{"id":26562,"date":"2026-08-07T10:33:39","date_gmt":"2026-08-07T08:33:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=26562"},"modified":"2026-08-07T10:34:56","modified_gmt":"2026-08-07T08:34:56","slug":"roemer-1125-32-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/roemer-1125-32-3\/","title":{"rendered":"R\u00f6mer 11,25\u201332"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\"><strong>Wer st\u00e4ndig auf andere schaut | 10. <\/strong><strong>So. n. Trinitatis | 09.08.2026 | R\u00f6m 11,25\u201332 | Thomas Volk<\/strong><\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3 style=\"font-weight: 400;\"><strong>Wer st\u00e4ndig auf andere schaut<\/strong><\/h3>\n<p><strong><br \/>\nI Das Schauen auf die Anderen<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Liebe Gemeinde,<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mir f\u00e4llt auf,<br \/>\ndass wir heute unglaublich viel \u00fcber andere reden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00dcber Menschen, die anders denken.<br \/>\nAnders leben.<br \/>\nAnders glauben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kaum macht eine Politikerin oder ein Politiker einen Fehler<br \/>\noder sagt einen ungl\u00fccklichen Satz,<br \/>\nwird diskutiert, kommentiert und geurteilt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Oft dauert es nur wenige Minuten,<br \/>\nbis sich im Internet ein endloser Streit dar\u00fcber entwickelt,<br \/>\nwer recht hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber es sind nicht nur Politiker.<br \/>\nWir sprechen \u00fcber Nachbarn.<br \/>\n\u00dcber Prominente.<br \/>\n\u00dcber Menschen, die anders leben als wir.<br \/>\n\u00dcber Menschen, die anderer Meinung sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie schnell sch\u00fctteln wir den Kopf.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manchmal reicht ein Satz am Familientisch \u2013<br \/>\nund schon dreht sich das Gespr\u00e4ch<br \/>\nnur noch darum, wer recht hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich frage mich:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Warum besch\u00e4ftigen wir uns so intensiv mit den anderen \u2013<br \/>\nund so viel seltener mit uns selbst?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Warum f\u00e4llt es uns leichter,<br \/>\nandere zu beurteilen<br \/>\nals uns selbst?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kann es sein,<br \/>\ndass wir den Blick f\u00fcr uns selbst verlieren,<br \/>\nwenn wir st\u00e4ndig<br \/>\nauf die anderen schauen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>II Paulus bremst alle \u00dcberheblichkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Frage ist gar nicht neu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schon die ersten Christen kannten dieses Problem.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch Paulus erlebt,<br \/>\ndass Menschen mehr mit den anderen besch\u00e4ftigt sind,<br \/>\nals mit sich selbst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus bekommt mit<br \/>\nwie Menschen sich gegenseitig beurteilen,<br \/>\nund aufeinander herabschauen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In Rom leben j\u00fcdische und nichtj\u00fcdische Christen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zwischen beiden Gruppen entstehen Spannungen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manche meinen, sie h\u00e4tten den Glauben<br \/>\nbesser verstanden als die anderen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Drei Kapitel lang<br \/>\nringt Paulus um diese Frage.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sein Ziel ist nicht,<br \/>\nden einen Recht zu geben<br \/>\nund die anderen zu widerlegen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sein Ziel ist viel einfacher<br \/>\nund zugleich viel wichtiger:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Niemand soll sich<br \/>\n\u00fcber den anderen stellen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am Ende steht eine Mahnung:<br \/>\nChristen sollen nicht \u00fcberheblich werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">H\u00f6ren Sie einige Verse<br \/>\naus dem 11. Kapitel des R\u00f6merbriefes<br \/>\nH\u00f6ren Sie aus dem 11. Kapitel einige Verse aus dem Schlussteil des 11. Kapitels nach der BasisBibel:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"font-weight: 400; padding-left: 40px;\"><em><sup>25<\/sup><\/em><em>Ich will euch, Br\u00fcder und Schwestern,<br \/>\ndieses Geheimnis nicht verhehlen,<br \/>\ndamit ihr euch nicht selbst f\u00fcr klug haltet [Lutherbibel 2017].<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; padding-left: 40px;\"><em>Tats\u00e4chlich hat Gott daf\u00fcr gesorgt,<br \/>\ndass sich ein Teil von Israel vor ihm verschlie\u00dft.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; padding-left: 40px;\"><em>Das soll aber nur so lange dauern,<br \/>\nbis alle V\u00f6lker sich ihm vollz\u00e4hlig zugewandt haben.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; padding-left: 40px;\"><em><sup>28<\/sup><\/em><em> [Und dann kommt Paulus zum eigentlichen Kern seiner Gedanken:]<sub><br \/>\n<\/sub>Betrachtet man es aber von daher,<br \/>\ndass Gott sie [einst] erw\u00e4hlt hat,<br \/>\ndann bleiben sie von Gott geliebt.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; padding-left: 40px;\"><em>Es waren ja ihre Vorfahren,<br \/>\ndie er einst erw\u00e4hlt hat.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; padding-left: 40px;\"><em><sup>29<\/sup><\/em><em>Denn was Gott aus Gnade geschenkt hat,<br \/>\ndas nimmt er nicht zur\u00fcck.<br \/>\nUnd wen er einmal berufen hat, der bleibt es.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; padding-left: 40px;\"><em><sup>32<\/sup><\/em><em>Denn Gott hat alle im Ungehorsam festgehalten,<br \/>\nweil er allen sein Erbarmen schenken will. [Basisbibel]<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus besch\u00e4ftigt sich damals<br \/>\nmit einer anderen Frage als wir heute.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Seine Frage lautet:<br \/>\nWer geh\u00f6rt zu Gottes Volk?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und damit verbunden:<br \/>\nWer wird gerettet?<br \/>\nSp\u00e4ter wird man fragen:<br \/>\nWer kommt in den Himmel?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unsere Fragen sind heute andere.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber seine Warnung ist zeitlos:<br \/>\n<strong>\u201eHaltet euch nicht f\u00fcr kl\u00fcger als die anderen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dieser Satz gilt bis heute.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nIII Der Blick zur\u00fcck zu mir<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir verlieren tats\u00e4chlich den Blick f\u00fcr uns selbst,<br \/>\nwenn wir st\u00e4ndig auf die anderen schauen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mir f\u00e4llt immer wieder auf,<br \/>\nwie leicht wir uns<br \/>\nim Leben anderer verlieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir reden heute gar nicht mehr so viel miteinander.<br \/>\nOft reden wir aneinander vorbei.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der eine sagt, was er denkt.<br \/>\nDer andere ebenso.<br \/>\nUnd wenn er Gl\u00fcck hat,<br \/>\nist der eine noch nicht weggerannt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber wirklich zuh\u00f6ren?<br \/>\nVerstehen wollen?<br \/>\nIch erlebe: Das wird immer seltener.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und vielleicht sitzt heute Morgen auch jemand hier,<br \/>\nder gar nicht \u00fcber andere urteilen wollte,<br \/>\nsondern erlebt hat,<br \/>\nwie verletzend es ist, nicht geh\u00f6rt zu werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der einen Gedanken aussprechen wollte &#8211;<br \/>\nund der andere hat sich einfach abgewendet.<br \/>\nOder hat sofort widersprochen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mancher von uns kennt dieses Gef\u00fchl:<br \/>\n<em>Ich komme gar nicht zu Wort.<\/em><br \/>\n<em>Meine Gedanken interessieren niemanden.<\/em><br \/>\n<em>Ich werde gar nicht wirklich geh\u00f6rt.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Das tut weh.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Solche Erfahrungen sind gar nicht so weit von dem entfernt,<br \/>\nwas Paulus von den Christen in Rom mitbekommen hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dass wir einander nicht mehr wirklich wahrnehmen.<br \/>\nDass wir so sehr mit unserer eigenen Sicht besch\u00e4ftigt sind,<br \/>\ndass wir den anderen aus dem Blick verlieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Warum das so ist?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vielleicht, weil wir selbst<br \/>\ninnerlich kaum noch zur Ruhe kommen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer st\u00e4ndig<br \/>\nmit den Meinungen anderer besch\u00e4ftigt ist,<br \/>\nfindet kaum noch Zeit,<br \/>\nauf das eigene Herz zu h\u00f6ren<br \/>\ngeschweige denn sich selbst zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr mich ist das eine der wichtigsten geistlichen Fragen \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nicht: <em>Was ist mit den anderen?<br \/>\n<\/em>Sondern: <strong>Was ist mit mir?<\/strong><br \/>\nWie geht es eigentlich mir?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vor Gott.<br \/>\nVor mir selbst.<br \/>\nIn meinem Herzen.<\/p>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li>Wovon lenke ich bei mir ab, wenn ich st\u00e4ndig auf andere schaue?<\/li>\n<li>Was tr\u00e4gt mich eigentlich, wenn alles um mich herum laut wird?<\/li>\n<li>Wann habe ich zuletzt meine eigene Haltung hinterfragt<br \/>\nund mich korrigieren lassen?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Von Gott.<br \/>\nOder auch von einem Menschen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sie merken:<br \/>\nDas sind keine einfachen Fragen.<br \/>\nMan beantwortet sie nicht in einer Minute.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Aber genau dort beginnt ein neuer Weg.<\/strong><br \/>\nNicht beim Blick auf die anderen.<br \/>\nSondern beim ehrlichen Blick auf mich selbst.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nIV Sich nicht f\u00fcr klug halten<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Genau an diesem Punkt setzt Paulus an.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er kennt die Christen in Rom noch gar nicht.<br \/>\nEr hat die Gemeinde nie besucht.<br \/>\nAber er ahnt, was dort geschieht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zwischen j\u00fcdischen und nichtj\u00fcdischen Christen<br \/>\nwachsen Spannungen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Einige diskutieren noch.<br \/>\nAndere reden l\u00e4ngst nur noch aneinander vorbei.<br \/>\nEs gibt gar keine echten Gespr\u00e4che mehr,<br \/>\nsondern nur noch gegenseitige Ablehnung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und gerade deshalb schreibt Paulus nicht:<br \/>\nIhr m\u00fcsst euch jetzt endlich zusammenrei\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er sagt auch nicht:<br \/>\nIhr m\u00fcsst bessere Christen werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er schreibt einen einzigen Satz:<br \/>\n<strong>\u201eDamit ihr euch nicht selbst f\u00fcr klug haltet.\u201c<\/strong><br \/>\n<em>(R\u00f6mer 11,25)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich finde:<br \/>\nIn diesem einen Satz steckt unglaublich viel.<br \/>\nIm christlichen Glauben steht nicht das Rechthaben an erster Stelle.<br \/>\nDenn aus Rechthaberei w\u00e4chst kein Frieden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Frieden ist ein Geschenk.<br \/>\nUnd Frieden schenkt Gott.<\/p>\n<p><strong><em>V Es m\u00f6ge Frieden sein \u2026<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein wundersch\u00f6ner Satz aus dem Wochenpsalm<br \/>\nbegleitet uns durch diese Woche:<br \/>\n<strong>\u201eEs m\u00f6ge Frieden sein \u2026\u201c<\/strong> <em>(Psalm 122,7)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Damals war damit der Friede f\u00fcr Jerusalem gemeint.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine Stadt, die bis heute f\u00fcr viele Menschen<br \/>\nzum Sinnbild von Sehnsucht<br \/>\nund zugleich von Konflikten geworden ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich h\u00f6re diesen Psalm heute ganz pers\u00f6nlich.<br \/>\n<strong>Es m\u00f6ge Frieden sein.<\/strong><br \/>\nIn dir.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Denn Frieden beginnt oft viel kleiner, als wir denken.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nicht zuerst zwischen Staaten.<br \/>\nNicht zuerst zwischen Religionen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sondern \u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u2026 in meinem Herzen,<br \/>\n\u2026 in meinen Gedanken,<br \/>\n&#8230; in meinem Zuhause,<br \/>\n\u2026 in meinen vier W\u00e4nden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Genau dort beginnt das tragf\u00e4hige Miteinander,<br \/>\nnach dem wir uns alle sehnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aus unseren vier W\u00e4nden<br \/>\nw\u00e4chst der Frieden hinaus.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hoffentlich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auf unsere Stra\u00dfen.<br \/>\nIn unsere Kirchengemeinde.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zu den Menschen,<br \/>\ndie uns begegnen.<br \/>\nGerade heute klingt das fast<br \/>\nwie eine Illusion.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und doch glaube ich:<br \/>\nEs ist der einzige Weg.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So hat Jesus gelebt.<br \/>\nSo hat er den Frieden<br \/>\nin die Welt gebracht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nicht durch Rechthaberei.<br \/>\nSondern durch Liebe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist ein trauriges Zeichen,<br \/>\nwenn Christen einander den Glauben absprechen,<br \/>\noder sich hinter dem Satz verstecken:<br \/>\n<strong>\u201eSo steht es aber in der Bibel.\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Bibel ist kein Werkzeug,<br \/>\num andere klein zu machen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sie will uns den Weg zu Christus zeigen.<br \/>\nUnd Christus ist der Friede.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nVI Frieden ist der Gradmesser<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Frieden beginnt dort,<br \/>\nwo ich mich nicht dauernd rechtfertigen muss.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wo ich geh\u00f6rt werde.<br \/>\nUnd selbst hinh\u00f6re.<br \/>\nAuf den anderen.<br \/>\nAuf mich selbst.<br \/>\nUnd auf Gott.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Frieden ist der Gradmesser.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Tr\u00e4gt das, was ich sage<br \/>\nund was ich tue,<br \/>\nzum Frieden bei?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Darum sagt Paulus:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Haltet euch nicht selbst f\u00fcr klug.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer st\u00e4ndig auf das Anderssein anderer schaut,<br \/>\nverliert leicht den Blick f\u00fcr sich selbst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott aber schenkt dir seinen Frieden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Damit Frieden in dir wachsen kann.<br \/>\nUnd von dir ausgeht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Am Ende fragt Gott uns<br \/>\nnicht zuerst,<\/strong> ob wir recht hatten,<br \/>\nsondern, ob sein Frieden<br \/>\nin unserem Herzen Raum gefunden hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und durch uns ein St\u00fcck Weltfriedlicher geworden ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nimm diesen Frieden mit.<br \/>\nIn dein Herz. In dein Zuhause.<br \/>\nUnd in die Begegnungen, die vor dir liegen.<br \/>\nGott geht mit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Amen.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Zusammenfassung:<\/em><\/p>\n<p><em>Wer st\u00e4ndig auf das Anderssein anderer schaut, verliert leicht den Blick f\u00fcr sich selbst. Gott aber schenkt dir Frieden &#8211; damit Frieden in dir wachsen kann und von dir ausgeht.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Thomas Volk, geb. 1962, Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern. Seit 2021 Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Kissingen mit dem Schwerpunkt \u201eKonfirmanden- und Jugendarbeit\u201c.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mail: thomas.volk@elkb.de<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Instagram: thomas.volk.15<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer st\u00e4ndig auf andere schaut | 10. So. n. 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