{"id":2907,"date":"2020-06-16T09:53:51","date_gmt":"2020-06-16T07:53:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/static\/wp\/?p=2907"},"modified":"2020-06-16T10:59:40","modified_gmt":"2020-06-16T08:59:40","slug":"die-kleinen-gesten-die-alles-aendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/die-kleinen-gesten-die-alles-aendern\/","title":{"rendered":"Die kleinen Gesten, die alles \u00e4ndern"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigt zu Mt.11,25-30 | von Sabine Handrick|<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>In jenen Tagen ergriff Jesus das Wort und sprach: <\/em><\/p>\n<p><em>Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, <\/em><\/p>\n<p><em>dass du dies vor Weisen und Klugen verborgen, <\/em><\/p>\n<p><em>es Einf\u00e4ltigen aber offenbart hast.<\/em><\/p>\n<p><em>Ja, Vater, so hat es dir gefallen.&nbsp;<\/em><\/p>\n<p><em>Alles ist mir \u00fcbergeben worden von meinem Vater, <\/em><\/p>\n<p><em>und niemand kennt den Sohn au\u00dfer der Vater, <\/em><\/p>\n<p><em>und niemand kennt den Vater au\u00dfer der Sohn und der, <\/em><\/p>\n<p><em>dem der Sohn es offenbaren will.<\/em><\/p>\n<p><em>Kommt zu mir, all ihr Geplagten und Beladenen: <\/em><\/p>\n<p><em>Ich will euch erquicken.<\/em><\/p>\n<p><em>Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, <\/em><\/p>\n<p><em>denn ich bin sanft und dem\u00fctig; <\/em><\/p>\n<p><em>und ihr werdet Ruhe finden f\u00fcr eure Seele.&nbsp;<\/em><\/p>\n<p><em>Denn mein Joch dr\u00fcckt nicht, und meine Last ist leicht.&nbsp;&nbsp; <\/em>(Z\u00fcrcher Bibel)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, liebe Trauerfamilien!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn wir eines Tages zur\u00fcckschauen auf jene ersten Monate des Jahres 2020, woran werden wir uns dann erinnern? Welche Gef\u00fchle werden auftauchen?<\/p>\n<p>Wird da wieder der Schmerz um unsere Liebsten sein, von denen wir Abschied nehmen mussten? Und der bittere Nachgeschmack, dass wir bei der Trauerfeier die tr\u00f6stende N\u00e4he einer grossen Gemeinde entbehren mussten?<\/p>\n<p>So ohnm\u00e4chtig und ausgeliefert zu sein, war f\u00fcr Viele etwas ganz Neues.<\/p>\n<p>Unsere selbstverst\u00e4ndlich erscheinende Sicherheit und die Freiheiten \u2013 gekappt.<\/p>\n<p>Angst und Ungewissheit liessen uns nicht los. Was kommt da auf uns zu?<\/p>\n<p>Als die Infektionen D\u00fcdingen erreichten, wuchsen unter uns die Sorgen.<\/p>\n<p>Existentielle Fragen liessen den Boden unter unseren F\u00fcssen wanken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine Lieben, was wird uns bleiben aus diesen drei Monaten Covid19-Lockdown?<\/p>\n<p>Bewahren wir das erleichterte Aufatmen der Davongekommenen, froh, dass die schlimmsten Bef\u00fcrchtungen nicht eingetroffen sind und uns Situationen wie in Bergamo, New York oder Brasilien erspart blieben?&nbsp; Sind wir dankbar, dass wir gehen und stehen, atmen und schauen, essen und trinken k\u00f6nnen, ein Dach \u00fcber dem Kopf haben?<\/p>\n<p>Vielleicht wird sich die Erkenntnis durchsetzen, wie wenig es ist, was Du wirklich brauchst:<\/p>\n<p>Menschen, die dich lieben, die dir vertrauen, die dich er-tragen und mittragen, sind das Kostbarste. Nichts kann echte Begegnungen und Beziehungen ersetzen.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklich ist, wer Familienbande hat, die halten und ein soziales Netz, das auff\u00e4ngt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Dichterin Mascha Kal\u00e9ko sagt:<\/p>\n<p><em>\u00bbMan braucht nur eine Insel<\/em><\/p>\n<p><em>Allein im weiten Meer<br \/>\nMan braucht nur einen Menschen, <\/em><\/p>\n<p><em>den aber braucht man sehr.\u00ab<\/em><\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen es uns nicht vorstellen, diesen einen Menschen zu verlieren. Doch dann irgendwann kommt der Tag und der Tod klopft an die T\u00fcr. Der Verlust zwingt uns in die Knie und wirft uns zu Boden. Es ist eine Last, die sehr schwer ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jesus hebt uns auf und sagt: <em>Kommt her zu mir &#8211; alle, die ihr m\u00fchselig und beladen seid. Ich will euch erquicken.<\/em> <em>&#8211; Ich will euch die Last abnehmen, ich will euch ausruhen lassen. &#8211; Ich werde euch Ruhe geben.<\/em><\/p>\n<p>Ich sp\u00fcre Erleichterung, wenn ich diese Worte h\u00f6re. Sie wirken wie eine Umarmung. Ich sehe sie geradezu vor mir: die weit ge\u00f6ffneten Arme, die einen liebevoll auffangen und das tosende Meer der inneren Unruhe zum Schweigen bringen. &#8211;<\/p>\n<p>Es gibt diesen Ort, wo unsere Seele Zuflucht hat. Vergessen wir das nie. Und Jesus zeigt den Weg dorthin, er sagt: <em>Vertraut euch meiner Leitung an, und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe f\u00fcr euer Leben.<\/em><sup>1<\/sup><\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>So einfach soll es sein? \u2013 Ja. Wir brauchen nicht viele Worte.<\/p>\n<p>Manchmal ist es eine kleine Geste, die alles \u00e4ndert.<\/p>\n<p>Ich spreche nicht von Wundern, sondern von dem, was jede und jeder von uns tun kann.<\/p>\n<p>Jesus zeigt, dass es m\u00f6glich ist. &nbsp;An ihm k\u00f6nnen wir es abschauen und lernen, diese sanftm\u00fctige Bereitschaft des Herzens zu entwickeln.<\/p>\n<p>Sein Leben und Wirken machen sichtbar, wie das geht mit der Liebe und dem Vertrauen.<\/p>\n<p>Wenn wir wie Jesus wagen, auf Gott zu vertrauen, n\u00e4hern wir uns dem Geheimnis Gottes.<\/p>\n<p>Denn Gott hat Jesus sein Herz ge\u00f6ffnet und ihm \u201eAlles\u201c <sup>2<\/sup> offenbart \u2013 Wahrheit, Weisheit, den Willen Gottes. Vater und Sohn sind so eng miteinander verbunden, dass es ein Geist ist, der sie treibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kommt zu mir! Jesu Einladung gilt dir und mir und jedem Menschen. Sie \u00f6ffnet uns den Raum der Liebe und der Barmherzigkeit, der Vers\u00f6hnung und des Friedens.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Worte, sage ich jetzt, ich gebe es zu.<\/p>\n<p>Und wie geht das in der kleinen M\u00fcnze des Alltags, m\u00f6gt ihr euch fragen.<\/p>\n<p>Jesus meint: Es ist eine Frage der (inneren) Haltung.<em> \u201e<\/em><em>Ich brauche keine Gewalt, und mein&nbsp;Herz ist&nbsp;nicht&nbsp;auf Herrschaft aus.\u201c <sup>3<\/sup> <\/em>Man kann das alte Wort \u201edem\u00fctig\u201c auch so \u00fcbertragen:<\/p>\n<p>\u201e<em>Ich sehe auf niemanden herab.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und das muss man erst mal schaffen. Das ist wirklich herausfordernd, meine Lieben.<\/p>\n<p>Wer es schon mal mit gewaltfreier Kommunikation versucht hat, wei\u00df, wie schwierig es ist.<\/p>\n<p>Es ist ein Lernprozess, bei dem du immer wieder an deine Grenzen kommst.<\/p>\n<p>Wer aber lernen will, in diesem Sinne dem\u00fctig zu werden, um nicht auf Andere herabzuschauen, wird bereit zu verzichten auf Macht, \u00dcberlegenheit, St\u00e4rke, Gewalt.<\/p>\n<p>Wer vom hohen Ross des eigenen Egos heruntersteigen kann, erkennt im Gegen\u00fcber einfach einen Menschen. Da ist eine oder einer mit der gleichen W\u00fcrde und dem gleichen Lebensrecht wie du.<\/p>\n<p>Und es v\u00f6llig egal, ob sie oder er schlau ist oder reich, eingeschr\u00e4nkt oder arm, farbig oder jung, begabt, alt, wei\u00df, behindert, dick, d\u00fcnn, krank, sch\u00f6n, leistungsf\u00e4hig, hilfsbed\u00fcrftig oder Kind, Frau, Mann. \u2013 &nbsp;Es ist ein Mensch wie du, ein geliebtes Kind Gottes.<\/p>\n<p>Und du begreifst, dass deine Position oder deine Meinung immer nur ein Teil des Ganzen sind. Wahrheit beginnt, wenn zwei miteinander reden,<\/p>\n<p>wenn sie bereit sind, einander zuzuh\u00f6ren,<\/p>\n<p>sich auf die Sichtweise des Anderen einzulassen<\/p>\n<p>und versuchen zu verstehen, was den anderen bewegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, gegenw\u00e4rtig findet eine fast vergessene Geste der Demut weltweit wieder viele Nachahmer: Sie knien nieder. Das eine Bein ist angewinkelt, mit dem anderen knien sie am Boden.<\/p>\n<p>Sie lassen ihre K\u00f6rper sprechen und nehmen eine Haltung ein, aus der man auf niemanden herabsehen kann.<\/p>\n<p>Auf diese Weise protestieren sie gegen Brutalit\u00e4t und Polizeigewalt. Black lives matter.<\/p>\n<p>Drei Worte stehen f\u00fcr die Emp\u00f6rung dar\u00fcber, was unz\u00e4hlige Menschen nichtweisser Hautfarbe tagt\u00e4glich durch Rassismus, Diskriminierung und Chauvinismus<sup>4<\/sup> erfahren.<\/p>\n<p>Entschlossen und kraftvoll knien sie auf dem Asphalt und senken den Kopf.<\/p>\n<p>Wer das aush\u00e4lt, in spannungsgeladenen Situationen gewaltlos zu bleiben, der braucht eine geh\u00f6rige Portion sanften Mutes! Und solche Zeichen wirken: Polizisten &#8211; manche in voller Montur und schwerbewaffnet &#8211; \u00fcbernehmen die Haltung, folgen dem Beispiel der Demonstrierenden und knien ebenfalls nieder.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte laut Halleluja singen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>In jenen Tagen ergriff Jesus das Wort und sprach: <\/em><\/p>\n<p><em>Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Klugen verborgen, es Einf\u00e4ltigen aber offenbart hast.<\/em><\/p>\n<p>Die Weisen und Klugen, die Experten und Meinungsf\u00fchrer sind diejenigen, die ihn gerade nicht verstehen und nicht verstehen wollen. Trotz ihrer Bildung und privilegierten Stellung k\u00f6nnen sie Jesus nicht folgen.<\/p>\n<p>Jesus singt nicht das Lied der M\u00e4chtigen, sondern preist die Weisheit Gottes. Er lobt den Herrn des Himmels und die Erde und solidarisiert sich mit der gro\u00dfen Mehrheit der Menschen, den Vielen, den einfachen Leute, die hungern und d\u00fcrsten nach Gerechtigkeit.<\/p>\n<p>Lassen wir uns von dem Begriff der \u201aEinf\u00e4ltigen bzw. Unm\u00fcndigen\u2018, nicht auf die falsche F\u00e4hrte bringen, wenn dieser Bibelvers mitunter so \u00fcbersetzt wird. Es geht hier um die Armen, die Hungernden, die sogenannten \u201ekleinen Leute\u201c. Ja, mitunter sind sie ungebildet und wissen nicht viel, aber es sind diejenigen, die nicht die Chance hatten, in privilegierten Kreisen zu leben. Sie sind deshalb nicht weniger wert. \u2013 Das ist das Neue in der Haltung Jesu: Er bringt ihnen Wertsch\u00e4tzung und Liebe entgegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eNo justice &#8211; no peace.\u201c Ich habe ein kleines M\u00e4dchen vor Augen: Sie mag vielleicht 7 Jahre alt sein. Ein 15 Sekunden Twitter-Video<sup>5<\/sup> dokumentiert, wie sie auf einer dieser aktuellen Demonstrationen mitl\u00e4uft und diese vier Worte immer wieder mit gro\u00dfer Energie ruft: \u201eNo justice &#8211; no peace.\u201c \u2013<\/p>\n<p>Ohne Gerechtigkeit keinen Frieden. Diese kleine Person hat den grundlegenden Zusammenhang verstanden. Sie tritt daf\u00fcr ein und ist weiser und wahrhaftiger als manch Erwachsener.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jesus nimmt all die Menschen in den Blick, f\u00fcr die sich sonst kaum jemand interessiert,<\/p>\n<p>die immer \u00fcbersehen und \u00fcbergangen werden,<\/p>\n<p>die nicht zu Wort kommen, die Mitgemeinten und Sprachlosen,<\/p>\n<p>alle, die sich Tag f\u00fcr Tag abm\u00fchen, um knapp zu \u00fcberleben.<\/p>\n<p>Sie geh\u00f6ren zu denen, die Jesus gl\u00fccklich preist,<\/p>\n<p>weil sie arm sind vor Gott und wissen, wie sehr sie Gott brauchen.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklich nennt er auch diejenigen, die trauern und Leiden tragen,<\/p>\n<p>die sanftm\u00fctig sind und sich um Frieden bem\u00fchen,<\/p>\n<p>die barmherzig sind und mit dem reinen Herzen,<\/p>\n<p>die nach Gerechtigkeit hungern und deshalb verfolgt werden.<\/p>\n<p>Denen gehen die Augen auf und Viele merken, dass wahr wird, was die Propheten ank\u00fcndigten: Blinde sehen, Unbewegliche stehen auf, Kranke werden heil an Leib und Seele, Auss\u00e4tzige werden rein und Ausgesto\u00dfene kehren heim.<\/p>\n<p>Sogar Tote stehen auf und die Armen \u201e<em>bringen einander die gute Botschaft. Sie handeln f\u00fcreinander \u2013 nicht gegeneinander, nicht l\u00e4nger f\u00fcr \u2026. die Reichen und M\u00e4chtigen, sondern f\u00fcr sich.\u201c <sup>6<\/sup><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist ein Prozess der Selbstwerdung, den Jesus anst\u00f6sst. Die Gedem\u00fctigten richten sich auf und treten f\u00fcr ihr Recht ein.&nbsp; Sie nehmen ihr Leben in die eigene Hand und werden zu m\u00fcndigen, verantwortlich handelnden Menschen. Sie lassen sich von dem sanften Mut des Mannes aus Nazareth inspirieren.<\/p>\n<p>\u201e<em>Meine Last ist leicht\u201c<\/em><em>,<\/em> sagte Jesus, obwohl ihm das Kreuz schwer wurde und der bittere Kelch nicht an ihm vorbei ging. Doch alle Erdenschwere und alles Leid fielen ab, als Gottes neue Wirklichkeit im Licht des Ostermorgen aufleuchtete.<\/p>\n<p>Bernhard von Clairvaux dr\u00fcckt es so aus: \u201e<em>Das Kreuz Christi&nbsp;ist eine Last von der Art, wie es die Fl\u00fcgel der V\u00f6gel sind. Sie tragen aufw\u00e4rts.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine Lieben, machen wir einander das Leben leichter und nicht schwerer.<\/p>\n<p>Es sind die kleinen Gesten, die etwas bewirken, die uns aufrichten und uns helfen, schwere Zeiten besser zu ertragen.<\/p>\n<p>Wir haben es in den hinter uns liegenden Wochen erlebt \u2026&nbsp; Ihr erinnert euch:<\/p>\n<p>Wie sch\u00f6n waren die ersten Fr\u00fchlingsblumen, die euch die Nachbarin vor die T\u00fcr stellte,<\/p>\n<p>wie tr\u00f6stlich die handgeschriebenen Zeilen der alten Freundin,<\/p>\n<p>wie unverhofft das Klingeln des Telefons und das Gespr\u00e4ch, das dir wieder Auftrieb gab,<\/p>\n<p>wie selbstverst\u00e4ndlich die hilfreichen Handgriffe der Nachbarn,<\/p>\n<p>wie solidarisch das Zuhause-Bleiben der Vielen,<\/p>\n<p>wie unerm\u00fcdlich die Pflegenden in den Spit\u00e4lern und Pflegeheimen.&nbsp; &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir tragen miteinander die Lasten des Lebens<em>, <\/em>damit die bedr\u00fcckenden Probleme tragbarer, ertr\u00e4glicher, leichter werden.<\/p>\n<p>Paulus hat es ganz \u00e4hnlich bei Jesus gelernt:<\/p>\n<p><em>Einer trage des anderen Last; so werdet ihr das Gesetz Christi erf\u00fcllen.<sup>7<\/sup> <\/em>\u2013 Amen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pfarrerin Sabine Handrick<\/p>\n<p>D\u00fcdingen, Kanton Freiburg, Schweiz<\/p>\n<p><a href=\"mailto:pfarramt@refdue.ch\">pfarramt@refdue.ch<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sabine Handrick, geb. 1965, ist seit 2010 Pfarrerin der Reformierten Kirchgemeinde D\u00fcdingen.<\/p>\n<p>Neben dem Einzel- Pfarramt in D\u00fcdingen engagiert sie sich ehrenamtlich als Teamleiterin im Careteam des Sensebezirks (Notfallseelsorge).<\/p>\n<p>Die Gottesdienste der Reformierten Kirchgemeinde, die w\u00e4hrend der Pandemie-Ma\u00dfnahmen besonders von Trauerfamilien vermisst wurden, finden nun wieder mit anwesender Gemeinde statt. Auch auf sie richtet sich das Augenmerk der Predigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kontexte:<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hanns Dieter H\u00fcsch: zu Psalm 19<\/strong> <sup>8<\/sup><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Herr<\/p>\n<p>Ich will dich auch heute preisen<\/p>\n<p>Und dir Dank sagen<\/p>\n<p>Halleluja<\/p>\n<p>Du schenkst mir wieder festen Boden<\/p>\n<p>unter meinen zerbrechlichen F\u00fcssen<\/p>\n<p>Auch wenn ich zu zweit oder mit vielen gehe<\/p>\n<p>Bist du an meiner Seite<\/p>\n<p>Manchmal atme ich schwer<\/p>\n<p>und stolpere den Weg entlang und bef\u00fcrchte:<\/p>\n<p>Du hast die Erde verlassen<\/p>\n<p>Doch ich bin t\u00f6richt<\/p>\n<p>Denn dein ist die Welt<\/p>\n<p>Dein sind Himmel und Erde<\/p>\n<p>Das ist kein Zwischenraum<\/p>\n<p>kein Unterschied<\/p>\n<p>Keine Grenze<\/p>\n<p>Und wenn wir gehen<\/p>\n<p>gehen wir zum Himmel<\/p>\n<p>Und wenn wir kommen<\/p>\n<p>Kommen wir zur Erde<\/p>\n<p>Und wenn wir auf der Erde straucheln<\/p>\n<p>Hebst du uns auf in den Himmel<\/p>\n<p>Denn Himmel und Erde<\/p>\n<p>sind Bruder und Schwester.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Siph Amandla N&#8217;kosi Wokungesabi <\/strong><sup>9<\/sup><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>Sanftmut den M\u00e4nnern, Gro\u00dfmut den Frauen, Liebe uns allen, weil wir sie brauchen.<\/li>\n<li>Mut den Gejagten, Ehrfurcht den Starken, Frieden uns allen, weil wir ihn brauchen.<\/li>\n<li>Fl\u00fcgel den Lahmen, Lieder den Stummen, Tr\u00e4ume und allen, weil wir sie brauchen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>S\u00fcdafrikanische Melodie &#8211; Text: Gerhard Sch\u00f6ne: 1987<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Lieder f\u00fcr den Gottesdienst:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Du bist mein Zufluchtsort <sup>10<\/sup><\/li>\n<li>Sanftmut den M\u00e4nnern <sup>11<\/sup><\/li>\n<li>Wer nur den lieben Gott l\u00e4sst walten, RG: 681<\/li>\n<\/ul>\n<p>besonders die 7. Strophe: Sing, bet\u2018 und geh auf Gottes Wegen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><sup>1<\/sup> Mt.11,25 &#8211; Hoffnung f\u00fcr alle<\/p>\n<p><sup>2<\/sup> Mt.11,27<\/p>\n<p><sup>3 <\/sup>&nbsp;Mt. 11,29 &#8211; Bibel in gerechter Sprache<\/p>\n<p><sup>4 <\/sup>&nbsp;Der Name des Polizisten, durch dessen Handlungen George Floyd starb, lautet Derek Chauvin.<\/p>\n<p><sup>5&nbsp; <\/sup><a href=\"https:\/\/twitter.com\/ScottBrinton1\/status\/1268316436113612800\">https:\/\/twitter.com\/ScottBrinton1\/status\/1268316436113612800<\/a><\/p>\n<p><sup>6 <\/sup>&nbsp;Luzia Sutter Rehmann, Wut im Bauch, G\u00fctersloh 2014, S. 91<\/p>\n<p><sup>7&nbsp; <\/sup>Gal. 6,2<\/p>\n<p><sup>8&nbsp; <\/sup>Hanns Dieter H\u00fcsch, Ich stehe unter Gottes Schutz, D\u00fcsseldorf 2005, S. 19<\/p>\n<p><sup>9<\/sup> <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iuFwmKbI0VA\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iuFwmKbI0VA<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 0:05- 1:46<\/p>\n<p><sup>10<\/sup> Durch Hohes und Tiefes, Lied-Nr. 299, Strube Verlag M\u00fcnchen, 2008<\/p>\n<p><sup>11<\/sup> Durch Hohes und Tiefes, Lied-Nr. 350, Strube Verlag M\u00fcnchen, 2008<\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt zu Mt.11,25-30 | von Sabine Handrick| &nbsp; In jenen Tagen ergriff Jesus das Wort und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Klugen verborgen, es Einf\u00e4ltigen aber offenbart hast. 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