{"id":25454,"date":"2025-09-18T18:18:57","date_gmt":"2025-09-18T16:18:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=25454"},"modified":"2025-09-18T18:19:06","modified_gmt":"2025-09-18T16:19:06","slug":"1-mose-2810-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-mose-2810-22\/","title":{"rendered":"1. Mose 28,10-22"},"content":{"rendered":"<h3>14. Sonntag nach Trinitatis | 21.09.2025 | 1. Mose 28,10-22 | Andreas Schwarz |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lutherkirche Pforzheim<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>10 \u00a0\u00a0\u00a0 Jakob zog aus von Beerscheba und machte sich auf den Weg nach \u00a0 Haran\u2002<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>11 \u00a0\u00a0\u00a0 und kam an eine St\u00e4tte, da blieb er \u00fcber Nacht, denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein von der St\u00e4tte und legte ihn zu \u00a0\u00a0 seinen H\u00e4upten und legte sich an der St\u00e4tte schlafen.\u2002<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>12 \u00a0\u00a0\u00a0 Und ihm tr\u00e4umte, und siehe, eine Leiter stand auf Erden, die r\u00fchrte mit \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 und nieder.\u2002<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>13 \u00a0\u00a0\u00a0 Und der HERR stand oben darauf und sprach: Ich bin der HERR, der Gott \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 deines Vaters Abraham, und Isaaks Gott; das Land, darauf du liegst, will \u00a0\u00a0\u00a0 ich dir und deinen Nachkommen geben.\u2002<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>14 \u00a0\u00a0\u00a0 Und dein Geschlecht soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst \u00a0 ausgebreitet werden gegen Westen und Osten, Norden und S\u00fcden, und \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 durch dich und deine Nachkommen sollen alle Geschlechter auf Erden \u00a0\u00a0\u00a0 gesegnet werden.\u2002<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>15 \u00a0\u00a0\u00a0 Und siehe, ich bin mit dir und will dich beh\u00fcten, wo du hinziehst, und will \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht verlassen, \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe.\u2002<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>16 \u00a0\u00a0\u00a0 Als nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: F\u00fcrwahr, der \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 HERR ist an dieser St\u00e4tte, und ich wusste es nicht!\u2002<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>17 \u00a0\u00a0\u00a0 Und er f\u00fcrchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese St\u00e4tte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels.\u2002<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>18 \u00a0\u00a0\u00a0 Und Jakob stand fr\u00fch am Morgen auf und nahm den Stein, den er zu \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 seinen H\u00e4upten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Steinmal und \u00a0\u00a0\u00a0 goss \u00d6l oben darauf\u2002<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>19 \u00a0\u00a0\u00a0 und nannte die St\u00e4tte Bethel; vorher aber hie\u00df die Stadt Lus.\u2002<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>20 \u00a0\u00a0\u00a0 Und Jakob tat ein Gel\u00fcbde und sprach: Wird Gott mit mir sein und mich \u00a0 beh\u00fcten auf dem Wege, den ich reise, und mir Brot zu essen geben und \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kleider anzuziehen\u2002<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>21 \u00a0\u00a0\u00a0 und mich mit Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen, so soll der \u00a0\u00a0 HERR mein Gott sein.\u2002<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>22 \u00a0\u00a0\u00a0 Und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Steinmal, soll ein \u00a0\u00a0\u00a0 Gotteshaus werden; und von allem, was du mir gibst, will ich dir den \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zehnten geben.\u2002<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Fr\u00fchjahr 2021, noch mitten in den Einschr\u00e4nkungen durch die Corona-Pandemie, kam es in Wien am Stephansdom zu einer bemerkenswerten Installation. Die K\u00fcnstlerin brachte eine Leiter an den Turm an, die bis an die Spitze reichte und die in jeder Nacht w\u00e4hrend der Darstellung leuchtete. Nach all den negativen Schlagzeiten w\u00e4hrend der Pandemie auch im Blick auf das Verhalten der Kirche sollte wieder eine Hoffnungsgeschichte erz\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine Leiter, die in den Himmel f\u00fchrt. Ihren Anfang nahm sie im Kirchraum, genauer: im Taufstein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein starkes Symbol daf\u00fcr, dass es klein und unscheinbar ganz unten beginnt und dann Schritt f\u00fcr Schritt nach oben zu Gott f\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine Sehnsucht, besonders in unangenehmen Zeiten, in denen das Leben aus den gewohnten Bahnen herausgef\u00fchrt wird, in denen die Orientierung abhanden kommt, wie es denn weitergehen soll, in denen v\u00f6llig unklar ist, ob es noch eine Zukunft und eine Aussicht darauf gibt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Grunde genommen ist es egal, ob es ein schicksalhaftes Ereignis wie eine Pandemie ist oder eine Lage, die ein Mensch durch eigenes Fehlverhalten selbst herbeigef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Hoffnung ist immer das Leben, aber die Lage l\u00e4sst das manchmal nicht wirklich zu, es ist eingeschr\u00e4nkt oder bedroht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Menschen w\u00fcnschen es anders \u2013 gut und frei, im Frieden mit sich und ihren Mitmenschen \u2013 und mit einer sch\u00f6nen Perspektive.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das alles h\u00e4tte Jakob auch gerne gehabt, aber er hat es selbst verspielt. Er hat seinen Bruder um das Erstgeburtsrecht betrogen, seinen alten blinden Vater hinters Licht gef\u00fchrt und sich den Segen erschlichen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jetzt ist er auf der Flucht vor der Rache seines Bruders und hat Angst um sein Leben. Ruhe und Frieden kennt er nicht mehr, unruhig ist er und getrieben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Selbst schuld; das hat er jetzt davon, sowas kommt von sowas.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was ihm auf seinem Fluchtweg dann geschieht, hat er nicht erwarten k\u00f6nnen. Das ist auch grunds\u00e4tzlich nicht zu erwarten. Es ist eher wie ein Traum, ein Wunschtraum. Dabei ist es die unverdiente Erf\u00fcllung der Sehnsucht, die er in sich tr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ihm, der seinen Bruder und seinen Vater betrogen hat, begegnet Gott. Und zwar nicht, indem er ihn zur Rechenschaft zieht und eine Strafe androht. Er wendet sich dem Schuldigen, dem Fl\u00fcchtigen und \u00c4ngstlichen zu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Siehe, ich bin mit dir und will dich beh\u00fcten, wo du hinziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das klingt richtig gut und schenkt tats\u00e4chlich einen Blick nach vorn. Es gibt Leben in der Zukunft, wo auch immer.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber es ist nicht einfach alles gut mit dieser Gottesbegegnung. Jakob f\u00fcrchtet sich. Verst\u00e4ndlicherweise, er hat sich falsch verhalten. Vor seinem Bruder und seinem Vater kann er vielleicht weglaufen. Aber nicht vor Gott. Der stellt sich ihm sozusagen in den Weg. In einer n\u00e4chtlichen Begegnung, die Jakob als Traum wahrnimmt. Es ist ja auch nicht aus dieser Welt: eine Leiter, die vom Erdboden bis in den Himmel reicht. Das ist eine nette Idee, aber hat mit der Realit\u00e4t wenig zu tun.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Menschen hatten etwas \u00c4hnliches fr\u00fcher schon mal versucht mit dem Turm in Babel, der bis zum Himmel reichen sollte. Wir sind gut, wir sind wichtig, wir k\u00f6nnen aus eigener Kraft zu Gott in den Himmel steigen. Das hat Gott scheitern lassen. Ein f\u00fcr alle Mal. Endg\u00fcltig. \u00a0Die Botschaft war damals und ist heute klar: der Mensch kann keine M\u00f6glichkeit schaffen, zu Gott zu kommen, einen Weg in den Himmel zu bauen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nicht praktisch mit dem Bau eines Turms oder einer Himmelsleiter; und auch nicht geistlich mit besonders perfektem frommem Verhalten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Lichtinstallation vor vier Jahren am Stephansdom in Wien war aber tats\u00e4chlich so gemeint. Die einzelnen Stufen der Himmelsleiter sind von der K\u00fcnstlerin als Tugenden gedacht, als gute Eigenschaften, als gute Taten, auf denen der Mensch Stufe f\u00fcr Stufe nach oben steigen und schlie\u00dflich in den Himmel gelangen kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dabei war die Idee gut, diese Leiter am Taufstein beginnen zu lassen. Ganz unten, au\u00dferhalb menschlicher Taten, wo Gott sich dem Menschen zuwendet und ihm seine N\u00e4he, seine G\u00fcte bedingungslos schenkt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber dann endet die Kraft des Bildes. Der Mensch steigt nicht nach oben, er kann es nicht, er schafft es nicht, er scheitert immer wieder und f\u00e4llt runter.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was Jakob im Traum sehen kann, ist auch nicht sein st\u00e4ndiger erfolgreicher Aufstieg zu Gott, sondern er sieht, dass Gottes Boten auf dieser Himmelsleiter hoch und heruntersteigen. Sie sind der Kontakt zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und ihm. Dieser Kontakt wird ihm geschenkt, den tut und geht <u>er<\/u> nicht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Darum ist seine Reaktion auch nicht Ersch\u00f6pfung, weil er sich so anstrengen muss, die Leiter hochzuklettern, sondern er f\u00fcrchtet sich vor dem, der aus dem Himmel Kontakt zu ihm aufnimmt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das hat er nicht verdient.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das hat er verspielt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und er wei\u00df das auch ganz genau.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er erschrickt vor der gro\u00dfen Distanz zwischen Gott und ihm. Der ist heilig und ich bin es \u00fcberhaupt nicht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mein Leben ist es nicht wert, dass Gott mir so freundlich begegnet und mir seine N\u00e4he und seinen Schutz f\u00fcr alles zusagt, was ich noch erleben darf. Darum ist dieser Ort auch v\u00f6llig au\u00dfergew\u00f6hnlich, irgendwie nicht von dieser Welt. Hier ist geschehen, was es sonst so auf dieser Erde nicht gibt. Darum soll der Ort ausgesondert werden, besonders bezeichnet: Beth-El = Haus Gottes.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So ist es ja wirklich. An diesem Ort wird anders geredet als in der Welt. Da gilt das Recht des St\u00e4rkeren, da soll es so sein, dass jede und jeder bekommt, was sie \/ er verdient.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hier wird die frohe Botschaft verk\u00fcndigt, dass S\u00fcnden vergeben, Gescheiterte aufgerichtet werden. Hier gilt Gottes Barmherzigkeit und Liebe, damit nicht jeder bekommt, was er verdient, sondern was sie zum Leben braucht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Darum sind Kirchen heilige Orte. Hier wohnt Gott, weil seine Botschaft verk\u00fcndigt wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An sich k\u00f6nnte Jakob mit dieser Erfahrung erleichtert sein und vor allem zufrieden. Alles wieder gut \u2013 Gott hat mir vergeben und seinen Segen noch einmal wieder best\u00e4tigt. Ich habe es doch nicht verspielt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das stimmt alles \u2013 aber es ist nur die halbe Wahrheit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und das wei\u00df Jakob ganz genau.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er kann n\u00e4mlich nicht nur vor Gott nicht weglaufen, er kann es auch nicht vor seinem Vater und seinem Bruder. Vielleicht kann er Kilometer an Abstand zu ihnen bringen, aber er wird sie nicht los. Er wird ihre Schuld an ihnen nicht los. Sie verfolgen ihn \u2013 sein Bruder ganz praktisch mit Hunderten von M\u00e4nnern, um ihn zu erwischen und umzubringen \u2013 aber auch in seinem Gewissen. Sein Fehlverhalten steht zwischen ihnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch wenn Gott ihm vergibt und ihn segnet, damit sein Leben zu Ruhe und Frieden kommen kann, muss er sich mit seinem Vater und seinem Bruder aussprechen und vers\u00f6hnen. Die g\u00f6ttliche Vergebung ersetzt das nicht. Sie ist die gute Voraussetzung; sie schenkt eine wundervolle befreiende Erfahrung und hoffentlich die Kraft, den Weg zu seinen Mitmenschen zu gehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Reaktion Jakobs auf Gottes gro\u00dfe Segenszusage wirkt darum auch eher zur\u00fcckhaltend, jedenfalls nicht wirklich begeistert. Er h\u00e4ngt seine Freude und Dankbarkeit an die k\u00fcnftige Erfahrung, ob er wirklich auf seinen Wegen beh\u00fctet wird und immer gen\u00fcgend Nahrung und Kleidung hat. Vor allem aber ist es f\u00fcr ihn unverzichtbar wichtig, dass Gott ihn mit Frieden wieder heimbringen wird zu seinem Vater.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dann, und nur dann, soll Gott sein Gott sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So tief ist die unangenehme Erfahrung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So wichtig ist nach und neben der g\u00f6ttlichen Vergebung die Kl\u00e4rung der zwischenmenschlichen Beziehungen. Da ist nicht einfach wieder alles gut; sie m\u00fcssen miteinander reden, Fehler benennen und hoffentlich bereit sein und die Kraft haben, zu verzeihen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am Ende kommt es so, dass Jakob und Esau sich wieder vers\u00f6hnen, dass aller Hass in der pers\u00f6nlichen Begegnung beendet wird. Jakob muss nicht mehr fliehen, im Inneren hat er Frieden gefunden. Und Esau muss nicht mehr voller Hass auf Rache aus sein. Schlie\u00dflich werden die beiden Br\u00fcder gemeinsam den Vater beerdigen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diesen Satz k\u00f6nnte Jakob gesagt oder gesungen haben. Er beschreibt sein Leben, dankbar zu sein f\u00fcr das, was ihm alles geschenkt wurde. Er ist die bleibende Erinnerung, nicht zu vergessen, dass er nicht von seinem Tun und seinen Leistungen und seinem Besitz lebt, sondern von dem Guten, das Gott ihm schenkt. Wohnung, Kleidung, Nahrung, eine Familie. Die Erfahrung, schuldig zu werden, weil diese Dankbarkeit vernachl\u00e4ssigt wird, schuldig an seinen n\u00e4chsten Menschen, Vater, Bruder. Vor allem aber die Erfahrung, sich wieder zu vers\u00f6hnen, um neu und frei und dankbar leben zu k\u00f6nnen. <strong>Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. <\/strong>\u00a0Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pfarrer in Ruhe Andreas Schwarz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Evangelisch-Lutherische Kirche in Baden<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bismarckstr. 1<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">76133 Karlsruhe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>14. Sonntag nach Trinitatis | 21.09.2025 | 1. 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