{"id":26432,"date":"2026-06-25T07:54:49","date_gmt":"2026-06-25T05:54:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=26432"},"modified":"2026-06-25T07:55:07","modified_gmt":"2026-06-25T05:55:07","slug":"roemer-12-17-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/roemer-12-17-21\/","title":{"rendered":"R\u00f6mer 12, 17-21"},"content":{"rendered":"<h3>4.So. n. Trinitatis | 28.06.2026 | R\u00f6mer 12, 17-21 | Eine Supervision in eigener Absicht | Johann-Stephan Lorenz<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist Winter in Korinth, vielleicht um das Jahr 56, die Seefahrt ruht, noch. Zeit f\u00fcr Planung und Korrespondenz. Paulus h\u00e4lt die Mission des \u00f6stlichen Teils des r\u00f6mischen Reiches f\u00fcr abgeschlossen<a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>, nun will er die westlichen Teile mit der guten Botschaft bekanntmachen<a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>: Die Auferstehung Jesu ist Beginn der allgemeinen Auferstehung, das Reich Gottes kommt, seine zweite siegreiche Wiederkehr steht unmittelbar bevor. <em>Neben all dem wisst ihr, an welchem Punkt der Geschichte wir stehen; deshalb ist es h\u00f6chste Zeit f\u00fcr euch, euch aus dem Schlaf zu erheben; denn die endg\u00fcltige Erl\u00f6sung ist n\u00e4her als damals, als wir zum ersten Mal Vertrauen fanden. Die Nacht ist fast vor\u00fcber, der Tag fast da.\u201c<\/em> (13,11))<a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Das Zeitfenster muss genutzt werden, um alle Menschen davon zu \u00fcberzeugen: Jesus ist der auferstandene und in Herrlichkeit wiederkommende Messias.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr die Spanienmission braucht Paulus eine Basis, Rom. Alle Wege f\u00fchren bekanntlich dorthin, und auch wieder weg. Die Christen in der Hauptstadt sollen ihn dabei unterst\u00fctzen. <em>\u201e\u2026wenn ich nach Spanien reise. Denn ich hoffe, dass ich bei euch durchreisen, euch sehen kann und von euch dorthin weitergeleitet werde\u2026\u201c<\/em><a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Paulus will das Netzwerk<a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> der Synagogen, in denen sich auch die an den Messias Jesus glaubenden Juden und Heiden versammeln f\u00fcr seine Unternehmung nutzen. Allerdings gibt es da einige Haken. Die Situation in Rom scheint un\u00fcbersichtlich. (Jedenfalls f\u00fcr mich, vielleicht nicht f\u00fcr Paulus.) Einige Jahre zuvor hat Kaiser Claudius<a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Juden, auch Messiasgl\u00e4ubige aus Rom vertrieben und \u00f6ffentliche Versammlungen verboten. Der Kaiser verfolgt eine restriktive, konservative Religionspolitik, die auch andere, wie Druiden und fremde Astrologen, trifft. Nach seinem Tod (54) sind einige Verbannte nach Rom zur\u00fcckgekehrt. Was die Situation nicht einfacher macht.<a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Das Verh\u00e4ltnis von heidnischen und j\u00fcdischen Mitgliedern der Gemeinschaft ist schwierig, das zur traditionellen Synagoge wahrscheinlich auch. Wenn Paulus Rom als Basis f\u00fcr die Westmission nutzen will, muss er etwas tun, die Lage beruhigen, den Streit schlichten. Er tut, was er \u201aimmer\u2018 tut, und schreibt einen Brief. Gleichsam eine \u201aSupervision\u2018 der Gemeinde in eigener Absicht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sein Brief hat erkennbar zwei Teile. Im ersten stellt er den Kern seines Evangeliums dar, es gilt Juden wie Nichtjuden gleicherma\u00dfen.<a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In zweiten Teil stellt er Grundformen f\u00fcr das Verhalten der Gemeindeglieder untereinander und zur Au\u00dfenwelt dar. Der Aufbau entspricht offensichtlich einem \u201egebr\u00e4uchlichem Doppel-Code, mit dem Juden auf beide Tafeln des Gesetzes verweisen, n\u00e4mlich auf die \u201aEhrfurcht\u2018 gegen\u00fcber Gott<a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> (die ersten f\u00fcnf Gebote) und die \u201aGerechtigkeit\u2018 gegen\u00fcber anderen Menschen (die zweiten f\u00fcnf Gebote)\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Supervisorisch ge\u00fcbt gibt er keiner der miteinander in Konflikt liegenden Gruppen recht: Niemand hat Gott gegen\u00fcber gute Karten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201eDenn es macht keinen Unterschied, ob einer ein Jude oder eine Heide hei\u00dft, weil alle ges\u00fcndigt haben und das Lob Gottes nicht verdienen k\u00f6nnen.\u201c<\/em> (3,22b.23)<a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Er verweist ihre Wahrnehmung vielmehr auf ein \u201adrittes\u2018, das den Konflikt l\u00f6sen kann, die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. <em>\u201e-und das ist die Gerechtigkeit, die von Gott kommt, durch die Treue des Messias Jeshua zu allen, die fest vertrauen.\u201c<\/em> (3,22) Was allein die Gerechtigkeit bringt, ist das Vertrauen in den Erl\u00f6ser Jesus Christus. Das hatten Heiden nicht bevor sie die gute Botschaft h\u00f6rten und verlieren die Juden, wenn sie jetzt nicht dem Messias vertrauen, ja sogar die Torah als \u201aboundary markers\u2018 zwischen Heiden und Juden verstehen, also ethnisch-soziale Abgrenzung und ethnisch-religi\u00f6se Absonderung verstehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Abgrenzen sollen sie sich von Verhaltensweisen und Normen der \u201aWelt\u2018. <em>\u201eMit anderen Worten, \u00fcbernehmt nicht die Ma\u00dfst\u00e4be des \u201aOlam Haseh\u2018 (der jetzigen Welt, des jetzigen Zeitalters). Lasst euch vielmehr verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes.\u201c<\/em>(12,2)<a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Damit beginnt der zweite Teil. Eine Erl\u00e4uterung, was aus dem g\u00f6ttlichen Erbarmen folgen k\u00f6nnte. Paulus folgt dem modernen Dreischritt: Wahrnehmen, was ist (es gibt keinen Gerechten, nicht einen) sich von der Wahrnehmung betreffen lassen (Vertrauen in Gott und seinen Messias Jesus), und daraus den treffenden Umgang lernen (Lasst die Liebe nicht nur \u00e4u\u00dferen Schein sein).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zum treffenden Umgang geh\u00f6rt auch der Predigttext des heutigen Sonntages:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0Vergeltet niemandem\u00a0B\u00f6ses\u00a0mit\u00a0B\u00f6sem. Seid auf\u00a0Gutes\u00a0bedacht gegen\u00fcber allen Menschen.\u2002Wenn es m\u00f6glich ist, soviel an euch liegt, habt mit allen Menschen Frieden. R\u00e4cht euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]; denn es steht geschrieben: \u00bbDie Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.\u00ab\u00a0Vielmehr, \u00bbwenn deinen Feind hungert, gib ihm zu essen; wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln\u00ab Lass dich nicht vom\u00a0B\u00f6sen\u00a0besiegen, sondern besiege das\u00a0B\u00f6se\u00a0mit\u00a0Gutem<\/em>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Einleuchtend. Und doch schwer zu leben. Jedenfalls erleben viele ihr allt\u00e4gliches Miteinander wahrscheinlich anders. Menschen tun sich selbst und einander B\u00f6ses an. Nichts Gutes. Menschen hassen sich selbst und einander. Frieden in Gaza, in der Ukraine, in der Golfregion und an vielen Orten der Welt nicht in Sicht. Menschen w\u00e4hlen den Tod.\u00a0Nicht das Leben. Das betr\u00fcbt einen schon sehr.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber, das B\u00f6se soll nicht siegen. Keine Rache.\u00a0 Paulus entzieht uns die Rache. Sollen wir getrost Gott \u00fcberlassen. Wir wissen, Rache ist ein zutiefst menschliches Gef\u00fchl, das oft ausgelebt wird. Den Impuls dazu kennen wir. Paulus wischt die Rache fort. Hinein in Gottes H\u00e4nde. Rache macht uns dunkel und h\u00e4sslich. Paulus verweist auf die Liebe Gottes. Sie macht uns s\u00fc\u00df und hell. Viel mehr soll gelten:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Wenn dein Feind Hunger hat, gib ihm zu essen. Wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken. Wenn er dann immer noch dein Feind bleibt, wird er sich immer mehr ins Unrecht setzen und das Gericht Gottes auf sich ziehen.\u00a0<\/em>(12,20)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Gedanke ist nicht von Paulus. Er zitiert aus Buch der Weisheit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">zitiert sein Judentum, mit dessen Erz\u00e4hlungen er aufgewachsen ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Luther hat den Brief gut verstanden und die Auseinandersetzung mit seinem Racheimpuls seine \u00dcberwindung in Identifikation mit Christus f\u00fcr seine Zeit geschildert:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir aber, so wir Christen sind, sollen barmherzig sein, wie unser Vater im Himmel: nicht allein gegen die, die unsere Freunde sind, sondern gegen jedermann, auch gegen die, so uns feind sind und verfolgen, auch wenn wir denken, sie sind es nicht wert, dass er ihnen ein freundliches Wort zuspreche. Wie wir auch erfahren, wie schwer uns das wird. Ei, sprechen wir, was geht mich der Bube an, er hat mir die dies oder das getan, ich erkenne sein unn\u00fctzes Maul wohl, warum sollte ich ihm helfen? Ich wollte eher, dass ihn die L\u00e4use fr\u00e4\u00dfen \u2026 Dieses ist meine Meinung nicht, spricht Christus; sondern wenn euch gleich eure N\u00e4chsten beleidigt haben, wollt ihr Christen sein, so denkt, dass ihr barmherzig seid, und so barmherzig, wie euer Vater ist \u2026 so lerne du auch an diesem Beispiel, dass du sagen kannst: Ob mich wohl dieser oder jener stark beleidigt hat, dass ich ihm w\u00fcnschen w\u00fcrde es sollten ihn die Maden fressen, so will ich es doch nicht tun. Denn dieses w\u00e4re nur eine heidnische, und nicht eine christliche Barmherzigkeit. Hat er mir \u00dcbel und Unrecht getan: nun, wer wei\u00df, wie ich es verdient h\u00e4tte. Ich will ihn darum jetzt nicht, da er meiner Hilfe bedarf, laufen lassen; denn ich sehe, dass er Hilfe bedarf und ich ihm helfen kann. Also tut mein Vater im Himmel doch auch mit mir.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201eVergeltet B\u00f6ses nicht mit B\u00f6sem. Habt den anderen Menschen gegen\u00fcber stets nur Gutes im Sinn. Lebt mit allen Menschen in Frieden \u2013 soweit das m\u00f6glich ist und es an euch liegt\u2026Lass dich nicht vom B\u00f6sen besiegen, sondern besiege das B\u00f6se durch das Gute!\u201c\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie w\u00fcrden wir unseren Konflikt mit unseren Rachegel\u00fcsten und seine \u00dcberwindung wohl erz\u00e4hlen? Dazu sind wir f\u00e4hig, weil wir einem Gott vertrauen, der gerecht ist und barmherzig. Deshalb k\u00f6nnen wir den Rat des Paulus in unsere Zeit, in unsere Situation, die nicht von einer Naherwartung seiner baldigen Wiederkehr gepr\u00e4gt ist, \u00fcbertragen. Mut macht er den r\u00f6mischen Christen am Ende des Briefes, sozusagen als letzte gute supervisorische Intervention, zutraut \u2013 und auch uns:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ich selbst bin \u00fcberzeugt, meine Br\u00fcder (und Schwestern), dass ihr voll des Guten seid, voll in der Erkenntnis und sehr wohl in der Lage, einander zu raten. <\/em>(15,14)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Gottes Heiliger Geist befestige diese Worte in eurem Herzen, damit ihr sie nicht nur geh\u00f6rt habt, sondern auch im Alltag als wahr erfahrt, auf dass euer Glaube zunehme und ihr endlich selig werdet durch Jesus Christus unseren Herrn. Amen<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lieder:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">412 So jemand spricht<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">419 Hilf Herr meines Lebens<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">414 Lass mich o Herr in allen Dingen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">428 Komm in unsere stolze Welt<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">317 Lobe den Herren<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">503 Geh aus mein Herz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Confiteor: <\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so Ewiger, schreit meine Seele nach dir.\u00a0 <\/em>Seit es Menschen gibt, suchen sie nach dem Gott, der Leben gibt und erh\u00e4lt. Unsere Welt liegt im Argen, wir sp\u00fcren, wenn es so weiter l\u00e4uft wie bisher, k\u00f6nnte es ein b\u00f6ses Ende nehmen. Immer haben Menschen gehofft, dass Gott seine Gesch\u00f6pfe befreit. Und, Gott hat sein Wort erf\u00fcllt. Jesus Christus kam, uns zu erl\u00f6sen.\u00a0 Wir brauchen sein Leben schaffendes Wort, deshalb bitten wir:<em> Gott, erbarme dich, erl\u00f6se uns, sei bei uns, f\u00fchre uns zum ewigen Leben. Gib, dass wir mit einem unbeschwerten Herzen und fr\u00f6hlichen Lippen diesen Gottesdienst feiern durch Jesus, den Christus. <\/em>Und wir erhalten zur Antwort: <em>Gott erbarmt sich, er vergibt uns und gibt all denen, die das glauben k\u00f6nnen, Kraft, sich wie Gottes Kinder zu verhalten. Sein Heiliger Geist wird uns stark machen. Wer Gott vertraut, wird selig werden. Das verleihe Gott uns allen. <\/em><em>\u00a0Amen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Kollektengebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, tr\u00f6ste uns in unseren Sorgen und \u00c4ngsten, sei uns gn\u00e4dig und erh\u00f6re unsere Gebete. Wo sollten wir hin, wenn es bei DIR kein Verstehen und Verzeihen g\u00e4be? Dir erz\u00e4hlen wir, was unsere Seele bedr\u00fcckt. Lass uns Barmherzigkeit finden bei dir. Dann k\u00f6nnen auch wir barmherzig sein und die ertragen, die du tr\u00e4gst. Hilf, dass wir einander verstehen lernen, so wie wir verstanden wurden von Jesus Christus, deinem Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist uns st\u00e4rkt von jetzt an f\u00fcr immer. Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>F\u00fcrbitte<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">P: Barmherzig bist du, gerecht und von gro\u00dfer G\u00fcte, Gott, uns Menschen eine gro\u00dfe Hilfe. Lass uns von deiner Barmherzigkeit, G\u00fcte und Gerechtigkeit lernen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">A: So wollen wir barmherzig sein, und die beh\u00fcten, die in Gefahr sind, mit Waffengewalt bedroht werden, die ausgehungert werden, erpresst und geschlagen. Wir rufen: Kyrie eleison<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">B: Deine G\u00fcte leite uns. Lass uns anderen beistehen, denen, die pflegen und heilen, mach uns Mut, Lasten f\u00fcr Schw\u00e4chere zu \u00fcbernehmen. Durch deine G\u00fcte lass uns Grenzen \u00fcberwinden. Zeige dich mit deiner G\u00fcte. Wir rufen: Kyrie eleison<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">C: Deine Gerechtigkeit mache uns stark, dass wir uns denen entgegenstellen, die ihre Macht missbrauchen, mit Gewalt ihre Interessen durchsetzen und die Liebe und das Gute verachten. Wir rufen: Kyrie eleison<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">P: Barmherzig und treu bist du, gerecht und von gro\u00dfer G\u00fcte, Gott. Wir danken wir mit allen, die zu dir geh\u00f6ren \u2013 hier im Algarve und an anderen Orten der Welt, durch Jesus Christus, unseren Bruder. Amen. Laudate omnes gentes<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pastor J.-Stephan Lorenz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Stephan.lorenz@evlka.de<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> R\u00f6mer 15, 19b<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> R\u00f6mer 15, 21 Zitat Jesaja 52,15 (als eines von vielen, siehe auch den Schluss 16,25ff): \u201eDenen, die nichts von ihm verk\u00fcndigt worden ist, und die nichts geh\u00f6rt haben, sollen verstehen.\u201c Oder das Jesajazitat 14,11.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> \u00dcbersetzung D. H. Stern, Das j\u00fcdische Neue Testament<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> R\u00f6mer 15, 24<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Dass es, modern ausgedr\u00fcckt, ein Netzwerk gegeben hat, darauf weist die ausf\u00fchrliche Namensliste am Ende hin, 26 Personen z\u00e4hle ich, dazu noch eine Anzahl ungenannter \u201aund die Br\u00fcder, die bei ihnen sind.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Angabe aus dem Artikel Kaiser Claudius Wikipedia<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Ich beziehe mich auf W. Wiefel, er argumentierte, dass die Situation, die im Brief an die R\u00f6mer angesprochen wird, durch die Vertreibung gepr\u00e4gt war. Die r\u00f6mische Kirche war urspr\u00fcnglich in lokale Synagogen integriert und wurde wahrscheinlich von j\u00fcdischen Christen wie Aquila und Priscilla geleitet, aber die Vertreibung entfernte ihre F\u00fchrung und die institutionellen R\u00e4ume, die sie genutzt hatten. Dies verlagerte die Kirche demografisch auf die verbleibenden heidnischen Mitglieder, die ihre eigenen R\u00e4ume f\u00fcr \u00f6ffentliche Treffen entwickelten und so die Hauskirche schufen (die in Kapitel 16 von R\u00f6mer erw\u00e4hnt wird). Als die j\u00fcdischen Mitglieder der Kirche nach Rom zur\u00fcckkehrten, hatten sie Schwierigkeiten, sich in die Heiden zu integrieren, die sich separat organisiert hatten.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Denn\u00a0ich sch\u00e4me mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine\u00a0Kraft Gottes, die selig macht\u00a0alle, die glauben,\u00a0die Juden zuerst und ebenso die Griechen.\u00a0Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt,\u00a0welche kommt aus Glauben in Glauben;\u00a0wie geschrieben steht\u00a0Hab 2,4:\u00a0\u00bbDer Gerechte wird aus Glauben leben.\u00ab 1,16f<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> \u201eIhm sei Ehre f\u00fcr immer\u201c, endet folglich der erste Teil.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> P. Fredriksen, Als die Christen Juden waren, S. 33<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> \u00dcbersetzung D. H. Stern, Das j\u00fcdische Neue Testament<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/998A0ED2-A070-4323-BBE1-B1775CBCE448#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> \u00dcbersetzung D. H. Stern, Das j\u00fcdische Neue Testament<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>4.So. n. Trinitatis | 28.06.2026 | R\u00f6mer 12, 17-21 | Eine Supervision in eigener Absicht | Johann-Stephan Lorenz Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen Es ist Winter in Korinth, vielleicht um das Jahr 56, die Seefahrt ruht, noch. 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