{"id":26536,"date":"2026-07-29T11:24:08","date_gmt":"2026-07-29T09:24:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=26536"},"modified":"2026-07-29T11:24:08","modified_gmt":"2026-07-29T09:24:08","slug":"jeremia-14-10-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jeremia-14-10-4\/","title":{"rendered":"Jeremia 1,4\u201310"},"content":{"rendered":"<h3>St\u00f6renfried im L\u00fcgenland | 9. So. n. Trinitatis | 02.08.2026 | Jeremia 1,4\u201310 | Christoph Kock |<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>St\u00f6renfried im L\u00fcgenland<\/strong><\/p>\n<p><strong>I L\u00fcgenland<\/strong><\/p>\n<p>Die Fu\u00dfball-WM in den USA ist seit 14 Tagen Geschichte.<\/p>\n<p>Schon wieder ist die deutsche Nationalmannschaft ausgeschieden, bevor es spannend wurde. Der Trainer l\u00e4ngst Geschichte, sein Nachfolger vorgestellt. Und sonst? Was f\u00fcr ein Irrsinn war mit der WM verbunden. Im Vorfeld: Ein Friedenspreis, den Gianni Infantino, Pr\u00e4sident des Weltfu\u00dfballverbandes FIFA, eigens f\u00fcr einen anderen Pr\u00e4sidenten inszeniert hat. Ausgestattet mit einem Kriegsminister<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> hat dieser Preistr\u00e4ger inzwischen einen Krieg begonnen und weltweit wirtschaftliches Chaos angerichtet. Frieden? Willkommen in Infantinos L\u00fcgenland.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der WM ging es munter weiter: Pr\u00e4sident Trump ruft seinen \u201aFreund\u2018 Infantino an, um vor einem Ko-Spiel die Rotsperre f\u00fcr einen starken US-Spieler aufheben zu lassen. Als Trump es \u00f6ffentlich macht, leugnet der FIFA-Pr\u00e4sident die Einflussnahme. Die Entscheidung sei von der FIFA-Disziplinarkammer unabh\u00e4ngig getroffen worden. Wer\u2019s glaubt \u2026 Infantino verkauft seine L\u00fcge als Realit\u00e4t. Es ist egal, ob ihm das irgendjemand abnimmt. Er kommt damit durch. Seine Wiederwahl im n\u00e4chsten Jahr gilt als sicher.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Die Folgen dieser L\u00fcge sind \u00e4rgerlich, aber harmlos. Die L\u00fcgen des anderen Pr\u00e4sidenten haben schwerwiegendere Folgen. Pr\u00e4sident Trump postet, die Verhandlungen mit Iran stehen kurz vor dem Abschluss, der Deal sei so gut wie abgeschlossen. Als sei das Realit\u00e4t. Doch gef\u00fchlt gleichzeitig erscheinen seine Hassposts gegen die iranische Regierung, die deren Macht stabilisieren. Was denn nun? Die Stra\u00dfe von Hormus ist noch nicht frei. Nacht f\u00fcr Nacht l\u00e4sst Trump Ziele in Iran bombardieren. Der Krieg geht weiter. Manchmal fehlen einem die Worte. Und selbst wenn L\u00fcgen wie diese benannt werden, \u00e4ndert es nichts. Was folgt: Wahrheit erscheint wirkungslos. Eine Frust-Erfahrung: Worte verlieren ihre Kraft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>II Von Gott berufen, Widerspruch zwecklos<\/strong><\/p>\n<p>Trotzdem setzt Gott auf Worte. Davon erz\u00e4hlt die Bibel. Gott setzt auf Worte, als Gottes Volk Israel einem Krieg entgegen gegangen ist, des es niemals gewinnen konnte. Gott setzt auf Worte. Damit beginnt das Buch des Propheten Jeremia. An dessen Anfang berichtet der Prophet, wie er zu Gottes Sprachrohr geworden ist. [Wie in j\u00fcdischer Tradition \u00fcblich, spricht Jeremia Gottes Name nicht aus, sondern umschreibt ihn. In unserer Bibel steht daf\u00fcr HERR, in gro\u00dfen Buchstaben.]<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>4 Da kam das Wort des HERRN zu mir:<\/em><br \/>\n<em>5 \u00bbBevor ich dich im Mutterleib geformt habe,<\/em><br \/>\n<em>kannte ich dich.<\/em><br \/>\n<em>Bevor du von deiner Mutter geboren wurdest,<\/em><br \/>\n<em>warst du schon heilig f\u00fcr mich.<\/em><br \/>\n<em>Zum Propheten f\u00fcr die V\u00f6lker habe ich dich bestimmt.\u00ab<\/em><br \/>\n<em>6 Ich antwortete: \u00bbAch, mein Gott und HERR,<\/em><br \/>\n<em>ich kann nicht gut reden!<\/em><br \/>\n<em>Denn ich bin noch zu jung.\u00ab<\/em><br \/>\n<em>7 Doch der HERR erwiderte:<\/em><br \/>\n<em>\u00bbSag nicht, dass du zu jung bist,<\/em><br \/>\n<em>sondern geh, wohin ich dich sende!<\/em><br \/>\n<em>Und verk\u00fcnde alles, was ich dir auftrage!<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>8 F\u00fcrchte dich nicht vor ihnen,<\/em><br \/>\n<em>denn ich bin mit dir und werde dich retten!\u00ab<\/em><br \/>\n<em>\u2013 So lautet der Ausspruch des HERRN.<\/em><br \/>\n<em>9 Dann streckte der HERR seine Hand aus<\/em><br \/>\n<em>und ber\u00fchrte meinen Mund.<\/em><br \/>\n<em>Der HERR sagte zu mir:<\/em><br \/>\n<em>\u00bbIch lege meine Worte in deinen Mund.<\/em><br \/>\n<em>10 Sieh her: Ich gebe dir heute einen Auftrag.<\/em><br \/>\n<em>\u00dcber V\u00f6lker und K\u00f6nigreiche stelle ich dich.<\/em><br \/>\n<em>Du sollst ausrei\u00dfen und einrei\u00dfen,<\/em><br \/>\n<em>zerst\u00f6ren und vernichten,<\/em><br \/>\n<em>aber auch aufbauen und pflanzen.\u00ab<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gott hat Gro\u00dfes mit Jeremia vor. \u201eZum Propheten f\u00fcr die V\u00f6lker habe ich dich bestimmt.\u201c Gottes Worte werden weite Kreise ziehen, \u00fcber Gottes Volk Israel hinaus. F\u00fcr diese Aufgabe hat Gott Jeremia von Anfang an auf der Rechnung. Jeremia findet nicht seine Berufung. Nein, im Gegenteil: Die Berufung findet ihn. Oha! Jeremia bekommt es mit der Angst. Ginge mir auch so. Schon am Anfang ein Gesp\u00fcr daf\u00fcr, dass Gottes Ansage sein Leben auf den Kopf stellen wird.<\/p>\n<p>Jeremia versucht sich herauszureden. \u201eKann nicht gut reden! Bin zu jung!\u201c Was ihm alles fehlt: Die passenden Worte, wenn es n\u00f6tig ist. \u00dcberhaupt: Vor anderen zu reden. Am besten so, dass selbst fremde Leute an seinen Lippen h\u00e4ngen? Nie im Leben. Zu wenig Erfahrung, mangelnde Begabung.<\/p>\n<p>Der Widerspruch ist zwecklos. Gott antwortet kurz und knapp: \u201eSag nicht, dass du zu jung bist, sondern geh, wohin ich dich sende!\u201c Jeremia ist zum Propheten berufen. Ich bin froh, dass ich nicht in seiner Haut stecke.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>III Auf dem Weg in die Katastrophe<\/strong><\/p>\n<p>Was passieren wird: Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. fordern die politisch Verantwortlichen in Israel die neue Gro\u00dfmacht in Babylon heraus. Der K\u00f6nig ebenso wie die F\u00fchrungsschicht. Gott spielt keine Rolle. Eigene Interessen geben den Ausschlag. Sie verweigern den Tribut, den sie den Babyloniern schuldig sind. Halten Vertr\u00e4ge nicht ein, paktieren mit benachbarten M\u00e4chten. Das wird schlie\u00dflich 587\/586 v. Chr. dazu f\u00fchren, dass die Armee Babylons das Land verw\u00fcstet, Jerusalem und Tempel zerst\u00f6rt, ein Gro\u00dfteil des Volkes ins Exil in ihre ferne Hauptstadt verschleppt. Vor allem diejenigen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten.<\/p>\n<p>Und Jeremia: Er fordert dazu auf, Gottes Gebote zu halten, zeichnet die Folgen auf, die ihre Missachtung haben wird. Jeremia warnt vor, der eigenen Macht zu vertrauen und die Macht Babylons zu untersch\u00e4tzen. \u00d6ffentlich h\u00e4lt er der F\u00fchrung entgegen: \u201eErz\u00e4hlt uns keine L\u00fcgen!\u201c Das macht ihn einsam. Zu einem Rufer in der W\u00fcste. \u201eErz\u00e4hlt uns keine L\u00fcgen!\u201c Jeremia widerspricht in Gottes Namen, aber seine Worte verhallen wirkungslos. Er wird verfolgt, misshandelt. Nur wenige helfen ihm, sind auf seiner Seite. Schlie\u00dflich wird er von den eigenen Leuten ins Ausland, nach \u00c4gypten verschleppt. Dort verliert sich seine Spur. Das Leid seines Volkes spiegelt sich im Leid Jeremias. Eine Berufung mit fatalen Folgen. Vergeblich versucht der Prophet, die L\u00fcgen der Machthaber in Israel zu demaskieren. Es \u00e4ndert sich nichts. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>IV Verborgene Macht: Worte verbinden<\/strong><\/p>\n<p>Das hat sich am Anfang anders angeh\u00f6rt:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u00bb8 F\u00fcrchte dich nicht vor ihnen,<\/em><br \/>\n<em>denn ich bin mit dir und werde dich retten! [\u2026]<\/em><br \/>\n<em>Sieh her: Ich gebe dir heute einen Auftrag.<\/em><br \/>\n<em>\u00dcber V\u00f6lker und K\u00f6nigreiche stelle ich dich.<\/em><br \/>\n<em>Du sollst ausrei\u00dfen und einrei\u00dfen,<\/em><br \/>\n<em>zerst\u00f6ren und vernichten,<\/em><br \/>\n<em>aber auch aufbauen und pflanzen.\u00ab<\/em><\/p>\n<p>Gott, was erz\u00e4hlst du uns! Davon hat Jeremia nichts gemerkt. Ein einsamer Prophet \u00fcber V\u00f6lker und K\u00f6nigreichen. Du hast ihn nicht gerettet. In den Wirren nach der Niederlage ist er vermutlich umgekommen. Was hat Jeremia denn vernichtet, was aufgebaut?<\/p>\n<p>Gottes Ank\u00fcndigung wirkt wie eine Zumutung. So ist es auch: Gott mutet denen etwas zu, die das Buch des Propheten Jeremia lesen.<\/p>\n<p>Denn Gott redet von einer verborgenen Macht. Das Volk Israel hat einen Krieg verloren, aber es ist als Volk nicht verloren gegangen. Weil es davon erz\u00e4hlt hat, wie es sich durch Gott verbunden wei\u00df. Es hat Jeremia zu sch\u00e4tzen gelernt. In Gottes Auftrag hat er den L\u00fcgen der damals Verantwortlichen widersprochen, Gottes Gebote stark gemacht, davon gesprochen, wie Gott ins Exil mitkommt und die Beziehung zu Gottes Volk erneuert. Gott braucht keinen Tempel. Unerh\u00f6rt und zugleich befreiend f\u00fcr die, die zun\u00e4chst in Trauer und Heimweh aufgegangen sind.<\/p>\n<p>Gottes Macht erweist sich im Wort. Dieses Wort wirkt. Selbst nachdem Gottes Prophet l\u00e4ngst get\u00f6tet worden ist. Deshalb hat dieses Buch seinen Platz in der j\u00fcdischen Bibel. Deshalb steht Jeremia in unserer Bibel. Denn mit einer Niederlage ist l\u00e4ngst noch nicht alles gesagt. Und diese Wahrheit hat Zukunft.<\/p>\n<p>Gottes Wort wirkt verborgen und bleibt Zukunftsmusik: Dass Jeremia \u00fcber V\u00f6lker und K\u00f6nigreichen steht, wird sich zeigen: Gottes Gebote werden den Ausschlag geben. Krieg wird verschwinden und Frieden sein. Und Gerechtigkeit. In der ganzen Welt. Wer\u2019s glaubt, wird selig. Eben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>V Widerspruch!<\/strong><\/p>\n<p>Und die L\u00fcgen? Da brauche ich kein Prophet zu sein, um zu sagen, dass sie weitergehen. Sowohl beim Fu\u00dfball als auch in der Politik.<\/p>\n<p>Der FIFA-Pr\u00e4sident wird sich das Wohlwollen der M\u00e4chtigen sichern. Das, wenn n\u00f6tig, leugnen. Weil sein Verband an jeder WM verdient. In diesem Jahr 15 Milliarden US-Dollar. Da geht noch mehr. In vier Jahren mit 64 statt mit 48 Teams. Die Preise f\u00fcr Tickets und \u00dcbertragungsrechte werden steigen. So lange Menschen und Sender bereit sind, zu zahlen \u2026 Irgendwann werden Grenzen erreicht sein. Stell dir vor, es ist WM und keiner guckt zu. Vielleicht gar kein Schreckensszenario.<\/p>\n<p>Der andere Pr\u00e4sidenten wird weiter seine \u201aalternativen Wahrheiten\u2018 verbreiten. Vom Frieden in der Ukraine reden und gleichzeitig einen Deal mit dem Pr\u00e4sidenten im Kreml vorbereiten? Und das zu Lasten der Ukraine? Ein europ\u00e4ischer Alptraum. V\u00f6llig ausgeschlossen? Widerspruch bleibt n\u00f6tig. Selbst wenn das nichts \u00e4ndert. Die von Gott versprochene Zukunft sieht anders aus.<\/p>\n<p>Und in Deutschland: Am 26. Februar stellte die Regierung das neue Heizungsgesetz vor und sprach von der \u201eBefreiung des Heizungskellers\u201c. Was dort verbrannt wird, sei endlich wieder \u201ePrivatsache\u201c. Die Realit\u00e4t hat solches Reden bereits eingeholt, als das Gesetz am 10. Juli von Bundestag und Bundesrat verabschiedet wird: Seit dem Fr\u00fchjahr steigen kriegsbedingt die Preise f\u00fcr fossile Energie, seit Juni die Temperaturen, schon seit Juli brennen die W\u00e4lder im S\u00fcden Europas. Klartext traut sich keiner. Widerspruch bleibt n\u00f6tig. Vielleicht \u00e4ndert das doch etwas. Irgendwann. Wer\u2019s glaubt \u2026<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>S\u00fcndenbekenntnis<\/strong><\/p>\n<p>Gott,<br \/>\nwas geschieht, ist manchmal voller Widerspr\u00fcche.<br \/>\nWas Menschen sagen und was sie tun, passt nicht zusammen.<br \/>\nDas Gef\u00fchl stellt sich ein:<br \/>\nHier stimmt was nicht. Das ist falsch.<br \/>\n\u00d6ffentlich zu widersprechen, ist schwer.<br \/>\nDar\u00fcber hinwegzusehen, viel einfacher.<br \/>\nMit dem, was du von uns willst, ist das \u00e4hnlich.<br \/>\nJe mehr Macht Menschen haben,<br \/>\ndesto \u00f6fter spielt das keine Rolle:<br \/>\nNicht zu t\u00f6ten oder keine L\u00fcgen zu verbreiten.<br \/>\n\u00d6ffentlich zu widersprechen, ist schwer.<br \/>\nDar\u00fcber hinwegzusehen, viel einfacher.<br \/>\nWas sollen wir nur tun?<br \/>\nHilf uns dabei, an dem festzuhalten,<br \/>\nwas wahr ist und dem Leben dient.<br \/>\nHilf uns, deinen Geboten die Ehre zu geben.<br \/>\nHerr, erbarme dich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gnadenzuspruch<\/strong><\/p>\n<p>Gott spricht durch seinen Propheten Amos:<br \/>\n\u201eSuchet mich, so werdet ihr leben.\u201c (Am 5,4)<br \/>\nEhre sei Gott in der H\u00f6he.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcrbitten<\/strong><\/p>\n<p>Manchmal, Gott, l\u00e4sst du dich finden.<br \/>\nIn einem Moment,<br \/>\nin dem klar ist,<br \/>\nwas du willst,<br \/>\nworauf es ankommt,<br \/>\nwas zu tun und wem zu widersprechen ist.<br \/>\nGib uns einen wachen Geist,<br \/>\nsolche Momente zu erkennen.<\/p>\n<p>Manchmal, Gott, bist du verborgen.<br \/>\nIm Leid, das Menschen tragen.<br \/>\nIn der Angst, die sich auft\u00fcrmt.<br \/>\nIm Hass, der weite Kreise zieht.<br \/>\nWir bitten dich:<br \/>\nUm Gerechtigkeit f\u00fcr die,<br \/>\ndie Hass ausgesetzt sind.<br \/>\nDie verlieren,<br \/>\nwas ihnen Halt gegeben hat.<br \/>\nDie verletzt werden an Leib und Seele.<br \/>\nMach deine Welt zu ihrer Heimat.<\/p>\n<p>Manchmal, Gott, kommst du zu Wort.<br \/>\nIm Widerspruch gegen L\u00fcgen,<br \/>\ndie Menschen verbreiten,<br \/>\nweil sie es sich leisten k\u00f6nnen,<br \/>\nweil sie damit erfolgreich sind.<br \/>\nSie s\u00e4en Misstrauen,<br \/>\ngewinnen und festigen Macht.<br \/>\nDass andere die Folgen tragen,<br \/>\nist ihnen gleichg\u00fcltig oder sogar einkalkuliert.<br \/>\nWir bitten dich:<br \/>\nStelle sie in das Licht deiner Wahrheit<br \/>\nund durchkreuze ihre Wege.<\/p>\n<p>Wir bitten dich f\u00fcr die Gemeindemitglieder,<br \/>\nvon denen wir unter deinem Wort<br \/>\nAbschied genommen haben.<br \/>\nBerge sie im Glanz deiner Ewigkeit.<\/p>\n<p>Verborgen, gefunden, auf Zukunft aus,<br \/>\nso bist du, unser Gott.<br \/>\nUm die Ankunft deiner Welt in der unseren<br \/>\nbitten wir mit den Worten,<br \/>\ndie Jesus uns zu beten gelehrt hat:<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Pfarrer Dr. Christoph Kock<\/strong><br \/>\nWesel<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:christoph.kock@ekir.de\">christoph.kock@ekir.de<\/a><\/p>\n<p>Dr. Christoph Kock, geb. 1967, Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland. Seit 2007 Pfarrer an der Friedenskirche in der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Fussnoten:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Sie die Internet-Seite dessen Ministeriums hei\u00dft seit September 2025 https:\/\/www.war.gov\/.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. Stefan Kl\u00fcttermann, Infantino, Trump und der Dreiklang des Irrsinns, RP 13.07.2026.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St\u00f6renfried im L\u00fcgenland | 9. So. n. Trinitatis | 02.08.2026 | Jeremia 1,4\u201310 | Christoph Kock | &nbsp; St\u00f6renfried im L\u00fcgenland I L\u00fcgenland Die Fu\u00dfball-WM in den USA ist seit 14 Tagen Geschichte. Schon wieder ist die deutsche Nationalmannschaft ausgeschieden, bevor es spannend wurde. Der Trainer l\u00e4ngst Geschichte, sein Nachfolger vorgestellt. Und sonst? 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