{"id":25821,"date":"2025-12-29T13:04:15","date_gmt":"2025-12-29T12:04:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=25821"},"modified":"2025-12-29T13:07:28","modified_gmt":"2025-12-29T12:07:28","slug":"25821-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/25821-2\/","title":{"rendered":"Joh 14,1\u20136"},"content":{"rendered":"<h3>To Live Means to Live \u2013 Leben bedeutet Wohnen, Wohnen bedeutet Leben | Neujahr | 01.01.2026 | Joh 14,1\u20136 | Thomas Bautz |<\/h3>\n<blockquote><p>\u201e<em>Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; w\u00e4re es nicht so, h\u00e4tte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um euch eine St\u00e4tte zu bereiten? Und wenn ich gegangen bin und euch eine St\u00e4tte bereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe \u2013 ihr wisst den Weg. Thomas sagt zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie k\u00f6nnen wir da den Weg kennen? Jesus sagt zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Die J\u00fcnger reagieren verschreckt und verwirrt auf die Abschiedsworte des Meisters (Joh 13,33a): \u201eMeine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, (\u2026).\u201c Jesus betont auch, dass sie ihm zwar nicht werden folgen k\u00f6nnen (V. 33.36), dass es aber Grund zum Trost gibt.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte diese Abschiedsrede Jesu, die voller Geheimnisse ist, zun\u00e4chst verfremden,<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> die zentralen Begriffe auf die heutige Situation und auf unsere N\u00f6te beziehen. Sehr viele Menschen in Deutschland haben kaum bezahlbare Wohnungen. Die Mieten schlucken mehr als ein Drittel, mitunter sogar die H\u00e4lfte der monatlichen Eink\u00fcnfte. Die Rede vom \u201eVater Staat\u201c, der f\u00fcr seine B\u00fcrger sorgt und ihnen Wohnst\u00e4tten bereitet, ist l\u00e4ngst Geschichte, hat seine Bedeutung verloren. Stattdessen l\u00e4sst man geldgierige Immobilienhaie gew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Das Grundgesetz in der Bundesrepublik Deutschland erm\u00f6glicht in bestimmten F\u00e4llen, wenn es dem Allgemeinwohl dient, konkrete Enteignungen: Artikel 14, Absatz 3, GG (Ausgabe 2009). Aber eine solche Ma\u00dfnahme ist \u201enur durch ein Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes\u201c m\u00f6glich, \u201edas Art und Ausma\u00df einer Entsch\u00e4digung regelt.\u201c Allerdings ist die Formulierung dort so allgemein gehalten, dass die Anwendbarkeit von Artikel 14 GG auf Wohnungseigent\u00fcmer sicher erst gepr\u00fcft werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>W\u00e4re dies doch der Fall, sollten die Mieten nach noch zu bestimmenden Mietpreisen neu berechnet\u00a0 und bei auff\u00e4llig zu viel gezahlten Mieth\u00f6hen die Mieter entsprechend entsch\u00e4digt werden. Die sog. \u201eMietpreisbremsen\u201c greifen nicht, weil clevere Eigent\u00fcmer die Mieten noch rechtzeitig erh\u00f6hen. Es ist auch sehr ungerecht, dass nur k\u00fcnftige Mieter einen Vorteil erhielten, nicht aber diejenigen, die bereits seit Jahren oder Jahrzehnten \u00fcberteuerte Mieten gezahlt haben und weiterhin zahlen.<\/p>\n<p>Es fehlt dem Staat, der sich Sozialstaat nennt, der Mut zur Direktive und Regulierung gegen\u00fcber den \u201eGro\u00dfkopfeten\u201c (Bertolt Brecht), bei denen Eigentum und Gewinnmaximierung, nicht aber das Wohl der B\u00fcrger ein wirkliches Motiv bilden. Kuschen und Nachgeben gegen\u00fcber Industrie und Wirtschaft geh\u00f6ren offenbar zum Verst\u00e4ndnis des dominierenden Faktors staatlicher Vorgaben: Marktwirtschaft wird einseitig ausgelegt und vor allem realisiert als Geldwirtschaft. Schon Kindern oder Eltern wird suggeriert, dass ein Kind sein eigenes Bankkonto haben muss. Au\u00dferdem <em>muss<\/em> es die Schule mit Abitur abschlie\u00dfen, um dann zu studieren. Nach Eignung und Neigung wird h\u00e4ufig nicht gefragt.<\/p>\n<p>Es herrscht die fast schon klischeehafte Haltung: \u201eMein Kind soll es mal besser haben!\u201c \u201eDu m\u00f6chtest doch auch viel Geld verdienen, um gut leben zu k\u00f6nnen.\u201c Man denkt meist an einen Bombenjob, ein H\u00e4uschen, ein oder zwei Autos (falls eigene Kinder erw\u00fcnscht sind), tolle Klamotten, s<\/p>\n<p>ch\u00f6nen Urlaub, auch wenn er kostspielig ist und vieles mehr. Der Staat f\u00f6rdert diese Lebenseinstellung; ich nenne sie unverhohlen \u201ematerialistisch\u201c. Ich mag das Gejammer der Regierung nicht mehr leiden: Wohlstand und Wirtschaftskraft nehmen ab und halten bald keinen internationalen Vergleich mehr aus. Wo leben wir denn? Ist Deutschland nicht immer noch reich genug? Aber offenbar nicht wohlhabend genug, um Migranten aufzunehmen, oder Fl\u00fcchtlinge aus Krisengebieten, wozu uns in Frieden und Sicherheit Lebenden jegliche Vorstellungskraft f\u00fcr ihr Elend mangelt.<\/p>\n<p>Die Friseurin, die ich immer gern aufsuche, sie kommt urspr\u00fcnglich aus der T\u00fcrkei, hat mich allerdings korrigiert: \u201eLeben wir wirklich im Wohlstand?\u201c Sie bezieht sich mit ihrer Kritik auf Selbstst\u00e4ndige und auf die Mittelschicht, sowie auf Angestellte und Arbeiter mit niedrigem Einkommen. Nat\u00fcrlich hat sie recht! Denn gerade diese Menschen k\u00f6nnen ihre Mieten kaum noch bezahlen! Es gibt also allemal auch Lohnungerechtigkeit, so dass Frauen immer noch geringere L\u00f6hne haben als M\u00e4nner, und auch dergestalt, dass die Geh\u00e4lter in den neuen Bundesl\u00e4ndern in der Regel geringer ausfallen.<\/p>\n<p>Indes sind kapitalistische Mechanismen, Regulierungen und vor allem die Anh\u00e4ufung von Kapital,<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> allerdings vornehmlich f\u00fcr die Reichen, zu einer allgemein vorauszusetzenden Ideologie geworden.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Viele Menschen sind dadurch aber nicht gl\u00fccklicher geworden, falls Gl\u00fccksichsein \u00fcberhaupt noch als erstrebenswert gilt. Wom\u00f6glich n\u00e4hern wir uns US-Amerikanischen Verh\u00e4ltnissen, wo Arbeitnehmer bereits bis zu vier Jobs oder mehr im Leben nacheinander (oder teilweise gleichzeitig) aus\u00fcben, um sich \u00fcber Wasser zu halten. In China wurden Menschen zu Arbeitstieren gez\u00fcchtet; in S\u00fcdkorea gilt es als Ideal, <em>keine Kinder<\/em> zu haben. <em>Arbeiten, um zu leben<\/em>. Oder: <em>Leben, um zu arbeiten<\/em>. F\u00fcr viele Menschen ist das offenbar keine Alternative mehr. Vermutlich gibt es daher Arbeitsverweigerer: Sie k\u00f6nnen einen gewissen Lebensstandard auch ohne Arbeit aufrechterhalten, oder der Lohn ist jeweils so gering, dass es sich f\u00fcr sie (vermeintlich) nicht lohnen w\u00fcrde, einer T\u00e4tigkeit nachzugehen.<\/p>\n<p>Schauen wir kurz zur\u00fcck nach Weihnachten 2025: Mir fiel (wiederholt) das Wehklagen aus den Reihen der Wirtschafts- und Gesch\u00e4ftswelt auf: der Konsum der B\u00fcrger ging deutlich zur\u00fcck. Doch gab es Worte der Solidarit\u00e4t mit den Menschen, die unter Krieg, Hunger, Krankheit leiden \u2013 in vielen Weihnachtspredigten, auch Mahnworte an Autokraten und Kriegsf\u00fchrer. Es ist auch notwendig, dass Menschen in L\u00e4ndern, die das Privileg des Friedens und der Sicherheit genie\u00dfen d\u00fcrfen, auch einmal an Ihresgleichen, an Familien, Kinder, Notleidende an Orten des Schreckens und des Todes denken \u2013f\u00fcr sie gab es kein wirkliches Weihnachten, kein Christmas Eve, sondern ein <em>Eve on Destruction<\/em>.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Der ideologische F\u00fchrer und Diktator der Russischen F\u00f6deration verheizt zehntausende Menschen aus seinem Volk als Soldaten f\u00fcr einen sinnlosen Krieg, den er aggressiv gegen die Ukraine begonnen hat und gnadenlos weiterf\u00fchrt. Nordkoreanische Soldaten und inzwischen Afrikaner, die im guten Glauben in Russland Jobs zu finden meinen, werden bedenkenlos geopfert. Nat\u00fcrlich ist Trump als \u201eHorrorclown\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> der denkbar ungeeignetste Vermittler zwischen Putin und Selensky. Der Amerikaner erinnert eher an einen Cowboy, Businessman, Unternehmer als an einen seri\u00f6sen Politiker. Ihm geht es de facto stets darum, einen good deal<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> auszuhandeln. Doch w\u00e4hrend er durch \u00fcberh\u00f6hte Z\u00f6lle, gierigem Blick auf neu zu erschlie\u00dfende Ressourcen in Alaska und Gr\u00f6nland, Schw\u00e4chung der Justiz, massive Beschneidung der Universit\u00e4ten, radikaler Minimierung der Sozialleistungen f\u00fcr die B\u00fcrger in Amerika, Leugnung des Klimawandels u.v.m. au\u00dfen- und innenpolitisch einiges \u201enieder<em>trump<\/em>elt\u201c, ist er f\u00fcr andere Autokraten eher ein Partner als ein w\u00fcrdiger Gegner. Putin lacht ihn aus im Stillen!<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>Aber bleiben wir nochmals beim Wohnraum und bei Wohnungsnot. Wir haben, bei allgemeinem Wohlstand in der Gesellschaft, eine hohe Zahl an Nichtsesshaften oder Obdachlosen,<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Menschen, die keinen festen Wohnsitz haben und im \u00f6ffentlichen Raum, im Freien oder in Notunterk\u00fcnften <em>hausen<\/em> m\u00fcssen. Sie werden nicht selten diskriminiert, bis hin zu Gewaltanwendungen.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Die Diskriminierung beginnt sprachlich: Berber, Penner, Streuner, Strolch. Die Ursachen dieser offenkundigen Not, vor der wohlsituierte B\u00fcrger oft die Augen verschlie\u00dfen; Sozialarbeiter, street worker, Die Heilsarmee ausgenommen, sind komplex: gescheiterte Ehe, kein famili\u00e4rer R\u00fcckhalt, Verlust der Arbeitsstelle, Verschuldung, finanzieller Ruin, Verzweiflung, Depression, Flucht in Drogen- oder Alkoholkonsum.<\/p>\n<p>Meine Befragungen bei Ordnungsamt und Polizei ergaben, dass es f\u00fcr die Obdachlosen in Bonn eine gewisse Grundversorgung g\u00e4be; das bedeutet, dass sie f\u00fcr wenig Geld an einer Anlaufstelle Essen erhalten. Wer eine wenn auch nur geringe Art Besch\u00e4ftigung nachweisen kann, bekommt unter Umst\u00e4nden einen Platz in einer Wohngemeinschaft. Obdachlose geh\u00f6ren zum Stadtbild; sie bilden zwar eine Solidargemeinschaft: man sieht sie in Gruppen versammelt, andererseits leben die meisten dann doch f\u00fcr sich: sitzen auf der Stra\u00dfe, liegen auf Parkb\u00e4nken oder unter Br\u00fccken oder schlafen in leer stehenden Geb\u00e4uden. In strengen Wintern sind manche schon drau\u00dfen erfroren, obwohl man ihnen eine vor\u00fcbergehende Unterkunft angeboten hatte; bei aller Dem\u00fctigung und Verzweiflung entwickelten sie einen bestimmten Stolz: <em>Wo sie ihr Haupt betten, da sind sie zu Haus!<\/em><\/p>\n<p>Das Wort <em>Haus<\/em> verbindet sich auch mit der Bedeutung <em>Herkunft<\/em>, wo fr\u00fcher seitens besser gestellter Familien des Adels oder h\u00f6herer Beamter, Offiziere, \u00c4rzte oder Bankiers der Anspruch vorherrschte, dass ihre Kinder nur Ihresgleichen, also <em>\u201eaus gutem Hause\u201c<\/em> heiraten durften. Die Herkunft eines Menschen spielt allerdings bis heute eine gro\u00dfe Rolle f\u00fcr eine Reputation in der Gesellschaft. Ein krasses Beispiel bildet die Grundlage f\u00fcr ein ber\u00fchmtes Lied von <em>The Animals<\/em> (1964), ich zitiere aus dem traditionellen und aus der sp\u00e4teren Version, die mehr Verbreitung fand:<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p>There is a house in New Orleans, \/ They call the Rising Sun. \/ It&#8217;s been the ruin of many poor girl (boy) \/ And me, O God, for one. \/\/ If I had listened what Mamma said, \/ I&#8217;d been at home today. \/ Being so young and foolish, poor boy, \/ Let a rambler (Wanderer) lead me astray \/\/ Go tell my baby sister \/ Never do like I have done \/ To shun (meiden) that house in New Orleans \/ They call the Rising Sun. \/\/ Oh mother tell your children \/ Not to do what I have done \/ Spend your lives in sin and misery \/ In the House of the Rising Sun (\u2026)<br \/>\nIn beiden Songversionen ist die Mutter eine Schneiderin, der Vater (bei The Animals) ein Spieler, der sich dem Alkohol hingibt; in der \u00e4lteren Version wird ein Vater gar nicht erw\u00e4hnt; stattdessen ist es der Freund der Tochter, der \u201esich die Kante gibt\u201c (s\u00e4uft). Viele Hinweise belegen, dass es sich bei dem \u201ebesungenen\u201c Haus urspr\u00fcnglich um ein Bordell handelte, wozu der Name des Etablissements auch trefflich passt: <em>The House of the Rising Sun<\/em> \u2013 ein Freudenhaus!<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Solche Lebensbedingungen oder Verh\u00e4ltnisse gibt es bis heute; sollten wir sie einfach ignorieren oder gar verurteilen?<\/p>\n<p>Lassen Sie uns nochmals \u00fcber Haus, Wohnen und Wohnung nachdenken. aus: <em>Schaffe, schaffe, H\u00e4usle baue<\/em> (aus dem Schwabenl\u00e4ndle) zeugt von der Liebe zum Eigenheim und zur notwendigen Sparsamkeit. Martin Heidegger trifft die existentielle Bedeutung des Wohnens: \u201eBauen ist (\u2026) nicht nur Mittel und Weg zum Wohnen, das <em>Bauen<\/em> ist in sich selber bereits wohnen.\u201c \u201eMenschsein hei\u00dft: als Sterblicher auf der Erde sein, hei\u00dft: <em>wohnen<\/em>.\u201c \u201eDas Wohnen aber ist <em>der Grundzug<\/em> des Seins, demgem\u00e4\u00df wir Sterbliche sind.\u201c<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Haus und Wohnen, Bauen und Wohnen sind also \u2013 nicht nur nach Heidegger \u2013 etwas Existenzielles; man denke nur an das gute alte englische Sprichwort: <em>My home is my castle<\/em> oder <em>East, West, home&#8217;s best<\/em>. Das bedeutet:<\/p>\n<p>Komfort und Sicherheit: Das Zuhause vermittelt Geborgenheit, wo man sich entspannen, ganz man selbst sein und sich vor der Au\u00dfenwelt sicher f\u00fchlen kann. Zugeh\u00f6rigkeit: Es ist ein Ort, an dem Sie Ihre eigenen Regeln, Erinnerungen und Menschen (Familie\/geliebte Menschen) haben, die Ihnen bedingungslose Unterst\u00fctzung bieten und ihn zu einem einzigartigen Zufluchtsort machen.<\/p>\n<p>Emotionaler Zufluchtsort: In Zeiten von Stress oder Einsamkeit fungiert das Zuhause als wichtiger R\u00fcckzugsort, an dem Probleme kleiner erscheinen und Sorgen verschwinden \u2013 ein Gef\u00fchl, das kein anderer Ort bieten kann. Kulturelle Universalit\u00e4t: Das Sprichwort kommt in vielen Kulturen vor (mit Wurzeln in deutschen Sprichw\u00f6rtern) und spiegelt eine gemeinsame menschliche Erfahrung wider, n\u00e4mlich die Wertsch\u00e4tzung der eigenen Wurzeln. Englisch <em>live<\/em> zeigt den Zusammenhang zwischen <em>Wohnen<\/em> und <em>Leben<\/em>, indem es beide Bedeutungen abdeckt; insofern sollte ein <em>living room<\/em> auch stets den gem\u00fctlichen Charakter einer Wohnstube ausstrahlen und nicht nur eine reine Zweckm\u00e4\u00dfigkeit eines Wohnzimmers. Wohnen unter dem Schutz eines Daches, in den eigenen vier W\u00e4nden erf\u00fcllt ein zutiefst menschliches Bed\u00fcrfnis.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Wem es fehlt, vegetiert wom\u00f6glich nur noch so herum.<\/p>\n<p>Lassen Sie uns versuchen, die H\u00f6hen des Evangelisten Johannes zu erklimmen, um vielleicht eine leise Ahnung davon zu bekommen, welche St\u00e4tte Jesus seinen J\u00fcngern bereiten will. Dazu m\u00fcssen wir vermutlich aber erst unsere Unwissenheit bekennen. Jesus sagt: \u201eUnd wenn ich gegangen bin und euch eine St\u00e4tte bereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, (\u2026). Und wohin ich gehe \u2013 ihr wisst den Weg.\u201c Thomas: \u201e<em>Wir wissen nicht, wohin du gehst<\/em>. Wie sollen wir dann den Weg kennen?\u201c (Joh 14,3\u20135). Die Szene ist eingebettet in den Kontext des Abschiedsmahls (Joh 13,1\u201314,31), wo viele wichtige Worte fallen. Dort fragt Simon Petrus, wohin Jesus geht und erh\u00e4lt die Antwort: \u201eWohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen\u201c (Joh 3,36). Die J\u00fcnger bedauern und betrauern sp\u00e4ter geradezu ihr Nichtwissen. Der Evangelist Johannes gibt dem Thomas immerhin doch eine Antwort, diese f\u00e4llt aber geradezu philosophisch aus: <em>\u201e<\/em><em>Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater au\u00dfer (denn) durch mich\u201c<\/em> (Joh 14,6).<\/p>\n<p>Die Rede von Ort, Haus, St\u00e4tte und Wohnen ist metaphorisch gemeint: der johanneische Jesus spricht von der innigen Gemeinschaft, die der \u201eVater im Himmel\u201c und Jesus anbieten (Joh 14,23):\u00a0 \u201eWenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm <em>wohnen<\/em>.\u201c Der Ort, den Jesus bereitet, korrespondiert mit der Wohnung, in der sich Vater und Sohn bei gl\u00e4ubigen, ihnen vertrauenden Menschen einrichten. Im einleitenden Satz der Abschiedsrede hei\u00dft es: \u201eIm Haus meines Vaters sind viele Wohnungen \u2026\u201c.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/p>\n<p>Offenbar gerade deshalb blicken Menschen gen Himmel und hoffen, dass ihre Liebsten und sie selbst einmal dorthin gelangen und dort paradiesisch gut aufgehoben sind. Mindestens den Gl\u00e4ubigen ist ja auch kraft ihres Gottvertrauens jeweils eine Wohnung oder St\u00e4tte dort zugesagt. Das entspricht nicht nur einem naiven Kinderglauben; auch Erwachsenen ist solch eine Hoffnung zu Eigen, wie es sich bei Bestattungen und Trauerfeiern erleben l\u00e4sst. Die schier unendliche Weite des Himmels wie auch der Meere und Ozeane \u2013 wo die Horizonte sich unseren Blicken entziehen, hat Caspar David Friedrich als Maler der deutschen Romantik gemalt in dem ber\u00fchmten Gem\u00e4lde <em>M\u00f6nch am Meer<\/em>.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Einsam und verloren steht ein Menschlein am Gestade des Meeres,<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> offenbar ohne Zufluchtsort:<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Nicht zu Unrecht weckt Friedrichs <em>M\u00f6nch am Meer<\/em> die Assoziation von Unendlichkeit bei Betrachtern. Es sei dahingestellt, ob das Bild schon deshalb \u201ereligi\u00f6se Valenz\u201c hat; auch muss der winzige Mensch am Ufer des Meeres, angesichts des gewaltigen Himmels, nicht unbedingt als Repr\u00e4sentant einer Religion gelten. Er ist einfach ein alter Mann, \u00fcber Verlorenheit des Menschen und Vergeblichkeit seines Tuns sinnierend. Wichtig scheint es, dass sich dem Betrachter die Identifikation mit dem Alten anbietet, der leider unausrottbar als M\u00f6nch in der Rezeptionsgeschichte des Bildes angesehen wird.<\/p>\n<p>Die Vorstellung vom Himmel als Wohnung Gottes ist in den meisten Religionen verbreitet.<\/p>\n<p>Im JohEv wird aber zus\u00e4tzlich auf Wohnungen als bleibende Wohnst\u00e4tten \u2013 nicht als vor\u00fcbergehende Bleibe \u2013 angespielt: als \u201eeine dauernde und universale\u201c \u201eGemeinschaft mit Gott\u201c.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Die Evangelien haben Worte hinterlassen vom \u201eReich der Himmel\u201c (synonym f\u00fcr \u201eReich Gottes\u201c), z.B. \u201eKehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe\u201c (Mt 3,2); \u201eGl\u00fcckselig, die arm sind vor Gott; denn ihnen geh\u00f6rt das Himmelreich\u201c (Mt 5,3). Ein Psalmbeter sagt:<\/p>\n<p>\u201eWenn ich deinen Himmel sehe, das Werk deiner Finger, (\u2026): Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst (Sorge f\u00fcr ihn tr\u00e4gst)? Du hast ihn wenig geringer gemacht als Gott, mit Ehre und Hoheit ihn gekr\u00f6nt. Du hast ihn zum Herrscher gesetzt \u00fcber die Werke deiner H\u00e4nde, alles hast du ihm unter die F\u00fc\u00dfe gelegt (\u2026).\u201c<\/p>\n<p>Das erinnert ein wenig an den Mythos vom Auftrag Gottes an Adam (den Menschen schlechthin), den Garten Eden zu <em>bebauen<\/em> und zu bewahren (Gen 1,26\u201331; 2,4b\u20138). \u00d6kologisch gesehen, k\u00f6nnte man die Erde insgesamt als \u201eGarten\u201c ansehen. Nur wurde dieser Garten, der ehemals sehr sch\u00f6n war, zum \u00dcberma\u00df mit Stra\u00dfen, H\u00e4usern und asphaltierten Pl\u00e4tzen bebaut, die uns Menschen besonders in den Gro\u00dfst\u00e4dten t\u00fcchtig einheizen. Unsere Spezies ist offensichtlich nicht intelligent genug, um rechtzeitig zu erkennen, dass jede Zuwiderhandlung gegen Pflanzen und Tiere \u2013 gegen den Kreislauf der Natur sich (an uns) r\u00e4chen wird. Der Klimawandel ist angesichts der Ausbeutung, Vernichtung und Zerst\u00f6rung, die Menschen auf diesem Planeten blindlings und willentlich ver\u00fcbt haben, eine logische, aber auch erschreckende Folge. Und es wird weiter herumgetr<em>u<\/em>mpelt \u2026.<\/p>\n<p>Und \u00fcblicherweise, wenn massive Probleme offenbar werden, schiebt es einer auf den anderen, eine Institution auf die andere, ein Land auf das andere. Auch dieses Verhalten zeugt von der zum Himmel schreienden Dummheit des Menschen! Ich habe einen Film vor Augen: Au\u00dferirdische beobachten die Menschheit, sind entsetzt, wie diese den Planeten Erde herunterwirtschaftet und langsam zerst\u00f6rt; sie beschlie\u00dfen, die Erde zu retten, wenn Menschen zeigen, dass sie sich \u00e4ndern k\u00f6nnen. Dies scheint zun\u00e4chst nicht der Fall zu sein, bis es einer Familie gelingt, einen abgesandten Alien (Keanu Reeves<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> als Hauptdarsteller) zu \u00fcberzeugen und er die vernichtende Strafe durch die Au\u00dferirdischen abwehrt.<\/p>\n<p>Ihnen wurde eine zweite Chance zum besseren Umgang mit dem ihr geschenkten Planeten gegeben. Jedoch wurde den Menschen auch aufgezeigt, dass es M\u00e4chte im Universum gibt, die sie sehr genau beobachten und die jederzeit wiederkommen k\u00f6nnen, um die Menschen zu vernichten, wenn diese sich nicht \u00e4ndern. Es br\u00e4uchten keine Aliens sein, die versuchen, uns zu retten; es k\u00f6nnte auch der gute \u201ealte\u201c Gott oder Vater im Himmel sein, der sich um uns sorgt. Aber wollen wir das \u00fcberhaupt?<\/p>\n<p>Ich muss gestehen, es f\u00e4llt schwer, eine hoffnungsvolle Vision f\u00fcr das neue Jahr zu entwerfen; aber wir Menschen brauchen Hoffnung \u2013 der Spruch: \u201eDie Hoffnung stirbt zuletzt\u201c ist mir zu nichtssagend. Manchmal kann man noch h\u00f6ren: Kinder sind Hoffnungstr\u00e4ger; dem steht aber die berechtigte Sorge entgegen, ob wir es noch verantworten k\u00f6nnen, ihnen unsere kaum l\u00f6sbaren Probleme mit all den bereits erzeugten Sch\u00e4den zu \u00fcberlassen. Das Engagement der Generation Z und Generation Alpha<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> zeugt von Informiertheit, Erkenntnissen, vor allem Ernst und Bereitschaft, Entscheidendes zu \u00e4ndern. Aber der Grenzwert f\u00fcr das Vertrauen gegen\u00fcber Politikern strebt gegen Null.<\/p>\n<p>Gibt es einen Ausweg? Kann es sogar mehrere Wege aus der Gefahr und noch mehr: aus Lethargie, M\u00fcdigkeit, Resignation, aber auch aus Bequemlichkeit und Verleugnung, geben?! Quo vadis, Domine? Und: Wo bist Du, Adam? Liebt der Mensch sein Zuhause? Wissen wir \u00fcberhaupt noch zu sch\u00e4tzen, was uns zur Verf\u00fcgung steht? Schaffen wir den n\u00e4chsten Generationen die Voraussetzungen f\u00fcr ein bleibendes Zuhause? \u2013 Oder erwarten wir das nahe Ende, eine neue Erde und leben bereits in der Endzeit? Oder wollen wir Menschen uns ernsthaft auf dem Mond oder auf dem Mars ansiedeln?<\/p>\n<p>Angenommen, die erforderliche Technologie w\u00e4re alsbald konstruiert \u2013 Autokraten, Egomanen und Unterdr\u00fccker m\u00fcssten wir zwangsl\u00e4ufig mitnehmen, k\u00f6nnten wir nicht absch\u00fctteln und hier lassen. Au\u00dferdem w\u00fcrde der weitaus gr\u00f6\u00dfere Teil der Menschheit auf der Erde bleiben, falls wir sie bis dahin durch Kriege \u2013 <em>Apokalypse Now<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><strong>[21]<\/strong><\/a><\/em> \u2013 nicht dezimiert haben sollten, durch atomare, biologische und chemische Waffen ihren Bestand auf ein Minimum reduziert! Ergo behalten die Apokalyptiker, die Propheten der Endzeit, wom\u00f6glich Recht? Tr\u00f6stlich, ermutigend und doch verf\u00fchrerisch und suizidal zugleich: \u201eUnd ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Siehe da, <em>die H\u00fctte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen<\/em>, und sie werden seine V\u00f6lker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein\u201c (ApkJoh 21,1.3). Man lese aber den Kontext: das blutr\u00fcnstige Spektakel zuvor!<\/p>\n<p>Solche Visionen k\u00f6nnen den Trugschluss herbeif\u00fchren, es sei mit der Zivilisation und dem Leben auf diesem Planeten ohnehin bald vorbei, weil \u201eder Vater im Himmel\u201c schon f\u00fcr den neuen Himmel und die neue Erde sorgte. Und deshalb sei es \u00fcberfl\u00fcssig, sich f\u00fcr die alten noch \u00fcberm\u00e4\u00dfig anzustrengen oder sich auch nur den Kopf deswegen zu zerbrechen. Vern\u00fcnftigen Menschen erscheinen solche Gedanken als spekulativ, aber auch gef\u00e4hrlich, weil sie wirklich zur totalen Verantwortungslosigkeit verleiten. Irrwege sind zwar menschlich, aber wir sind grunds\u00e4tzlich bef\u00e4higt, sie zu vermeiden; das setzt Intelligenz, Wissen, eiserne Willenskraft und Zusammenhalt unter Gleichgesinnten voraus. Es gibt Wege aus dem entstandenen Chaos, Auswege \u2013 wenn wir sie zu entdecken bereit sind oder es noch werden. Glaubenskraft und Vertrauen sind vonn\u00f6ten; lebendiges Vorbild sei uns Jesus; er ist \u00a0Weg, Wahrheit, Leben zugleich. Lasst uns im Geiste Jesu neue Wohnr\u00e4ume auf Erden bauen!<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Pfarrer Thomas Bautz<br \/>\n(\u201eim Unruhestand\u201c)<br \/>\nBonn<br \/>\n<a href=\"mailto:bautzprivat@gmx.de\">bautzprivat@gmx.de<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"carpenters -We&#039;ve Only Just Begun\" width=\"625\" height=\"469\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/__VQX2Xn7tI?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Fussnoten<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Da Bibelgebrauch\/ Bibellese in der Gesellschaft abnahmen, haben Praktische Theologie u. Religionsp\u00e4dagogik Methoden der Verfremdung biblischer Texte erarbeitet; Horst Klaus Berg: Biblische Texte verfremdet (<sup>2<\/sup>1988).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Jason W. Moore: Capitalism in the Web of Life. Ecology and the Accumulation of Capital (2015).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Joseph Alois Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie (<sup>10<\/sup>2020); Katherine Stewart: Money, Lies, and God. Inside the Movement to Destroy American Democracy (2025).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Barry McGuire: Eve of Destruction (1965). Songtext; Georg See\u00dflen: Trump &amp; Co. Der un\/aufhaltsame Weg des Westens in die Anti-Demokratie (2025): Trump again: Der Horrorclown und der amerikanische Faschismus (7\u201387): Statt einer Einleitung: Eve of Destruction, 7\u201315: 7f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> See\u00dflen: Trump &amp; Co. Der un\/aufhaltsame Weg des Westens in die Anti-Demokratie (2025); cf. Mary L. Trump: Amerikas Alptraum. Warum Donald Trump nicht zu stoppen ist. Psychogramm einer gespaltenen Nation (2021; 2024); Or.: The Reckoning: Our Nation\u2019s Trauma and Finding a Way to Heal (2021).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Die Gesellschaft f\u00fcr Deutsche Sprache hat \u201eDeal\u201c als Wort des Jahres an zweiter Stelle auserw\u00e4hlt!!<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Anne Applebaum: Die Verlockung des Autorit\u00e4ren. Warum antidemokratische Herrschaft so popul\u00e4r geworden ist (<sup>2<\/sup>2021); Or.: Twilight of Democracy. The Seductive Lure of Authoritarianism (2020): (5) Steppenbrand, 144\u2013172: \u201eBewunderung\u201c f\u00fcr Putin und \u201emoralische Gleichmacherei\u201c (156).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Obdachlosigkeit\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Obdachlosigkeit<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Obdachlosendiskriminierung\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Obdachlosendiskriminierung<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/The_House_of_the_Rising_Sun\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/The_House_of_the_Rising_Sun<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Cf. Wikipedia (s.o.).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Zit.n. Helmuth Vetter: Grundriss Heidegger. Handbuch zu Leben und Werk (2014): (G.) Bauen am Sein (\u00a7 27) (a) Bauen und Wohnen (ii) <em>Das Wohnen als Grundzug des Seins<\/em>, 181\u2013182: 182; Heidegger: Vortr\u00e4ge u. Aufs\u00e4tze 1936\u20131953, Abteilung Ver\u00f6ffentlichte Schriften 1910\u20131976 Vortr\u00e4ge und Aufs\u00e4tze, GA 7 (2000); cf. Heidegger-Handbuch. Leben \u2013 Werk \u2013 Wirkung (hg.v. Dieter Thom\u00e4), 2., \u00fcberarb. u. erw. Aufl. (2013): (I.) Werk (33.) \u201eDas Ding\u201c, \u201eBauen Wohnen Denken, \u201e\u2026 dichterisch wohnet der Mensch \u2026\u201c und andere Texte aus dem Umfeld. Unterwegs zum Geviert (Karsten Harris), 250\u2013261: (3.2.) Urspr\u00fcngliches Wohnen, 256\u2013258.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Cf. Peter Biehl: Symbole geben zu lernen. Einf\u00fchrung in die Symboldidaktik anhand der Symbole Hand, Haus und Weg, WdL 6 (1989): (2) Konkretion (2.1) Das Symbol \u201eHaus\u201c (2.1.1) Anthropologische und theologische Reflexionen zu \u201eHaus\u201c und \u201ewohnen\u201c, 73\u201381.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Wohnung (\u03bc\u03bf\u03bd\u03b7, \u03bc\u03bf\u03bd\u03b1\u03b9) findet sich im NT nur in Joh 14; Ort (\u03c4\u03bf\u03c0\u03bf\u03c2) auch in Mt u. Lk. Das Wortumfeld f\u00fcr <em>Wohnung<\/em> zeugt von einer engen Verwandtschaft mit <em>Bleiben<\/em>; f\u00fcr Haus (\u03bf\u03b9\u03ba\u03b9\u03b1, \u03bf\u03b9\u03ba\u03bf\u03c2 ) finden sich noch andere Bedeutungen, u.a. Hausstand, Familie, aber auch Tempel.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Der K\u00fcnstler hat zwar seine Bilder weder betitelt noch signiert, doch haben sp\u00e4tere Titelzuschreibungen wie auch \u00c4nderungen in der Kunstgeschichte Verbreitung gefunden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Zur Einsamkeit als auff\u00e4lliges Merkmal, Gertrud Fiege: Caspar David Friedrich mit Selbstzeugnissen und Bild- dokumenten (1977, 1995): \u201eDer M\u00f6nch am Meer\u201c, 37\u201340: 39\u201340.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> <em>Der M\u00f6nch am Meer<\/em> (ca. 1809), \u00d6l\/Lw., (110 x 171,5 cm), Berlin, Nationalgalerie; Werner Hofmann: Natur-wirklichkeit und Kunstwahrheit (2000): Abb. 22 (S. 54) u. Abb. 25 (S. 58); Jens Christian Jensen: Caspar David Friedrich. Leben und Werk (<sup>8<\/sup>1988): (14) \u201eDer M\u00f6nch am Meer\u201c, 106\u2013113 (Abb. 4, Farbtafel).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Charles Kingsley Barrett: Das Evangelium nach Johannes (1990): (30.) Das Scheiden Jesu. Ein Grund der Hoffnung und der Zuversicht (14,1\u201331), 444\u2013458: 445\u2013447: 447.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_Tag,_an_dem_die_Erde_stillstand_(2008)\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_Tag,_an_dem_die_Erde_stillstand_(2008)<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Generation_Z\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Generation_Z<\/a>. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Generation_Alpha\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Generation_Alpha<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Anspielung auf einen Antikriegsfilm (1979) <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Apocalypse_Now\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Apocalypse_Now<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>To Live Means to Live \u2013 Leben bedeutet Wohnen, Wohnen bedeutet Leben | Neujahr | 01.01.2026 | Joh 14,1\u20136 | Thomas Bautz | \u201eEuer Herz erschrecke nicht! 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