{"id":25804,"date":"2025-12-27T16:27:09","date_gmt":"2025-12-27T15:27:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=25804"},"modified":"2025-12-27T16:27:31","modified_gmt":"2025-12-27T15:27:31","slug":"hebraeer-138","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/hebraeer-138\/","title":{"rendered":"Hebr\u00e4er 13,8"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Himmelserscheinung(en) \u00a0|<em> \u00a0\u00a0<\/em>Predigt \u00fcber Hebr 13, 8 | Altjahrsabend | 31. 12. 25 | verfa\u00dft von\u00a0 Jochen Riepe |<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 I<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201a<em>Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit<\/em>\u2018.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nicht wahr, das ist einer dieser wunderbaren S\u00e4tze, die man, nein, nicht an die Wand, aber an den Himmel schreiben sollte. In Leuchtbuchstaben, damit alle den Kopf heben, sich strecken und \u201a<em>aufsehen<\/em>\u2018 (12,2). Der beste Lichtk\u00fcnstler w\u00e4re gerade gut genug.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 II<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ronny, der Raketenfreund. Manche Nachbarn lieben ihn, andere schimpfen. Punkt Mitternacht wird gez\u00fcndet und dann \u201ageht die Post ab\u2018 &#8211; nach oben. Um kurz vor eins im Neuen Jahr wird die \u00a0Gasse im Dortmunder Westen so verraucht oder vernebelt sein, da\u00df die Silvesterg\u00e4ste kaum noch einander erkennen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir B\u00f6ller-Skeptiker sch\u00fctteln j\u00e4hrlich die K\u00f6pfe: Geldverschwendung aus Prestigebed\u00fcrfnis, Luftverschmutzung, Mi\u00dfbrauch durch Gewaltbereite, \u00a0Gef\u00e4hrdung der Kinder\u2026 Aber gerade die werden wie immer begeistert dabei sein und selbst mitz\u00fcndeln. \u201aIch wei\u00df gar nicht, was ihr habt, ein uralter Brauch\u2018, wird Ronny eigenwillig, historisch nicht ganz abgesichert, sagen. \u201aDas alte Jahr ist vergangen und seine b\u00f6sen Geister m\u00fcssen vertrieben werden\u2018. Viele Kulturen kennen ja \u00e4hnliche Spektakel.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0III<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ja, die \u201ab\u00f6sen Geister\u2018 \u2013 die M\u00e4chte des Unheils, der Resignation, der \u201a<em>S\u00fcnde<\/em>\u2018 (12,1)\u2026 auch im Hebr\u00e4erbrief wird gleichsam Jahresbilanz gezogen und versucht, eine \u00a0beschwerte und m\u00fcde Leserschar in Bewegung zu bringen. Der Autor, \u00a0ein \u201aspekulativer Kopf\u2018, ein \u201aVordenker\u2018( M. Backhaus), sieht die Lage seiner Adressaten kritisch und h\u00e4lt ihnen den Spiegel vor: \u201a<em>tr\u00e4ge und harth\u00f6rig<\/em>\u2018 (5,11) und noch schlimmer: lern- und erfahrungs- und leidensunwillig seien sie geworden. Man geht f\u00fcr seinen Glauben, sein \u201aAnderssein\u2018, kein Risiko ein. Eigentlich m\u00fc\u00dften sie die \u201a<em>feste Speise<\/em>\u2018 (5,14), das mitunter harte Brot des Christseins vertragen, stattdessen k\u00f6nne man ihnen nur Milch, schnell und leicht verdaulich, anbieten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Folge ist f\u00fcr den Briefschreiber klar: Der Glaube ger\u00e4t flach und formelhaft, ohne Leidenschaft und Feuer, eben geistlos, f\u00fcr denkende Zeitgenossen unattraktiv. Und dazu: die Gemeinde zerf\u00e4llt, eine Art \u201aClub ohne R\u00fcckgrat\u2018, ohne Resilienz. Sie bekommt durch ihre Leitung nicht die Unterst\u00fctzung, die sie braucht, um mutig ihrer Umwelt Jesus Christus zu bezeugen und ihr Zeugnis zu verantworten. \u201aDie Kraft des Anfangs hat sich verbraucht\u2018 (E. Gr\u00e4sser).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0IV<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine n\u00fcchterne, eine kritische Bilanz, die \u00a0so manche Gemeinde heutzutage nachvollziehen kann, und vielleicht auch wir pers\u00f6nlich, wenn wir am Altjahrsabend nachdenklich zur\u00fcckblicken und das Endliche, das Unterlassene, Verpa\u00dfte, Fehler- und Schuldhafte unseres eigenen, kleinen Lebens bedenken. \u201aWo ist die Zeit, wo sind die guten Vors\u00e4tze geblieben?\u2018, \u201aJa, damals\u2018, \u201aFr\u00fcher war das anders\u2018 \u2013 das sind Redewendungen, mit denen nicht nur die Jahresberichte der Presbyterien gespickt sein k\u00f6nnen. Je \u00e4lter wir werden, desto mehr kann uns ein Gef\u00fchl der Vergeblichkeit befallen. Die \u201a<em>bittere<\/em> <em>Wurzel<\/em>\u2018(12,15) eines Lebens ohne Gnade, ohne Vergebung und Neuanf\u00e4nge, w\u00e4chst dann heran und stiftet \u201a<em>Unfrieden<\/em>\u2018 mit den anderen und mit uns selbst. \u00a0Und, als sei \u00a0es nicht genug, gesellt sich mit den Jahren die \u201a<em>Furcht vor dem Tod<\/em>\u2018 (2,15) dazu, der schlie\u00dflich dem Fragmentarischen meines Lebens das letzte Siegel aufdr\u00fccken wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201a<em>Das Alte ist vergangen<\/em>\u2018 (2.Kor. 5,17), wir stehen in einem \u201a<em>neuen Bund<\/em>\u2018 (8,13; Jer 31,31), schreiben der Hebr\u00e4er wie auch Paulus und Jeremia, aber wie kann ich die b\u00f6sen Geister vertreiben,\u00a0 wie kann ich an den Lebensstrom, der einst in Jesus auf die Erde gekommen ist, Anschlu\u00df finden, ihn aufnehmen und eben so lebendig zu werden? Er, der \u201a<em>Sohn Gottes<\/em>\u2018, ist doch in den \u201a<em>Himmel<\/em>\u2018 (9,24) eingegangen ins Allerheiligste, der Vorhang ist zerrissen. Er steht vor Gott, und ich bin hier unten und stehe \u201a<em>im vorderen Teil der Stiftsh\u00fctte<\/em>\u2018 (9,8). Und die b\u00f6sen Geister \u201a<em>kleben<\/em>\u2018 (12,1) an mir und ziehen herab.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0V<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Fremdvertraut ist uns diese Lagebeschreibung, dieses \u201a<em>Gleichnis f\u00fcr die gegenw\u00e4rtige Zeit<\/em>\u2018 (9,9), und ich denke noch einmal an den Feuerwerker aus dem Dortmunder Westen. Wir Skeptiker, wir Umweltfreunde und besorgte P\u00e4dagogen sch\u00fctteln den Kopf, aber er wird weiter sprechen. Ich h\u00f6re ihn \u00a0schon: \u00a0Er wolle nicht nur die b\u00f6sen Geister verjagen, sondern mehr noch das Neue Jahr willkommen hei\u00dfen und \u00a0Mut machen, es als Chance annehmen. Gerade heute, wo viele angesichts der wirtschaftlichen Krise bedr\u00fcckt seien, Kriegs\u00e4ngste und Anschl\u00e4ge die einen qu\u00e4lten , \u201aFriedens\u00e4ngste\u2018 die anderen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und dann etwa so: \u201aSeht doch zum Himmel, mein(e) \u201aPost\u2018 steigt empor und klappt die Welt auf. Er zischt und knallt \u00a0\u2013 auf ein Neues, auf die Zukunft\u2018. Und wir? Wir werden wirklich emporblicken und \u00a0einen Sternenregen aufstrahlen sehen, der wundersam bunt und kitschig, pfeifend und heulend zu uns herniederkommt \u00a0und dann &#8211; verpufft und verschwindet. \u201aAh\u2018 und \u201aOh\u2018, rufen die Kinder und die Gro\u00dfen werden zur\u00fcckhaltend und z\u00f6gernd es ihnen gleichtun. Ein Neujahrsgru\u00df?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich frommer Kopfsch\u00fcttler sollte mich vielleicht an dieser Stelle an ein Wort Jesu erinnern. Den Tag seiner Wiederkunft, das Kommen des Reiches Gottes, vergleicht er einmal mit einem \u201a<em>Blitz<\/em>\u2018, der \u201a<em>von einem Ende des<\/em> <em>Himmels bis zum andern<\/em>\u2018 (Lk 17,25) aufblitzt und leuchtet, der uns erschreckt und in einem die Welt \u201aentr\u00fcckt\u2018, \u201averfremdet\u2018 und pl\u00f6tzlich anders sehen l\u00e4\u00dft. Ist ein Feuerwerk nicht soz. die menschliche, oft kunstvolle Entsprechung zu dieser nat\u00fcrlichen Himmelserscheinung?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 VI<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ronny wird sich viel M\u00fche geben und eine Br\u00fccke vom Himmel zu unseren Gem\u00fctern bauen. Wir alle bed\u00fcrfen des Trostes und der Ermutigung, um nach den Aufgaben und M\u00fchen des vergangenen Jahres, angesichts der \u201aReste\u2018, die wir nicht verarbeiten konnten, der Lasten, der Ersch\u00f6pfung \u00a0und der dunklen Schatten, die \u201a<em>m\u00fcden H\u00e4nde und wankenden Knie<\/em>\u2018 (12,12) wieder zu beleben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0Der Hebr\u00e4er hat mit uns \u00c4hnliches vor und sein anspruchsvolles, gedankenvolles Schreiben ruft nach der kritischen Bilanz eine positive Botschaft aus: \u201a<em>La\u00dft uns aufsehen zu Jesus, dem Anf\u00e4nger und Vollender<\/em> <em>des Glaubens<\/em>\u2018\u00a0 und \u201a<em>ablegen alles, was uns beschwert<\/em>\u2018(12,1f). \u201a<em>Aufsehen\u2018<\/em>, ja, zum Himmel blicken\u2026 und zugleich Jesu irdische Geschichte immer wieder h\u00f6ren. \u00a0Er, der in der Ewigkeit Gottes ist, der gestern und heute derselbe ist, er ist treu. Der Lebensstrom, den er gebracht hat, ist nicht im Himmel eingeschlossen. Die \u201a<em>Klarheit<\/em>\u2018 (Lk 2, 9) seiner Tage, die \u201a<em>Klarheit des Herrn<\/em>\u2018, wird unsere Welt weiterhin erhellen, erschrecken und begl\u00fccken. Er, der Unschuldige, er, der litt wie wir, der schrie und verzweifelte, er ist bleibend gegenw\u00e4rtig.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vielleicht ist dieser Gedanke tats\u00e4chlich zu \u201aintellektuell\u2018 und die Leser des Hebr\u00e4er m\u00f6gen ihn als abstrakte Lehre vernommen haben. Aber man kann ihn ja zun\u00e4chst distanziert-wohlwollend h\u00f6ren, im Vertrauen darauf, da\u00df Leben und Erfahrung ihn bew\u00e4hren: Christus war <em>einmal<\/em> auf Erden, er brachte <em>einmal<\/em> sein Leben f\u00fcr uns als \u201a<em>Opfer<\/em>\u2018 (10,10) hin, aber dieses Einmalige in seiner vers\u00f6hnenden Leuchtkraft hat Geltung f\u00fcr immer. Er lie\u00df uns die Welt anders sehen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 VII<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Woran erweist sich eine Gemeinde, die im Lebensstrom des Christus steht? Daran, da\u00df sie ihre Tr\u00e4gheit erkennt, selbstkritisch durcharbeitet und aus ihr lernt. Auch die \u201ab\u00f6sen Geister\u2018 m\u00fcssen uns dienen. Aus den Angepa\u00dften, die ihre Besonderheit nicht mehr leben k\u00f6nnen und lieber weltlichen Parteien oder Bewegungen nacheilen, k\u00f6nnen Menschen werden, die in der \u201a<em>Ruhe Gottes<\/em>\u2018 (4, 9), gelassen, ja, \u201ain sich selbst vergn\u00fcgt\u2018(eg 369.3) und altersweise, dar\u00fcber nachdenken, welcher Auftrag, welches Ziel ihnen in diesem endlichen Leben bestimmt ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aus Lernunwilligen und Lustlosen, die sich nicht gern etwas sagen lassen, erst recht komplizierte Gedanken scheuen, k\u00f6nnen solche werden, die ihre Lehrerinnen und Lehrer achten und ihnen \u201a<em>heute<\/em>!\u2018 zuh\u00f6ren. Aus solchen, die ihre H\u00e4user verschlie\u00dfen, werden Gastgeber und erfahren das Gl\u00fcck, Engel zu beherbergen. Und der, der Nachteile und Unangenehmes f\u00fcrchtet, wird sehen, wie stark er wird, wenn er die feste Speise, das harte Brot, aus Gottes Hand nimmt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nein, \u201aGotteskrieger\u2018 sind wir nicht. Auch nicht fromme Aktivisten. Wir \u201a<em>wandern<\/em>\u2018 auf der Erde, aber \u00fcber uns der offene Himmel Gottes. Die Gemeinde Jesu mu\u00df sich nicht vor einer gegen\u00fcber dem Glauben gleichg\u00fcltigen Welt verstecken. Sie wird sich vom Friedensweg Jesu erleuchten lassen, ihn verk\u00fcnden und sein Mahl feiern. Sie verl\u00e4\u00dft das Lager der starren Meinungen, der Brandmauern und Ideologien, um \u201adrau\u00dfen\u2018 \u00a0der Gewalt entgegenzutreten, der offenen oder versteckten Aggressivit\u00e4t, die \u201ain alle Poren des t\u00e4glichen Lebens\u2018 (H. Arendt) eingedrungen ist: \u201aEntfeindung\u2018 (P. Lapide), Zivilit\u00e4t im Namen Jesu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 VIII<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ronny hat den Impuls gegeben, und wenn wir Punkt Mitternacht ansto\u00dfen, hinaustreten und zum Himmel aufsehen, wenn\u00a0 der Vorhang sich hebt und ein Kunstwerk aus Licht, Farben und Formen erscheint, die Ungeister erschreckt, absch\u00fcttelt und verjagt, m\u00f6gen wir ihn lesen am Firmament &#8211; den wunderbaren Satz des Hebr\u00e4er:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201aJesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit\u2018.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein gesegnetes, leuchtendes \u00a0Neues Jahr 2026.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(Gebet nach der Predigt: ) <em>Lieber Vater im Himmel. Darum bitten wir: Da\u00df deine Klarheit \u00fcber uns aufleuchtet und unsere Zeit erhellt. Da\u00df wir aufsehen zu deinem lieben Sohn und uns von ihm leiten und begleiten lassen. Er ist dein Wort und dein Versprechen und wird uns M\u00fcden und Lustlosen die Kraft und die Frische schenken, die wir brauchen. Gestern. Heute. Morgen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">___________________________________________<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lieder: eg 39,7 \u00a0(Jakobs Stern ist aufgegangen); eg 66,5.8.9 (Jesus ist kommen); eg 369 (Wer nur den lieben Gott l\u00e4\u00dft walten) ; G.F. H\u00e4ndels \u201aFeuerwerksmusik\u2018 f\u00fcr die Orgel: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cQav1G0qsAo\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cQav1G0qsAo<\/a> (G. Isenberg)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lit.: M. Backhaus, Der sprechende Gott\u00a0 \u00a0Ges. Studien zum Hebr\u00e4erbrief, 2008, S. 4\u00a0\u00a0 \/ E. Gr\u00e4sser, An die Hebr\u00e4er (Hebr 1-6), EKK XVII \/ 1, 1990, S. 26\u00a0 \u00a0\/ J. Loffeld, Wenn nichts fehlt, wenn Gott fehlt. Das Christentum vor der religi\u00f6sen Indifferenz, 2024\/ H. Arendt (zit. n. H.M. Enzensberger, Ausblicke auf den B\u00fcrgerkrieg. Der Spiegel 25\/ 1993 <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/ausblicke-auf-den-buergerkrieg-a-7ec30bfb-0002-0001-0000-000013683377\">https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/ausblicke-auf-den-buergerkrieg-a-7ec30bfb-0002-0001-0000-000013683377<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Himmelserscheinung(en) \u00a0| \u00a0\u00a0Predigt \u00fcber Hebr 13, 8 | Altjahrsabend | 31. 12. 25 | verfa\u00dft von\u00a0 Jochen Riepe | &nbsp; \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 I \u201aJesus Christus gestern [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":25806,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[59,1,549,157,853,114,170,268,349,3,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-25804","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-hebraeer","category-aktuelle","category-altjahresabend","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-jochen-riepe","category-kapitel-13-chapter-13","category-kasus","category-nt","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25804","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25804"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25804\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25808,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25804\/revisions\/25808"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25806"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25804"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25804"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25804"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=25804"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=25804"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=25804"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=25804"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}