{"id":25521,"date":"2025-10-15T08:07:57","date_gmt":"2025-10-15T06:07:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=25521"},"modified":"2025-10-14T21:02:12","modified_gmt":"2025-10-14T19:02:12","slug":"25521-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/25521-2\/","title":{"rendered":"Jakobus 2,14-26"},"content":{"rendered":"<h3>Bunt und vielf\u00e4ltig | 18. So. n. Trinitatis | 19.10.2025 | Jak 2,14-26 | Barbara Signer |<\/h3>\n<p><strong>Bunt und vielf\u00e4ltig<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigt<br \/>\n<\/strong>Vor gut 30 Jahren drehte ich mit unserem Familienhund an einem dunklen Winterabend die letzte Abendrunde. Ein kalter Wind wehte schwere, nasse Schneeflocken quer \u00fcber den holprigen Wanderweg. W\u00e4hrend unser Hund noch die neusten Nachrichten seiner Artgenossen am Wegrand erschn\u00fcffelte, hing ich einem Gespr\u00e4ch nach, das mich in den letzten Tagen besch\u00e4ftigt hatte. Es war ein Gespr\u00e4ch mit einer Kollegin \u00fcber den christlichen Glauben. Ich hatte mit zunehmendem Alter das Gef\u00fchl, christlicher Glaube sei ein Krampf. Ich f\u00fchlte mich \u00fcberfordert und hatte den Eindruck, dass ich immer mehr Schuld vor mir herschob. Fast so wie ein Schneepflug im Winter immer gr\u00f6ssere Berge von Schnee bewegen muss. Meine Kollegin versuchte mich davon zu \u00fcberzeugen, dass ich das alles loslassen k\u00f6nne, Christus sei doch f\u00fcr meine S\u00fcnden gestorben. Die Aussage entsprach so gar nicht dem protestantischen Ethos, das man mir auf meinen Lebensweg mitgegeben hatte. \u201eTue recht und scheu niemand\u201c war da das Motto, dem zu folgen ich bei mehr als einer Gelegenheit herausfordernd fand. Die L\u00f6sung meiner Kollegin schien mir da zu billig zu sein. Kurz vor dem Spaziergang war ich auf einer Teletextseite auf die Tageslosung gestossen, die in der \u00dcbersetzung der Guten Nachricht lautete: <em>Freuen d<\/em><em>\u00fc<\/em><em>rfen sich alle,<\/em> <em>die nur noch von Gott etwas erwarten <\/em><em>\u2013<\/em> <em>mit Gott werden sie leben in seiner neuen Welt<\/em>. (Mt 5,1) \u201eSo, ein Quatsch\u201c, dachte ich damals, \u201edas steht ganz bestimmt nicht in der Bibel\u201c und schaute in meiner Z\u00fcrcher Bibel nach &#8211; und staunte. Mir war nicht bewusst, dass man die erste Seligpreisung auch so in Wort fassen konnte. Auf meinem Spaziergang \u00fcberlegte ich hin und her und schliesslich wurde mich klar, dass ich immer das Gef\u00fchl hatte, etwas leisten zu m\u00fcssen, dabei durfte ich doch alles von Gott erwarten. Damals auf diesem Spaziergang habe ich beschlossen, das zu glauben. Ich weiss noch, unter welcher Strassenlaterne ich mit unserem Hund stand &#8211; und wie leicht mein Herz war, als wir zuhause durch die Haust\u00fcr kamen.<\/p>\n<p>Sola Fide! Nur durch Glauben werden wir erl\u00f6st. Ein wichtiger Grundsatz der Reformation. Und dann kommt Jakobus daher und behauptet, dass Glaube ohne Werke tot sei. Kein Wunder hatten die Reformatoren keine Freude an ihm. Luther nannte diesen Brief die Strohepistel und der Begriff mag verdeutlichen, dass er nicht eben viel von seinem Inhalt hielt. Bedenken wir die Stossrichtung dieses Abschnitts, ist das auch nicht weiter erstaunlich, hat es doch den Anschein, dass er Luthers Rechtfertigungslehre diametral entgegenl\u00e4uft. Barth ging in seinen jungen Jahren als Vikar sogar so weit, dass er von Luthers Kritik angeregt statt einer Predigt <em>\u00fcber<\/em> diesen Abschnitt, eine dagegen hielt und ihn mithilfe der paulinischen Theologie zu widerlegen suchte.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Es ist heute allerdings umstritten, ob sich Jakobus auf die paulinische Lehre bezieht oder ob sich beide Auffassungen parallel entwickelt haben. Letztendlich ist es auch nicht so wichtig. Beide Standpunkte sind nun einmal im Neuen Testament \u00fcberliefert und wir m\u00fcssen uns damit auseinandersetzen.<\/p>\n<p>Schon wenn wir den ersten Vers unserer Perikope lesen, erkennen wir, wie scharf der Gegensatz zu Paulus ist: <em>Was n\u00fctzt es, meine Br\u00fcder und Schwestern, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber keine Werke vorzuweisen hat? Vermag der Glaube ihn etwa zu retten? <\/em>Ich bin beim ersten Lesen dabei innerlich zusammengezuckt. Ganz in \u00dcbereinstimmung mit Paulus f\u00fchlte ich mich gen\u00f6tigt zu rufen: Nat\u00fcrlich, allein der Glaube rettet! Ich denke, wichtig ist hier, sich zu \u00fcberlegen, was Jakobus mit Glauben meint. Das griechische Wort Pistis bedeutet nicht nur Glaube. Tats\u00e4chlich ist es so, dass das Wort erst im Neuen Testament in der Bedeutung Glauben verwendet wird, zuvor bedeutet es Vertrauen oder Vertrauensw\u00fcrdigkeit beispielsweise auch beim Abschluss von Gesch\u00e4ften.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Wir k\u00f6nnten die Frage also umformulieren: Was n\u00fctzt es also, wenn jemand auf Gott vertraut, aber quasi keinen Vertrauensbeweis antreten kann? Wie dieser Vertrauensbeweis, diese Werke aussehen sollen, erkl\u00e4rt uns der Verfasser des Jakobus-Briefes mit einem klaren Beispiel: Jemandem, dem es am Allern\u00f6tigsten mangelte, zu empfehlen, er solle sich\u2019s gutgehen lassen, ist schierer Zynismus, wenn man ihm nicht auch die Mittel daf\u00fcr gibt. Es n\u00fctzt nichts! Der Jakobus-Brief f\u00fchrt hier klar vor Augen: Es gibt Situationen, in denen muss gehandelt und nicht geredet werden. Glaube ohne Werke ist tot, bewirkt nichts, n\u00fctzt nichts, ja, verletzt sogar.<\/p>\n<p>Im Folgenden h\u00f6ren wir ein fiktives Streitgespr\u00e4ch: <em>Sagt nun einer: Du hast Glauben, ich aber kann Werke vorweisen. &#8211; Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, und ich werde dir an meinen Werken den Glauben zeigen!<\/em> Der Verfasser des Jakobus-Briefes unterstellt dem Christen ohne Werke nicht, dass er keinen Glauben habe, nur dass er ohne Werke den Beweis daf\u00fcr nicht zeigen kann, w\u00e4hrend der andere etwas vorzuweisen hat. Hier wird es heikel, denn durch den zynischen Vergleich mit den D\u00e4monen wird postuliert, dass Glaube ohne Werke ein reines Lippenbekenntnis sei. <em>Du glaubst, dass es einen einzigen Gott gibt? Da tust du recht &#8211; auch die D\u00e4monen glauben das und schaudern!<\/em> Ein:e Christ:in jedoch soll sich von D\u00e4monen unterscheiden, indem sein oder ihr Glaube eben Fr\u00fcchte tr\u00e4gt und sich in Werken \u00e4ussert. Der Glaube, das Vertrauen zu Gott soll frei machen f\u00fcr das Wirken Gottes im Glaubenden selbst, was sich letztendlich in realen Werken \u00e4ussern wird.<\/p>\n<p>Der Verfasser des Jakobus-Briefs gibt uns zwei Beispiele f\u00fcr Glaube mit Werken. Zum einen haben wir Abraham, der ja auch von Paulus als Vorbild im Glauben angef\u00fchrt wird. Im Jakobus-Brief hingegen erf\u00e4hrt diese Geschichte einen anderen Akzent: Weil Abraham Gott glaubte, konnte er im Vertrauen auf Gott das Werk vollbringen, welches das schwierigste war, das man sich \u00fcberhaupt vorstellen kann, n\u00e4mlich die Opferung des einzigen, langersehnten Kindes. Jakobus interpretiert hier das Werk Abrahams als Ausdruck seines Glaubens. Umgekehrt erwies sich die Prostituierte Rahab, deren Geschichte Predigtthema des vergangenen Sonntags war, als Gott-Gl\u00e4ubige, indem sie den israelitischen Kundschaftern half und den Israeliten so erm\u00f6glichte, die Stadt Jericho zu erobern, obwohl sie selbst keine J\u00fcdin war. Sp\u00e4ter schaffte sie es deshalb sogar in die Ahnentafel Jesu. Augenf\u00e4llig ist, dass beide, Abraham und Rahab, etwas aus Glauben tun, was streng genommen moralisch verwerflich ist, Kindsmord und Hochverrat. Ich denke, dass hier diese Extreme illustrieren sollen, wie gross der Glaube und wie tief das Vertrauen zu Gott der beiden war, dass er sie das Richtige tun l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Als Schlussfolgerung aus diesen beiden Beispielen wiederholt der Verfasser noch einmal eindringlich und warnend, was ihm so am Herzen liegt: <em>Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot. <\/em>Ein sehr eing\u00e4ngiges Bild: Unser Handeln verh\u00e4lt sich zu unserem Glauben, wie der Geist zum K\u00f6rper. Wie der Geist sich im K\u00f6rper manifestiert, so auch unser Glaube in unserem Handeln. Ich habe das an mir selbst gesehen. Als ich mich damals an diesem Winterabend f\u00fcr ein Leben im Glauben entschieden hatte, war mir der Gedanke, dass ich allein durch meinen Glauben gerettet sei, genug, ja, er hat mich sogar entlastet. Erst mit der Zeit habe ich auch ein Gesp\u00fcr daf\u00fcr entwickelt, dass mein Handeln eben auch ein Ausdruck meines Glaubens ist, und zwar in allen Bereichen des Lebens. Und als Pfarrerin muss ich mich ja erst recht an der Nase nehmen, und das leben, was ich sonntags predige. Mit der Zeit kann das auch richtig anstrengend werden, weil die Ethik-Kirschen manchmal doch recht hoch h\u00e4ngen oder man bei gewissen Fragen nicht mehr weiss, was nun eigentlich das Richtige w\u00e4re. In solchen Momenten komme ich in Versuchung, wieder alles selbst machen zu wollen. Dann ist es wiederum hilfreich, sich der Lehre des Paulus zu erinnern und sich klar zu machen, dass der Glaube zuerst kommt und alles andere daraus folgen wird.<\/p>\n<p>Ich glaube, an dieser Stelle \u00f6ffnet sich nun der Blick auf die ganze Weite der christlichen Weltanschauung. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen wir auf den Gegens\u00e4tzen beharren: Entweder Erl\u00f6sung aus Glauben oder Werkgerechtigkeit. Wir k\u00f6nnen auch noch lange und heftig dar\u00fcber streiten. In der jetzigen Weltsituation ist Polemik und Verteufelung ja sowieso angesagt. Jeder glaubt zu wissen, was Recht und was Unrecht ist. Schwarzweiss Denken ist in. Aber jeder, der mich kennt, weiss, dass ich Farben liebe und alles Bunte in dieser Welt zu sch\u00e4tzen weiss. Als ich noch in der Schule war, dr\u00e4ngte mich meine Mutter immer, mich mit den T\u00f6chtern der guten Familien in unserer Stadt anzufreunden. Ich fand diese M\u00e4dchen, freundlich formuliert, fade und gab mich lieber mit der Tochter des Quartierpolizisten ab, und sp\u00e4ter dann mit M\u00e4dchen mit Migrationshintergund. Damals bedeutet das, dass ihre Eltern aus europ\u00e4ischen Nachbarstaaten in die Schweiz gekommen waren. F\u00fcr mich war das viel spannender: Da wurde anders gegessen, die Ger\u00fcche waren anders, man redetet anders, folgte anderen Traditionen und ging in der Familie anders miteinander um. Ich fand das faszinierend. Warum k\u00f6nnen wir diese Vielfalt nicht auch im Glauben leben und uns \u00fcber die M\u00f6glichkeiten freuen, die sich uns da er\u00f6ffnen. Es sind das einerseits M\u00f6glichkeiten auf unserem eigenen Lebensweg. Manchmal brauchen wir mehr Glauben, manchmal ist es Zeit, etwas zu tun. Andererseits gibt es ja auch in der Gemeinde selbst so viele M\u00f6glichkeiten das gemeinschaftliche Leben so zu gestalten, dass sich eine Vielfalt von M\u00f6glichkeiten auftut, f\u00fcr jene, die mehr nach Spiritualit\u00e4t und Gebet d\u00fcrsten, und jene, denen t\u00e4tige N\u00e4chstenliebe in der eigenen Gemeinde und in der Welt n\u00e4her am Herzen ist. Wir sind alle Glieder am Leib Christi, die ihre ganz besonderen Begabungen und Aufgaben haben.<\/p>\n<p>Denn dem Jakobus-Brief geht es gar nicht darum, die Werkgerechtigkeit zu postulieren, wie Luther vermutete, er fordert viel mehr, dass das Geistliche sich auch im Handeln zeigen muss. Barth hat in sp\u00e4teren Jahren angeregt, dass man Paulus und Jakobus eben zusammen h\u00f6ren m\u00fcsse, in Erg\u00e4nzung und Korrektur zu einander.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Denn falsch verstandene paulinische Lehre hatte und hat teilweise auch heute noch die Folge, dass Christen sich rein auf ihren Glauben an Jesus Christus berufen und alles andere um sich herum f\u00fcr unwichtig halten. Sie postulieren, dass alles erlaubt sei, wenn man nur glaube. Ein Christ k\u00f6nne leben, wie er wolle, er habe ja die Gnade. Bonhoeffer sprach in diesem Zusammenhang von der billigen Gnade.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Ich habe in meiner Funktion als Armeeseelsorgerin tats\u00e4chlich Menschen getroffen, welche diese Haltung an den Tag legten. Es gibt diesen sogenannten Libertinismus also noch in der heutigen Schweiz, nicht nur im antiken Korinth. Er ist eben gar reizvoll. Auch Augustinus hat ja gesagt: <em>Liebe und tu was du willst<\/em>. Die meisten h\u00f6ren hier nur <em>tu, was du willst<\/em>, und vergessen dabei, dass das Fundament in der Liebe gelegt ist, in der Liebe zu Gott und den Mitmenschen, so wie es eben auch das Sch<sup>e<\/sup>ma Israel, das h\u00f6chste Gebot fordert. Deshalb habe ich mir vor Jahren schon das Motto des Augustin zu eigen gemacht und m\u00f6chte es Ihnen auch mit auf den Weg geben: <em>Dilige et quod vis fac. Liebe und tu was du willst.<\/em> In dieser Reihenfolge.<\/p>\n<p><em>Amen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Eingangsgebet<br \/>\n<\/strong>Himmlischer Vater<br \/>\nAlle kommen wir heute aus unserem Alltag heraus vor Dich:<br \/>\nEinige von uns f\u00fchlen sich stark und erfolgreich,<br \/>\nSie glauben alles im Griff zu haben.<br \/>\nAndere sind \u00fcberfordert von ihrer Arbeit, den Bed\u00fcrfnissen der Familie<br \/>\nund all den vielen Anspr\u00fcchen, die an sie gestellt werden.<br \/>\nSie sind m\u00fcde und resignieren langsam.<br \/>\nWoher soll ihnen Hilfe kommen?<\/p>\n<p>Jesus Christus, unser Bruder<br \/>\nDu bist der wahre Weinstock und wir sind die Reben.<br \/>\nVon Dir kommt die Kraft, die uns Frucht tragen l\u00e4sst.<br \/>\nDu weisst, welche Lasten auf uns liegen.<br \/>\nDu siehst, wie wir Jahr um Jahr<br \/>\nseelischen und materiellen Ballast anh\u00e4ufen.<br \/>\nDu hast uns gelehrt, wie wir leben k\u00f6nnen,<br \/>\ndamit es einen Platz f\u00fcr alle in unserer Gesellschaft gibt,<br \/>\ndamit alle ein gutes und erf\u00fclltes Leben f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gott, Heiliger Geist<br \/>\nWie eine Mutter tr\u00f6stest und begleitest Du uns durch unser Leben.<br \/>\nWir bitten Dich, teile hier und heute Deine Gemeinschaft mit uns.<br \/>\n\u00d6ffne unsere Herzen f\u00fcr Gottes Liebe.<br \/>\n\u00d6ffne unsere Ohren f\u00fcr Jesu Wort.<br \/>\nLass alles auf guten Boden fallen, wachsen und Frucht tragen.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcrbittgebet (Betruf RG 63)<\/strong><\/p>\n<p>Guter Gott<\/p>\n<p>Wir bitten Dich f\u00fcr alle, welche die Erf\u00fcllung ihres Lebens darin sehen, Reicht\u00fcmer anzuh\u00e4ufen und sich mit sch\u00f6nen Dingen zu umgeben.<br \/>\nWir bitten Dich f\u00fcr jene, die versuchen verantwortungsvoll mit unserer Umwelt und unseren Ressourcen umzugehen.<br \/>\nWir bitten Dich f\u00fcr diejenigen, die trotz aller Bem\u00fchungen nicht genug zum Leben haben und auf die Grossz\u00fcgigkeit anderer angewiesen sind.<br \/>\nWir rufen zu DIR: <em>Sende aus deinen Geist <\/em>nach <strong>RG 63<\/strong><\/p>\n<p>Jesus Christus, unser Bruder<br \/>\nWir bitten Dich f\u00fcr jene, die nicht loslassen k\u00f6nnen, was sie davon abh\u00e4lt, deinem Wort zu folgen.<br \/>\nWir bitten Dich f\u00fcr alle, die ihre Gaben und Talente auch zugunsten Anderer einsetzen.<br \/>\nWir bitten dich f\u00fcr jene, die Leib und Leben aufs Spiel setzen, um Dein Wort in alle Welt zu tragen.<br \/>\nWir rufen zu DIR: <em>Sende aus deinen Geist <\/em>nach <strong>RG 63<\/strong><\/p>\n<p>Heiliger Geist, unser m\u00fctterlicher Begleiter und Tr\u00f6ster<br \/>\nWir bitten Dich f\u00fcr alle, die im Alltag immer \u00fcbergangen und nicht wahrgenommen werden, weil sie nicht unseren Vorstellungen von Sch\u00f6nheit, Intelligenz und guter Herkunft entsprechen.<br \/>\nWir bitten Dich f\u00fcr jene, die sich immer wieder blenden lassen von Leuten, die gut reden k\u00f6nnen und mit Reichtum, Macht und Einfluss prahlen.<br \/>\nWir bitten Dich f\u00fcr uns selbst, dass wir im Vertrauen auf dich, unseren Mitmenschen mit Achtsamkeit und t\u00e4tiger Liebe zu begegnen.<br \/>\nWir rufen zu DIR: <em>Sende aus deinen Geist <\/em>nach <strong>RG 63<\/strong><\/p>\n<p>Dreieiniger Gott<br \/>\nWir bitten dich f\u00fcr die Opfer von Gewalt und kriegerischen Auseinandersetzungen.<br \/>\nWir bitten dich f\u00fcr jene, die im Grossen und Kleinen immer wieder versuchen, Gr\u00e4ben zu \u00fcberwinden und Br\u00fccken zu schlagen.<br \/>\nWir bitten dich f\u00fcr auch alle, die uns mit Missgunst begegnen und uns das Leben schwermachen wollen.<br \/>\nWir rufen zu DIR: <em>Sende aus deinen Geist <\/em>nach <strong>RG 63<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Barbara Signer, geb. 1963, Pfarrerin zu je 50% in der Kirchgemeinde Walzenhausen, Kanton Appenzell Ausserrhoden, und der Kirchgemeinde Unteres Rheintal Standort Rheineck, Kanton St. Gallen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Fussnoten:<\/span><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Bath, Erkl\u00e4rung des Epheser- und Jakobusbriefes, 472.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Middle Liddell, pistis<br \/>\n<a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Barth, Epheser- und Jakobusbrief, 477-79.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Nachfolge, DBW 4, S. 29-40.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bunt und vielf\u00e4ltig | 18. 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