{"id":25836,"date":"2025-12-30T18:28:14","date_gmt":"2025-12-30T17:28:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=25836"},"modified":"2025-12-30T18:28:14","modified_gmt":"2025-12-30T17:28:14","slug":"jesaja-611-34-910-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jesaja-611-34-910-11\/","title":{"rendered":"Jesaja 61,1-3(4.9)10.11"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Wenn L\u00f6wenzahn auf Asphalt w\u00e4chst | 2. Sonntag nach dem Christfest | 4. Januar 2026 | Jes 61,1-3(4.9)10.11 | Barbara Signer |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Predigt: Predigttext: Jes 61,1-3(4.9)10.11<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Br\u00fcder und liebe Schwestern<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich schaue am Sonntagabend immer gerne den Weltspiegel. Anfang Dezember gab es da eine Reportage \u00fcber eine syrische Familie zu sehen, die nach 10 Jahren Aufenthalt in Deutschland in ihre syrische Heimatstadt zur\u00fcckkehrte. Der Vater versuchte, seine beiden M\u00e4dchen in einer Schule anzumelden. Dies erwies sich schwieriger als erwartet. Die erste, v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllte Schule lehnte ab, weil die Kinder Arabisch weder lesen noch schreiben konnten. Bei der zweiten Schule werden die M\u00e4dchen wohl aufgenommen. Negativpunkt hier: Die Schulzimmer sind leer: Es gibt keine Tafel, keine St\u00fchle, keine Tische. Der Kommentar des \u00e4lteren M\u00e4dchens war: \u201e<em>Ich find\u2019s in Deutschland viel besser, aber es ist schon ok hier.\u201c <\/em>und blickt dabei zweifelnd im leeren Schulzimmer herum. Mir ist beim Zuschauen fast das Herz gebrochen, als ich mir vorstellte, was diese R\u00fcckkehr in die Heimat f\u00fcr die beiden M\u00e4dchen bedeutet, welchen Kulturschock sie erleiden. Der arbeitsloser Vater ist \u00fcbergl\u00fccklich, wieder zuhause zu sein, und tr\u00e4umt davon, eine Fahrradwerkstatt zu er\u00f6ffnen, doch die Familie wohnt in einem Haus, bei dem noch Fenster und T\u00fcren fehlen. Die Kinder streifen auf der Suche nach Spielkameraden durch die Tr\u00fcmmerw\u00fcste ihres Wohnquartiers. Der j\u00fcngere Bruder ist todungl\u00fccklich: Er war in Deutschland begeisterter Angler, ein Hobby, das er im syrischen Klima wohl kaum noch aus\u00fcben kann. Die Mutter der Familie meint nur tapfer, am Anfang sei alles schwer, aber es werde schon ok sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Warum erz\u00e4hle ich Ihnen das? Ich glaube, es hilft uns zu verstehen, in welche Situation hinein unser Predigttext spricht. Nachdem der persische K\u00f6nig Kyros II. das babylonische Reich erobert hatte, durften alle, die von den Babyloniern verschleppt worden waren, wieder in ihre Heimat zur\u00fcckkehren. Ein Teil der Juden ergriff diese Gelegenheit, um nach Hause zu gelangen. Aber das Leben in Jerusalem entsprach nicht den Vorstellungen der Exiljuden: Es war k\u00e4rglich, Stadt und Tempel lag noch in Tr\u00fcmmern. Die Menschen, die vor gut drei Generationen im Land verblieben waren, waren meistens einfache Menschen, die die Last der Tributzahlungen getragen hatten. Sie empfanden die R\u00fcckkehrer, urspr\u00fcnglich Angeh\u00f6rige der politischen und gesellschaftlichen Elite, als Fremde, die sich nun quasi in ihrer inneren Angelegenheiten einmischten. Politische und soziale Auseinandersetzungen waren die Folge und die politischen F\u00fchrung wurde ihrer Aufgabe nicht gerecht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In diese Situation hinein spricht Jesaja, wenn er sagt: <em>Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir. Denn der HERR hat mich gesalbt, um den Elenden frohe Botschaft zu bringen, er hat mich gesandt<\/em>. Als Erstes m\u00fcssen wir uns fragen, wer dieses <em>ich<\/em> ist. Dar\u00fcber streitet sich allerdings die Forschung. Im ersten Moment denkt man nat\u00fcrlich an den Propheten selbst, denn er ist ja gekommen, um eine Botschaft zu bringen. Es scheint nun aber eine ganz spezielle Person zu sein, die hier spricht, denn sie sagt \u00fcber sich selbst, dass sie den Geist Gottes besitze und gesalbt worden sei. Das sind zwei Eigenschaften, die wir auch aus anderen Stellen der hebr\u00e4ischen Bibel kennen. Die Geistbegabung war urspr\u00fcnglich mit den Rettergestalten im Richterbuch verbunden, die quasi tempor\u00e4r von Gott auserkoren wurden, um mit seiner Hilfe eine akute Krise zu meistern. In sp\u00e4terer Zeit wurde die Geistbegabung zu einer Eigenschaft des K\u00f6nigs. Ebenso hatte die Salbung ihren Ursprung im K\u00f6nigtum. Nicht nur der K\u00f6nig selbst wurde gesalbt, sondern auch Gesandten und Boten, die er auf diplomatische Mission schickte. Die Salbung eines Boten, des Maschiach, bewirkte, dass er an Stelle seines Herrn sprechen konnte. Was er sagte, war auch des K\u00f6nigs Wort. Wir sehen also, dass sich in diesem <em>ich<\/em> sowohl prophetische als auch messianische Z\u00fcge vereinen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Deshalb wird dieser Vers auch sehr oft mit dem ersten Gottesknechtlied in Kapitel 42 in Verbindung gebracht, das in christlicher Tradition auf Jesus bezogen wird. Wenn dieses <em>ich<\/em> davon spricht, dass er gesandt wurde, um den Elenden die frohe Botschaft zu bringen, denken wir als Christen sofort an Jesus und seine Botschaft. Mit diesen Elenden sind aber nicht nur materiell Arme gemeint, sondern auch jene, die die in religi\u00f6ser Hinsicht Not leiden und alles nur noch auf Gott setzen, so wie wir es aus der ersten Seligpreisung der Bergpredigt kennen: <em>Selig die Armen im Geist &#8211; ihnen geh\u00f6rt das Himmelreich<\/em>. (Mt 5,3).<a href=\"applewebdata:\/\/7E7220E5-E4AC-4EAE-8BB2-4121FE220CB8#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was ist nun aber der Auftrag des Gesandten in Jesaja? Sieben Dinge sind ihm aufgetragen worden, wobei die Sieben als Zahl die Vollendung symbolisiert: Er soll den Elenden nicht nur die frohe Botschaft bringen, sondern auch gebrochene Herzen heilen. Dabei geht es wohl eher nicht um Liebeskummer als um Verlust und Zerst\u00f6rung, um die Art Kummer, welche die Menschen Kalifornier vor gut einem Jahr empfanden, als sie die rauchenden Tr\u00fcmmer ihrer abgebrannten H\u00e4user standen. Oder ukrainische Zivilisten, die nach einer Bombennacht in ihr Heim zur\u00fcckkehren und nur noch rauchende Ruinen vorfinden. Das Kaffeeservice von der Urgrossmutter ist zerst\u00f6rt, der Teddyb\u00e4r verschwunden und alle Fotos verbrannt. Nichts ist mehr so, wie es war. Empfindsamen Seelen kann das durchaus das Herz brechen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese ungl\u00fccklichen Menschen zu heilen, geh\u00f6rt zur Aufgabe des Gesandten in unserem Predigttext, aber es gibt noch mehr. Er soll die Gefesselten befreien und ein Jahr des Wohlwollens ausrufen. Bei Ersterem denken wir wohl als Erstes an die Befreiung aus dem Exil, was auch durchaus eine Bedeutung sein kann. Das Jahr des Wohlwollens weckt Erinnerungen an das Jobeljahr (Lev 25,10-13), das alle 50 Jahre ausgerufen werden soll, damit sich alle, die sich in Schuldsklaverei geben mussten, wieder freigelassen werden und nach Hause zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen. Es geht dabei also darum, die urspr\u00fcnglichen Verh\u00e4ltnisse wieder herzustellen. Man kann sich das vielleicht als Reset-Taste vorstellen oder wie es bei den elektronischen Ger\u00e4ten manchmal auch heisst: auf Werkseinstellungen zur\u00fccksetzen. Alle Menschen soll wieder die gleichen Voraussetzungen und M\u00f6glichkeiten erhalten, ihr Leben zu meistern. Vielleicht nicken Sie jetzt zustimmend, denn das ist ja nur gerecht. Was w\u00fcrde das denn f\u00fcr uns bedeuten? Wenn die ganzen Ressourcen und Eigentumsverh\u00e4ltnisse wieder auf Null zur\u00fcckgesetzt w\u00fcrden? Ich glaube, wir in der sogenannten Ersten Welt w\u00fcrden ziemlich auf die Welt kommen, wie man so sch\u00f6n sagt. Wenn wir auf einmal nicht mehr freien Zugriff auf die Ressourcen dieser Welt h\u00e4tten, w\u00fcrde unser Wirtschafts- und Sozialsystem doch ordentlich durchgesch\u00fcttelt werden. Die Lieferengp\u00e4sse w\u00e4hrend der Pandemie haben uns das vor Augen gef\u00fchrt. Und so drehen sich die meisten aktuellen kriegerischen Auseinandersetzung im Grunde ja nur um den Zugang zu Ressourcen, sei es nun in der Ukraine oder in Venezuela oder in afrikanischen L\u00e4ndern. Leider geht es dabei nicht um eine gerechte Verteilung, sondern um die Vorherrschaft.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gleichzeitig mit dem Jobeljahr soll laut Jesaja aber auch ein Jahr der Vergeltung ausgerufen werden.\u00a0 Der hebr\u00e4ische Begriff f\u00fcr <em>Vergeltung<\/em>, der im Original verwendet wird, bedeutet nicht unkontrolliertes W\u00fcten gegen andere, sondern das Wiederherstellen von gerechten Zust\u00e4nden, damit Leben wieder aufbl\u00fchen kann, damit das Leben f\u00fcr uns Menschen wieder lebenswert ist. <a href=\"applewebdata:\/\/7E7220E5-E4AC-4EAE-8BB2-4121FE220CB8#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Es geht also nicht um Rache, sondern noch einmal um Gerechtigkeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der messianische Propheten hat aber noch weitere Aufgaben. Die letzten drei Aufgaben dienen dazu, die Trauer der Bewohner Jerusalems zu beenden. Er ist gesandt, <em>um alle Trauernden zu tr\u00f6sten, um dies bereitzustellen f\u00fcr die, die um Zion trauern: um ihnen einen Kopfschmuck zu geben statt Asche, Freuden\u00f6l statt Trauer, ein Gewand des Ruhms statt tr\u00fcben Geists<\/em>. Wir k\u00f6nnen h\u00f6ren, dass sich die Lebensumst\u00e4nde dramatisch \u00e4ndern sollen! Asche als \u00e4usserliches Zeichen von Trauer und Erniedrigung soll durch einen Kopfschmuck ersetzt werden, worunter man sich eine Kopfbinde oder einen Turban vorzustellen hat, der w\u00e4hrend der Trauerzeit eben gerade nicht getragen wurde. Das Freuden\u00f6l k\u00f6nnte eine Anspielung auf den Brauch sein, nicht nur K\u00f6nige und Priester zu salben, sondern auch einem Gast durch die Salbung mit wohlriechendem \u00d6l eine besondere Ehrung zukommen zu lassen.<a href=\"applewebdata:\/\/7E7220E5-E4AC-4EAE-8BB2-4121FE220CB8#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> In einem Wort: Die Aufgabe des messianischen Propheten ist die grundlegende Verwandlung von Trauer zur Freude, einer Freude so gross, dass ich mich manchmal frage, ob wir das heute in der Schweiz \u00fcberhaupt noch nachvollziehen k\u00f6nnen. Wenn ich manchmal auf Partys oder Feste gehe, sehe ich oft Menschen um mich, die \u00fcberm\u00e4ssig essen oder trinken, aber Freude sehe ich nicht wirklich. Oft lesen wir ja auch in der Zeitung, dass es bei sogenannten Volksfesten zu Verw\u00fcstungen oder gar Verletzten gekommen ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun, die Freude in Jerusalem wird eine ganz andere sein. Ich f\u00fchle mich daran erinnert, dass uns die Evangelien berichten, wie Jesus mit S\u00fcndern isst und trinkt, also feiert. Es wird ihm und seinen J\u00fcngern auch vorgeworfen, dass sie statt fasten Feste feiern. Auch das Fasten kann ja ein Ausdruck der Trauer sein. Jesus reagiert deutlich auf solche Vorw\u00fcrfe, indem er sagt: <em>K<\/em><em>\u00f6<\/em><em>nnen denn die Hochzeitsg<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ste trauern, solange der Br<\/em><em>\u00e4<\/em><em>utigam bei ihnen ist?<\/em> (Mt 9,15) Diese Aussage zeigt, dass Jesu Wirken als Zeit des Festes und der Freude gesehen wird. Deshalb k\u00f6nnen wir den messianischen Propheten aus unserem Predigttext aus christlicher Perspektive mit Jesus identifizieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch die Fortsetzung des Textes weist in diese Richtung: Wenn all das erledigt wurde, wozu der messianische Prophet gesandt wurde, wird Jerusalem wieder aufgebaut werden. Das ist die Prophezeiung des Verfassers dieser Zeilen: Wenn Gerechtigkeit wieder hergestellt ist, wenn alle Gefangenen und Sklaven freigelassen sind, wenn die Armen reich sind und die gebrochenen Herzen heil, wenn Trauer sich in Freude verwandelt hat, dann wird Jerusalem wieder aufgebaut werden. Und die Menschen, die dort leben, werden f\u00fcr alle klar erkennbar Menschen sein, die von Gott gesegnet sind. Da f\u00fchle ich mich nat\u00fcrlich an die Offenbarung des Johannes erinnert, wo es heisst: <em>[Gott] wird abwischen jede Tr\u00e4ne von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, und kein Leid, kein Geschrei und keine M\u00fchsal wird mehr sein; denn was zuerst war, ist vergangen. (Off 21,4)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die beiden letzen Verse unseres Predigttextes antworten auf die Prophezeiung. Sie sind ein Freudenhymnus, der von der Stadt Jerusalem gesungen wird, die hier als Person dargestellt wird: <em>Wie werde ich mich freuen am HERRN! Meine Seele jauchze \u00fcber meinen Gott<\/em>,<em> denn mit Gew\u00e4ndern des Heils hat er mich bekleidet, in den Mantel der Gerechtigkeit h\u00fcllt er mich, wie der Br\u00e4utigam nach Priesterart den Kopfschmuck tr\u00e4gt und wie die Braut sich schm\u00fcckt mit ihrem Geschmeide<\/em>. Auch hier finden wir wieder die Bilder von Braut und Br\u00e4utigam als Versinnbildlichung von Menschen, die im Zustand h\u00f6chster Freude sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Schwestern, liebe Br\u00fcder, wir stehen am Anfang eines neuen Jahres. Es legen nun f\u00fcnf Jahre von Entt\u00e4uschungen hinter uns. Angefangen mit der Pandemie, an deren Folgen wir alle, Alt und Jung, noch zu knabbern haben; \u00fcber den Krieg in der Ukraine, der sich praktisch zeitverzugslos an die Pandemie anschloss, und den Gazakrieg mit all seinem menschlichen Elend auf beiden Seiten. Schliesslich, was ich pers\u00f6nlich besonders schlimm finde, erleben wir zurzeit das Auseinanderbrechen des politischen Gef\u00fcges und unser gesellschaftlichen Werte mit. Mir scheint es, im Moment ist auf nichts und niemanden mehr Verlass. Die Welt der einen liegt materiell in Tr\u00fcmmern und die Welt der anderen droht ideell zu zerbrechen, was bestimmt auch materielle Folgen haben wird. In einer gewissen Weise leben auch wir gegenw\u00e4rtig in einer Welt von entt\u00e4uschten Hoffnungen und zerbrochenen Tr\u00e4umen. Auch bei uns gibt es die Elenden, die Menschen mit gebrochenen Herzen, Menschen, die gefangen, gefesselt sind und auf Freilassung hoffen. Es ist bei uns vielleicht nicht so offensichtlich wie anderenorts, aber sie sind da, und mancheine:r unter uns z\u00e4hlt sich vielleicht dazu. Vertrauen wir doch darauf, dass die Prophezeiung Jesajas auch uns gilt, der messianische Prophet auch zu uns gesandt worden ist, uns zu heilen. Unser Predigttext verwendet das Bild des spriessenden Gartens als Sinnbild f\u00fcr diese Hoffnung. Hoffnung ist ja ein zartes Pfl\u00e4nzchen, aber auch ein z\u00e4hes. Mir kommt bei solchen Gelegenheiten immer der Anfang einer Kindersendung in den Sinn. Da sieht man zu Beginn jeweils wie eine kleiner L\u00f6wenzahn sich durch den harten Asphalt der Strasse hindurch boxt, sich nach der Sonne reckt und immer gr\u00f6sser und st\u00e4rker wird. Die Gartenbegeisterten unter uns wissen, wie z\u00e4h L\u00f6wenzahnpflanzen sind und wie tief ihre Wurzeln hinabreichen. Halten wir also an der Hoffnung fest, dass der messianische Prophet gekommen ist, auch uns zu befreien. Denn gekommen ist er. Wir haben in der Lesung aus dem Lukas-Evangelium geh\u00f6rt, wie Jesus in der Synagoge seiner Heimatstadt aus dem Buch Jesaja genau unseren Predigttext vorgelesen hat. Und danach heisst es:<em> Und er tat das Buch zu, gab es dem Diener zur\u00fcck und setzte sich. \u2026 Da begann er, zu ihnen zu sprechen: Heute ist dieses Schriftwort erf\u00fcllt &#8211; ihr habt es geh\u00f6rt.<\/em> (Lk 4,21)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Barbara Signer<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">St. Gallen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">E-Mail: <a href=\"mailto:barbara.m.signer@gmx.ch\">barbara.m.signer@gmx.ch<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">geb. 1963, Pfarrerin zu je 50% in der Kirchgemeinde Walzenhausen, Kanton Appenzell Ausserrhoden, und der Kirchgemeinde Unteres Rheintal Standort Rheineck, Kanton St. Gallen.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/7E7220E5-E4AC-4EAE-8BB2-4121FE220CB8#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Zapff, Burkhard M., Jesaja 55\u221266, Die neue Echter Bibel: Kommentar zum Alten Testament mit der Einheitsu\u0308bersetzung, Wu\u0308rzburg 2006, S. 390.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/7E7220E5-E4AC-4EAE-8BB2-4121FE220CB8#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Zapff, S. 391.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/7E7220E5-E4AC-4EAE-8BB2-4121FE220CB8#_ftnref3\" name=\"_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Zapff, S. 392.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn L\u00f6wenzahn auf Asphalt w\u00e4chst | 2. Sonntag nach dem Christfest | 4. Januar 2026 | Jes 61,1-3(4.9)10.11 | Barbara Signer | Predigt: Predigttext: Jes 61,1-3(4.9)10.11 Liebe Br\u00fcder und liebe Schwestern Ich schaue am Sonntagabend immer gerne den Weltspiegel. Anfang Dezember gab es da eine Reportage \u00fcber eine syrische Familie zu sehen, die nach 10 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":25831,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[548,1,2,870,157,853,114,349,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-25836","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-2-so-n-christfest","category-aktuelle","category-at","category-barbara-signer","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-kasus","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25836","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25836"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25836\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25837,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25836\/revisions\/25837"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25831"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25836"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25836"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25836"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=25836"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=25836"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=25836"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=25836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}