{"id":2766,"date":"2020-05-20T08:46:01","date_gmt":"2020-05-20T06:46:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/static\/wp\/?p=2766"},"modified":"2020-05-20T08:46:01","modified_gmt":"2020-05-20T06:46:01","slug":"der-neue-bund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/der-neue-bund\/","title":{"rendered":"Der neue Bund"},"content":{"rendered":"<h3><span lang=\"DE\">Predigt zu Jeremia 31,31\u201334 | verfasst von Thomas Bautz |<\/span><\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Hat man je sagen h\u00f6ren, jemand sei \u201emit Gott im Bunde\u201c? In der hebr\u00e4ischen Bibel scheint hingegen der Gedanke, dass der Mensch, ein ganzes Volk, mit \u201eGott\u201c im Bunde steht, etwas Normales zu sein. In der Geschichte Israels, einschlie\u00dflich seiner Vorgeschichte (z.B. bei Noah, Abraham, Mose, David) gibt es viele Verst\u00e4ndnisse von \u201eBund\u201c: Bestimmung(en), Vertrag, Gel\u00fcbde, Verhei\u00dfung, vor allem Gesetz, Weisung, Tora als Inhalte. \u201eBund\u201c meint \u201eInpflichtnahme eines Schw\u00e4cheren durch einen St\u00e4rkeren, wobei meist der St\u00e4rkere dem Schw\u00e4cheren Schutz zusagt\u201c; dann \u201eallgemein Abmachung, Bund, \u00dcbereinkommen,Vereinbarung, Verpflichtung, Vertrag\u201c, theologisch in der Bedeutung \u201eBund\u201c, doch meist mit der Verpflichtung des Menschen durch JHWH oder die Selbstverpflichtung, Zusage JHWHs gegen\u00fcber dem Menschen.<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Der <em>Sinaibund<\/em> ist der Bund Gottes mit Mose und dem Volk Israel am Berg Sinai als klassisches Vertragsverh\u00e4ltnis, bestehend aus der feierlichen Selbstverpflichtung des Volkes: \u201eWir wollen alles tun, was der HERR gesagt hat\u201c (Ex 19,8)! und der Beistandszusage Gottes: \u201eIch schlie\u00dfe einen Bund mit euch \u2026\u201c (Ex 34,10). Dieser Bund am Sinaibildet den Kern der Bundesbeziehung zwischen Gott und Israel in der hebr\u00e4ischen Bibel. \u00a0Israel hat den Sinaibund durch viele Gesetzesbestimmungen weiter bekr\u00e4ftigt und konkretisiert, aber zugleich immer wieder gebrochen. Das Volk verehrte fremde G\u00f6tter und seine Herrscher unterdr\u00fcckten die Armen und Schwachen.<\/p>\n<p>Aber Gott h\u00e4lt an seinem Versprechen fest. Durch den Propheten Jeremia k\u00fcndigt er einen \u201eNeuen Bund\u201c an. Die Weisungen Gottes werden den Menschen ins Herz und in den Sinn geschrieben. Dann gilt uneingeschr\u00e4nkt: \u201eIch werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein\u201c (Jer 31,31\u201333). Es wird aber nicht vergessen, dass der Sinaibund von Israel gebrochen wurde, so dass Jeremia das Volk der Illusion beraubt, der \u201ealte Bund\u201c w\u00fcrde nun durch den neuen g\u00e4nzlich abgel\u00f6st. \u201eNeu\u201c ist hier nicht als prinzipieller, qualitativer Gegensatz zu \u201ealt\u201c zu verstehen, sondern als \u201eunverbraucht\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Jeremia verk\u00fcndet keinerlei Abschaffung oder Entwertung des alten Bundes. Dort wurde bereits verhei\u00dfen: \u201eIch werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein\u201c (z.B. Ex 34,10; Jer 7,23; 11,4c). Alter und neuer Bund sind an die Tora seitens Israels gebunden. Aber\u00a0 Form und psychologische, theologische Basis des Vertrages \u00e4ndern sich. Es wird die M\u00f6glichkeit der Verinnerlichung der Inhalte des Bundes positiv suggeriert: \u201eIch gebe meine Tora in ihr Inneres, und auf ihr Herz schreibe Ich sie. Ich werde ihnen zum Gott, und sie werden Mir zum Volk\u201c (Jer 31,33b.c).<\/p>\n<p>J\u00fcdische Ausleger halten daran fest, dass \u201eder neue Bund keine neue Tora sein wird als jene, die Er ihnen am Sinai gab, weil die Lehre Moses ein Erbe ist f\u00fcr die Gemeinschaft Israels. Sie wird sich nicht \u00e4ndern und nicht ausgetauscht werden zu irgendeiner Zeit. Vielmehr ist (bei Jer 31) davon die Rede, da\u00df Er ihnen den Willen und die Neigung zum Einhalten der g\u00f6ttlichen Tora schenken wird, damit sie \u2013 anders als bisher \u2013 keines ihrer Gesetze \u00fcbertreten werden\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>\u201eDem alten Bund folgt der neue nicht etwa deshalb, weil die geoffenbarten Lebensordnungen sich als unvollkommen erwiesen haben, sondern weil er gebrochen wurde (\u2026).\u201c Das Neue besteht nun darin, dass JHWH die Kommunikation seiner Willenskundgebung (Offenbarung) und die Aufnahme seitens Seines Volkes (H\u00f6ren, Akzeptieren, Umsetzen) komprimiert oder \u201everk\u00fcrzt\u201c, indem Er Seinen Willen dem Menschen \u201eeinpflanzt\u201c, ihm die M\u00f6glichkeit schenkt, g\u00f6ttliche Weisung zu verinnerlichen.<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Viele, wenn nicht die meisten Ausleger erhoffen sich von der \u201eVerinnerlichung des Bundes\u201c auch eine \u201eVerinnerlichung des Glaubens\u201c: Das ins Herz geschriebene B\u00fcndnis wird \u201eTeil der Pers\u00f6nlichkeit\u201c; im Herzen werden \u201edie guten und schlechten Vors\u00e4tze geformt\u201c. Gesetze, die f\u00fcr immer gelten, m\u00fcssen \u201eins Herz eindringen und den ganzen Menschen ergreifen\u201c. \u201eIsrael wird Gott verehren und zu Seinem Volk werden.\u201c Dabei bleibt \u201eGott\u201c in diesem partnerschaftlichen B\u00fcndnis unver\u00e4ndert; \u201eIsrael ist es, das sich \u00e4ndern mu\u00df und \u00e4ndern wird.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Man vertraut der g\u00f6ttlichen Seite, dass sie Konfrontationen zwischen JHWH und Israel k\u00fcnftig ausschlie\u00dfen kann.<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Es w\u00e4re aber zu viel hineininterpretiert, wolle man behaupten, der neue Bund lie\u00dfe alle menschliche Verantwortung obsolet erscheinen:<\/p>\n<p>Auch im neuen Bund ist die Tora Wesenskern. \u201eDie Annahme des Bundes JHWHs auf seiten Israels besteht hier in der M\u00f6glichkeit und F\u00e4higkeit, die ins Herz geschriebene Tora zu halten, ohne mehr jemals davon abzuweichen. Diese von JHWH versprochene und geschaffene F\u00e4higkeit setzt voraus, da\u00df es zur Annahme des Bundes JHWHs durch Israel unabdingbar geh\u00f6rt, die Tora in Denken und Tun zu bewahren.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> \u201eDer neue Bund ist der alte\u201c, er lebt ebenso von Fehltritten, Vergebung und Neuanf\u00e4ngen; Stabilit\u00e4t wird \u201evon der innern Einpflanzung der Tora in den Menschen her\u201c erwartet. Man hofft, das ver\u00e4nderte Herz sei \u201emit dem Denken und Wollen Gottes zusammengewachsen\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Versteht man diesen Bund als ein Gel\u00fcbde im Sinne einer \u201eDauerbindung\u201c, dann bleibt er \u201ebestehen, auch wenn bei einer einzelnen Gelegenheit (oder auch in mehreren F\u00e4llen?) das Gel\u00fcbde \u00fcbertreten wurde.\u201c Eine Pflichtverletzung l\u00f6st das Gel\u00fcbde oder den Bund nicht auf; die Verpflichtung seitens des Gelobenden wird nicht unwirksam; im Falle des Bundes ist \u201eGott\u201c \u201eGarant und Ahnder\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Aber ungemein zuversichtlich, geradezu tollk\u00fchn \u00e4u\u00dfert sich Martin Buber, wenn er den neuen Bund aus Jeremias \u201eTrostb\u00fcchlein\u201c charakterisiert: \u201eWenn Gott dem Volk sein Wort ins Herz gibt, bedarf es keiner Sicherung mehr.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Diese extrem positive Einsch\u00e4tzung wird tats\u00e4chlich auch von anderen Theologen geteilt. Die Verinnerlichung des Bundes f\u00fchrt zur Ehrfurcht und Erkenntnis \u201eGottes\u201c, so dass die Tora zur \u201eorganischen Funktion der Pers\u00f6nlichkeit\u201c wird und \u201eebenso nat\u00fcrlich und spontan wie die Schl\u00e4ge des Herzens werden nun die Ann\u00e4herungen zum Gesetz Gottes \u2026\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>JHWHs Ank\u00fcndigung des \u201eneuen Bundes\u201c wird als singul\u00e4r, \u201ev\u00f6llig isoliert in der alttestamentlichen Literatur\u201c angesehen,<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> obschon das Thema \u201eBund\u201c in verschiedenen Kontexten vorkommt. Worin das Neue bestehen mag, wird in der alttestamentlichen Wissenschaft diskutiert und problematisiert, wobei die Ver\u00e4nderung der Modalit\u00e4t vom alten zum neuen Bund unstrittig ist. Das l\u00e4sst sich einfach nachvollziehen: Einschreibung der Tora auf Steintafeln, \u00dcbergabe an Mose nach dem alten Modus \u2013 Einpflanzung der Tora in Unmittelbarkeit zur Verinnerlichung nach dem neuen Modus. Hingegen ist die Wirksamkeit des inneren Wandels im Hinblick auf die Befolgung der Weisungen JHWHs de facto nicht gekl\u00e4rt. Bedeutet die Einschreibung des g\u00f6ttlichen Willens ins Herz des Menschen tats\u00e4chlich, dass sich der menschliche B\u00fcndnispartner unverbr\u00fcchlich an Seinen Weisungen orientiert?<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p>Eine Frucht des \u201eerneuerten Gott-Volk-Verh\u00e4ltnisses\u201c ist pers\u00f6nliche \u201eGotteserkenntnis\u201c, die keiner theologischen Vermittlung mehr bedarf. Ob allerdings \u201eder feste Willen der Menschen\u201c ausreicht,<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> um Gotteserkenntnis zu erlangen, ist angesichts der Widerspr\u00fcchlichkeit und Zwiesp\u00e4ltigkeit des menschlichen Vertragspartners zweifelhaft. Der Bund stellt keinen Vertrag zwischen gleichwertigen Partnern dar. Zweifach kommt JHWH Seinem Volk entgegen: in seiner Gnade und in seiner Tora, indem er Seine Gabe schenkt,<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> und indem er gebietet. Beides steckt im Begriff \u201eBund\u201c, welcher \u201eGottes\u201c Verhei\u00dfung wie auch Seine Forderung bezeichnet.<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Die Verhei\u00dfung \u201el\u00e4\u00dft die Forderung nicht fallen; ja, die Verhei\u00dfung der Gnade ist nur da, wo Gottes Recht ge\u00fcbt wird.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt zur Besonderheit \u201eder alttestamentlichen Fr\u00f6mmigkeit, da\u00df die Verhei\u00dfung Gottes sich auf das erf\u00fcllte Gesetz erstreckt. Die Geschichte des Volkes zeigt aber\u201c, dass es immer wieder sein Ziel verfehlt (\u201edie S\u00fcnde nicht aufh\u00f6rt\u201c). Aber wie das Bundesverh\u00e4ltnis selbst, bleibt die Verhei\u00dfung g\u00fcltig. \u201eAber nur dort besteht die Verhei\u00dfung, wo man trotz des unerf\u00fcllten Gesetzes an Gottes Verhei\u00dfung\u00a0 (unerm\u00fcdlich, vertrauensvoll) glaubt.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Die Wirksamkeit des alten, wie des neuen Bundes steht, was die menschlichen B\u00fcndnispartner angeht, infrage. Ein Vertrag ist eine beidseitige Willenserkl\u00e4rung; h\u00e4lt sich einer der Parteien nicht an die Vereinbarung, ist das ein Vertragsbruch. Vertragsrechtliche Verletzungen k\u00f6nnen in der Rechtspraxis nicht ad infinitum ausgeglichen werden.<\/p>\n<p>Sollte man theologisch \u00fcber Rechtsverletzungen hinwegsehen d\u00fcrfen? Entspricht die Einseitigkeit des neuen Bundes zu Lasten der Treue JHWHs zu Seinem Volk der Glaubenswirklichkeit der hebr\u00e4ischen Bibel? Die Forschung hat die \u00dcberlieferungsgeschichte von Jer 31,31\u201334 beleuchtet und entdeckt: der griechischen \u00dcbersetzung des AT (der Septuaginta) liegt f\u00fcr den Text \u00fcber den neuen Bund bei Jeremia eine \u00e4ltere Textfassung zugrunde. Diese Version zeigt inhaltliche Unterschiede auf.<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a><\/p>\n<p>Beide Vertragspartner l\u00f6sten den Bund auf, zuerst Israel und dann als Folge davon auch JHWH. Auch er k\u00fcndigte Seinen Bund. Doch \u201eich werde meine Gesetze in ihr Inneres geben.\u201c Gemeint ist \u201eeine k\u00fcnftige Gabe von Gesetzen\u201c. Im Unterschied zu \u201emeiner Tora\u201c, die im neuen Bund aufs, ins Herz \u00a0geschrieben wird, hei\u00dft es in der urspr\u00fcnglichen Fassung : \u201emeine Gesetze\u201c. Die Mehrzahl bezeichnet bisher noch nicht gegebene Gebote und Weisungen, da sie erst in der Zukunft verordnet werden. Demgegen\u00fcber bildet die Tora die Gesamtheit des Gesetzeskanons, welche die Generation des Exodus empfangen hatte. Ob die k\u00fcnftigen Gesetze auch solche der Vergangenheit beinhalten, wird nicht gesagt,<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> aber es werden \u201enicht nur die bisherigen Gebote sein.\u201c Der neue Bund ist inhaltlich neu: \u201eneue Gesetze Gottes\u201c, die \u201eim Inneren und auf die Tafeln der Herzen\u201c geschrieben sein werden. Nachdem durch menschliches Versagen der Bund Gottes mit Seinem Volk gescheitert ist und hinf\u00e4llig wurde, \u201ek\u00fcndigt Gott durch Jeremia einen anders gearteten, neuen Bund an\u201c, der auf Gnade gr\u00fcndet, wobei sich die Tora schlie\u00dflich doch als \u201evorl\u00e4ufig\u201c erweist. Anders als in der Tradition wird die Tora als \u201enoch offen\u201c angesehen. \u201eSie wird erst in der Zukunft abgeschlossen werden.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a><\/p>\n<p>Dieser Gedanke der Unabgeschlossenheit der Tora, ihrer Offenheit auf Zukunft hin und obendrein die Aussicht auf neue Gesetze und Weisungen kollidiert nat\u00fcrlich mit der traditionellen Torafr\u00f6mmigkeit, wie sie seit dem Exodus bis heute im orthodoxen Judentum zu Hause ist. Es gibt gen\u00fcgend biblische Hinweise, die bezeugen, wie sehr Israel als Volk Gottes mit der Tora verwachsen ist: Das Volk, das Gerechtigkeit kennt und in dessen Herz JHWHs Tora ist; der Gerechte, \u201ein dessen Herz die Tora seines Gottes ist\u201c (Ps 37,31), der von sich r\u00fchmt: \u201eDeine Tora, mein Gott, ist in meinem Innern\u201c (Ps 40,9), und der \u201e\u00fcber der Tora JHWHs br\u00fctet Tag und Nacht\u201c (Ps 1,2). \u201eH\u00f6rt auf mich, die ihr Gerechtigkeit kennt, Volk, das meine Tora im Herzen tr\u00e4gt\u201c (Jes 51,7).<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a><\/p>\n<p>Im j\u00fcdischen Gebetsbuch \u201eSidur Sefat Emet\u201c hei\u00dft es im Morgengebet: \u201eGelobt seist du, Ewiger, unser Gott, K\u00f6nig der Welt, der uns geheiligt durch seine Gebote und uns befohlen, uns mit den Worten der Thora zu besch\u00e4ftigen.\u201c \u201eUnd so la\u00df lieblich sein, Ewiger, unser Gott, die Worte deiner Thora in unserem Munde und dem Munde deines Volkes, des Hauses Israel, auf da\u00df wir (\u2026) alle deinen Namen erkennen und deine Thora lernen (in reiner Absicht). Gelobt seist du, Ewiger, der die Thora lehrt sein Volk Israel.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a> In dieser t\u00e4glichen Praxis er\u00fcbrigt es sich, hochtrabend \u00fcber \u00e4u\u00dfere und innere Vermittlung der Tora zu debattieren.<\/p>\n<p>Man mag diese Fr\u00f6mmigkeit bel\u00e4cheln, ihre Ernsthaftigkeit ist aber nicht zu bestreiten. Dem neuen Bund (nach Jeremia) entsprechend, wird die Tora von \u201eGott\u201c gelehrt, von Menschen in Israel gelernt und sogleich weiter kommuniziert. Dabei m\u00f6ge die Weisung JHWHs \u201elieblich\u201c in aller Munde sein. Hei\u00dft das nicht, dass die Tora so aufzubereiten ist, dass Erlernen und Weitergabe Menschen wert und teuer ist, beim Lernen aber noch eine gewisse Leichtigkeit mitschwingt? Auf einer Toraschule (Jeschiwa) wird ein gro\u00dfer Teil der Texte auswendig gelernt. Vom neuen Bund herkommend, sollte man lieber sagen: \u201einwendig\u201c lernen, analog zum Englischen, Franz\u00f6sischen: \u201eto learn by heart\u201c und \u201eapprendre par c\u0153ur\u201c, sozusagen \u201emit dem Herzen lernen\u201c. In einer afrikanischen Sprache sagt man sogar \u201eins Herz pflanzen\u201c. Auch das Wiederholen spielt eine gro\u00dfe Rolle beim Lernen, weil es das individuelle wie auch das kollektive Ged\u00e4chtnis n\u00e4hrt. Religion lebt von der Erinnerung.<\/p>\n<p>Nun ist die Gesellschaft im heutigen, modernen Israel weitgehend s\u00e4kularisiert, weltanschaulich liberal, zum Teil sogar atheistisch; man vergleiche nur Tel Aviv mit Jerusalem, wo das orthodoxe Judentum zu Haus ist! Aber wie schaut es aus bei uns, die wir nicht minder s\u00e4kularisiert sind und vieles nur noch oberfl\u00e4chlich eine gewisse Konformit\u00e4t mit \u201echristlichem Glauben\u201c widerspiegelt. Doch m\u00f6gen wir uns daran erinnern, dass das Christentum zwar keine Torafr\u00f6mmigkeit, aber daf\u00fcr eine Bibelfr\u00f6mmigkeit, namentlich im Protestantismus, hervorgebracht hat. Eine Zeit lang gab es Bibelkreise, Bibelarbeitsgruppen in Gemeinden oder Hauskreisen. Bei theologischer Begleitung oder Anleitung konnte das Problem entstehen, dass theologische Auslegung zu sehr im Mittelpunkt stand. Ein Laienkreis ganz unter sich barg die Gefahr, dass allzu abenteuerliche, entlegene Interpretationen in die Irre f\u00fchrten. Was der neue Bund verspricht, dass keiner mehr den anderen belehren muss, wie er oder sie \u201eGott\u201c zu erkennen hat \u2013 sicher auch ein Aspekt der Bibelauslegung \u2013 erweist sich in der Praxis als schwierig. Ein fairer Austausch zwischen Theologen und Laien, sofern sich die Akademiker zur\u00fcckhalten, also mehr zuh\u00f6ren als dozieren, ist immer noch die beste L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Zweifellos haben der Protestantismus und wenn auch weniger ausgepr\u00e4gt der Katholizismus in Deutschland eine starke Bibelbezogenheit aufrecht erhalten. In Gottesdiensten, bei Taufen und Trauungen, bei Trauerfeiern und Bestattungen; in Krankenhausseelsorge,\u00a0 Notfallseelsorge, Seelsorge unter Soldaten, Gef\u00e4ngnisseelsorge; beim kirchlichen Unterricht und beim Religionsunterricht ist die Bibel nicht wegzudenken. Vor allem in der Vorbereitung auf die Predigt, auf die Amtshandlungen und die Unterrichte ist die Bibel f\u00fcr die Pfarrerschaft unverzichtbar.<\/p>\n<p>Die Bibel hat allerdings nicht den gleichen Stellenwert wie die Tora. Historisch-kritische Forschung hat den Weg geebnet f\u00fcr eine Auslegung, die m\u00f6glichst viele Facetten des unerh\u00f6rt komplexen Textkorpus mit einem vielschichtigen \u00dcberlieferungsprozess in den Blick zu nehmen versucht. Nebenbei gesagt, die j\u00fcdische Auslegung der hebr\u00e4ischen Bibel, mit dem Studium der m\u00fcndlichen und schriftlichen Auslegungstraditionen w\u00e4ren auch einmal lohnend f\u00fcr ein halbj\u00e4hriges Seminar in einer interessierten Gemeinde. Dazu b\u00f6te sich die Einladung eines Rabbiners an.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt: Haben wir als Nichtjuden einen \u201eBund mit Gott\u201c? Ich meine, in einer besonderen Weise schon. Aufgrund unserer Bibelfr\u00f6mmigkeit besch\u00e4ftigen wir uns immer wieder mit all den biblischen Texten, die vom Bund \u201eGottes\u201c k\u00fcnden. Wenn wir uns da hinein vertiefen oder diese verinnerlichen, haben wir doch auf unsere Art auch Anteil am \u201eBund Gottes\u201c (ob alt oder neu):<\/p>\n<p>\u201eDie Tora JHWHs ist vollkommen, sie gibt neues Leben. (\u2026) Die Befehle JHWHs sind gerecht, sie erfreuen das Herz. Das Gebot JHWHs ist lauter, es erleuchtet die Augen. (\u2026) Die Gesetze JHWHs sind Wahrheit, allesamt sind sie gerecht. Kostbarer sind sie als Gold (\u2026) und s\u00fc\u00dfer als Honig (\u2026).\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a><\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>Pfarrer Thomas Bautz<\/p>\n<p>Bonn<\/p>\n<p>E-Mail: <a href=\"mailto:thomas.bautz@ekir.de\">thomas.bautz@ekir.de<\/a><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Cf. Udo R\u00fctersw\u00f6rden: Art. Bund (AT), wibilex (2006), S. 2.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Cf. Udo R\u00fctersw\u00f6rden: Art. Bund (AT), wibilex (2006), S. 7.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Zit.n. Roland Gradwohl: Bibelauslegungen aus j\u00fcdischen Quellen 2 (1987), 293\u2013305: 298 (Quelle dort); cf. TRE 7 (1989), Art. Bund I. Altes Testament, 397\u2013403 (Ernst Kutsch): 400.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Gerhard von Rad: Theologie des Alten Testaments II: Die Theologie der prophetischen \u00dcberlieferungen (1980): Das Zeitalter Jeremias (2.) Jeremia, 199\u2013228: 220\u2013222.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Gradwohl: Bibelauslegungen aus j\u00fcdischen Quellen 2 (1987), 300 , 302 (Quellen dort).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Cf. G. v. Rad: Theologie des AT II (1980), 222.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Der Neue Bund im Alten. Studien zur Bundestheologie der beiden Testamente, QD 146, hg.v. Erich Zenger (1993): Der nie aufgehobene Bund. Exegetische Beobachtungen zu Jer 31,31\u201334 (Adrian Schenker), 85\u2013112: 110.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> A. Schenker: Der nie aufgehobene Bund (1993), 112.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> A. Schenker: Der nie aufgehobene Bund (1993), 111.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Martin Buber: Der Glaube der Propheten (1984): Der Gott der Leidenden (195\u2013281): Gegen das Heiligtum, 197\u2013226: 216.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Gradwohl: Bibelauslegungen aus j\u00fcdischen Quellen 2 (1987), 298 (Quelle dort).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Georg Fischer: Jeremia 26\u201352, HThK.AT (2005): Jeremia 30\u201333: Neues Leben nach dem Ende (115\u2013241): Jer 31: Die Trostrolle, 140\u2013184: 143 u. 171 (Quelle dort).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Cf. G. Fischer: Jeremia 26\u201352, (2005), 172\u2013173.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Gradwohl: Bibelauslegungen aus j\u00fcdischen Quellen 2 (1987), 303 (Quelle dort).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Cf. Heinz Ortmann: Der Alte und der Neue Bund bei Jeremia (1940): (A.) Der Alte Bund bei Jeremia (5.) Die Verhei\u00dfung, 51\u201366: 52.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Cf. Ernest W. Nicholson: God and His People. Covenant and Theology in the Old Testament (1986): (I) (4.) Covenant as a Theological Idea, 83\u2013117: 108.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> H. Ortmann: Der Alte und der Neue Bund bei Jeremia (1940), 53.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> H. Ortmann: Der Alte und der Neue Bund bei Jeremia (1940), 53.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Cf. im Folgenden Adrian Schenker: Das Neue am neuen Bund und das Alte am alten. Jer 31 in der hebr\u00e4ischen und griechischen Bibel, von der Textgeschichte zu Theologie, Synagoge und Kirche, FRLANT 212 (2006).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> A. Schenker: Das Neue am neuen Bund und das Alte am alten (2006): (I.) AT (6.) Zusammenfassung und Folgerung f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis Heiliger Schrift im Alten Testament (6.1) Das Verh\u00e4ltnis der beiden Fassungen des MT und der LXX, 59\u201369: 59.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> A. Schenker: Das Neue am neuen Bund und das Alte am alten (2006): (6.2) Theologische Bedeutung der beiden Fassungen, 61\u201363: 62\u201363.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Christoph Levin: Die Verhei\u00dfung des neuen Bundes in ihrem theologiegeschichtlichen Zusammenhang ausgelegt, FRLANT 137 (1985): (IX.) Die Tora im Herzen (Jer 31,33a), 257\u2013264: 261.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Sidur Sefat Emet, mit deutscher \u00dcbersetzung v. Rabbiner Dr. S. Bamberger (1978), S. 4.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/77D24257-C817-4A2C-8DD5-BDD7F2E971F6#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Ps 19,8\u201311 in Ausz\u00fcgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt zu Jeremia 31,31\u201334 | verfasst von Thomas Bautz | Liebe Gemeinde! Hat man je sagen h\u00f6ren, jemand sei \u201emit Gott im Bunde\u201c? In der hebr\u00e4ischen Bibel scheint hingegen der Gedanke, dass der Mensch, ein ganzes Volk, mit \u201eGott\u201c im Bunde steht, etwas Normales zu sein. In der Geschichte Israels, einschlie\u00dflich seiner Vorgeschichte (z.B. bei [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2761,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[23,1,2,157,114,377,376,349,109,209],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-2766","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-jeremia","category-aktuelle","category-at","category-beitragende","category-deut","category-exaudi","category-kapitel-31-chapter-31","category-kasus","category-predigten","category-thomas-bautz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2766","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2766"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2766\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2767,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2766\/revisions\/2767"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2761"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2766"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2766"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2766"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=2766"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=2766"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=2766"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=2766"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}