{"id":26735,"date":"2026-10-01T12:43:21","date_gmt":"2026-10-01T10:43:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=26735"},"modified":"2026-10-01T12:43:21","modified_gmt":"2026-10-01T10:43:21","slug":"markus-81-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/markus-81-9\/","title":{"rendered":"Markus 8,1-9"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Der Tisch wird l\u00e4nger | Erntedank | 04.10.2026 | Mk 8,1\u20139 | Uwe Tatjes |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Predigttext: Markus 8,1\u20139<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">1 Zu der Zeit, als wieder eine gro\u00dfe Menge da war und sie nichts zu essen hatten, rief Jesus die J\u00fcnger zu sich und sprach zu ihnen: 2 Mich jammert das Volk, denn sie harren nun schon drei Tage bei mir aus und haben nichts zu essen. 3 Und wenn ich sie hungrig heimgehen lie\u00dfe, w\u00fcrden sie auf dem Wege verschmachten; denn einige sind von ferne gekommen. 4 Seine J\u00fcnger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Ein\u00f6de, dass wir sie s\u00e4ttigen? 5 Und er fragte sie: Wie viele Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben. 6 Und er gebot dem Volk, sich auf die Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen J\u00fcngern, dass sie sie austeilten, und sie teilten sie unter das Volk aus. 7 Sie hatten auch einige Fische; und er sprach den Segen dar\u00fcber und lie\u00df auch diese austeilen. 8 Und sie a\u00dfen und wurden satt. Und sie sammelten die \u00fcbrigen Brocken auf, sieben K\u00f6rbe voll. 9 Es waren aber etwa viertausend; und er lie\u00df sie gehen. (Lutherbibel 2017)<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Ein Fest rutscht in die Ferien<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">im friesischen Dorf Jorwerd feierte man seit Menschengedenken im September die \u00abMerke\u00bb, das Erntefest. Schon 1775 wird es erw\u00e4hnt. Im Sommer hatte kein Bauer Zeit: M\u00e4hen, Heuen, Einfahren. Erst wenn die Ernte unter Dach war, wurde gefeiert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">1974 fiel das Fest auf dasselbe Wochenende wie eine grosse Landwirtschaftsausstellung. Man wich aus, ausnahmsweise, auf das letzte Juniwochenende. Den meisten im Dorf gefiel der neue Termin, nur den Bauern nicht. Und dabei blieb es. Seither er\u00f6ffnet das Fest die Sommerferien. Es feiert nicht mehr das Ende der Plackerei, sondern den Anfang der freien Zeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der niederl\u00e4ndische Historiker Geert Mak erz\u00e4hlt das in seinem Buch \u00abWie Gott verschwand aus Jorwerd\u00bb ganz n\u00fcchtern, fast nebenbei. Aber man sp\u00fcrt: Da hat sich etwas verschoben, und nicht nur im Kalender.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Wof\u00fcr danken wir eigentlich?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In Jorwerd wusste man lange, wof\u00fcr man dankt. Man wusste auch, wer wohin geh\u00f6rt, was sich geh\u00f6rt und was nicht. Eine Nachbarin mit neun Kindern erz\u00e4hlt Mak, wie das Einkaufen fr\u00fcher ging. Der Kr\u00e4mer kam einmal in der Woche mit einem kleinen Karton: Kaffee, Tee, Zucker, Seife. Was man brauchte, schrieb man ins Bestellb\u00fcchlein, und mehr nicht. Kaffee war Kaffee, Seife war Seife.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Anfang der siebziger Jahre drehte sich das um. Man ging selbst in den Laden, sah dies und das, hatte Prospekte gelesen und im Fernsehen etwas gesehen. Die Kartons wurden gr\u00f6sser. Dann kam das Auto, und man fuhr in den Supermarkt in der Stadt. Der Kr\u00e4mer mit seinen zwei Sorten Kaffee hatte das Nachsehen. Die letzte B\u00e4ckerei schloss 1970, der letzte Lebensmittelladen 1988.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese alte Welt gab Halt. Manchmal spiegelte sie ihn auch nur vor, und nicht alle standen darin auf der sicheren Seite. Am Rand von Jorwerd standen Armenh\u00e4user. Auf alten Schulfotos, schreibt Mak, sieht man ihren Kindern an, dass sie Hunger hatten. In den sechziger Jahren verschwanden sie, und ihr Leid geriet v\u00f6llig in Vergessenheit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir leben anders. Die Regale sind voll, zu jeder Jahreszeit, bei Hagel und bei D\u00fcrre. Und trotzdem ist vieles undeutlicher geworden. Wof\u00fcr danken wir, wenn die Milch aus dem K\u00fchlregal kommt? Wem danken wir?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was Mak n\u00fcchtern notiert, legt eine Deutung nahe. In denselben Jahren, in denen die L\u00e4den schliessen und das Erntefest in die Ferien rutscht, fusioniert der reformierte Kirchenvorstand mit zwei Nachbard\u00f6rfern. 1994 wird die Kirche einer Stiftung f\u00fcr Denkmalschutz \u00fcbergeben. Mit der alten Ordnung und den alten sozialen Netzen scheint auch Gott sich aus dem festgef\u00fcgten Alltag zu verabschieden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber vielleicht ist da nicht Gott zerbrochen, sondern ein Bild von Gott: der Gott, den man bei Gewitter braucht und bei voller Scheune vergisst. Ein solcher Gott musste verschwinden, sobald die Hagelversicherung kam.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich will die alte Zeit nicht schlechtreden. Gott war auch dort, als die Glocken von Jorwerd noch den Tag ordneten. Aber er geh\u00f6rte Jorwerd nie. Der Gott Israels l\u00e4sst sich nicht einsperren, in keinen Kirchturm und in keine Epoche. Er nennt sich selbst: \u00abIch werde sein, der ich sein werde.\u00bb Sein Name ist ein Weg-Name.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Draussen, ohne Vorrat<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schauen wir auf die Menschen in unserer Geschichte. Die haben keine Sicherheit. \u00abSie harren nun schon drei Tage bei mir aus und haben nichts zu essen\u00bb, sagt Jesus, \u00abund einige sind von ferne gekommen.\u00bb Drei Tage draussen, ohne Vorrat, in einer Gegend, in der niemand wohnt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und die J\u00fcnger fragen das, was wir auch fragen, wenn die alten Gewissheiten weg sind: \u00abWoher nehmen wir Brot hier in der Ein\u00f6de, dass wir sie s\u00e4ttigen?\u00bb Das ist eine vern\u00fcnftige Frage. Es ist die Frage von Leuten, die rechnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus stellt die alte Sicherheit nicht wieder her. Er fragt zur\u00fcck: \u00abWie viele Brote habt ihr?\u00bb Er fragt nicht, was fehlt, sondern was da ist. Sieben Brote und ein paar kleine Fische. Das ist wenig. Aber es ist nicht nichts.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Es geht ihm an die Nieren<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00abMich jammert das Volk\u00bb, \u00fcbersetzt Luther. Im griechischen Text steht ein zutiefst k\u00f6rperliches Wort: <em>splanchnizomai<\/em>. Es kommt von den <em>splanchna<\/em>, den Eingeweiden. Dieses Mitgef\u00fchl geht Jesus durch und durch, es geht ihm an die Nieren. Er sieht diese Menschen und leidet mit an ihrem Hunger und an ihrer Ersch\u00f6pfung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Menge ist keine anonyme Masse. Drei Tage lang haben diese Menschen zugeh\u00f6rt. Jesus kennt ihre Gesichter. Er weiss, dass manche einen weiten Heimweg haben. Gott ist kein ferner Uhrmacher, der die Welt aufzieht und dann laufen l\u00e4sst. Ihm geht das Schicksal seiner Menschen unter die Haut.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Der Tisch wird l\u00e4nger<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wo diese Geschichte spielt, dar\u00fcber sind sich die Ausleger nicht einig. Manche sehen die Szene mitten im j\u00fcdischen Galil\u00e4a. Viele andere meinen, Jesus sei hier im heidnischen Gebiet \u00f6stlich des Sees, in der Dekapolis. Wenn diese zweite Sicht stimmt, dann sagt die Szene etwas \u00fcber eine Grenze. Dann sitzen hier Menschen im Gras, die nach damaligem Verst\u00e4ndnis nicht an Israels Tisch geh\u00f6rten. Und Jesus bricht auch f\u00fcr sie das Brot.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Gott Israels verl\u00e4sst dabei sein Volk nicht. Er macht den Tisch l\u00e4nger.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch Jorwerd kannte die Frage, wer dazugeh\u00f6rt. Eef f\u00fchrte seit dreissig Jahren die einzige Dorfkneipe. Trotzdem waren sich die alten M\u00e4nner am Stammtisch einig, dass sie keine echte Jorwerderin sei, denn sie sei ja im Nachbardorf geboren. Neue Leute zogen ins Dorf, mit wilden G\u00e4rten und anderen Gewohnheiten. Peet klagte, dass weniger gegr\u00fcsst werde. Sein Freund Folkert fand, die Zugezogenen suchten vor allem Kontakt zu ihresgleichen. Und dann sagte er \u00fcber sie einen erstaunlichen Satz: \u00abSie haben eine andere Mentalit\u00e4t. Keine schlechtere, vielleicht sind es sogar bessere Menschen als wir.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott ist nicht ausgezogen, als die alte Ordnung zerfiel. Die Menschwerdung Gottes macht nicht halt an der Grenze zwischen Juden und Heiden. Sie macht auch nicht halt an der Grenze zwischen einer fest gef\u00fcgten Welt und einer Welt, in der vieles offen ist. Er hat den Tisch verl\u00e4ngert, bis dorthin, wo die Zugezogenen sitzen. Da sitzen Menschen mit ganz anderen Lebensentw\u00fcrfen, Zweifelnde, Suchende. Da sitzen auch die, die mit uns hier drinnen nicht mehr viel anfangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Einer dankt<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Einer in dieser Geschichte dankt, und zwar zweimal. Jesus nimmt die sieben Brote und dankt. Er nimmt die paar Fische und segnet sie. Er dankt nicht hinterher, wenn alle satt sind. Er dankt vorher, \u00fcber sieben Broten f\u00fcr viertausend Menschen. Das ist ein Dank, der nicht quittiert, sondern vertraut.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dann teilen die J\u00fcnger aus. Das Wunder geschieht nicht im Verborgenen. Es geschieht, w\u00e4hrend sie austeilen, unter ihren H\u00e4nden. Aus vielen Einzelnen, die drei Tage lang zugeh\u00f6rt haben, wird eine Tischgemeinschaft. \u00abUnd sie assen und wurden satt.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Darum feiern wir heute Erntedank. Wir danken nicht den K\u00fcrbissen, dem Brot und den \u00c4pfeln hier vorne. Wir danken dem, der in ihnen gibt. Wir danken dem lebendigen Gott, der mitgeht: aus dem Jorwerd von damals in das Dorf von heute, aus der fest gef\u00fcgten Welt in die offene.<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Sieben K\u00f6rbe<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In Jorwerd h\u00e4ngt in der Kneipe an der Wand ein altes Tragjoch mit zwei Brotk\u00f6rben. Mit so einem Joch ging man fr\u00fcher von Hof zu Hof und verkaufte Brot. Eefs Mutter hat es getragen, und Eef auch. Jetzt h\u00e4ngt es neben den Pokalen des Sportvereins, leer, eine Erinnerung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In unserer Geschichte sammeln die J\u00fcnger am Schluss ein, was \u00fcbrig bleibt: sieben K\u00f6rbe voll. Ein Korb f\u00fcr jedes Brot, das sie hergegeben haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und dann heisst es: \u00abEs waren aber etwa viertausend; und er liess sie gehen.\u00bb Er h\u00e4lt sie nicht fest. Er schickt sie ges\u00e4ttigt zur\u00fcck, nicht in die alte Welt, sondern in ihre eigene. Mit Brot f\u00fcr den Weg und mit dem, der mitgeht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Angaben zu Jorwerd folgen: Geert Mak, Wie Gott verschwand aus Jorwerd. Der Untergang des Dorfes in Europa, aus dem Niederl\u00e4ndischen von Isabelle de Keghel, \u00fcberarbeitete Neuausgabe, M\u00fcnchen: Pantheon 2026, S. 11\u201335; Zitat S. 25.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Hinweis zur Textlesung: Die Lesung von Mk 8,1\u20139 kann klassisch zu Beginn der Predigt erfolgen oder schon als Evangelienlesung im Gottesdienst. Im zweiten Fall schlage ich vor, Abschnitt 3 so zu beginnen: \u00abDie Menschen in dieser Geschichte, die wir vorhin in der Lesung geh\u00f6rt haben, haben keine Sicherheit.\u00bb<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>M\u00f6glich ist auch, den Text erst nach Abschnitt 2 zu lesen. Dann lautet der \u00dcbergang am Ende von Abschnitt 2: \u00abMit dieser Frage im Ohr h\u00f6ren wir auf eine Geschichte aus dem Markusevangelium. Sie erz\u00e4hlt auch von Hunger, von Brot und von Dank. Aber sie spielt nicht in einem Dorf, sondern draussen, wo niemand wohnt.\u00bb Danach folgt die Lesung von Mk 8,1\u20139. Abschnitt 3 beginnt dann statt mit \u00abSchauen wir auf die Menschen in unserer Geschichte\u00bb direkt mit: \u00abDie Menschen in dieser Geschichte haben keine Sicherheit. \u2039Sie harren nun schon drei Tage bei mir aus \u2026\u203a\u00bb<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Eingangsgebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Grosser Gott,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">der Du alles geschaffen hast,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">so gross, so wunderbar,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">so reich, so vielf\u00e4ltig,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">dass wir an Leib und Seele satt werden k\u00f6nnen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">nimm unsere Dankbarkeit an.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kleiner Gott,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">der Du eingegangen bist<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">in unsere Welt<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">mit ihrer Ungerechtigkeit,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">mit ihrem Hunger,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">mit ihrer Gewalt gegen Menschen und Deine ganze Sch\u00f6pfung,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">die wir oft durch unseren Lebensstil im \u00dcberfluss<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">mitverschulden:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">sieh uns barmherzig an.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lebendiger Gott, Heiliger Geist,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">der Du nicht aufh\u00f6rst,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">uns zu suchen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">uns zu rufen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">lass in uns den Hunger<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">nach Deiner Welt<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und Deiner Gerechtigkeit<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">nicht sterben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Damit es am Ende genug ist<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">f\u00fcr alle.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So wie Du es gewollt hast.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>F\u00fcrbitte<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn Du uns einl\u00e4dst, Ewiger,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">an Deinen Tisch,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">dann ist pl\u00f6tzlich Platz f\u00fcr viele.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dann kommen viele dazu, und es ist<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">genug f\u00fcr alle da.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Deine Barmherzigkeit kennt<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">keine Grenzen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und wenn Du Deine Hand<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">auftust, dann werden alle satt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir bitten Dich:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lass uns, die wir in Sicherheit und \u00dcberfluss leben,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">nicht die vergessen, denen es nicht so gut geht,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">die nicht wissen, was sie morgen essen und trinken,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">was sie anziehen sollen oder welches Dach ihnen Unterschlupf und Zuflucht bietet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gib uns ein offenes Auge und ein offenes Herz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">f\u00fcr die, die Not leiden,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und lehre uns zu teilen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und gegen die Ungerechtigkeit zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lass uns das Unsere tun<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und nicht verzagen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hilf uns zu sehen, dass auch kleine<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schritte schon Ver\u00e4nderung anstossen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir danken Dir f\u00fcr alle, die daf\u00fcr sorgen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">dass wir versorgt sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir denken an die Landwirte und ihre Familien,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">an die Menschen in der Lebensmittelverarbeitung,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">an die Verk\u00e4uferinnen und Verk\u00e4ufer.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir denken an die Menschen, die Waren transportieren und verteilen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">an die Menschen, die uns mit Energie und Infrastruktur versorgen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">an die Menschen, die f\u00fcr uns im Rettungsdienst und in den Spit\u00e4lern,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">bei der Feuerwehr und bei der Polizei da sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lass uns dankbar sein, dass wir auf so vielf\u00e4ltige Weise versorgt sind,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und schenke all diesen Menschen Kraft<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und gerechten Lohn f\u00fcr ihre Arbeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir bitten f\u00fcr die, die neu in unseren D\u00f6rfern sind<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und noch keinen Platz am Tisch gefunden haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und so wie Du uns immer wieder an Deinen reich gedeckten Tisch einl\u00e4dst<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und viele dazuholst,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">lass auch uns eine einladende und offene,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">freundliche und hilfreiche Gemeinschaft sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir bitten Dich um Fruchtbarkeit des Bodens,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Reinheit der Luft<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und friedliche Zeiten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Alles, was wir nicht in eigene Worte fassen k\u00f6nnen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">lassen wir einfliessen in die Worte, die Jesus uns gelehrt hat:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unser Vater \u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Liedvorschl\u00e4ge<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">RG 540 \/ EG 508 Wir pfl\u00fcgen und wir streuen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">RG 233 \/ EG 321 Nun danket alle Gott<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du hast das Jahr gekr\u00f6nt (Die Sonne brachte W\u00e4rme), Text: Christoph Zehendner, Melodie: Manfred Staiger (Feiern &amp; Loben 495)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">RG = Reformiertes Gesangbuch der Deutschschweiz; EG = Evangelisches Gesangbuch (Deutschland)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Uwe Hayno Klaas Tatjes, Pfarrer der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Freiburg. Zuvor t\u00e4tig als Pfarrer in Harsum, Peine und Aurich-Kirchdorf (Deutschland) sowie in Pieterlen BE, Kloten ZH und Willisau LU (Schweiz). Seit 2024 Pfarrer in St. Antoni FR, Schweiz. uwe.tatjes@ref-fr.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Tisch wird l\u00e4nger | Erntedank | 04.10.2026 | Mk 8,1\u20139 | Uwe Tatjes | Predigttext: Markus 8,1\u20139 1 Zu der Zeit, als wieder eine gro\u00dfe Menge da war und sie nichts zu essen hatten, rief Jesus die J\u00fcnger zu sich und sprach zu ihnen: 2 Mich jammert das Volk, denn sie harren nun schon [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":26731,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[37,1,157,853,114,560,559,349,3,109,583],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-26735","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-markus","category-aktuelle","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-erntedank","category-kapitel-08-chapter-08-markus","category-kasus","category-nt","category-predigten","category-uwe-tatjes"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26735","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26735"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26735\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26736,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26735\/revisions\/26736"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26731"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26735"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26735"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26735"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=26735"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=26735"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=26735"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=26735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}