{"id":25860,"date":"2026-01-07T08:36:36","date_gmt":"2026-01-07T07:36:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=25860"},"modified":"2026-01-07T08:36:36","modified_gmt":"2026-01-07T07:36:36","slug":"matthaeus-313-17-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-313-17-8\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 3,13-17"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Der Himmel steht offen | 1. Sonntag nach Epiphanias | 11. Januar 2026 | Mt 3,13-17 | Barbara Signer |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Predigt<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Br\u00fcder und liebe Schwestern<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Den Predigttext, der f\u00fcr den heutigen 1. Sonntag nach Epiphanias vorgesehen ist, steht im Matth\u00e4us-Evangelium. F\u00fcr die Evangelisten war es enorm wichtig, das Verh\u00e4ltnis zwischen dem T\u00e4ufer Johannes und Jesus zu bestimmen, gab es doch zwischen den ersten Christen und den J\u00fcngern des Johannes eine Rivalit\u00e4t. Die T\u00e4uferbewegung hat Johannes \u00fcberlebt, denn heute noch gibt es im Irak eine Glaubensgemeinschaft, die Mand\u00e4er, die auf die J\u00fcngergemeinde von Johannes dem T\u00e4ufer zur\u00fcck geht. Die Forschung geht heute davon aus, dass Jesus urspr\u00fcnglich ein J\u00fcnger und Sch\u00fcler des Johannes war und von ihm die Taufe erhielt.<a href=\"applewebdata:\/\/C1A2972E-C9DE-47D7-8339-7DABB54A71B4#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Erst sp\u00e4ter hat er sich vermutlich von seinem Lehrer gel\u00f6st und ist eigene Wege gegangen. Es ist also kein Wunder, wenn ein christlicher Evangelist die Notwendigkeit versp\u00fcrte, die Beziehung von Johannes und Jesus zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bei Matth\u00e4us stellt schon die Vorgeschichte mit Geburt und Flucht nach \u00c4gypten klar, dass Jesus etwas ganz Besonderes, ja dass er der auserw\u00e4hlte Sohn Gottes war. Warum also sollte er sich \u00fcberhaupt taufen lassen, muss man sich in dieser Situation fragen.<a href=\"applewebdata:\/\/C1A2972E-C9DE-47D7-8339-7DABB54A71B4#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Wenn wir den Text genauer anschauen, merken wir, dass die Initiative zur Taufe nicht etwa von Johannes ausgeht, sondern von Jesus. Er kommt speziell von Galil\u00e4a an den Jordan, in der Absicht, sich taufen zu lassen. Die Stelle am Ostufer des Flusses, wo Johannes tauft, ist von besonderer symbolischer Bedeutung. Es ist der Ort, an dem sich die Israeliten unter Josua bereit gemacht hatten, nach 40 Jahren der W\u00fcstenwanderung den Jordan zu \u00fcberqueren und endlich in das Land zu gelangen, das Gott dem Volk versprochen hatte.<a href=\"applewebdata:\/\/C1A2972E-C9DE-47D7-8339-7DABB54A71B4#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Was damals der Ort des \u00dcbergangs in eine heilvolle Zukunft im gelobten Land war, wird nun wieder zum Schauplatz eines \u00dcbergangs von grosser Tragweite: Der Himmel wird sich \u00f6ffnen und das Reich Gottes anbrechen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch Johannes empf\u00e4ngt Jesus nicht etwa mit Freuden und voller Begeisterung. Nein, er versucht, Jesus dieses Vorhaben auszureden: <em>Ich h\u00e4tte es n\u00f6tig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir?<\/em> Johannes sieht sein Gegen\u00fcber, Jesus, als den St\u00e4rkeren an. Spannend ist auch die Beobachtung, dass Johannes nicht zur Busspredigt ansetzt und verlangt, dass Jesus seine S\u00fcnden bekenne, so wie er es bei den Pharis\u00e4ern, Schriftgelehrten und allem anderen Volk tut. Johannes scheint sofort klar zu sein, dass dies der Mann ist, von dem er zuvor gesagt hat: <em>Ich taufe euch mit Wasser zur Umkehr; der aber nach mir kommt, ist st<\/em><em>\u00e4<\/em><em>rker als ich; mir steht es nicht zu, ihm die Schuhe zu tragen. Er wird euch mit heiligem Geist und mit Feuer taufen<\/em>. (Mt 3,11) Sp\u00e4tere Exegeten haben aus diesem Verhalten geschlossen, dass Jesus ohne S\u00fcnde sei, f\u00fcr Matth\u00e4us hingegen diskutiert diesen Aspekt gar nicht.<a href=\"applewebdata:\/\/C1A2972E-C9DE-47D7-8339-7DABB54A71B4#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was nun folgt ist in zweifacher Weise wichtig und zentral: Jesus antworten auf Johannes\u2019 Einwand. Im Matth\u00e4us-Evangelium ist es das erste Mal, dass Jesus \u00fcberhaupt spricht. Was das Gewicht dieser Erwiderung noch erh\u00f6ht, ist eine weitere Tatsache. In den Taufgeschichten bei Markus und Lukas bleibt Jesus n\u00e4mlich stumm. Was Jesus in diesem Augenblick bei Matth\u00e4us sagt, muss also wichtig sein: <em>Lass es jetzt zu! Denn so geh\u00f6rt es sich; so sollen wir alles tun, was die Gerechtigkeit verlangt<\/em>. Es geht Jesus darum, der Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen, wobei an dieser Stelle nicht von vornherein klar wird, was genau damit gemeint ist. Weist er mit dieser Bemerkung auf seinen Tod als leidender Gottesknecht voraus? Will er den Christ:innen ein Vorbild geben, wie sie sich selbst verhalten sollen? Oder geht es um die Erf\u00fcllung einer Weissagung?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Um das zu entscheiden, m\u00fcssen wir den griechischen Originaltext zur Rate ziehen. Was ist mit <em>Gerechtigkeit<\/em>wohl gemeint, was mit <em>erf\u00fcllen<\/em>? Das Wort, das im griechischen Urtext f\u00fcr Gerechtigkeit verwendet wird, ist f\u00fcr Matth\u00e4us sehr wichtig, verwendet er es doch immer wieder in seinem Evangelium. Grunds\u00e4tzlich gibt es im biblischen Kontext zwei Bedeutungsm\u00f6glichkeiten: Einerseits k\u00f6nnte es um eine Verhaltensnorm gehen, die Gott von Menschen fordert. Er fordert beispielsweise von uns, dass wir unsere Mitmenschen nicht ermorden. Auch Jesus scheint sich einer Forderung Gottes zu stellen: Die geschilderte Situation am Jordan l\u00e4sst darauf schliessen, dass es n\u00f6tig ist, seine Taufe durchzuf\u00fchren. Denn er besteht darauf, trotz des Widerstand des Johannes.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Andererseits kann der Begriff <em>Gerechtigkeit <\/em>auch viel abstrakter verstanden werden. Oft wird er in der hebr\u00e4ischen Bibel verwendet, um die umfassende Rechts- und Heilsordnung zu bezeichnen, die Gott geschaffen hat. Die Frage ist nun, ob dieser Rechtsbegriff mit gemeint ist, wenn Jesus vorhat, durch seine Taufe <em>alles zu tun, was die Gerechtigkeit verlangt. <\/em>Hier m\u00fcssen wir uns darauf besinnen, dass die Taufe des Johannes nicht zu diesem traditionellen System von Geboten und Heilszusagen geh\u00f6rt. Sein Taufritual war in Durchf\u00fchrung und Bedeutung quasi eine Innovation des Johannes. Es war nicht ein Reinigungsbad, wie es damals \u00fcblich war und von jeder Person selbst\u00e4ndig durchgef\u00fchrt werden konnte. Das besondere an der Taufe des Johannes war, dass es zwei Menschen dazu brauchte: einen T\u00e4ufling und einen Taufenden. Das war ein Novum.<a href=\"applewebdata:\/\/C1A2972E-C9DE-47D7-8339-7DABB54A71B4#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Somit ist es eher unwahrscheinlich, dass Jesus mit seinem Ausspruch gemeint hat, dass er nur das Gesetz des Mose erf\u00fcllen wolle.<a href=\"applewebdata:\/\/C1A2972E-C9DE-47D7-8339-7DABB54A71B4#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Der Ausdruck <em><u>alles<\/u> tun, was die Gerechtigkeit verlangt, <\/em>deutet darauf hin, dass es Jesus darum geht, Gottes ganzen Willen zu tun. Dieser Wille geht \u00fcber die Gebote der hebr\u00e4ischen Bibel hinaus und ist viel umfassender. Das <em>alles<\/em> in Jesu Antwort an Johannes weist darauf hin, dass es nicht darum geht, ein spezielles Ritual f\u00fcr den Messias durchzuf\u00fchren. Wir haben aus dem Mund von Johannes selbst erfahren, dass er diese Prozedur gar nicht n\u00f6tig hat. Es geht vielmehr darum, dass Jesus den Christ:innen den Weg weisen will zu dieser neuen, viel umfassenderen Interpretation des Begriffs <em>Gerechtigkeit<\/em>. Weil Jesus sich taufen l\u00e4sst, sollen auch Christen sich taufen lassen. Diese weiter gefasste Gerechtigkeit ist Jesus ein sehr wichtiges Anliegen und er will, dass die Christen ihm auf diesem Weg folgen. So h\u00f6ren wir in der Bergpredigt dazu: <em>Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharis<\/em><em>\u00e4<\/em><em>er nicht weit <\/em><em>\u00fc<\/em><em>bertrifft, werdet ihr nicht ins Himmelreich hineinkommen<\/em>. (Mt 5,20) und am Ende des Evangeliums: <em>Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe<\/em>. (Mt 28,21-20).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir sehen, welch riesigen Bogen diese erste Rede Jesu im Matth\u00e4us-Evangelium aufspannt. Es wird in sich selber zu einer Art Grundsatzerkl\u00e4rung f\u00fcr sein Wirken. Die Taufe durch Johannes ist nicht <u>an sich<\/u> diese neue, \u201ebessere\u201c Gerechtigkeit, sondern Teil davon. Indem Jesus sich der Taufe durch Johannes unterzieht, zeigt er seinen Gehorsam unter Gottes umfassenden Willen und wird so zum Vorbild aller Christen.<a href=\"applewebdata:\/\/C1A2972E-C9DE-47D7-8339-7DABB54A71B4#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir haben uns vorhin auch noch vorgenommen, den Begriff <em>erf\u00fcllen<\/em> im Griechischen noch etwas genauer anzuschauen. Das Verb, das wir im griechischen Urtext finden, wird im biblischen Kontext besonders f\u00fcr das Erf\u00fcllen von prophetischen Weissagungen verwendet und kann in diesem Sinn auch als <em>verwirklichen <\/em>wiedergegeben werden. Interessant ist, dass dieser Begriff im Matth\u00e4us-Evangelium nur f\u00fcr das Handeln von Jesus selbst verwendet wird, beim Handeln der J\u00fcnger wird immer andere T\u00e4tigkeitsw\u00f6rter verwendet. Das kann als Hinweis darauf gedeutet werden, dass es hier um das Handeln des Messias geht, der Gottes Willen umfassend tut.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Den Taufakt selbst beschreibt Matth\u00e4us kaum. Es geht ihm nicht darum, den Ritus und seine korrekte Durchf\u00fchrung zu erkl\u00e4ren, sondern lediglich darum, dass die Taufe vollzogen wurden. Viel wichtiger ist, was Matth\u00e4us unmittelbar danach berichtet: <em>Und siehe da:<\/em> <em>Der Himmel tat sich auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube niedersteigen und auf ihn herabkommen<\/em>. F\u00fcr alle, die es sehen k\u00f6nnen oder wollen, wird hier klar, dass es sich bei Jesus um einen besonderen Menschen handeln muss, denn nun liegt der Geist Gottes auf ihm. Vielleicht klingt in Ihnen noch die Weissagung des Jesaja nach, die Sie heute als Lesung aus der hebr\u00e4ischen Bibel geh\u00f6rt haben: <em>Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, das Recht tr\u00e4gt er hinaus zu den Nationen.<\/em> (Jes 42,1)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der H\u00f6hepunkt der Erz\u00e4hlung von Jesu Taufe ist jedoch der letzte Vers unseres Predigttextes: <em>Und siehe da: Eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe<\/em>. Hier klingt gleich noch einmal die Stelle aus Jesaja 42 nach: <em>Seht meinen Diener, ich halte ihn, meinen Erw<\/em><em>\u00e4<\/em><em>hlten, an ihm habe ich Gefallen<\/em>. (Jes 42,1) So viele erf\u00fcllte Prophezeiungen tun uns nat\u00fcrlich in der Seele gut. Doch geht dabei ein wesentliches Detail beim Lesen leicht unter. Im Advent singen wir oft inbr\u00fcnstig <em>\u201eO Heiland, reiss die Himmel auf\u201c<\/em>. Und jetzt im Augenblick der Taufe geschieht es: Der Himmel steht offen. Das Portal zu einer anderen Welt hat sich ge\u00f6ffnet. In Film und Fernsehen gibt es immer wieder einmal Science-Fiction zu sehen, bei dem solche Portale eine grosse Rolle spielen. Dort ist das Vorhandensein solcher Portale oft mit ziemlich viel \u00c4rger f\u00fcr die Menschheit verbunden und am Ende sind alle froh, wenn sie sich wieder schliessen. Aber bei Matth\u00e4us steht das Portal zum Reich Gottes offen und die ganze Gerechtigkeit Gottes hat nun Gelegenheit in unsere Welt zu kommen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie diese Gerechtigkeit aussieht, erfahren wir insbesondere in der Bergpredigt auf vielf\u00e4ltige Weise. Da geht es zum Beispiel darum, dass man niemanden aus niederen Beweggr\u00fcnden t\u00f6ten soll, ja noch mehr, schon wenn man jemanden \u201eTrottel\u201c nennt, hat man aus Gottes Blickwinkel schon einen Mord begangen und wird mit drastischen Strafen belegt. (Mt 5,21) Das geh\u00f6rt auch zu Gottes umfassender Gerechtigkeit! Die Autofahrer unter uns wissen, wie oft wir da fast t\u00e4glich in Versuchung gef\u00fchrt werden, je nach Temperament. Ich bin gl\u00fccklicherweise meistens allein im Auto, dann bleibt das zwischen mir und meinem Sch\u00f6pfer. Und es gibt noch so vieles mehr. Ein weiteres Beispiel, das uns regelm\u00e4ssig im Alltag einholt, ist, dass wir nicht richten sollen. Wie oft ver- und beurteilen wir Menschen in unserem Alltag: wegen der Kleidung, vielleicht wegen eines Parf\u00fcms oder Aftershave, wegen der Hautfarbe, wegen des Autos, das man f\u00e4hrt, oder der Sprache, die man f\u00fchrt. Mir erkl\u00e4rte einmal eine Kursteilnehmerin, es gehe gar nicht, ein so altes Auto zu fahren, wie ich es tue. Und diese Weihnachten habe von einem riesigen Familienkrach vernommen, der sich daran entz\u00fcndet hat, dass die hochaltrige Grossmutter einen Wortschatz verwendet hat, den wir heute nicht mehr gebrauchen w\u00fcrden, ja nicht mehr brauchen d\u00fcrfen. Gerade die Sprache zeigt uns die Problematik auf, wenn wir \u00fcber jemanden urteilen: Wir vermeiden gewissen Ausdr\u00fccke, aber das Konzept oder das Problem, das wir mit einer Person haben, bleibt. Wir versuchen es mit der Sprache zu verschleiern, statt das Problem an der Wurzel zu packen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Anspruch von Gottes umfassender Gerechtigkeit liegt hier darin, dass wir einander in Liebe annehmen, so wie wir eben sind. Ich war einmal mit einem Kameraden aus dem Milit\u00e4r im Auto unterwegs zu unserem j\u00e4hrlichen Wiederholungskurs. W\u00e4hrend der Fahrt haben wir nat\u00fcrlich vergangene Heldentaten und Eskapaden Revue passieren lassen, als mein Kamerad pl\u00f6tzlich bemerkte: \u201eWeisst du, du bist aber auch ein bisschen speziell.\u201c Ich l\u00e4chelte und dachte bei mir: \u201eJa, mein Lieber, ich finde dich auch etwas speziell.\u201c Laut gesagt habe ich allerdings: \u201eSind wir nicht alle auf unsere Art speziell und machen das Leben so reicher und vielf\u00e4ltiger?\u201c Er verdrehte die Augen und schaute zum Autofenster raus. Er wusste ja, dass ich gerade ein Theologiestudium angefangen hatte. Nun das sind nur wenige Beispiele, wie wir Gottes Gerechtigkeit schon im Kleinen leben k\u00f6nnen. Ich bin sicher, Sie haben da noch viel mehr und vor allem bessere Ideen als ich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Matth\u00e4us-Evangelium erleben wir, wie Jesus uns den praktisch gelebten Weg zu dieser besseren Gerechtigkeit Gottes zeigt, die er uns in der Bergpredigt beschreibt. Er predigt diesen Weg der Gerechtigkeit nicht nur, sondern er geht ihn seinen J\u00fcngern voraus &#8211; und so auch uns. Im Bewusstsein, dass der Himmel jetzt offensteht, k\u00f6nnen wir ihm unbeirrt folgen. Wie Jesus uns verheisst:<em> Selig, die verfolgt sind um der Gerechtigkeit willen \u2013 ihnen geh\u00f6rt das Himmelreich<\/em>. (Mt 5,10) Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Barbara Signer<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">St. Gallen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">E-Mail: <a href=\"mailto:barbara.m.signer@gmx.ch\">barbara.m.signer@gmx.ch<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">geb. 1963, Pfarrerin zu je 50% in der Kirchgemeinde Walzenhausen, Kanton Appenzell Ausserrhoden, und der Kirchgemeinde Unteres Rheintal Standort Rheineck, Kanton St. Gallen.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/C1A2972E-C9DE-47D7-8339-7DABB54A71B4#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Pers\u00f6nliche Notizen zu Jean Zumstein, Grundkurs Neues Testament, Universit\u00e4t Z\u00fcrich, 2004.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/C1A2972E-C9DE-47D7-8339-7DABB54A71B4#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Ulrich Luz, Das Evangelium nach Mattha\u0308us, Bd. 1, Mt 1\u20137 (EKK 1,1), Neukirchen-Vluyn 52002 , S. 211.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/C1A2972E-C9DE-47D7-8339-7DABB54A71B4#_ftnref3\" name=\"_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Christian Zeiske, 1. Sonntag nach Epiphanias: Mt 3,13\u221217 \u00bbAber Liebes, wir sind doch getauft!\u00ab. in: Predigtmeditationen im christlich-j\u00fcdischen Kontext. Zur Perikopenreihe II. Kadmos: Berlin 2025, S. 74.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/C1A2972E-C9DE-47D7-8339-7DABB54A71B4#_ftnref4\" name=\"_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Luz, Matth\u00e4us I\/1, S. 211.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/C1A2972E-C9DE-47D7-8339-7DABB54A71B4#_ftnref5\" name=\"_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Zeiske, S. 72.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/C1A2972E-C9DE-47D7-8339-7DABB54A71B4#_ftnref6\" name=\"_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Luz, Matth\u00e4us I\/1, S. 212.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/C1A2972E-C9DE-47D7-8339-7DABB54A71B4#_ftnref7\" name=\"_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> Luz, Matth\u00e4us I\/1, S. 213.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Himmel steht offen | 1. Sonntag nach Epiphanias | 11. Januar 2026 | Mt 3,13-17 | Barbara Signer | Predigt Liebe Br\u00fcder und liebe Schwestern Den Predigttext, der f\u00fcr den heutigen 1. Sonntag nach Epiphanias vorgesehen ist, steht im Matth\u00e4us-Evangelium. F\u00fcr die Evangelisten war es enorm wichtig, das Verh\u00e4ltnis zwischen dem T\u00e4ufer Johannes und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":25856,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[36,656,1,727,870,157,853,114,676,349,3,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-25860","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-matthaeus","category-1-so-n-epiphanias","category-aktuelle","category-archiv","category-barbara-signer","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-kapitel-03-chapter-03-matthaeus","category-kasus","category-nt","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25860","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25860"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25860\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25861,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25860\/revisions\/25861"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25856"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25860"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25860"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25860"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=25860"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=25860"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=25860"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=25860"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}