, Jena 1982, zu 1. K\u00f6n 8,14-61 vgl. dort: S. 65-106 und S. 179. Vers 25 geh\u00f6rte zu der ersten gesetzlichen Redaktion (vgl. dort auch S. 179). Warum wird dieser Vers jetzt ausgespart?<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_ednref7\" name=\"_edn7\">[vii]<\/a> Als moderne Publikationen nenne ich: Die deuteronomistischen Geschichtswerke. Redaktions- und religionsgeschichtliche Perspektiven zur \u201eDeuteronomismus\u201c-Diskussion in Tora und Vorderen Propheten, hrg. von Markus Witte, Konrad Schmid, Doris Prechel und Jan Christian Gertz unter Mitarbeit von Johannes F. Diehl, Beiheft zur Zeitschrift f\u00fcr die Alttestamentliche Wissenschaft (BZAW), Band 365, Berlin, New York 2006.<\/p>\n<p>Vgl. auch Marcek Friesen: Die Tempelweiherz\u00e4hlung. Ein Modell ihrer Genese ausgehend von 1 K\u00f6n 8,1\u20139,9, 3 Kgtm 8.1\u20139,9 und 2 Chr 5\u20137, Beiheft zur Zeitschrift f\u00fcr die Alttestamentliche Wissenschaft (BZAW), Band 554, Berlin, New York 2024. Dazu verweise ich auf die Rezension dieses Buches durch Michael Pietsch, Theologische Literaturzeitung (ThLZ), Band 150, 2025, Sp. 165-168. F\u00fcr die Verse des Predigttextes ist festzuhalten: Die Bearbeitungsstufen sind aus der Zeit des Zweiten Tempels, also ab 520 v.Chr. (Zeit von Dareios I.) oder ab 430 v.Chr. (Zeit von Dareios II.). Zur \u00e4ltesten Bearbeitungsstufe geh\u00f6rt das Bittgebet in den VV. 23.27-30.37-40.52-53. In der letzten Bearbeitungsstufe wurde auf der Grundlage des Davidbildes der Chronik eingef\u00fcgt: VV. 15-21.24-26.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/74227DB9-3BAA-414E-AAB0-413A62312AE8#_ednref8\" name=\"_edn8\">[viii]<\/a> Allerdings muss ich mein Verst\u00e4ndnis der \u201eHimmelfahrt Christi\u201c angesichts der diesbez\u00fcglichen Aussagen im Neuen Testament bew\u00e4hren: Mk 16,19b; Lk 24,51b; Apg 1,9-10a. Auch diese Aussagen verstehe ich nicht als journalistische Dokumentationen eines neutral zu verfolgenden naturwissenschaftlich nachvollziehbaren Ereignisses, sondern ich verstehe sie als Bildreden, mit deren Hilfe der Wechsel Christi in die Wirklichkeit Gottes zum Ausdruck gebracht wird. Deshalb beteten die J\u00fcnger auch Christus an (Lk 24,52a).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie Himmel und die Himmel der Himmel k\u00f6nnen dich nicht fassen!\u201c | Christi Himmelfahrt | 29.5.2025 | 1. K\u00f6nige 8,22-24.26-28 | verfasst von Dr. Rainer Stahl, Erlangen | \u201eDie Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit Euch allen!\u201c Liebe Leserin, lieber Leser! Liebe Schwestern und Br\u00fcder! [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":24564,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14,1,2,375,157,853,114,923,349,109,313],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-24563","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-1-koenige","category-aktuelle","category-at","category-himmelfahrt","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-kapitel-08-chapter-08-1-koenige","category-kasus","category-predigten","category-rainer-stahl"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24563","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24563"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24563\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24566,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24563\/revisions\/24566"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24564"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24563"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24563"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24563"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=24563"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=24563"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=24563"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=24563"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}