{"id":26457,"date":"2026-07-01T15:24:39","date_gmt":"2026-07-01T13:24:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=26457"},"modified":"2026-07-01T15:24:59","modified_gmt":"2026-07-01T13:24:59","slug":"lukas-51-11-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-51-11-8\/","title":{"rendered":"Lukas 5,1\u201311"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>\u201eFahre hinaus, wo es tief ist<\/em><\/strong><strong>\u201d| 5. <\/strong><strong>So. n. Trinitatis | 05. Juli 2026 | Lk 5,1\u201311 | Martina Jan\u00dfen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fahre hinaus, wo es tief ist<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als sie sechs Jahre alt war, wurde die lokale Presse auf sie aufmerksam. Der kleinen Flannery war es gelungen, H\u00fchner so zu dressieren, dass sie r\u00fcckw\u00e4rts laufen konnten. H\u00fchnerdressieren war nicht das einzige Talent der 1925 in den S\u00fcdstaaten (Savannah, Georgia) geborenen Flannery O\u2019Connor. Sie z\u00e4hlt heute zu den brillantesten Kurzgeschichtenautor:innen der Welt. Ihre Short Stories sind d\u00fcster, manchmal grausam und grotesk, bev\u00f6lkert mit skurril wirkenden Figuren \u2013 und sie sind voller Schmerz. Wenn Flannery \u00fcber Schmerz schreibt, wei\u00df sie, was sie tut und wovon sie schreibt. Als sie als junge Frau am Anfang ihrer schriftstellerischen Karriere stand, wurde bei ihr eine Erbkrankheit (<em>Lupus erythematodes<\/em>) diagnostiziert, an der sie schon ihren Vater sterben sah. Flannery war gezwungen, ein zur\u00fcckgezogenes Leben auf der heimatlichen Farm zu f\u00fchren, das mit ihrem allzu fr\u00fchen Tod 1964 endete<em>.<\/em> Doch Flannerys Short Stories leben bis heute. Die Literaturwissenschaft hat ihnen das Etikett <em>Southern Gothic Style<\/em>\u00a0angehaftet. Oberfl\u00e4chlich betrachtet stimmt das vielleicht, aber es trifft es nicht wirklich. In <em>Gothic Short Stories<\/em>ersch\u00f6pfen sich Flannery Geschichten nicht. Worum es ihr eigentlich geht, offenbart sich erst auf den zweiten Blick. \u201eIn all meinen Geschichten\u201c \u2013 sagt Flannery \u2013 \u201egeht es darum, wie die Gnade auf eine Figur einwirkt, die ihr nicht gerade aufgeschlossen gegen\u00fcbersteht, doch die meisten Menschen empfinden diese Geschichten als hart, hoffnungslos und brutal.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Um Gnade geht es, um die frohe Botschaft, die in den bitteren Geschichten aufblitzt. Im Grunde ist Flannery eine moderne Evangelistin. \u201eLass mich niemals glauben, lieber Gott, dass ich etwas anderes war als das Werkzeug f\u00fcr deine Geschichte \u2013 so wie die Schreibmaschine mein Werkzeug war.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Flannery war fromm, eine gl\u00e4ubige Katholikin. Die \u201eHillbilly-Thomistin\u201c hat man sie genannt, die morgens zur Messe ging, abends in den Werken des Thomas von Aquin las, auf ihrer Farm Pfauen z\u00fcchtete und schrieb \u2013 mit b\u00f6ser, spitzer Feder schrieb, immer wieder \u00fcber Gnade schrieb und \u00fcber die Abgr\u00fcnde, in denen sie sich offenbart, gruselig, gewaltsam und gewaltig. Flannery treibt Theologe, aber sie belehrt nicht und sie lehrt nicht, sondern sie erz\u00e4hlt von Menschen, in deren Leben oder Tod die Erkenntnis der Gnade wie ein Blitz einschl\u00e4gt, grell, unerwartet und \u2013 vor allem schmerzhaft. Ohne Schmerz geht es f\u00fcr Flannery nicht, ohne Schmerz passiert keine Ver\u00e4nderung, ohne Schmerz gibt es f\u00fcr Flannery keine Gnade. \u201eDie menschliche Natur widersetzt sich der Gnade mit aller Kraft, denn die Gnade ver\u00e4ndert uns, und diese Ver\u00e4nderung ist schmerzhaft.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>Wenn die Gnade aufblitzt, setzt sie etwas in Gang, bringt das Leben durcheinander. Das muss man aushalten: das Grelle des Lichts, das einem in die Augen sticht, das einen blendet und einen scheinbar blind werden l\u00e4sst, um dann wirklich klar zu sehen. \u201eGib mir den Mut, den Schmerz zu ertragen, um die Gnade zu erlangen\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> \u2013 so notiert die junge Flannery in ihrem \u201ePrayer Journal\u201c.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Fahre hinaus, wo es tief ist.<\/em> So fordert Jesus Simon Petrus auf. Wo es tief ist, dahin soll er fahren, in die Abgr\u00fcnde. Da geht es nicht um Wassertiefen und Fischbest\u00e4nde. Man muss tiefer eintauchen in die Geschichte, von der Oberfl\u00e4che einer Fischfangwundergeschichte auf den Grund dessen, was Gott und Mensch ausmacht. Die Berufung des Petrus ist mehr als eine Erz\u00e4hlung dar\u00fcber, wie Simon Petrus zum Menschenfischer wurde, mehr als eine Wundergeschichte mit unerwartet vollen Booten. <em>Fahre hinaus, wo es tief ist. <\/em>Bleib nicht bei einer <em>Gothic Story<\/em> oder einer Fischfangwundergeschichte stehen. Wie Flannery erz\u00e4hlt Lukas Theologie. In seiner Geschichte geht es um die Erkenntnis Gottes und die Selbsterkenntnis. <em>Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die mit ihm waren<\/em>. Auf das Wunder der vollen Boote, den Einfall der Gnade, das Geschenk, die Gabe, folgt Schrecken. Das ist bemerkenswert und f\u00fcr mich zun\u00e4chst verst\u00f6rend. Keine Begeisterung \u00fcber den unerwarteten Fang, kein stilles Staunen und Tuscheln, kein Jubel und Dank, sondern einfach Schrecken. Das griechische Wort, das Lukas benutzt, ist dasselbe, mit dem in religi\u00f6sen Texten die Reaktion des Menschen auf eine Gottesbegegnung zum Ausdruck kommt. Neben der Faszination \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe, das Wunder, das Licht, tritt auch etwas Erschreckendes, Schockierendes, ein heiliger Schauer, der einem \u00fcber den R\u00fccken l\u00e4uft oder einen tief im Inneren ersch\u00fcttert. Der Religionswissenschaftler Rudolf Otto hat dies 1917 in seinem Buch \u201eDas Heilige\u201c mit zwei Begriffen auf den Punkt gebracht: Das <em>Fascinosum<\/em> und das <em>Tremendum<\/em>, die Faszination und die Ersch\u00fctterung. Es kann weh tun, wenn man Gott sieht und auf einmal klar sieht, auch sich selbst. Ohne Filter, ohne Brille, ohne L\u00fcgen. Bei Petrus geht das so: <em>Ich bin ein s\u00fcndiger Mensch.<\/em> Damit ist nichts Konkretes gemeint, da es geht um das Menschliche, allzu Menschliche, tief in uns drin. <em>Fahre hinaus, wo es tief ist<\/em>. \u201eDer Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt einem, wenn man hinunterschaut\u201c (Georg B\u00fcchner). Petrus sieht und erschrickt. So geht es vielen, wenn sie Gott erkennen, wenn die Gnade einem durch Mark und Bein f\u00e4hrt wie ein Erkenntnisblitz, der keine L\u00fcge auf der anderen l\u00e4sst. \u201eWeh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den K\u00f6nig, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.\u201c (Jes 6,6). Petrus f\u00e4llt ein zweites wie Schuppen von den Augen, eine zweiter Erkenntnisblitz f\u00e4hrt in ihn ein: Er sieht, wer Jesus ist. Hell und klar, grell und gewaltsam. Jesus ist der Herr. Das ist neu, man muss genau in den Text des Lukas sehen, jedes Wort ansehen und w\u00e4gen. Fr\u00fcher, noch zu Beginn der Geschichte, hat Simon Petrus \u201eMeister\u201c zu Jesus gesagt (Lk 5,5), jetzt erkennt und bekennt er auf dem Boden und auf den Knien: \u201eHerr\u201c. Petrus erkennt in einem Moment zwei Seiten einer Wahrheit \u2013 den S\u00fcnder in sich und den Herrn vor sich. Und den Abgrund, der beide trennt. <em>Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst.<\/em> Genau in diesem Moment tragen Jesu Worte: <em>F\u00fcrchte dich nicht!<\/em> \u201eIn jedem Menschen ist ein Abgrund, den kann man nur mit Gott f\u00fcllen\u201c (Blaise Pascal). Es wird gut. Kein Abgrund ist zu tief, als dass Gottes Gnade darin nicht gl\u00e4nzt. Gnade ver\u00e4ndert uns, doch diese Ver\u00e4nderung kann schmerzhaft sein. Weil man eben in den eigenen Abgrund blicken und erkennen muss, dass man es nicht wert ist, dass man Gottes nicht w\u00fcrdig ist. <em>Herr, geh weg von mir!<\/em> Doch Gott bleibt, gerade dann. \u201eWenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil (Psalm 73,26 [Tagespsalm]).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>F\u00fcrchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen<\/em>. Flannery traut sich, sie f\u00fcrchtet sich nicht, sie verschweigt nichts. Ihre verst\u00f6renden Geschichten st\u00f6ren enge Grenzen und Herzen und l\u00f6sen jede Allmachtsfantasie in Nebel auf. <em>Fahre hinaus, wo es tief ist<\/em>. Flannerys Geschichten sind tief und abgr\u00fcndig. Sie erz\u00e4hlt von dem Menschen, der sich vor der Wahrheit wehrt und sich der Gnade versperrt. Wer will schon wissen, dass alles, was er kann und ist, nur Geschenk und sonst nichts ist? Wer will schon den eigenen Abgrund sehen? Die meisten von uns sind wohl nicht so wie Flannerys Figuren, all die Einbeinigen, die Antihelden, die engherzigen und engstirnigen Provinzler, die Outlaws. Aber das Groteske, mitunter Grausame, das sie in sich tragen, ist auch eine Seite von uns, eine, die man an sich selbst nicht sehen und schon gar nicht einem anderen Menschen zeigen will. Flannery \u00fcberzeichnet ihre Figuren und treibt ihr Handeln auf die Spitze, um deutlich aufzuzeigen, worum es geht. \u201eIch setze das Groteske so ein, wie ich es tue, weil die Menschen taub und stumm sind und Hilfe brauchen, um zu sehen und zu h\u00f6ren.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Anders geht es f\u00fcr Flannery nicht. Um Gnade sehen und h\u00f6ren zu k\u00f6nnen, braucht es den Blick in den Abgrund, die Gewalt. \u201eIch habe festgestellt, dass Gewalt auf seltsame Weise dazu in der Lage ist, meine Figuren in die Realit\u00e4t zur\u00fcckzuholen und sie darauf vorzubereiten, ihren Moment der Gnade anzunehmen. Sie sind so stur, dass fast nichts anderes diese Aufgabe erf\u00fcllen kann.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Gnade ist ohne Schmerz nicht zu haben, Erkenntnis der eigenen S\u00fcnde und der Gr\u00f6\u00dfe Gottes ist ohne Schrecken nicht zu haben. \u201eWas die Menschen nicht erkennen, ist, wie viel Religion kostet. Sie halten den Glauben f\u00fcr eine gro\u00dfe Heizdecke, dabei ist er nat\u00fcrlich das Kreuz.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Wie Medizin bitter schmeckt und Wahrheit weh tut, ist die Wirkung der Gnade ohne Nebenwirkungen nicht zu haben. So ist es ja auch im allt\u00e4glichen Leben. Hilfe anzunehmen ist schwer, weil das zeigt, dass man hilflos ist. Wie schwer ist es f\u00fcr viele, das erste Mal einen Rollator zu benutzen? Wie viel \u00dcberwindung kostet es, auf eine andere Schulform oder den Ausbildungsplatz zu wechseln, weil man den Anforderungen nicht gewachsen ist? Wie schmerzhaft ist es, Schmerzmedikamente, von denen man abh\u00e4ngig geworden ist, nicht mehr nehmen zu d\u00fcrfen? Das sind ja im Grunde alles Ver\u00e4nderungen zum Guten: man kommt besser und sicherer voran als nur auf eigenen F\u00fc\u00dfen, man muss nicht dauernd an seinen Schw\u00e4chen scheitern und kann neue St\u00e4rken an sich entdecken, man kann wieder etwas mehr unabh\u00e4ngig leben. Trotzdem tut es erstmal weh. Weil man die Ver\u00e4nderung nicht von sich aus will, sondern weil man ohne sie nicht mehr kann, weil man sich seine Grenzen erst eingestehen muss, um sie \u00fcberwinden zu k\u00f6nnen. Auch Gnade annehmen ist schmerzhaft, weil das zeigt, dass man verloren, abgrundtief verloren ist. In diese Wunde legt Flannery den Finger, wenn sie ihre Figuren agieren l\u00e4sst, genau das erkennt Petrus angesichts der vollen Boote und der Wundermacht Gottes. Gnade wirkt gewaltig. Lukas spricht vom Schrecken, Flannery vom Schmerz, Paulus vom Kreuz: \u201eDenn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft.\u201c (1 Kor 1,18-24 [Epistel]).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am Ende wird es gut. \u201eGibt es kein Entkommen aus uns selbst? In etwas Gr\u00f6\u00dferes hinein?\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> \u2013 so fragt Flannery in ihrem \u201ePrayer Journal\u201c. <em>Fahre hinaus, wo es tief ist<\/em>. <em>F\u00fcrchte dich nicht<\/em>. Greif in die Dornen, geh durch den Schmerz, durchlebe den Schrecken an den R\u00e4ndern der Nacht. Es gibt ein Entkommen aus allen Abgr\u00fcnden in etwas Gr\u00f6\u00dferes hinein. Aber nicht aufgrund unserer mitunter grotesken Bem\u00fchungen, sondern allein aus Gnade. &#8222;Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.&#8220; (Eph 2,8 [Wochenspruch]).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>PD Dr. Martina Jan\u00dfen<\/strong><br \/>\nHildesheim<br \/>\n<a href=\"mailto:dr.martina.janssen@evlka.de\">dr.martina.janssen@evlka.de<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Martina Jan\u00dfen, geb. 1971, Privatdozentin f\u00fcr Neues Testament (Universit\u00e4t G\u00f6ttingen), Pastorin der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Zitate von Flannery O\u2019Connor im Original<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> \u201cAll my stories are about the action of grace on a character who is not very willing to support it, but most people think of these stories as hard, hopeless and brutal.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> \u201cDon\u2019t let me ever think, dear God, that I was anything but the instrument for Your story-just like the typewriter was mine.\u201d<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> &#8222;All human nature vigorously resists grace because grace changes us and the change is painful.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> \u201cGive me the courage to stand the pain to get the grace.\u201d<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> \u201cI use the grotesque the way I do because people are deaf and dumb and need help to see and hear.\u201d<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> \u201eI have found that violence is strangely capable of returning my characters to reality and preparing them to accept their moment of grace. Their heads are so hard that almost nothing else will do the work.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> \u201cWhat people don&#8217;t realize is how much religion costs. They think faith is a big electric blanket, when of course it is the cross.\u201d<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4D9A60F0-CE6D-4BFC-8B7B-2F126C2A70A2#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> \u201cIs there no getting around that, dear God? No escape from ourselves? Into something bigger?&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eFahre hinaus, wo es tief ist\u201d| 5. So. n. Trinitatis | 05. Juli 2026 | Lk 5,1\u201311 | Martina Jan\u00dfen &nbsp; Fahre hinaus, wo es tief ist Als sie sechs Jahre alt war, wurde die lokale Presse auf sie aufmerksam. Der kleinen Flannery war es gelungen, H\u00fchner so zu dressieren, dass sie r\u00fcckw\u00e4rts laufen konnten. 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