{"id":26332,"date":"2026-05-20T15:02:03","date_gmt":"2026-05-20T13:02:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=26332"},"modified":"2026-05-20T15:02:03","modified_gmt":"2026-05-20T13:02:03","slug":"apostelgeschichte-21-18-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/apostelgeschichte-21-18-3\/","title":{"rendered":"Apostelgeschichte 2,1\u201318"},"content":{"rendered":"<h3>Von Gottes Geist erf\u00fcllt, getragen und gest\u00e4rkt | Pfingstsonntag | 24.05.2026 | Apg 2,1\u201318 | Peter Schuchardt |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes, und die Gemeinschaft des Hl. Geistes sei mit euch allen! Amen<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Predigttext f\u00fcr heute steht in der Apostelgeschichte im 2. Kapitel:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"font-weight: 400; padding-left: 40px;\"><em>Als das Pfingstfest kam, waren wieder alle zusammen, die zu Jesus geh\u00f6rten. <sub>2<\/sub>Pl\u00f6tzlich kam vom Himmel her ein Rauschen wie von einem starken Wind. Das Rauschen erf\u00fcllte das ganze Haus, in dem sie sich aufhielten. <sub>3<\/sub>Dann erschien ihnen etwas wie z\u00fcngelnde Flammen. Die verteilten sich und lie\u00dfen sich auf jedem Einzelnen von ihnen nieder. <sub>4<\/sub>Alle wurden vom Heiligen Geist erf\u00fcllt. Sie begannen, in fremden Sprachen zu reden \u2013 ganz so, wie der Geist es ihnen eingab. <sub>5<\/sub>In Jerusalem lebten auch fromme Juden aus aller Welt, die sich hier niedergelassen hatten. <sub>6<\/sub>Als das Rauschen einsetzte, str\u00f6mten sie zusammen. Sie waren verst\u00f6rt, denn jeder h\u00f6rte sie in seiner eigenen Sprache reden. <sub>7<\/sub>Erstaunt und verwundert sagten sie: \u00bbSind das nicht alles Leute aus Galil\u00e4a, die hier reden? <sub>8<\/sub>Wie kommt es, dass jeder von uns sie in seiner Muttersprache reden h\u00f6rt? <sub>9<\/sub>Wir kommen aus Persien, Medien und Elam. Wir stammen aus Mesopotamien, Jud\u00e4a und Kappadozien, aus Pontus und der Provinz Asia, <sub>10<\/sub>aus Phrygien und Pamphylien. Aus \u00c4gypten und der Gegend von Kyrene in Libyen, ja sogar aus Rom sind Besucher hier. <sub>11<\/sub>Wir sind Juden von Geburt an, aber auch Fremde, die zum j\u00fcdischen Glauben \u00fcbergetreten sind. Auch Kreter und Araber sind dabei. Wir alle h\u00f6ren diese Leute in unseren eigenen Sprachen erz\u00e4hlen, was Gott Gro\u00dfes getan hat.\u00ab <sub>12<\/sub>Erstaunt und ratlos sagte einer zum anderen: \u00bbWas hat das wohl zu bedeuten?\u00ab <sub>13<\/sub>Wieder andere spotteten: \u00bbDie haben zu viel s\u00fc\u00dfen Wein getrunken!\u00ab <sub>14<\/sub>Da trat Petrus vor die Menge, zusammen mit den anderen elf Aposteln. Mit lauter Stimme wandte er sich an die Leute: \u00bbIhr Leute von Jud\u00e4a, Bewohner von Jerusalem! Lasst euch erkl\u00e4ren, was hier vorgeht, und h\u00f6rt mir gut zu! <sub>15<\/sub>Diese Leute hier sind nicht betrunken, wie ihr meint. Es ist ja erst die dritte Stunde des Tages. <sub>16<\/sub>Nein, was hier geschieht, hat der Prophet Joel vorhergesagt: <sub>17<\/sub>\u203aGott spricht: Das wird in den letzten Tagen geschehen: Ich werde meinen Geist \u00fcber alle Menschen ausgie\u00dfen. Eure S\u00f6hne und T\u00f6chter werden als Propheten reden. Eure jungen M\u00e4nner werden Visionen schauen, und eure Alten von Gott gesandte Tr\u00e4ume haben. <sub>18<\/sub>\u00dcber alle, die mir dienen, M\u00e4nner und Frauen, werde ich in diesen Tagen meinen Geist ausgie\u00dfen. Und sie werden als Propheten reden<\/em>. (Apg 2, 1-18 BasisBibel; Hinweis: ich w\u00fcrde den Text vorher als Epistellesung lesen lassen)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p><strong>Von Gottes Geist erf\u00fcllt, getragen und gest\u00e4rkt<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Schwestern und Br\u00fcder,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir feiern das Heilige Pfingstfest. Wie die anderen beiden gro\u00dfen Feste unserer Kirche, Weihnachten und Ostern, feiern wir es gleich mit zwei Tagen. Das zeigt, wie wichtig und bedeutsam dieses Fest ist. Viele freuen sich \u00fcber dieses lange Wochenende. Und doch: Pfingsten, das ist das unbekannte Fest. Wir feiern Pfingsten, aber nur wenige wissen, warum wir das tun. Das ist schade, denn nat\u00fcrlich ist das Pfingstfest ein wichtiges Fest f\u00fcr unsere Kirche. Und es kann in unserer so verworrenen und gespaltenen Zeit uns helfen, einen Weg zum Miteinander und zur Hoffnung f\u00fcr unsere Gesellschaft zu finden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zuallererst gibt das Pfingstfest uns die Antwort auf die Frage: Was ist die Kirche? Viele denken bei Kirche an die Geb\u00e4ude, an die gro\u00dfen wunderbaren Kirchen in unserem Land, die das Bild einer Stadt, eines Dorfes pr\u00e4gen. Mancher denkt an seine Heimatkirche, mit der er wunderbare Erinnerungen verbindet wie seine Konfirmation oder die Hochzeit. Ja, das sind Kirchen: Wahrzeichen eines Ortes, Heimat des pers\u00f6nlichen Glaubens. Andere denken an die Institution Kirche, an Verwaltung, an Geb\u00fchrenbescheide, an Kirchensteuer. Und auch das ist Kirche. Eine Institution bedeutet im Grunde ja erst einmal nichts anderes als: Bestimmte Aufgaben werden an einzelne Leute verteilt. Wer schon einmal ein Stra\u00dfenfest oder ein Fu\u00dfballturnier organisiert hat, wei\u00df das. Nat\u00fcrlich braucht man solche Einrichtungen, um f\u00fcr 40 Millionen Christen in unserem Land da zu sein. Aber Kirche ist zuallererst und im Kern viel mehr als die Geb\u00e4ude und die Verwaltung. Wie so oft, lohnt es sich, auf die Anf\u00e4nge zur\u00fcckzugucken. Wie fing es denn an mit der Kirche? Denn in den Anf\u00e4ngen stecken Grundlinien, wichtige Erkenntnisse und Entscheidungen, die die weitere Entwicklung dann pr\u00e4gen und bestimmen. Das gilt f\u00fcr jede Ehe. Deswegen erinnern sich Paare an jedem Hochzeitstag daran, wie sie sich kennengelernt haben. Weil da die Entscheidung des Herzens gefallen ist: Wir m\u00f6chten zusammenbleiben! Mit dem Pfingstfest erinnern wir daran, wie es mit der Kirche angefangen hat. Das ist schon lange her, doch wie bei einer langen Ehe gilt: Das, was damals wichtig war, das pr\u00e4gt unser Kirchesein auch heute. Und wenn wir uns die Anf\u00e4nge der Kirche angucken, dann sehen wir: \u00a0Kirche ist zuallererst die Gemeinschaft, die von Gottes Geiste erf\u00fcllt, bewegt und ermutigt wird. Kirche, das sind die Menchen, die sich zu Christus bekennen und die Botschaft seiner Liebe in die Welt weitertragen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00dcber das 1. Pfingstfest berichtet Lukas. Er hat ja neben seinem Evangelium mit der Weihnachtsgeschichte (\u201ees begab sich aber zu der Zeit \u2026\u201c) auch die Apostelgeschichte geschrieben. Darin erz\u00e4hlt er, wie es denn weiterging mit den J\u00fcngern und J\u00fcngerinnen, nachdem Jesus zu Ostern auferstanden ist. Lukas ist der Vater vieler Feste in unserem Kirchenjahr. So beschreibt er die Himmelfahrt Jesu. Und er berichtet ausf\u00fchrlich \u00fcber Pfingsten. Lukas kennt nat\u00fcrlich das Alte Testament, und darum wei\u00df er um die Bedeutung von Zahlen in der Bibel. 40 Tage nach Ostern, nach der Auferstehung, feiern wir Christi Himmelfahrt. 40 ist immer die Zahl der Vorbereitung. Darum ist das Volk Israel 40 Jahre in der W\u00fcste, bevor es in das Gelobte Land kommt. 40 Tage nach Ostern zeigt sich der Auferstandene seinen J\u00fcngern, um sie auf die Zeit nach seinem Weggang vorzubereiten. Er k\u00fcndigt den Heiligen Geist an, den Tr\u00f6ster, den Begleiter, die Kraft Gottes, die auch nun noch in unserer Welt wirkt und Menschen erf\u00fcllt und bewegt. Und dieser Geist kommt 10 Tage sp\u00e4ter, heute, am Pfingstfest. Mancher fragt sich vielleicht, was der Name Pfingsten bedeutet. Er kommt vom griechischen pentekoste und hei\u00dft ganz einfach \u201eder 50.\u201c. Es ist der 50. Tag nach dem Osterfest. Aber die Zahl 50 bedeutet auch: Nun f\u00e4ngt etwas ganz Neues an. Jetzt, mit dem 1. Pfingstfest f\u00e4ngt wirklich etwas Neues an. Denn jetzt beginnt die Zeit der Kirche.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch, liebe Schwestern und Br\u00fcder, Kirche ist nur da, wo Gottes Geist ist. Darum schenkt Gott uns seinen Geist. Wo er wirkt, da k\u00f6nnen Menschen einander verstehen. Da verlassen Menschen das Alte, das Gewohnte. Und dieser Geist hilft, Gottes Wort zu verstehen und auf sein Leben zu deuten. Davon will Lukas uns erz\u00e4hlen. Er macht das ganz wunderbar und beginnt mit den J\u00fcngern und J\u00fcngerinnen, die sich regelm\u00e4\u00dfig treffen. Jesus war ja nicht mehr da, der Auferstandene war nun im Himmel bei seinem Vater. Aber Jesus hatte ja versprochen: Gott wird euch den Geist schicken. Also warten die Frauen und M\u00e4nner miteinander. Manchmal lese ich, die J\u00fcnger seien damals ganz verzagt und mutlos gewesen. Ich denke: sie waren ganz erwartungsvoll. Sie waren gespannt, wann und wie Jesus sein Versprechen einl\u00f6sen wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie ist es mit uns, liebe Schwestern und Br\u00fcder? Vertrauen wir auf Gottes Wort und seine Zusagen? Erwarten wir etwas von ihm? Die J\u00fcnger tun das, und sie werden nicht entt\u00e4uscht. Denn pl\u00f6tzlich kommt Gottes Geist mit Brausen, in Windeseile. Und die J\u00fcnger werden nicht nur durchgepustet. Sie werden erf\u00fcllt mit diesem Geist. Und das kann man sogar sehen. Denn da sind so was wie Feuerzungen zu sehen, die \u00fcber den K\u00f6pfen hin und her t\u00e4nzeln. Nun sind die J\u00fcnger vollauf begeistert, sie sind Feuer und Flamme f\u00fcr Gott. Das erinnert an den brennenden Dornbusch, in dem Gott Mose erscheint. Ein Feuer, das brennt, aber nicht verbrennt. So ist es, mit Gottes Geist erf\u00fcllt zu sein. Und dann gehen die J\u00fcnger nach drau\u00dfen, auf die Stra\u00dfen Jerusalems. Die Stadt ist voll mit Menschen aus aller Herren L\u00e4nder. Denn an diesem Tag wird Erntedank gefeiert in Jerusalem. Und es zeigt sich, wie bunt Gottes Welt ist. So viele Menschen sind da, so viele Sprachen sind da zu h\u00f6ren. Aber diese Sprachen erklingen nebeneinander, es ist ein gro\u00dfer Wirrwarr. Das f\u00e4llt gar nicht mehr auf, das kennen die Menschen. Irgendwie verst\u00e4ndigt man sich, redet mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen. Aber nun erleben die Menschen ein Wunder. Sie h\u00f6ren die J\u00fcnger \u2013 und sie verstehen sie. Das aber verwirrt sie. Denn an das Nichtverstehen haben sie sich gew\u00f6hnt. Nun aber erleben sie, dass sie den anderen verstehen \u2013 und das verwundert und verwirrt sie. Ja, es erstaunt sie auch, was sie h\u00f6ren. Denn die J\u00fcnger erz\u00e4hlen und reden von Gottes gro\u00dfen Taten. Sie erz\u00e4hlen von Jesus Christus, von seinem Weg ans Kreuz und vor allem von seiner Auferstehung und dass er seinen Geist nun geschickt hat. Ist das nicht toll?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber, liebe Schwestern und Br\u00fcder, das bricht jetzt keine gro\u00dfe Freude auf, keine Verbr\u00fcderung in den Stra\u00dfen Jerusalems. Nein, die Leute bleiben verwirrt, denn sie k\u00f6nnen sich das nicht erkl\u00e4ren. Ja, einige sagen sogar: \u201eAch lass sie, die sind blo\u00df betrunken.\u201c Nun, betrunken sind sie nicht, dann k\u00f6nnten man ja gar nichts verstehen von dem, was sie sagen. Sie reden klar und deutlich. Aber sie sind begeistert. Manch einer verwechselt Begeisterung mit einem Rausch. Aber ein Rausch durch Alkohol und Drogen, der l\u00e4sst dich nur f\u00fcr kurze Zeit high und scheinbar sorglos sein. Im Rausch f\u00e4ngst du an zu lallen. Ein Mensch im Rausch, der erz\u00e4hlt oft nur dummes Zeug. Ganz anders aber, wenn Gott dich begeistert. Diese Begeisterung \u00f6ffnet den Blick und das Herz und f\u00fchrt zu einem tieferen Verst\u00e4ndnis der Wirklichkeit und des Lebens. Das k\u00f6nnen wir bei Petrus sehen. Der stellt sich n\u00e4mlich voller Mut hin und spricht laut zu den Menschen: \u201eH\u00f6rt mir gut zu! Die J\u00fcnger sind nicht betrunken. Nein, hier geschieht das, was der Prophet Joel schon lange angek\u00fcndigt hat. Gott gie\u00dft seinen Geist aus \u00fcber alle Menschen. Frauen, M\u00e4nner, Junge, Alte, Freie und Sklaven.\u201c Wir Menschen machen so oft Unterschiede, grenzen uns ab von anderen. Gott aber macht genau das Gegenteil: sein Geist gilt allen Menschen und will zu allen hin. Er will jedes Herz erf\u00fcllen. Gottes Geist bewirkt wirkliche Gleichheit aller Menschen, einerlei, wie alt, welches Geschlecht, wie hoch sein Einkommen ist. Denn Gottes Geist ist der Geist seiner Liebe. Und die haben die Menschen doch schon bei Jesus erlebt: Gottes Liebe, die alle menschengemachten Grenzen \u00fcberschreitet und Gemeinschaft mit Gott schenkt. So kann Paulus das, was hier passiert, erkl\u00e4ren. Und das in klaren verst\u00e4ndlichen Worten. Begeistert, aber nicht berauscht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Schwestern und Br\u00fcder, heute bekommen wir die Antwort auf die Frage, was \u201eKirche\u201c ist: Sie ist immer die Gemeinschaft, die durch den Heiligen Geist verbunden wird, \u00fcber alle Grenzen hinweg. Diese Gemeinschaft, seine Gemeinde h\u00f6rt auf sein Wort und deutet damit das Leben und die Welt. Denn das ist Pfingsten: Gott beschenkt uns mit seinem Geist. Er ist bei uns mit diesem Mutmacher, Tr\u00f6ster, Lebensbegleiter, Helfer. So oft tr\u00e4umen Menschen von einer gro\u00dfen Menschheitsfamilie, in der alle gleichberechtigt miteinander leben. Die Geschichte zeigt uns, dass leider alle menschlichen Versuche gescheitert sind, immer wieder. Hier aber ist die Menschengemeinschaft m\u00f6glich, weil sie von Gott kommt. Der Geist, das Feuer, das die J\u00fcnger erf\u00fcllt, das kommt vom Himmel, von au\u00dfen. Und nur so kann diese neue Zeit anbrechen, kann etwas Neues, etwas anderes geschehen. Denn Kirche lebt immer von dem, was von Gott, von au\u00dfen in sie kommt, nicht von dem, was Menschen in sich tragen. Guter Wille, Freude, ein offenes Herz, Verst\u00e4ndnis f\u00fcreinander: alles das sind Gottesgeschenke. Das kennen wir nur zu gut aus unserem eigenen Leben. Wenn wir einen guten Einfall haben, dann ist etwas von au\u00dfen in uns hineingefallen. Noch mehr erkennen wir das in dem Wort \u201eInspiration\u201c. Denn da steckt das lateinische Wort \u201espiritus\u201c drin \u2013 und das bedeutet nichts anderes als Geist. Jemand, der inspiriert ist, ist also voller Gottes Geist, ist be-<em>geist<\/em>ert. Wir leben als Kirche immer von Gottes Geist. Wir sind immer beschenkte Kirche. Eine Kirche, die versucht, Dinge wie Verst\u00e4ndnis, Eintracht, Miteinander zu erzwingen, wird scheitern. Eine Kirche, die offen ist f\u00fcr den guten Geist Gottes, die wird durch diesen Geist lebendig und strahlend. Denn, liebe Schwestern und Br\u00fcder, auch das wird in dem Wort aus dem Propheten Joel deutlich, an das Petrus erinnert: Gott gibt seinen Geist so reichlich, da ist genug f\u00fcr alle da. Frauen, M\u00e4nner, junge alte, Sklaven, Freie, sein Geist will zu allen Herzen, zu wirklich allen Menschen und ihr Herz erf\u00fcllen. Und wenn das geschieht, dann kommen Menschen in Bewegung wie die J\u00fcnger, dann erleben sie Verstehen wie die Menschen in Jerusalem, dann werden sie mutig und erheben laut ihre Stimme wie Petrus, dann loben alle miteinander die gro\u00dfen Taten unseres Gottes. Dieser Geist m\u00f6ge auch unsere Gesellschaft erf\u00fcllen, damit aus dem st\u00e4ndigen Gegeneinander ein Miteinander wird, in dem alle ihren Platz und ihr Recht haben. Das schenke uns Gott.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich w\u00fcnsche euch allen frohe und gesegnete Pfingsten!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Und der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als alle Vernunft, der bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. Amen<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Liedvorschl\u00e4ge<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">EG 136 O komm, du Geist der Wahrheit<br \/>\nEG 130 O Heilger Geist, kehr bei uns ein<br \/>\nEG 133 Zieh ein zu deinen Toren, bes. Str. 6,7+8<br \/>\nHELM 31 Unser Leben sei ein Fest<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pastor Peter Schuchardt<\/strong><br \/>\nBredstedt<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:peter.schuchardt@kirche-nf.de\">peter.schuchardt@kirche-nf.de<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Peter Schuchardt, geb. 1966, Pastor der Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), seit 1998 Pastor an der St. Nikolai Kirche in Bredstedt\/Nordfriesland (75%), seit 2001 zus\u00e4tzlich Klinikseelsorger an der DIAKO NF\/Riddorf (25%).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Gottes Geist erf\u00fcllt, getragen und gest\u00e4rkt | Pfingstsonntag | 24.05.2026 | Apg 2,1\u201318 | Peter Schuchardt | Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes, und die Gemeinschaft des Hl. Geistes sei mit euch allen! Amen Der Predigttext f\u00fcr heute steht in der Apostelgeschichte im 2. 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