{"id":24675,"date":"2025-06-23T09:59:23","date_gmt":"2025-06-23T07:59:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=24675"},"modified":"2025-06-27T09:28:11","modified_gmt":"2025-06-27T07:28:11","slug":"jesaja-55-1-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jesaja-55-1-5\/","title":{"rendered":"Jesaja 55, 1-5"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"p1\">2. So. n. Trinitatis | 29.06.25 | \u00a0Jesaja 55, 1-5 | Stephan Lorenz |<\/h3>\n<p class=\"p2\">Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des<\/p>\n<p class=\"p2\">Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen<\/p>\n<p class=\"p1\">Der Wochenspruch aus dem Matth\u00e4usevangelium (<span class=\"s1\">11,28) <\/span>setzt das<\/p>\n<p class=\"p1\">Thema des heutigen 2. Sonntag nach Trinitatis: Kommt her zu mir,<\/p>\n<p class=\"p1\">alle, die ihr m\u00fchselig und beladen seid, und ich will euch erquicken.<\/p>\n<p class=\"p1\">Darum geht es: Wer sich durch Leben qu\u00e4lt, sich Sorgen beladenen<\/p>\n<p class=\"p1\">dahinschleppt, kann frischen Lebensmut bekommen, ja lebendig<\/p>\n<p class=\"p1\">gemacht werden, so die urspr\u00fcngliche Bedeutung von \u201aerquicken\u2018.<\/p>\n<p class=\"p1\">Ein hoch aktuelles Angebot, wo doch Depressionen schon von<\/p>\n<p class=\"p1\">Kindern und Jugendlichen durchlebt werden m\u00fcssen, folgt man dem<\/p>\n<p class=\"p1\">Diskurs in den Medien der letzten Wochen, und Einsamkeit,<\/p>\n<p class=\"p1\">besonders unter \u00c4lteren, ein immer gr\u00f6\u00dferes Problem zu sein<\/p>\n<p class=\"p1\">scheint.<\/p>\n<p class=\"p1\">Auf den Punkt gebracht wird es in der Lesung aus dem Epheserbrief<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">(2,17ff)<\/span>, dessen \u201aMessage\u2018 lautet: Ihr seid jetzt nicht mehr Fremdlinge<\/p>\n<p class=\"p1\">und G\u00e4ste, sondern seid Mitb\u00fcrger mit den Heiligen und Gottes<\/p>\n<p class=\"p1\">Hausgenossen. Eingeladen in eine Gemeinschaft, die gut tut, in der<\/p>\n<p class=\"p1\">man gesehen wird als der, der man ist, Freund Gottes, in der man<\/p>\n<p class=\"p1\">aufgefangen und getragen wird von anderen Freunden Gottes, den<\/p>\n<p class=\"p1\">Heiligen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Das Angebot gilt ausnahmslos allen wie es das Lukasevangelium<\/p>\n<p class=\"p1\">erz\u00e4hlt <span class=\"s1\">(Lk 14,15ff), <\/span>besonders denen, die im Leben schon lange keine<\/p>\n<p class=\"p1\">Einladung mehr bekommen, Leuten, die von manchen gerne als<\/p>\n<p class=\"p1\">Sozialschmarotzer markiert werden, wobei doch jeder wei\u00df, dass der<\/p>\n<p class=\"p1\">Staat von ganzen anderen Leuten um Millionen betrogen wird, gilt<\/p>\n<p class=\"p1\">denen, die keine Lobby haben, die unter Generalverdacht stehen<span class=\"s1\">:<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">Geh schnell hinaus auf die Stra\u00dfen und Gassen der Stadt, bring die<\/p>\n<p class=\"p1\">Armen, Verkr\u00fcppelten, Blinden und Lahmen her \u2026 Geh hinaus auf die<\/p>\n<p class=\"p1\">Landstra\u00dfen und an die Z\u00e4une und bitte sie hereinzukommen, damit<\/p>\n<p class=\"p1\">mein Haus voll werde.<\/p>\n<p class=\"p1\">Die Einladung kennt keine Zur\u00fcckweisung an der Haust\u00fcr, schon gar<\/p>\n<p class=\"p1\">keine Abschiebung ins Haus des Nachbarn. Das Gegenteil gilt: Porta<\/p>\n<p class=\"p1\">patet, cor magis \u2013 die T\u00fcr steht offen, das Herz noch viel mehr. Ach,<\/p>\n<p class=\"p1\">wenn es doch nicht nur f\u00fcr die Zisterzienser gelten m\u00f6ge.<\/p>\n<p class=\"p1\">Die Einladung, die Matth\u00e4us, Lukas und der Epheserbrief<\/p>\n<p class=\"p1\">aussprechen, ist tief verwurzelt in der Tradition des j\u00fcdischen<\/p>\n<p class=\"p1\">Glaubens, die Jesus ihnen anschaulich in Wort und Tat vorlebte. Als<\/p>\n<p class=\"p1\">Beispiel m\u00f6ge der heutige Predigttext aus dem (Deutero)Jesajabuch<\/p>\n<p class=\"p1\">dienen:<\/p>\n<p class=\"p1\">O all ihr Durstigen, geht zum Wasser, auch der, der kein Geld hat.<\/p>\n<p class=\"p1\">Geht, schafft Vorrat und esst. Geht, schafft Vorrat ohne Geld, ohne<\/p>\n<p class=\"p1\">Kaufpreis, Wein und Milch. Warum w\u00e4gt ihr Geld ab ohne Brot zu<\/p>\n<p class=\"p1\">erhalten? Warum gebt ihr euren Erwerb f\u00fcr das, was nicht s\u00e4ttigt?<\/p>\n<p class=\"p1\">H\u00f6rt mir zu, und ihr sollt Gutes genie\u00dfen und eure Seele soll sich am<\/p>\n<p class=\"p1\">Mark erquicken. Neigt euer Ohr und kommt zu mir! H\u00f6rt und eure<\/p>\n<p class=\"p1\">Seele soll aufleben. Ich will mit euch einen ewigen Bund schlie\u00dfen \u2013<\/p>\n<p class=\"p1\">die bew\u00e4hrten Gnadenverhei\u00dfungen Davids. Zum Verwarner der<\/p>\n<p class=\"p1\">V\u00f6lker habe ich ihn bestimmt, zum F\u00fcrsten und Gebieter der<\/p>\n<p class=\"p1\">Nationen. Ein Volk, dass du nicht kennst, wirst du herbeirufen, und ein<\/p>\n<p class=\"p1\">Volk, das dich nicht kannte, wird auf deinen Ruf zu dir hineilen, um<\/p>\n<p class=\"p1\">des Ewigen deines Gottes willen, und wegen des Heiligen Israels.Denn er hat euch doch verherrlicht. <span class=\"s2\">(\u00dcbersetzung nach Moses Mendelsohn, Tora und<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\">Propeten)<\/p>\n<p class=\"p1\">Folgt man einigen Exegeten, dann handelt es sich wom\u00f6glich um ein<\/p>\n<p class=\"p1\">Werbeschreiben an diejenigen, die nach Ende des Exils in Babylon<\/p>\n<p class=\"p1\">bleiben wollen. Sie m\u00f6gen zur\u00fcckkommen, helfen, den Tempel<\/p>\n<p class=\"p1\">wieder aufbauen und Jud\u00e4a neues j\u00fcdisches Leben einhauchen. Die<\/p>\n<p class=\"p1\">wenigsten werden dem Ruf gefolgt sein. In Babylon lie\u00df sich gut<\/p>\n<p class=\"p1\">leben und gute Gesch\u00e4fte machen. Bis in 20 Jahrhundert, bis zur<\/p>\n<p class=\"p1\">Gr\u00fcndung des Staates Israel und der nachfolgenden Vertreibung, gab<\/p>\n<p class=\"p1\">es gro\u00dfe j\u00fcdische Gemeinden in den Nachfolgestaaten Babylons. Hier<\/p>\n<p class=\"p1\">entsteht der bayblonische Talmud, die Verschriftlichung der Tora und<\/p>\n<p class=\"p1\">Erkl\u00e4rung ihrer Gebote.<\/p>\n<p class=\"p1\">Warum sollten sie aus einem hochentwickelten Land mit vielen<\/p>\n<p class=\"p1\">angenehmen Lebensm\u00f6glichkeiten in einen verarmten Landstrich<\/p>\n<p class=\"p1\">ziehen, mit geringer Infrastruktur, offenen Eigentumsverh\u00e4ltnissen<\/p>\n<p class=\"p1\">und ungekl\u00e4rten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen?<\/p>\n<p class=\"p1\">Das wei\u00df der Verfasser des Schreibens vermutlich. Mit einem<\/p>\n<p class=\"p1\">bequemen Leben in einem modernen Jud\u00e4a kann er nicht punkten.<\/p>\n<p class=\"p1\">Er stellt ihnen vielmehr die Frage: was macht eure Seele denn<\/p>\n<p class=\"p1\">wirklich satt? Warum gebt ihr euren Erwerb f\u00fcr das, was nicht<\/p>\n<p class=\"p1\">s\u00e4ttigt? Ist es wirklich Latkes (Kartoffelpuffer), Zentralheizung und ein<\/p>\n<p class=\"p1\">gef\u00fclltes Bankkonto? \u201eDer Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern<\/p>\n<p class=\"p1\">von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes geht\u201c <span class=\"s1\">(Mth4,4)<\/span>,<\/p>\n<p class=\"p1\">antwortet Jesus dem Verf\u00fchrer.<\/p>\n<p class=\"p1\">Was ist sein Angebot? Ich sehe drei Hinweise. H\u00f6rt mir zu, und ihr<\/p>\n<p class=\"p1\">sollt Gutes genie\u00dfen und eure Seele soll sich am Mark erquicken.<\/p>\n<p class=\"p1\">Das ist, wenn ich richtig verstanden habe, eine Metapher auf die<\/p>\n<p class=\"p1\">nomadisch-orientalische Gastfreundschaft. Einem Gast setzt man nur<\/p>\n<p class=\"p1\">das Beste vor: fetten Schaf- oder Ziegenschwanz, dem magische<\/p>\n<p class=\"p1\">Kr\u00e4fte zugeschrieben werden, u. a. Potenz und ein langes Leben. Wer<\/p>\n<p class=\"p1\">auf Gott h\u00f6rt, dem wird das Beste f\u00fcr sein Leben vorgesetzt, was es<\/p>\n<p class=\"p1\">gibt. Die Seele wird stark und satt. Gottes Wort macht quicklebendig.<\/p>\n<p class=\"p1\">Keine leeren Lebensweisheiten, wie wir sie allerorten h\u00f6ren, nach<\/p>\n<p class=\"p1\">dem Motto: \u201eWenn der Hahn kr\u00e4ht auf dem Mist, \u00e4ndert sich das<\/p>\n<p class=\"p1\">Wetter oder es bleibt wie es ist.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1\">Das zweite: der Bund zwischen Gott und Israel wird ewig bestehen,<\/p>\n<p class=\"p1\">die Verhei\u00dfungen Gottes werden bewahrt, werden sich bew\u00e4hren.<\/p>\n<p class=\"p1\">Die Treuerweise an David werden sich erf\u00fcllen. Der 132. Psalm f\u00e4llt<\/p>\n<p class=\"p1\">einem ein: Geschworen hat der Ewige dem David Treue, nicht wird er<\/p>\n<p class=\"p1\">davon lassen \u2026 Denn erkoren hat der Ewige Zion, begehrt zu seinem<\/p>\n<p class=\"p1\">Wohnsitze sich \u2026 Seine Zehrung will ich segnen, und seine D\u00fcrftigen<\/p>\n<p class=\"p1\">s\u00e4ttigen mit Brot \u2026 und seine Frommen sollen jubeln. Dort lass ich<\/p>\n<p class=\"p1\">wachsen ein Horn <span class=\"s1\">(Macht und Einfluss)<\/span> dem David, richte eine Leuchte<\/p>\n<p class=\"p2\">(Zeichen der Gegenwart Gottes)<span class=\"s3\"> meinem Gesalbten. <\/span><span class=\"s2\">(\u00dcbersetzung M. Sachs in der<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\">Rabinerbibel, hersg. Von L. Zunz))<\/p>\n<p class=\"p1\">Zuletzt: Zion, das davidische K\u00f6nigtum, werden zum Vorbild f\u00fcr alle<\/p>\n<p class=\"p1\">V\u00f6lker, als Zeugnis f\u00fcr Gottes Erl\u00f6sung. Zum Verwarner der V\u00f6lker<\/p>\n<p class=\"p1\">habe ich ihn bestimmt, zum F\u00fcrsten und Gebieter der Nationen. Das<\/p>\n<p class=\"p1\">zieht andere Menschen in Bann, sie werden neugierig, f\u00fchlen sich<\/p>\n<p class=\"p1\">berufen zu kommen. Ein Volk, dass du nicht kennst, wirst du<\/p>\n<p class=\"p1\">herbeirufen, und ein Volk, das dich nicht kannte, wird auf deinen Ruf<\/p>\n<p class=\"p1\">zu dir hineilen, um des Ewigen deines Gottes willen, und wegen des<\/p>\n<p class=\"p1\">Heiligen Israels. Denn er hat euch doch verherrlicht. (man k\u00f6nnte<\/p>\n<p class=\"p1\">auch \u00fcbersetzen: erl\u00f6st) Am Ende werden alle kommen, um selber zu<\/p>\n<p class=\"p1\">schmecken, wie freundlich der Ewige ist. <span class=\"s1\">(Psalm43)<\/span>Wie erfolgreich die Einladung des zweiten Jesaja wirklich war, wissen<\/p>\n<p class=\"p1\">wir nicht. Die ersten Christianoi konnten jedenfalls, wie schon<\/p>\n<p class=\"p1\">erw\u00e4hnt, sehr viel damit anfangen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Der Punkt ist aber: Was k\u00f6nnen wir damit \u201aanfangen\u2018? Es k\u00f6nnte die<\/p>\n<p class=\"p1\">Frage sein, die Jesaja seinen Leuten stellt: was macht eure Seele denn<\/p>\n<p class=\"p1\">wirklich satt? Warum gebt ihr euren Erwerb f\u00fcr das, was nicht<\/p>\n<p class=\"p1\">s\u00e4ttigt? Ist es wirklich Latkes (Kartoffelpuffer), Zentralheizung und ein<\/p>\n<p class=\"p1\">gef\u00fclltes Bankkonto?<\/p>\n<p class=\"p1\">Der Psycho- und spirituelle Markt boomt, Hinweis darauf, wie sehr<\/p>\n<p class=\"p1\">sich Menschen in unserer Zeit diese Frage stellen. Schon C.G. Jung<\/p>\n<p class=\"p1\">bemerkte vielleicht zutreffend: \u201eUnter allen meinen Patienten<\/p>\n<p class=\"p1\">jenseits der Lebensmitte, das hei\u00dft jenseits 35, ist nicht ein einziger,<\/p>\n<p class=\"p1\">dessen endg\u00fcltiges Problem nicht das der religi\u00f6sen Einstellung<\/p>\n<p class=\"p1\">w\u00e4re\u2026 <span class=\"s1\">(GW11\u00a7509)<\/span> Viele Antworten werden gegeben. Orientierung<\/p>\n<p class=\"p1\">nicht leicht. Kann Jesaja hilfreich sein?<\/p>\n<p class=\"p1\">Zun\u00e4chst f\u00e4llt doch auf, dass der Text wie selbstverst\u00e4ndlich von der<\/p>\n<p class=\"p1\">untrennbaren Einheit von Leib\/Seele ausgeht. Beides geh\u00f6rt<\/p>\n<p class=\"p1\">zusammen das leibliche und das seelische Wohl. Wie wir es im<\/p>\n<p class=\"p1\">Sprichwort kennen: Essen und Trinken h\u00e4lt Leib und Seele zusammen<\/p>\n<p class=\"p1\">oder Liebe geht durch den Magen. Die wissenschaftliche Medizin<\/p>\n<p class=\"p1\">versucht in der Psychosomatik die Wechselwirkungen von Psyche und<\/p>\n<p class=\"p1\">Soma zu erkunden. Schon im Alltag sind solche Wechselwirkung zu<\/p>\n<p class=\"p1\">beobachten. Pr\u00fcfungsangst f\u00fchrt unter Umst\u00e4nden zu Durchfall, sind<\/p>\n<p class=\"p1\">wir traurig, flie\u00dfen Tr\u00e4nen, wir werden rot vor Scham oder Zorn<\/p>\n<p class=\"p1\">lassen, uns schl\u00e4gt etwas auf den Magen. Leib und Seele geh\u00f6ren<\/p>\n<p class=\"p1\">zusammen: \u201eEin fr\u00f6hliches Herz bringt gute Besserung, aber ein<\/p>\n<p class=\"p1\">zerschlagener Geist vertrocknet das Gebein.\u201c <span class=\"s1\">(Spr. 17, 22)<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">Die eine, richtige, \u201agoldene\u2018 Antwort auf die Frage, was unsere Seele<\/p>\n<p class=\"p1\">denn wirklich satt macht gibt es nicht. Aber es gibt Kriterien,<\/p>\n<p class=\"p1\">orientierende Fragen, eine gute, zu uns passende Antwort auf dem<\/p>\n<p class=\"p1\">Markt der religi\u00f6sen und spirituellen M\u00f6glichkeiten zu finden:<\/p>\n<p class=\"p1\">Womit f\u00fcttern wir unsere Seele? Wie k\u00f6nnen wir die Metapher vom<\/p>\n<p class=\"p1\">\u201afetten Schaf- oder Ziegenschwanz\u2018 f\u00fcr uns \u00fcbersetzen? Was macht<\/p>\n<p class=\"p1\">uns potent und quicklebendig?<\/p>\n<p class=\"p1\">Welche Verhei\u00dfungen sind zuverl\u00e4ssig und tragf\u00e4hig? Was macht uns<\/p>\n<p class=\"p1\">gl\u00fccklich? Was macht mich zu einem Frommen, also n\u00fctzlichen<\/p>\n<p class=\"p1\">Menschen, einem Menschen, der jubeln, sich des Lebens freuen<\/p>\n<p class=\"p1\">kann, und dabei Bed\u00fcrftige nicht vergisst?<\/p>\n<p class=\"p1\">Was l\u00f6st denn wirklich meine Probleme? Damit sichtbar wird: ich bin<\/p>\n<p class=\"p1\">ein herrlicher Mensch, Freund Gottes, Heiliger unter Heiligen. Dass<\/p>\n<p class=\"p1\">sogar andere Menschen neugierig werden. M\u00f6ge ich nicht ungefragt<\/p>\n<p class=\"p1\">von meinem Antworten erz\u00e4hlen, aber so leben, dass andere mich<\/p>\n<p class=\"p1\">danach fragen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Wenn wir so fragen, finden wir heraus, dass das Wort Gottes noch<\/p>\n<p class=\"p1\">immer ein \u201aPremiumangebot\u2018 unter allen anderen ist.<\/p>\n<p class=\"p2\">Gottes Heiliger Geist befestige diese Worte in euren Herzen, damit ihr das nicht nur<\/p>\n<p class=\"p2\">geh\u00f6rt, sondern auch im Alltag erfahrt, auf dass euer Glaube zunehme und ihr<\/p>\n<p class=\"p2\">endlich selig werdet, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen<\/p>\n<p class=\"p1\">Confiteor:<\/p>\n<p class=\"p1\">\u201eIhr seid hier keine G\u00e4ste oder Fremde, sondern Mitb\u00fcrger der<\/p>\n<p class=\"p1\">Heiligen und Gottes Hausgenossen.\u201c &#8211; ermuntert uns der<\/p>\n<p class=\"p1\">Epheserbrief. Man k\u00f6nnte \u00fcbertragen: Ihr seid bei Gott keine<\/p>\n<p class=\"p1\">Migranten und Fl\u00fcchtlinge, die keiner haben will. Bei Gott, ihr seid<\/p>\n<p class=\"p1\">wichtige Leute! Oft werden in Deutschland, auch in anderen L\u00e4ndern<\/p>\n<p class=\"p1\">Europas Migranten und Fl\u00fcchtlingen nicht als l\u00e4stig wahrgenommen.Wir kommen hier zusammen, um Gottes Einladung zu h\u00f6ren, und<\/p>\n<p class=\"p1\">dar\u00fcber nachzudenken, welche Antwort in unserem Leben darauf<\/p>\n<p class=\"p1\">geben. Wir bitten: Gott, erbarm dich, vergib uns unseren z\u00f6gernden<\/p>\n<p class=\"p1\">Glauben und f\u00fchre uns zu einem guten Leben. Gib, dass wir diesen<\/p>\n<p class=\"p1\">Gottesdienst mit einem unbeschwerten Herzen und fr\u00f6hlichen Lippen<\/p>\n<p class=\"p1\">feiern durch Christum, unseren Bruder. Amen. Und wir erhalten zur<\/p>\n<p class=\"p1\">Antwort: Gott zeigt uns in Jesus, wie erf\u00fclltes Leben geht. Uns ist<\/p>\n<p class=\"p1\">vergeben. Alle, die das glauben k\u00f6nnen, sind Gottes Kinder, sein<\/p>\n<p class=\"p1\">Heiliger Geist wird bei ihnen sein. Wer das glaubt, wird selig werden.<\/p>\n<p class=\"p1\">Das verleihe Gott uns allen. Amen<\/p>\n<p class=\"p1\">Kollektengebet<\/p>\n<p class=\"p1\">Gott, tr\u00f6ste uns in unseren \u00c4ngsten, sei uns gn\u00e4dig und erh\u00f6re<\/p>\n<p class=\"p1\">unsere Gebete. Du l\u00e4dst uns ein. Wir geh\u00f6ren zu Dir, sind wichtig f\u00fcr<\/p>\n<p class=\"p1\">dich. Du willst uns mit deinem Wort stark machen. Das macht<\/p>\n<p class=\"p1\">wirklich satt. Lass uns im Glauben wachsen durch dein Wort. Hilf uns,<\/p>\n<p class=\"p1\">selbst Boten deiner Einladung an alle Menschen zu sein. Das bitten<\/p>\n<p class=\"p1\">wir im Namen Jesu Christi, der uns mit Dir und dem Heiligen Geist<\/p>\n<p class=\"p1\">Kraft gibt, heute, morgen und bis an das Ende unserer Tage.<\/p>\n<p class=\"p1\">F\u00fcrbitte<\/p>\n<p class=\"p1\">P: Gott, deine Wahrheit reicht, soweit die Wolken gehen, deine G\u00fcte<\/p>\n<p class=\"p1\">\u00f6ffne unsere Herzen und H\u00e4nde, deine Gerechtigkeit m\u00f6ge uns leiten.<\/p>\n<p class=\"p1\">Wir beten:<\/p>\n<p class=\"p1\">A: Gott, deine Gerechtigkeit helfe uns, f\u00fcr die einzustehen, die im<\/p>\n<p class=\"p1\">Krieg leben m\u00fcssen, beschossen werden, deren H\u00e4user \u00fcberflutet<\/p>\n<p class=\"p1\">sind, die um ihr Leben fliehen. Wir hoffen auf einen gerechten<\/p>\n<p class=\"p1\">Frieden, damit das T\u00f6ten aufh\u00f6rt und rufen: Kyrie eleison.<\/p>\n<p class=\"p1\">B: Gott, deine G\u00fcte ermutige uns, Menschen beizustehen, die Angst<\/p>\n<p class=\"p1\">haben, sich vor dem morgigen Tag f\u00fcrchten, weil W\u00e4lder brennen,<\/p>\n<p class=\"p1\">B\u00f6den austrocknen und die Ernte in Gefahr ist. Lass uns den<\/p>\n<p class=\"p1\">Hungernden zu essen geben und eine Wohnung denen, die ohne ein<\/p>\n<p class=\"p1\">Zuhause leben m\u00fcssen. Wir bitten: Kyrie eleison.<\/p>\n<p class=\"p1\">C: Gott, deine Wahrheit mache uns mit denen solidarisch, die<\/p>\n<p class=\"p1\">Fl\u00fcchtlinge retten, Br\u00fccken bauen, die nicht nachlassen uns daran zu<\/p>\n<p class=\"p1\">erinnern, dass wir unseren Lebensstil \u00e4ndern m\u00fcssen, damit wir den<\/p>\n<p class=\"p1\">Klimawandel stoppen. Wir rufen: Kyrie eleison.<\/p>\n<p class=\"p1\">P: Gott. deine Wahrheit reicht, soweit die Wolken gehen. Deine G\u00fcte<\/p>\n<p class=\"p1\">\u00f6ffne unsere Herzen und H\u00e4nde, deine Gerechtigkeit leite uns. Im<\/p>\n<p class=\"p1\">Namen Jesu, deines Messias, bitten wir f\u00fcr diese Welt und alle,<\/p>\n<p class=\"p1\">Menschen, die auf der Welt leben. Amen. Laudate omnes gentes<\/p>\n<p class=\"p1\">Vater unser<\/p>\n<p class=\"p1\">Lieder: 304 Lobet den Herren; 390 Erneure mich; 321 Nun danket alle<\/p>\n<p class=\"p1\">Gott; 324 Ich singe dir; 140 Brunn allen Heils; 328 Dir , dir o H\u00f6chster<\/p>\n<p class=\"p1\">will ich singen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. So. n. Trinitatis | 29.06.25 | \u00a0Jesaja 55, 1-5 | Stephan Lorenz | Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen Der Wochenspruch aus dem Matth\u00e4usevangelium (11,28) setzt das Thema des heutigen 2. 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