{"id":26356,"date":"2026-05-28T07:49:27","date_gmt":"2026-05-28T05:49:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=26356"},"modified":"2026-05-28T07:49:27","modified_gmt":"2026-05-28T05:49:27","slug":"numeri-6-22-27","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/numeri-6-22-27\/","title":{"rendered":"Numeri 6, 22-27"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Predigt Trinitatis | 31.05.2026 | 4. Mose 6, 22-27 | Stephan Lorenz<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Trinitatis wird der heutige Sonntag genannt. Sollemnitas Sanctissimae Trinitatis, &#8211; \u201eHochfest der allerheiligsten Dreifaltigkeit\u201c.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dreifaltigkeit, Dreieinigkeit. K\u00f6nnen sie sich das vorstellen? Ja verstehen? Weihnachten, die Geburt Jesu, das kann man sich vorstellen, ein Kind wird geboren, das kennen wir &#8211; zur Not kann man sagen: da kommt das Christkind oder der Weihnachtsmann. Karfreitag, den Tod Jesus, den k\u00f6nnen wir uns vorstellen, Sterben Tod kennen wir, und Hinrichtungen gibt es jede Menge. Ostern, Auferstehung, na ja, die Natur erwacht, und es gibt ja noch den Osterhasen. Pfingsten. Gut, den Heiligen Geist kann man sich als Wind, Kraft oder so etwas erkl\u00e4ren. Aber Dreieinigkeit?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Man k\u00f6nnte jetzt sagen, auch die moderne Physik beschreibt Ph\u00e4nomene, die schwer vorstellbar, g\u00e4nzlich unanschaulich sind. Ich denke an die Quantenphysik, wo ein Photon entweder als Welle oder als Teilchen beschreiben werden kann, oder an die Formel der Relativit\u00e4tstheorie E=mc\u00b2, &#8211; f\u00fcr einen Laien nicht anschaulich<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/E=mc%C2%B2_(Begriffskl%C3%A4rung)\">. \u00a0<\/a>Die Psychoanalyse beschreibt Ph\u00e4nomene, die wir nicht sehen, ja noch nicht einmal merken, weil sie uns unbewusst sind. Unanschaulichkeit, unmittelbare Verstehbarkeit ist kein ausreichendes Kriterium f\u00fcr wahr oder falsch einer Idee.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Christlichen Theologen haben von Anfang an Schwierigkeiten, die Vorstellung vom Drei-Einigen-Gott in ein koh\u00e4rentes, plausibles Konzept zu fassen. Vom Kirchenvater Augustin (354-430) wird erz\u00e4hlt, dass er am Strand einen Jungen beobachtet, wie er mit einer Muschel eine tiefe Mulde in den Sand graben will. \u201eAber das ist doch unm\u00f6glich!\u201c, ruft Augustin. Worauf der Junge antwortet: \u201eGenauso unm\u00f6glich, wie die Dreieinigkeit zu verstehen?\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Augustin steht am Ende des langen Diskurses dar\u00fcber, wie Christen die Trinit\u00e4t Gottes verstehen k\u00f6nnten. Selbst gelehrte Theologen seines Schlages meinten schlussendlich: Die Trinit\u00e4t wird immer ein Geheimnis bleiben. Und so k\u00f6nnte man das \u201aDogma\u2018 der Trinit\u00e4t auch verstehen, als Mysterium, das entdeckt werden will. Schlichter, als bedenkenswerten, offenen Vorschlag, die vielf\u00e4ltigen Erfahrungen der Menschen mit Gott in ein verst\u00e4ndliches Konzept zu fassen. Das Mysterium scheint doch zu sein: die unfassbar intensive, das eigene Leben umw\u00e4lzende Erfahrung mit Jesus, der fast unterschiedslos eng mit Gott verbunden war und ist, und seinem Geist, der uns seitdem bewegt, gedanklich festzuhalten, und zwar so, dass in wenigen Worten \u201aalles\u2019 gesagt ist.<a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> \u201emia ousia, treis hypostaseis\u201c (eine Wesenheit, drei Hypostasen). Schon die \u00dcbersetzung ins lateinische war schwierig, \u201euna substantia, tres personae\u201c (eine Substanz, drei Personen)\u00a0\u00fcbersetzt Tertullian. Was es nicht einfacher macht. Denn Worte, das werden wir noch sehen, sind entscheidend f\u00fcr unsere Wahrnehmung, unser Denken und F\u00fchlen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber, unser Glaube braucht nicht nur Theorien, \u00fcber die man sich den Kopf zerbrechen kann, um ihn zu verstehen, sondern vor allem Worte, Rituale und Gesten, die uns wirksam die Gnade, Kraft und Wohlwollen Gottes k\u00f6rperlich und seelisch sp\u00fcren lassen. Genau das wirkt der heutige Predigttext.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Und der HERR redete mit Mose und sprach:\u00a0 Sage Aaron und seinen S\u00f6hnen und sprich: Also sollt ihr sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet:\u00a0 Der HERR segne dich und beh\u00fcte dich;\u00a0der HERR lasse sein Angesicht leuchten \u00fcber dir und sei dir gn\u00e4dig;\u00a0der HERR hebe sein Angesicht \u00fcber dich und gebe dir Frieden.\u00a0 Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, dass ich sie segne.<\/em><a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es gibt Gesten, Rituale, Worte, die wie eine Seifenblase zerplatzen, wenn man sie erkl\u00e4rt. Gesten, Rituale, Worte f\u00fchlt und sp\u00fcrt man, k\u00f6rperlich, seelisch, sie gehen \u201aunter die Haut\u2018. Zerreden zerst\u00f6rt sie. Fulbert Steffensky formuliert es provokativ: \u201eIch wende mich [\u2026] gegen die Pest gedanklicher Elaboration von Gesten und Formeln. Wir kennen das: \u201aWenn ich dir jetzt die Hand auflege, dann bedeutet das, dass ich dir Gl\u00fcck w\u00fcnsche f\u00fcr deinen Weg, \u2026\u2018 Leg\u2018 die Hand auf und halt\u2019s Maul! Die Erkl\u00e4rung vertreibt die Poesie aus der Geste, das Geheimnis und das Schweigen, das zumindest an der Stelle des Segens kostbarer ist als Beredtheit.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein solches Wort ist dieser Aaronitische Segen. Eigentlich w\u00e4re die Predigt hier zu Ende. Alles ist gesagt und wirkt:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Der HERR segne dich und beh\u00fcte dich;\u00a0der HERR lasse sein Angesicht leuchten \u00fcber dir und sei dir gn\u00e4dig;\u00a0der HERR hebe sein Angesicht \u00fcber dich und gebe dir Frieden.\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber, stoppen Sie mal eine Pfarrerin oder einen Pfarrer, wenn er meint, etwas zu sagen zu haben. Deshalb geht\u2019s weiter. Ich werde den Segen nicht auslegen, aber einige Gedanken habe ich schon dazu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Luther hat diesen Segen an das Ende der lutherischen Messe gesetzt. In seiner kleinen Schrift \u201aDer Segen, so man nach der Messe spricht \u00fcber das Volk\u2018 <a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> wird klar, warum. Dieser Segen betreffe zuerst das \u201aleibliche Leben und G\u00fcter\u2018. \u201eSo w\u00fcnscht nun dieser Segen dem Volk, dass ihm Gott Gl\u00fcck und alles Gut geben und auch beh\u00fcten und erhalten wolle. Der Segenswunsch soll n\u00e4mlich am Volk selbst leiblich fruchten.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Man k\u00f6nnte meinen, Bert Brecht h\u00e4tte das im Kopf gehabt, wenn er in seiner Dreigroschenoper (1928) sarkastisch schreibt: \u201aZuerst kommt das Fressen und dann kommt die Moral.\u2018 <a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im weiteren Verlauf seiner Schrift macht Luther auf den Unterschied zwischen der hebr\u00e4ischen Sprache, dem hebr\u00e4ischen Denken und dem deutschen aufmerksam. \u201eHier m\u00fcssen wir Hebr\u00e4isch lernen und uns auf diese Sprache einlassen. Denn im Deutschen besagt es gar nichts, wenn ich spreche: \u201eGott erleuchte sein Angesicht \u00fcber dir.\u201c Es l\u00e4sst sich weder mit anderen Worten wiedergeben noch verdeutschen. Wir m\u00fcssen also es hebr\u00e4isch nachreden und dabei bewenden lassen.\u201c \u00a0So \u201a\u00fcbersetzt\u2018 er die hebr\u00e4ische Sprachmetapher in seine Lebenswelt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das finde ich jetzt ver-wunderlich. Trotz des Unterschieds in Sprache und Denken \u201awirkt\u2018 der \u00fcber uns gesprochene Segen,- spricht auch uns an, obwohl wir anders sprechen und Denken. Und wirkt, so denke ich, auch in jeder anderen Sprache, jedem andern Denken. Wirkt \u201aex opere operato\u2018, allein indem wir ihn sprechen. Neurologen w\u00fcrden erkl\u00e4ren: unser Gehirn denkt nicht in S\u00e4tzen, sondern in Bildern und Emotionen. Worte sind Ausl\u00f6ser f\u00fcr Emotionen und Bilder. Und biblischen Geschichten sind Bildern mit Worten gemalt. Deshalb funktioniert\u2019s, \u00fcberall. \u00a0Selbst wenn der Pfarrer ansonsten ein Idiot ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Welche Macht Worte, Metaphern haben, selbst wenn sie aus einer anderen Welt zu uns kommen, wissen und merken wir nicht erst seit Social Media. Als eifrige Leser der Bibel wussten wir es l\u00e4ngst: <em>So wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zur\u00fcckkehren, sondern es bewirkt, was mir gef\u00e4llt, und f\u00fchrt aus, wozu ich es gesandt habe<\/em> Jesaja 55,11<a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch nicht religi\u00f6se Worte entfalten ihre Macht, t\u00e4glich, bewirken, wie wir denken, wie wir handeln, was wir wahrnehmen oder woran wir uns erinnern.<a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Wir erleben sie am eigenen Leib. Wenn wir einen Krimi lesen, eine Liebeserkl\u00e4rung bekommen, in einen heftigen Streit verwickelt sind, sp\u00fcren wir unmittelbar, wie sie in uns wirken. Sie erschrecken uns, st\u00e4rken, bes\u00e4nftigen, tr\u00f6sten, oder verletzen uns tief; manchmal h\u00e4ngen sie uns tagelang, manchmal jahrelang nach. Worte bestimmen unser Selbstbild. Wenn wir fr\u00fcher \u00f6fter geh\u00f6rt haben: \u201awas f\u00fcr ein Idiot bist du eigentlich\u2018, oder \u201aWas soll aus dir mal werden?\u2018 war es wahrscheinlich nicht besonders f\u00f6rderlich f\u00fcr unser Selbstvertrauen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und, es gibt die anderen Beispiele. Auch erlebt und erfahren: Worte bauen auf, st\u00e4rken und ermutigen uns, geben uns Raum zu Leben und uns zu entfalten. Dazu eine kleine Geschichte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist 1854, die Mutter von Thomas Edison \u00f6ffnet den Brief vom Direktor der Schule ihres Sohnes, verzieht keine Miene und erz\u00e4hlt ihrem Sohn, dass die Schulleitung sagt, dass er ein Genie ist, zu intelligent f\u00fcr diese Schule und sie ihm da einfach nichts mehr beibringen k\u00f6nnen. Die Mutter solle doch bitte seine Bildung \u00fcbernehmen.\u00a0Gesagt, getan \u2026 Die Mutter unterrichtet ihn seither zu Hause und aus Thomas wird ein ber\u00fchmter Mann und Erfinder.\u00a0Im Jahre 1905 f\u00e4llt ihm der Brief von damals wieder in die H\u00e4nde. Er \u00f6ffnet ihn und liest das Gegenteil von dem, was seine Mutter ihm damals berichtet hat. In dem Brief steht, dass er zu bl\u00f6d sei, Hopfen und Malz verloren, und er nicht mehr in die Schule zu kommen brauche. Sie solle ihn doch bitte zu Hause unterrichten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Geschichte f\u00fcr zu einer weiteren Dimension des Segens. N\u00e4mlich was Weitergeben des Empfangenen, wie wir es ganz am Anfang der Geschichte Abrahams lesen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Und ich will \u2026 dich segnen und dir einen gro\u00dfen Namen machen, und sollst ein Segen sein<\/em>. (Genesis 12,2)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sowie Abraham in die Welt geschickt wurde, gesegnet, werden auch wir am Ende unseres Gottesdienstes in den Gottesdienst im Alltag der Welt geschickt, als Gesegnete, die das Empfangene weitergeben. Wir leben den anderen zum Segen. So \u201aflie\u00dft\u2018 aus dem Segen unser diakonisches Handeln.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Der HERR segne dich und beh\u00fcte dich;\u00a0der HERR lasse sein Angesicht leuchten \u00fcber dir und sei dir gn\u00e4dig;\u00a0der HERR hebe sein Angesicht \u00fcber dich und gebe dir Frieden.\u00a0Amen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Confiteor:<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201eHeilig, Heilig, Heilig ist Gott, der Gott der Heerscharen, alle Lande sind seiner Ehre voll\u201c<\/em> \u2013 glaubt der Prophet Jesaja. Worte aus ferner Zeit. Wir fragen, ist das unsere Erfahrung in dieser Zeit voller Klagen \u00fcber Kriege, Klimakrise und Ungerechtigkeiten. Wir kommen zusammen, um mit dem Wort Gottes herauszufinden, wie er auf unser Leben schaut. Wir beten: <em>Gott, erbarme dich, vergib unser Misstrauen, f\u00fchre uns zu einem guten Leben. Lass uns diesen Gottesdienst mit einem unbeschwerten Herzen und fr\u00f6hlichen Lippen feiern durch Jesus, den Christus.\u00a0 <\/em>Und wir erhalten zur Antwort: <em>Gott erbarmt sich, im Messias Jesus zeigt er, wie Leben gelingen kann. Wer seinem Wort Glauben schenkt, geh\u00f6rt zu Gott, und sein Heiliger Geist wird mit ihm sein und wird selig werden.\u00a0 Das verleihe Gott uns allen.\u00a0 <\/em>Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Kollektengebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, tr\u00f6ste uns in unseren \u00c4ngsten und Sorgen, sei uns gn\u00e4dig und erh\u00f6re unser Gebet. Du hast uns erschaffen, bist uns in Jesus, dem Christus begegnet, dein Heiliger Geist leitet uns.\u00a0 Bis heute hast Du uns begleitet, manchmal haben wir das gemerkt, manchmal nicht, wir haben neben guten auch schlimme Tage erleben m\u00fcssen. Wir haben Verst\u00e4ndnis und Hilfe erfahren, aber auch Kr\u00e4nkungen und Zur\u00fcckweisungen. Wir sind Menschen begegnet, die uns geholfen haben und Menschen, die uns fallen gelassen haben.\u00a0 F\u00fcr das, was gut war, danken wir Dir. Das, was schlecht war, \u00fcbergeben wir Dir, damit es unser Leben nicht mehr belasten m\u00f6ge.\u00a0 Bleibe bei uns Gott mit deinem Segen und deiner Gnade, und begleite uns weiter auf unserem Weg zu Dir. Wir beten das durch Jesus, dem Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist uns Kraft gibt heute, morgen und f\u00fcr immer.\u00a0 Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>F\u00fcrbitte<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">P: Gott, Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde, von Dir, durch Dich und zu Dir hin ist alles, was da ist. Wir bitten dich f\u00fcr deine Sch\u00f6pfung. Sie ist sch\u00f6n, wir bedrohen ihren Fortbestand, sie ist kostbar, wir missbrauchen sie. St\u00e4rke unser Vertrauen in Dich, dass wir Wege finden, deine Sch\u00f6pfung zu bewahren. Wir rufen: Kyrie eleison<\/p>\n<p>A: Gott, der Du uns in Jesus Christus Frieden gibst. Mach uns mutig und stark, dass wir Frieden schaffen in dieser Welt voller Kriege. Wir wollen die Fl\u00fcchtenden aufnehmen, die Verletzten pflegen, die Toten der K\u00e4mpfe betrauern, uns an die Seite der Verzweifelten stellen. Hunger droht so vielen Menschen, m\u00f6gen wir Wege finden, m\u00f6glichst vielen Menschen das t\u00e4gliche Brot zu geben. Wir rufen: Kyrie eleison<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">B: Gott dein Heiliger Geist tr\u00f6ste uns in dieser heillosen Welt. Wir sind suchende, unsichere Menschen, brauchen deine Verhei\u00dfungen f\u00fcr unsere Hoffnung. Ausger\u00fcstet mit deinem Geist wollen wir Einfluss nehmen, f\u00fcr die Schwachen, Hungernden und Armen, damit viele deine Taten und Deine Herrlichkeit erkennen. Wir rufen: Kyrie eleison<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">P: Dreieiner Gott, durch Dich und zu Dir hin ist alles, was da ist. Auf Dich vertrauen wir, unermesslich reich ist Deine Weisheit, abgrundtief Deine Erkenntnis und unerforschlich Deine Wege, zu Dir beten wir, heute und morgen und alle Tage. Amen. Laudate omnes gentes<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lieder:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">125 Komm Heiliger Geist<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">139 Gelobet sei der Herr<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">129 Freut\u00a0 euch, ihr Christen alle<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">140 Brunn allen Heils<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">128 Heiliger Geist, du Tr\u00f6ster mein<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">127 Jauchz Himmel und Erde<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Paulus erz\u00e4hlt diese Erfahrung so: <em>Der Gott, der gesagt hat: Aus der Finsternis soll Licht aufstrahlen, er ist es, der es hat aufstrahlen lassen in unseren Herzen, so dass die Erkenntnis aufleuchtet, die Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes auf dem Angesicht Jesu Christi. <\/em><\/p>\n<p>2.Korinther 4,6 Oder: <em>Das da von Anfang war, das wir geh\u00f6rt haben, das wir gesehen haben mit unsern Augen, das wir beschaut haben und unsre H\u00e4nde betastet haben, vom Wort des Lebens\u00a0<a href=\"https:\/\/obohu.cz\/bible\/index.php?styl=LUTA&amp;k=1J&amp;kap=1&amp;v=2#v2\"><strong>2<\/strong><\/a>und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verk\u00fcndigen euch das Leben, das ewig ist, welches war bei dem Vater und ist uns erschienen.<\/em> 1. Joh. 1<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Moses Mendelssohn \u00fcbersetzt \u201ashalom\u2018 ganzheitlicher, und angemessener: <em>Der Ewige segne dich und beh\u00fcte dich. Der Ewige lass sein Antlitz dir leuchten und sei dir gn\u00e4dig. Der Ewige wende sein Antlitz zu dir und gebe dir Gl\u00fcckseligkeit.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Und weiter: \u201eIch sch\u00e4tze die Formel auch deswegen, weil ich beim Segen nicht denken will. Ich m\u00f6chte mich einschmiegen in die wiegende Bewegung der Formel, fallen lassen in ihr Bild. Dazu brauch ich aber einen Gestus oder ein Wort, das ich kenne, das sich schon oft wiederholt hat. [\u2026] Ich will keinen originellen Segen.\u201c (Steffensky 1993)<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> WA 30 III, S. 574.582<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Und weiter im Text: \u201eMan soll einen treuen Ehegemahl, Nahrung, Kleider und all das erhalten, was es zu diesem leiblichen Leben bedarf, seien dies Haus, Hof, Acker, Vieh oder Gesinde. Und wenn Gott all das nun gibt und wir es haben, dann gilt der Segenswusch, er m\u00f6ge es auch beh\u00fcte, dass er also den Leib vor Krankheit und Plagen und das Vieh, Haus, Acker vor Feuer, Wasser, Unge\u00adwitter und allerlei Schaden bewahre.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Siehe noch mal Anmerkung 1 Shalom ist ganzheitlich zu verstehen.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Als Beispiele m\u00f6gen dienen: Denn das Wort Gottes ist lebendig und kr\u00e4ftig und sch\u00e4rfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Hebr\u00e4er4,12; oder oder Jeremia 23,29: so wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zur\u00fcckkehren, sondern es bewirkt, was mir gef\u00e4llt, und f\u00fchrt aus, wozu ich es gesandt habe<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B35506D9-8C11-4C83-9048-23C75CC4C84D#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Dazu der interessante Artikel: https:\/\/www.zeit.de\/zeit-wissen\/2012\/06\/Sprache-Worte-Wahrnehmung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt Trinitatis | 31.05.2026 | 4. Mose 6, 22-27 | Stephan Lorenz Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen Trinitatis wird der heutige Sonntag genannt. Sollemnitas Sanctissimae Trinitatis, &#8211; \u201eHochfest der allerheiligsten Dreifaltigkeit\u201c. Dreifaltigkeit, Dreieinigkeit. K\u00f6nnen sie sich das vorstellen? Ja [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":26345,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,1,2,157,853,114,394,349,109,615,395],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-26356","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-numeri","category-aktuelle","category-at","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-kapitel-6-chapter-6","category-kasus","category-predigten","category-stephan-lorenz","category-trinitatis"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26356","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26356"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26356\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26357,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26356\/revisions\/26357"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26356"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26356"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26356"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=26356"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=26356"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=26356"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=26356"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}