{"id":2847,"date":"2020-06-02T22:18:34","date_gmt":"2020-06-02T20:18:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/static\/wp\/?p=2847"},"modified":"2020-06-02T22:18:34","modified_gmt":"2020-06-02T20:18:34","slug":"gott-schenkt-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/gott-schenkt-frieden\/","title":{"rendered":"Gott schenkt Frieden &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gott schenkt Frieden \u2013 eine \u00fcber 2.600 Jahre alte Glaubens\u00fcberzeugung | Predigt zu <\/strong><strong>Numeri \/ 4. Mose 6,22-27 | <\/strong><strong>verfasst von Dr. Rainer Stahl |<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDie Gnade unseres Herrn Jesus Christus,<\/p>\n<p>die Liebe Gottes<\/p>\n<p>und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes<\/p>\n<p>sei mit Euch allen!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Leserin, lieber Leser!<\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gerade um seiner Bekanntheit willen sei uns das Predigtwort zuerst in der Fassung der Luther\u00fcbersetzung in Erinnerung gerufen:<\/p>\n<p>\u201eUnd der Herr redete mit Mose und sprach:<\/p>\n<p>Sage Aaron und seinen S\u00f6hnen und sprich:<\/p>\n<p>So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet:<\/p>\n<p>\u00bbDer Herr segne dich und beh\u00fcte dich;<\/p>\n<p>der Herr lasse sein Angesicht leuchten \u00fcber dir und sei dir gn\u00e4dig;<\/p>\n<p>der Herr hebe sein Angesicht \u00fcber dich und gebe dir Frieden.\u00ab<\/p>\n<p>So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen,<\/p>\n<p>dass ich sie segne.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor Jahren habe ich bei einem Besuch Jerusalems auch das Israel-Museum besucht. Nie vergesse ich, dass ich in einem Raum vor eine Vitrine treten konnte, in der die beiden Silberbleche, urspr\u00fcnglich zu Rollen gedreht, ausgestellt sind \u2013 die Bleche, auf denen man bei einem dreij\u00e4hrigen Prozess des Aufrollens jeweils folgendes Segenswort fast gleich entdeckt hat:<\/p>\n<p>\u00bbEs segne dich Jahwe \/ der Herr und bewahre dich.<\/p>\n<p>Es scheine Jahwe \/ der Herr sein Angesicht \u00fcber dir, und er gebe dir Frieden.\u00ab<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als ich vor der Vitrine stand, kamen auch zwei Nonnen und schauten, was es dort zu sehen gebe. Da sagte ich zu Ihnen: \u201cEven today we\u2019re blessing with these sentences.\u201c \/ \u201eSogar heute segnen wir mit diesen S\u00e4tzen.\u201d \u2013 Denn ich hatte bis dahin bei Gottesdiensten unserer r\u00f6misch-katholischen Schwesterkirche immer als Segen erlebt: \u201eEs segne dich der allm\u00e4chtige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.\u201c Aber die Segensformulierung aus Numeri \/ 4. Mose 6 kannte ich nur von meiner evangelischen Kirche. Die beiden Schwestern schauten ganz beeindruckt und staunend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Entdeckung dieser Silberrollen m\u00fcssen wir uns etwas deutlicher machen, denn sie stellt diese ber\u00fchmte Segensformulierung in einen lebendigen Zusammenhang: Von 1975 bis 1983 hat der Ausgr\u00e4ber Gabriel Barkay das Gr\u00e4berfeld von Ketef Hinnom, s\u00fcdwestlich der Davidstadt von Jerusalem, in der N\u00e4he der Kirche St. Andrews, untersucht.<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a> Dort gab es in alten Zeiten in eine Felsformation eingeschnittene Grabh\u00f6hlen. Weil aber sp\u00e4ter obere Teile der Felsen abgearbeitet worden waren, liegen diese Felsengr\u00e4ber teilweise offen und leer. Unter einem dieser Gr\u00e4ber wurde nun eine weitere k\u00fcnstliche H\u00f6hle f\u00fcr die Aufbewahrung der Knochen der Toten und von Grabbeigaben entdeckt \u2013 ungest\u00f6rt! Es wurden die Reste von etwa 100 Personen gefunden und viele Gegenst\u00e4nde: Tongef\u00e4\u00dfe, Schmuckst\u00fccke. Eine hochinteressante Wahrheit wurde bewusst: Hier hat eine reiche Jerusalemer Familie ihre Verstorbenen vom 7. Jahrhundert v.Chr. bis zum 5. Jahrhundert v.Chr. und wieder im 1. Jahrhundert v.Chr. beerdigt \u2013 also auch \u00fcber die Eroberung Jerusalems durch die Babylonier 597 v.Chr. und 587\/86 v.Chr. und \u00fcber die Zeit des Exils hinweg!<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a> Diese Familie oder auch andere Wohlhabende haben w\u00e4hrend dieser ganzen Zeit in Jerusalem existiert! Unter den entdeckten Schmuckst\u00fccken waren auch die beiden schon genannten Silberrollen aus dem Ende des 7. Jahrhunderts v.Chr., vielleicht aus dem Jahr 610 v.Chr.<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[iv]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie stelle ich mir das vor? Zwei Verstorbene, vielleicht ein Mann und seine Frau, haben diese Silberamulette in ihrer Lebenszeit um den Hals getragen und immer mit dieser Bitte zu Gott gelebt:<\/p>\n<p>\u00bbEs segne dich Jahwe \/ der Herr und bewahre dich.<\/p>\n<p>Es scheine Jahwe \/ der Herr sein Angesicht \u00fcber dir, und er gebe dir Frieden.\u00ab<\/p>\n<p>Als sie gestorben waren, wurden ihnen diese Amulette um ihr H\u00e4lse gelassen \u2013 Silber ist doch wertvoll, warum hat man diese St\u00fccke nicht behalten? Und als ihre Knochen ein gutes Jahr sp\u00e4ter in die darunter liegende Knochenh\u00f6hle umger\u00e4umt wurden, wurden es diese Amulette auch! Denn auch gerade dann, im Tod, im Versammeltsein bei den M\u00fcttern und V\u00e4ter, galt es doch, dass Gott sein Angesicht \u00fcber sie und \u00fcber ihn scheinen lassen muss: \u00bbEs scheine Jahwe \/ der Herr sein Angesicht \u00fcber dir, und er gebe dir Frieden.\u00ab Ist das nicht eine Friedenshoffnung, die uns auch heute, also etwa 2630 Jahre sp\u00e4ter (!), aufrichten und st\u00e4rken kann?!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vielleicht 60 Jahre sp\u00e4ter, im Exil in Babylonien, haben jud\u00e4ische Theologen Texte f\u00fcr die Identit\u00e4t ihres Volkes niedergeschrieben. Dabei haben sie dieses Segenswort in nun erweiterter Form ausdr\u00fccklich festgehalten:<\/p>\n<p>\u00bbEs segne dich Jahwe \/ der Herr und bewahre dich.<\/p>\n<p>Es leuchte Jahwe \/ der Herr sein Angesicht \u00fcber dir und sei dir gn\u00e4dig \/ g\u00fcnstig.<\/p>\n<p>Es erhebe Jahwe \/ der Herr sein Angesicht \u00fcber dich und gebe \/ setze dir Frieden!\u00ab<\/p>\n<p>(Numeri \/ 4. Mose 6,24-26).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Durch diese Amulette aus der Grablege s\u00fcdwestlich von Jerusalem ist uns schon bewusst, dass dieses Wort wirklich jede einzelne Person anspricht. Ich ganz pers\u00f6nlich darf mich angesprochen f\u00fchlen: \u201eEs segne <u>dich<\/u>\u2026\u201c, \u201eEs lasse leuchten \u00fcber <u>dir<\/u>\u2026\u201c, \u201eEs erhebe \u00fcber <u>dich<\/u>\u2026\u201c. So wie aber jetzt im Numeri-Buch \/ im 4. Buch Mose dieser Segenswunsch eingebaut ist \u2013 als Segen \u00fcber allen S\u00f6hnen Israels \u2013, wird erkennbar, dass die ganze Gemeinschaft der Glaubenden gemeint ist. Deshalb spenden viele Pfarrerinnen und Pfarrer diesen Segen oft in der Mehrzahl:<\/p>\n<p>\u00bbDer Herr segne <u>euch<\/u> und beh\u00fcte <u>euch<\/u>;<\/p>\n<p>der Herr lasse sein Angesicht leuchten \u00fcber <u>euch<\/u>\u00a0 und sei <u>euch<\/u> gn\u00e4dig;<\/p>\n<p>der Herr hebe sein Angesicht \u00fcber <u>euch<\/u> und gebe <u>euch<\/u> Frieden.\u00ab<\/p>\n<p>Ich muss aber bekennen, dass mir die dem Hebr\u00e4ischen direkt entsprechende Einzahlform besser gef\u00e4llt: Denn wenn sich alle Einzelpersonen angesprochen f\u00fchlen, dann ist auch die Gemeinschaft dieser Einzelpersonen, die Gemeinschaft aller wirklich gesegnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Zitation des alten Segenswunsches im Numeri-Buch \/ im 4. Buch Mose legt uns aber auch \u2013 wenn ich so sagen darf \u2013 eine spezielle Herausforderung vor die F\u00fc\u00dfe: Die Spendung des Segens wird gebunden an \u201eAaron und seine S\u00f6hne\u201c, an die Priester. D\u00fcrfen also nur Priester segnen? Vielleicht haben Sie schon einmal auf einem j\u00fcdischen Friedhof bewusst einen Grabstein f\u00fcr einen Verstorbenen einer Familie Kohn oder einer Familie Katz gesehen und auf ihm die zum Segnen erhobenen beiden H\u00e4nde. Da zeigt sich diese besondere Verpflichtung bis heute. Soviel ich wei\u00df, wird zum Ende des synagogalen Gottesdienstes aus dem Kreis der anwesenden Gottesdienstgemeinde der Nachfahre, der Angeh\u00f6rige einer Priesterfamilie gebeten, den Segen zu spenden \u2013 wie hier benannt. Das kann ich nur mit gro\u00dfer Hochachtung und Verehrung zur Kenntnis nehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber f\u00fcr uns Christen gilt, dass wir eine andere Entscheidung getroffen haben: Martin Luther hatte 1520 geschrieben: \u201eWas aus der Taufe gekrochen ist, das kann sich r\u00fchmen, schon zum Priester [\u2026] geweiht zu sein [\u2026].\u201c<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[v]<\/a> Jede Christin, jeder Christ darf also bereit sein, Bekannte, Freunde, Familienangeh\u00f6rige, die eigenen Gro\u00dfeltern und Eltern, die eigenen Kinder zu segnen! Dieses Predigtwort macht uns auf diese besonders gesegnete M\u00f6glichkeit aufmerksam: Richtig segnen mit der Auflegung beider H\u00e4nde auf den Kopf der anderen Person. Als ich 1985 in meiner Gemeinde in Altenburg den Dienst begann, hatte ich im Herbst den Schulanf\u00e4ngergottesdienst \u00fcbernommen. Und im Rahmen dieses Gottesdienstes habe ich alle Kinder, die in einem Halbkreis vor mir standen, mit erhobenen H\u00e4nden gesegnet, also: als Gruppe gesegnet. Nach dem Gottesdienst stellte mir mein Kollege an der Kirche eine Frage, die ich nie vergesse: \u201eWas war denn das f\u00fcr ein Sparsegen, den Sie gespendet haben?\u201c Auf jedes M\u00e4dchen, auf jeden Jungen h\u00e4tte ich zugehen und ihr und ihm meine H\u00e4nde auflegen und ihr und ihm den Segen zusprechen sollen. Wenn also solche besonderen Gruppen zu segnen sind, mache ich das nie mehr in einer Sparvariante!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Jahr wird uns aufgetragen, dieses Bibelwort zum Sonntag Trinitatis, zum Fest der Dreieinigkeit Gottes zu bedenken und zu predigen. Ich vermute, weil die Dreigliedrigkeit des alten Segenswortes Verbindungen zu dieser besonderen christlichen Glaubens\u00fcberzeugung nahelegt. Ich will das einmal folgenderma\u00dfen versuchen:<\/p>\n<p>\u00bbDer Herr segne dich und beh\u00fcte dich;\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u2013 Gott, der Vater<\/p>\n<p>der Herr lasse sein Angesicht leuchten \u00fcber dir\u00a0 und sei dir gn\u00e4dig;\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u2013 Gott, der Sohn<\/p>\n<p>der Herr hebe sein Angesicht \u00fcber dich und gebe dir Frieden.\u00ab\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u2013 Gott, der Heilige Geist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das vertieft doch unseren Glauben an den Einen Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist: Gott, der Vater segnet und beh\u00fctet. Gott, der Sohn l\u00e4sst sein Angesicht \u00fcber uns leuchten und schenkt uns Gnade. Gott, der Heilige Geist erhebt sein Angesicht \u00fcber uns und gibt uns Frieden. Das ist wie eine besondere Offenbarung zu dieser schwierigen und oft unklaren Vorstellung \u201eDreieinigkeit\u201c. Zu unserem heutigen Fest wird uns dieses besondere Angebot vorgelegt. Greifen wir doch zu!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sodann bin ich auf ein Lied in unserem Gesangbuch aufmerksam geworden, das in ganz besonderer Weise alle gewonnenen Einsichten aufnimmt. Im Jahr 1978 wurde in der Kommunit\u00e4t Gnadenthal ein Lied zu Numeri \/ 4. Mose 6 verfasst, das uns in die Lage versetzt, dieses Segenswort gemeinsam zu singen:<\/p>\n<p>\u201eSegne uns, o Herr! La\u00df leuchten dein Angesicht \u00fcber uns und sei uns gn\u00e4dig ewiglich.<\/p>\n<p>Segne uns, o Herr! Deine Engel stell um uns! Bewahre uns in deinem Frieden ewiglich!\u201c<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[vi]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das wird \u00fcberhaupt erst ein dreigliedriges Lied, wenn man \u2013 wie vorgeschlagen wird \u2013 die erste Strophe nach der zweiten noch einmal singt. Und das strahlt eine besondere meditative Kraft aus. Aber: Wenn man nur diese beiden Strophen 1 und 2 singt \u2013 oder liest \u2013, dann ist man in eine \u00fcberraschende N\u00e4he zu dem Gebetswunsch der beiden Silberrollen von Ketef Hinnom ger\u00fcckt \u2013 obwohl die Verfasser in Gnadenthal nichts von diesem Fund wissen konnten. Ich darf einmal beide Texte nebeneinander stellen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor 2630 Jahren:\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Vor 42 Jahren:<\/p>\n<p>\u00bbEs segne dich der Herr\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u201eSegne uns, o Herr!<\/p>\n<p>und bewahre dich.<\/p>\n<p>Es scheine der Herr sein Angesicht \u00fcber dir\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 La\u00df leuchten dein Angesicht \u00fcber uns<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0und sei uns gn\u00e4dig ewiglich.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Segne uns, o Herr!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Deine Engel stell um uns!<\/p>\n<p>und er gebe dir Frieden.\u00ab\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Bewahre uns in deinem Frieden ewiglich!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder, liebe Leserin und lieber Leser: Haben Sie jemals so unmittelbar die gleiche Glaubens\u00fcberzeugung, die gleiche Glaubenshoffnung bezeugt, belegt gefunden \u2013 \u00fcber mehr als 2.600 Jahre hinweg? K\u00f6nnen wir uns da nicht mit innerer Best\u00e4rkung auf diese Glaubenshoffnung, auf diese Glaubens\u00fcberzeugung einlassen?! Das ist das immense Angebot des heutigen Sonntags. Nehmen wir alle es doch an!<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eUnd der Friede Gottes,<\/p>\n<p>der h\u00f6her ist als unsere Vernunft,<\/p>\n<p>bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dr. Rainer Stahl<\/p>\n<p>Erlangen<\/p>\n<p><a href=\"mailto:rainer.stahl.1@gmx.de\">rainer.stahl.1@gmx.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[1951 geboren, Studium der Theologie in Jena, Assistent im Alten Testament, 1981 ordiniert, Pfarrer der Ev.-Luth. Kirche in Th\u00fcringen, zwei Jahre lang Einsatz beim Lutherischen Weltbund in Genf, dann Pfarrer in Altenburg, Alttestamentler an der Kirchlichen Hochschule in Leipzig, Referent des Th\u00fcringer Landesbischofs in Eisenach, seit 1998 Dienst f\u00fcr den Martin-Luther-Bund (das lutherische Diasporawerk) in Erlangen, seit 2016 im Ruhestand.]<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[i]<\/a>\u00a0\u00a0 Vgl. Emmanuel Tov: Textual Criticism of the Hebrew Bible, Minneapolis, Assen\/Maastricht 1992, S. 379. Dort wird die Rekonstruktion des Textes nat\u00fcrlich nur in Hebr\u00e4isch gegeben.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a> \u00a0\u00a0Vgl. Dan Bahat: The illustrated Atlas of Jerusalem, New York und Jerusalem 1990, S. 18-19. Und: Amihai Mazar: Archaeology of the Land of the Bible. 10,000 \u2013 586 B.C.E., New York, London usw. 1992, S. 522.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a> \u00a0\u00a0Vgl. Amihai Mazar, a.a.O., S. 516-517.521-526. Und: Hershel Shanks: Jerusalem. An Archaeological Biography, New York 1995, S. 115-119.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[iv]<\/a>\u00a0\u00a0 Vgl. Emmanuel Tov, a.a.O., S. 118; vgl. auch https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Silberrollen_von_Ketef_Hinnom<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[v]<\/a>\u00a0\u00a0 Martin Luther: An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung, 1520.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[vi]<\/a>\u00a0\u00a0 Vgl. Evangelisches Gesangbuch, Nr. 573.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gott schenkt Frieden \u2013 eine \u00fcber 2.600 Jahre alte Glaubens\u00fcberzeugung | Predigt zu Numeri \/ 4. Mose 6,22-27 | verfasst von Dr. Rainer Stahl | &nbsp; &nbsp; \u201eDie Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit Euch allen!\u201c &nbsp; Liebe Leserin, lieber Leser! Liebe Schwestern und Br\u00fcder! 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