{"id":25501,"date":"2025-10-07T21:52:05","date_gmt":"2025-10-07T19:52:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=25501"},"modified":"2025-10-07T21:52:05","modified_gmt":"2025-10-07T19:52:05","slug":"josua-21-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/josua-21-21\/","title":{"rendered":"Josua 2,1\u201321"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Von Zeichen und Grenzen | 17. Sonntag nach Trinitatis | 12.10.2025 | Predigt zu Josua 2,1\u201321 | verfasst von Christoph Kock |<\/h3>\n<ol start=\"17\">\n<li style=\"font-weight: 400;\">Zwei Versprechen<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Friedrich stand vor der T\u00fcr. Dann drehte er sich um. Der Abschied fiel ihm schwer. Seine Frau hielt den Jungen an der Hand. Peter sah seinen Vater an. Tr\u00e4nen rollten seine Wangen hinunter. \u201eIch will nicht, dass du gehst!\u201c Friedrich wollte es auch nicht. Aber der F\u00fchrer hatte Krieg befohlen. Friedrich hatte Angst. Um seine kleine Familie. Um sein Leben. \u201eVersprich mir, dass du wiederkommst!\u201c, verlangte Peter. Friedrich schluckte. Ob er Marie und Peter wiedersehen w\u00fcrde? Seine Frau stand da wie gel\u00e4hmt und brachte kein Wort hervor. Dann flitzte Peter ins sein Zimmer und kam mit einem Teddy zur\u00fcck und hielt ihn seinem Vater hin: \u201eHier. Bruno passt auf dich auf.\u201c Friedrich nahm den Teddy, ging vor Peter in die Hocke und sah seinen Sohn an: \u201eDanke. Wenn ich wiederkomme, bekommst du ihn zur\u00fcck.\u201c Ein Abschied bei Kriegsbeginn. Ein gefordertes Versprechen, das der Vater kaum geben kann. Und ein Teddy als Zeichen der Verbundenheit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Rahab stand auf dem flachen Dach ihres Hauses. Die Nacht verbarg die Stadt, die hier an der Mauer endete. Zwei M\u00e4nner warteten auf sie. Als sie in ihr Haus gekommen waren, hatte Rahab gleich erkannt, wer sie waren. Feinde, die den Ort ausspionieren wollten. Als die Soldaten ihres K\u00f6nigs auftauchten, hatte sie die beiden kurzer Hand auf dem Dach versteckt, dann den Suchtrupp auf eine falsche F\u00e4hrte gesetzt. Von einem Moment zum anderen hatte sie diese Entscheidung getroffen. Um ihre Familie zu retten. Sie war sich sicher, dass die Feinde siegen und ihre Stadt fallen w\u00fcrde. Deshalb hatte sie die einen versteckt und die anderen get\u00e4uscht. Jetzt verlangte sie von den beiden M\u00e4nnern ein Versprechen, bevor sie sie gehen lie\u00df. Sie sollten ihr schw\u00f6ren, sie und die ihren zu bewahren, so wie sie die Kundschafter bewahrt hatte. Sie wollte ein Versprechen und ein sicheres Zeichen. Sie bekam beides. Eine Frau mit Weitblick. Ein eingeforderter Schwur des Feindes. Und ein rotes Seil als rettendes Zeichen.<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Versprochen ist versprochen<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Rahabs Geschichte \u00fcberliefert das Buch Josua im zweiten Kapitel:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">1 Josua aber, der Sohn Nuns, sandte von Schittim zwei M\u00e4nner heimlich als Kundschafter aus und sagte ihnen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geht hin, seht das Land an, auch Jericho.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hie\u00df Rahab, und kehrten dort ein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">2 Da wurde dem K\u00f6nig von Jericho angesagt:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Siehe, es sind in dieser Nacht M\u00e4nner von den Israeliten hereingekommen, um das Land zu erkunden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">3 Da sandte der K\u00f6nig von Jericho zu Rahab und lie\u00df ihr sagen: Gib die M\u00e4nner heraus, die zu dir in dein Haus gekommen sind; denn sie sind gekommen, um das ganze Land zu erkunden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">4 Aber die Frau nahm die beiden M\u00e4nner und verbarg sie.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und sie sprach:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ja, es sind M\u00e4nner zu mir hereingekommen, aber ich wusste nicht, woher sie waren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und als man das Stadttor schlie\u00dfen wollte, da es finster wurde, gingen die M\u00e4nner hinaus, und ich wei\u00df nicht, wo sie hingegangen sind. Jagt ihnen eilends nach, dann werdet ihr sie ergreifen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">6 Sie aber hatte sie auf das Dach steigen lassen und unter den Flachsst\u00e4ngeln versteckt, die sie auf dem Dach ausgebreitet hatte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">7 Die Verfolger aber jagten ihnen nach auf dem Wege zum Jordan bis an die Furten, und man schloss das Tor zu, als sie drau\u00dfen waren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">8 Und ehe die M\u00e4nner sich schlafen legten, stieg Rahab zu ihnen hinauf auf das Dach<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">9 und sprach zu ihnen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich wei\u00df, dass der HERR euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken vor euch ist \u00fcber uns gefallen, und alle Bewohner des Landes sind vor euch feige geworden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">10 Denn wir haben geh\u00f6rt, wie der HERR das Wasser im Schilfmeer ausgetrocknet hat vor euch her, als ihr aus \u00c4gypten zogt, und was ihr den beiden K\u00f6nigen der Amoriter, Sihon und Og, jenseits des Jordans getan habt, wie ihr an ihnen den Bann vollstreckt habt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und seitdem wir das geh\u00f6rt haben, ist unser Herz verzagt und es wagt keiner mehr, vor euch zu atmen; denn der HERR, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf Erden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">12 So schw\u00f6rt mir nun bei dem HERRN, weil ich an euch Barmherzigkeit getan habe, dass auch ihr an meines Vaters Hause Barmherzigkeit tut, und gebt mir ein sicheres Zeichen, 13 dass ihr leben lasst meinen Vater, meine Mutter, meine Br\u00fcder und meine Schwestern und alles, was sie haben, und uns vom Tode errettet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">14 Die M\u00e4nner sprachen zu ihr:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Tun wir nicht Barmherzigkeit und Treue an dir, wenn uns der HERR das Land gibt, so wollen wir selbst des Todes sein, sofern du unsere Sache nicht verr\u00e4tst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">15 Da lie\u00df Rahab sie an einem Seil durchs Fenster hinab; denn ihr Haus war an der Stadtmauer, und sie wohnte an der Mauer.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">16 Und sie sprach zu ihnen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geht auf das Gebirge, dass eure Verfolger euch nicht begegnen, und verbergt euch dort drei Tage, bis zur\u00fcckkommen, die euch nachjagen; danach geht eures Weges.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">17 Die M\u00e4nner aber sprachen zu ihr:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So wollen wir den Eid einl\u00f6sen, den du uns hast schw\u00f6ren lassen: 18 Wenn wir ins Land kommen, so sollst du dies rote Seil in das Fenster kn\u00fcpfen, durch das du uns herabgelassen hast, und zu dir ins Haus versammeln deinen Vater, deine Mutter, deine Br\u00fcder und deines Vaters ganzes Haus. 19 So soll es sein: Wer zur T\u00fcr deines Hauses herausgeht, dessen Blut komme \u00fcber sein Haupt, aber wir seien unschuldig; doch das Blut aller, die in deinem Hause bleiben, soll \u00fcber unser Haupt kommen, wenn Hand an sie gelegt wird. 20 Und wenn du etwas von dieser unserer Sache verr\u00e4tst, so sind wir frei von dem Eid, den du uns hast schw\u00f6ren lassen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">21 Sie sprach:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es sei, wie ihr sagt!,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und lie\u00df sie gehen. Und sie gingen weg. Und sie kn\u00fcpfte das rote Seil ins Fenster.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">III. Glauben geht an Grenzen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Entscheidendes spielt sich in dieser Geschichte an den R\u00e4ndern ab. An der Stadtmauer. In einem Bordell. Im Mittelpunkt steht eine Frau, zu der man besser \u00f6ffentlich Abstand h\u00e4lt. Zugleich gilt sie sowohl in j\u00fcdischer als auch in christlicher Tradition als erste heidnische Frau, die sich zum Gott Israels bekennt. \u201eDer Herr, euer Gott ist oben im Himmel und unten auf der Erde\u201c, sagt sie. Rahab kennt diesen Gott mit Namen, so wie sich Gott dem Mose vorgestellt hat. Dass es nur diesen einen Gott gibt, sagt sie nicht, aber es liegt nahe. Ob sie selbst an diesen Gott glaubt, ist heute umstritten. Dessen Macht erkennt sie an und handelt entsprechend. Sie nutzt die Gelegenheit, angesichts der bevorstehenden Eroberung ihrer Stadt sich selbst und ihre Familie zu retten. Ihr Glaube hat sie gerettet, hei\u00dft es jedenfalls im Hebr\u00e4erbrief (Hebr. 11,31). Sie geh\u00f6rt zu den vier Frauen, die im Stammbaum Jesu erw\u00e4hnt werden. Eine Frau an prominenter Stelle, die als Ausl\u00e4nderin und Hure au\u00dfen vor war. Gott hat es dem Christus ins Stammbuch geschrieben: Glauben geht an Grenzen und manchmal dar\u00fcber hinaus. Das ist ungewohnt und \u00fcberraschend. Jesus hat es lernen m\u00fcssen, in der Begegnung mit der Ausl\u00e4nderin, die sich von ihm beleidigen l\u00e4sst, um ihre Tochter zu retten.<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Die Sprache der Gewalt<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Buch Josua erz\u00e4hlt die Geschichte einer gewaltt\u00e4tigen Landnahme. Die Israeliten erobern das von Gott versprochene Land und Gott verlangt, dass sie ihre Feinde ausl\u00f6schen. In Jericho und anderenorts. Damit die falschen G\u00f6tter verschwinden, die die Feinde anbeten. Blutige Abgrenzung. Heiliger Krieg. Angst und Schrecken. Die Bibel enth\u00e4lt Texte des Terrors. Gottgebotenes T\u00f6ten? Historisch ist es anders gewesen. Jericho ist nicht erobert und zerst\u00f6rt worden. Die Arch\u00e4ologie spricht da eine andere Sprache: Nach und nach haben sich die israelitischen St\u00e4mme angesiedelt, sich mit der einheimischen Bev\u00f6lkerung vermischt. Und doch erz\u00e4hlt die Bibel diese Geschichte in der Sprache der Gewalt. In der eigenen Erinnerung verschwinden die anderen durch das Schwert. Warum geht der eigene Anspruch auf das Land mit solch grausamen Fantasien einher? Eine offene Frage und nach wie vor ein gefundenes Fressen f\u00fcr Fundamentalisten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Sprache der Gewalt klingt in Rahabs Worten bedrohlich an und doch l\u00e4uft hier manches anders. Es wird gef\u00e4hrlich, aber keiner stirbt. Rahab sorgt daf\u00fcr, indem sie die Sp\u00e4her versteckt und die Soldaten auf eine falsche F\u00e4hrte setzt. Es ist schon grotesk: Josua schickt zwei heimliche Kundschafter aus und die beiden gehen in ein Bordell. Das f\u00e4llt auf. Sie kommen kaum zum Spionieren, weil sie sich von Rahab verstecken lassen m\u00fcssen. Ein milit\u00e4risches Fiasko. Als die Soldaten Rahab auf die fremden M\u00e4nner ansprechen, kontert sie gekonnt, dass nat\u00fcrlich M\u00e4nner bei ihr ein- und ausgingen. Die beiden Fremden seinen nat\u00fcrlich l\u00e4ngst wieder weg. Ihr Haus sei schlie\u00dflich ein Bordell und kein Hotel.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Heldin ist eine Hure und hei\u00dft Rahab. Sie bekommt das Versprechen, das sie verlangt, und ein Zeichen. Das rote Seil, mit dem sie den Kundschaftern zur Flucht verholfen hat. Sie soll es an ihr Fenster kn\u00fcpfen. Das wird sie retten. Alle anderen in Jericho werden sterben. Im Buch Josua hat die Gewalt nur eine kurze Pause.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und doch: Eine, die nicht dazugeh\u00f6rt hat, wird in Israels Geschichte zu einer zentralen Figur. So unterbricht der Glaube die Sprache der Gewalt, weil er an Grenzen geht. Eine Atempause, in der aufleuchtet, dass es auch ganz anders sein kann. Das Zusammenleben der Verschiedenen, eigenes und fremdes miteinander verkn\u00fcpft. Der Glaube an den einen Gott, dessen Segen allen V\u00f6lkern gilt. Andere werden an dieser Stelle weitererz\u00e4hlen, diesen Moment weitertragen. Allen zum Trotz, die Gewalt im Sinn haben und sie Menschen antun. <a href=\"applewebdata:\/\/1F28141B-4CFE-4E33-9600-74EFB62B7CA0#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Zeichenhaft<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Rahab verlangt einen Schwur und bekommt daf\u00fcr ein Zeichen. Beziehung braucht Zeichen: Etwas, was sich sehen, anfassen, begreifen l\u00e4sst. Ein Teddy, ein rotes Seil. Eine handfeste Erinnerung an ein gefordertes oder gegebenes Versprechen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nicht jedes Versprechen l\u00e4sst sich halten. Eine schmerzliche Erfahrung. Verbunden mit Narben auf der Seele. Ob Friedrich aus dem Krieg zur\u00fcckgekommen ist? Selbst wenn, die Frage ist dann wie. Viele V\u00e4ter kamen als Fremde zur\u00fcck. Weil sie t\u00f6ten mussten. Weil sie Erfahrungen ausgesetzt waren, \u00fcber die nur die wenigsten reden konnten. Weil sie mit den Folgen ausge\u00fcbter und erlittener Gewalt allein bleiben. So ist Krieg. Daran kann ein Teddy nichts \u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber auch gehaltene Versprechen sind mitunter h\u00f6chst problematisch. Als im Buch Josua von der Zerst\u00f6rung Jerichos und dem Tod derer erz\u00e4hlt wird, die in dort wohnen, hei\u00dft es: \u201eRahab aber, die Hure, samt dem Hause ihres Vaters und allem, was sie hatte, lie\u00df Josua leben. Und sie blieb in Israel wohnen bis auf diesen Tag, weil sie die Boten verborgen hatte, die Josua gesandt hatte, um Jericho auszukundschaften.\u201c (Jos 6,25) Das rotes Seil markiert nur <em>einen<\/em> sicheren Ort im Inferno der Gewalt. Ob das f\u00fcr Rahab reicht, die dem Gott Israels vertraut und ihr eigenes Volk verraten hat? So betrachtet macht sie eine tragische Figur. Ob das f\u00fcr Gott reicht? Das bezweifle ich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Beide Zeichen deuten auf Rettung und weisen dar\u00fcber hinaus. Es wird nicht reichen, dass ein Vater zur\u00fcckkommt. Es wird nicht reichen, dass nur eine Frau mit ihrer Familie bewahrt wird. Es muss anderer Geschichten geben. Vor allem dann, wenn Gott ins Spiel kommt. Rahabs Geschichte deutet das an. An der Grenze. Ein kostbarer Moment.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Baustein f\u00fcr die Begr\u00fc\u00dfung (mit Mt 15,21\u201328 als Lesung):<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In diesem Gottesdienst stehen zwei Frauen im Mittelpunkt: Eine Frau fordert Jesus heraus, l\u00e4sst sich von ihm beschimpfen, weil sie alles f\u00fcr ihre Tochter tut. Eine Frau erkennt die Zeichen der Zeit und setzt auf den Gott Israels, um zu \u00fcberleben. Zwei Geschichten gehen an Grenzen. Ausgrenzung und Gewalt haben darin Pause. Ein kostbarer Moment.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pfarrer Dr. Christoph Kock<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wesel<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">E-Mail: <a href=\"mailto:christoph.kock@ekir.de\">christoph.kock@ekir.de<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dr. Christoph Kock, geb. 1967, Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland. Seit 2007 Pfarrer an der Friedenskirche in der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1F28141B-4CFE-4E33-9600-74EFB62B7CA0#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vgl. Alexander Deeg\/Andreas Sch\u00fcle, 17. Sonntag nach Trinitatis (Reihe I): Jos 2,1\u201321; in: dies., Die neuen alttestamentlichen Perikopentexte. Exegetisch und homiletisch-liturgische Zug\u00e4nge, Leipzig \u201a<sup>5<\/sup>2021, 409\u2013415. Daran ankn\u00fcpfend verweist Julia Koll darauf, dass die Landnahme-Erz\u00e4hlungen nicht nur von nationalistischen j\u00fcdischen Kreisen zur Legitimation ihrer Identit\u00e4tspolitik herangezogen w\u00fcrden, sondern auch in der christlichen Kolonialpolitik gewaltlegitimierende Wirkung entfaltet h\u00e4tten; Julia Koll. dies., Blutrote Archen, GPM 79 (438\u2013444), hier 438.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Zeichen und Grenzen | 17. 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