{"id":25456,"date":"2025-09-25T18:43:50","date_gmt":"2025-09-25T16:43:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=25456"},"modified":"2025-09-25T18:43:50","modified_gmt":"2025-09-25T16:43:50","slug":"1-petrus-55b-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-petrus-55b-11\/","title":{"rendered":"1. Petrus 5,5b-11"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">\u201eIn the eye of the lion\u201c | 15. So. n. Trinitatis | 28.09.25 | 1.Petr 5,5b-11 | Martina Jan\u00dfen |<\/h3>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Manchmal kommt es mir so vor, als w\u00fcrde alles um mich herum lauter und greller werden. Ich vermisse die leisen T\u00f6ne, die zarten Bilder, die feinen Nuancierungen zwischen Schwarz und Wei\u00df, Ja und Nein, meins und deins. Die allgegenw\u00e4rtige Rhetorik der Macht mit all ihren Machtworten erschl\u00e4gt mich. F\u00e4rbt das auch auf mich ab? Stimme auch ich da mit ein \u2013 ungewollt, unbemerkt? Wenn ich schreibe, will ich niemanden mit Worten erschlagen; wenn ich rede, will ich niemanden \u00fcbert\u00f6nen. Und ich will auch nicht, dass andere das mit mir tun. Ich suche das Feinsinnige in all dem Grobschl\u00e4chtigen um mich herum: das Sensible und das Subtile, das Subversive und das Skeptische. Ich habe das Gef\u00fchl: Der Ton wird rauer \u2013 in der Politik, in den Medien, im allt\u00e4glichen Miteinander. Mir klingt zu vieles nach biergeschw\u00e4ngerten Stammtischparolen und ich sehne mich nach der durchdachten Luft einer Studierstube. Doch um mich herum verbales und mediales Aufr\u00fcsten, wohin man nur schaut. M\u00e4chtige und symboltr\u00e4chtige Bilder springen mir ins Auge: Trump reitet den L\u00f6wen, Putin den B\u00e4ren und den Tiger gleich mit. So eine\u00a0 Inszenierung von toxischer M\u00e4nnlichkeit erstreckt mich, schreckt mich ab, st\u00f6\u00dft mich ab: Ich brauche auch das Z\u00e4rtliche, das Zerbrechliche, das Zerrissene. Nicht nur \u201eBasta\u201c, auch mal \u201evielleicht\u201c.\u00a0 Nicht immer nur ablehnen und abw\u00fcrgen, sondern auch mal abw\u00e4gen. Ich will nicht hinter jeden Satz drei Ausrufezeichen setzen, sondern auch mal ein Fragezeichen stehen lassen. \u201eDaf\u00fcr ist jetzt nicht die Zeit\u201c \u2013 sagt ein Freund zu mir. \u201eDu siehst doch: Die Stimmung ist gereizt und aufgeheizt. Jetzt kommt es darauf an, mutig aufzutreten, St\u00e4rke zu zeigen, sich klar zu positionieren . \u201aHier steh\u2018 ich nun und kann nicht anders\u2018.\u00a0 Sonst geht man k.o. Wir brauchen das Herz eines L\u00f6wen, den Mut eines L\u00f6wen. Du musst lauter br\u00fcllen als die anderen. Sonst wirst du \u00fcberh\u00f6rt, \u00fcbersehen, \u00fcberfahren.\u201c &#8211; Ich m\u00f6chte nicht br\u00fcllen. Ich will singen, tr\u00f6sten und manchmal auch schweigen.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Lesung 1 Petr 5b-11<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>5b\u00a0Alle aber miteinander bekleidet euch mit Demut; denn Gott widersteht den Hochm\u00fctigen, aber den Dem\u00fctigen gibt er Gnade.\u20026\u00a0So dem\u00fctigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erh\u00f6he zu seiner Zeit.\u20027\u00a0Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt f\u00fcr euch.\u20028\u00a0Seid n\u00fcchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein br\u00fcllender L\u00f6we und sucht, wen er verschlinge.\u20029\u00a0Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass ebendieselben Leiden \u00fcber eure Br\u00fcder und Schwestern in der Welt kommen. 10\u00a0Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, st\u00e4rken, kr\u00e4ftigen, gr\u00fcnden.\u200211\u00a0Ihm sei die Macht in alle Ewigkeit! Amen.\u2002<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">III. <em>Wie ein br\u00fcllender L\u00f6we geht der Widersacher umher<\/em>. Ein starkes Bild. Eine brenzlige Situation, eine, die Angst macht. Wenn ein L\u00f6we br\u00fcllt, m\u00f6chte ich nicht in der N\u00e4he sein; und wenn er sich still von hinten an mich heranschleicht, erst recht nicht. Doch der L\u00f6we ist ja nicht an sich b\u00f6se. Er steht f\u00fcr Mut, Kraft und St\u00e4rke. Er ist ein beliebtes Wappentier, ein Machttier \u2013 jederzeit und an jedem Ort. In der \u00e4gyptischen Mythologie besitzt die menschenk\u00f6pfige Sphinx einen L\u00f6wenk\u00f6rper. In der biblischen Thronwagenvision symbolisiert der L\u00f6we die au\u00dfergew\u00f6hnliche Kraft des Himmlischen (Ez 1,10; 10,14); der L\u00f6we dient dazu, Mut und St\u00e4rke von Helden (2 Sam 1,23; 17,10; Hebr 11,33), Gerechten (Spr\u00fcche 28,1), Jesus (Offb 5,5) und Gott selbst (Jes 31,4; Hos 11,10) zu veranschaulichen. Doch das, was den L\u00f6wen ausmacht,\u00a0 kann auch negativ genutzt werden. Ich habe mich dem L\u00f6wen angen\u00e4hert, vorsichtig, neugierig. Die Bibel zeichnet ihn als gewaltiges und oft gewaltt\u00e4tiges Tier. L\u00f6wen rei\u00dfen Tiere aus Herden (Mi 5,7), ihr Br\u00fcllen ist wie ein Donner (Jer 25,30), sie kommen aus dem Dickicht und sie lauern an verborgenen Stellen; ihre Gewaltt\u00e4tigkeit ist gewaltig (Nahum 2,12). Unterdr\u00fccker werden als L\u00f6wen charakterisiert \u2013 seien es Reiche, die Arme ausbeuten (Sir 13,19), seien es feindliche Fremdv\u00f6lker, die Israel bedrohen (Jer 2,14f; 4,7; Jes 5,29; Dan 7,4), seien es M\u00e4chtige, die Gerechte verfolgen (Ez 22,25, Ps 7,2f; 35,17). Der L\u00f6we ist \u00fcberall und er ist ein starker und m\u00e4chtiger Gegner. Ihn zu bezwingen, geh\u00f6rt in der griechischen Mythologie zu den zw\u00f6lf Aufgaben des Herkules. Der L\u00f6we ist starkes Tier, der K\u00f6nig der Tiere, ein Raubtier, ein Kampftier. Wie B\u00e4ren und Tiger. Wer darauf setzt oder sich darauf setzt, ist bereit zum Kampf und Kr\u00e4ftemessen: \u201eIt&#8217;s the eye of the tiger, it&#8217;s the thrill of the fight \/ Risin&#8216; up to the challenge of our rival\u201c (Survivor, 1982).<\/p>\n<ol start=\"8\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><em>Wie ein br\u00fcllender L\u00f6we geht der Widersacher umher<\/em>. Wie b\u00e4ndigt man den L\u00f6wen? Wie lebt man angesichts der Gef\u00e4hrdung? Ich habe mich dem L\u00f6wenb\u00e4ndigen angen\u00e4hert, neugierig und wissbegierig. In der Zeit, als der erste Petrusbrief geschrieben wurde, waren die Christen verfolgt, waren Gewalt und feindlicher Macht ausgeliefert und ihrer eigenen Schw\u00e4che. <em>Wie ein br\u00fcllender L\u00f6we geht der Widersacher umher<\/em>. Der L\u00f6we steht f\u00fcr das gef\u00e4hrliche B\u00f6se, aber auch f\u00fcr staatliche Aggression und Repression (z.B. Hebr 11,32f; Offb 13,2): Kaiser Nero, der Christenverfolger, galt als L\u00f6we (Euseb 2,22,4), Tiberius auch (Jos.Ant. 18,228). Paulus war im Rachen des L\u00f6wen (2 Tim 4,6-8.17). In der Offenbarung des Johannes erhebt sich ein m\u00e4chtiges Monster mit einem L\u00f6wenrachen gegen die Gemeinde, sucht sie, versucht sie, sucht sie heim(Offb 13,2). Wie lebt man dieser Gef\u00e4hrdung? Ich finde beim Lesen des ersten Petrusbriefes erste Antworten, die auch heute Potenzial haben, die Spirale des Dominanzgebarens und der Drohengeb\u00e4rden aufzubrechen und den ewigen Wett- und \u00dcberlebenskampf zu beenden, bei dem gilt: der St\u00e4rkere gewinnt, der Lautstarke hat Recht, der Rechthaber hat Macht. Es geht auch anders. Es geht auch anders als gegen den L\u00f6wen in den Ring zu steigen, Auge in Auge, Zahn um Zahn; es geht auch anders als dem L\u00f6wen mitten in sein Maul zur\u00fcck zu br\u00fcllen und so zu werden wie er. \u201eEs sind nicht immer die Lauten stark, nur weil sie lautstark sind. Es gibt so viele, denen das Leben ganz leise viel echter gelingt (\u2026) Die schreiben nie Lieder, die sind Melodie. So aufrecht zu gehen, lerne ich nie.\u201c (Konstantin Wecker: Album: Liebesflug 1981).<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">1)\u00a0 <em>Ihr<\/em> <em>wisst, dass ebendieselben Leiden \u00fcber eure Br\u00fcder und Schwestern in der Welt kommen. <\/em>Empathie und Solidarit\u00e4t sind wichtige Schl\u00fcssel, damit Leben \u201ein the eye of the lion\u201c gelingt. Bedrohung und Bedr\u00e4ngnis betreffen nicht mich allein, anderen geht es wie mir. Das kann eine Chance sein, kann aber auch zur Gefahr werden. Angesichts von Gef\u00e4hrdung zusammen zu halten, ist nicht selbstverst\u00e4ndlich. Angst kann das Miteinander auch vergiften, kann Misstrauen s\u00e4en und Hass ernten. Wenn das passiert, hat der L\u00f6we gewonnen. Er muss weder br\u00fcllen noch lauern. Die Angst vor dem L\u00f6wen hat bereits die Arbeit des L\u00f6wen gemacht. Der L\u00f6we braucht nur abzuwarten und zuzuschlagen. Wo Angst herrscht und man einander zusetzt, kann man dem L\u00f6wen nichts entgegensetzen. Das muss nicht sein: Man kann auch zusammenhalten, die Bedrohung zusammen aushalten, einander halten und die Angst klein halten. Gemeinsam ist Bew\u00e4ltigung des Leidens leichter, gemeinsam ist das \u00dcberw\u00e4ltigen des L\u00f6wen m\u00f6glich. Man kann ihn z\u00e4hmen, ihm die Z\u00e4hne ziehen, ihn im Zaun halten. Ein \u00e4thiopisches Sprichwort sagt: \u201eWenn viele Spinnen weben, k\u00f6nnen sie den L\u00f6wen z\u00e4hmen.\u201c Es besteht kein Zwang, den L\u00f6wen mit Gewalt zu bezwingen. Man kann den L\u00f6wen z\u00e4hmen. Wer wei\u00df \u2013 vielleicht ist der L\u00f6we gegen das Gute nicht immun, vielleicht l\u00e4sst der L\u00f6we sich anstecken von der G\u00fcte, vielleicht wird der Hochm\u00fctige sanftm\u00fctig, der Feind zum Freund. <em>\u201eG\u00fcte kann Haare aus des L\u00f6wen Schnurrbart ziehen.\u201c (afrikanisches Sprichwort). Nicht immer klappt das, doch manchmal klappt das, am Ende klappt das immer. Wenn Gottes G\u00fcte um sich greift und alle und alles gut macht. Am Ende der Zeiten wird es immer so sein. \u201eDa wird der Wolf beim Lamm wohnen und der Panther beim B\u00f6cklein lagern. Kalb und L\u00f6we werden miteinander grasen, und ein kleiner Knabe wird sie leiten.\u2002Kuh und B\u00e4rin werden zusammen weiden, ihre Jungen beieinanderliegen, und der L\u00f6we wird Stroh fressen wie das Rind.\u201c\u2002(Jes 11,6f; vgl. auch Jes 65,25).<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">2) <em>Dem widersteht, fest im Glauben. <\/em>Vertrauen statt Angst \u2013 auch das hilft beim Leben und \u00dcberleben. Angst macht den L\u00f6wen gr\u00f6\u00dfer als er ist. Angst macht den, der Angst hat, passiv oder aggressiv. Sie l\u00e4hmt einen oder l\u00e4sst einen ins offene Messer laufen. Dann frisst die Angst einen auf noch bevor es der L\u00f6we tut. Es gibt eine Alternative zur Angst. Der Autor des ersten Petrusbriefes ermuntert zum Vertrauen in den, der st\u00e4rker als alle L\u00f6wen ist. <em>Alle eure Sorge werft auf ihn! Ihm sei die Macht in alle Ewigkeit! <\/em>Das Br\u00fcllen des L\u00f6wen ist nicht das Ende. Darauf vertraue ich, deshalb traue ich mich zu leben. Das letzte Wort hat Gott. Das h\u00f6re ich aber nicht als lautes Machtwort von Himmel herab gedonnert. Das ist eher wie als leise Melodie, die mir von Ferne entgegen klingt wie das Echo einer Liebe. Der, der das erste Wort hat, hat das letzte Wort. Das ver\u00e4ndert alles.\u00a0 Ich muss weder vor Angst erstarren noch aus lauter Angst mitten in die H\u00f6hle des L\u00f6wen in mein Verderben rennen. Ich kann meinen Weg gehen, kann Gottes Zukunft entgegen gehen. \u201eIch setzte den Fu\u00df in die Luft und sie trug.\u201c So hat es einmal die Dichterin Hilde Domin gesagt. Ein sch\u00f6nes Bild f\u00fcr Vertrauen. Ich setze auf den, der mich\u00a0 bewegt und der mich tr\u00e4gt, wenn ich falle. \u201eWir alle fallen. Diese Hand da f\u00e4llt. \/\/ Und sieh dir andre an: es ist in allen. \/\/ Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen \/\/ unendlich sanft in seinen H\u00e4nden h\u00e4lt.\u201c (Rainer Maria Rilke). \u201eDer HERR h\u00e4lt alle, die da fallen, und richtet alle auf, die niedergeschlagen sind.\u201c (Psalm 145,14).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">3) <em>Seid n\u00fcchtern und wacht. <\/em>Achtsamkeit und Wachsamkeit \u2013 damit ist man in freier Wildbahn auf der sicheren Seite. Man kann dem L\u00f6wen mit der Schl\u00e4ue eines Fuchses begegnen, man muss nicht in die Falle des L\u00f6wen laufen. Die antike Fabel wei\u00df das: Ein L\u00f6we war sehr alt geworden und konnte nicht mehr jagen. Da lud er alle Tiere in seine H\u00f6hle ein, dass sie ihn besuchen, und fra\u00df sie eins nach dem anderen auf. Auch der Fuchs kam, war aber vorsichtig und wartete ab. Da sagte der L\u00f6we mit schmeichelnder Stimme zu ihm: \u201aKomm auch in meine H\u00f6hle.\u2018 Der Fuchs sagte: \u201aNein, ich traue dir nicht. Denn ich habe viele Tiere hingehen sehen, aber keines ist wieder herausgekommen.\u2018 Der Fuchs ist nicht auf die List des L\u00f6wen reingefallen, weil er klug war und abgewartet hat.<em> Seid n\u00fcchtern und wacht<\/em>\u00a0 &#8211; ob der L\u00f6we nun br\u00fcllt oder mit schmeichelnder Stimme einen in die Falle lockt. Wachsam sein. So kann man dem L\u00f6wen begegnen. Nicht auf sein Br\u00fcllen hereinfallen. Nur weil etwas laut gebr\u00fcllt wird, muss es noch lange nicht wahr sein. Man muss sich davon nicht beeindrucken lassen, man muss sich nicht ducken und bei jedem Br\u00fcllen zusammenzucken. Mit Klugheit kann es gelingen, die falschen und leeren Phrasen hinter dem lauten Br\u00fcllen zu entlarven und ihnen nicht auf den Leim zu gehen. \u201eIntelligenz l\u00e4hmt, schw\u00e4cht, hindert? Ihr werd\u2019t euch wundern! Scharf wie\u2019n Terrier macht se.\u201c (Arno Schmidt). Es sind nicht immer die Lauten stark, nur weil sie lautstark sind. Es gibt so viele Weise, denen das \u00dcberleben trotz allem immer wieder gelingt.<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><em>Wie ein br\u00fcllender L\u00f6we geht der Widersacher umher<\/em>. Wie lebt man, wie \u00fcberlebt man, wie lebt man miteinander \u201ein the eye of the lion\u201c? Vielleicht braucht es alles zusammen: die Klugheit der Schlange und die Unschuld der Taube (Mt 10,16), das Vertrauen der V\u00f6gel unter dem Himmel und die Sch\u00f6nheit der Lilien auf dem Felde (Mt 6,26-28): <em>Alle eure Sorge werft auf ihn! <\/em>Die Fragen der ersten Christen haben heute nichts an Relevanz verlorenen. Ihre Antworten auch nicht. Von so vielen Seiten streift uns Bedrohung: Krisen, Kriege, Kulturkampf. Es ist laut geworden und unsere Gesellschaft ist polarisiert. Und doch glaube ich, dass Pragmatik unsere Probleme besser l\u00f6st als Populismus, dass Ideen uns voranbringen und nicht Ideologien und dass uns Denken und Diskurs gut tun w\u00fcrden \u2013 und Demut. <em>Alle aber miteinander bekleidet euch mit Demut; denn Gott widersteht den Hochm\u00fctigen, aber den Dem\u00fctigen gibt er Gnade. <\/em>Ich muss nicht br\u00fcllen. Es geht auch anders. Ich vertraue dem Halt der feingesponnenen Spinnweben, ich setze auf die Klugheit der F\u00fcchse und den Mut der Terrier. Ich gehe <em>fest<\/em> <em>im Glauben<\/em>. \u201eWenn ich mich f\u00fcrchte, so hoffe ich auf dich.\u201c (Psalm 56,4). So lebe ich und will nicht anders.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0PD\u00a0 Dr. Martina Jan\u00dfen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hildesheim<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"mailto:dr.martina.janssen@evlka.de\">dr.martina.janssen@evlka.de<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Martina Jan\u00dfen, geb. 1971, Privatdozentin f\u00fcr Neues Testament (Universit\u00e4t G\u00f6ttingen), Pastorin der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIn the eye of the lion\u201c | 15. So. n. Trinitatis | 28.09.25 | 1.Petr 5,5b-11 | Martina Jan\u00dfen | Manchmal kommt es mir so vor, als w\u00fcrde alles um mich herum lauter und greller werden. 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