{"id":24943,"date":"2025-07-08T11:49:17","date_gmt":"2025-07-08T09:49:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=24943"},"modified":"2025-07-19T10:59:49","modified_gmt":"2025-07-19T08:59:49","slug":"lukas-636-42-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-636-42-5\/","title":{"rendered":"Lukas 6,36-42"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Jesu Balken halten im Sog den Gleichmut \u00fcber Wasser | 4. S. n. T. | 13.07.25 | Lukas 6,36-42 | Markus Kreis |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Meister sch\u00fcrzt fragend seine Lippen, kneift seine Augen zusammen und sch\u00fcttelt leicht den Kopf. Wieso ist der eben aus der Besprechung rausgerannt? Dieser Vorarbeiter, mit dem er seit kurzem zusammen arbeitet &#8211; wie mit den anderen Kapos auch, weil die Werksleitung j\u00fcngst so viele Leute in der Produktion ausgetauscht hat. Deswegen l\u00e4dt er die Neuen \u00f6fter zur Besprechung ein &#8211; damit die langsam kapieren, wie der Hase hier so l\u00e4uft. Der eine da ist ihm aber auch gleich aufgefallen. Hat sich gleich zweimal von neu Angelernten die Butter vom Brot nehmen lassen. Einmal hat er denen an der Stanze einen Vortrag \u00fcber flinke H\u00e4nde und Finger im Umgang mit Werkzeug und Material gehalten &#8211; und am Ende wohl mit etwas zu viel Abstand und zu gro\u00dfspurig in deren Runde geguckt. Woraufhin ihm einer der Angelernten aus dem Nichts im Bogen eine Zange vor den Bauch geworfen hat. Und die hat er, statt sie zu fangen, fallen gelassen. Gel\u00e4chter rundum. War schon frech von dem Werfer. Eigentlich h\u00e4tte ich den in den Senkel stellen sollen, aber vor lauter, lauter musste ich selbst grinsen und mitlachen. Ein anderes Mal wollte dieser Typ einen Angelernten aus der Kurzpause wieder reinholen. Aber der weigerte sich partout, ihm zu folgen. Denn er hatte gerade eine Tablette oder so ein Heils\u00e4ftchen zu sich genommen, und das wollte er noch ein bisschen sacken lassen. Alles Zureden und Drohen des Vorarbeiters n\u00fctzte nichts. Und der schaute erst recht verbl\u00fcfft, als ein anderer Angelernter aus der Werkhalle zwecks Kurzpause dazu kam und anbot einzuspringen, f\u00fcr den Kollegen, auf die eigene Kurzpause zu verzichten. So kann das nicht weiter gehen. Ich hab\u00b4 ihm in der Besprechung gesagt, dass die Angelernten die Pause beenden m\u00fcssen, wenn er das ansagt. Was er denn machen solle, hat er mich gefragt. Na, er m\u00fcsse halt schauen, dass sie ihm folgen, wenn er sie zu etwas anweise, hab\u00b4 ich ihm gesagt. Und jetzt, als es gerade privat geworden ist und einige Vorarbeiter von sich erz\u00e4hlen und einander nach ihrem Leben fragen, da steht dieser Typ pl\u00f6tzlich auf und rennt raus! Was f\u00fcr ein Kerl, hoffentlich l\u00e4uft der bald auf Spur, sonst\u2026!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Mensch muss andere bewerten! Denn er ist grundlegend unf\u00e4hig, Bewertungen zu unterlassen. Diese Behauptung ist fragw\u00fcrdig. Obgleich ein Satz, der im Raum der Kirche \u00f6fter mal ge\u00e4u\u00dfert wird: dass der Mensch nicht nicht richten kann, also urteilen muss. Und man beruft sich dabei auf Genesis 2. Da wird geschildert, dass der Mensch sich Fr\u00fcchte vom Baum der Erkenntnis von Gut und B\u00f6se einverleibt hat. Entgegen der Anweisung Gottes, der das ihm ausdr\u00fccklich untersagt hatte. Jetzt sind wir sozusagen verdammt zum Bewerten. Seit Menschen fast pausenlos im Internet unterwegs sind und in der Datenflut Daumen hoch und runter vergeben, da scheint der Gedanke erst recht plausibel.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn das tats\u00e4chlich der Fall w\u00e4re, dass der Mensch andere zwangsl\u00e4ufig bewerten muss, was w\u00fcrde das bedeuten? Das w\u00fcrde doch hei\u00dfen: Diese S\u00fcnde, die mit dem Naschen ins Leben getreten ist, die ist immer noch voll in Amt und Macht und W\u00fcrden. Und das ganz unber\u00fchrt und ungest\u00f6rt von der Tatsache, dass Gott uns in Jesus Erl\u00f6sung zugespielt hat. Dass wir Jesus sei Dank Freiheit von dieser S\u00fcnde gefunden haben und finden. Und also auch Freiheit vom Bewerten m\u00fcssen. So gesehen ist es unm\u00f6glich, dass wir auf immer dazu verdammt sind: Mitmenschen laufend zu bewerten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein Mensch muss also auch anders k\u00f6nnen. Er kann das Bewerten und Richten unterlassen. Er kann das dauernde Urteilen aus dem Kopf kriegen. In und aus einem Gleichmut, wie ihn vielleicht auch der Buddhismus kennt. Dem Mitmenschen nicht nur Schlimmes, sondern zugleich auch Gutes zutrauen. Wohlgemerkt beides! Auch wenn heute vielfach gilt: Wer in der Mitte steht, der ist verd\u00e4chtig. Trotzdem ist der andere in all seinen guten und schlimmen Tendenzen und Grenzen zu erschauen. So kann ein Mensch \u00a0Gottes seinen Blick freischwebend auf Mitmenschen richten und in dieser Schwebe halten, ohne gleich zu \u00fcbel gesinnt zu sein. Oder auch zu wohlwollend. Denn selbstredend gilt das auch f\u00fcr die andere Richtung. Mensch kann voreingenommen gut \u00fcber einen anderen urteilen. Und damit daneben liegen, weil es um den anderen in Wirklichkeit ziemlich schlecht bestellt ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Damit sie mich richtig verstehen: Im Leben der Menschen nimmt Urteilen und Bewerten einen wichtigen Platz ein. Und Menschen bewerten und richten in der Welt so, dass es Gott gef\u00e4llt. Es gibt gerechte Urteile. Zum Beispiel wie das erfinderische Urteil, mit dem Salomo den Streit von zwei Frauen beendete. Einen Streit darum, wer die wahre Mutter eines S\u00e4uglings gewesen ist. Die Frage stellte sich, weil beide Frauen im selben dunklen Raum des Nachts frisch entbunden und abgenabelt haben, des Morgens jedoch nur ein Baby noch am Leben war. Und es gibt Ausw\u00fcchse menschlicher Justiz, die Gott \u00e4u\u00dferst missfallen. Auch davon berichtet die Bibel: Die Selbstjustiz, die K\u00f6nig David am Gatten von Bathsheba \u00fcbt, um seinen Ehebruch mit der Gattin seines Generals per Mord zu \u00fcberdecken. Oder auch die Flucht der Apostel Paulus und Petrus aus ihrem Verlies jeweils. Gott richtet das mal mit Hilfe eines Erdbebens aus, mal mit Hilfe eines unbekannten Dritten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Recht geht leider mit Unrecht einher. Aber was w\u00e4re unser Leben ohne \u00c4rzte, Richter, Manager, Ingenieure oder Lehrkr\u00e4fte? Alles Berufe, die in ihrem Fachgebiet und auf ihre Art Urteile f\u00e4llen und entsprechend dann etwas Bestimmtes tun oder unterlassen. So urteilt ein Ingenieur im Bauwesen vielleicht so: Wenn man die Br\u00fccke im Sumpf so und so baut, dann h\u00e4lt die stand, obwohl der Untergrund so schwammig und weitl\u00e4ufig ist und oft Tornados im Gebiet auftreten. Und als ob wir Menschen gleich wie Gott um die Fehlbarkeit unserer Urteile w\u00fcssten: Es liegt uns sehr am Herzen, die Vorg\u00e4nge hier ganz genau zu betrachten und zu pr\u00fcfen. Zum einen schaut man sich den Beurteiler an, pr\u00fcft seine Ausbildung und F\u00e4higkeit. Zum anderen schaut man auf die einzelnen Schritte seiner T\u00e4tigkeit und pr\u00fcft, ob sein Urteil mit der Wirklichkeit harmoniert. Oder ob das wahre Leben sich als etwas anders herausstellt als in dessen Urteil behauptet. Folglich k\u00f6nnen oder m\u00fcssen Urteile eines Gerichts revidiert werden, Richter, deren Urteile zukunftsfest sind, steigen die Sprossen der Karriereleiter hinauf. Ein Bauingenieur kann f\u00fcr eine Konstruktion, die sehr fehlerhaft ist, entlassen oder verklagt werden. Oder bei Erfolg gr\u00f6\u00dfere Projekte kriegen. Wer als Manager zu viel Gewinn in Aussicht stellt, der wird Kunden, die ihm vertrauen, bald los sein statt neue zu gewinnen. Und auch Noten und S\u00e4tze von Lehrkr\u00e4ften \u00fcber Sch\u00fcler sind angreifbar und k\u00f6nnen nach oben oder unten von Amts wegen korrigiert werden. Und bei all diesen Berufen schauen und pr\u00fcfen wir: Ber\u00fccksichtigen die Fachprofis etwas, das f\u00fcr das Fachwissen und das sich daraus ergebende Urteil und Tun \u00fcberfl\u00fcssig ist. Sind sie ohne sachliche Notwendigkeit in die eine oder andere Richtung voreingenommen? Vorverurteilen sie ohne Not und sachlichen Grund? Deshalb verh\u00e4lt es sich so: Richter k\u00f6nnen befangen sein und deswegen belangt oder ausgetauscht werden. Ingenieure bestochen und deswegen verklagt, Lehrkr\u00e4fte d\u00fcrfen Geschenke nur im Wert von bis zu f\u00fcnf Euro annehmen; einige messen trotzdem mit zweierlei Ma\u00df. Sie beg\u00fcnstigen entweder ihren Liebling. Oder sie dr\u00fccken dem Missliebigen eine rein, selbst wenn der in der Schule mit Recht argumentiert und M\u00fche macht. So was hat jeder schon mitgekriegt und sich dar\u00fcber ge\u00e4rgert oder hat sogar dagegen Schritte unternommen. Manager werden f\u00fcr den Ertrags f\u00fcrs Unternehmen gemessen. Und dann gefeuert oder gefeiert. Den Unterschied macht hier nur ein einziger Selbstlaut aus. In der Gesch\u00e4ftswelt stellt sich oft die schwierige Frage, zu der ein Standard f\u00fcr Antworten fehlt: Unter welchen Umst\u00e4nden wird \u00fcber finanzielle Gr\u00fcnde der Status verh\u00e4ngt, sachfremd in Urteile zu dringen? Zum Beispiel wenn \u00fcber eine Investition zu entscheiden ist? Oder \u00f6ffentlich ein G\u00fctesiegel ausgestellt werden soll wie es Wirtschaftspr\u00fcfer tun? Manche sagen ja, das gelte sowieso nur f\u00fcr den Non Profit Bereich. Wie dem auch sei. Gerade bei Leuten, deren Beruf aus Bewerten und Urteilen besteht &#8211; da legen wir richtig Wert darauf, dass sie jedes sachfremde Teil aus ihrem Urteil ausschlie\u00dfen. Dass ihr Tun und Lassen unparteiisch vor sich geht. Das ist auch eine Art, Bewerten zu unterlassen, in freier Schwebe angemessen zu urteilen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das tats\u00e4chlich zu k\u00f6nnen &#8211; sich einer Bewertung zu enthalten &#8211; das w\u00e4re vielen auch im Privatleben manchmal ganz lieb und recht. Dann n\u00e4mlich, wenn die Umst\u00e4nde einen zwingen, jemand anderen zu bewerten. Aus freien St\u00fccken bewerten, das tun wir zuweilen gerne. Gerade letztens haben meine Sch\u00fcler sich laut und intensiv dar\u00fcber ausgetauscht, welchen Fu\u00dfballer sie warum besonders bl\u00f6d finden und welchen sie besonders m\u00f6gen: Joshua Kimmich oder Leroy Sane! Aber durch andere dazu bedr\u00e4ngt zu werden! Das gef\u00e4llt meistens weniger. Dass missf\u00e4llt vor allen Dingen in diesem Fall: Wenn einer sich gezwungen sieht, einen Mitmenschen schlecht zu bewerten, dessen Widerhall er bef\u00fcrchtet, weil er irgendwie abh\u00e4ngig von diesen ist. In solchen Umst\u00e4nden w\u00fcrde man am liebsten \u00fcberh\u00f6ren, dass das eigene Gewissen einen anruft. Vielleicht kennen sie das aus der Stra\u00dfenbahn. Warum h\u00f6ren oder schauen so viele Leute weg, wenn ein Fahrgast einen anderen bl\u00f6d anmacht, schwer beleidigt oder gar k\u00f6rperlich angeht oder angreift? Weil sie sich gezwungen sehen, moralisch Stellung zu nehmen. Und wie lautet das Urteil der Widerwilligen? Der andere ist b\u00f6se, klaro! Das ebenso wichtige Urteil lautet, dass sie ihre Schwachheit erkennen m\u00fcssen. Sie f\u00fchlen sich \u00e4ngstlich, sie glauben zu versagen, wenn es hart auf hart kommt. Zu wenig gewieft im Reden und Zuh\u00f6ren, wenn Streit in der Luft liegt oder ausgebrochen ist. Geistig und physisch zu wenig trainiert, um unter solchen Umst\u00e4nden gut zu reagieren oder gar die Initiative zu ergreifen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jeder soll barmherzig sein &#8211; denn es f\u00e4llt auf einen selber zur\u00fcck, wenn er ohne Erbarmen \u00fcber andere urteilt. Wer einen anderen als r\u00fccksichtslos und dominant verurteilt, dessen eigenes Gewissen fl\u00fcstert ihm automatisch im Gegenzug ein: Vor lauter wenn und aber kommst Du kaum aus den P\u00f6tten und versagst. Diese Umkehrung passiert ganz sicher unbewusst. Und dr\u00e4ngt auch an die Oberfl\u00e4che. Aber um das Fl\u00fcstern des Gewissens vor sich zu verbergen, h\u00f6rt oder sieht man eben lieber weg. Oder man gibt danach lauthals anderen die Schuld, dem T\u00e4ter, den \u00fcbrigen Fahrg\u00e4sten, der Polizei usw. Da sp\u00fcrt man doch gleich, dass man das Lenkrad wieder in der Hand hat. Wer es aber schafft, sich angesichts so einer Lage eines Urteils zu enthalten, der kann zu Recht mit sich selbst barmherzig sein. Er sieht die eigenen guten und schlimmen M\u00f6glichkeiten darin und deren Grenzen. Der sieht: Zivilcourage oder Notwehr ist ein Recht statt einer Pflicht. Ich kann, ich muss aber nicht einschreiten, schon gar nicht, wenn ich mich selbst in Gefahr bringe. F\u00fcr mich gibt es Stellvertreter. Die kennen sich mit solchen Situationen aus und k\u00f6nnen gut damit umgehen, besser als ich. Egal, wenn andere mich f\u00fcr schwach halten, f\u00fcr mich ist das ok so, bei anderen Gelegenheiten wei\u00df ich mich ja schon durchzusetzen. Vielleicht buche ich mal ein paar Kurse, in denen ich lerne, mit dieser Art von Stress besser umzugehen. Wer es schafft, sich angesichts dieser Lage eines Urteils zu enthalten, der sieht auch beim Gegner die guten und die schlimmen Tendenzen und deren Grenzen. Das Karma wird sich melden, wie die jungen Leute heute oft sagen. Das Recht des St\u00e4rkeren! Es wird immer einen geben, der besser ist als der aktuelle Champion. Entweder erwischt ihn die Polizei. Oder er trifft auf einen, der geistig oder physisch \u00fcberlegen ist und ihn in die Schranken weist. Vielleicht hat er beim Aufwachsen selber immer Zwang und Gewalt abgekriegt. Wurden ihm die Grenzen arg eng gezogen. So arg, dass er das Leben nur aush\u00e4lt, wenn er sich grenzenlos f\u00fchlt. Woran ein sterblicher Mensch im Leben zwangsl\u00e4ufig scheitern muss.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebst Du mich? Mit dieser konfrontiert sehen sich Mensch zuweilen gezwungen, durch ihre Antwort einen Mitmenschen zu bewerten. Vielleicht anders, als der h\u00f6ren will. Und deshalb bef\u00fcrchtet der Befragte, dass der Fragende infolge seiner Antwort oder Ausflucht zum Endgegner wird. Das ist alles andere als eine leichte Sache. Wenn einem diese Frage gestellt wird, dann hilft nur eins. Stelle diese Frage am besten zuerst Gott. Denn der antwortet dir spontan, ehrlich und ohne Ausfl\u00fcchte: Ja, ich stehe zu Dir, egal wie du geraten bist. Dann geht sich das auch mit deiner Antwort aus, wenn einer dir diese Frage stellt, und zwar egal, was Du entgegnest. Denn Gott verschenkt Gleichmut sowohl an die, welche Fragen stellen als auch an die, welche zur Antwort aufgefordert sind. Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Lukas 6, 36-42<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedr\u00fccktes, ger\u00fctteltes und \u00fcberflie\u00dfendes Ma\u00df wird man in euren Scho\u00df geben; denn eben mit dem Ma\u00df, mit dem ihr messt, wird man euch zumessen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis: Kann denn ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? Ein J\u00fcnger steht nicht \u00fcber dem Meister; wer aber alles gelernt hat, der ist wie sein Meister.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr? Wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, danach kannst du sehen und den Splitter aus deines Bruders Auge ziehen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>&#8212;\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Markus Kreis<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Neckarpromenade 17<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">D-68167 Mannheim<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"mailto:kreis@wvss-mannheim.de\">kreis@wvss-mannheim.de<\/a><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manchmal unbewusst, manchmal bewusst: Wir bewerten Mitmenschen. Manchmal gerne und manchmal eher widerstrebend. Denn wie man in den Wald hinein singt, so schallt es heraus. Wenn wir jemand schlecht bewerten, droht die Gefahr, dass es der uns heimzahlt. Vor allem, wenn der m\u00e4chtiger ist als wir. Ausnahme, wenn der nix oder nur sehr wenig mit unserem Leben zu tun hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Freigiebig sind wir allzu gerne mit unserem Urteil \u00fcber andere und reden uns da oft den Mund fuselig. Aber nachgiebig?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Meister sch\u00fcrzt fragend seine Lippen, kneift seine Augen zu und sch\u00fcttelt leicht den Kopf. Wieso ist der eben aus der Besprechung rausgerannt? Ein Vorarbeiter, mit dem er seit kurzem zusammen arbeitet &#8211; wie mit den anderen Kapos auch, weil die Werksleitung j\u00fcngst so viele Leute in der Produktion ausgetauscht hat. Deswegen l\u00e4dt er die Neuen zur Besprechung ein, damit sie langsam kapieren, wie der Hase hier so l\u00e4uft. Dieser eine ist ihm aber auch gleich aufgefallen. Hat sich schon zweimal von den neu Angelernten die Butter vom Brot nehmen lassen. Einmal hat er denen an der Stanze einen Vortrag \u00fcber flinke H\u00e4nde und Finger im Umgang mit Werkzeug und Material gehalten und am Ende wohl mit etwas zu viel Abstand und zu gro\u00dfspurig in deren Runde geguckt. Woraufhin ihm einer der Angelernten aus dem Nichts im Bogen eine Zange vor den Bauch geworfen hat. Und die hat er, statt sie zu fangen, fallen gelassen. Gel\u00e4chter rundum. War schon frech von dem Werfer, eigentlich h\u00e4tte ich den in den Senkel stellen sollen, aber vor lauter lauter musste ich selbst grinsen und mitlachen. Ein anderes Mal wollte er einen Angelernten von einer Kurzpause wieder reinholen. Aber der weigerte sich partout, ihm zu folgen. Denn er hatte gerade eine Tablette oder ein Heils\u00e4ftchen zu sich genommen, was er noch kurz sacken lassen wollte. Alles Zureden und Drohen des Kapos n\u00fctzte nichts. Und der schaute erst recht verbl\u00fcfft, als ein anderer Angelernter aus der Werkhalle zwecks Kurzpause dazu kam und anbot, f\u00fcr den Kollegen einzuspringen und auf die eigene Kurzpause zu verzichten. So kann das nicht weiter gehen. Und ich hab ihm in der Besprechung gesagt, dass die Angelernten die Pause beenden m\u00fcssen, wenn er das ansagt. \u201eWas er denn machen solle, hat er mich gefragt. Na, er m\u00fcsse halt schauen, dass sie ihm folgen, wenn er sie zu etwas anweise, hab ich ihm gesagt. Und jetzt, als es gerade privat geworden ist und einige Vorarbeiter von sich erz\u00e4hlen und einander nach ihrem Leben fragen, da steht der pl\u00f6tzlich auf und rennt raus! Was f\u00fcr ein Kerl, hoffentlich l\u00e4uft der bald auf Spur, sonst\u2026!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Szenenwechsel. Kommen wir zu nachgiebigen Urteilen. Ein Holzschiff in einem schweren Sturm. Die Mannschaft ist komplett auf Deck und k\u00e4mpft ums \u00dcberleben. Die Segel gerissen, ein Mast angeknickt, der Sc hiffsbauch ein Spielzeug der Wellen, die sich gegen ihn werfen, ihn hin und her schwanken und st\u00f6hnen lassen. Unten im Schiffsrumpf neben der Ladung ein Passagier, Holzklasse sozusagen. Der K\u00e4pt\u00b4n steigt runter, um zu schauen, was seinen armen Schiffsgast da so umtreibt. Ihm verschl\u00e4gt es die Sprache. Offenbar nichts, denkt er, und beugt sich zu ihm, er lebt, aber er liegt da und schl\u00e4ft quasi \u00fcberm Kiel. Vielleicht hat er es geschafft ohnm\u00e4chtig zu werden oder zu schlafen, um wenigstens unbewusst vom Leben in den Tod zu kommen. Kurz kommt ihm in den Sinn, ihn unsanft zu wecken und zwecks Mithilfe nach oben an Deck zu zitieren. Dann kommt er weniger als is mir Piep-egal-Typ bei der Mannschaft r\u00fcber, falls wir das hier doch \u00fcberleben. Aber halt! Hat er beim Einschiffen als seine Herkunft doch eine Gegend im Gebirge angegeben. Da kann ich ja gleich ein Pferd zum Eselh\u00fcten anstellen. Das bringt dann eher nix ausser noch mehr Durcheinander auf Deck. Aber wecken werd\u00b4 ich ihn schon. So viel Solidarit\u00e4t mit der Gruppe muss sein. Vielleicht hat er was drauf, womit er auf seine Art uns Mut machen kann &#8211; singen oder so. Dann k\u00e4me er f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle auch weniger als Au\u00dfenseiter bei meinen Leuten an.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Oben an Deck haben die Schiffsleute inzwischen den Kampf eingestellt. Und das h\u00e4tten sie auch, wenn ihr K\u00e4pt\u00b4n oben bei ihnen gewesen w\u00e4re statt zum Passagier nach unten zu verschwinden. Ein komischer Kerl, dieser Typ. Wenn er f\u00fcr die \u00dcberfahrt nicht bezahlt h\u00e4tte, w\u00fcrde man ihn f\u00fcr einen blinden Passagier oder wenigstens f\u00fcr einen Schiffstramper halten. Ob der Chef dem Beine macht, dass er hochkommt? Oder gar mithilft? W\u00fcrde wahrscheinlich nur bl\u00f6d im Weg rumstehen vor lauter Angst. Na, ist jetzt eh egal. Oder doch nicht? Sie waren als Mannschaft schon lange zusammen und haben auf See sehr viel mitgemacht und \u00fcberstanden. Aber das hier? Ausgerechnet jetzt und warum sie? Es ist wie verhext. Einerseits wissen sie, der Neue kann nur sehr wenig f\u00fcr den Wandel des Wetters und das vermehrte Aufkommen sehr schlimmer St\u00fcrme an ihrem Fleck der Weltkugel. Nur genauso wenig oder viel wie sie selbst mit ihrem Leben. Aber in der Not frisst der Teufel Fliegen und rechnet mit deren Milliarden. Die bekanntlich kaum irren k\u00f6nnen, wenn sie mehr von dem ihren fressen. Und blitzschnell ist mal nur so zum Probier\u00b4n auf dem Handy die Astrologie-App angetippt, dann die Funktion Karten legen, die Menschen den Zeichen zuordnen und schon ist es klar: Der Neue hat das uns vielleicht doch irgendwie eingebrockt! Ah, da kommt der K\u00e4pt\u00b4n mit dem aus der Luke. Neugierig schauen sie den beiden entgegen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch weder der K\u00e4pt\u00b4n noch der Schiffsgast r\u00fchren sich und sagen was. Das gibt es doch nicht, dass die so ruhig bleiben, obwohl es hier so zugeht. Also ergreifen die Schiffsleute die Initiative. Du, sag mal, erz\u00e4hl uns mal aus Deinem Leben! Aus welchem Staatsgebiet kommst Du? Was bist Du f\u00fcr ein Landsmann? Was sind die wichtigsten Etappen Deines Lebens? Mit welchem Beruf verdienst Du Dein Geld? Hast Du ein Hobby? Verheiratet? Und Kinder? Was macht das schlimme Unwetter mit Dir? Was werden sie mit seinen Antworten machen? Sehr w\u00f6rtlich nehmen und ihn lynchen? Sie umdeuten und ihn \u00fcber Bord springen lassen? Die Fragen prasseln auf ihn ein wie die Gischt des Seewassers. Lebensbeichte. Ein Neustart im Leben stand ihm bevor, was sicher kaum ein Zuckerschlecken geworden w\u00e4re. Aber mittels einer Flucht aufs alte Leben beharren, um dann mit vollen Segeln in die Katastrophe zu fahren, wow, was f\u00fcr eine Wendung. Letztendlich h\u00e4ngt er hier im Auge des Sturms genauso drin wie sie. Matrosen fl\u00fcchten ja mindestens vor dem Festland. Wenn man so will hat der blo\u00dfe Zufall sie zusammen gef\u00fchrt. Und dann. Ist es ein Anfall von Lebensverdruss? Der Gr\u00fcnschnabel meldet sich f\u00fcr eine Art Himmelfahrtskommando. Mit dieser Aktion in der Takelage\/Steuerruder,Kielschwert ist das Schiff dann vielleicht ein wenig zu man\u00f6vrier\u00b4n im Sturm. Au\u00dfer ihm traut und meldet sich niemand. Ist der Typ vielleicht doch eine Art Seeteufel, der sich verkleidet zu ihnen aufs Schiff geschlichen hat? Trotzdem, daf\u00fcr l\u00e4sst man keinen blutigen Anf\u00e4nger ran. Auch wenn er irgendwie komisch und fremd zugleich r\u00fcber kommt. Also die langen Ruder raus ins Wasser, die stabilisieren vielleicht schon ein wenig wie mini Ausleger. Und dann pullen, was das Zeug h\u00e4lt. Das Unwetter ist zu gewaltig, auch das n\u00fctzt nichts. Also auf, Kommando fertig los, der Freiwillige vor zur Himmelfahrt, die Aktion misslingt, er f\u00e4llt kopf\u00fcber in die brausenden Wellen und versinkt. Das kriegen wir jetzt erst recht Heim gezahlt, dass wir das zugelassen haben, dass der Kerl dabei sterben musste. Nun sind auch wir garantiert dem Untergang geweiht. Sto\u00dfgebete. Das Ende der Geschichte ist bekannt und das Motiv wird neu aufgenommen bei Pinocchio oder Moby Dick.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus fordert auf, \u00fcber Menschen frei- und nachgiebig zu urteilen. Das kostet nat\u00fcrlich eine Menge Energie, Bequemlichkeit und Vorherrschaft, so man denn welche innen hat. Jesus verspricht, dass wir dabei auf unsere Kosten kommen. Die werden nicht nur einfach wieder eingespielt, die werden sogar vielfach und im \u00dcberma\u00df Payback bekommen. Einen Menschen nachgiebig beurteilen, das heisst nicht nur nicht lasch sein, das kann auch dazu f\u00fchren, recht unnachgiebig und bestimmt mit dem umzuspringen. Denn ein nachgiebiges Urteil bezieht ein, in welchem Leben die Person wandelt, um die es geht. Und kann dann besser mit ihr umgehen. entgegnen\/begegnen. Sie zu neuem Leben und verhalten animieren\/heraus rufen. Jeder Forscher behandelt seinen Gegenstand aus der Natur nachgiebig. Lernt ihn immer besser kennen. Lernt, was an Stabilem zu ihn geh\u00f6rt, und was ver\u00e4nderlich ist. Dringt tiefer in deren Ver\u00e4stelung ein. Erkennt und korrigiert Fehler im Wissensschatz. Und das alles in einem Rahmen mit bestimmten Einfl\u00fcssen. Ja, die Urteile entwickeln sich so weit, dass man sogar den Rahmen erweitern kann und zu neuen Kenntnissen und Querverweisen kommt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der ganz gro\u00dfe Rahmen allerdings, das ist etwas, das uns fragw\u00fcrdig bleibt. Obwohl es eigentlich klar ist. Gl\u00fccksspirale<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Teufelskreis oder Gl\u00fccksspirale<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nachgiebig \u00fcber Gott urteilen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Freigiebig\/nachgiebig vernichtend urteilen statt das Gute im werden zu ersehen, entstehend\/erschaffend\/hervorlockend, konstruktiv ermunternd aufbauend<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Freigiebig? Nachgiebig! urteilen \u00fcber Mitmensch, heisst nicht ein nachgiebiger Charakter zu sein, Schiffsleute Jona\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nachgiebig urteilen \u00fcber Gott<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gebt Verluste, macht Schulden investiert, verzichtet auf Dominanz?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Endlichkeit\/Begrenztheit eigener Macht zu rechter Zeit zu erkennen &#8211; bringt\/erh\u00e4lt Punktestand Kr\u00f6sus\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Komplement zu Teufelskreis im Deutschen? Marktwirtschaft\/Kapitalismus. Wenn es l\u00e4uft, dann l\u00e4uft es! (Vergebungs-) &#8211; Gl\u00fccksspirale#Willk\u00fcr statt Gottes Vorsehung, Spirale des Zwangs oder der Gewalt, Emp\u00f6rung (jurist.- moralisch, medial) Kohlhaas, Richter Adam<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Urteil \u00fcber Gottesn\u00e4he, not jurist.! Wie Gott sein m\u00fcssen, ohne es zu k\u00f6nnen, \u00a7\u00a7#Notbehelf<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Mann, der schneller l\u00fcgt als sein Schatten! Dank Intelligenz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jona\/blinder afro Passagier auf Schiff bei Sturm w\u00e4hrend \u00dcberfahrt des mare nostrum<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jesu Balken halten im Sog den Gleichmut \u00fcber Wasser | 4. S. n. T. | 13.07.25 | Lukas 6,36-42 | Markus Kreis | Der Meister sch\u00fcrzt fragend seine Lippen, kneift seine Augen zusammen und sch\u00fcttelt leicht den Kopf. Wieso ist der eben aus der Besprechung rausgerannt? 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