{"id":2896,"date":"2020-06-10T08:26:40","date_gmt":"2020-06-10T06:26:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/static\/wp\/?p=2896"},"modified":"2020-06-10T08:26:40","modified_gmt":"2020-06-10T06:26:40","slug":"dennoch-naehe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/dennoch-naehe\/","title":{"rendered":"Dennoch: N\u00e4he"},"content":{"rendered":"<h3>Predigt zu Apg. 4, 32-37 und Pred. (Koh.) 4, 7-12 | verfasst von Reinhard Schmidt-Rost |<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Predigttext f\u00fcr diesen Sonntag nach der seit 2018 in der evangelischen Kirche in Deutschland geltenden Perikopen-Ordnung steht in der Apostelgeschichte, Kap.\u00a0 4, 32-37.<\/p>\n<p>Da die akademische Predigtreihe in der Bonner Schlo\u00dfkirche im Sommersemester 2020 dem Buch des Predigers Salomo (Kohelet) unter dem Thema:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u201eGelassenheit \u2013 trotz allem?\u201c\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Ungewissheit und Grenzen des Menschen.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Kohelet (der Prediger Salomo) im Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>gewidmet ist, legte sich eine Verbindung des Perikopentextes mit Koh. 4, 7-12 nahe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Wochenpsalm (Ps. 34, 2-11) und die Epistellesung (1. Joh. 4, 16b-21) illustrieren das von Eberhard Hauschildt, dem amtierenden Universit\u00e4tsprediger in Bonn, f\u00fcr diesen Gottesdienst vorgeschlagene Thema<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Dennoch: N\u00e4he&#8220;.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liedvorschl\u00e4ge<\/p>\n<p>EG 681 \u2013 Gelobt sei Deine Treu<\/p>\n<p>EG 382 \u2013 Ich steh vor Dir mit leeren H\u00e4nden, Herr<\/p>\n<p>EG 221 \u2013 Das sollt ihr, Jesu J\u00fcnger, nie vergessen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wochenspruch:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Wer euch h\u00f6rt, der h\u00f6rt mich, und wer euch verachtet, der verachtet mich. Luk. 10, 16a.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Psalm 34, 2-11<\/p>\n<p>Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.<\/p>\n<p>Meine Seele soll sich r\u00fchmen des HERRN, dass es die Elenden h\u00f6ren und sich freuen.<\/p>\n<p>Preiset mit mir den HERRN und lasst uns miteinander seinen Namen erh\u00f6hen!<\/p>\n<p>Da ich den HERRN suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.<\/p>\n<p>Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.<\/p>\n<p>Als einer im Elend rief, h\u00f6rte der HERR und half ihm aus allen seinen N\u00f6ten.<\/p>\n<p>Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn f\u00fcrchten, und hilft ihnen heraus.<\/p>\n<p><strong>Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet! <\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcrchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! Denn die ihn f\u00fcrchten, haben keinen Mangel.<\/p>\n<p>Reiche m\u00fcssen darben und hungern; aber die den HERRN suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Epistel-Lesung:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1.Joh.4, 16b-21<\/p>\n<p><strong>Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.<\/strong> Darin ist die Liebe bei uns vollendet, auf dass wir die Freiheit haben, zu reden am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.<\/p>\n<p>Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus. Denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich aber f\u00fcrchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.<\/p>\n<p>Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt.<\/p>\n<p>Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein L\u00fcgner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht. Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Predigttext nach der Akademischen Reihe in der Bonner Schlo\u00dfkirche<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Prediger Salomo (Kohelet) 4, 7-12<\/p>\n<p>Wiederum sah ich Eitles unter der Sonne: Da ist einer, der steht allein und hat weder Kind noch Bruder, doch ist seiner M\u00fche kein Ende, und seine Augen k\u00f6nnen nicht genug Reichtum sehen. F\u00fcr wen m\u00fche ich mich denn und g\u00f6nne mir selber nichts Gutes? Das ist auch eitel und eine b\u00f6se M\u00fche.<\/p>\n<p>So ist&#8217;s ja besser zu zweien als allein; denn sie haben guten Lohn f\u00fcr ihre M\u00fche. F\u00e4llt einer von ihnen, so hilft ihm sein Geselle auf. Weh dem, der allein ist, wenn er f\u00e4llt! Dann ist kein anderer da, der ihm aufhilft. Auch, wenn zwei beieinanderliegen, w\u00e4rmen sie sich; wie kann ein Einzelner warm werden? Einer mag \u00fcberw\u00e4ltigt werden, aber zwei k\u00f6nnen widerstehen, und eine dreifache Schnur rei\u00dft nicht leicht entzwei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Predigttext nach der Perikopenordnung<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Apostelgeschichte 4, 32-37<\/p>\n<p>Die Menge der Gl\u00e4ubigen war ein Herz und eine Seele, auch nicht einer sagte von seinen G\u00fctern, dass sie sein w\u00e4ren, sondern es war ihnen alles gemeinsam.<\/p>\n<p>Und mit gro\u00dfer Kraft bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus, und gro\u00dfe Gnade war bei ihnen allen.<\/p>\n<p>Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte, denn wer von ihnen Land oder H\u00e4user hatte, verkaufte sie und brachte das Geld f\u00fcr das Verkaufte und legte es den Aposteln zu F\u00fc\u00dfen; und man gab einem jeden, was er n\u00f6tig hatte.<\/p>\n<p>Josef aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde, &#8211; das hei\u00dft \u00fcbersetzt: Sohn des Trostes &#8211; ein Levit, aus Zypern geb\u00fcrtig, der hatte einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es den Aposteln zu F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigt <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dennoch: N\u00e4he<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Leicht ist das nicht: N\u00e4he auszuhalten. Man kann sich ziemlich auf die Nerven gehen, wenn man Tag f\u00fcr Tag zusammen ist, zusammen sein muss, m\u00f6glicherweise auch noch auf engem Raum. Selbst wenn sich zwei Menschen sehr sympathisch sind, vielleicht sogar sagen, dass sie sich lieben, und versichert haben, dass sie ihr Leben lang zusammen bleiben wollen: \u00a0Ununterbrochene N\u00e4he tagaus, tagein kann durchaus belasten. Davon hat man in den vergangenen Wochen viel geh\u00f6rt, wie das Leben im home office und home schooling zu Spannungen f\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Prediger Salomo, ein lebenserfahrener Mann, &#8211; \u00a0oder war sie eine Frau? wir wissen es nicht, (das hebr\u00e4ische Wort koheleth, zu Deutsch Prediger, ist jedenfalls eine weibliche Form), eine Person, die vermutlich um 300 v. Chr. gelebt hat, spricht ohne Illusionen von N\u00e4he. Sie kennt Leute, die ganz auf sich selbst fixiert sind, die nur an ihren Besitz denken und am Gewinn ihrer Gesch\u00e4fte interessiert sind. Man k\u00f6nnte meinen, sie sei ein Mensch unserer Zeit. Kinderlos und beziehungslos k\u00e4mpfen die Einzelnen f\u00fcr ihren Erfolg, so wird \u00fcber Zeitgenossen heute oft geurteilt. Und koheleth fragt sich und ihre Leser: Wof\u00fcr das alles? Ist das nicht alles eitel?<\/p>\n<p>Sie denkt n\u00fcchtern und praktisch und fragt sich und ihre Leser: Ist ein Leben zu zweit nicht besser als die Existenz des Einzelnen, auch wenn er sich eine goldene Nase verdient?<\/p>\n<p>Sie fragt es immerhin, denn sie ist ja offenbar auch eine Person, die f\u00fcr sich allein sitzt und denkt. Wie sollte man auch denken k\u00f6nnen, wenn dauernd andere Menschen um einen herum t\u00e4tig sind? Zum Denken muss man allein und ungest\u00f6rt sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Prediger Salomo singt kein hohes Lied auf die Liebe, schon gar nicht auf Ehe und Familie, keineswegs, aber er beschreibt doch die Vorteile einer Existenz zu zweit, man kann sich st\u00fctzen, sich aufhelfen, wenn der eine f\u00e4llt \u2013 und w\u00e4rmen kann man sich auch. Und wenn man sogar zu dritt zusammenh\u00e4lt, dann \u00fcbersteht man Anfechtungen und Anfeindungen besser als zu zweit oder ganz allein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Trotzdem l\u00e4sst sich die Erfahrung nicht leugnen: N\u00e4he auszuhalten ist nicht leicht. Und je individueller und pers\u00f6nlicher jemand sein Leben ausgestaltet, umso eher st\u00f6rt ihn ein anderer oder eine andere mit ihren spezifischen Gewohnheiten und Eigenheiten.<\/p>\n<p>Der Prediger Salomo stellt es einigerma\u00dfen k\u00fchl fest, dass N\u00e4he nicht leicht ist, aber vielleicht, so gibt er zu bedenken, ist N\u00e4he in einigen Lebenslagen doch n\u00fctzlich, jedenfalls besser, als allein zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>der Prediger Salomo schreibt offenbar in einer Zeit, in der die gewohnten Bindungen und Beziehungen br\u00fcchig geworden sind. Die Gemeinschaften der Familien und des Volkes scheinen sich aufzul\u00f6sen. Kann man etwa sogar sagen, was \u00fcber unsere Zeit heute gesagt wird? \u00a0Er erlebt eine Zeit der Individualisierung, und Ans\u00e4tze zur Globalisierung scheint es auch zu geben! Das Reich der Perser zun\u00e4chst und dann auch das R\u00f6mische Reich dehnen den Horizont des Handelns und Denkens weit aus \u2013 und es ist eine Zeit der Rationalisierung: Das Wort Gott gebraucht der Prediger zwar noch, aber es bleibt bei ihm doch sehr blass.<\/p>\n<p>N\u00e4he ist n\u00fctzlich, deshalb setzt er sich f\u00fcr N\u00e4he ein, wenn auch nicht \u00fcberschw\u00e4nglich. Aber er wei\u00df nat\u00fcrlich, dass Menschen N\u00e4he brauchen und gestalten m\u00fcssen, sonst gibt es keine Kooperation, die Leben f\u00f6rdert, keine Gesellschaft, oder nur eine solche, die von au\u00dfen und oben diktiert wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0wie wird es weitergehen, wenn Individualisierung und Globalisierung weiter um sich greifen?<\/p>\n<p>Vor dieser Frage stehen wir gerade in diesen Tagen der Gesundheits- und Wirtschaftskrise, da die nat\u00fcrliche N\u00e4he von Mann und Frau, von Eltern und Kindern, vor allem aber von Gro\u00dfeltern und Enkeln problematisch wird. Angst vor Ansteckung, Sorge um Gesundheit, der Zusammenhang der Generationen ist durch das Virus gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Und wohin f\u00fchren uns da die Worte des Lukas?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Evangelist Lukas scheint in einer v\u00f6llig anderen Welt zu leben als der Prediger Salomo. Kein skeptischer Blick auf N\u00e4he im Alltag, keine kritischen Gedanken \u00fcber Gier und Neid, \u00fcber Konkurrenz und Missgunst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lukas schreibt von den Menschen, die der Geist Gottes am Pfingsttag, Wochen nach der Ermordung ihres Lehrers Jesus zu einer \u00f6ffentlichen Demonstration und dar\u00fcber hinaus zu einer Lebensgemeinschaft zusammengef\u00fchrt hat:\u00a0 Sie waren ein Herz und eine Seele. Ein ganz und gar unglaubliches Geschehen, ein unvorstellbarer Vorgang unter Menschen. Eine Herzens- und G\u00fctergemeinschaft. Wie sollte das gehen? Und wie sollte es weitergehen? \u00a0Gibt es das \u00fcberhaupt und kann das auf Dauer gutgehen?<\/p>\n<p>Die alten Geschichten der Bibel, die die Leute in Israel nat\u00fcrlich alle kennen, berichten doch ganz realistisch und anschaulich von den Spannungen zwischen Mann und Frau seit Eva und Adam, von der Konkurrenz unter Br\u00fcdern seit Kain und Abel, Esau und Jakob, der m\u00fchsamen Einigung der Verwandten bei Abraham und seinem Neffen Lot, und unter Josef und seinen Br\u00fcdern, die nur der Druck der Hungersnot und die Gro\u00dfmut des Arrivierten, des Staatsmanns Josef, wieder zusammenbringt. Das passt alles zur skeptischen Weisheit des Predigers Salomo.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>sie waren ein Herz und eine Seele. Es ist wohl schon so, dass diese Vorstellung von einer intensiven G\u00fcter- und Geist-Gemeinschaft Menschen zugleich reizt, aber auch heraus- und \u00fcberfordert, &#8211; und es kommt ja auch in der Urgemeinde schnell zu Konflikten, die durch neue Regelungen und Einrichtungen aufgefangen werden mussten. Es wollen keineswegs alle ihren Besitz teilen. Aber immerhin: Die Einrichtung der Diakonie, die Hilfe f\u00fcr die Witwen und Waisen entsteht aus dem Grundgedanken der Geist- und G\u00fctergemeinschaft. Diese Idee gegenseitiger Hilfe, die nicht an Blutsverwandtschaft, nicht an famili\u00e4re Beziehungen, sondern an eine geistige Gemeinsamkeit gebunden ist, an die Erinnerung an ihren Lehrer Jesus, den sie bald den Christus, den zum K\u00f6nig Gesalbten nannten, beeinflusst die Christen, ja die ganze Menschheit seit den ersten Tagen der Christenheit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Selbst in den Worten des Predigers Salomo schwingt immerhin eine gewisse Zuversicht mit, dass gestaltete N\u00e4he hilfreich sein k\u00f6nnte. Lukas aber, in seinem Evangelium und in der Apostelgeschichte schw\u00e4rmt von der neuen Erfahrung von N\u00e4he, die sich der Menschen bem\u00e4chtigt hat, in hohen T\u00f6nen.<\/p>\n<p>Waren die ersten Christen also kl\u00fcger, weiser, lebenserfahrener als der Lehrer der Weisheit, der Prediger Salomo? Das kann man nicht sagen, aber sie hatten eine Einsicht des Predigers beherzigt: Selbstsucht und Gier zerst\u00f6ren den Menschen, Gemeinschaft rettet und f\u00f6rdert das Leben. Das hatten sie von ihrem Lehrer Jesus gelernt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Fortschritt der fr\u00fchen Christenheit ist leicht erkennbar, aber schwer zu praktizieren: Wechselseitige Verantwortung \u00fcber die Blutsbande hinaus, die Hingabe f\u00fcreinander, das Teilen der G\u00fcter f\u00f6rdert das Leben aller. Es war vielleicht auch eine physische N\u00e4he, vor allem aber eine geistige Beziehung und herzliche Anteilnahme, die ihr gemeinsames Leben bereicherte. \u201eSeht, wie sie einander lieben\u201c \u2013 h\u00f6rte man sp\u00e4ter sagen, wie sie aneinander Anteil nehmen auf die Gefahr hin, ausgenutzt zu werden, sich an andere zu verlieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Anteilnahme und G\u00fctergemeinschaft hat im \u00dcbrigen nichts mit dem zu tun, was in gro\u00dfen politischen Systemen zur Zeit wieder Einzug zu halten scheint, mit Gleichschaltung der Einzelnen und der Diktatur weniger Herrscher.<\/p>\n<p>Es kann einem schon Angst um die Menschen, um unsere Kinder und Kindeskinder werden, wenn man vom kleinen Europa in die Weiten des Ostens und nach Westen schaut. Es gibt jedenfalls Anlass genug, dankbar zu sein, f\u00fcr eine geistige und k\u00fcnstlerische Freiheit, die wir hierzulande genie\u00dfen und gestalten d\u00fcrfen \u2013 und der Blick in die j\u00fcngere Geschichte lehrt ja, dass solche Freiheit auch in Deutschland keineswegs selbstverst\u00e4ndlich war \u2013 und die gewaltsam erzwungene Unfreiheit noch von unseren Eltern erlitten wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und es gibt erst recht Anlass genug, dankbar zu sein f\u00fcr jede N\u00e4he, die dennoch gn\u00e4dig geschenkt wird, gegen alle distanzierende Selbstsucht und gegen alle totalit\u00e4re Herstellung von N\u00e4he. Solche geschenkte und nicht erzwungene N\u00e4he ist der N\u00e4hrboden, der Humus kunstvoller Individualit\u00e4t und gottgebener Menschlichkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So ist unser Bekenntnis zu Jesus und seinen Gedanken ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr geistige Freiheit und f\u00fcr eine Pflege von N\u00e4he, die sich dem Anspruch der anderen Person stellt, auch wenn es schwerf\u00e4llt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und der Segen Gottes, der die Verbindung unserer Herzen und Seelen pflegt, der bewahre uns vor allem \u00dcbel. Amen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Christen denken <strong><em>positiv<\/em><\/strong> von N\u00e4he,\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 wissen aber l\u00e4ngst\u00a0 auch, was <em>es <\/em>heisst,\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 wenn\u00a0 ein Virus m\u00f6rderisch den Menschen bei\u00dft,\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ein verderblicher Prozess gesch\u00e4he,<\/p>\n<p>und kein Helfer eine Rettung s\u00e4he\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 kein Experte einen Ausweg weist,\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Zukunft kein Gelehrter mehr umrei\u00dft \u2026\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 vielmehr kr\u00e4chzend kreist des Unheils Kr\u00e4he \u2026<\/p>\n<p>Doch gilt dieses Jahr wie stets seit Pfingsten, \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0was den \u00a0Menschen allen (!) zugesprochen wird,<\/p>\n<p>gilt den Alten und es gilt den J\u00fcngsten,\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 keiner tr\u00e4gt auf schmalen Schultern seine B\u00fcrd\u2018<\/p>\n<p>sie m\u00fcssen sich aus allem Leiden, allen St\u00f6\u00dfen,\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 so\u00a0 hoffen wir, mag sein,\u00a0 nicht selbst erl\u00f6sen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor der Corona-Krise war geplant, den Gottesdienst am 14.6.2020 mit der Mitgliederversammlung der Evangelischen Akademikerschaft im Rheinland zu verbinden.<\/p>\n<p>Nun m\u00f6gen diese Texte, in der Stille gelesen, dennoch als ein Zeichen teilnahmsvoller N\u00e4he wirken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt zu Apg. 4, 32-37 und Pred. (Koh.) 4, 7-12 | verfasst von Reinhard Schmidt-Rost | &nbsp; Der Predigttext f\u00fcr diesen Sonntag nach der seit 2018 in der evangelischen Kirche in Deutschland geltenden Perikopen-Ordnung steht in der Apostelgeschichte, Kap.\u00a0 4, 32-37. 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