{"id":24645,"date":"2025-06-12T13:49:40","date_gmt":"2025-06-12T11:49:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=24645"},"modified":"2025-06-12T13:49:40","modified_gmt":"2025-06-12T11:49:40","slug":"2-korinther-1311-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/2-korinther-1311-13\/","title":{"rendered":"2 Korinther 13,11-13"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Kirche auf dem Weg des Friedens | Trinitatis | 11.06.2025 | 2 Kor 13,11-13| Kira Busch-Wagner |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">13Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde! In diesem Jahr feiern Christinnen, Christen weltweit ein Jubil\u00e4um. Dass sie sich im Jahr 325, vor 1700 Jahren, bei einem gro\u00dfen Kirchentreffen \u00fcber ihren Glauben neu verst\u00e4ndigt zu haben. Selbst dem Kaiser war das so wichtig, dass er dazu in seine Sommerresidenz eingeladen hat. Nach dem Tagungsort Nic\u00e4a ist der Beschluss, ist das Glaubensbekenntnis benannt: das niz\u00e4nische Credo. Es ging darum, miteinander festzuhalten, wie man als Kirche von Gott, von Jesus, dem Christus, wie man vom Heiligen Geist reden wolle. (Klammer auf: das hie\u00df auch: wie man nicht reden wollte. Ein gro\u00dfes, eigenes Kapitel. Doch davon wann anders. Klammer zu.). Bis heute findet sich das Bekenntnis, mit einer kleinen Erweiterung, in unseren Gesangb\u00fcchern.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unter den Bisch\u00f6fen, die da in Nic\u00e4a zusammengekommen waren, waren auch einige \u00e4ltere, denen man noch die Folter aus den Christenverfolgungen ansah. Die hatten sich vermutlich gut \u00fcberlegt, f\u00fcr was sie ihr Leben einsetzen wollten. Und eingesetzt haben. Und welche Kirche sie haben wollten. Mit welchem Glauben. Wie sie von Jesus, dem Auferweckten reden wollten. Von Gott. Vom Geist. Wie sie sich verstehen wollten als Gemeinschaft, als Kirche<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zu Kirche ist schon manches gesagt worden am letzten Sonntag, zum Pfingstfest. In vielen Predigten und Ver\u00f6ffentlichungen hie\u00df es: heute ist der Geburtstag der Kirche. Ein wunderbares Bild, und ein guter Grund zum Feiern. Doch das Schlagwort vom Geburtstag der Kirche hat seine T\u00fccken. K\u00f6nnte man doch bei \u201eGeburtstag\u201c denken, 50 Tage nach der Auferweckung Jesu sei schlagartig eine neue Religion, eine neue Organisation auf der Welt gewesen. War aber nicht. Vielmehr: j\u00fcdische Freundinnen und Freunde des Juden Jesus erz\u00e4hlen von seiner Auferweckung. Gem\u00e4\u00df der Schrift. Also aufgrund jener \u00dcberlieferungen, die in der Kirche heute \u201eAltes Testament\u201c hei\u00dft. Sie erz\u00e4hlen von der Auferweckung des Christus, des Gesalbten. Erw\u00e4hlt durch den Gott Israels, der die ganze Welt geschaffen hat. Sie bekommen neue Kraft, neuen Mut, neues Feuer. Sie erleben sich getr\u00f6stet. Jesus ist nicht mehr unter ihnen. Aber sie sind nicht allein. Davon erz\u00e4hlen sie weiter. \u00a0Im Vertrauen auf Gottes Ruf ins Leben. So viel zu jenem Pfingstfest, zu jenem Wochenfest, von dem r\u00fcckblickend der Evangelist Lukas in der Apostelgeschichte schreibt. Keine 25 Jahre sp\u00e4ter, keine 25 Jahre nach Pfingsten im Jahre des Todes und der Auferweckung Jesu, nicht mal so viel \u2013 oder so wenig \u2013 wie die Jahrtausendwende hinter uns liegt, erlebt der der Pharis\u00e4er Paulus eine mystische Begegnung mit dem Auferstanden. Er kommt ins Gespr\u00e4ch mit denen, die Jesus noch pers\u00f6nlich gekannt hatten. Er kennt die Schrift. Und entscheidet sich f\u00fcr die Auslegung: \u00a0Ja, mit der Auferweckung Jesu steht den V\u00f6lkern der Welt der Zugang zum Gott Israels offen. Ein eigener Zugang. Kein \u00dcbertritt, ohne j\u00fcdisch zu werden. Allein durch den Gesalbten Gottes. Den Christus. Durch Jesus. Im Heiligen Geist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus erwartet die Wiederkehr Christi in K\u00fcrze. Er reist in die gro\u00dfen St\u00e4dte seiner Zeit. Er h\u00e4lt sich an die j\u00fcdischen Gemeinden. Er sucht zugleich den Kontakt mit Menschen jenseits des Judentums, mit den V\u00f6lkern. Mit Heiden, wie sp\u00e4ter der Fachbegriff lautet. Er verk\u00fcndet seine Entdeckung, seine Mission. Er h\u00e4lt Verbindung mit Gemeinden und Personen. Dazu geh\u00f6ren auch die beiden Briefe in die Hafenstadt Korinth. Bis zum letzten Schnipsel brennt er f\u00fcr seine Anliegen. So lautet \u2013 nach schwierigen Auseinandersetzungen \u2013 das Ende des 2. Korinther-Briefes \u2013 uns heute f\u00fcr den Gottesdienst aufgetragen! &#8211; :<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Zuletzt, Br\u00fcder und Schwestern,\u00a0freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So\u00a0wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.\u00a012Gr\u00fc\u00dft euch untereinander mit dem heiligen Kuss. Es gr\u00fc\u00dfen euch alle Heiligen.\u00a013Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Soweit die Zeilen aus dem Brief nach Korinth. Damit bin ich mit Paulus wieder da, wo ich angefangen habe. Bei der Kirche. Bei den Jesusleuten. In Korinth und \u00fcberall anderswo in der Welt. Bei ihrem Streit. Vor allem aber beim Ziel des Paulus: Frieden! Und Dank angesichts der Gnade des Herrn. Des Jesus Christus. Durch ihn: Zugang zur Liebe Gottes. In gutem, in heiligem, in gottgem\u00e4\u00dfem Geist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dann: rund 250 Jahre nach Paulus: wieder (oder immer noch?) Streit in der Kirche. Erneut die Suche, gemeinsam zum Frieden zu finden. Dann in Nic\u00e4a. Wegen all der Gnade, wegen all der Gaben des Herrn Jesus. Wegen des Wunders, durch ihn zu Gott zu finden. In gutem, in heiligem Geist. Zeuge davon: das Dokument \u201eBekenntnis von Nic\u00e4a\u201c.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Geschichte der Kirche hat damit nicht aufgeh\u00f6rt. Wie Geschichte ja nie aufh\u00f6rt. Aber es ist gut, sich daran zu erinnern. Und immer neu anzusetzen. Anzukn\u00fcpfen. \u00a0An die Suche nach Frieden. An den Dank. An die Freude. An den guten, tr\u00f6stlichen, himmlischen Geist Gottes. Um mutiger, fr\u00f6hlicher, kr\u00e4ftiger in dieser Kirche und mit dieser Kirche und \u00fcber sie hinaus zu wirken. Auf Frieden hin. Heute, eine Woche nach Pfingsten. Am Sonntag der Dreifaltigkeit. Am Sonntag der Dreieinigkeit. Immer weiter. Bis ans Ende der Welt. Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liedvorschl\u00e4ge:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun singe Lob, du Christenheit \u2026. (EG 265).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du Abglanz aller Herrlichkeiten \u2026 (z.B.Regionalteil Baden 669 \u2013 greift das Nic\u00e4num auf!)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, unser Ursprung, Herr des Raums \u2026 (EG 431: ein Friedenslied; wenn nicht jetzt, dann sp\u00e4ter zu singen!)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gelobet sei der Herr \u2026 (EG 139; mit einer wunderbaren Trinit\u00e4ts- und eben nicht Drei-G\u00f6tter-Lehre!)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und: unbedingt mit dem Nic\u00e4num Bekenntnis ablegen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pfarrerin Kira Busch-Wagner Karlsruhe E-Mail: <a href=\"mailto:Kira.Busch-Wagner@kbz.ekiba.de\">Kira.Busch-Wagner@kbz.ekiba.de<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kira Busch-Wagner, geb. 1961, Pfarrerin der Evangelischen Landeskirche in Baden, thematische Schwerpunkte: \u00d6kumene, Christlich-j\u00fcdisches Gespr\u00e4ch, \u00d6ffentlichkeitsarbeit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kirche auf dem Weg des Friedens | Trinitatis | 11.06.2025 | 2 Kor 13,11-13| Kira Busch-Wagner | 13Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! 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