{"id":24659,"date":"2025-06-17T17:29:32","date_gmt":"2025-06-17T15:29:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=24659"},"modified":"2025-06-17T17:29:32","modified_gmt":"2025-06-17T15:29:32","slug":"johannes-539-47-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-539-47-3\/","title":{"rendered":"Johannes 5,39-47"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Wie ein Komet, der zweimal einschl\u00e4gt | 1. Sonntag nach Trinitatis | 22.06.2025 | Joh 5,39-47 | Manfred Mielke |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">erinnern sie sich an den besonderen Kometen, mit dem alles begann? Ich meine den Stern von Bethlehem, der vor den Drei Weisen herzog und der die Geburt des Christuskindes einleitete. Als Jesus von Nazareth zog er seine Bahn und hinterlie\u00df Spuren. Er wurde gekreuzigt und wiederauferweckt. Bevor er dann gen Himmel fuhr, versprach er seinen J\u00fcngern, dass er wiederkommen wird. \u2013 Meine Frage lautet: Ist Jesus wie ein Komet, der zweimal einschl\u00e4gt? Ich leite die Frage aus einem Popsong ab, der vor 2 Jahren die Hitparaden eroberte und dessen Refrain lautet: \u201eUnd wenn ich geh, dann so, wie ich gekommen bin; wie ein Komet, der zweimal einschl\u00e4gt. Vielleicht tut es weh, doch (ich) will auf Nummer sicher geh&#8217;n, dass ich f\u00fcr immer leb. Lass uns nochmal aufdreh&#8217;n!\u201c (1) \u2013 Ich habe die Musiker zwar nicht um Genehmigung gefragt, aber ich stelle mir vor, dass Jesus \u00e4hnlich h\u00e4tte singen k\u00f6nnen: \u201eIch bin ein Komet, der nicht nur einmal einschlug. Ich will sicher gehen, dass ich f\u00fcr immer leb. Lass uns noch einmal aufdrehen!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Gewissheit, dass Jesus nach wie vor die Inkarnation der G\u00fcte Gottes ist und dass er als Friedensmessias ein zweites Mal zur Erde kommen wird, war alsbald heftig umstritten. Deswegen l\u00e4sst der Evangelist Johannes den auferstandenen Christus erneut auftreten und gegen seine Bestreiter Stellung beziehen. Johannes zitiert Jesus so: \u201eIhr sucht in der Schrift, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie ist&#8217;s, die von mir zeugt; aber ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben h\u00e4ttet. Ich nehme nicht Ehre von Menschen; aber ich kenne euch, dass ihr nicht Gottes Liebe in euch habt. Ich bin gekommen in meines Vaters Namen und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer kommen wird in seinem eigenen Namen, den werdet ihr annehmen. Wie k\u00f6nnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander annehmt, und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, sucht ihr nicht? Ihr sollt nicht meinen, dass ich euch vor dem Vater verklagen werde; es ist einer, der euch verklagt: Mose, auf den ihr hofft. Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?\u201c (Joh 5,39-47)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist eine uns fremde Situation: Jesus von Nazareth ist seit ca 70 Jahren tot, Mose seit ca 1500 Jahren. Doch der Evangelist Johannes l\u00e4sst beide als Kontrahenten auftreten wie in einem zeitgen\u00f6ssischen Gerichtssaal (2). Dabei ist Jesus Christus zugleich Angeklagter, Ankl\u00e4ger und Richter in einer Person. Er tritt an gegen die j\u00fcdischen Gelehrten, die Mose ins Feld f\u00fchren. \u2013 Um was geht es in dieser Auseinandersetzung? Bleibt sie uns fremd, oder haben wir Anteile und bekommen Orientierungen f\u00fcr unsere verfahrene Situation?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mose ist zwar nicht vom Tode auferstanden, aber in seinen 5 B\u00fcchern ist er h\u00f6chst lebendig. Was in ihnen nicht \u201eschwarz auf wei\u00df\u201c steht, kann nicht wahrer Glaube sein. \u00dcber den Messias schreibt Mose aber nichts Griffiges, viel deutlicher profilieren ihn die Propheten. Dennoch lesen sie die Mose-Texte als Nachweis daf\u00fcr, dass Jesus Gott l\u00e4stert mit seinem Anspruch, sein Messias zu sein. Dagegen z\u00fcrnt Jesus: \u201cIch brauche euch vor Gott gar nicht verklagen, Mose, den ihr f\u00fcr euch zitiert, verklagt euch gr\u00fcndlich genug. Aber ihr glaubt weder dem Mose, noch meinem himmlischen Vater, mit dem ich eins bin, noch mir, dem Messias Gottes. Eher geht ihr einer selbsternannten Lichtgestalt auf den Leim, Hauptsache, er verspricht euch Ruhm und Ehre!\u201c Der Streit ist keine akademische Haarspalterei, sondern ein Kampf auf Leben und Tod, auf Untergang oder Ewigkeit. Sinngem\u00e4\u00df sagt Jesus: \u201eIhr sucht zwar das ewige Leben, aber ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben h\u00e4ttet. Ihr wollt zwar auf Nummer sicher gehen, dass euer Credo f\u00fcr immer lebt. Aber heute bin ich f\u00fcr euch wie ein Komet, der zweimal einschl\u00e4gt. So wie ich f\u00fcr die gesamte Sch\u00f6pfung bereit bin, noch einmal wiederzukommen. Also lasst uns noch einmal aufdrehen!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Johannes-Evangelist berichtet von diesem Streit ohne ein befriedigendes Ergebnis. Vorher schreibt er von einer Krankenheilung, die in einen T\u00f6tungsbeschluss eskaliert. Danach von der Speisung der 5000, die beinahe in eine K\u00f6nigskr\u00f6nung eskaliert. Was ist Jesus nun \u2013 Ketzer oder K\u00f6nig, Prophet oder Messias? Und wer entscheidet das, nur seine Fans oder auch seine Gegner? Diesen Streit um Jesu Messianit\u00e4t konfiguriert hier der Evangelist Johannes. Jesus k\u00e4mpft vehement um seine Identit\u00e4t und seinen Fu\u00dfabdruck, wogegen seine Gegner eher zugekn\u00f6pft erscheinen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde, genug des Streits. Nun schlage ich vor, dass wir das Gerichtsgeb\u00e4ude verlassen und uns auf den Vorplatz begeben. Dass wir frische Luft schnuppern und uns umh\u00f6ren. Und dass wir den Vorplatz nutzen als Zwischenstation auf dem Weg zu uns selbst und zu unserer Gesamtlage. \u2013 Wir befinden uns also auf einem Marktplatz, einer Agora wie die in Athen oder Ephesus. Die Sache mit Jesus ist lange her, und seitdem haben viele Menschen ihre Religion nachgesch\u00e4rft. Die Ersten waren von Jesu Charisma \u00fcberw\u00e4ltigt, viele Weitere haben seinen Glauben indirekt \u00fcbernommen. Das war f\u00fcr heidnische Normalos einfach, f\u00fcr die bisher Mose-Gl\u00e4ubigen aber ein radikaler Spurwechsel.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Traum w\u00e4re gewesen, dass Jesus als Reformjude h\u00e4tte durchstarten k\u00f6nnen, indem er den Glauben an Mose und die Propheten erweitert h\u00e4tte z.B. um die Taufe und um den Heiligen Geist. Wer damit sympathisierte, wurde Judenchrist, die anderen blieben Synagogen-Juden, deren Chefdenker die Feinde Jesu geworden waren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Entzweiung erlebten die ersten Christen als ein Trauma, \u00e4hnlich der Kinder, die von ihrer Mutter versto\u00dfen werden. Aus j\u00fcdischer Sicht hatten sich aber die Kinder verf\u00fchren lassen und nun m\u00fcssen sie als Eltern das Erbe noch strenger h\u00fcten. In der Sache ist es eine tragische Entzweiung von Geschwistern, die spinnefeind alleine weitermachen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn wir uns weiter auf dem Vorplatz umh\u00f6ren, erfahren wir, dass viele ihren je eigenen Glaubensgrund haben. Da sind noch Augen- und Ohrenzeugen der Reise-Apostel, da sind die Fans der Bergpredigt des Matth\u00e4us, da sind die Weitererz\u00e4hler der Wunder des Lukas, und da sind auch Freunde des Johannes, in dessen Bildreden sich Jesus als Brot, als Licht, als Hirte erkl\u00e4rte. Viele von ihnen sch\u00e4tzen nach wie vor die Psalmen und Propheten und feiern gerne weiterhin die j\u00fcdischen Feste; nur wenige wollen einen Kirchenkampf auf Gedeih und Verderb.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Deswegen schlage ich vor, auch den Vorplatz dort zu verlassen und einige Kerns\u00e4tze Jesu mitzunehmen beim gro\u00dfen Sprung zur Neuzeit und zu uns selbst. Was beschreibt unsre Lage? Der Popsong \u00fcber den Kometen umschreibt sie mit drei Grundbegriffen, sie lauten: Alleinsein, Fu\u00dfabdruck und Applaus. \u2013 Der Popsong \u201eKomet\u201c stammt von den K\u00fcnstlern namens \u201eApache 207\u201c und von Udo Lindenberg. W\u00e4hrend der Taxifahrt nach einem Kneipenabend sp\u00fcrt Apache 207 seine Angst vor dem Alleinsein. Deswegen bittet er den Fahrer: \u201eAlso bitte setz mich nicht zu Hause ab allein!\u201c Das ist eigentlich eine absurde Bitte, aber sie thematisiert nachvollziehbar die Isolation heutiger Stadtindianer. Ein Komet fliegt schnell, sein Schweif ist sch\u00f6n, aber er verpufft zusehends. Unsre Sehnsucht hofft dann auf eine zweite Chance, ein Wiedereintauchen in ein soziales Netz. Jesus wollte bei seiner Himmelfahrt auch nicht allein da oben abgesetzt werden. Er versprach: \u201eIch gehe dorthin, um Wohnungen f\u00fcr euch zu bereiten.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die zweite Sehnsucht formulieren beide S\u00e4nger so: \u201eIch will nicht einschlafen. Ich will einen Fu\u00dfabdruck von mir, st\u00e4rker als die Zeit!\u201c Auch wir suchen Schutz im n\u00e4chtlichen Schlaf und bleiben wach gegen unsern Todesschlaf. Was bleibt dar\u00fcber hinaus? Ein Erbe, ein Fu\u00dfabdruck? Die \u201efootprints\u201c, die wir hinter uns lie\u00dfen, zeigen sich nun r\u00e4uberisch f\u00fcr die Mitwelt und sch\u00e4dlich f\u00fcr die Umwelt. Uns bleibt noch die Hoffnung auf einen spirituellen Fu\u00dfabdruck; dass wir vielleicht doch ein Komet waren, der eine Leuchtspur hinterl\u00e4sst. Jesus umschrieb seinen nach\u00f6sterlichen Fu\u00dfabdruck so: \u201eGott wird euch einen anderen Tr\u00f6ster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und dann bekennt Udo Lindenberg freim\u00fctig: \u201eUnd wenn ich irgendwo zu Hause war, dann immer dort, wo der Applaus tobt.\u201c Udo Lindenberg ist der Prototyp des Nomaden, der seine Identit\u00e4t immer wieder findet im Applaus bei seinen \u201eShows\u201c. Aber die meiste Zeit fehlt ihm und uns das \u201eZuhause\u201c. Auch wenn uns nur gelegentlich Verehrung geschenkt wird, sie macht uns stark f\u00fcr die n\u00e4chsten Trostlosigkeiten. Jesus differenziert dabei zwischen kumpelhafter Lobhudelei und wahrer Wertsch\u00e4tzung durch Gott und sagt: \u201eWie k\u00f6nnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander annehmt, und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, sucht ihr nicht?\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir neigen dazu, Jesus so zu neutralisieren, dass er unsere Herrschaft, unsere Theologie, unsere Ehre nicht zu viel infrage stellt (3). Als Christinnen und Christen leben wir aber von der Hoffnung, dass mit dem Tod eben nicht alles vorbei ist. Wir glauben mit den Propheten und Evangelisten, dass da noch etwas kommt, etwas Gr\u00f6\u00dferes, wie ein zweiter Einschlag. Darin sind wir gewiss: Schon jetzt sind wir nicht abgeh\u00e4ngt oder ausgesetzt, sondern ziehen unsre Bahn in Jesu Spur und sagen uns: \u201eLasst uns noch einmal aufdrehen!\u201c In Gottes neuer Wirklichkeit werden dann Tr\u00e4nen abgewischt sein und alles Zerbrochene f\u00fcgt sich wieder neu zusammen, alle Missverst\u00e4ndnisse kl\u00e4ren sich auf und tiefe Verletzungen werden geheilt. \u201eDieses Wiedersehen wird heller und eindrucksvoller sein, als wir es uns ausmalen \u2013 so wie ein Komet, der ein zweites Mal einschl\u00e4gt.\u201c (4) Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Fu\u00dfnoten:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">1) Song: Komet\u201c auf der CD \u201eGartenstadt\u201c, <a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?sca_esv=f5357ae72790bb1e&amp;rlz=1C1CHBF_deDE873DE873&amp;q=Udo+Lindenberg&amp;si=AMgyJEveiRpRWbYSNPkEPxCUbItHSvun4xkRgDDPLmrOjDx35K_tKvGeWVlFhLYI7GpDlJdt7yZD2mvmYSC58EnrHV-ltKbtBwJiDrfAk_zvVCXbUW1WIhcPUz-m3R2-qTXtK61Dagz2enQwtg98d1uGv5SPXn5v9GvCOD4PkBvOcoyhLRrPMP4cfI_j0SmMWJSj7SniRsgVEhJtCVQKm4ZKEzyGFYM9DcfhLAUPdYS-fx0OHkSfG5Ja_4ZK5HttEgV3xlat36IGtZU46gsbEOu8NVhHGXH2V1XqyPdQs0NiACTQ_qwYS0Q%3D&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwiG05v9vOuNAxUy3AIHHfAWNhwQmxN6BAgaEAI\">Udo Lindenberg<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?sca_esv=f5357ae72790bb1e&amp;rlz=1C1CHBF_deDE873DE873&amp;q=Apache+207&amp;si=AMgyJEs9DArPE9xmb5yVYVjpG4jqWDEKSIpCRSjmm88XZWnGNfaLtTTKQ4YGIv2SqNgHpBRVBQ_KqOYS2P0gk3eFckzTzzWIIlv9BMFjY8K2HdiswQTJd6wxhU1jpHp6my8h6fuvgidmt3CFoQ_lrn5ghmt4ghvblftZOQC01mC8CCzNUp_7jT5TiS2yoZmo0NkUxrHCxgbo0jq0g8WIJ2R1ET4JYt7rKngQzFzoJ-4hVoGBOAi4KP-IEvUqFo7TrxyVhpujL2VeGAqoxluAS7P43iIyR18FkXs7XRaFBWSROtbkPH17C_c%3D&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwiG05v9vOuNAxUy3AIHHfAWNhwQmxN6BAgaEAM\">Apache 207<\/a>, ver\u00f6ffentlicht: 2023; Siehe die Lyrics im Internet und den Kommentar zum Song auf der homepage \u201eMusikGuru\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">2) J\u00f6rg Frey in der EfP der DBG zur Perikope: \u201eDie Form ist also die eines Rechtsstreits im Stil hellenistischer Gerichtsrhetorik.\u201c (Zitat nach Zumstein KEK)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">3) Sabine Joy Ihben-Bahl in der EfP der DBG zur Perikope<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">4) Christoph Borries in seinem Podcast \u201e7 Tage 1 Song\u201c Folge 172<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lyrics \u201eKomet\u201c:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.musixmatch.com\/pro\/\">Musixmatch<\/a>; Songwriter: Udo Lindenberg u.a. \u00a9 Hanseatic Musikverlag Gmbh u.a.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(1) Ich h\u00f6r die M\u00f6wen sing&#8217;n am Hafen \/ Das letzte Lied zum Rausschmiss \/ Z\u00e4hl schon lang nicht mehr die Jahre \/ Die ich im dichten Rauch sitz \/ Hier war vorher mal &#8217;ne andre Bar \/ Doch der Schnaps schmeckt noch genauso \/ Und wenn ich irgendwo zu Hause war \/ Dann immer dort, wo der Applaus tobt<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und wenn ich geh, dann so, wie ich gekommen bin<br \/>\nWie ein Komet, der zweimal einschl\u00e4gt<br \/>\nVielleicht tut es weh, doch will auf Nummer sicher geh&#8217;n<br \/>\nDass ich f\u00fcr immer leb, lass uns nochmal aufdreh&#8217;n.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(2) Nehm aus dem Club das Glas mit, Konfetti liegt auf den Stra\u00dfen \/ Trage mit Stolz die Fahne, ex den allerletzten Schluck \/ &#8222;Wo sind die letzten Tage?&#8220;, frag ich den Taxifahrer \/ Und er fragt mich, wat ick will, ich will nicht einschlafen \/ Ich will ein&#8217;n Fu\u00dfabdruck von mir, st\u00e4rker als die Zeit \/Und ich sage dir: &#8222;Kein anderer Fu\u00df passt da noch rein&#8220; \/ Also bitte setz mich nicht zu Hause ab allein \/ Sie soll&#8217;n seh&#8217;n<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ja, wenn ich geh, dann so, wie ich gekommen bin<br \/>\nWie ein Komet, der zweimal einschl\u00e4gt<br \/>\nVielleicht tut es weh, doch will auf Nummer sicher geh&#8217;n<br \/>\nDass ich f\u00fcr immer leb, lass uns nochmal aufdreh&#8217;n.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lieder:<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich werfe meine Fragen hin\u00fcber<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir glauben Gott, die Kraft, die alles schuf<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Du Frieden schaffst in der H\u00f6h\u2018 (Osse Shalom bimrumav)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Meditation:<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(aus dem Brief eines Freundes an einen Palliativ-Patienten)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDu, stell dir einmal vor, wie es sein wird:<br \/>\nwenn du an Land kommst und du entdeckst, dass es der Himmel ist;<br \/>\nwenn du eine Hand ergreifst und entdeckst, es ist die Hand von Jesus;<br \/>\nwenn du andere Luft atmest und entdeckst, es ist Himmelsluft;<br \/>\nwenn du dich gest\u00e4rkt f\u00fchlst und sp\u00fcrst: diesmal ist es Unsterblichkeit;<br \/>\nwenn du sp\u00fcrst, wie jemand dir die Tr\u00e4nen abwischt und du entdeckst: es ist Gott selber;<br \/>\nwenn du die Augen aufmachst und bist gesund und froh<br \/>\nund wei\u00dft auf einmal: jetzt bin ich ganz zu Hause.\u201c<br \/>\nzitiert nach Johannes Hruby in: \u201eWort zum Tag\u201c; ERF; 24.10.2017<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manfred Mielke, Pfarrer der EKiR im Ruhestand, geb. 1953, verheiratet, 2 S\u00f6hne. Sozialisation im Ruhrgebiet und in Freikirchen. Studium in Wuppertal und Bonn (auch Soziologie). Mitarbeit bei Christival und Kirchentagen. Partnerschaftsprojekte in Ungarn (1988- 2011) und Ruanda (2001-2019). Musiker und Arrangeur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ein Komet, der zweimal einschl\u00e4gt | 1. Sonntag nach Trinitatis | 22.06.2025 | Joh 5,39-47 | Manfred Mielke | Liebe Gemeinde, erinnern sie sich an den besonderen Kometen, mit dem alles begann? Ich meine den Stern von Bethlehem, der vor den Drei Weisen herzog und der die Geburt des Christuskindes einleitete. 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