{"id":26489,"date":"2026-07-07T21:20:08","date_gmt":"2026-07-07T19:20:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=26489"},"modified":"2026-07-07T21:20:08","modified_gmt":"2026-07-07T19:20:08","slug":"matthaeus-2816-20-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-2816-20-5\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 28,16-20"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Mission Possible | 6. n. Trin \u2013 Kirchweih in Haundorf | 12. Juli 2026 | Matth. 28, 16-20 | Uland Spahlinger |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Verlesung des Predigttextes: Mt. 28, 16-20 BasisBibel<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">16Die elf J\u00fcnger gingen nach Galil\u00e4a. Sie stiegen auf den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">17Als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Aber einige hatten auch Zweifel.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">18Jesus kam zu ihnen und sagte: \u00bbGott hat mir alle Macht gegeben, im Himmel und auf der Erde.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">19Geht nun hin zu allen V\u00f6lkern und ladet die Menschen ein, meine J\u00fcnger und J\u00fcngerinnen zu werden. Tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">20Und lehrt sie, alles zu tun, was ich euch geboten habe! Seid gewiss: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.\u00ab<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">neulich bei einer Tagung, am Abend beim Bier. Das Gespr\u00e4ch kam auf den Auftrag der Kirche. Einer sagte: \u201eNa, ist doch klar: Geht und macht zu J\u00fcngern alle V\u00f6lker.\u201c Mission, meinte er, sei der klare Auftrag \u2013 unverzichtbar, Wesenskern \u2013 oder wie man heute gern sagt: DNA \u2013 der Kirche. Darauf ein anderer: \u201eUhh, ganz schwierig, schau dir nur die Kirchengeschichte an, was hat Mission nicht alles kaputtgemacht&#8230;. Das ist ein verbrannter Begriff.\u201c Ein dritter lacht: \u201eJa, ja, mission impossible! Da f\u00e4llt mir doch als erstes Tom Cruise ein, der alte Scientologe \u2013 keine gute Adresse f\u00fcr christliches Gedankengut!\u201c Darauf der erste wieder: \u201eAber ohne Mission g\u00e4be es \u00fcberhaupt keine Kirche.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ihr kennt den Abschnitt, den ich eben gelesen habe. Und ich denke, Ihr kennt auch die Diskussion. Wahrscheinlich habt Ihr Eure ganz eigene Meinung dazu, vielleicht eher pro, vielleicht eher kontra, oder abw\u00e4gend zwischen den negativen und den positiven Seiten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber Hand aufs Herz: Wenn nicht irgendwelche Leute in grauer Vorzeit den Missionsgedanken ernstgenommen h\u00e4tten, s\u00e4\u00dfen wir heute nicht hier (in unserer sch\u00f6nen kleinen St. Wolfgangskirche). Wir w\u00fcrden nicht taufen, es g\u00e4be keine Gottesdienste. Keine Seelsorge. Keine Diakonieautos w\u00fcrden zu denen fahren, die ambulante Hilfe brauchen. Kirchweih k\u00e4me als Wort in unserer Sprache nicht vor \u2013 weder im Blick auf die Weihe der Kirche noch f\u00fcr die fr\u00e4nkische Schlachtsch\u00fcssel. Stellt Euch das mal vor!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Richtig ist dies: Der Taufbefehl oder Missionsbefehl (beide Worte gehen um) kommt in unserer Lutherbibel ganz sch\u00f6n streng daher. Bei Luther klingt der kurze Abschnitt so, ich lese noch einmal, jetzt aus der Lutherbibel von 1912: 16Aber die elf J\u00fcnger gingen nach Galil\u00e4a auf einen Berg, dahin Jesus sie beschieden hatte. 17Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; etliche aber zweifelten. 18Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 19Darum gehet hin und lehret alle V\u00f6lker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das kommt ganz sch\u00f6n herrschaftlich daher, keine Frage. Es ist der allerletzte Abschnitt im Matth\u00e4usevangelium. Nach Ostern. Hier redet der Auferstandene, der Sieger \u00fcber den Tod, zu seinen \u00fcbriggebliebenen Freunden, zu den Elfen. Sozusagen das Testament im Testament \u2013 \u201elast famous words\u2026.\u201c Oder so.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manchmal reden Leute noch davon, dass \u201ejetzt aber Matth\u00e4i am letzten\u201c ist: dann ist f\u00fcr sie eine rote Linie \u00fcberschritten, oft in Verbindung damit, dass das Geld nun sehr knapp wird. Matth\u00e4us, so wird erz\u00e4hlt, war Zolleinnehmer \u2013 daher die Verbindung zu Sesterzen, Denaren, Dollars Euros oder was auch immer. Oder aber dass jetzt die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten ist (was auch immer die Katastrophe sein mag).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich m\u00f6chte diesen Abschnitt, den strengen Worten zum Trotz, lieber als eine Zusammenfassung des Matth\u00e4usevangeliums lesen. Gewiss: da ist von \u201eGewalt\u201c die Rede \u2013 in der BasisBibel haben sie \u201eMacht\u201c \u00fcbersetzt. Im Griechischen steht da \u1f10\u03be\u03bf\u03c5\u03c3\u03af\u03b1. Das bedeutet unter anderem Freiheit \u2013 die Freiheit etwas zu tun oder zu lassen. Hier passt wohl am besten \u201eVollmacht\u201c \u2013 und das hei\u00dft: einer hat einen Auftrag, den er selber im Sinne des Auftraggebers gestalten und weitergeben kann. Wir kennen das Wort aus Bankgesch\u00e4ften oder dem Vereinsrecht: unterschreiben oder abstimmen darfst du, wenn du selber zust\u00e4ndig bist oder eine Vollmacht vorweisen kannst. Wie du abstimmst, das ist dann letztlich deine eigene Entscheidung. Jesus sagt also: Ich habe Vollmacht \u00fcber alle Dinge im Himmel und auf Erden. Aber ich habe die nicht von mir selber. \u201eMir ist (sie) gegeben.\u201c Will sagen: kommt von Gott. Unbeschr\u00e4nkt, kommt aber von Gott.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das w\u00e4re einmal die erste Kl\u00e4rung: Vollmacht, nicht Gewalt. Und da w\u00e4re noch so ein anst\u00f6\u00dfiger Begriff \u2013 anst\u00f6\u00dfig f\u00fcr viele Heutige: \u201ebefohlen\u201c. Lehrt sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Nochmal kurz ins Griechische: da hei\u00dft es \u1f10\u03bd\u03b5\u03c4\u03b5\u03b9\u03bb\u03ac\u03bc\u03b7\u03bd. Das kann man tats\u00e4chlich gut mit \u201ebefehlen\u201c \u00fcbersetzen \u2013 gemeint ist hier aber: einen Auftrag geben. Ein Mandat \u2013 in der lateinischen \u00dcbersetzung wird das schon im Wort deutlicher, da hei\u00dft es \u201emandavi\u201c. Ich will Euch aber nicht zu sehr mit ausgestorbenen Sprachen bel\u00e4stigen\u2026.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zur\u00fcck also zum Tauf- oder Missionsbefehl: Richtig ist auch, dass er eine Wirkungsgeschichte hat, die nicht immer und nicht nur gl\u00e4nzt. Da gingen ja \u2013 sp\u00e4testens seit Kaiser Konstantin Anfang des 4. Jahrhunderts das Christentum zur Staatsreligion machte \u2013 Glaube und politische Interessen eine enge Verbindung ein. Und das tat in den meisten F\u00e4llen nicht gut. Christ oder Christin werden, das hie\u00df wohl in den meisten F\u00e4llen auch: ordne dich dem (von Gott eingesetzten) Herrscher unter. Bis heute kann man \u2013 wenn auch in abgeschw\u00e4chter Form \u2013 Versuche in dieser Richtung finden, wenn etwa das Kreuz in Schulzimmern aufgeh\u00e4ngt werden soll als Zeichen der bayerischen Kultur. Hmmmm. Den Unterschied zwischen christlichem Glauben und bayerischer Kultur m\u00f6chte ich zumindest erw\u00e4hnen d\u00fcrfen\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus selber war ja schon eher obrigkeitskritisch. Gott \u00fcbrigens auch, wenn man etwa die Auseinandersetzungen um die K\u00f6nige Israels nachliest. Also wirklich: alles nicht so eindeutig.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich will das Ganze aber von einer andren Seite her angehen. Unser Abschnitt steht, wie gesagt, am Ende des Matth\u00e4usevangeliums. Auf dieses Evangelium bezieht er sich \u2013 nicht auf andere biblische B\u00fccher. Wenn wir das ernstnehmen, dann m\u00fcssen wir das, was Jesus seinen J\u00fcngern \u201eaufgetragen hat\u201c, zun\u00e4chst mal im Matth\u00e4usevangelium suchen. Das macht Sinn.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jetzt hat das Matth\u00e4usevangelium eine Besonderheit. Der Zolleinnehmer war auch ein cleverer P\u00e4dagoge. Die zentralen Botschaften Jesu sind in f\u00fcnf gro\u00dfen Reden zusammengefasst. Da steht, worauf es Jesus nach Matth\u00e4us ankam. Handhabbare Lehrst\u00fccke, das erste gleich die Bergpredigt. Was macht Matth\u00e4us da? Er sch\u00e4rft den Blick seiner J\u00fcnger f\u00fcr das Wesen und die Weisung Gottes. Die Seligpreisungen richten sich nicht an die, die nach Macht gieren, sondern an die Dem\u00fctigen, die Friedensstifer, die Leidtragenden und so weiter. Dann erkl\u00e4rt er den Sinn der Gebote und denkt \u00fcber Alltagsfragen nach \u2013 immer unter dem Gedanken: Gottes Reich ist ganz nah. Und ihr geh\u00f6rt dazu. Lasst das sichtbar werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">In der Gemeinderede besch\u00e4ftigt er sich mit Streitigkeiten in der Gemeinde und entwickelt ein Modell, wie mit Kontroversen konstruktiv umgegangen werden kann. Wenn die Gemeinden in der Geschichte der Kirche nach diesem Fahrplan verfahren w\u00e4ren, h\u00e4tten wir vermutlich weniger Ausgrenzung und Exkommunikationen, sondern vielleicht mehr Vers\u00f6hnung und gedeihliches Miteinander in der Kirche erlebt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und in der Rede vom gro\u00dfen Weltgericht mahnt er zur Wachsamkeit f\u00fcr die Zeichen der Zeit \u2013 und zu einem Umgang, der im anderen Menschen immer auch ihn, Jesus, erkennt. Ihr kennt den ber\u00fchmten Satz: \u201eWas ihr einem dieser meiner geringsten Br\u00fcder (oder Schwestern) getan habt, das habt ihr mir getan.\u201c Wir k\u00f6nnen das so zusammenfassen: Setze deine M\u00f6glichkeiten so ein, dass es auch den anderen gut geht \u2013 dann bist du nah am Reich Gottes. Immer weist Jesus auf das Miteinander hin: darauf, dass es der Gemeinschaft gut \u2013 besser \u2013 geht. Hier auf der Erde spielt sich ab, was Gott im Himmel die Ehre gibt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich k\u00f6nnte noch mehr Beispiele anf\u00fchren, aber das w\u00fcrde hier vielleicht den Rahmen sprengen. Das Ding aber ist: genau das legt der auferstandene Jesus seinen J\u00fcngern ans Herz: tragt es weiter und sammelt Menschen, die sich daran orientieren wollen. Das ist die \u201ejob description\u201c. Der Auftrag, den er aus seiner Vollmacht heraus den J\u00fcngern erteilt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00dcbrigens war das alles gar nicht so eindeutig. Jesu Auferstehung war nicht nur ein Freudenfest. Es wurde bezweifelt, es l\u00f6ste auch Erschrecken aus. Auch in unserer Szene hei\u00dft es ja ausdr\u00fccklich: \u201eeinige aber zweifelten\u201c.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zweifel ist die Kehrseite des Vertrauens. Das wissen wir besonders aus engen pers\u00f6nlichen Beziehungen: kann ich dir noch vertrauen? Und denen, die da vielleicht misstrauisch sind, gilt er besonders, der allerletzte Satz. Nicht vergessen, den sagt der, der alle Vollmacht von Gott \u00fcbertragen bekommen hat: \u201eUnd seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.\u201c Ihr kriegt nicht nur einen Zettel, einen Marschbefehl sozusagen. Ich gehe mit. Euer Vertrauen wird nicht entt\u00e4uscht werden. Ihr k\u00f6nnt euch darauf verlassen: egal wo ihr steht oder geht, egal wann und mit wem ihr euch trefft, egal wie viele ihr seid: ich bin bei euch. Schon wenn sich zwei oder drei treffen in seinem Namen, ist er mitten unter ihnen, hat er an anderer Stelle gesagt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und das geht bis hierher (an diesen Ort am heutigen Tag). Wir werden eingeladen, nicht herbefohlen. Wir werden eingeladen zum Miteinander-Leben unter Gottes offenem Himmel. Zu einem Leben unter seiner Weisung und Wegweisung. Zu Glaube (= Vertrauen), Liebe (= N\u00e4chstenliebe) und Hoffnung. Wie am Sonntag, so im Alltag. Zum Teilen des t\u00e4glichen Brotes. Zur Nachsicht. Zur Bitte um die Vergebung von Schuld \u2013 die sich unl\u00f6sbar mit unserer Bereitschaft verbindet, auch selbst Schuld zu vergeben. Ein Blumenstrau\u00df an Beispielen f\u00fcr das Miteinander in Familie und Gemeinde und Nachbarschaft, wir k\u00f6nnten auch sagen: ein Knigge f\u00fcr christliches Zusammenleben. Immer so offen, dass wir die Regeln und Vorschl\u00e4ge anwenden k\u00f6nnen auf unsere Lebenssituationen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das schenkt uns Freiheit, macht uns aber auch Arbeit. Darum kommen wir nicht herum. Schon die Israeliten in der W\u00fcste sehnten sich manchmal nach der Sklaverei zur\u00fcck, weil sie dort nicht nachdenken mussten, sondern nur gehorchen. Wir haben keine andere Wahl als den Dialog, das Gespr\u00e4ch, den Austausch \u00fcber Pl\u00e4ne und Projekte, wenn daraus etwas werden soll. Und h\u00e4tten unsere Vorfahren nicht so gehandelt und gelebt, dann st\u00fcnde hier in Haundorf auch keine Kirche, deren Weihe\/Einweihung wir heute feiern k\u00f6nnten. Wir w\u00e4ren nicht hier.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nehmen wir uns also die Zeit: tauschen wir uns aus, kl\u00e4ren wir miteinander, was gemeint ist, wenn wir \u00fcber die \u201eGewalt\u201c Jesu und seinen \u201eBefehl\u201c nachdenken. Freuen wir uns daran, dass uns diese M\u00f6glichkeiten geschenkt sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lassen wir uns einladen zu der gro\u00dfen Freiheit der Kinder Gottes, die uns zugesagt und aufgetragen ist. Und die wir gut und gerne an unsere Kinder und Enkel weitergeben k\u00f6nnen. Das ist unsere \u201emission\u201c (englisch ausgesprochen). Und die ist \u201epossible\u201c. Ich werde jedenfalls weiterhin \u201eMatth\u00e4i am letzten\u201c bei jeder Taufe lesen und den Eltern, den Paten und der Gemeinde erl\u00e4utern. Und ich vertraue darauf, dass Gottes Heiliger Geist auch bei mir ist \u2013 bei uns \u2013 alle Tage \u2013 bis zum Ende. Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dekan i.R. Uland Spahlinger, Dinkelsb\u00fchl<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"mailto:uland.spahlinger@elkb.de\">uland.spahlinger@elkb.de<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die in der Predigt erw\u00e4hnte St. Wolfgangskirche geh\u00f6rt nach Haundorf, einem Ortsteil von Schnelldorf im Grenzbereich von Mittelfranken und dem w\u00fcrttembergischen Hohenlohe. Die Gemeinde ist seit nunmehr zwei Jahren ohne PfarrerIn; aus diesem Grunde habe ich als Ruhest\u00e4ndler dort seit Februar 2025 eine Vakanzvertretung \u00fcbernommen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Anders als manche anderen stehe ich zum Missionsbegriff f\u00fcr die Gegenwart positiv \u2013 wenn wir ihn aufgeben, geben wir unseren Auftrag an die Welt und damit unsere Identit\u00e4t auf.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was Mission bedeuten kann, hat f\u00fcr mich am eindr\u00fccklichsten Fulbert Steffensky in Worte gefasst: \u201eDer Auftritt der Kirche in der s\u00e4kularen \u00d6ffentlichkeit und die Auslieferung ihrer Sch\u00e4tze in den uneigentlichen Raum ist ein St\u00fcck Mission. Viele unserer kirchlichen W\u00f6rter sind verdorben, vielleicht auch dieses Wort Mission. Es hat keinen Sinn, die W\u00f6rter zu verschweigen, wir m\u00fcssen sie reinigen. Was ist Mission? Es ist die gewaltlose, ressentimentlose und absichtslose Werbung f\u00fcr die Sch\u00f6nheit eines Lebenskonzepts. Diese Werbung ist ressentimentlos, indem wir ohne Bek\u00fcmmerung akzeptieren, dass Menschen andere Lebenswege einschlagen als die des Christentums. F\u00fcr uns als Christen hat dieses Christentum eine biographische Einmaligkeit. Aber es gibt andere Wege des Geistes und andere Dialekte der Hoffnung. Mission kann man wollen, wenn man auf seine eigene Einmaligkeit verzichtet, so sehr das unseren Narzissmus kr\u00e4nken mag\u201c (aus: F. Steffensky, Damit die Tr\u00e4ume nicht verloren gehen \u2013 religi\u00f6se Bildung und Erziehung in s\u00e4kularen Zeiten, in: Loccumer Pelikan 4\/2000, hier zitiert nach <a href=\"https:\/\/www.rpi-loccum.de\/material\/pelikan\/pel4-00\/steffky\">https:\/\/www.rpi-loccum.de\/material\/pelikan\/pel4-00\/steffky<\/a>).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich hoffe, dass von dieser Beschreibung des Anliegens etwas in die Predigt \u00fcbergeschwappt ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mission Possible | 6. n. Trin \u2013 Kirchweih in Haundorf | 12. Juli 2026 | Matth. 28, 16-20 | Uland Spahlinger | Verlesung des Predigttextes: Mt. 28, 16-20 BasisBibel 16Die elf J\u00fcnger gingen nach Galil\u00e4a. Sie stiegen auf den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte. 17Als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. 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