{"id":25608,"date":"2025-11-11T15:45:01","date_gmt":"2025-11-11T14:45:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=25608"},"modified":"2025-11-11T15:45:01","modified_gmt":"2025-11-11T14:45:01","slug":"hiob-141-6-13-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/hiob-141-6-13-17\/","title":{"rendered":"Hiob 14,1-6.13-17"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Mit Gott auf Du | Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr | 16.11.2025 | Predigt zu Hiob 14,1-6.13-17 | Luise Stribrny de Estrada |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, gib uns ein Wort f\u00fcr unser Herz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und schenke uns ein Herz f\u00fcr dein Wort. Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Schwestern und liebe Br\u00fcder!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eIch bin unschuldig!\u201c, sagt Hiob. Er sagt es nicht nur, nein, er schreit es heraus. Er schreit es Gott entgegen. \u201eDu ziehst mich vor dir ins Gericht\u201c (V.3), das ist ungerecht und unfair! Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen! Alles, was mir passiert, all das Schreckliche, trifft mich unverdient. Du irrst dich, Gott, die kannst nicht mich meinen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was ist geschehen? Hiob ist ein frommer Mann, rechtschaffen und gottesf\u00fcrchtig. Er war ein wohlhabender Gutsbesitzer, Vater vieler Kinder, und verlor seinen ganzen Besitz durch einen Sturm. Seine zehn Kinder kamen bei einem Fest alle auf einmal ums Leben. Dann ging es ihm selbst an den Kragen: Juckende Geschw\u00fcre breiteten sich \u00fcber seinen ganzen K\u00f6rper aus und er wusste nicht mehr aus noch ein vor Schmerz. Er setzte sich in die Asche und verfluchte den Tag seiner Geburt. Drei Freunde kamen zu Besuch, um mit ihm zu trauern und dann, nach sieben Tagen des Mit-ihm-Schweigens, auch, um mit ihm zu reden. Sie wollten ihn davon \u00fcberzeugen, dass er irgendeine Schuld auf sich geladen haben m\u00fcsste, sonst w\u00fcrde ihn Gott nicht so sehr strafen. Hiob schleudert ihnen sein \u201eNein\u201c entgegen. Er wei\u00df genau: \u201eIch bin unschuldig!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">In der vergangenen Woche brachte das L\u00fcbecker Theater Franz Kafkas \u201eProzess\u201c auf die B\u00fchne. Das St\u00fcck kreist um Josef K., Angestellter einer Bank, dem aus heiterem Himmel dieses passiert: \u201eJemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas B\u00f6ses getan h\u00e4tte, wurde er eines Morgens verhaftet.\u201c Josef K. versucht anfangs, sich gegen den Prozess zur Wehr zu setzen und seine Unschuld zu beweisen. Bei seiner Verhaftung k\u00f6nne es sich nur um ein Versehen handeln, ist er \u00fcberzeugt. Mit der Zeit nimmt der Prozess einen immer gr\u00f6\u00dferen Raum in seinen Gedanken und seinem Leben ein, das er v\u00f6llig \u00fcberwuchert. Die Gewissheit, dass er unschuldig ist, wird immer br\u00fcchiger. Das St\u00fcck endet mit seiner Hinrichtung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das erinnert mich an Hiob. Aber Hiob ergibt sich nicht in sein Schicksal, sondern protestiert. Er geht Gott an. In unserem und in den meisten anderen Kapiteln im Buch Hiob spricht er mit Gott. Er wendet sich direkt an ihn und begegnet ihm auf Augenh\u00f6he. Gott ist f\u00fcr ihn ein Verhandlungspartner. Er traut sich, ihn anzuklagen und ihm vorzuhalten, dass er ungerecht handelt. Hiob f\u00fchlt sich nicht zu klein und unbedeutend, um seinen Sch\u00f6pfer anzuklagen. Hiob stellt sich und Gott auf eine Stufe. Das ist gewagt. Und mutig!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hiob fordert Gott auf, von ihm weg zu blicken, damit er vor ihm Ruhe hat (V.6). Er sagt: \u201cAch, dass du mich im Totenreich verwahren und verbergen wolltest, bis dein Zorn sich legt, und mir eine Frist setzen und dann an mich denken wolltest!\u201d (V.13) Gottes Blick liegt schwer auf ihm, er kann ihm nicht entrinnen. Gott nagelt ihn fest und zieht ihn zur Rechenschaft, davor will Hiob gesch\u00fctzt sein, und sei es im Totenreich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mir geht es anders. Ich w\u00fcnsche mir gerade, dass Gott mich sieht. Ich w\u00fcnsche mir, dass er nah ist und ich mit ihm reden kann. Aber ich habe nicht wie Hiob erlebt, dass Gott mich schuldlos straft und mir alles nimmt, was mir etwas bedeutet hat. F\u00fcr mich ist Gott der, der mich liebt. Ich sage mit Hagar, der Mutter Ismaels: Du bist ein Gott, der mich sieht (Genesis 16,13). Wie gut, Gott, dass du mich siehst!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Anderen geht es so wie Hiob. Sie finden sich in Hiobs Worten, in Hiobs Schrei wieder. Sie schreien zu Gott mit Hiobs Worten:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Warum trifft gerade mich diese Krankheit? Ich werde an ihr zugrunde gehen. Alles tut mir weh. Ich kann keinen Schritt mehr gehen. F\u00fcr alles bin ich auf Hilfe angewiesen, ich kann noch nicht einmal alleine essen. Es hat doch keinen Zweck mehr! Wie lange dauert es noch, bis das endlich zu Ende ist und ich sterben kann, du harter Gott?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein anderer: Wann ist dieser Krieg in meinem Land endlich zu Ende? Alles, was ich kannte, liegt in Tr\u00fcmmern. Mein Zuhause ist dem Erdboden gleich gemacht. Wovon soll ich jetzt leben? Wovon soll sich meine Familie ern\u00e4hren, diejenigen, die noch am Leben sind? So viele geliebte Menschen habe ich verloren. Wird es jemals f\u00fcr mich, f\u00fcr uns einen neuen Anfang geben? Was wird aus den Kindern, die in diesen Ruinen aufwachsen werden? Wo bist du, Gott, um mir zu helfen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine andere: Ich habe Schweres erlebt. Ich war ein ungewolltes Kind, das hat mich meine Mutter von Anfang an sp\u00fcren lassen. \u00dcber meine Erfolge hat sie sich nie gefreut, sondern mich immer mit meiner \u00e4lteren Schwester verglichen. Dann habe ich geheiratet und Kinder bekommen. Als meine Ehe auseinander ging, hat sie mich nicht unterst\u00fctzt, sondern nur daran gedacht, dass sie jetzt keine Geschenke mehr von mir bekommt, weil ich kaum noch Geld hatte. Sp\u00e4ter ist meine Tochter krank geworden, f\u00fcnf Jahre lang hat sie gegen den Krebs gek\u00e4mpft, dann ist sie gestorben. Ich war die ganze Zeit an ihrer Seite und konnte dadurch kaum arbeiten. Jetzt bin ich selbst im Rentenalter, muss aber noch etwas dazu verdienen, um einigerma\u00dfen \u00fcber die Runden zu kommen. Gott, wo warst du in meinem Leben? H\u00e4tte ich nicht anderes verdient? Das ist doch nicht gerecht!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hiob w\u00fcrde sagen: Gott, du bist nicht gerecht! Aber es gibt noch einen anderen Ton in Hiobs Rede an Gott. H\u00f6ren wir ihn: \u201cDu w\u00fcrdest rufen und ich dir antworten; es w\u00fcrde dich verlangen nach dem Werk deiner H\u00e4nde. Dann w\u00fcrdest du meine Schritte z\u00e4hlen und nicht achtgeben auf meine S\u00fcnde. Du w\u00fcrdest meine \u00dcbertretung in ein B\u00fcndlein versiegeln und meine Schuld \u00fcbert\u00fcnchen.\u201d Gott schaut nicht mehr auf Hiobs S\u00fcnde. Seine \u00dcbertretung wird verschlossen in einem kleinen B\u00fcndel und dieses wird f\u00fcr alle Zeit versiegelt. Keiner kann es mehr \u00f6ffnen. Die \u00dcbertretung ist verschwunden. Hiobs Schuld wird \u00fcbert\u00fcncht. So, wie man einen dunklen Fleck auf einer Wand mit Wei\u00df \u00fcberstreicht, wird seine Schuld \u00fcbermalt. Nichts bleibt mehr von ihr zu sehen. Das, was vorher zwischen ihm und Gott stand, hat Gott beseitigt. Beide k\u00f6nnen von vorne miteinander anfangen. Das geht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hiob bleibt w\u00e4hrend seiner gesamten Klage und seinem ganzen Protest im Gespr\u00e4ch mit Gott. Er breitet alles, was ihn bewegt, vor Gott aus, ohne sich zur\u00fcckzuhalten. Er legt sich keinen Maulkorb an, sondern sagt Gott geradeheraus, wie ihm zumute ist. Und er wartet auf Gottes Antwort. Kurz vor unseren Versen sagt er: \u201cDann rufe, ich will dir antworten, oder ich will reden, dann antworte du mir!\u201d (13,22) Hiob lebt im Reden und Antworten auf Gott. Er l\u00e4sst Gott nicht los, trotz allem, was ihm geschehen ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich empfinde, dass es eine N\u00e4he zwischen Hiob und Gott gibt. Sie gehen miteinander um. Sie stehen auf vertrautem Fu\u00df. Hiob kann nicht leben und nicht leiden, ohne sich an ein Du zu wenden. Sein Du, sein Gegen\u00fcber ist Gott \u2013 nicht seine Frau, nicht seine drei Freunde, sondern der Ewige. Mit ihm liegt er im Streit, mit ihm ringt er. Ihn geht er an und vor ihm breitet er alles aus, was ihn bewegt. Und er ist sich sicher: Gott ist da und h\u00f6rt mich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie ist das mit uns und Gott? Trauen wir uns, so wie Hiob mit Gott zu reden? Ich glaube, wir k\u00f6nnen von Hiob lernen, was m\u00f6glich ist. Wir k\u00f6nnen und wir d\u00fcrfen mit Gott streiten und ihn herausfordern, damit er uns Rede und Antwort steht. Besonders dann, wenn es uns schlecht geht und wir ganz unten sind wie Hiob. Wenn das ganze Geb\u00e4ude unseres Lebens \u00fcber uns zusammenst\u00fcrzt. Dann k\u00f6nnen wir es Gott klagen und ihn anklagen. Gott h\u00e4lt das aus. Er ist nicht nur ein Gott f\u00fcr die hellen Tage unseres Lebens, sondern auch ein Gott f\u00fcr die rabenschwarzen. Er l\u00e4sst uns nicht los.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Trotzdem bitten wir ihn um viele gute Tage f\u00fcr jede und jeden von uns &#8211; und f\u00fcr seine Welt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zur Autorin:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pastorin Luise Stribrny de Estrada<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">L\u00fcbeck<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">E-Mail: <a href=\"mailto:pastorin.stribrny@gmx.de\">pastorin.stribrny@gmx.de<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Luise Stribrny de Estrada, geb. 1965, Pastorin der Nordkirche. Von 2001-2009 Pastorin der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde in Mexiko. Seit 2009 Pastorin in L\u00fcbeck, zun\u00e4chst in der St.Philippus-Gemeinde, die nach der Fusion im Jahr 2022 zur Gemeinde Marli-Brandenbaum geh\u00f6rt. In diesem Jahr haben wir einen Pfarrsprengel gegr\u00fcndet, so dass ich jetzt mit einige Kollegen f\u00fcr die f\u00fcnf Gemeinden im L\u00fcbecker Osten zust\u00e4ndig bin.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liedvorschl\u00e4ge:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Komm in unsre stolze Welt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 EG 428<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ach, wie fl\u00fcchtig, ach wie nichtig \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 EG 528<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir warten dein, o Gottes Sohn\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 EG 152<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Himmel, der ist\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 EG 153<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gib Frieden, Herr, gib Frieden\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 EG 430<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcrbittengebet:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, du Lebendiger,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">h\u00f6re uns, wenn wir so schreien wie Hiob.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">H\u00f6re die Kranken, die nicht mehr aus noch ein wissen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Schmerzen haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die verzweifelt sind,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">weil es keine Aussicht auf Heilung gibt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sei ihnen nahe und tr\u00f6ste sie.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schicke ihnen Menschen, die gut zu ihnen sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir rufen zu dir: Gott, erh\u00f6re uns.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, du Lebendiger,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">in der Ukraine und im Sudan<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und an vielen anderen Orten der Welt<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">herrscht Krieg.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zwischen Israel und Pal\u00e4stina<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">ist der Waffenstillstand br\u00fcchig,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">der Krieg hat tiefe Wunden geschlagen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir legen dir die Menschen dort an\u2019s Herz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und rufen zu dir: Gott, erh\u00f6re uns.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, du Lebendiger,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">manche von uns haben den letzten Weltkrieg<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">selbst miterlebt,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">viele mussten ihre Heimat verlassen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und sind vertrieben worden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das sind Erfahrungen, die keiner vergessen kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir denken vor dir an diejenigen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">die heute auf der Flucht sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sei du bei ihnen und sch\u00fctze sie.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir rufen zu dir: Gott, erh\u00f6re uns.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir hoffen darauf,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">dass ihnen und uns allen deine Zusage gilt:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00abGott wird abwischen alle Tr\u00e4nen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">von ihren Augen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und der Tod wird nicht mehr sein,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">noch Leid noch Geschrei noch Schmerz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">wird mehr sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Siehe, ich mache alles neu.\u201d (Offenbarung 21,4f)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Gott auf Du | Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr | 16.11.2025 | Predigt zu Hiob 14,1-6.13-17 | Luise Stribrny de Estrada | Gott, gib uns ein Wort f\u00fcr unser Herz und schenke uns ein Herz f\u00fcr dein Wort. 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