{"id":26231,"date":"2026-04-22T13:11:36","date_gmt":"2026-04-22T11:11:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=26231"},"modified":"2026-04-22T13:11:36","modified_gmt":"2026-04-22T11:11:36","slug":"johannes-151-8-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-151-8-2\/","title":{"rendered":"Johannes 15,1\u20138"},"content":{"rendered":"<h3>Auf die Verbindung kommt es an! | Jubilate | 26.04.2026 | Joh 15,1\u20138 | Winfried Klotz |<\/h3>\n<p>Jesus spricht:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weinbauer. 2 Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, nimmt er weg, und jede, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie noch mehr Frucht bringt. 3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich euch gesagt habe. 4 Bleibt in mir, und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich heraus keine Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so k\u00f6nnt auch ihr es nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich k\u00f6nnt ihr nichts tun. 6 Wer nicht in mir bleibt, wird weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. 7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt, und es wird euch zuteil werden. 8 Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine J\u00fcnger werdet.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Auf die Verbindung kommt es an!<\/h3>\n<p>\u00dcberdeutlich redet unser Predigtwort zu uns von der Beziehung der an Jesus Christus Gl\u00e4ubigen zu ihm. \u201eIch bin der wahre Weinstock\u2026\u201c Es scheint noch andere Weinst\u00f6cke zu geben, die sich als stark, n\u00e4hrend, Lebenserf\u00fcllung versprechend ausrufen; aber sie t\u00e4uschen, sie geben etwas vor, was sie nicht halten k\u00f6nnen. Jesus allein ist <strong>der<\/strong> Weinstock, seine Lebenskraft dringt vor zu den Reben und erm\u00f6glicht ihnen Frucht zu bringen.<\/p>\n<p>\u201eIch bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weinbauer. Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, nimmt er weg, und jede, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie noch mehr Frucht bringt.\u201c<\/p>\n<p>Ich muss etwas ausholen: Warum geh\u00f6ren Sie zur Kirche und bezeichnen sich als Christ? Manche sagen: Meine Eltern haben mich taufen lassen. Ich bin in der christlichen Tradition aufgewachsen. W\u00e4re ich in einem anderen Land aufgewachsen, w\u00e4re ich vielleicht Muslim, Hindu, Buddhist. Andere sagen: die Kirche ist ein Tr\u00e4ger wichtiger sozialer Aufgaben; deshalb unterst\u00fctze ich sie und zahle meine Kirchensteuer. Wieder andere sagen: Ich habe gemerkt, dass ich einen Sinn f\u00fcr mein Leben brauche; den finde ich in der christlichen Religion. Deshalb geh\u00f6re ich zur Kirche. Dann: Ich habe in einer Lebenskrise den Glauben entdeckt und bin deshalb zur christlichen Kirche gekommen.<\/p>\n<p>Es gibt bestimmt noch mehr Beweggr\u00fcnde, zur christlichen Kirche zu geh\u00f6ren. Entscheidend aber ist, dass wir \u2013 welche Gr\u00fcnde uns auch immer zu Glauben und Kirche gef\u00fchrt haben \u2013 in echter Verbindung mit Jesus Christus leben und \u201eFrucht bringen\u201c. Darauf legt unser Wort gro\u00dfen Wert! Das ist nicht einfach damit gegeben, dass wir getaufte Mitglieder der Kirche sind. Das Johannesevangelium m\u00fcsste nicht so betont von Jesus als dem Weinstock \u2013 oder anders, dem Quellgrund \u2013 des Glaubens reden, wenn es sich mit der Zugeh\u00f6rigkeit zur christlichen Gemeinde selbstverst\u00e4ndlich erg\u00e4be. Ich habe eher den Eindruck vom Gegenteil: hineingeboren in christliche Tradition, getauft, durch eine\/n vorbildlichen Pfarrer\/in konfirmiert, beheimatet in kirchlicher Jugendarbeit und trotz Kirchensteuerabzug und s\u00e4kular denkender und lebender Gesellschaft dabei geblieben, bedeutet noch nicht, dass jemand aus dem Quellgrund des Glaubens, aus Jesus lebt. Christsein ist dann ein Lebensger\u00fcst, Kirche ein Ort von Gemeinschaft und Identit\u00e4t. Der stolze Eigenwille regiert weiter das Leben. Gott ist f\u00fcr mich da, muss f\u00fcr mich da sein! Ich selbst mache mein Ding \u2013 er segnet mich doch, aber reinreden darf er mir nur sehr begrenzt. Und Jesus bleibt mir weitgehend ein R\u00e4tsel. Von Gott gesandt, f\u00fcr mich am Kreuz gestorben, auferweckt von den Toten, ER hat seinen Geist gesandt! Das sind dogmatische Formeln aus der christlichen Tradition, deren Gehalt ich nicht in mein Leben integrieren kann und die das s\u00e4kulare Denken der Zeit grunds\u00e4tzlich in Frage stellt. Christsein sei, mit Jesus verbunden sein wie eine Rebe am Weinstock, das sei Gottes Wille, wie geht das? Und ist das \u00fcberhaupt zeitgem\u00e4\u00df? Passt das in heutiges Denken?<\/p>\n<p>Am Anfang meines Theologiestudiums meinte der Studienleiter im Theologischen Konvikt zu mir: So wie Du kann man heute nicht mehr glauben. Und ich wei\u00df noch gut, wie ich mich in endlosen n\u00e4chtlichen Diskussionen aufgerieben habe f\u00fcr meine Sicht des Glaubens. Das f\u00fchrte schlie\u00dflich dazu, dass ich mir sagte: die m\u00fcssen recht haben! Ich muss der Wahrheit die Ehre geben! In mein Tagebuch schrieb ich einen Satz, der im Kern widerspr\u00fcchlich ist: \u201eIch leugne Gott, dass du bist!\u201c Dann geschah etwas \u00dcberraschendes: ich sp\u00fcrte Gottes Gegenwart ganz stark, es war unm\u00f6glich IHN zu leugnen. Damit war f\u00fcr mein Leben und Denken ein Pflock fest eingerammt: Gott ist nicht zu leugnen! Dass ich nachher damit zu ringen hatte, ob Gott mir diese Schuld vergibt, geh\u00f6rt auch zur Geschichte.<\/p>\n<p>Warum erz\u00e4hle ich das? Weil heutiges Denken im Kern atheistisch ist und dies auch in die Theologie ausstrahlt. Ein Professor meinte bei einer Vorlesung zur Apostelgeschichte zur Stelle Apg. 16,7: \u201eKurz vor Mysien versuchten sie, nach Bithynien weiterzuziehen, doch der Geist Jesu lie\u00df es nicht zu.\u201c Das mit der direkten Leitung durch den Geist hat Lukas sich so vorgestellt. Genau das war und ist das Problem in der Theologie: Was nicht in s\u00e4kulares Denken passt, wird auf eine Vorstellung oder Bedeutung reduziert. Es ist nur ein Vorgang im Bereich des Denkens.<\/p>\n<p>(Aber lehrt uns nicht die Sch\u00f6pfungsgeschichte, dass Gott als der Sch\u00f6pfer kein Teil dieser Welt ist? Ist es deshalb nicht n\u00f6tig, die Welt a-theistisch zu betrachten? A-theistisch hei\u00dft hier nicht Gott leugnend, sondern meint, Gott ist kein Bestandteil unserer Rechnung; er entzieht sich, obwohl er wahrzunehmen ist aus seinen Werken. Wir werden seiner nicht gew\u00e4rtig, au\u00dfer im Vertrauen auf ihn.)<\/p>\n<p>Eine Fabel erz\u00e4hlt: Eines sch\u00f6nen Morgens glitt vom hohen Baum am festen Faden die Spinne herab. Unten im Geb\u00fcsch baute sie ihr Netz, das sie im Laufe des Tages immer gro\u00dfartiger entwickelte und mit dem sie reiche Beute fing. Als es Abend geworden war, lief sie ihr Netz noch einmal ab, um es auszubessern. Da entdeckte sie auch wieder den Faden nach oben, an dem sie heruntergestiegen war. Sie hatte ihn in ihrer betriebsamen Gesch\u00e4ftigkeit ganz vergessen. Da sie schlecht gelaunt war und auch nicht mehr wusste, wozu er diene, hielt sie ihn f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig und bi\u00df ihn kurzerhand ab. Sofort fiel das Netz mit ihr in die Tiefe, wickelte sich um sie wie ein nasser Lappen und erstickte sie.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Das klingt dramatisch; viele werden das nicht nachsprechen. Der moderne Mensch in den Industriestaaten kann fast alles ohne Bindung nach oben \u2013 ohne Vertrauen auf Gott. Dass er aber in einer verg\u00e4nglichen Welt und unter der Last von Versagen und Schuld ein rundes erf\u00fclltes Leben haben kann, dazu scheint mir ein Glaube erforderlich, der nur m\u00f6glich ist, wenn man Augen, Ohren und alle Sinne verbarrikadiert und das klagende Herz bet\u00e4ubt.<\/p>\n<p>Wir sind nach Gottes Bild geschaffen, was doch bedeutet, ins Gegen\u00fcber zu IHM gestellt als Menschen, die auf ihn h\u00f6ren und ihm antworten sollen und k\u00f6nnen. Aber zu leben im Gegen\u00fcber zu Gott ist tief gest\u00f6rt, wie die S\u00fcndenfallgeschichte im Bild beschreibt. Der Mensch will sein wie Gott, was zu krasser Gottlosigkeit f\u00fchrt. Das wird im n\u00e4chsten Kapitel, 1. Mose 4, noch zugespitzt: Kain erschl\u00e4gt seinen Bruder Abel. Schlie\u00dflich hei\u00dft es im Vorwort zur Sintflutgeschichte: <em>\u201eDer HERR aber sah, dass die Bosheit des Menschen gro\u00df war auf Erden und dass alles Sinnen und Trachten seines Herzens allezeit nur b\u00f6se war. Da reute es den HERRN, dass er den Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bek\u00fcmmerte ihn in seinem Herzen.\u201c<\/em> (1. Mose 6, 5f.) Es folgt der Untergang in der Sintflut.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, manche sind allergisch gegen diese S\u00fcndentheologie. Das ist da berechtigt, wo die S\u00fcnde gro\u00df und die Gnade klein gemacht wird. Bei Jesus aber lernen wir: Gottes Gnade ist \u00fcber alles menschliche Ma\u00df gro\u00df! Sie reicht auch f\u00fcr Z\u00f6llner und S\u00fcnder, f\u00fcr Menschen, die sichtbar gegen Gottes Wille leben. Umkehr ist auch f\u00fcr sie m\u00f6glich. Und Paulus schreibt: \u201eWo aber die S\u00fcnde m\u00e4chtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel m\u00e4chtiger geworden\u201c (R\u00f6mer 5, 20b). Es gibt keinen Grund kleinzureden oder zu rechtfertigen, was an Bosheit durch Menschen geschieht. Wir alle haben daran mehr oder weniger Anteil. Allen Grund gibt es aber gro\u00dfzumachen, was Gott in der Sendung von Jesus zu unserem Guten getan hat.<\/p>\n<p>Damit kehre ich zur\u00fcck zum Predigtwort aus Johannes 15: Jesus sagt: \u201eIch bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weinbauer. Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, nimmt er weg, und jede, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie noch mehr Frucht bringt.\u201c Fruchtbringen geschieht aus der Verbindung zum Weinstock, es ist zugleich Bedingung f\u00fcr das Bleiben am Weinstock. Fruchtbringen wird in den nachfolgenden Versen von Kapitel 15 vor allem als geschwisterliche Liebe benannt. Es ist klar: Wenn es in einer christlichen Gemeinde vor allem um die Machtfrage geht, wird das Miteinander gest\u00f6rt. Gewiss braucht es eine gute Ordnung, es braucht die die Abgrenzung von Arbeits- und Entscheidungsbereichen. Aber alles muss Hand in Hand geschehen. Keine starre Hierarchie, kein b\u00fcrokratisches Blockieren, weil jemand meinen Machtbereich verletzt hat. Es geht bei der geschwisterlichen Liebe nicht um Sympathie; es geht vielmehr darum, dass wir uns dem Christus Jesus unterordnen, der uns aus Gottes Liebe die T\u00fcr zu Gott aufgesto\u00dfen hat. Wer sich Jesus unterordnet, wird nicht entm\u00fcndigt, sondern erf\u00e4hrt aus der Verbindung mit ihm, betend, sein Wort lesend, Beauftragung und Ausr\u00fcstung. Das \u00fcberwiegt weit erfahrene Dem\u00fctigung. Wir bringen Frucht ganz automatisch aus der Verbindung mit dem Weinstock Jesus (Mk 4,28).<\/p>\n<p>Zur geschwisterlichen Liebe geh\u00f6rt, dass ich meinen Stolz begrabe, die anderen ertrage, Schuld benenne und bekenne, Vergebung erbitte und schenke. Es ist normal, dass es Probleme gibt; es ist normal, dass ich schuldig werde und andere an mir. Tun wir nicht so, als w\u00e4re es etwas Besonderes, wenn jemand mich ignoriert, \u00fcbergeht, ungerecht kritisiert. Das sind kleine Kreuze im Verh\u00e4ltnis zum Kreuz Jesu. Liebe als Frucht der Verbindung mit Jesus und der Kraft seines Geistes flie\u00dft nur, wenn ich in diesem irdischen Schlamassel weitergebe, was mir auch geschenkt wurde: Vergebung und Neuanfang. Das geht nicht leicht, das darf man nicht von mir fordern; es ist ein Geschenk der Stille vor Gott und des seelsorgerlichen Austausch. Ein\/e Seelsorge- und Gebetspartner\/in kann eine gro\u00dfe Hilfe f\u00fcr den Weg im Glauben sein. So kann ich gest\u00e4rkt werden dazu, um Vergebung zu bitten und anderen zu vergeben; das kann einen kr\u00e4ftigen Schub im Miteinander der Gemeinde geben. Eine solche Gemeinde ist anziehend, jedenfalls wenn dies in Ehrlichkeit geschieht, ohne Druck und ohne Heuchelei. Ich muss dabei auch an einen Vers aus dem Jakobusbrief denken: \u201eBekennt einander also die S\u00fcnden und betet f\u00fcreinander, damit ihr geheilt werdet!\u201c Es geht eine gro\u00dfe Kraft aus vom Bekenntnis der S\u00fcnden und dem Gebet f\u00fcreinander.<\/p>\n<p>Bleiben am Weinstock \u2013 das ist doch eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit! Aber warum kreist unser Abschnitt so \u00fcbertrieben darum? Sind wir in Gefahr, den Glauben aufzugeben? Damals lastete ein gro\u00dfer Druck auf denen, die Jesus vertrauten; sie waren eine kleine Minderheit, wurden aus der Synagogengemeinde ausgesto\u00dfen, manchmal auch gesteinigt (Joh. 16,2). Jesus selbst wurde bek\u00e4mpft, weil er nach Meinung der Schriftgelehrten das Gesetz \u00fcbertreten hat; am Sabbat zu heilen war nicht erlaubt. Die Gemeinde des Johannesevangeliums erfuhr Druck und Verfolgung wegen ihres Bekenntnis zu Jesus als Gottes Sohn und Gesandter. Auch deshalb die eindr\u00fcckliche Mahnung: \u201eBleibt in mir, und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich heraus keine Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so k\u00f6nnt auch ihr es nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.\u201c Die Verbindung zu Jesus ist euch geschenkt, ihr geh\u00f6rt doch zu mir, also bleibt mit mir verbunden. Ein lebendiges Leben als Christ\/in ist nur m\u00f6glich, wenn die Verbindung stimmt. \u201eIch bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich k\u00f6nnt ihr nichts tun.\u201c Es geht hier nicht nur um einen Denkvorgang, darum, eine Wahrheit zu verstehen und zu bejahen. Es geht um einen Lebensvorgang. Zu ihm geh\u00f6rt das Bekenntnis: Jesus Christus, mein Herr und mein Gott. Damit beginnt ein Weg in der Spur Jesu. Jesus will sich verk\u00f6rpern, will Gestalt gewinnen in meinem Leben. Der Glaube an sogenannte ewige Wahrheiten ist noch kein Christsein. Das ist christliche Ideologie. Die Fr\u00fcchte eines ideologischen Christentums sind Kreuzz\u00fcge, aber nicht das, was Paulus Frucht des Geistes nennt. Paulus schreibt im Galaterbrief: \u201eDie Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, G\u00fcte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen all dies kann kein Gesetz etwas haben\u201c (Gal. 5, 22-23). Ein ideologisches Christentum kann fromm oder unfromm daherkommen; es kann Rechtgl\u00e4ubigkeit fordern oder eine billige Gnade verk\u00fcnden. Es bringt keine gute Frucht!<\/p>\n<p>\u201eOhne mich k\u00f6nnt ihr nichts tun!\u201c Wir k\u00f6nnen als Christen viel ohne Jesus tun, aber es fehlt all dem die Frucht; Christus gewinnt nicht Gestalt in uns und unter uns! Es fehlt die Erneuerung und Heiligung meines Lebens, es fehlt das fr\u00f6hliche Lob Gottes, es fehlt die dem\u00fctige Liebe zu den N\u00e4chsten. Und es fehlt die Erfahrung: Gott erh\u00f6rt Gebet! H\u00f6ren wir auf, Gott klein zu machen! ER h\u00f6rt Gebet, unser Gebet. ER braucht keine sch\u00f6nen Gebetsliturgien, er m\u00f6chte, dass wir unser Herz vor ihm \u00f6ffnen und sagen, was wirklich unser Anliegen ist. Bleiben wir dran! Und ordnen wir uns wie Jesus in Gethsemane seinem Willen unter. ER macht es gut.<\/p>\n<p>Eine kleine Geschichte zum Schluss; ganz unzeitgem\u00e4\u00df, f\u00fcr moderne Menschen viel zu fromm.<\/p>\n<p>\u201eEin fr\u00fcherer Mitarbeiter Friedrich von Bodelschwinghs erz\u00e4hlt folgendes Erlebnis: Der chirurgische Chefarzt von Bethel musste Bodelschwingh in einem Fall bedauernd mitteilen, dass ein Patient nicht mehr zu retten sei. Da platzte Bodelschwingh mit der Frage an den Professor heraus: &#8222;Haben Sie schon gebetet um seine Rettung?&#8220;<\/p>\n<p>Der Professor und sein Assistent l\u00e4chelten diskret. Bodelschwingh \u00fcbersah das und sagte nur: &#8222;Also nein! Gut, dann will ich jetzt einmal die Sache mit Gott bereden!&#8220; Wohl eine Stunde lang lag er in seinem Zimmer auf den Knien und betete. Danach ging er wieder in das Krankenzimmer jenes Patienten. Hier empfing ihn die pflegende Schwester: &#8222;Herr Pastor, seit einer halben Stunde geht es dem Kranken pl\u00f6tzlich besser!&#8220;<\/p>\n<p>Nach einigen Wochen war der Kranke genesen \u2026\u201c.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> So muss es nicht gehen, so kann es aber gehen da, wo gebetet wird. Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p>Winfried Klotz, Pfr. i. R., Bad K\u00f6nig\/ Odenwald, Jg. 1952, verh., 3 Kinder und ein Enkelkind.<\/p>\n<p>Email: winfried.klotz@web.de<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Fussnoten<\/strong><br \/>\n<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Hoffs\u00fcmmer Kurzgeschichten 99\/05 \u2013 I180; nach J\u00f6rgensen, Dichter aus D\u00e4nemark<br \/>\n<a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> aus: Hoffs\u00fcmmer Kurzgeschichten 99\/05 -II94<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf die Verbindung kommt es an! | Jubilate | 26.04.2026 | Joh 15,1\u20138 | Winfried Klotz | Jesus spricht: 1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weinbauer. 2 Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, nimmt er weg, und jede, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie noch mehr Frucht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":26227,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[39,1,727,157,853,114,350,347,349,3,109,282],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-26231","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-johannes","category-aktuelle","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-jubilate","category-kapitel-15-chapter-15-johannes","category-kasus","category-nt","category-predigten","category-winfried-klotz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26231","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26231"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26231\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26232,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26231\/revisions\/26232"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26227"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26231"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26231"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26231"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=26231"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=26231"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=26231"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=26231"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}