{"id":26631,"date":"2026-09-02T09:10:47","date_gmt":"2026-09-02T07:10:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=26631"},"modified":"2026-09-02T09:10:47","modified_gmt":"2026-09-02T07:10:47","slug":"lukas-191-10-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-191-10-7\/","title":{"rendered":"Lukas 19,1 &#8211; 10"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Predigt am 14. Sonntag nach Trinitatis | am 6. 9. 2026 um 9.30 Uhr in Holziken\/Schweiz | D\u00f6rte Gebhard, Pfarrerin<strong>\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Amen.\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zach\u00e4us war reich, sehr reich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er war aber klein, sehr klein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und \u00fcberall unbeliebt, sehr unbeliebt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Von ihm erz\u00e4hlt Lukas, \u00fcbrigens: nur Lukas, in seinem Evangelium.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>1 Jesus kam nach Jericho; sein Weg f\u00fchrte ihn mitten durch die Stadt.\u00a0 2 Zach\u00e4us, der oberste Zolleinnehmer, ein reicher Mann, 3 wollte unbedingt sehen, wer dieser Jesus war. Aber es gelang ihm nicht, weil er klein war und die vielen Leute ihm die Sicht versperrten. 4 Da lief er voraus und kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum; Jesus musste dort vorbeikommen, und Zach\u00e4us hoffte, ihn dann sehen zu k\u00f6nnen. 5 Als Jesus an dem Baum vor\u00fcberkam, schaute er hinauf und rief: \u00bbZach\u00e4us, komm schnell herunter! Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.\u00ab 6 So schnell er konnte, stieg Zach\u00e4us vom Baum herab, und er nahm Jesus voller Freude bei sich auf.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>7 Die Leute waren alle emp\u00f6rt, als sie das sahen. \u00bbWie kann er sich nur von solch einem S\u00fcnder einladen lassen!\u00ab, sagten sie. 8 Zach\u00e4us aber trat vor den Herrn und sagte zu ihm: \u00bbHerr, die H\u00e4lfte meines Besitzes will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand etwas erpresst habe, gebe ich ihm das Vierfache zur\u00fcck.\u00ab 9 Da sagte Jesus zu Zach\u00e4us: \u00bbDer heutige Tag hat diesem Haus Rettung gebracht. Denn\u00ab, f\u00fcgte er hinzu, \u00bbdieser Mann ist doch auch ein Sohn Abrahams. 10 Und der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.\u00ab \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (Neue Genfer \u00dcbersetzung)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schnell ist Zach\u00e4us vom Baum herunter, sehr schnell.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schon waren alle emp\u00f6rt, sehr emp\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und Jesus verh\u00e4lt sich dreist, sehr dreist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nicht:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wollen wir mal abmachen? Eigentlich k\u00e4me ich gern einmal zu dir. Falls es dir recht ist. Wir h\u00e4tten sicher gute Gespr\u00e4che.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das w\u00e4re h\u00f6flich in der Schweiz!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nein: <em>Ich muss heute &#8230; <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ungef\u00e4hr so, aber doch etwas netter, habe ich es k\u00fcrzlich bei einem unserer Kirchenpfleger gemacht \u2013 ich habe mich in sein Haus am Hang eingeladen, am Abend, nach dem Bibelgespr\u00e4chskreis, um die Sonnenfinsternis zu beobachten. Die n\u00e4chste totale Finsternis in der Schweiz ist am 3. September 2081, da bin ich jedoch sehr wahrscheinlich verhindert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ich muss heute &#8230; <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus ist frech, sehr frech.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<ol>\n<li>Eine Frage: Kann man Gastfreundschaft erzwingen?<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus stellt sich von vornherein als Gast vor, ohne eingeladen zu sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Soll man das nachmachen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Darf man das?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kann man das \u00fcberhaupt?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Er, Jesus,<\/em> l\u00e4dt sich bei Zach\u00e4us ein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber das bekommt die aufgebrachte Menge gar nicht mit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das ist meine Erfahrung: Aufgeregte Leute, besonders, wenn es viele sind, h\u00f6ren nicht besonders gut zu und sehen auch nicht alles, weil sie nicht alle auf B\u00e4umen sitzen. Aber sie haben daf\u00fcr schnell eine feste Meinung, eine sehr feste:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00abWie kann er sich nur von solch einem S\u00fcnder einladen lassen!\u00ab, sagten sie.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie kann er nur!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dabei hatte Zach\u00e4us ein einziges Mal in seinem Leben nichts gemacht. Er hat dieses eine Mal niemanden betrogen, niemandem etwas abgekn\u00f6pft, geschweige denn viel. Er hatte nichts gemacht, sondern still auf dem Baum gehockt. Deutlich wird es betont: Er hat Jesus nicht zum Essen eingeladen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er wollte erstmal gucken, erstmal horchen, was dieser Jesus f\u00fcr einer ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dem Evangelisten Lukas gelingt, was eigentlich unm\u00f6glich ist:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zach\u00e4us, der mir alles andere als sympathisch erscheint, der f\u00fcr die Besatzungsmacht arbeitet und dahingerafft wurde von seiner Raffgier, der wegen des Geldes Kopf und Herz schon l\u00e4ngst verloren hatte &#8230; genau dieser Zach\u00e4us bekommt mein Mitgef\u00fchl, als er so pl\u00f6tzlich zum Gastgeber erkl\u00e4rt wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ist Ihnen das auch schon passiert?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dass Ihnen ein dreister Gast mit der T\u00fcr ins Haus fiel?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus jedenfalls m\u00f6chte nicht erstmal bisschen gucken, sondern gleich essen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er m\u00f6chte nicht lange zuh\u00f6ren, er hat Hunger.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Luzia Sutter Rehmann, Professorin f\u00fcr Neues Testament in Basel, ist allen Stellen im Neuen Testament, an denen es ums Essen geht, nachgegangen. Dabei hat sie festgestellt: Jesus und seine Leute hatten tendenziell <em>immer<\/em> Hunger. Kein Wunder, wenn man ohne feste Bleibe umherzieht, barfuss und besitzlos.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein Gastgeschenk hatte Jesus nicht dabei. Ich erschien, als ich mich selbst einlud, immerhin mit einer schwarzen Brille, die dann reihum ging, weil nicht alle eine ergattert hatten. So war das Naturschauspiel ohne Gefahr f\u00fcr die Augen zu beobachten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<ol start=\"2\">\n<li>Ein Nebengedanke: Wie sehr hat Jesus Zach\u00e4us \u00fcberrumpelt?<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ob Jesus nicht nur sich selbst, sondern sehr selbstverst\u00e4ndlich die zw\u00f6lf J\u00fcnger miteingeladen hat?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das wird \u2013 leider \u2013 nicht \u00fcberliefert. Ich halte es f\u00fcr sehr wahrscheinlich!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Zach\u00e4us war &#8230; ein reicher Mann. <\/em>Sehr reich!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber h\u00e4tten Sie Spaghetti f\u00fcr diese \u00abWilde 13\u00bb (Michael Ende) vorr\u00e4tig gehabt? Mit Sauce?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie w\u00e4re es um Getr\u00e4nke bestellt gewesen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unvergesslich ist f\u00fcr mich, wie ich einmal von G\u00e4sten zur Gastgeberin gemacht wurde, von sehr vielen G\u00e4sten. Es waren auf jeden Fall wesentlich mehr als nur 13.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Christoph, unser Sohn, ging neu in den Schweizer Kindergarten. Es war recht bald nach unserem Umzug aus Deutschland. Da gab es einen Wandertag der Kindergartengruppe, der durch das ganze Dorf f\u00fchrte. Jedes Kind zeigte, wo es wohnte. Christoph erz\u00e4hlte voller Stolz, dass man im Pfarrhaus immer eine offene T\u00fcr findet, dass es dort immer etwas gibt, sogar Kinderpunsch.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So sass ich an jenem Wintermorgen am Schreibtisch im B\u00fcro, wandte den Kopf vom Bildschirm ab und schaute in den grauen Garten. \u00a0Da sah ich in leuchtenden Farben, sch\u00f6n der Reihe nach, im G\u00e4nsemarsch, eine grosse Kindergruppe kommen, eine sehr grosse Gruppe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sie <em>mussten <\/em>in diesem Moment bei uns zu Gast sein. Sie <em>mussten <\/em>Punsch trinken. Mehr als 13, alle!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich wurde direkt auf der T\u00fcrschwelle zur Gastgeberin ernannt. Der Kinderg\u00e4rtnerin war es etwas peinlich, aber auch ihr war kalt, sehr kalt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Punsch gab es reichlich. St\u00fchle allerdings nur wenige, sehr wenige.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als w\u00e4re es gestern gewesen, sehe ich sie am Boden in unserer Pfarrhausk\u00fcche sitzen &#8230; in langen Reihen, denn unsere K\u00fcche war damals 1,80 m breit und 12 m lang. Es war herrlich, so \u00fcberrumpelt zu werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zach\u00e4us l\u00e4sst sich fr\u00f6hlich \u00fcberrumpeln und lernt in einem einzigen Augenblick von Jesus, von Gastfreundlichkeit bedeutet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gastfreundlichkeit ist unabh\u00e4ngig davon, wie viele Katzenhaare auf dem Wohnzimmersofa sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gastfreundlichkeit zeigt sich nicht daran, ob man gerade ein sauberes Handtuch in die G\u00e4stetoilette geh\u00e4ngt hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gastfreundlichkeit duldet keinen Aufschub.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<ol start=\"3\">\n<li>Eine Einsicht: Jesus ist ein Gast wie wir.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir feiern gleich Abendmahl in Erinnerung an Jesus, den <em>Gast<\/em> auf Erden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich habe schon oft zur Einf\u00fchrung beim Abendmahl gesagt: Jesus l\u00e4dt uns ein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dabei stimmt das nicht ganz!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Denn auch beim letzten Abendmahl hat sich Jesus dreist, sogar sehr dreist selbst eingeladen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">H\u00f6rt selbst aus Lukas 22, als die J\u00fcnger Jesus fragen, <em>wo<\/em> sie denn das Passalamm zubereiten k\u00f6nnten?!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Jesus antwortete: \u00bbWenn ihr in die Stadt kommt, werdet ihr einem Mann begegnen, der einen Wasserkrug tr\u00e4gt. Folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht, 11und sagt zu dem Hausherrn: \u203aDer Meister l\u00e4sst dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen J\u00fcngern das Passamahl feiern kann?\u2039 12 Er wird euch ein gro\u00dfes Zimmer im Obergeschoss zeigen, das mit Sitzpolstern<\/em> <em>ausgestattet ist. Bereitet dort das Mahl vor.\u00ab <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>(Neue Genfer \u00dcbersetzung)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus selbst hat kein Daheim, schon gar nicht in Jerusalem.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er kann gar kein richtiger Gastgeber sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es stehen auch nicht viele Behausungen leer, schon gar nicht zur Zeit des Passahfestes.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus hat einen Riecher f\u00fcr Reiche.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er weiss, wer zu viel hat, viel zu viel.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Einen Saal, gross genug f\u00fcr 13 Personen und obendrein mit Sitzpolstern, der gerade nicht gebraucht wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus schickt seine J\u00fcnger, sich bei diesem Mann mit Krug einzuladen \u2013 wohlgemerkt mit insgesamt 13 Personen. Judas, Petrus, Thomas &#8230; alle sind dabei!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber zur\u00fcck zu Zach\u00e4us!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<ol start=\"4\">\n<li>Eine Konsequenz: Zach\u00e4us wird mit Jesu Hilfe ein richtig guter Gastgeber.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zach\u00e4us versucht es nicht mit Ausreden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er erkl\u00e4rt nichts, er rechtfertigt sich nicht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber er ent-schuldigt sich, im wahrsten Sinne des Wortes:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00bbHerr, die H\u00e4lfte meines Besitzes will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand etwas erpresst habe, gebe ich ihm das Vierfache zur\u00fcck.\u00ab<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er wird in diesem Moment alle seine \u00abSchulden\u00bb los.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er hat sicher erst sp\u00e4ter die Konsequenzen bedacht, die das bei den R\u00f6mern haben w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er hat sich anstecken lassen von der Dreistigkeit Jesu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Mann, der immer nur genommen hatte, erkennt jetzt, wie selig geben macht: Viel seliger als nehmen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Mann, der gew\u00f6hnt war zu fragen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eWas krieg ich daf\u00fcr?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was hab ich davon?\u201c,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">sieht pl\u00f6tzlich ein:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eViel kann ich geben, sehr viel!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir wissen, wie die Geschichte der Gastfreundschaft weitergeht,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">was es bedeutet, wenn wir T\u00fcren, Tisch und K\u00fchlschrank auftun, wenn wir grossz\u00fcgig sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer ist noch nie ausgenutzt worden?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer hat sich noch nie naiv gef\u00fchlt?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer hat seine Weitherzigkeit nicht schon einmal bereut?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gastfreundschaft kostet etwas, nicht zuletzt auch Geduld und Nerven.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es gibt dreiste G\u00e4ste.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sie kommen unangemeldet und bringen gleich noch ihre ganze WG mit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sie essen das Doppelte oder das Vierfache von dem, was zu erwarten war. Oder sogar 13 Portionen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber mit Gottes Hilfe schaffen wir es, gute Gastgeberinnen und Gastgeber zu werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Denn Jesus hat als Gast auf Erden gelebt und genau dadurch sein Heil unter die Gastgeber gebracht:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00bbDer heutige Tag hat <\/em><em>[<\/em><em>Zach\u00e4us\u2019<\/em><em>]<\/em><em> Haus Rettung gebracht. Denn\u00ab, f\u00fcgte <\/em><em>[<\/em><em>Jesus<\/em><em>]<\/em><em> hinzu, \u00bbdieser Mann ist doch auch ein Sohn Abrahams. 10 Und der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.\u00ab \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir beten heute am besten mit Worten, die von Zach\u00e4us sein k\u00f6nnten:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00abKomm, Herr Jesus, sei du unser Gast.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und segne uns und was du uns bescheret hast.\u00bb\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Und der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als unsere Vernunft, st\u00e4rke und bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus, der zu Gast war auf Erden. Amen.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt am 14. Sonntag nach Trinitatis | am 6. 9. 2026 um 9.30 Uhr in Holziken\/Schweiz | D\u00f6rte Gebhard, Pfarrerin\u00a0 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Amen.\u00a0 \u00a0 Liebe Gemeinde Zach\u00e4us war reich, sehr reich. Er war aber klein, sehr klein. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":26624,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[38,512,1,157,853,114,475,522,349,3,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-26631","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lukas","category-14-so-n-trinitatis","category-aktuelle","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-doerte-gebhard","category-kapitel-19-chapter-19-lukas","category-kasus","category-nt","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26631","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26631"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26631\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26632,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26631\/revisions\/26632"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26624"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26631"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26631"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26631"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=26631"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=26631"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=26631"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=26631"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}