{"id":25610,"date":"2025-11-11T15:48:09","date_gmt":"2025-11-11T14:48:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=25610"},"modified":"2025-11-11T15:48:09","modified_gmt":"2025-11-11T14:48:09","slug":"hiob-14-1-6-13-15-17-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/hiob-14-1-6-13-15-17-2\/","title":{"rendered":"Hiob 14, 1-6, 13, 15-17"},"content":{"rendered":"<h3>Gottesdienst am 16. November 2025 &#8211; Volkstrauertag | Kinder-Gedenken und \u2013Gedanken (optional) | Hiob 14, 1-6, 13, 15-17 | Bert Hitzegrad |<\/h3>\n<p>Im Totengedenken zum Volktrauertag hei\u00dft es: \u201eWir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg an Kinder, Frauen und M\u00e4nner aller V\u00f6lker \u2026\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte heute das Gedenken an die Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt r\u00fccken, denn Kinder sind oft diejenigen, die am Leid am schwersten zu tragen haben. Gesch\u00e4tzt zwei Millionen kamen im 2. Weltkrieg \u00a0ums Leben, starben durch Hunger, Gewalt, Krankheiten, Unf\u00e4lle, Ersch\u00f6pfung. In der Ukraine sind mindestens 738 Kinder als Opfer zu beklagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Zahlen sind abstrakt. Zwei Beispiele aus em letzten Wochen des 2, Weltkrieges sollen zeigen, wie wenig ein Menchenleben,gerade auch das eines Kindes, wert war<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Shoah wurden 20 j\u00fcdische Kinder, zehn M\u00e4dchen und zehn Jungen, zusammen mit ihren Familien in das Konzentrationslager Auschwitz im deutsch besetzten Polen deportiert. Die Kinder stammten aus Polen, Frankreich, Italien, den Niederlanden und der Slowakei. Sie waren zwischen f\u00fcnf und zw\u00f6lf Jahre alt.<\/p>\n<p>Am 28. November 1944 wurden die Kinder von Auschwitz in das Konzentrationslager Neuengamme in Hamburg gebracht. Nach ihrer Ankunft in Neuengamme f\u00fchrte ein SS-Arzt pseudomedizinische Experimente an ihnen durch.<\/p>\n<p>Im April 1945 n\u00e4herte sich die britische Armee Hamburg. Am 20. April 1945 wurden die zwanzig j\u00fcdischen Kinder in den Keller einer ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm gebracht. Dort wurden sie mit Morphin bet\u00e4ubt und an Haken an der Wand aufgeh\u00e4ngt, w\u00e4hrend sie noch schliefen.<\/p>\n<p>Um jegliche Beweise f\u00fcr ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu beseitigen, ermordeten die Nazis auch vier der Betreuer der Kinder und mindestens 24 sowjetische Gefangene.<\/p>\n<p>Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier stellt dazu fest:<\/p>\n<p>\u201eUnter den zahllosen Verbrechen, die Deutsche w\u00e4hrend der nationalsozialistischen Herrschaft begangen haben, sind die Morde im Keller der Schule am Bullenhuser Damm eine besonders abscheuliche, ersch\u00fctternde und unfassbare Tat. [\u2026] Die Trauer um die Toten vereint uns. Doch sie verpflichtet uns Deutsche auch. Sie verpflichtet uns, nicht zu vergessen, was geschehen ist und wobei so viele mitgemacht haben. Viel zu lange wurde diese Schuld verschwiegen, verdr\u00e4ngt und vergessen gemacht.\u201c<\/p>\n<p>In Kriegen und bewaffneten Konflikten sind Kinder und Jugendliche besonders bedroht. Sie verlieren h\u00e4ufig Schutz und Geborgenheit von Familie und Freunden sowie Haus und Heimat. Schon in jungen Jahren erleben sie Hunger, Flucht, Gewalt und staatliche Unterdr\u00fcckung. Unter den k\u00f6rperlichen und geistigen Verletzungen, die sie im Kinder- oder Jugendalter erfahren haben, leiden viele Menschen ein Leben lang.<\/p>\n<p>Dazu eine Erinnerung aus unserer Familie als 2. Beispiel.Unsere Tante Luschi bekam noch im Februar 1945 ihr f\u00fcnftes Kind. Zur Geburt begab sie sich ins Krankenhaus in Treptow, Hinterpommern<\/p>\n<p>\u201eAuf dem Flur des Krankenhauses in Treptow kamen ihr starke Zweifel, ob die Entscheidung richtig gewesen war, in dieses Krankenhaus zu gehen, denn was sich dort in der Nacht um 14. zum 15. Februar 1945 abspielte muss entsetzlich gewesen sein. \u00a0Luise nannte es ungeheuerlich wollte, aber nicht weiter dar\u00fcber reden. Am n\u00e4chsten Morgen war sie Gott sei Dank erl\u00f6st: Sie hatte ein Kind im Arm, einen Jungen, der Ulf hei\u00dfen sollte. In ihren Aufzeichnung ist dazu zu lesen: \u201eAm 15.02 1945 wurde Ulf in Treptow geboren, kr\u00e4ftig und gesund. Die Hebamme gab ihn mir mit den Worten: Da haben sie ihn, nun werfen Sie in den n\u00e4chsten Chausseegraben. Was soll man zu diesen f\u00fcr eine Hebamme untypischen und unw\u00fcrdigen Worten sagen? Sie k\u00f6nnen nur aus Frust und Verzweiflung angesichts all des furchtbaren Elends jener Tage gesagt worden sein. Rund um die Uhr kleine hilflose Menschen auf die Welt zu bringen, die vielleicht wenig sp\u00e4ter auf dem Treck erfroren oder verhungert Stra\u00dfenrand liegen blieben, dieser Tatsache konnte die Hebamme wohl nur noch mit Sarkasmus begegnen.\u201c<\/p>\n<p>Ulf ist sp\u00e4ter Pastor geworden &#8211; vielleicht findet sich daran ein St\u00fcck Dankbarkeit wieder. Unsere Tante Luschi war in meinen Augen immer eine ernste \u00a0Frau.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Predigt zu Hiob 14, 1-6, 13, 15-17<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201eGnade sei mit uns und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus!\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Verlesen des Predigttextes<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Was ist der Mensch, von einer Frau geboren? Nur kurz ist sein Leben und doch voller Unruhe.<\/em>\u00a0<em>Er bl\u00fcht auf wie eine Blume, doch bald verwelkt er wieder und ist pl\u00f6tzlich fort, als w\u00e4re er nicht mehr als ein Schatten.<\/em>\u00a0<em>Du aber l\u00e4sst ihn trotzdem nicht aus deinen Augen und zerrst ihn vor dein Gericht.<\/em><em>\u00a0Du musst doch wissen: er ist unrein und es wird niemals etwas Reines von ihm ausgehen.\u00a0Trotzdem bestimmst du im Voraus die Zahl seiner Tage und Monate und setzt ihm eine Grenze f\u00fcr sein Leben. (So bitte ich dich:)\u00a0Blicke weg von mir und schenke mir Ruhe. G\u00f6nne mir das bisschen Lebensfreude, das mir geschenkt ist.\u00a0 &#8230;\u00a0Oder bring\u00b4 mich ins Totenreich und verstecke mich dort, bis dein Zorn sich legt. Bestimme, wie lange ich warten muss, bis du mir deine G\u00fcte wieder zeigst.\u00a0&#8230;\u00a0Dann k\u00f6nntest du mich rufen und ich w\u00fcrde dir antworten. Dann w\u00fcrdest du wieder Freude haben an dem Werk deiner H\u00e4nde.\u00a0Dann w\u00fcrdest du alle meine Schritte z\u00e4hlen, aber nicht mehr eine Liste f\u00fchren \u00fcber meine S\u00fcnden.\u00a0F\u00fcr immer w\u00fcrdest du die Schuld verschlie\u00dfen und decktest alle meine Fehler zu.<\/em><\/p>\n<p><em>(GNB Hiob 14, 1-6, 13, 15-17)<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Kinder<\/li>\n<\/ol>\n<p>_________________ ein sehr pers\u00f6nlicher Einstieg<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Am 29. Oktober ist Elijah Theo geboren. 3284 Gramm, die die Welt ver\u00e4ndern. Seine Eltern d\u00fcrfen das neue Gl\u00fcck gemeinsam genie\u00dfen.\u00a0 Der gro\u00dfe Bruder, Jonathan, geht liebevoll mit ihm um, auch wenn er jetzt die Liebe der Eltern mit dem kleinen Erdenb\u00fcrger teilen muss! Und wir, die Gro\u00dfelter, sind ganz stolz: Uns wurde das zweite Enkelkind geschenkt.<\/p>\n<p>Und wie alle Gro\u00dfeltern sage ich als Gro\u00dfvater: \u201eWenn ich gewusst h\u00e4tte, wie sch\u00f6n es mit Enkelkindern ist, h\u00e4tte ich gleich damit angefangen!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>__________________ ein allgmein gehaltene Einstieg<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>In Deutschland wurden im Jahr 2023 pro Tag 1899 Kinder geboren, im Jahr insgesamt gut 700.000. Der Trend, dass weniger Kinder geboren werden, setzt sich damit fort. Bei 2636 Sterbef\u00e4llen pro Tag ist das Verh\u00e4ltnis nicht ausgeglichen. F\u00fcr jede Familie, die ein Kind erwartet, ist es ein Gl\u00fcck, dass das Kind gesund zur Welt kommt und fortan den Ryhthmus der Familie bestimmt.<\/p>\n<p>____________________<\/p>\n<p>Kinder sind Hoffnungstr\u00e4ger f\u00fcr eine Welt, die manchmal so hoffnungslos erscheint. Kinder sind am Anfang des Lebens noch so unschuldig. Sie werden in eine Welt hineingeworfen, in der man jeden Tag schuldig wird. Kindern haben aber auch die gro\u00dfe Chance, diese Welt und uns zu ver\u00e4ndern. Kinder fragen, hinterfragen, was uns so selbstverst\u00e4ndlich geworden ist und sind mit einfachen Antworten nicht zufrieden. Kinder schenken uns aber auch ihr Vertrauen, legen ihre kleine Hand in unsere gro\u00dfen H\u00e4nde und wollen mit uns gemeinsam den Schritt ins Leben gehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Was ist der Mensch?<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eWas ist der Mensch, von einer Frau geboren?\u201c so lautet die Frage, die Hiob im heutigen Predigttext stellt. Die Antwort, die er f\u00fcr sich gefunden hat, ist zun\u00e4chst voller Bewunderung f\u00fcr das Gesch\u00f6pf Gottes: \u201eEr bl\u00fcht auf wie eine Blume\u201c. Der Mensch, als Ebenbild Gottes, ausgestattet mit Gaben und Begabungen, die am Anfang des Lebens noch gar nicht offen liegen, entdeckt und entfaltet werden m\u00fcssen, um zu bl\u00fchen wie eine Blume.\u00a0 Stolz und aufrecht steht sie da, selbstbewu\u00dft und in sich verliebt. Von Gott ins Leben gerufen und doch frei und ungebunden. Der Mensch, der mit seinen Sinnen und seinem Verstand die Welt erobert \u2013 mit oder ohne Gott, bis er sp\u00fcrt, dass er sein Leben doch nicht in H\u00e4nden h\u00e4lt, bis die Blume verwelkt und nichts und niemand die Verg\u00e4nglichkeit aufhalten kann \u2026<\/p>\n<p>III. Verg\u00e4nglichkeit<\/p>\n<p>Auch das ist Teil der Lebenswahrheit: dass wir mit dem Ende leben m\u00fcssen. Auch Kinder sterben, ohne dass sie das Leben tats\u00e4chlich kennenlernen durften. Das Fallen der Bl\u00e4tter, die Tage jetzt im November f\u00fchren es anschaulich vor Augen: das Leben hier wird nicht ewig sein. \u00a0\u201eFor ever young\u201c hat die Grupppe Alphaville 1984 gesungen und diesen Wunsch gleich selbst in Frage gestellt.<\/p>\n<p>IV.Volkstrauertag<\/p>\n<p>Heute, an diesem Volkstrauertag, erinnern wir aber nicht nur an die nat\u00fcrliche Verg\u00e4nglichkeit und Begrenztheit des Lebens, sondern dass Menschen einander die Grundlagen f\u00fcr ein Leben in Frieden und Sicherheit rauben. Wir denken heute nicht nur an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Frau und M\u00e4nner und Kinder. Wir denken nicht nur an die unz\u00e4hligen Opfer beider gro\u00dfen Kriege, wir denken auch an die Menschen, deren Leben heutzutage bedroht ist durch gewaltsame Auseinandersetzungen, Terrorismus, Hass und Flucht\u2026 Wir blicken nicht nur zur\u00fcck, wir schauen auch nach vorn.<\/p>\n<p>In welch eine Welt wurde der kleine Elijah hineingeboren?<\/p>\n<p>Eine Welt, die nach vielen Jahren des Friedens und der stabilen Ordnung in Unordnung geraten \u00a0ist. 80 Jahre Frieden haben anscheinend nicht gereicht, um einen Gefallen daran zu finden? Was wird das Leben bestimmen in den n\u00e4chsten Jahre? Es gibt d\u00fcstere Prognosen f\u00fcr eine Welt, in der Gewalt und Aggressionen zunehmen. Wie werden unsere Kinder und Enkel aufwachsen und wie werden sie sich f\u00fcr den Frieden einsetzen? Werden sie mit 18 einer Wehrpflicht nachkommen m\u00fcssen? Wird das S\u00e4belrasseln auf dieser Erde so weitergehen, bis, ja bis wann?<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Mitleiden &#8211; Mitleid<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Bild eines Kindes macht mir den derzeitigen Wahnsinn deutlich, ein Kind, das auf eine gro\u00dfe Zukunft hoffte, ein Hoffnungstr\u00e4ger, der nicht leben durfte. Sie werden sich an das Foto erinnern: ein kleiner Junge, drei Jahre alt, bekleidet mit einer kurzen blauen Hose und einem roten T-Shirt bekleidet liegt mit dem Gesicht im Sandstrand, auf syrischer Junge auf der Flucht gestorben ist, Alan Kurdi\u00a0 sollte Freiheit sp\u00fcren, aber durfte nicht leben. 10 Jahre ist es her als er mit seiner Familie zur Flucht \u00fcber das Mittelmeer aufbrach. Er w\u00e4re jetzt ein Teenager, der die Welt erobert. Warum hat Gott nicht sch\u00fctztend seine H\u00e4nde \u00fcber ihn gehalten, warum nicht seinen rettenden Engel gesandt?<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Hiob<\/li>\n<\/ol>\n<p>Warum l\u00e4sst Gott solch ein Leid zu? Das Buch Hiob versucht eine Antwort zu geben.<\/p>\n<p>Allerdings: \u00a0Einen Sinn zu finden in den dunklen Leiden der gesamten Sch\u00f6pfung, das will nicht gelingen<\/p>\n<p>Hiob, so wird berichte, lebt in Frieden, seine Nachbarn sch\u00e4tzen ihn, er liebt seine Familie \u00fcber alles, er hat es zu etwas Wohlstand gebracht, den er nicht nur f\u00fcr sich beh\u00e4lt, sondern auch mit anderen teilt. Ein gesegneter, von Gottes Gnade reich beschenkter Mensch. Doch da\u00a0 kommt eine Hiobsbotschaft nach der anderen: Durch ein Unwetter ist die Ernte vernichtet, alle seine Kinder sind ums Leben gekommen, die Vorr\u00e4te verbrannt, dazu sein ganzer K\u00f6rper geschunden von Krankheit. Wie ein schlechter Film. Schlimmer geht es nicht.<\/p>\n<p>Doch, denn es geht weiter in der Kategorie Drama: \u00dcber Hiobs Kopf hinweg verhandeln Gott und dern Satan \u00fcber sein Leben. Der Widersacher will Hiob dazu bringen, Gott ins Gesicht zu fluchen. An Hiobs Leiden soll sich sein fester Glaube zeigen. offenbaren. Tagelang sitzt er im Staub mit seinen Freunden: Sie schweigen, sie klagen, sie erkl\u00e4ren. \u201eDu musst ges\u00fcndigt haben, weil Gott Dich so straft.\u201c Doch Hiob, der einst Gesegnete, bleibt treu bei seinem Gott &#8211; und ahnt, dass er auch im Leiden unter diesem Segen bleibt.<\/p>\n<p>VII. Gott an unserer Seite<\/p>\n<p>\u201eIch glaube nicht an Gott, denn ich habe schon soviel Schreckliches erlebt!\u201d Wie oft sind solche Worte, solche Bekenntnisse zu h\u00f6ren: \u201eEinen \u2018lieben Gott\u2019 in allem Unrecht und Leid der Welt kann es nicht geben!\u201d Hiob vertraute dagegen bedingungslos, auch wenn er erleben musste, dass Gott \u00fcber unsere Gerechtigkeit und \u00fcber unsere Antworten erhaben ist.<\/p>\n<p>Ich gestehe: ich bin kein Hiob. Ich habe diesen starken Glauben nicht, der sagen kann. \u201eDer Herr hat\u2019s gegeben, der Herr hat\u2019s genommen \u2026 (Hiob 1,21) Der Blick in diese Welt macht mir Sorgen; das Denken an meine eigene Verg\u00e4nglichkeit \u00e4ngstigt mich; \u00fcber dem Leben meines Enkels steht ein gro\u00dfes Fragezeichen \u2026Doch in all dem bin ich nicht allein. Nicht die falschen Freunde mit ihren Versuchen, die Welt zu erkl\u00e4ren oder mit Trost, der mur vertr\u00f6stet: \u201eEs ist doch alles nicht so schlimm!\u201c &#8211; sie sind mir keine St\u00fctze und keine Hilfe.<\/p>\n<p>Licht ins Dunkel bringt wieder ein Kind, Hoffnungstr\u00e4ger f\u00fcr diese Welt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>VIII. Das Licht kommt in die Finsternis<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bald werden wir ihn wieder h\u00f6ren den freudigen Ruf der Weihnachtsbotschaft: Ein Kind ist uns geboren .. und <strong>er hei\u00dft Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater,\u00a0Friede-F\u00fcrst;<\/strong>\u00a0<strong>auf dass seine Herrschaft gro\u00df werde und des Friedens kein Ende! (Jes 9)<\/strong><\/p>\n<p>.Er ist in diese Welt gekommen, hinein in die Schicksalsschl\u00e4ge, hinein in Leiden und Sterben &#8211; hinein in den Kessel von Stalingrad, auf die Krebsstationen unserer Krankenh\u00e4user, hinein in die Familie, die um ihr Kind trauert. \u201eDas Reich Gottes ist mitten unter uns!\u201d so betont Jesus es immer wieder. Es hat l\u00e4ngst begonnen. Und Gott ist gerade dort, wo Leiden und Trauer und Tod uns das Vertrauen und die Hoffnung nehmen wollen. Das Kreuz von Golgatha ist ein Ort des Leidens, des Mitleidens, ein Ort der Sympathie Gottes mit uns Menschen.<\/p>\n<p>Ich hoffe, unsere Kinder und Enkel werden das sp\u00fcren und wahrnehmen, damit sie Mut und Vertrauen haben, das Leben zu wagen, aber auch eine Idee oder eine Vision leben, damit Frieden werde.<\/p>\n<p>\u201eWas ist der Mensch, von einer Frau geboren? Nur kurz ist sein Leben und doch voller Unruhe \u2013 bis er Ruhe und Frieden findet, bei Dir, mein Gott\u201c Amen<\/p>\n<p><em>Und der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als alle unsere Vernunft, der bewahre unsere Herzen und Sinne\u00a0 in Jesus Christus zum ewigen Leben.\u00a0Amen<\/em><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong>P.i.R.<br \/>\nBert Hitzegrad,<\/strong><\/p>\n<p><strong>Am S\u00fcdbruch 5<\/strong><\/p>\n<p><strong>29348 Eschede<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gottesdienst am 16. November 2025 &#8211; Volkstrauertag | Kinder-Gedenken und \u2013Gedanken (optional) | Hiob 14, 1-6, 13, 15-17 | Bert Hitzegrad | Im Totengedenken zum Volktrauertag hei\u00dft es: \u201eWir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg an Kinder, Frauen und M\u00e4nner aller V\u00f6lker \u2026\u201c &nbsp; Ich m\u00f6chte heute das Gedenken an die Kinder [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":25598,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17,1,2,157,481,120,853,114,121,968,349,109,918],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-25610","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-hiob","category-aktuelle","category-at","category-beitragende","category-bert-hitzegrad","category-bes_gelegenheiten","category-bibel","category-deut","category-festtage","category-kapitel-14-chapter-14-hiob","category-kasus","category-predigten","category-volkstrauertag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25610","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25610"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25610\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25611,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25610\/revisions\/25611"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25598"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25610"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25610"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25610"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=25610"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=25610"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=25610"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=25610"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}