{"id":25373,"date":"2025-08-19T17:58:28","date_gmt":"2025-08-19T15:58:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=25373"},"modified":"2025-08-19T17:58:28","modified_gmt":"2025-08-19T15:58:28","slug":"markus-1228-34-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/markus-1228-34-2\/","title":{"rendered":"Markus 12,28-34"},"content":{"rendered":"<h3>Liebe leben | 24. August 2025 | 10. Sonntag nach Trinitatis | Predigt zu Mk 12,28-34 | verfasst von Thomas Muggli-Stokholm |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vor einigen Wochen stiess ich auf ein Inserat der w\u00e4hlerst\u00e4rksten Partei unseres Landes. Unter dem Titel: Sie haben die Wahl: \u00abFreiheit oder Unterwerfung!\u00bb werden wir vor dem Monster-Vertrag mit der EU gewarnt. Die neuen bilateralen Vertr\u00e4ge bringen auf sage und schreibe 2228 Seiten nichts als EU-Vorschriften, EU-Regeln, EU-Gesetze und EU-B\u00fcrokratie. Sie wollen uns der EU unterwerfen und fremde Richter aufzwingen. Das altbew\u00e4hrte Erfolgsrezept der Eidgenossenschaft, der Bundesbrief aus dem Jahr 1291, umfasst dagegen genau eine Seite und h\u00e4lt klipp und klar fest, was gilt f\u00fcr uns: Keine fremden Richter, keine fremden Herren, Selbstbestimmung. In diesem Sinn sollen nicht die abgehobenen Politiker, Beamten und Richter, sondern wir B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger das letzte Wort haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit ihrem Appell steht diese Partei nicht allein da. Die Sehnsucht danach, die komplexe Wirklichkeit mit einfachen, klar verst\u00e4ndlichen Formeln zu erschliessen, zieht sich durch alle Lebensbereiche, bis hin zur theoretischen Physik. Da ist die Spitzenforschung seit vielen Jahren mit hohem Aufwand auf der Suche nach der Weltformel, der umfassenden, einfachen Theorie, die alle physikalischen Ph\u00e4nomene im Universum erkl\u00e4ren kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine \u00e4hnliche Sehnsucht treibt in unserem Predigttext den Schriftgelehrten zu seiner Frage an Jesus. Er ist spezialisiert auf die Tora, das Gesetz des Alten Testaments. Es umfasst nicht weniger als 613 Gebote. Die Pharis\u00e4er f\u00fcgen ihnen eine Vielzahl von n\u00e4heren Bestimmungen hinzu, so dass die Zahl der Gebote schliesslich in die Tausende und der \u00dcberblick verloren geht. In diesem verwirrenden Durcheinander sucht der Schriftgelehrte das Gebot aller Gebote, gewissermassen die Weltformel f\u00fcr ein gottgef\u00e4lliges, gelingendes Leben. Ja, welches Gebot ist das erste von allen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bevor ich auf die Antwort Jesu eingehe, werfe ich einen Blick auf den Rahmen unseres Textes: Am dritten Tag nach dem Einzug in Jerusalem halten Jesus und die Seinen sich im Tempel auf. Jesus setzt sich mit Pharis\u00e4ern, Schriftgelehrten und Priestern auseinander. Bis jetzt ging es diesen ausschliesslich darum, Jesus mit Fangfragen zu Fall zu bringen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Entsprechend unergiebig sind die Diskussionen. Offensichtlich hat Jesus aber in den Kreisen der damaligen religi\u00f6sen Obrigkeit nicht nur Feinde. Der Schriftgelehrte ist beeindruckt, wie gut Jesus auf die Fangfragen seiner Kollegen reagiert. Seine Frage nach dem h\u00f6chsten Gebot ist ehrlich gemeint. Er will von Jesus wirklich etwas wissen. So sagt ihm Jesus am Schluss zu, dass er nicht weit vom Reich Gottes entfernt sei. Der Rahmen unseres Textes macht damit konkret, was das h\u00f6chste Gebot bewirkt: Im Reich Gottes gibt es keine Kategorien. Es gibt nicht Menschen, die grunds\u00e4tzlich draussen und solche, die drinnen sind. Die N\u00e4he zum Reich Gottes entscheidet sich nicht aufgrund einer Volkszugeh\u00f6rigkeit oder der richtigen Lehre, sondern aufgrund unserer Herzen: Wir sind Gott dann nahe, wenn wir wahrhaftig und offenherzig nach ihm fragen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus setzt in seiner Antwort beim Zentrum des j\u00fcdischen Glaubens an, beim Schma Israel aus dem 6. Kapitel des 5. Mosebuchs: H\u00f6re, Israel, der Herr, unser Gott, ist allein Herr. Die sechs Verse des Schma Israel sind das zentrale Gebet und Bekenntnis des auserw\u00e4hlten Volks. Es begleitet die Gl\u00e4ubigen durch ihren Alltag und bestimmt ihre Identit\u00e4t.\u00a0 H\u00f6re, Israel! Beim h\u00f6chsten aller Gebote geht es nicht um feinsinnige \u00dcberlegungen und kluge Worte, sondern darum, zu schweigen und zu h\u00f6ren, was Gott spricht: Er, unser Gott, ist allein Herr. Der Glaube an ihn ist keine Freizeitbesch\u00e4ftigung, der wir uns nach Lust und Laune widmen. Der Glaube ist ein st\u00e4ndiges H\u00f6ren darauf, was er uns gebietet und was er von uns und mit uns will.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">H\u00f6re, Israel! Diese Aufforderung steht im Kontrast zu dem, was in unserer Welt gilt: Da geht es nicht ums H\u00f6ren, sondern ums Reden. Wer jemand sein will, muss sich pr\u00e4sentieren, zu allem seine Meinung \u00e4ussern. Wer jemand sein will, muss stets aktiv sein, seine Ressourcen nutzen, seine F\u00e4higkeiten zeigen. Wer sich dagegen auf das H\u00f6ren einl\u00e4sst, l\u00e4sst die H\u00e4nde ruhen und sucht die Stille, um f\u00fcr Gottes Wort empf\u00e4nglich zu werden. Dies ist die Grundlage f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis des h\u00f6chsten Gebots: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand und mit all deiner Kraft. Und als zweites: Du sollst deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst. Als Befehl verstanden w\u00e4re dieses Gebot sinnlos und zum Verzweifeln. Erstens kann niemand auf Befehl lieben. Zweitens ist es mit unserer menschlichen Liebe nicht weit her. Wenn uns ein Mensch entt\u00e4uscht oder verletzt, verwandelt sich unsere Liebe rasch in Wut und Hass. Und wenn W\u00fcnsche und Hoffnungen sich nicht erf\u00fcllen, wird der liebe Gott schnell zu \u201eDem-da-oben\u201c, mit dem wir hadern oder nichts mehr zu tun haben wollen. Das Liebesgebot wird erst aufgrund der Aufforderung zum H\u00f6ren verst\u00e4ndlich: Wir k\u00f6nnen nur darum lieben, weil Gott unser Gott ist, der ein und einzige, der es gut mit uns meint, der uns das Leben schenkt und uns schon im Mutterleib geliebt hat. Mit unserer Liebe k\u00f6nnen und m\u00fcssen wir uns nicht aufschwingen zu Gott, um seinen Anforderungen zu gen\u00fcgen und uns seine Gunst zu verdienen. Unsere Liebe ist die Antwort auf seine Liebe, die immer und \u00fcberall gilt. Das Wesen der Liebe zeigt sich am Weg Jesu: Jesus h\u00e4lt seine Liebe durch bis zum Tod am Kreuz. Selbst da, wo jeder andere Mensch nur noch Wut und Hass empfinden k\u00f6nnte und seine Gegner verfluchen w\u00fcrde, selbst da bleibt Jesus in der Liebe Gottes. Darum betet er, durchbohrt von den N\u00e4geln und unter gr\u00f6ssten Schmerzen, noch wenige Augenblicke vor seinem Tod: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Das Band der Liebe zwischen Jesus und Gott, seinem Vater, h\u00e4lt bis in den Tod und mit der Auferstehung an Ostern \u00fcber den Tod hinaus. Das h\u00f6chste Gebot l\u00e4dt uns ein, zu sehen und zu h\u00f6ren, uns in Jesus vers\u00f6hnen zu lassen mit Gott und aus seiner Liebe zu leben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du sollst Gott lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand und mit all deiner Kraft. Die Liebe wird im h\u00f6chsten Gebot vierfach gekennzeichnet: Sie soll zum einen mit unserem ganzen Herzen geschehen. Das Herz ist in der Bibel das Zentrum der Gef\u00fchle, der Emotionen. Die Liebe hat also durchaus eine erotische Seite. So wie Gott seine Sch\u00f6pfung und uns Menschen leidenschaftlich liebt, so lieben wir ihn und die N\u00e4chsten von Herzen und mit Leidenschaft. Zum zweiten sollen wir Gott mit unserer ganzen Seele lieben. Die Seele ist der Sitz unserer Pers\u00f6nlichkeit. Gott mit allem, was wir sind, lieben, heisst dann, dass wir die Distanz aufgeben, so wie Gott es uns in Christus vorlebt: So sehr liebt er die Welt, dass er sich in seinem Sohn in die Welt hineingibt. Ebenso geben wir uns in seine Gegenwart hinein, um in ihm und aus ihm zu leben. Paulus bringt das im Galaterbrief auf den Punkt, wenn er schreibt: Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir (Gal 2,20). Zum dritten sollen wir Gott mit unserer ganzen Kraft lieben. Die Kraft bezieht sich auf das Handeln, auf die Gestaltung des Alltags. Die Liebe zu Gott ist keine spirituelle \u00dcbung. Wir \u00f6ffnen uns ihm und h\u00f6ren auf ihn, um unseren Alltag seinem Willen gem\u00e4ss zu gestalten. Gott lieben mit dem ganzen Herzen, der ganzen Seele und aller Kraft: Das Schma Israel versteht die Liebe umfassend, mit ihren leidenschaftlichen und emotionalen Aspekten und ihren praktischen Auswirkungen. Interessant finde ich, dass Jesus von sich aus noch etwas Viertes hinzuf\u00fcgt: Wir sollen Gott auch mit unserem ganzen Verstand lieben. Liebe ist nicht blind und kopflos. Sie ist vern\u00fcnftig und f\u00fchrt zur Erkenntnis. So schreibt Paulus in seinem Hohelied der Liebe im 13. Kapitel des 1. Korintherbriefs, dass sein Erkennen jetzt noch St\u00fcckwerk ist \u2013 er aber dann, wenn Gottes Liebe sich ganz offenbart, vollkommen erkennt, so wie er von Gott erkannt worden ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das h\u00f6chste Gebot versteht die Liebe also umfassend als Macht, die uns mit allem, was wir f\u00fchlen, begehren und tun ergreift \u2013 wenn wir h\u00f6ren, uns \u00f6ffnen f\u00fcr Gott und uns ihm \u00fcberlassen. Das ist die Grundlage f\u00fcr den zweiten Teil: Du sollst deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst. In unserer Zeit, wo sich viele von der Kirche lossagen, gilt die N\u00e4chstenliebe noch als das am wenigsten umstrittene \u00dcberbleibsel des christlichen Glaubens. So sagen mir immer wieder Leute: \u00abWissen Sie, mit dem Glauben kann ich nichts anfangen. Ich \u00fcbe lieber N\u00e4chstenliebe, statt am Sonntag in die Kirche zu rennen.\u00bb Die Frage ist, ob das funktioniert mit der N\u00e4chstenliebe ohne Liebe zu Gott. Wie gesagt ist es mit unserer menschlichen Liebe nicht weit her. Und so empfinden wir die N\u00e4chstenliebe von uns aus gesehen rasch als l\u00e4stige Pflicht, die klare Grenzen hat. Wenn jemand unsere N\u00e4chstenliebe \u00fcberstrapaziert, sagen wir schnell: \u00abIch bin doch kein Pestalozzi.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">N\u00e4chstenliebe im Biblischen Sinn ist kein solches Verlustgesch\u00e4ft: Wenn wir nur lieben k\u00f6nnen, weil Gott uns liebt, dann m\u00fcssen wir auch keine Angst haben, dass uns die Liebe je ausgeht. Die Liebe ist eine unversiegbare Quelle: Und je mehr wir aus ihr sch\u00f6pfen, desto reicher fliesst sie.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Beim Gebot zur N\u00e4chstenliebe werden oft die letzten drei W\u00f6rter \u00fcberh\u00f6rt, das \u00abwie dich selbst\u00bb: N\u00e4chstenliebe hat die Liebe Gottes und die Liebe zu mir selbst als Grundlage. Wer sich selbst nicht liebt, der kann andere nicht lieben. Und mich selbst lieben kann und darf ich einzig, weil Gott mich liebt. Liebe deinen N\u00e4chsten wie dich selbst! Das ist kein mahnender Zeigefinger, sondern die Einladung zu einem erf\u00fcllten Leben: Ich darf und soll lieb zu mir selbst sein, mich mit meinen Bed\u00fcrfnissen, mit meinen Freuden und \u00c4ngsten ernst nehmen, mir Zeit nehmen f\u00fcr mich und f\u00fcr meine Fragen und Anspr\u00fcche. Ich darf und soll mir stets neu bewusstmachen, wie wertvoll und einzigartig ich vor Gott bin. Diese Gewissheit, dass Gott mich liebt und sch\u00e4tzt als sein einzigartiges Gesch\u00f6pf, ist die Basis, um meinen N\u00e4chsten meinerseits mit Liebe, Wertsch\u00e4tzung und Respekt zu begegnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Drei Pole hat also das h\u00f6chste Gebot: Gott \u2013 mich selbst \u2013 und den N\u00e4chsten. Diese drei Pole d\u00fcrfen nicht voneinander getrennt werden, weil sie sich gegenseitig bedingen und voraussetzen. Ich kann mich selbst nicht lieben, wenn ich nicht gewiss bin, dass Gott mich liebt. Und ich kann den N\u00e4chsten nicht lieben, wenn ich mich selbst nicht liebe. Und ich kann schliesslich Gott und seine Liebe erst dann wahr- und ernstnehmen, wenn ich diese Liebe von meinen N\u00e4chsten erfahre.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kehren wir zur\u00fcck zum Rahmen unseres Textes. Wie erw\u00e4hnt, macht dieser Rahmen konkret, was das h\u00f6chste Gebot meint: Jesus und der Schriftgelehrte begegnen einander in Liebe, respektvoll und offen. Sie h\u00f6ren aufeinander und auf Gott. Der Schriftgelehrte liefert Jesus mit seiner offenen Frage den Steilpass zu Spitzens\u00e4tzen seiner Verk\u00fcndigung, die zugleich deutlich machen, wie eng verbunden wir Christinnen und Juden miteinander sind und bleiben. Die Reaktion des Schriftgelehrten macht deutlich, dass ihn die Antwort von Jesus pers\u00f6nlich weiterbringt. In Freundschaft gehen die beiden auseinander.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ultrakurz ist es, das h\u00f6chste Gebot \u2013 im Vergleich zu den 613 Geboten der Tora und ihren unz\u00e4hligen Pr\u00e4zisierungen genau gleich wie im Vergleich zu den neuen EU-Rahmenvertr\u00e4gen mit ihren \u00fcber 2000 Seiten Text. Ja es unterbietet an L\u00e4nge sogar den Bundesbrief um ein Mehrfaches.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch diese \u00abWeltformel der Ethik\u00bb hat es in sich: Wohl wird uns die Liebe von Gott geschenkt, umsonst, aus reiner Gnade. Doch wir kommen nie ans Ende mit dieser Liebe. Gebote k\u00f6nnen wir halten und dann abhaken. Die Liebe bleibt stets geboten. Niemand kann je sagen, f\u00fcr heute habe ich genug geliebt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und noch etwas l\u00e4sst uns staunen: Je mehr wir uns von der Liebe leiten lassen, desto weniger Gebote sind n\u00f6tig. Ja, am Ende der Zeit, wenn Gott in seiner Liebe alles in allem ist, wird es kein einziges Gebot mehr brauchen. Das leitet uns beim Gestalten unserer Beziehungen im Familien- und Freundeskreis und in der Gesellschaft. Meinungsmacher wie die w\u00e4hlerst\u00e4rkste Partei, aber auch Parteien und Gruppierungen im \u00fcbrigen politischen Spektrum sind da besonders angesprochen: Der Umgangston ist heute im Allgemeinen geh\u00e4ssig und lieblos. In meiner Sicht ist das nicht bloss schlechter Stil. Es zerst\u00f6rt auf die Dauer das, was die Schweiz ausmacht \u2013 mehr als Monstervertr\u00e4ge und b\u00fcrokratischer Leerlauf: Vertrauen, Wertsch\u00e4tzung und Respekt. Ja, vielleicht sind die vielen Regulierungen sogar genau die Folge der Missachtung des h\u00f6chsten Gebots. Wenn alle nur noch ihre Interessen verfolgen, braucht es immer mehr Vorschriften, Regeln, Gesetze und B\u00fcrokratie, um das Zusammenleben einigermassen geordnet zu erhalten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">W\u00fcrden alle ihre Verantwortung wahrnehmen und aus der Liebe Gottes leben, brauchte es keine einzige Vorschrift, keine Gesetze und keine Verbote. Klar, so weit wird es nie kommen. Aber es liegt in unserer Macht, zu einer freiheitlichen Gesellschaft beizutragen: Wenn wir einander zuh\u00f6ren, statt dauernd unsere Parolen hinauszuposaunen. Wenn wir achtgeben, was uns Gottes Liebe gebietet. Und wenn wir unseren Alltag danach gestalten. Dann wird unsere Gesellschaft wohnlicher, friedlicher und menschenfreundlicher. Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe leben | 24. August 2025 | 10. Sonntag nach Trinitatis | Predigt zu Mk 12,28-34 | verfasst von Thomas Muggli-Stokholm | Vor einigen Wochen stiess ich auf ein Inserat der w\u00e4hlerst\u00e4rksten Partei unseres Landes. Unter dem Titel: Sie haben die Wahl: \u00abFreiheit oder Unterwerfung!\u00bb werden wir vor dem Monster-Vertrag mit der EU gewarnt. Die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":25370,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[37,474,1,157,853,114,592,349,3,109,348],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-25373","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-markus","category-10-so-n-trinitatis","category-aktuelle","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-kapitel-12-chapter-12-markus","category-kasus","category-nt","category-predigten","category-thomas-muggli-stokholm"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25373","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25373"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25373\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25374,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25373\/revisions\/25374"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25370"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25373"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25373"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25373"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=25373"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=25373"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=25373"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=25373"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}