{"id":24678,"date":"2025-06-27T09:18:01","date_gmt":"2025-06-27T07:18:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=24678"},"modified":"2025-06-27T09:18:01","modified_gmt":"2025-06-27T07:18:01","slug":"jesaja-551-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jesaja-551-5\/","title":{"rendered":"Jesaja 55,1-5"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">\u201eKauft ohne Geld und ohne Bezahlung!\u201c | 2. Sonntag nach Trinitatis | 29.6.2025 | Jesaja 55,1-5 | verfasst von Dr. Rainer Stahl, Erlangen |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDie Gnade unseres Herrn Jesus Christus,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">die Liebe Gottes<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">sei mit Euch allen!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Leserin, lieber Leser!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Schwestern und Br\u00fcder!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An den Anfang stelle ich eine eigene \u00dcbersetzung unseres heutigen Predigttextes:<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">1a\u03b1 \u201eAuf, alle Ihr Durstigen, geht zum Wasser!<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">1a\u03b2 Und, die Ihr kein Geld habt, geht!<a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">1b\u03b1 Kauft und esst!<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">1b\u03b2 Und geht und kauft<a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a> ohne Geld und ohne Bezahlung Wein und Milch.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">2a\u03b1 Warum z\u00e4hlt Ihr Silber \/ Geld f\u00fcr Nicht-Brot<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">2a\u03b2 und Eure Arbeit f\u00fcr Nicht-S\u00e4ttigung?<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">2b\u03b1 H\u00f6rt doch wirklich auf mich und esst Gutes<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">2b\u03b2 und labt Eure Seele \/ Euer Leben am Fett.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">3a\u03b1 Neigt Euer Ohr und geht \/ kommt zu mir!<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">3a\u03b2 H\u00f6rt, und Eure Seele \/ Euer Leben wird aufleben!<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">3b\u03b1 Und ich will mit Euch schneiden \/ schlie\u00dfen eine ewige Bundeszusage:<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">3b\u03b2 Die Gnadenzusagen an David, die treuen.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">4a Siehe, als Zeugen f\u00fcr die Nationen<a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a> habe ich ihn eingesetzt,<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">4b als F\u00fcrsten und Gebieter f\u00fcr Nationen.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">5a\u03b1 Siehe, Nationen, die Du nicht kennst, wirst Du rufen!<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">5a\u03b2 Und Nationen, die Dich nicht kennen, werden zu Dir laufen.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">5b\u03b1 Um Jahwe, Deines Gottes, willen.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">5b\u03b2 Und wegen des Heiligen Israels, der Dich \/ weil er Dich herrlich gemacht hat \/<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 herrlich machen wird<a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_edn4\" name=\"_ednref4\">[iv]<\/a>.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_edn5\" name=\"_ednref5\">[v]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Heute wird in immer neuen Kirchenmitgliedschaftsuntersuchungen<a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_edn6\" name=\"_ednref6\">[vi]<\/a> diagnostiziert, dass immer mehr Menschen die Kirche verlassen. Aus verschiedensten Gr\u00fcnden treten sie aus ihrer Kirche aus \u2013 zum Beispiel aus einer unserer evangelischen Landeskirchen oder aus unserer r\u00f6misch-katholischen Schwesterkirche \u2013 und gehen ihren Lebensweg ohne die Kirche. Besonders treibt mich die Diagnose um, die f\u00fcr viele Menschen im Osten Deutschlands zu gelten scheint: \u201eDie Menschen beginnen auch schon zu vergessen, dass sie Gott vergessen haben\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_edn7\" name=\"_ednref7\">[vii]<\/a> Sie wissen nichts mehr davon, was ihre Gro\u00dfeltern und Urgro\u00dfeltern, vielleicht auch noch ihre Eltern, gepr\u00e4gt hatte: die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Kirche, das bewusste Begehen der christlichen Feste. \u2013 Das alles ist f\u00fcr viele verloren gegangen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Herbst 2022 konnte ich an einem Familientreffen in Bad Langensalza und in Freienbessingen in Th\u00fcringen teilnehmen. Dieses Treffen war vom 29. bis 31. Oktober und am 1. November. Sehr hatte mich bewegt, dass die Verwandten besonderes Interesse hatten, dass der Reformationstag gemeinsam gefeiert wurde \u2013 Verwandte, die nicht nur aus Deutschland, sondern z.B. auch aus Italien und aus den USA gekommen waren. Ich hatte bewusst eine Andacht zum Predigttext des Reformationstages 2022 gehalten \u2013 zu Psalm 46.<a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_edn8\" name=\"_ednref8\">[viii]<\/a> Da wird einem doch ganz direkt bewusst, was alle diejenigen verloren haben, die \u201evergessen haben\u201c, dass sie \u201eGott vergessen haben\u201c und die reichen Traditionen mit ihm im Zusammenhang \u201evergessen haben\u201c! Wie gem\u00fcnzt auf diese Diagnose wirkt auf mich die Hoffnung, die in unserem Predigttext zur Sprache gebracht wird: \u201eUnd Nationen, die Dich nicht kennen, werden zu Dir laufen\u201c (Vers 5a\u03b2)!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In unserer Luther\u00fcbersetzung lautet dieser Vers: \u201eund V\u00f6lker, die Dich nicht kennen, werden zu Dir laufen\u201c. Also: Nationen, V\u00f6lker werden auf dem Weg zu Gott sein. Sie werden zu dem wechseln, den sie \u201evergessen hatten\u201c. Ist das eine realistische Hoffnung? Mich besch\u00e4ftigt immer mehr folgendes Gef\u00fchl, folgende Frage: Wieso feiern alle diese Zeitgenossinnen und Zeitgenossen, die Gott \u201evergessen haben\u201c, Weihnachten, Ostern und Pfingsten? Wieso folgen sie den merkantilen Angeboten, ohne sich mit den eigentlichen Inhalten dieser Feste auseinanderzusetzen? Reicht es zu sagen: Das ist das Fest der Liebe (Weihnachten)? Reicht es zu sagen: Das ist das Fest des werdenden Fr\u00fchlings (Ostern)? Reicht es zu sagen: Das ist das Fest spiritueller Ein\u00fcbung (Pfingsten)? Reicht es zu meinen: Die staatlich angebotenen Feiertage wollen wir doch nutzen!? Aber: Bin ich da vielleicht ungerecht? Es wirken doch vielleicht in ganz geheimnisvoller Weise die eigentlichen Inhalte auch bei denen, die \u201evergessen haben, dass sie Gott vergessen haben\u201c! Am 24. Dezember letzten Jahres war ich wieder bewusst in den 17-Uhr-Gottesdienst gegangen. Die Johanneskirche in Erlangen war wirklich bis auf den letzten Platz gef\u00fcllt: Es f\u00fcgen sich doch viele in die Tradition dieses Festes mit ein! \u00dcber das Krippenspiel im 15-Uhr-Gottesdienst und den Nachtgottesdienst zur Weihnacht um 22 Uhr hatte ich geh\u00f6rt, dass auch viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Kirche gef\u00fcllt hatten! Auch der Abendmahlsgottesdienst am Altjahrsabend, 31. Dezember, war sehr gut besucht! Ich kann also f\u00fcr alle Gottesdienste \u00fcber Weihnachten und Jahreswechsel sagen: So viele Menschen waren in die Kirche \u201egelaufen\u201c, obwohl vielleicht einige von ihnen auch den einen oder anderen Aspekt unserer Glaubenstradition schon \u201evergessen haben\u201c. Da erleben wir also doch wichtige Dimensionen der Hoffnung, dass \u201eNationen [\u2026] zu Dir laufen werden\u201c (Vers 5a\u03b2)!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Allerdings meine ich, dass wir angesichts dieser Vision eine Erwartung nicht erhoffen k\u00f6nnen: Dass sich ganze Nationen, ganze V\u00f6lker in diesen Erwartungshorizont einf\u00fcgen lassen w\u00fcrden, dass ganze Nationen, ganze V\u00f6lker kommen w\u00fcrden, \u201edass sie herbeilaufen werden\u201c. Es sind immer einzelne, auch ganze Familien, auch Freundeskreise \u2013 immer aber auf Grund der Entscheidungen einzelner. Sie sind es, die die Hoffnung schultern, und so mitbauen an der Tradition des Christentums in unserem Raum. In meiner Kindheit in der DDR war mir wichtig, erleben zu k\u00f6nnen, dass mein Vater, der \u00fcber den Eintritt in die SPD im Jahr 1945 im Jahr 1946 in die SED \u201egerutscht war\u201c, doch jeden Sonntag in den Gottesdienst ging \u2013 so dass ich gelernt hatte, den Besuch des Gottesdienstes am Sonntagvormittag als einen \u201eIdentit\u00e4tsmarker\u201c durchzuhalten! In solchem Einsatz Einzelner, ihrer Freundeskreise und ihrer Familien wird aber \u2013 das ist meine feste \u00dcberzeugung \u2013 der Weg unserer Kirche auf Weichen umgelenkt, die in die Zukunft f\u00fchren, in eine \u201eneue Kirche\u201c, in eine \u201eneue Gemeinde\u201c. Bei der Fahrt auf diesem Gleis k\u00f6nnen wir erkennen: Dass sich der Gottesdienstbesuch in meiner Gemeinde doch dahin entwickelt, dass viele treu kommen und immer wieder Neue hinzukommen! Dass es gelingt, junge Menschen f\u00fcr den Glauben wirklich zu interessieren! Dass sich vielleicht bis heute die Treue zur Kirche, die die Landeskirchen im Gebiet der fr\u00fcheren DDR auch pr\u00e4gte, positiv auswirkt!<a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_edn9\" name=\"_ednref9\">[ix]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Da wird uns der Anfang unseres Bibelwortes neu und eigentlich erst richtig wichtig: Jede und jeder von uns darf zu Gott kommen \u2013 ohne Bezahlung, ohne Vorrechnen der Lebensleistung. Gerade so wird jeder und jedem Lebenszusage geschenkt werden:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eAuf, alle Ihr Durstigen, geht zum Wasser! Und, die Ihr kein Geld habt, geht!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kauft und esst! Und geht und kauft ohne Geld und ohne Bezahlung Wein und Milch.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Warum z\u00e4hlt Ihr Silber \/ Geld f\u00fcr Nicht-Brot und Eure Arbeit f\u00fcr Nicht-S\u00e4ttigung?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">H\u00f6rt doch wirklich auf mich und esst Gutes und labt Eure Seele \/ Euer Leben am Fett\u201c (Verse 1-2).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich k\u00f6nnte mir denken, dass diese Aussagen eine neue Bedeutung bei den M\u00fcttern und V\u00e4tern der Theorie vom Kommunismus gefunden hatten: \u201eEure Arbeit f\u00fcr Nicht-S\u00e4ttigung\u201c? Dagegen muss man sich doch einsetzen und f\u00fcr Folgendes k\u00e4mpfen: Dass Arbeitspl\u00e4tze erhalten bleiben. Dass so viel verdient wird, dass ein Leben ohne Not m\u00f6glich ist. Dass die Firmen ihren Gewinn nicht f\u00fcr \u00fcberprozentuale Geh\u00e4lter und immense Aussch\u00fcttungen f\u00fcr die Mit-Financiers und f\u00fcr die Top-Manager ausgeben, sondern in gleicher und angemessener Weise f\u00fcr die Kolleginnen und Kollegen einsetzen, die die Produkte herstellen! Hierzu muss ich etwas in Erinnerung rufen: Die Bewegung der \u201eReligi\u00f6sen Sozialisten\u201c kn\u00fcpfte bewusst an Traditionen des Christentums an: So ging die Mutter meines Vaters, die 1945 verstorben war, gern in die Gottesdienste von Pfarrer Erich Hertzsch in Eisenach, der ein wichtiges Mitglied der \u201eReligi\u00f6sen Sozialisten\u201c in Th\u00fcringen war. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Oberkirchenrat in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Th\u00fcringen, dann praktisch-theologischer Professor in Jena, dessen Lehrveranstaltungen als Emeritus ich noch besucht hatte. Einmal hatte ich geh\u00f6rt, dass er irgendwann ohne negative Folgen f\u00fcr sich aus der SED austreten konnte, in die er im Jahr 1946 gekommen war, weil er SPD-Mitglied gewesen war. Von ihm hatte ich gelernt, dass sozialistische Einstellungen keine atheistische, religions- und kirchenfeindliche Seite haben m\u00fcssen!<a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_edn10\" name=\"_ednref10\">[x]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wohin f\u00fchrt uns unser vielleicht 2.500 Jahre altes Wort heute? Ich kann seine Konsequenzen nur f\u00fcr den Bereich der Kirche skizzieren: Ich habe in meinem Leben den Weg von einer als recht gro\u00dfz\u00fcgig empfundenen Bezahlung als Assistent an der Universit\u00e4t \u00fcber eine eher knappe Bezahlung im Raum der Kirche in der DDR bis hin zur deutlich gro\u00dfz\u00fcgigeren Bezahlung dann in der Kirche im vereinigten Deutschland mitgemacht. Not habe ich unter keiner Bedingung gelitten. Noch wei\u00df ich, dass meine Mutter, die schon seit Herbst 1979 in der Bundesrepublik lebte, sich Sorgen gemacht hatte, ob ich denn mit dem Geld hinkommen w\u00fcrde. Ich konnte ihre Sorgen zerstreuen \u2013 war aber als Allein-Lebender nicht f\u00fcr eine Familie verantwortlich. In der DDR-Zeit gab es in meinem Umfeld den Gedanken, dass man eine Partnerin oder einen Partner heiraten sollte, die oder der deutlich besser verdiente, also zum Beispiel \u00c4rztin oder Arzt war. Und \u2013 wenn ich mich richtig erinnere \u2013 war es mein Ordinator, Landesbischof Dr. Leich, gewesen, der sich sehr daf\u00fcr einsetzte, dass in den Gemeinden Mitarbeitende \u2013 auch z.B. die Pfarrfrauen der Pfarrer \u2013 korrekt in der Kirche und in der Gemeinde angestellt, f\u00fcr ihre Arbeit korrekt bezahlt und f\u00fcr sie in die Rentenkasse investiert wird, also nicht nur auf ihr ehrenamtliches, das hei\u00dft: unbezahltes Engagement gesetzt wird.<a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_edn11\" name=\"_ednref11\">[xi]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich denke, dass uns dieses biblische Wort eine hohe Verantwortlichkeit auferlegt \u2013 bei der Diskussion \u00fcber den beamten\u00e4hnlichen Status von Pfarrerinnen und Pfarrern, \u00fcber die Anstellungsregeln f\u00fcr Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, \u00fcber die Anstellungsregeln f\u00fcr Gemeindemitarbeiterinnen und Gemeindemitarbeiter. Verlieren wir dabei nie aus unseren Augen, dass alle bei ihrer Arbeit in der Kirche, in der Gemeinde wirklich erleben sollten, dass wir in unserem Leben \u201egelabt werden\u201c (Vers 2b\u03b2), dass unser Leben \u201eauflebt\u201c (Vers 3a\u03b2)!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eUnd der Friede Gottes,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">der h\u00f6her ist als unsere Vernunft,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">bewahre Eure Herzen und Sinne bei Christus Jesus, unserem Herrn!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liedvorschl\u00e4ge:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">EG 140,1-5 \u2013 \u201eBrunn alles Heils, dich ehren wir\u2026\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">EG 363,1.2-7 \u2013 \u201e\u00bbKommt her zu mir\u00ab, spricht Gottes Sohn\u2026\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">EG 408,6 \u2013 \u201eMeinem Gott geh\u00f6rt die Welt\u2026\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_ednref1\" name=\"_edn1\"><\/a>Anmerkungen:<\/p>\n<p>[i]\u00a0 Ich folge dem Vorschlag von D. Winton Thomas (BHS) und verschiebe den Atnach unter \u00abl<sup>e<\/sup>chu\u00bb \u2013 \u201egeht\u201c. Vgl. auch Hans Werner Hoffmann: Alttestamentliche Texte der Predigtreihe I philologisch erschlossen, M\u00fcnchen 2024, S. 44.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a>\u00a0 Diese Aussage fehlt in der Jesaja-Rolle von Qumran, in der Septuaginta und in der syrischen \u00dcbersetzung.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a>\u00a0 Hier kann auch mit der syrischen \u00dcbersetzung und mit dem Targum \u201ef\u00fcr die V\u00f6lker\u201c gelesen werden.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_ednref4\" name=\"_edn4\">[iv]<\/a>\u00a0 Hierzu verweise ich wieder auf Hans Werner Hoffmann, a.a.O. (wie Anm. i), S. 45.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_ednref5\" name=\"_edn5\">[v]<\/a>\u00a0 Die Verse sind entsprechend der masoretischen Aufteilung der Verse durch Atnach und Klein-Zakef in a\u03b1, a\u03b2 und b\u03b1, b\u03b2 aufgeteilt.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_ednref6\" name=\"_edn6\">[vi]<\/a>\u00a0 Vgl. zwei Zug\u00e4nge: <a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/kmu-kirchenmitgliedschaftsuntersuchung-75049.htm\">https:\/\/www.ekd.de\/kmu-kirchenmitgliedschaftsuntersuchung-75049.htm<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/ergebnisse-der-6-kirchenmitgliedschaftsuntersuchung-80962.htm\">https:\/\/www.ekd.de\/ergebnisse-der-6-kirchenmitgliedschaftsuntersuchung-80962.htm<\/a> .<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_ednref7\" name=\"_edn7\">[vii]<\/a>\u00a0 So Wolf Kr\u00f6tke in seinem Text \u201eGottesvergessen\u201c in: Aufatmen. Ost-westliche Ein\u00fcbungen in die christliche Freiheit, 2014, S. 21. Vgl. auch: G\u00fcnter Thomas: Gottesvergessenheit. Analyse eines Schl\u00fcsselbegriffs Wolf Kr\u00f6tkes, Zeitschrift f\u00fcr Theologie und Kirche (ZThK), 121. Jahrgang, Dezember 2024, S. 480-506, bes. S. 483.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_ednref8\" name=\"_edn8\">[viii]<\/a>\u00a0 Vgl. Rainer Stahl: Gott ist unsere Zuversicht und St\u00e4rke: Psalm 46, Gedenktag der Reformation, 30.\/31. Oktober 2022, Freienbessingen, in: Rainer Stahl: Biblische Meditationen und aktuelle Predigten. Der Weg von exegetischen Skizzen zu konkreten Predigten, Fromm-Verlag 2024, S. 61-67.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_ednref9\" name=\"_edn9\">[ix]<\/a> \u00a0Vgl. hierzu: Barbara St\u00fchlmeyer: Die langsame Umkehr. Was die Zahlen der Kirchenstatistik \u00fcber die Zukunft der Katholiken in Deutschland verraten; in: Die Tagespost. Katholische Wochenzeitung f\u00fcr Politik, Gesellschaft und Kultur, Nr. 14, 3.4.2025, S. 13.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_ednref10\" name=\"_edn10\">[x]<\/a>\u00a0 Vgl. hierzu Thomas Klatt: Menschlich ohne Gott, G+H (Glaube und Heimat, Mitteldeutsche Kirchenzeitung) 14, 16.4.2025, S. 4, in dem er das Buch \u201eGenealogie des Humanismus. Debatten \u2013 Kritik \u2013 Neue Perspektiven\u201c von Friedemann Stengel vorstellt: \u201eGanz aber weist Friedemann Stengel, Professor f\u00fcr Kirchengeschichte an der Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg, nach, dass die Wurzeln des Humanismus religi\u00f6s sind. [\u2026] \u00bbDer j\u00fcngere Giovanni Pico della Mirandola [1463 \u2013 1494] hatte die Idee einer philosophia christiana, eine Art christliche Super-Religion [\u2026].\u00ab Die Menschenw\u00fcrde \u00bbist eine zutiefst christliche und religi\u00f6se Anthropologie.\u00ab\u201c<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4AAE3DFA-60FC-472C-954A-1D3CC663DDB7#_ednref11\" name=\"_edn11\">[xi]<\/a>\u00a0 Nur in dieser Endnote erg\u00e4nze ich: Ich hatte verstanden, dass die Selbstverst\u00e4ndlichkeit mit der auf ein ehrenamtliches Engagement der Pfarrfrauen z.B. gesetzt wurde, als Grundlage hatte, dass auch in alten Zeiten die Bezahlung des Pfarrers entsprechend einer beamten\u00e4hnlichen Position und also ausreichend f\u00fcr die Finanzierung einer Familie gewesen sei. Das aber war doch beim Pfarrerinnen- und Pfarrer-Gehalt in der DDR-Zeit nicht wirklich gegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eKauft ohne Geld und ohne Bezahlung!\u201c | 2. Sonntag nach Trinitatis | 29.6.2025 | Jesaja 55,1-5 | verfasst von Dr. Rainer Stahl, Erlangen | \u201eDie Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit Euch allen!\u201c Liebe Leserin, lieber Leser! Liebe Schwestern und Br\u00fcder! 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