{"id":26233,"date":"2026-04-22T13:15:13","date_gmt":"2026-04-22T11:15:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=26233"},"modified":"2026-04-22T13:15:13","modified_gmt":"2026-04-22T11:15:13","slug":"johannes-151-8-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-151-8-3\/","title":{"rendered":"Johannes 15,1\u20138"},"content":{"rendered":"<h3>Jubilate | 26.04.2026 | Joh 15,1\u20138 | Stephan Lorenz |<\/h3>\n<p><em>Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen<\/em><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater der G\u00e4rtner. Jede Rebe, die keine Frucht bringt, schneidet er ab; und eine jede, die Frucht bringt, beschneidet er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon beschnitten aufgrund des Wortes, das ich zu euch gesprochen habe. Bleibt vereint mit mir, wie ich mit euch, denn wie der Zweig nicht aus sich selbst, ohne den Weinstock, Frucht bringen kann, k\u00f6nnt ihr auch keine Frucht hervorbringen au\u00dferhalb von mir. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Die vereint mit mir bleiben und ich mit ihnen, sind die, die viel Frucht tragen, denn au\u00dferhalb von mir k\u00f6nnt ihr nichts tun. Wer ein Mensch nicht mit mir vereint bleibt, wird er weggeworfen wie eine Rebe und vertrocknet. Solche Reben werden gesammelt und ins Feuer geworfen, wo sie verbrannt werden. Wenn ihr in mir vereint bleibt und meine Worte mit euch, dann bittet, worum ihr wollt, und es wird f\u00fcr euch geschehen. So wird mein Vater verherrlicht, indem ihr viel Frucht tragt, so werdet ihr euch als meine Talmidim (Sch\u00fcler) erweisen<\/em>.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Ich bin der Weinstock \u2013 ihr seid die Reben.<\/em> Eine bekannte Stelle. Wegen ihrer Wirkungsgeschichte auch eine schwierige, problematische. Im Bild des Weinstocks beschreibt sie die Verbindung, die wir zum auferstandenen Christus haben k\u00f6nnen. Christen und Christus sind wie Reben an einem Weinstock.<\/p>\n<p>Johannes l\u00e4sst Jesus sagen: <em>Ich bin der wahre Weinstock<\/em>. Nicht irgendeiner, nein, der wahre. Es gibt auch andere Weinst\u00f6cke. Zur Zeit Jesu und des Johannes ist der religi\u00f6se Markt voll. Viele Philosophien, Lebensentw\u00fcrfe, Religionen, esoterische Zirkel bieten sich an. \u00dcberall werden Gedanken zur Lebenskunst verbreitet. Wenig Unterschied zum Heute. Lebensversprechungen werden uns viele gemacht. Manch einer l\u00e4uft von Versprecher zu Versprecher, ohne letztlich zu finden, was sie f\u00fcr sein Leben versprechen.<\/p>\n<p>Was macht Jesus zu einem Weinstock der besonderen Art, zum wahren Weinstock? F\u00fcr mich ist es die Art und Weise, wie Jesu uns Menschen nahekommt. Er stellt nicht zuerst Forderungen oder Regeln, die man erf\u00fcllen muss, um zum Vertrauen in Gott und ins wahre Leben zu gelangen. Nein, zuerst ist Jesus jemand, der einen annimmt: Du bist wer! Du musst nicht erst jemand werden! Der einfache Fischer, der unbeliebte Z\u00f6llner, der politische Aktivist, der Verr\u00e4ter, der Verleugner, der Auss\u00e4tzige, die Hure, der Gottlose, jeder und jedem wendet sich Jesus zu. Eine Beziehung zu Jesus und Gott muss nicht erst erarbeitet werden, sie ist von Anfang an und immer da. Von Gott wird sie niemals unterbrochen. Wir k\u00f6nnen sie annehmen und erfahren. Darauf k\u00f6nnen wir vertrauen. Heute w\u00fcrde man sagen: Jesus macht uns ein niederschwelliges Beziehungsangebot: \u201aWie auch immer Du lebst und was auch immer du gemacht hast, Du bist es wert, dass ich mich dir zuwende\u2018.<\/p>\n<p>Das zweite: Er gibt. Im Vergleich zu vielen anderen religi\u00f6sen F\u00fchrern und Gruppen steht vornehmlich sein Geben, seine pers\u00f6nliche Hingabe. Im Bild des Weinstocks: er erbringt seine Fr\u00fcchte nicht f\u00fcr den Eigenbedarf, sondern damit sich andere daran freuen k\u00f6nnen, andere leben k\u00f6nnen. Jesus will nichts f\u00fcr sich, hat keinen Hintersinn, kein Interesse, seine eigene Person zu bereichern, bestimmte pers\u00f6nliche Bed\u00fcrfnisse befriedigen. Der Mensch, das Vertrauen in Gott und die Freude am Leben, die Liebe zu den Menschen, ja die Erm\u00f6glichung eines sinnvollen Lebens sind Ziele seines Werbens um uns. Das will Jesus geben.<\/p>\n<p>So k\u00f6nnte man das Bild vom wahren Weinstock, der wirklich uns und unser Leben im Blick hat, verstehen. An ihn k\u00f6nnen wir uns anh\u00e4ngen, aus ihm k\u00f6nnen wir Lebenskraft ziehen. Von diesem Weinstock werden wir gut versorgt.<\/p>\n<p><em>Mein Vater ist der G\u00e4rtner<\/em>, sagt Jesus. Die Reben werden gereinigt \u2013 so geht das Bild weiter. Das l\u00f6st widerspr\u00fcchliche Gef\u00fchle aus. Vielleicht Furcht, oh je: Wenn ich nicht genug Frucht bringe, werde ich abgeschnitten, und werde ins Feuer geworfen.<\/p>\n<p>Doch f\u00fcr Johannes ist Jesus keiner, der Angst machen will. Reinigen bedeutet wieder Beachtung: wir sind wichtig. Ich als Rebe bin wichtig f\u00fcr das ganze Wachsen. Eine wichtige Rebe wird auch gereinigt. So wie wir es gerade in unseren G\u00e4rten tun, wenn wir die B\u00e4ume, B\u00fcsche und Blumen beschneiden, damit sie umso frischer wachsen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir sind nicht perfekt. Da gibt es manches, was wir lieber verbergen wollen, worauf wir nicht stolz sind. Das Bild der Reinigung hei\u00dft auch, Jesus kennt diese Seiten und nimmt sie weg. Sie werden unser weiteres Leben zum Guten nicht mehr behindern.<\/p>\n<p>Die Beziehung zu Jesus bedeutet aber auch: Ich setzte mich mit seinem Lebensangebot, mit seiner Haltung auseinander. So geht Nachfolge, seinem Vorbild folgen, sich von seinem Lebensentwurf leiten lassen. Hei\u00dft auch: Selbstreinigung. Busse tun. Mich besser machen wollen.<\/p>\n<p>Wir sehen und erleben manches, was andere menschliche Vorstellungen vom Leben propagieren, aber letztlich unser Leben verhindert. M\u00f6glicherweise ist es vorteilhafter, Verzicht zu \u00fcben, anderen Raum geben. So wie Gott Raum zum Leben gibt. Das k\u00f6nnte gerade in diesen Kriegszeiten wichtig sein. Wir, die wir in Sicherheit und Wohlstand leben d\u00fcrfen, sollten vielleicht bereit sein, unseren Konsum einzuschr\u00e4nken. Wir sollten nicht den Tyrannen, die der Papst benannt hat, das Wort reden und hinter ihnen herrennen.<\/p>\n<p>Johannes l\u00e4sst Jesus sagen: <em>Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Die vereint mit mir bleiben und ich mit ihnen, sind die, die viele Frucht tragen, denn au\u00dferhalb von mir k\u00f6nnt ihr nichts tun.\u00a0<\/em><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><\/p>\n<p>Wer Jesus nachfolgt, wird sich von seiner Liebe zu den Menschen leiten lassen, wird Frucht bringen. Jede an Jesus h\u00e4ngende Rebe wird ihre Frucht in diese Welt bringen, jede auf ihre Weise, jede mit ihren M\u00f6glichkeiten, jede so wie sie kann. Wir gehen nicht den Weg des eigenen Vorteils, sondern versuchen, das uns geschenkte Leben weiterzugeben. Liebe, Annahme, Verzicht und Ermutigung wird als Frucht f\u00fcr andere in uns wachsen und nach au\u00dfen dringen. Wie es ja jetzt auch viele kreative Ideen und Taten gibt, Fl\u00fcchtlingen, Obdachlosen und in unserer Gesellschaft Abgeh\u00e4ngten zu helfen und zu unterst\u00fctzen. So kann man das verstehen: <em>Die vereint mit mir bleiben und ich mit ihnen, sind die, die viele Frucht tragen, denn au\u00dferhalb von mir k\u00f6nnt ihr nichts tun.\u00a0<\/em><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><\/p>\n<p>Eine Irritation gibt es vielleicht. Wir wissen: es gibt viele Menschen, die nicht an Gott und\/oder Jesus glauben und doch gute, n\u00fctzliche Dinge tun. Ist das alles nichts, weil es nicht aus der Beziehung zu Jesus kommt? Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen Menschen Gutes tun, auch ohne Jesus, keine Frage.<\/p>\n<p>Was unsere Verbindung zu Gott und Jesus bedeutsam macht, ist, dass wir glauben, unser Tun des Guten kommt von Gott. Auf ihn hin wollen wir uns beziehen. Von seinem Wort f\u00fchlen wir uns ermutigt, unseren Weg zum wahren Leben weiterzugehen. Wir wissen aus eigener Erfahrung: Wenn wir ein Problem gel\u00f6st haben, haben wir als n\u00e4chstes vier neue Probleme. Auch das merken wir gerade in diesen f\u00fcrchterlichen Kriegszeiten. Unsere Schritte erweisen sich dann als gut, wenn sie das Konfliktpotential minimieren. Unsere \u201aFrucht\u2018 k\u00f6nnte sein, nicht aufzugeben, das Gute und Wahre f\u00fcr so viel Menschen wie m\u00f6glich zu tun. F\u00fcr die \u00dcberfallenen genauso wie f\u00fcr die Aggressoren.<\/p>\n<p>So weit, so gut. Nun hat dieser Text eine schwierige und problematische Wirkungsgeschichte. Johannes schreibt wohl als Jude. Sein Griechisch ist einfach, tr\u00e4gt starke semitische Z\u00fcge. In seinem Evangelium verl\u00e4sst Jesus niemals das Gebiet Israels. Ja bisweilen ist er Nichtjuden gegen\u00fcber ziemlich reserviert. Seine Adressaten sind zuerst die Juden und Heiden, die sich zu Jesus als dem Messias halten. In zweiter Linie die Synagogengemeinde, repr\u00e4sentiert durch die Pharis\u00e4er, die sp\u00e4teren Rabbiner. Die johanneische Gemeindegruppe wehrt sich gegen die Aussto\u00dfung durch die Synagoge. Der Grund des drohenden Ausschlusses ist offenbar nicht die Behauptung Jesus sei Messias. Wohl auch deshalb kein Grund, weil auch heute noch alle paar Jahre jemand auftritt, der behauptet \u201ader\u2018 Messias zu sein. Der Grund f\u00fcr die heftige Reaktion ist der Anspruch, der gekreuzigte Jesus sei <em>der<\/em> messianische K\u00f6nig. F\u00fcr einen frommen Juden auch heute noch ein \u201ano go\u2018. Das konnten sie von der Schrift her gut begr\u00fcnden. Johannes begegnet diesem Einwand: Gott hat sich in diesen Tod hineinziehen lassen, in der Auferstehung habe er den Tod ins Leben f\u00fcr alle gewendet. Deshalb ist der Tod Jesu seine Verherrlichung und Erh\u00f6hung durch Gott. Die Auferweckung Jesu ist ein g\u00f6ttlicher Akt der Neuerschaffung der Welt. \u201eW\u00e4r\u2018 er nicht erstanden, w\u00e4r\u2018 die Welt vergangen\u201c, dichtet Luther.<\/p>\n<p>Johannes meint, mit dem Bekenntnis zum auferstandenen Jesus als dem messianischen K\u00f6nig w\u00fcrde der j\u00fcdische Glaube nach der Katastrophe des verlorenen Krieges und der Zerst\u00f6rung des Tempels \u201avon Grund auf\u2018 bewahrt werden. Die Reaktion war kr\u00e4nkend. Die an Jesus als den Messias glaubenden geraten in die Ecke der H\u00e4retiker. Und kontern: ihr habt von Gott keine Ahnung. Vielleicht l\u00e4sst sich so der zun\u00e4chst innerj\u00fcdische Streit in der Synagogengemeinde um die Person Jesu beschreiben.<\/p>\n<p>Nun wird verst\u00e4ndlich, dass Johannes Jesus sagen l\u00e4sst: <em>\u201eIch bin der wahre Weinstock\u201c<\/em> Nachfolgende Theologen schlossen daraus, das j\u00fcdische Volk sei von Gott durch Jesus verworfen worden, nehmen als Beleg 5. Mose 32,32: <em>Denn ihr Weinstock stammt von Sodoms Weinstock und von dem Weinberg Gomorras; ihre Trauben sind Gift, sie haben bittere Beeren\u2026 <\/em>Johannes k\u00e4mpft um den Verbleib in der Synagogengemeinde, sp\u00e4tere christliche Tradition interpretiert ihn als Generalverurteilung des j\u00fcdischen Volkes.<\/p>\n<p>Das ist die problematische Traditionslinie dieses Textes. Daraus n\u00e4hrt sich christlicher Antijudaismus, ja Antisemitismus, der in der Theologie und Philosophie des Abendlandes so verbreitet, wie immer noch wirkm\u00e4chtig ist und schlie\u00dflich den Holocaust, den V\u00f6lkermord der Nazis an den europ\u00e4ischen Juden christlich-theologisch und ideologisch vorbereitet hat. In der letzten Woche, am 14.4. gedachte man in Israel des \u201aJom h Shoa\u2018 im Gedenken an den Holocaust.<\/p>\n<p>Ich kann das Evangelium des Johannes nicht lesen, ohne mich dieser antij\u00fcdischen Auslegungsgeschichte zu stellen. Sich zu stellen, hei\u00dft f\u00fcr mich: Scham empfinden. Christliche Kirchen haben es zu wenig geschafft, die Botschaft von der Liebe Gottes, die durch den Juden Jesus allen Menschen offenbart worden ist, f\u00fcr alle offen zu halten. H\u00f6ren wir also auf, fatale Feindbilder, nicht nur antisemitische, zu schaffen, die Menschen immer wieder mit ihrem Leben bezahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Ich lese das Bild vom wahren Weinstock wieder in seinem j\u00fcdischen Kontext: <em>Die vereint mit mir bleiben und ich mit ihnen, sind die, die viel Frucht tragen<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><em>Gottes Heiliger Geist befestige diese Worte in euren Herzen, damit ihr das nicht nur geh\u00f6rt, sondern auch im Alltag erfahrt, auf dass euer Glaube zunehme und ihr selig werdet, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Confiteor:<\/strong><\/p>\n<p>Im Psalm 57 lesen wir: <em>Deine G\u00fcte Gott reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.<\/em> Viele bewundern Gottes G\u00fcte und seine Sch\u00f6pfung nicht. F\u00fcr sie ist alles selbstverst\u00e4ndlich und gegeben. Viele bewundern lieber ihre eigene St\u00e4rke, gebrauchen ausbeuterisch die Erde und ihre Ressourcen nach dem gr\u00f6\u00dften Profit. F\u00fchren vernichtende Kriege. Dass wir Menschen nur Staubk\u00f6rner auf einem Staubkorn in den unermesslichen Weiten des Alls sind, wie die letzte Weltraummission gezeigt hat,<\/p>\n<p>kein Argument. Unsere Erde geht kaputt, Leben wird f\u00fcr viele nachkommende Menschen unm\u00f6glich gemacht. Wir kommen hier zusammen, um die Bewunderung f\u00fcr Gottes Sch\u00f6pfung nicht zu verlernen. Wir wissen: Wir sind ein Sternenstaub, geschaffen und aufgefordert zu bewahren. Deshalb bitten wir am Anfang: <em>Gott, erbarm dich, vergib uns unsere Allmachtsphantasien. F\u00fchre uns zu einem n\u00fctzlichen Leben. Lass uns diesen Gottesdienst mit einem unbeschwerten Herzen und fr\u00f6hlichen Lippen feiern durch Christum, unseren Herrn. <\/em>Und wir erhalten als Antwort: <em>Gott erbarmt sich. Er zeigt in Jesus, wie Leben geht. Alle, die darauf vertrauen, sind Gottes Kinder, und sein Heiliger Geist wir mit ihnen sein. So werden wir selig. Das verleihe Gott uns allen. Amen<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Kollektengebet<\/strong><\/p>\n<p>Gott, der du uns tr\u00f6sten willst in unseren Sorgen und \u00c4ngsten, sei uns gn\u00e4dig und erh\u00f6re unser Gebet. Jesus Christus, in den Evangelien wird das Geheimnis deines Lebens und Sterbens erz\u00e4hlt. Wir bitten dich, dass ihre Erz\u00e4hlungen auch uns Kraft geben, unser Herz erreiche und unsere Taten inspiriere. Das bitten wir in deinem Namen, der Du mit dem Vater und dem Heilgen Geist uns Kraft und Mut zum Leben gibst, heute und f\u00fcr immer. Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>F\u00fcrbitte <\/strong><\/p>\n<p>P: Gott, wunderbar ist deine Sch\u00f6pfung. T\u00e4glich d\u00fcrfen wir das Blau des Himmels schauen, bl\u00fchende Wiesen und Felder, das Gr\u00fcn der B\u00e4ume. Bei Dir, in deinem Wort, finden wir, was unser Leben dar\u00fcber hinaus lebenswert macht: Liebe, Hoffnung, Vertrauen.<\/p>\n<p>A: Gott, wir bitten Dich, hilf uns friedfertig zu werden, damit Frieden werden kann. Lass uns aufstehen gegen die Tyrannen, die Leben vernichten wollen, Gewalt anwenden, Krieg f\u00fchren, St\u00e4dte und D\u00f6rfer zerbomben, Menschen verschleppen, Frauen und Kinder missbrauchen. Wir rufen: Kyrie eleison<\/p>\n<p>B: Gott, lass uns zu unserer Verantwortung stehen, wo wir uns mit unserem Lebensstil an der Zerst\u00f6rung der Erde beteiligen. Wir wissen, sich ver\u00e4ndern ist leicht gesagt und schwer getan, aber wir wollen mit der Kraft deines Wortes unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Welt hinterlassen. Mach uns stark. Wir rufen: Kyrie eleison<\/p>\n<p>C: Gott, lass uns f\u00fcrsorglich werden. Alle Menschen brauchen ihr t\u00e4gliches Brot, wir wollen es gerecht verteilen. Erwecke unser Gef\u00fchl f\u00fcr Gerechtigkeit, auf dass wir nicht nur f\u00fcr uns sorgen, sondern auch die im Blick haben, die Hunger leiden, obdachlos geworden sind, fliehen m\u00fcssen, Angst um ihr Leben haben. Alle Menschen sollen sich an deinen Gaben freuen k\u00f6nnen. Dazu lass uns beitragen Wir rufen: Kyrie eleison<\/p>\n<p>P: Gott, deine Liebe erf\u00fclle uns. Auf dass wir den Trauernden nahe sind, den durch Krieg und Flucht Traumatisierten beistehen. Dein Geist ber\u00fchre uns. St\u00e4rke unser Vertrauen in Dich. Das bitten wir im Namen Jesu Christi, der f\u00fcr uns vom Tod auferstanden ist. Auf dich hoffen wir heute so dringend wie morgen. Amen. Laudate omnes gentes<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Lieder:<br \/>\n<\/strong><strong>317 <\/strong>Lobe den Herren o meine Seele<br \/>\n<strong>262 <\/strong>Sonne der Gerechtigkeit<br \/>\n<strong>100 <\/strong>Wir wollen alle fr\u00f6hlich sein<br \/>\n<strong>115 <\/strong>Jesus lebt, mit ihm auch ich<br \/>\n<strong>108 <\/strong>Mit Freuden zart<br \/>\n<strong>99 <\/strong>Christ ist erstanden<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Verfasst von<\/strong><\/p>\n<p>Stephan Lorenz, Pastor i.R<br \/>\nstephan.lorenz@evlka.de<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Fussnoten<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> \u00dcbersetzung nach David H. Stern: Das j\u00fcdische Neue Testament.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jubilate | 26.04.2026 | Joh 15,1\u20138 | Stephan Lorenz | Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. 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