{"id":25963,"date":"2026-02-16T08:46:33","date_gmt":"2026-02-16T07:46:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=25963"},"modified":"2026-02-16T08:46:33","modified_gmt":"2026-02-16T07:46:33","slug":"matthaeus-9-14-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-9-14-17\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 9, 14-17"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Risse Im Leben | Aschermittwoch | 18.02.2026 | Mt 9, 14-17 | Uwe Hayno Klaas Tatjes |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">zun\u00e4chst fing alles ganz klein an. Ein Hausbesitzer stellte zun\u00e4chst kleinere, dann immer gr\u00f6ssere Risse in seiner Liegenschaft fest. Dann stand pl\u00f6tzlich ein K\u00fcchentisch schief. Als n\u00e4chstes taten sich in der Umgebung an mehreren Stellen Risse, ja, regelrechte Gr\u00e4ben im Erdreich auf. Schliesslich waren die Risse in H\u00e4usern und Geb\u00e4uden nicht mehr zu \u00fcbersehen, das Gel\u00e4nde wurde f\u00fcr unbewohnbar erkl\u00e4rt, evakuiert und gesperrt. Am Ende verschwand eine ganze Ferienhaussiedlung mit \u00fcber 30 H\u00e4usern und einem Hotel in Falli H\u00f6lli in der freiburgischen Gemeinde Plasselb im Sensebezirk. Kein einziges Haus blieb stehen, als ein Berghang in Bewegung geriet und sich allm\u00e4hlich und schliesslich j\u00e4h talabw\u00e4rts verschob. (Weitere Infos dazu: <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/drohender-felssturz-der-fall-brienz-gr-weckt-in-freiburg-boese-erinnerungen\">https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/drohender-felssturz-der-fall-brienz-gr-weckt-in-freiburg-boese-erinnerungen<\/a>)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn Dinge in Bewegung geraten, wenn pl\u00f6tzlich nicht mehr alles so ist wie vorher, dann tr\u00e4gt das Gewohnte oft nicht mehr. Dann wird uns f\u00f6rmlich der Boden unter den F\u00fcssen weggezogen und wir m\u00fcssen uns neu orientieren und positionieren. Von einer solchen Erfahrung berichtet auch unser heutiger Predigttext. Doch h\u00f6rt selbst:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>14\u00a0Da kamen die J\u00fcnger des Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharis\u00e4er so viel und deine J\u00fcnger fasten nicht? 15\u00a0Jesus sprach zu ihnen: Wie k\u00f6nnen die Hochzeitsg\u00e4ste Leid tragen, solange der Br\u00e4utigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, dass der Br\u00e4utigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten. 16\u00a0Niemand flickt ein altes Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der Lappen rei\u00dft doch wieder vom Kleid ab und der Riss wird \u00e4rger. 17\u00a0Man f\u00fcllt auch nicht neuen Wein in alte Schl\u00e4uche; sonst zerrei\u00dfen die Schl\u00e4uche und der Wein wird versch\u00fcttet und die Schl\u00e4uche verderben. Sondern man f\u00fcllt neuen Wein in neue Schl\u00e4uche, so bleiben beide miteinander erhalten.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Szene ist kurz, aber klar. Da kommen einige und hinterfragen Jesus, wieso er so ausgelassen dasitzen und feiern kann, w\u00e4hrend andere sich abm\u00fchen und das Richtige tun? Wichtig ist, sich auch den Kontext dieser Erz\u00e4hlung vor Augen zu f\u00fchren. Vorher wird n\u00e4mlich berichtet, wie Jesus den Z\u00f6llner Matth\u00e4us trifft (Mt 9,9)und ihn in die Nachfolge beruft. Dieser l\u00e4dt ihn in sein Haus ein, wo, wie es heisst, viele andere Z\u00f6llner und S\u00fcnder sitzen. Gemeinsam sitzen sie zu Tisch und feiern diesen besonderen Tag, diese Lebenswende f\u00fcr Matth\u00e4us. Das ruft die Neider und die religi\u00f6sen Eliten auf den Plan, die Jesus hinterfragen und beklagen, dass er mit fragw\u00fcrdigen Gestalten wie den Z\u00f6llnern, die als Profiteure und Kollaborateure der r\u00f6mischen Fremdherrschaft gelten, als Betr\u00fcger und mit anderen Menschen, die nicht den gesellschaftlichen und religi\u00f6sen Normen entsprechen und die hier pauschal S\u00fcnder genannt werden, zusammensitzen kann? Schliesslich geben Sie, die Pharis\u00e4er, sich doch alle M\u00fche, ihren Lebenswandel gottgef\u00e4llig zu gestalten und alle Regeln einzuhalten. Ihnen schreibt Jesus schon ins Stammbuch, dass Gott Barmherzigkeit und keine Opfer will. (Mt 9,13)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schliesslich kommen in der Szene, die wir heute anschauen, die J\u00fcnger Johannes dazu. Also eigentlich Menschen, mit denen Jesus viel Heu auf derselben B\u00fchne hat. Johannes sp\u00fcrt, dass grosse Dinge in Gang sind und er fordert die Menschen zur Umkehr und Busse auf. Deswegen fasten seine J\u00fcnger ja, als \u00e4usseres Zeichen, dass sie ihr Leben \u00e4ndern wollen, als inneren Kompass, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Jesu Verhalten, sein Feiern mit allerhand fragw\u00fcrdigen Gestalten, muss ihnen als fragw\u00fcrdig, wenn nicht emp\u00f6rend vorkommen. Kann man sich so einfach gehen lassen, anstatt sich ernsthaft vorzubereiten, auf das Neue, das kommt?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Antwort, die Jesus ihnen gibt, ist bildlich und schroff. In allen drei Bildern geht es um einen Riss, der sich auftut. Was w\u00e4re das f\u00fcr eine Hochzeit, wo die Feiergesellschaft zerrissen w\u00e4re zwischen Leid und Freude? Wer weiss nicht, dass es nichts bringt, einen Flicken auf ein St\u00fcck Stoff zu setzen, das schon br\u00fcchig geworden ist. Der abgenutzte Stoff kann den Flicken nicht tragen und der Flicken kann sogar dazu beitragen, dass der Stoff erneut reisst und das Loch gr\u00f6sser wird. Und jeder Winzer wusste damals, dass die Schl\u00e4uche aus Ziegenleder, die man damals zum Lagern des Weines benutzte, mit der Zeit br\u00fcchig werden. Wenn man jungen Wein, in dem noch G\u00e4rungsprozesse ablaufen, dort hineinf\u00fcllt, dann l\u00e4uft man Gefahr, dass der Schlauch reisst und beides, Schlauch und Wein verloren gehen. Ein guter Winzer pr\u00fcft deshalb vorher alle Schl\u00e4uche und w\u00e4gt ab, welche noch f\u00fcr was verwendbar sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn man die Antwort Jesu zusammenfassen will, dann kann man sagen: liebe J\u00fcnger des Johannes, ihr habt schlicht die Zeichen der Zeit nicht erkannt! Ihr wartet auf das Neue, bereitet euch vor auf das, was kommt und merkt gar nicht, dass es l\u00e4ngst gekommen ist. Die, die hier mit mir sitzen, essen und trinken und feiern, die haben es begriffen. Ich bin das Neue, das kommt. Ich bin der Br\u00e4utigam, auf den die Braut gewartet hat. In mir erf\u00fcllen sich all die Geschichten und Prophetien, die vom Messias erz\u00e4hlen. Ja, Gott kommt in diese Welt, aber ganz anders, als ihr es denkt. Da herrscht kein Heulen und Z\u00e4hneklappern, da muss man sich keine Asche aufs Haupt streuen und fasten oder sich kasteien. Man kann sich einfach freuen und feiern, wie es die Z\u00f6llner und S\u00fcnder gerade mit mir tun.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus kritisiert nicht grunds\u00e4tzlich, dass es Regeln gibt, religi\u00f6se Rituale, er kritisiert nicht, dass Menschen sich vorbereiten und sich Dinge versagen, um Ziele zu erreichen. Sie haben ihren Sinn und k\u00f6nnen helfen, sich zu konzentrieren und sich zu orientieren. Aber wenn es zum Selbstzweck wird, wenn man dar\u00fcber das Eigentliche nicht mehr sieht, dann wird all das schal und nutzlos. Was n\u00fctzt alle Fr\u00f6mmigkeit, aller religi\u00f6ser Eifer, wenn ich den Menschen nicht mehr sehen und erkennen, wenn ich Gott nicht erkenne, selbst, wenn er neben mir sitzt? Barmherzigkeit will Gott und keine Opfer. Darum ist Gott doch in die Welt gekommen. Will er selbst den Menschen nahe sein. Weil er weiss, wie schwer es f\u00fcr viele ist. Wie wir Menschen immer wieder scheitern und versagen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die J\u00fcnger des Johannes sind Suchende. Sie sp\u00fcren, dass das Alte und Vertraute nicht mehr tr\u00e4gt. Dass an ihrem Glauben und ihrem Leben vieles Routine geworden ist. Sie suchen nach neuen tieferen Erfahrungen. Sie sp\u00fcren, dass etwas in Bewegung geraten ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn Dinge in Bewegung geraten, wenn pl\u00f6tzlich nicht mehr alles so ist wie vorher, dann tr\u00e4gt das Gewohnte oft nicht mehr. Dann wird uns f\u00f6rmlich der Boden unter den F\u00fcssen weggezogen und wir m\u00fcssen uns neu orientieren und positionieren. Die J\u00fcnger des Johannes sind Suchende. Aber in dieser Geschichte sind sie keine Findenden. Sie sind noch nicht bereit f\u00fcr das Neue, das mit Jesus geschieht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was w\u00fcrde Jesus uns heute sagen? Wo tun sich f\u00fcr uns die Risse und Br\u00fcche auf? Ich denke, die meisten von uns sp\u00fcren, dass es die Kirche, wie wir sie gewohnt sind, nicht mehr ewig geben wird. Viele Menschen erreichen wir schon gar nicht mehr, unsere Gemeinden schrumpfen. Hier und da g\u00e4rt es in der Kirche. Die einen wollen radikal alles neu machen, alle T\u00fcren \u00f6ffnen, m\u00f6glichst viele neue Leute ins Boot holen. Die anderen wollen den Kreis enger ziehen, die Frommen versammeln und sich abgrenzen gegen die Welt oder die anderen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dazu gibt es die Br\u00fcche und Risse, die sich in unserer Gesellschaft, in unserer Weltordnung auftun, Alt gegen Jung, Migration oder Abschottung, regelbasiertes Miteinander oder Weltpolitik als Raubtierdschungel, wo der st\u00e4rkste gewinnt, Gerechtigkeit und Verantwortung oder Gier, Ausbeutung und Profit. Und jeder und jede von uns hat sicher seine eigenen kleinen Risse und Br\u00fcche, mit denen er zu k\u00e4mpfen hat, Probleme in der Partnerschaft oder Familie, eine Krankheit, Stress im Beruf oder nicht verwirklichte Tr\u00e4ume, denen ich nachtrauere.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus w\u00fcrde uns wohl sagen: Ich sp\u00fcre Deine Verunsicherung angesichts all dieser Risse und Br\u00fcche. Ich weiss, dass es Dir am liebsten w\u00e4re, wenn ich Dir ein Rezept g\u00e4be, ein paar Vaterunser t\u00e4glich, drei Wochen Fasten, einmal t\u00e4glich in der Bibel lesen oder dies oder das nicht mehr essen. Aber wenn das Neue kommt, dann ist das nicht das, worauf es ankommt. Wenn sich Risse auftun und Dinge zerbrechen, ist es wichtig, dass Du darauf vertraust, dass ich dennoch da bin. Dass Du keine Angst zu haben brauchst, sondern sogar Grund zur Freude haben kannst, weil ich l\u00e4ngst gekommen bin. Mach Deine Augen auf und feiere mit uns. Wenn die Z\u00f6llner und die S\u00fcnder eine Zukunft haben, warum solltest Du keine Zukunft haben?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Oscar Wilde, der nicht im Verdacht stand, fromm zu sein, hat einmal einen sehr klugen Satz gesagt: Jeder Heilige hat eine Vergangenheit, jeder S\u00fcnder hat eine Zukunft. Ja, wir haben eine Zukunft, weil nicht wir uns darum m\u00fchen m\u00fcssen, dass die Sterne uns gut stehen, die G\u00f6tter uns gn\u00e4dig sind oder wir einfach nur Gl\u00fcck haben. Wir wissen: seit Jesus ist Gott uns nahe, geht die Wege mit. Er l\u00e4sst uns mit den Rissen und Br\u00fcchen des Lebens nicht allein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir k\u00f6nnten uns freilich fragen, ob wir immer bereit sind. Bereit, zu vertrauen, offen, Neues zu wagen, bereit und offen, f\u00fcr das Neue, das mit Jesus kommt. Bin ich bereit, Gott zu vertrauen oder klammere ich mich an das Alte und Gewohnte? Will ich Sicherheit oder bin ich bereit, neue Ufer zu entdecken, wenn alte Gewissheiten zerbrechen? Will ich Tr\u00fcbsal blasen oder glaubensfr\u00f6hlich mit Vertrauen meinen Weg finden? In unseren Gemeinden k\u00f6nnen wir uns fragen, ob wir oft gar nicht mehr den Mut haben, neuen Wein in Schl\u00e4uche zu f\u00fcllen, sondern nur alten Wein in immer von einem alten Schlauch in den anderen umzuf\u00fcllen. Und sind wir als Gemeinden mutig genug, alte Schl\u00e4uche beiseitezulegen, alte Z\u00f6pfe abzuschneiden, um Raum zu machen f\u00fcr neuen Wein und frischen Wind? Betreiben wir nur Flickschusterei oder sind wir bereit, ein neues Kleid anzulegen, als Gemeinde, als Gl\u00e4ubige? Und sind wir bereit, die Glaubensfreude zu sp\u00fcren, allen Unkenrufen zum Trotz?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mir macht der Text Mut. Mut, Vertrauen zu wagen. In die H\u00e4nde zu klatschen und zu wissen, ich bin nicht allein, nicht mit meinen Fragen, meinen Sorgen. Nicht mit meinen Rissen und Br\u00fcchen. In aller Unvollkommenheit kann ich mich nach neuem ausstrecken und Altes hinter mir lassen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die jetzt beginnende Passionszeit l\u00e4dt uns ein, innezuhalten und dar\u00fcber nachzudenken. Zu sp\u00fcren, was tr\u00e4gt und was das Leben heisst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Uwe Hayno Klaas Tatjes,<\/em> Pfarrer, ev.-ref. Gemeinde St. Antoni FR<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liedvorschl\u00e4ge:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">EG=Ev. Gesangbuch Deutschland, RG=Reformiertes Gesangbuch der Deutschschweiz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eingang: EG302\/RG 98, 1-3.5 Du, meine Seele singe<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">EG 396\/RG 659, 1-5 Jesu, meine Freude<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">EG 398\/RG 652, 1-2 In Dir ist Freude<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ausgang: EG 346\/RG 674,5 Amen zu aller Stund<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lesung: Joel 2, 12-19<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kollektengebet:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gn\u00e4diger Gott, Herr unserer Lebenswege,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">wir sind auf so vielen Wegen unterwegs.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie viel M\u00fche wenden wir auf, um ein besseres Leben zu f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die richtige Technik zu finden, um fit und beweglich zu bleiben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Alles zu tun, damit uns die Sterne g\u00fcnstig stehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jene Di\u00e4t zu finden, die uns erm\u00f6glicht, schlank zu bleiben und dennoch aus dem Vollen zu sch\u00f6pfen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir tr\u00e4umen vom grossen Gl\u00fcck oder wenigstens einem kleinen Lottogewinn.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir opfern viel, um es zu etwas im Leben zu bringen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und doch steht der Aufwand oft in keinem Verh\u00e4ltnis zum Ergebnis.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir bleiben hinter unseren Erwartungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir verlieren den Schwung und den Mut.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir scheitern an uns und anderen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir bitten Dich, da wo wir uns verlieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Da, wo wir straucheln.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Da, wo wir entmutigt sind:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Stell uns vom Kopf wieder auf die F\u00fcsse<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und hilf uns, barmherzig mit uns und anderen zu sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gib uns langen Atem f\u00fcr unsere Wege und den Mut,\u00a0 Scheitern einzugestehen und daran nicht zu verzweifeln.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Weil das Gr\u00f6sste, was wir Dir geben k\u00f6nnen, unser Vertrauen ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcrbitte<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lieber Vater,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">es ist gut zu wissen, dass Dein Blick auf unser Leben \u00efmmer ein barmherziger ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du siehst nicht auf uns herab.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du begegnest uns auf Augenh\u00f6he als der menschgewordene Gott.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schenk uns Vertrauen f\u00fcr unsere Lebensreise.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir bitten f\u00fcr die, in deren Leben sich Risse aufgetan haben:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir denken an Menschen, die sich zerstritten haben,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">die nicht wissen, wie und wo sie wieder miteinander ankn\u00fcpfen und einen neuen Anfang machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir denken an Menschen, die entt\u00e4uscht wurden und deren Vertrauen zerbrochen ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir denken an Menschen, die eine schwierige Diagnose bekommen haben oder mit den Einschr\u00e4nkungen einer Krankheit leben m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir denken an Menschen, die ihre Arbeit verloren haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir denken an Menschen, deren Leben durch Gewalt oder Krieg aus den Fugen geraten ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es gibt so viele Risse im Leben, Gott.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Oft treffen sie uns unvorbereitet und schmerzhaft.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hilf uns, nicht zu erstarren und nicht zu resignieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gib uns den Mut, auf Deine Zukunft zu vertrauen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schenk Du uns offene Augen und Herzen f\u00fcr die Menschen, die auf unsere Hilfe und Unterst\u00fctzung warten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Alles, was wir an diesem Morgen noch zu sagen haben, lassen wir einfliessen in die Worte, die uns vertraut sind:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unser Vater\u2026.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Risse Im Leben | Aschermittwoch | 18.02.2026 | Mt 9, 14-17 | Uwe Hayno Klaas Tatjes | Liebe Gemeinde, zun\u00e4chst fing alles ganz klein an. 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